Diskussion: Auferstehung Jesu


Beiträge zum Thema christlicher Fundamentalismus

 

 

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Hinweis in eigener Sache: Die vielstimmigen Diskussionsbeiträge und Zitate dieser Website geben nicht notwendig unsere eigene Meinung wieder.

Die nachstehende "Textlandschaft" aus Textfragmenten und Zitaten stellt den Versuch dar, zumindest exemplarisch Teilbereiche der aktuellen Fundamentalismusdebatte abzubilden. Wobei der Einstieg gelegentlich "bibelkritisch" aufgebaut ist und im Wechsel mit "bibeltreuen" Textfragmenten (manchmal erst im unteren Abschnitt) eine Art "Debatte" abbildet.
Fundamentalismusdebatte.de ist keine "bibeltreue" Webseite, sondern stellt "bibelkritische" und "bibeltreue" Inhalte unkommentiert nebeneinander. Ein bibeltreues Projekt findest Du in der Bibel. ツ

Ein weites Feld für Missverständnisse in der Fundi-Debatte kann übrigens darin bestehen, dass unter dem Wort "Gott" ganz Unterschiedliches verstanden wird. Das reicht von "Gott als (gemeinsame) Idee" (eine Idee kann sich auf Menschen bzw. eine Gemeinschaft auswirken, aber z.B. keine Naturgesetze durchbrechen oder selbst etwas sagen bzw. tun) bis zu "Gott als Person" (wenn Gott Gott ist, dann ist Ihm nichts unmöglich) und allem dazwischen.
Dieser Unterschied, von welchem Ausgangspunkt in der Fundi-Debatte argumentiert wird und was der Autor jeweils unter dem Wort "Gott" versteht, kann in der Kürze der Beiträge nicht dargestellt werden.

Über uns: Wir selbst glauben an einen persönlichen Gott, der sich in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist geoffenbart hat und das noch immer tut. Wir respektieren Menschen, die das anders sehen oder etwas anderes glauben.

 

Martin Urban

 


"Lüdemann [Prof. Dr. Gerd Lüdemann, Ev. Theologe, Georg-August-Universität Göttingen] hatte deutlich ausgesprochen, was unter seinen historisch-kritisch arbeitenden Fachkollegen weltweit kaum noch umstritten ist: Es gibt und gab kein leeres Grab Jesu. [...] (S. 103)

Auch die deutschen evangelischen Fundamentalisten (die neuerdings betonen, keine Fundamentalisten zu sein) - etwa jene von der Deutschen Evangelischen Allianz - berufen sich auf die in den USA ab 1910 erschienenen »Fundamentals«. Daher kommt der Name.

Als die fünf Fundamente des christlichen Glaubens wurden damals zusammengefasst:

Die Irrtumslosigkeit der Bibel,
die Gottheit Jesu Christi und seine Geburt von einer Jungfrau,
der Tod Jesu zur Sühne für die Sünden der Menschheit,
die leibliche Auferstehung Jesu, und
die Wiederkunft Christi.

Keine dieser Vorstellungen ist heute in der seriös forschenden Theologie unbestritten. Wenn ich von Fundamentalismus spreche, dann im Sinne dieser Definition. [...] (S.39)

Doch im 21. Jahrhundert muss Jan Gertz immer noch fragen, ob die Ergebnisse historisch-kritischer Exegese »wirklich jemals in der kirchlichen und außerkirchlichen Öffentlichkeit angekommen sind«.

Insofern kritisiere ich Karl Barth, dessen gewaltige Leistung, insbesondere auch im Kampf gegen die NS-Ideologie und ihre Praxis, ich überhaupt nicht relativieren will. Denn unter Barths maßgeblichem Einfluss wurde die »liberale Theologie« und mit ihr die historisch-kritische Forschung so weit zurückgeworfen, dass sich die Kirche bisher davon nicht erholen konnte.

Ich erinnere daran, dass Adolf Harnack bereits im 19. Jahrhundert das altkirchliche Dogma der Trinität Gottes als »Produkt des griechischen Geistes auf dem Boden des Evangeliums« erkannte. Barths Rückfall in die vorwissenschaftliche Vorstellung, Gott selbst habe sich offenbart als »Einer in drei eigentümlichen, in ihren Beziehungen untereinander bestehenden Seinsweisen: Vater, Sohn und Heiliger Geist«, ist an manchen deutschen theologischen Fakultäten immer noch Stand der Lehre.

Ich habe in meinem Bemühen, Barth zu verstehen, nichts gefunden, das mich eine ernsthafte Auseinandersetzung von ihm mit dem Werk des »Entmythologisierens« Rudolf Bultmann erkennen lässt.

Aufgabe der Theologie sei es, so Rudolf Bultmann 1961, die naive Gläubigkeit zu erschüttern. Tatsächlich beobachtet man, dass vor allem die naiv Gläubigen unter den Christen sonntags in die Kirche gehen. Sie tun dies gewiss nicht mit dem Ziel, in ihrer naiven Gläubigkeit erschüttert zu werden." (S. 66)

Martin Urban (23. September 2013, Physiker, Wissenschaftspublizist u. Sachbuchautor, Nikolaus Schneider, Martin Urban: Was kann man heute noch glauben? Ein Disput, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2013, Seitenzahlen im Text)

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"Karl Barth [siehe Beitrag oben] hat die historisch-kritische Bibelforschung nicht verworfen, sondern nur ihren Absolutheitsanspruch relativiert. Er hat für seine Zeit eine mangelnde Selbstdistanz und fehlende Selbstkritik der Wissenschaftler festgestellt und bedauert. >Sie sind mir nicht kritisch genug, die historisch Kritischen.<"

Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider (23. September 2013, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, 2003-2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland EKiR, Nikolaus Schneider, Martin Urban: Was kann man heute noch glauben? Ein Disput, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2013, S. 60)

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"Nicht alles, was einem liberalen Theologen religiös nicht passt, ist deswegen Fundamentalismus."

Dr. Karsten Fischer (4. Februar 2009, Politikwissenschaftler, Fundamentalismus – ein brauchbarer Begriff? Veranstaltung des Forschungsbereichs "Religion und Politik" an der Berliner Humboldt-Universität, www.religion-and-politics.de, www.pro-medienmagazin.de)

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idea:
"Bleibt die Frage: Wer ist eigentlich ein christlicher Fundamentalist?"

Huber: "Da ist es doch gut, sich an den Ursprung des Wortes „Fundamentalist" zu erinnern: Der Ausdruck „The Fundamentals" wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA für fünf Aussagen verwendet:

1. Die Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift,
2. Christi Jungfrauengeburt,
3. der Sühneopfertod Jesu,
4. die leibliche Auferstehung,
5. die Wirklichkeit der in der Bibel bezeugten Wunder."

idea: "Zumindest Jungfrauengeburt und leibliche Auferstehung finden sich auch im Apostolischen Glaubensbekenntnis wieder."

Huber: "Es gibt dabei aber ein gewisses Spektrum von Auslegungsmöglichkeiten, die sich angesichts der unterschiedlichen Darstellungen in der Bibel auch förmlich aufdrängen.

Ohne jeden Interpretationsspielraum diese fünf Aussagen wortwörtlich bejahen zu müssen - das ist für mich Fundamentalismus!

Ob jemand Christ ist oder nicht, entscheidet sich nicht an solch einfachen Antworten. Eine Kirche mit der Spannweite von Positionen, wie wir sie haben -, einschließlich der Evangelikalen - kann gar nicht fundamentalistisch sein!"

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (29. April 2009, 2003-2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, 1994-2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Herr Bischof, wer ist eigentlich ein Fundamentalist? Interview. ideaSpektrum 18/2009, S. 17)

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"Theologischer Fundamentalismus" [Nikolaus Schneider, 1993]

"Die Irrtumslosigkeit der Bibel,
die Jungfrauengeburt, die Gottheit Jesu Christi,
das stellvertretende Sühneopfer
und die leibliche Auferstehung
und Wiederkunft Jesu Christi. [...]

Letztlich ist ein Streit um unsere Kirche, die sie tragende Theologie und ihre verfassungsmäßige Ausrichtung entbrannt. [...] In diesen theologischen Zusammenhängen ist die Kontroverse mit den Fundamentalisten zu führen. […]
Der Eifer derer, die permanent Bekenntnisse fordern und deren Arroganz gegenüber der Volkskirche scheinen mir zu einer Kirchlichkeit zu führen, die Züge des Sektiererischen trägt. [...]

Wenn heute viele Menschen dem kirchlichen Leben zwar mit Reserve begegnen, sich aber dennoch als Christen verstehen und ihre Bindung an die Kirche nicht preisgeben … dann haben wir das der von der Aufklärung beeinflussten Gestalt der Kirche als Volkskirche zu verdanken."

Dr. h.c. Nikolaus Schneider (1993, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, 2003-2013 Präses der Ev. Kirche im Rheinland, zit. n. Regionale Informationen für das Rheinland - Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ Rheinland e.V., Nr. 20, März / April 1993. Vgl.: Rudolf Möckel u. Wolfgang Nestvogel (Hrsg.), Volkskirche am Abgrund? – „Fundamentalismus“ als Kampfbegriff, Neuhausen / Stuttgart: Hänssler 1996, S. 83)

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               2011, 2010-2014 EKD-Ratsvorsitzender Dr. h.c. Nikolaus Schneider, Evangelische Kirche in Deutschland

 


"Es gibt Theologen, die an der Historizität einer leiblichen Auferstehung festhalten, und andere, die sagen, Jesu Leiche sei im Grab verwest wie jede andere. Dazwischen tummeln sich jene, die schwer verständlich drumherumreden"

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler, Gütersloher Verlagshaus, S. 165)

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"Die Frage nach der Historizität der Auferstehung muss als irreführend aus der Theologie ausgeschieden werden."

Prof. Dr. Hans Conzelmann (1967, Neutestamentler, Grundriss der Theologie des Neuen Testaments, 6. Aufl. Tübingen 1997, Seite 228)

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"Als wir Kinder waren, gab es einen Augenblick, wo wir, wenn uns eine Geschichte erzählt wurde, die Frage stellten: "War das mal wirklich?"
Wir erwarteten auf diese Frage eine schlichte Antwort, also nicht eine Antwort, die den Umfang des Begriffs "wirklich" so lange dehnte, bis auch Märchen und Träume darunter subsumiert
[http://de.wikipedia.org/wiki/Subsumtion] werden konnten." [...]

"Wenn der Gegensatz von Schein und Sein verschwindet, ist es gleichgültig, ob wir sagen, alles sei wirklich oder alles sei Schein." ... "Gibt es keinen Unterschied? Doch, natürlich gibt es einen Unterschied, und es ist sogar der wichtigste aller Unterschiede."

Prof. Dr. Robert Spaemann (8. Februar 2000, Vortrag Bayerischen Akademie der schönen Künste)

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"Es kommt ihm [Friedrich Josef Dürrenmatt] vor, als frage man einen Theologen, der eben Gott entmythologisiert hat, was denn Gott in Wirklichkeit sei: ein Prinzip, eine Weltformel oder was denn sonst?

Wer so fragt, hat laut Dürrenmatt nicht begriffen, dass diese Frage untheologisch ist, ja dass moderne Theologie nur noch unter der Bedingung möglich ist, dass solche Kinderfragen nicht mehr gestellt werden."

Elisabeth Emter (17. August 1995, Germanistin, Literatur und Quantentheorie. Gruyter, ISBN 9783110148732, S. 249)

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"Das Osterereignis als die Auferstehung Christi ist kein historisches Ereignis [...] Der christliche Osterglaube ist an der historischen Frage nicht interessiert."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1941, Ev. Theologe, Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen Verkündigung, München: Kaiser 3. Aufl. 1988, Seite 61-62)

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"Ein normales Desinteresse könnte man ja noch hinnehmen, wenn auch unter Verwunderung, aber Bultmanns [siehe oben] ausdrückliches Desinteresse und seine Forderung an alle anderen, ebenfalls kein Interesse haben zu wollen, riecht nach einer Leiche im Keller."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler, Gütersloher Verlagshaus, S.163)

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"Ein toter Leichnam ersteht nicht auf."
 
Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1884-1976, Ev. Theologe, Verfechter d. Entmythologisierung d. neutestamentlichen Verkündigung,  8. April 2007 – Predigt über Johannes 20,11-18, www.lutherisch.de)

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"Legende sind die Geschichten vom leeren Grabe."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1948, Ev. Theologe, Das Kerygma der Urgemeinde, Theologie des Neuen Testaments, Tübingen: Mohr 9. Aufl. 1984, Seite 48)

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"Neben dem historischen Ereignis des Kreuzes steht die Auferstehung, die kein geschichtliches Ereignis ist. ... Neben der Behauptung der Präexistenz (Paulus, Johannes)
[Präexistenz Christi: Jesus Christus hat bereits vor seinem irdischen Leben existiert] steht ja die Legende von der Jungfrauengeburt (Matthäus, Lukas) ... stehen die Legenden vom leeren Grab und von der Himmelfahrt."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1941, Ev. Theologe, Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen Verkündigung, München: Kaiser 3. Aufl. 1988, Seite 53)

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"Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists"

1. Johannes 4, 2-3 

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"Anlässlich der Erwähnung von Rudolf Bultmann möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, dass er sich vor seinem Tode bekehrt und seine Schüler und Studenten um Vergebung gebeten hat.

Kronzeuge dafür ist Ernst Käsemann, der das vor seinem eigenen Tode erwähnt hat, seinem Lehrer darin aber leider nicht folgen wollte. Die Nachricht ist verbürgt, ich habe mit dem Ohrenzeugen, der seine Identität nicht preisgeben will, selber gesprochen."

Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1. Oktober 2007, Was ist glaubwürdig – die Bibel oder die Bibelkritik?, VTR: Nürnberg 2007, Fußnote S. 13)

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"Aber jetzt kann ich ihnen etwas ganz schönes sagen. Rudolf Bultmann hat sich vor seinem Tode bekehrt und er hat sogar seine Schüler und Studenten um Vergebung gebeten.

Ich habe das jetzt erst im vergangenen Jahr [2003] erfahren und der Kronzeuge ist Ernst Käsemann. Er hat das erwähnt, bevor er gestorben ist. Und er hat das bestimmt nicht erfunden, denn er hatte sogleich gesagt, er würde sich nicht bekehren, weil er über die Ermordung seiner Tochter nicht hinwegkäme.

Aber so groß ist Gott. Er konnte es machen, so dass der Hauptkronzeuge der historisch-kritischen Theologie seine Knie vor Jesus gebeugt hat, seinem Heiland."

Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (4. Juli 2004, Bibelkritik - Wissenschaft oder Manipulation? Vortrag im Rahmen einer Bibelausstellung in der Freien Evangelischen Schule Berlin, Audiodatei: Stelle 21:15 bis 22:05 http://bibelausstellung.fesb.de/download.php?filename=Linnemann.mp3)

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"Nicht an einem physischen Mirakel [lat. miraculum: „Wunderding"] hängt der Auferstehungsglaube, sondern an der Gewissheit, dass der Tod Jesu ein für allemal Heil bedeutet, an der Gewissheit, dass der Gekreuzigte bei uns ist, dass er lebendig ist und lebendig macht"

Bischof Dr. Wolfgang Huber (04. April 1999, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland, Predigt im Berliner Dom am Ostersonntag)

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"Hier wurde nicht ein Leichnam biologisch wieder belebt, sondern Jesu ganzes irdisches Leben mit seinem Wort und Vergebungshandeln und mit seinem Tod in Solidarität mit den Sündern, diese ganze Geschichte des wirklichen Jesus - das ist jetzt die Ewigkeit, das ist lebendig für alle Zeit und so auch für uns."

Prof. Dr. Joachim Ringleben (12.4.1998, Göttinger Predigten, Herausgeber Ulrich Nembach und Johannes Neukirch)

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"Einfacher, kürzer und verständlicher hätte der Prediger auch sagen können: Auch ich glaube das Märchen nicht. ... Das aber muss unbedingt vermieden werden. Darum ist hier umständlich waberndes, verklausulierendes, verschleiernd-kleingedrucktes Herumdrucksen nötig. [...]

Das aber kann nur funktionieren, wenn ein paar Denk- und Frageverbote erlassen werden. Solche Verbote klingen an, wenn der Prediger behauptet, auf die Frage, ob sich dieses oder jenes Wunder tatsächlich ereignet habe, komme es gar nicht so an.

Doch, genau darauf kommt es an. Bevor diese Frage nicht geklärt ist, braucht man sich mit anderen Fragen gar nicht erst zu beschäftigen. [...]

Von unsereinem wird verlangt, ohne Wunder an die wunderbare Herrlichkeit Gottes zu glauben. Wie aber geht das? Der Prediger weiß es auch nicht so genau ... Was dabei herauskommt ist Gerede. Ein Krampf."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler,
Gütersloher Verlagshaus)

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Jörns: "Glaube drückt immer eine Beziehung zwischen Gott und Menschen aus. Das Entscheidende ist, dass Menschen sich in der Beziehung zu Gott geborgen fühlen und lernen, leben und sterben zu können und nicht nur zu müssen. Jesus hat gewusst, dass das Leben schwer ist und dass wir Gottes Liebe und Hilfe brauchen.
Weil er sie uns ohne jede Bedingung zugesagt und die Leiden der Menschen geteilt hat, ist er mein Weg zu Gott und zum Leben." [...]

RM: "Sie glauben also nicht an die leibhaftige Auferstehung Jesu Christi?"

Jörns: "Nein. An eine so mirakulöse [lat. miraculum: „Wunderding"] Geschichte kann ich nicht glauben. Alle Friedhöfe, die ich kenne, zeichnen sich dadurch aus, dass die Bestatteten dort verwest sind und nur die Knochen übrig bleiben. Mit Jesus wird es genauso gewesen sein. […]

Ein weiterer Aspekt bei der Erzählung vom leeren Grab ist die Bildrede. Es geht hier um eine Metapher, also nicht um die Wirklichkeit. […]

Die Moderne versteht die Bildsprache nicht mehr, sondern materialisiert sie. Der Glaube an Jesus Christus, den Auferstandenen, wird so zu einem Mirakel. Es wird so getan, als wäre Jesus nicht nur wieder da, sondern als wäre er sogar gen Himmel gefahren. Wohin soll er denn gefahren sein? Das hat keinen Bezug zur Wirklichkeit, wie wir sie kennen. […]

Ich kenne keinen Menschen, der das leere Grab als Zentrum seines Glaubens sieht. Wäre Jesus tatsächlich gen Himmel gefahren, wäre seine Auferstehung für mich völlig uninteressant. Leichen fahren nicht gen Himmel."

Prof. Dr. theol. Klaus-Peter Jörns (01.04.2010, Ev. Theologe, Leichen fahren nicht gen Himmel, Rheinischer Merkur Nr. 13, www.rheinischer-merkur.de)

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"Es ist nicht mehr unglaublich, wenn man an Gott glaubt." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Prof. Dr. Robert Spaemann (31. März 2010, Philosoph, Warum ich an die Auferstehung glaube, ideaSpektrum 13/2010, S. 16 f.)

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"Um Christ zu sein, brauche ich nicht an Gott zu glauben."

Prof. Dr. Dorothee Sölle (1929 - 2003, Evangelische Theologin, "Sölle vertrat eine politische Theologie, die sich durch eine radikale Diesseitigkeit und eine Entmythologisierung der Bibel auszeichnete." http://de.wikipedia.org/wiki/Dorothee_S%C3%B6lle)

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"Was die Kirche dem Denken Dorothee Sölles [siehe oben] verdankt, ist längst nicht mehr eine ‚Randposition’. Es ist eine deutliche Linie unserer Kirche geworden, die sie vor der Konventikelhaftigkeit [Erläuterung siehe unten] bewahrt"

Präses Manfred Kock (28. April 2003, 1997 bis 2003 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, 1997 bis 2003 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Pressestelle der EKD, www.ekd.de/presse/pm82_2003_kock_soelle.html)

[„Der Ausdruck Konventikel (lat.: conventiculum, Diminutiv von conventus = „kleine Zusammenkunft“, vergleiche Konvent) bezeichnet allgemein eine im Wesentlichen private religiöse Zusammenkunft in einem Wohnhaus außerhalb eines Gotteshauses. In der Geschichte des Pietismus bezeichnet das Konventikel die häusliche, zu Zwecken der Erbauung und der Andacht veranstaltete Zusammenkunft von Personen, die nicht zu einer Familie gehören und gegenüber der Kirche mehr oder weniger bewusste Separationsziele verfolgen.“ 2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Konventikel]

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"Theologe kann man auch sein, wenn man nicht glaubt."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (2001, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen,
http://wwwuser.gwdg.de/~gluedem/ger/index.htm)

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Spiegel: "Wenn sich nahezu alles, was über Jesus in der Bibel steht, als unhistorisch erwiese, könnte es Ihren Glauben erschüttern?"

Lindemann: "Nicht im geringsten"

Prof. Dr. theol. Andreas Lindemann (1999, Theologe, Kirchliche Hochschule Wuppertal / Bethel, "Widersprüche zwischen Jesus-Forschung und kirchlichen Lehren", DER SPIEGEL Nr. 50, 1999)

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"Meinem innersten religiösen Besitz würde kein Schaden geschehen, wenn ich mich heute überzeugen müsste, dass Jesus gar nicht gelebt habe."

Prof. Paul Wilhelm Schmiedel (1906, Neutestamentler, Die Person Jesu im Streite der Meinungen der Gegenwart, Leipzig)

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"Die Abwesenheit Gottes wird nicht einmal bemerkt."

Prof. Dr. Martin Heidegger (1889 - 1976, Philosoph, http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger)

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"Dieser neue Rationalismus - unter weitgehender Beibehaltung des biblischen Vokabulars - raubt der Gemeinde die Heilsereignisse. Die Heilsbotschaft bleibt auf der Strecke.

"Wenn wir nicht aufpassen, haben wir zuletzt nur noch die Hülsen geistreicher Worte und kunstvoller Liturgien, aber nicht mehr den Kern der frohen, errettenden Botschaft."

Pfarrer
Paul Tegtmeyer (1886-1967, Zuallererst ein Zeuge Christi)

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"Ich für meinen Teil habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass „Pseudo-Religiotisch" eine Art „Dialekt" ist, den ich als Rationalist ebenso wenig verstehen kann wie ein Oberbayer das Ostfriesische.

Kapiert habe ich aber zumindest, dass für Pseudo-Religioten Wörter wie „Auferstehung", „Schöpfung", „Hölle", „Himmel", „Gott", „Teufel", „Wunder" oder „Dämonen" gänzlich andere Bedeutungen zu haben scheinen als für jeden anderen, der diese Worte gebraucht.

Welche Bedeutungen dies genau sind, vermochte ich bislang trotz aller Anstrengungen zwar nicht zu eruieren, doch es sollte klar sein, dass wir uns wegen der Pseudo-Religioten eigentlich keine größeren Sorgen machen müssen. Sie sprechen zwar zugegebenermaßen mit einem höchst seltsamen, religiotischen Akzent, sind aber im Grunde harmlos. […]

So habe ich mich in den letzten Jahren regelmäßig auf öffentlichen Podiumsdiskussionen mit Theologen gestritten, die, wie ich beim abschließenden Biere feststellen konnte, in Wirklichkeit keine Spur gläubiger waren als ich."

Humanistischer Pressedienst hpd (18. März 2009, Die wundersame Welt der Religioten, Diskussion, www.hpd.de)

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"Von den bibelkritischen Vertretern der deutschen Universitätstheologie kennt man das Erklärungs-muster: Etwas, das historisch nie geschehen ist, ist dennoch bedeutsam für den Glauben.

So sei zum Beispiel Jesus nicht real von den Toten auferstanden, aber dennoch sei es eine theologische Wahrheit, dass Gott ein Gott des Lebens ist."

Pfarrer Jörg Gintrowski (14. November 2007, Ev.-luth. Kirchgemeinde Jena, ideaSpektrum 46/2007)

Diskussion


"Auferstehung geschieht, wenn eine Beziehung in Gang kommt."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (15. April 2001, Predigt am Ostersonntag im Berliner Dom und in St. Matthäus zu Berlin)

Diskussion


"Das Problem ist nicht, ob das Grab leer ist, sondern wer der ist, der in dieses Grab hineingelegt worden war."

Präses Manfred Kock (2000, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland v. 1997 bis 2003, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD v. 1997 bis 2003, Evangelisches Sonntagsblatt Bayern, Ausgabe 2000 Heft 17)

Diskussion


"Zum österlichen Satz "Der Herr ist auferstanden" äußert sich Lindemann [Prof. Dr. Andreas Lindemann, Theologe an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal / Bethel] so: Das leere Grab, die Begegnungen der Frauen und der Jünger mit dem Auferstandenen, die Himmelfahrt - alles Legende! Ob die Leiche Jesu im Grab oder außerhalb desselben war, tue nichts zur Sache.

Mit der Leiche Jesu sei jedenfalls nichts Österliches passiert. Geschehen seien allenfalls "seelische Erregungen", außerhalb deren nichts objektiviert werden kann. Lindemann resümiert: Glaube kommt vom Glauben. Es sei völlig egal, was damals wirklich mit diesem Jesus passierte.

Lindemanns Äußerungen sind der Extrakt einer Ostertheologie, wie sie heute zum Allgemeingut einer breiten Strömung in der deutschen Theologie geworden ist.

Sie geht im Wesentlichen auf den berühmten Neutestamentler Rudolf Bultmann (1884-1976) zurück. Für den galt der Grundsatz, dass der Mensch Jesus und sein reales Erdenleben für den Glauben keine Rolle spiele. Entscheidend war für Bultmann nur die Tatsache, dass Jesus in die Welt gekommen ist."

DS - DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT (21. April 2000, Nr. 16/2000)

Diskussion


"Ich würde auch dann glauben und bekennen, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, wenn die Überreste von Jesu Leichnam in Jerusalem ausgegraben und zweifelsfrei identifiziert würden."

Prof. Dr. theol. Andreas Lindemann (28.03.1994, Theologe, Kirchliche Hochschule Wuppertal / Bethel, "Können wir noch Christen sein?", DER SPIEGEL Nr. 13/28.3.1994)

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"Die Relativierung der Ergebnisse historischer Forschung geschieht dort, wo etwa gesagt wird: Selbst wenn sich zweifelsfrei beweisen ließe, dass das Grab Jesu zu Ostern nicht leer, sondern voll gewesen sei, habe dies für den Glauben an den auferstandenen Christus keinerlei Bedeutung (so z. B. Lindemann 1994).
Diese Auskunft befriedigt nicht, weil damit der herkömmliche Bedeutungsgehalt des Wortes »Auferstehung« völlig umgebogen wird.

Man mache die Probe: Kann jemand, der die Lindemannsche Position vertritt, noch zu Christus beten? Ich meine, nein." [...]
"Kann ich an Dinge glauben, die ich hernach erst interpretieren muss? Entweder glaube ich, oder glaube ich nicht, und über diesen Glauben sollten wir uns selbst und anderen Menschen Rechenschaft ablegen." [ …]

"Es ist schlicht absurd, an Dinge zu glauben, die hernach erst interpretiert werden müssen."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (2004, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, "Das Unheilige in der heiligen Schrift")

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"Wie aber können Sie zu einem bloßen Symbol beten?"

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (8. Mai 1998, Theologe, Unter den Dächern von Göttingen, DS - DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT, 8. Mai 1998 Nr. 19/1998)

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"Stellen Sie sich einen des Mordes Angeklagten vor, der vor Gericht angibt, er habe zur Tatzeit bei seiner Tante Tee getrunken. Der Richter findet heraus, dass der Angeklagte zur Tatzeit keinen Tee trank und auch gar keine Tante hat.
Da sagt der Angeklagte: „Sie verstehen den Skopus meiner Rede nicht! Die Geschichte von der Teestunde habe ich doch nur erzählt, um deutlich zu machen, das ich den Mord nicht begangen habe." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Prof. Dr. Robert Spaemann (31. März 2010, Philosoph, Warum ich an die Auferstehung glaube, ideaSpektrum 13/2010, S. 16 f.)

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"Man kann nicht jede beliebige religiöse Meinung damit retten, sie sei zwar nicht wortwörtlich, aber doch noch symbolisch wahr. […] Eine derartige Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheitsfrage löst das Christentum auf."

Pfarrer Dr. Andreas Rössler (26.7.2001, Theologe, Undogmatisches Christentum: ein Ideal im Konflikt mit der Wirklichkeit, IARF-Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll)

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"Das liberale Christentum hat nicht nur Kritik an der Religion geübt, es hat die Religion aufgelöst."

Prof. Dr. Paul Tillich (1942, Theologe und Religionsphilosoph, Prinzipien des Protestantismus, Our Protestant Principles. In: The Protestant Vol.4, No.7, New York 1942, S.10-11, u. P. Tillich, Gesammelte Werke VII: Der Protestantismus als Kritik und Gestaltung. Schriften zur Theologie I, Stuttgart 1962, S.133-140)

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"Man kann Begriffe wie Tod, Sterben und Auferstehung auch im übertragenen Sinne brauchen. Wichtig ist: Bei Tod und Leben handelt es sich nicht um Symbole, sondern um Realität. Jesus wurde mit seinem Leib gekreuzigt und ist in seinem Leib gestorben und begraben worden. Wenn der Tod den Leib nimmt, muss die Auferstehung ebenso konkret sein.
Das Schwierige an der Auseinandersetzung ist: Während die frühere liberale Theologie die Auferstehung grundsätzlich bestritt, reden moderne Theologen von Auferstehung, verstehen sie aber bloß symbolisch." [...]

"Wo die leibliche Auferstehung geleugnet wird, wird auch das Königtum von Jesus, seine Himmelfahrt, seine leibliche Wiederkunft und sein Sühnetod geleugnet. Jesu Tod wird dann nur als Märtyrertod verstanden. Dazu ist zu sagen: Der Tod muss dort besiegt werden, wo er zugeschlagen hat, und er hat am Körper Jesu zugeschlagen.

Man kann nicht einem körperlichen Geschehen ein rein symbolisches Geschehen entgegensetzen. Wenn Jesus nur symbolisch auferstanden wäre, gäbe es für uns keine Auferstehungshoffnung."

Prof. Dr. Johannes Heinrich Schmid (10.04.2004, Theologe, idea/Livenet)

Diskussion


"Grabesstimmung: Haben die Theologen die Kirche im Stich gelassen?" [...]

"Das Thema Ostern - eine einzige Konfusion."

Pfarrer Dr. Rolf Wischnath (Cottbuser Generalsuperintendent d. Ev. Kirche bis 2004, "DS" vom 21. April 2000 Nr. 16/2000)

Diskussion


Rolf Wischnath [siehe oben] zeigt präzise auf die ganze Malaise der professionellen Theologie dieses Typs, solange diese in der ausschließlich historisch-kritischen Analyse des Bibeltextes verharrt und alle Texterkenntnis, die der Gegenstand der Betrachtung nicht nur in seinem definierbaren Begriff offenbart, leugnet.

Die Osterbotschaft, zentraler Bestandteil christlicher Weltsicht und transzendenter Heilserwartung, geht unter in der Beliebigkeit psychologisierender Erklärungsmuster.

Gott ist tot, er wurde auf der theologischen Werkbank zu Tode interpretiert.

Dr. Lutz Graf (2000, Langen)

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"Wie komme ich dazu, ausgerechnet im Gottesdienst beim Sprechen des Glaubensbekenntnisses vor allen Leuten regelmäßig zu lügen?

Ich kann doch nicht glauben, dass Jesus vom heiligen Geist gezeugt wurde.
Ich kann nicht glauben, dass Maria Jesus als Jungfrau zur Welt gebracht hat.
Ich kann nicht glauben, dass Jesus nach drei Tagen körperlich auferstanden ist.

Diese Sätze sind eine Aneinanderreihung von Aussagen, die mir viel über frühere Traditionen und Glaubenshaltungen sagen, aber die ich schlichtweg nicht glauben will."

Martin Dolde (2000, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Frankfurt am Main 2001, Leitung des Gesprächskreises "Offene Kirche", DIE WELT v. 26.08.2000)

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"Ostern ohne frohe Botschaft." [...]

"Ein noch größeres Problem, ihre Botschaft zu transportieren, hat die evangelische Kirche. Deshalb haben einige vermeintlich moderne Strategen nun die Heilige Schrift neu übersetzt – statt der Lutherbibel, die die deutsche Sprache geprägt, ja miterschaffen hat, kommt ihre frohe Botschaft politisch schwer korrekt daher: In der „Bibel in gerechter Sprache“ der evangelischen Kirche wird Gott kurzerhand männlich, weiblich, übersexuell, heißt mal „die Lebendige“, mal die „Eine“, dann „Ich-bin-da“ – nur nicht mehr „Herr“. Den Aposteln werden Apostelinnen an die Seite gestellt, und überall wird das Geschichtsbild ein wenig emanzipatorisch geklittert. Aus der wortmächtigen Luther-Übersetzung ist ein Wortgeholper geworden, das die Kirchen weiter leeren dürfte.

Zumindest in den Großstädten, wie etwa in Hamburg, ist die Leere längst dramatisch. So geht Nordelbiens Bischöfin Maria Jepsen davon aus, dass sich binnen weniger Jahre die Zahl der Gemeinden von über 200 auf unter 100 mehr als halbieren wird. Schon jetzt entwidmet sie regelmäßig Gotteshäuser, die im besseren Fall an die orthodoxe Konkurrenz, im schlechteren Fall an Grundstücksspekulanten gehen. Vor einer Gesellschaft, in der Gotteshäuser zu Fitnesstempeln und Lofts werden, sollten sich indes auch Agnostiker und Atheisten fürchten.

Noch ist davon wenig zu spüren: Gerade in besonders „aufgeklärten“ Kreisen wird munter gegen die Kirche und ihre Vertreter sowie den Glauben an sich argumentiert, agitiert und ironisiert – als lebe man im 19. Jahrhundert und müsse die Säkularisierung auf die Spitze treiben. Jesus wird zum „Lattenjupp“, Kirchenvertreter werden zu Pausenclowns in diskursbefreiten Talk-Shows, das Christentum insgesamt zum alten Hut in modernen Zeiten.

Derlei in die Defensive gedrängt, trauen sich die Kirchen kaum noch, die frohe Osterbotschaft offensiv zu verkündigen. Nur bei politischen Botschaften, die besser in den Mainstream passen, erhebt man noch zaghaft die Stimme. Zwar suchen viele Menschen nach Sinn, nach Spiritualität, nach Freude – doch oft bekommen sie in der Kirche eher schlechte Laune. […]

Luther würde wieder Hammer und Papier besorgen."

DIE WELT (06.04.2007, Matthias Iken, Ressortleiter von WELT-Hamburg)

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"Kennt die evangelische Kirche überhaupt noch den Unterschied zwischen Christentum und einem diffusen Humanitarismus? Sie ersetzt den Skandal des Gekreuzigten zunehmend durch einen neutralen Kult der Menschheit. […]

Dieses Wohlfühlchristentum befriedigt ein tiefes Bedürfnis nach Betäubung. Jeder kennt ja Marxens Formel von der Religion als Opium des Volkes. Genau in diesem Sinne hat dann auch Nietzsche von einem opiatischen Christentum gesprochen und es scharf der ursprünglichen christlichen Erschütterung entgegengesetzt.
Gemeint ist bei Marx genau so wie bei Nietzsche: Nicht Religion selbst ist Opium, sondern die modernen Menschen machen aus Religion ein Opiat. Sie benutzen das Christentum als Droge, zur Beruhigung der Nerven. Jede Spur der christlichen Erschütterung ist sorgfältig getilgt. Man lässt sich zwar noch von der Jesus - Geschichte rühren, vor allem an Weihnachten. Aber vom Jüngsten Gericht will niemand mehr etwas hören. […]

Sowohl die Wohlfühlchristen als auch die intellektuellen Esoteriker hängen also einem halbierten Christentum an. […] Es gibt aber keinen christlichen Glauben ohne Kreuz und Auferstehung.
Das hat Papst Benedikt XVI., mit dem Luther sicher gerne diskutiert hätte, richtig gesehen. Sehr gut nennt er in seinem Jesus - Buch die Auferstehung einen ontologischen Sprung. Mit ihm beginnt eine neue Schöpfung. Gott greift hier nicht nur mit seinem Wort, sondern unmittelbar materiell in die Geschichtswelt ein. Das ist, ähnlich wie die Jungfrauengeburt, für das moderne Denken natürlich unerträglich.

Für die alten Griechen war das Wort vom Kreuz ein Ärgernis und für die Juden war es ein Skandal. Für die modernen Menschen aber ist die Auferstehung das Ärgernis, das sie mit ihrer Vernunft nicht vereinbaren können. Das leere Grab passt nicht ins moderne Weltbild.

Als Zivilreligion hat der Protestantismus die großen Themen wie Kreuz, Erlösung und Gnade aufgegeben und durch einen diffusen Humanismus ersetzt. Damit ist er in die Modernitätsfalle geraten. […]
Die evangelische Kirche leidet also an ihrer eigenen Realitätsgerechtigkeit. Ihr fehlt der Mut zur Unzeitgemäßheit. So heißt es bei Karl Barth in aller wünschenswerten Deutlichkeit: „Gerade das Unhandliche, Unbrauchbare des Paulinismus, gerade das Weltfremde, Unpraktische, Unpopuläre des Protestantismus ist sein bestes Teil."


Prof. Dr. Norbert Bolz (30. November 2015, Medienwissenschaftler an der TU Berlin, SWR2 Essay: Gnadenlose Neuzeit Luther und die Ausdifferenzierung der modernen Gesellschaft, www1.swr.de/podcast/xml/swr2/essay.xml)

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Prof. Dr. Norbert Bolz 

Prof. Dr. Norbert Bolz, Medienwissenschaftler an der TU Berlin (2015)

 


idea: "Die Auferstehung eines Toten ist doch ein unglaubliches Ereignis!"

Spaemann: "Es ist nicht mehr unglaublich, wenn man an Gott glaubt. [...]

Offenbar ist Christi Leichnam in den Auferstehungsleib verwandelt worden. Ich glaube an das leere Grab, nicht weil es sonst keine Auferstehung geben könnte, sondern weil die Evangelisten es so berichten. Warum sollten die Apostel lügen?

idea: Die Mehrheit der deutschsprachigen Theologen hält die Berichte von der Auferstehung in den
Evangelien für Glaubenszeugnisse, aber nicht für historische Ereignisse.

Spaemann: Die Jünger von Jesus waren keine Philosophen, sondern Fischer aus Galiläa. Sie haben nicht spekuliert, für sie zählten nur Fakten. Das leere Grab war für sie ebenso ein Beleg für die Auferstehung wie die späteren Erscheinungen des Herrn. Warum sollten die Apostel etwas Unwahres berichten? Das würde ihre Glaubwürdigkeit zutiefst erschüttern!

Stellen Sie sich einen des Mordes Angeklagten vor, der vor Gericht angibt, er habe zur Tatzeit bei seiner Tante Tee getrunken. Der Richter findet heraus, dass der Angeklagte zur Tatzeit keinen Tee trank und auch gar keine Tante hat.
Da sagt der Angeklagte: „Sie verstehen den Skopus meiner Rede nicht! Die Geschichte von der Teestunde habe ich doch nur erzählt, um deutlich zu machen, das ich den Mord nicht begangen habe.“ Würden Sie diesem Angeklagten noch glauben?

So ist es auch mit dem leeren Grab. Wenn sich die Apostel das leere Grab nur ausgedacht hätten, um die Auferstehung zu stützen, wäre die Auferstehung selbst wahrscheinlich auch nicht wahr.

idea: „Die Kirche lebt faktisch davon, dass die Ergebnisse der wissenschaftlichen Leben-Jesu-Forschung (also z. B. dass Jesus nicht auferstanden ist – d. Red.) in ihr nicht publik sind“, schrieb der Göttinger evangelische Neutestamentler Hans Conzelmann (1915-1989) schon 1959.

Spaemann: Diese Kluft zwischen historisch-kritischer Forschung und der Verkündigung ist in der Tat ein unerträglicher Zustand. Papst Benedikt XVI. hat dies in seinem „Jesus“-Buch auch kritisiert. Vieles, was Theologen als sichere Erkenntnis ausgeben, ist nicht Ergebnis unbefangener Forschung.

Oft geht man von Prämissen aus, die von vornherein im Gegensatz zur biblischen Lehre stehen. Beispielsweise schloss der historisch-kritische Forscher Ernst Troeltsch (1865-1923) die Existenz übernatürlicher Ereignisse kategorisch aus. Ein Ereignis wie die Auferstehung Christi kann sich dann natürlich auch nicht ereignet haben.

idea: Es gibt die Hypothese, dass Jesu Leiche gestohlen worden sei.

Spaemann: Das schließe ich aus! Das passt nicht zu den späteren Begegnungen, von denen die Jünger berichten. Sie haben mit dem Auferstandenen sogar gegessen und getrunken! Die Bibel gibt mehrere Zeugnisse von Menschen, die den Auferstandenen gesehen haben. [...]

Die Mehrzahl der Jünger ist für ihren Auferstehungsglauben sogar umgebracht worden. Dazu wären sie wohl kaum bereit gewesen, wenn sie sich die Auferstehung nur ausgedacht hätten. [...]

Jesus Christus sagt: „Meine Schafe hören auf meine Stimme“ (Johannes 10,27). Jeder Christ macht die Erfahrung, dass die Worte Christi der Wahrheit entsprechen. Ich kann gute Gründe für meinen Glauben anführen, dennoch führen vernünftige Überlegungen nur bis an die Schwelle des Glaubens. Der Schritt über diese Schwelle hin zur Glaubensgewissheit lässt sich nicht allein mit dem Verstand vollziehen. [...]

Habe ich einen Kinderglauben? Wenn Sie so wollen, gewiss. Ich glaube ungefähr dasselbe, was ich als Kind geglaubt habe – nur das ich inzwischen mehr darüber nachgedacht habe."

Prof. Dr. Robert Spaemann (31. März 2010, Philosoph, Warum ich an die Auferstehung glaube, ideaSpektrum 13/2010, S. 16 f.)

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"Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen."

Jesus Christus (MARKUS / 10. Kapitel, 15)

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"Hermann Samuel Reimarus [1694 – 1768, Philosoph und Theologe, Wegbereiter der wissen-schaftlichen Bibelkritik] zerpflückt in seiner Apologie die ganze Bibel, um sie mit der kirchlichen Dogmatik zu vergleichen." […]

"Unter anderem befasst er sich ausführlich mit den in der Bibel berichteten Wundern, besonders mit der Auferstehung Jesu von den Toten. Eine ausführliche Analyse aller einschlägigen Bibelstellen zeigt ihm derart gravierende Unstimmigkeiten und Unwahrscheinlichkeiten, dass Reimarus schließt, alle diese Bücher seien gefälscht, frei erfunden, erlogen." […]

"Wer fundamentale Teile einer heiligen Schrift als gefälscht verwirft, verlässt die interne Kritik.

Der ermüdete Leser von Reimarus schrecklich dicker Apologie muss sich fragen, ob Reimarus an die Auferstehung hätte glauben wollen, wenn die biblischen Berichte darüber in sich etwas stimmiger wären.

Die Antwort muss wohl negativ sein. Die große Mühe, die sich Reimarus macht, um die biblischen Wundergeschichten durch Textanalysen als Fälschung nachzuweisen, hätte eigentlich nur Sinn gehabt, wenn er grundsätzlich die Möglichkeit von Wundern zugegeben hätte." […]

"Faktisch geht aus der Apologie klar hervor, dass er von Wundern so oder so nichts wissen wollte. Dann freilich ist zu fragen, wozu er sich und seinen Lesern die große Mühe macht, durch Textanalysen der Bibel die biblischen Wundergeschichten als Fälschung nachzuweisen.

Welche kritische Wirkung durfte er sich von dieser sozusagen überflüssigen Aufgaben erwarten? „Wenn man sich gegen das Wunderbare auflehnt, muss man sich gegen die ganze Bibel empören,“ gibt Voltaire (man könnte sagen: mit undurchsichtiger Mine) zu bedenken, d. h. es macht dann keinen Sinn mehr, einzelne Teile der Schrift gegeneinander zu halten, man braucht keine interne Kritik mehr anzufertigen, man muss als externer Kritiker einfach negieren, dass dieses Buch etwas mit der Wahrheit zu tun habe. Ähnlich wie bei so manchem späteren christlichen „Dissidenten“ weiß man bei Reimarus nicht, wozu er seine Detailargumente überhaupt bemüht." […]

"Nimmt man den Text nur als erbauliches Märchen, so nimmt man ihm auch seine heilige Aura. Gibt man ihm eine andere, als die wörtliche Deutung, so ist diese beliebig, und das wissen die Leser bzw. Zuhörer auch.
Nimmt man den Text aber wörtlich, so entsteht eine Gefahr, die, wie die Geschichte lehrt, sehr ernst zu nehmen ist."

Prof. Dr. Hubert Schleichert (September 2001, Philosoph, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Anleitung zum subversiven Denken. Seite 102-104+107)

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Prof. Dr. Gerd Lüdemann: "Die ganze frühchristliche Lehre steht auf tönernen Füßen. Sie wurzelt in Glauben an die Auferstehung. Diese hat aber nie stattgefunden."

Da fragen sich weniger Eifernde und aufgeklärte Nicht-Gläubige nur, woher Lüdemann das so genau weiß. Glauben darf er seinen Satz allemal. Aber er war so wenig "Augenzeuge" wie die Evangelisten, denen er genau das vorwirft."

taz (16.02.2009, Der Gott der Vernunft, www.taz.de)

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"Drittens beobachte ich, dass diese Theologen prinzipiell davon ausgehen, dass es nichts Übernatürliches, Wunderbares gibt.

So sei, wenn die alten Texte unserem Herrn eine Aussage in den Mund legen, in der – falls er sie überhaupt gemacht haben sollte – die Zukunft vorausgesagt wird, davon auszugehen, dass sie erst nach dem Ereignis eingefügt wurde, das sie vorauszusagen scheint.
Das ist sehr einleuchtend, wenn man von vornherein weiß, dass es inspirierte Weissagung nicht gibt.

Und ähnlich einleuchtend ist es, alle Stellen, die von Wundern berichten, als unhistorisch abzutun, wenn man von vornherein weiß, dass es ganz allgemein nichts Übernatürliches gibt." […]

"Gelehrte haben diesbezüglich nicht, nur weil sie Gelehrte sind, mehr Autorität als jeder Sterbliche. Den Maßstab „wenn wunderbar, dann unhistorisch“ bringen sie von außen an die Texte heran, sie gewinnen sie nicht aus dem Studium derselben.
Wenn man von Autorität reden will – hier zählt die ganze Autorität aller Bibelkritiker der Welt nichts. Hier reden sie einfach als Menschen; als Menschen, die vom Geist des Zeitalters, in dem sie aufwuchsen, offensichtlich beeinflusst und ihm gegenüber vielleicht zu unkritisch sind." […]

"Diese ganze Art von Kritik versucht, die Entstehung der von ihr untersuchten Texte zu rekonstruieren; welche nicht mehr vorhandenen Quellen der jeweilige Autor benutzte, wann und wo er schrieb, in welcher Absicht, unter was für Einflüssen – den ganzen „Sitz im Leben“ eines Textes. Dies geschieht mit einer ungeheuren Sachkenntnis und großer Findigkeit. Und auf den ersten Blick sieht es sehr überzeugend aus." […]

"Was mich gegen all diese Rekonstruktionen feit, ist die Tatsache, dass ich sie vom andern Ende her erlebt habe: Ich habe Rezensenten dabei beobachtet, wie sie genau auf die gleiche Art die Entstehung meiner eigenen Bücher rekonstruierten.
Bevor man nicht einmal selbst rezensiert wird, kann man kaum glauben, wie wenig eigentliche Kritik in einer normalen Buchbesprechung enthalten ist; wie wenig Lob oder Tadel des Buches selbst. Den größten Teil füllen erfundene Geschichten über den Entstehungsprozess." […]

"Mein Eindruck ist, dass in meinem ganzen Leben nicht eine dieser Vermutungen auch nur in einem Punkt zutraf; dass die Methode hundertprozentig versagt hat. Man sollte meinen, sie müsste rein zufällig genauso oft ins Schwarze treffen wie daneben. Doch mein Eindruck ist, dass das nie stimmt. Ich erinnere mich an keinen einzigen Treffer"

Prof. Dr. theol. h.c., Dr. h.c. Clive Staples Lewis (1898-1963, britischer Schriftsteller und Literatur-wissenschaftler, Gedankengänge. Essays zu Christentum, Kunst und Kultur, Brunnen-Verlag GmbH Januar 1986, ISBN 978-3765523755)

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"Es wäre ein großer Fehler, die Schuld an solcher Entwicklung der Dinge etwa im Unvermögen der Methodiker zu suchen. Vielmehr ist es die Schuld der Methode, die man gewählt hat ... dass die Methode scheitern musste, weil sie ihrem Gegenstand [der Bibel] nicht entsprach." [...]

"Demnach bezeichnet die historisch-kritische Methode grundsätzlich einen Vorgang, bei dem die Bibel von einem außerbiblischen Ort her mit außerbiblischen Maßstäben angegangen wird, unter der Zielsetzung, dabei das Wort Gottes zu entdecken."

Prof. Dr. Gerhard Maier (2001 bis 2005 Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Das Ende der historisch-kritischen Methode, http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Maier)

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"Der Kern des modernen evangelischen Christentums ist weich bis zur völligen Beliebig- und Inhaltslosigkeit; die zentralen Lehren der Bibel werden gar nicht mehr wörtlich genommen, sondern als Steinbruch für modische Meinungen benutzt."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (30. August 2006, Theologe an der Georg-August-Universität Göttingen, DIE NORDELBISCHE, Ausgabe 35/2006)

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"Es ist nichts in der historisch-kritischen Theologie, was nicht zuvor in der Philosophie gewesen ist. …

Wundern, Auferstehungsberichten und Ähnlichem wurde von vornherein die Historizität abgesprochen, weil die historisch-kritische Theologie im Gefolge der Aufklärungsphilosophie kein Handeln Gottes in der Geschichte gelten ließ. Durch Vor-Urteil wurde das alles für mythisch erklärt. … Geschichte wurde auf das Menschliche begrenzt. Gott ließ man darin keinen Raum. Alles singuläre Handeln Gottes wurde ausgeschlossen. …

Auferstehung und Himmelfahrt unseres Herrn werden verworfen! Weswegen? Wurden die Berichte wissenschaftlich geprüft und daraufhin als unglaubwürdig eingestuft? Keineswegs. Der einzige Grund ist, dass der Glaube der Vernunft sich durch sie gestört fühlt. …
Als sich die Theologie als historisch-kritische Methode etablierte und den Anspruch erhob, eine Wissenschaft zu sein, gewann sie ihre Methoden für den Umgang mit den synoptischen Evangelien nicht durch einen sachgerechten wissenschaftlichen Umgang mit ihrem Gegenstand, sondern dadurch, dass sie die aus der Aufklärungsphilosophie übernommenen Vor-Urteile auf ihn angewendet hat.

Die Leugnung von Gottes Handeln in der Geschichte und die Verneinung seiner Wunder, die Einordnung der Bibel als antikes Buch mit der Konsequenz, dass die Evangelien als teils mythisch, teils faktisch anzusehen seien, ist die Grundlage von Literarkritik, Formgeschichte und Redaktionsgeschichte.

Sie wirkt sich aus in der Verleugnung der Augenzeugen, die diese sogenannten Methoden konstituiert [lat. constituere ”festsetzen, feststellen, errichten“]. Ihre Anwendung ist keine Ausübung erlernter wissenschaftlicher Arbeit. … Ihre Voraussetzung ist die antitheistische Vorentscheidung, dass mit Gott als Schöpfer, Erhalter, Regierer, Richter und Erlöser der Welt nicht zu rechnen sei. …

Die Datierung des Markusevangeliums hat zur Grundlage, dass die historisch-kritische Theologie die im Markus 13,2 berichtete Weissagung Jesu von der Zerstörung des Tempels nicht für echt halten will, sondern zu einem vaticinium ex eventu [lateinisch „Weissagung vom Ereignis her“, die Einfügung einer Prophezeiung in einen Text, nachdem der Autor von dem Ereignis Kenntnis hatte] erklärt.
Soll die Weissagung erst erfunden sein, nachdem die Erfüllung bereits geschehen war oder unmittelbar bevorstand, dann kann das Markusevangelium erst um 70 geschrieben sein. Seine Datierung steht und fällt also mit dem Dogma der Bibelkritik, dass es echte Prophetie nicht gibt und dass der historische Jesus nicht in der Lage war, echte Weissagung auszusprechen. …

Die sogenannte redaktionsgeschichtliche Methode hat von der Literarkritik und der Formgeschichte die Verleugnung der Augenzeugen übernommen … dass es zu der Zeit, als die Evangelien entstanden, keine Augenzeugen mehr gab. …

Lebendiger Glaube an Gottes Offenbarung in seinem Wort und eine „wissenschaftliche“ Theologie, die arbeitet „als ob es Gott nicht gäbe“ schließen sich aus. … Der Jesus der Bibel und der Jesus der Bibelkritik sind Gegensätze, die sich ausschließen. Jeder muss sich entscheiden, welchen Jesus er wählt. Er soll aber wissen, dass der Jesus der Bibelkritik nicht zu retten vermag."

Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1. Oktober 2007, Theologin, Bibel oder Bibelkritik? Was ist glaubwürdig?, ISBN 9783937965864)

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"Leute, die sich für gelehrt ausgeben, versuchen immer wieder den Glauben schlichter Gotteskinder zunichte zu machen, aber ihre Versuche schlagen fehl, ihre Beweise halten nicht Stich, ihre Theorien versinken unter ihrem eigenen Gewicht.“ (C.H. Spurgeon , Kleinode Göttlicher Verheißungen)

„Höre ich jemanden sagen: „Aber man muss sich doch den Schlussfolgerungen der Wissenschaft unterwerfen.“ … Aber was verstehen Sie unter Wissenschaft? Ist das Ding, was „Wissenschaft“ genannt wird, unfehlbar? …

Der phantastische Teil der Wissenschaft, vielen so teuer, ist das, was wir nicht annehmen. Das ist für viele der wichtige Teil der Wissenschaft – der Teil, der bloße Mutmaßung ist, für den die Mutmaßenden mit aller Gewalt fechten. …
Soweit Tatsachen in Betracht kommen, ist die Wissenschaft nie in Widerstreit mit den Wahrheiten der Heiligen Schrift, aber die hastigen Schlüsse, die aus diesen Tatsachen gezogen werden."

Charles H. Spurgeon (1834 - 1892, englischer Baptistenpastor, 
http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_ Haddon_Spurgeon)

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Hinweis in eigener Sache:

Der nachfolgende Artikel zitiert Auszüge aus www.nikodemus.net (Stand Dezember 2009). Der ERF hat zwischenzeitlich nikodemus.net abgeschaltet und eine Verbreitung der Beiträge untersagt.

Das Zitieren des Beitrags kann straf - und zivilrechtliche Folgen seitens des Evangeliums-Rundfunk Medien e. V. (ERF) nach sich ziehen (Abmahnkosten von 899,40 Euro).


"
Der Viertel-Jesus"

"Die vier Evangelien lesen sich in der Tat sehr unterschiedlich. Viele Details lassen sich miteinander vereinbaren, andere aber auch nicht. Verschaffen wir uns also erstmal einen Überblick über die vier Auferstehungsberichte:

Maria von Magdala und „die andere“ Maria kommen zum Grab. Die Erde bebt, ein Engel kommt vom Himmel herab, wälzt den Stein weg und setzt sich darauf. Der Engel redet mit den Frauen. Danach laufen die Frauen weg und begegnen Jesus, der sie auffordert, seinen Jüngern von allem zu erzählen.
Matthäus 28,1-10

Maria von Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome kommen zum Grab. Der Stein ist bereits weggewälzt. Im Grab sitzt ein Engel, der mit ihnen redet. Daraufhin fliehen die Frauen von dem Grab. Aus Angst sagen sie niemandem etwas.
Markus 16,1-8

Mehrere Frauen kommen zum Grab. Der Stein ist weggewälzt. Zwei Engel treten hinzu und reden mit ihnen. Daraufhin gehen die Frauen (Maria von Magdala, Maria, Mutter des Jakobus, Johanna sowie „die anderen Frauen“) davon und erzählen es den Jüngern, die ihnen nicht glauben.
Lukas 24,1-12

Maria von Magdala kommt zum Grab und sieht, dass der Stein vom Grab weggenommen ist. Sie läuft zu Petrus, der zusammen mit einem anderen Jünger zum Grab läuft. Beide stellen fest, dass der Leichnam weg ist. Die Jünger gehen zurück. Maria bleibt am Ort und sieht plötzlich zwei Engel im Grab sitzen, die mit ihr sprechen. Dann dreht sie sich um und begegnet Jesus, der sie beauftragt, den Jüngern Bescheid zu sagen, was sie auch tut.
Johannes 20,1-18

Die Versuche, diese Berichte zu harmonisieren, basieren hauptsächlich darauf, dass nicht erwähnte Details nicht notwendigerweise nicht stattfanden.

Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach: Wenn z.B. nur eine Frau namentlich erwähnt wird, muss das nicht heißen, dass nicht noch andere dabei waren; genauso ist es mit den Engeln, mit dem von Matthäus erwähnten Erdbeben, oder mit Johannes’ Bericht von den zwei Jüngern, die zum Grab liefen.

Zeugenbefragung

Die vier Evangelien liefern uns vier Sichten auf dasselbe historische Ereignis. So wie ein Gericht verschiedene Zeugen befragt, um den tatsächlichen Tathergang zu rekonstruieren, lassen sich auch die biblischen Berichte "zusammensetzen". [...]

"Wir gehen zunächst von Johannes’ Bericht aus, der die meisten Einzelheiten liefert, und lassen dann die anderen Aussagen in diesen Bericht einfließen. Danach ergibt sich der folgende Ablauf der Ereignisse:

Maria von Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, Salome, Johanna sowie „die anderen Frauen“ kommen zum Grab. (Von weitem?) sehen sie, wie mit einem Erdbeben der Stein vom Grab weggewälzt wird und ein Engel sich darauf setzt. Als sie ankommen, ist der Stein bereits weggewälzt.

Maria von Magdala läuft zu Petrus, der zusammen mit einem anderen Jünger zum Grab läuft. Beide stellen fest, dass der Leichnam weg ist. Die Jünger verlassen das Grab wieder.

Maria bleibt am Ort und sieht zwei Engel im Grab sitzen, die mit ihr sprechen. Dann dreht sie sich um und begegnet Jesus, der sie beauftragt, den Jüngern Bescheid zu sagen.

Nachdem die Frauen ihre Furcht überwunden haben, geben sie ihr Erlebnis an alle Jünger weiter.

Auf diese Weise kann man ein zusammenhängendes, anschauliches Bild vom Geschehen erhalten." [...]

"Die vier Evangelien legen in der Tat ganz unterschiedliche Schwerpunkte, was zu einem gewissen Grad auch die Unterschiedlichkeit der Auferstehungsberichte erklärt:

Matthäus beschreibt gern die „Wunder“-barkeit Jesu und betont dementsprechend auch das Wunder der Auferstehung. Markus erzählt sehr handlungsbetont und gestrafft, was auch die Kürze seines Auferstehungsberichts erklärt. Lukas betont in seinem Evangelium den Glauben bzw. Unglauben der Menschen, was ihn in seinem Auferstehungsbericht dazu veranlasst haben könnte, den anfänglichen Unglauben der Jünger hervorzuheben. Johannes wiederum hat in seinem Evangelium einen sehr individualistischen Zugang zu Jesus. Dazu passt sein Bericht von dem persönlichen Gespräch Marias mit Jesus, das die anderen überhaupt nicht erwähnen.

Und ich?

Ich bin selbst erstaunt über Gottes Risikobereitschaft, in seinem Wort, der Bibel, vier unterschiedliche Berichte über gerade die Ereignisse nebeneinander zu stellen, die für seine Gute Botschaft so zentral sind.

Anscheinend wählt er hier das Prinzip, das er schon die ganze Bibel hindurch angewandt hat: Erst der Glaube, dann die tatsächliche Erkenntnis. Als die Pharisäer von Jesus ein „Zeichen vom Himmel“ fordern, um sich als Messias zu beglaubigen, weist er sie zurück:

Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden.
Markus 8,12" [...]

"Wenn wir ihn "von ganzem Herzen suchen" werden, so will er sich von uns finden lassen (Jeremia 29,13). Auf diese Weise filtert er die Menschen, die ernsthaft nach ihm suchen, von denen, die im Grunde lieber Gegenbeweise finden wollen. Zu welchen gehörst Du?"

(Stand Dezember 2009, www.nikodemus.net/1379)

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"Die Berufung auf die Heilige Schrift war einmal das Kennzeichen der Kirchen der Reformation. Egal, ob lutherisch oder reformiert, landes- oder freikirchlich: Man stand für das ein, was die Bibel sagt. Heute steht derjenige schnell unter Extremismusverdacht, der sich zur Wahrheit der Bibel als Gottes inspiriertes Wort bekennt." [...]

"Strittig ist heute vor allem die Wahrheit der Bibel. Nicht selten begegnet in diesem Zusammenhang eine Doppelstrategie. Zunächst werden Widersprüche in der Bibel aufgezählt und bestimmte Texte gegeneinandergestellt.
Das Problem ist nun nicht, dass gewisse Spannungen genau beobachtet werden. Problematisch wird es, wenn solche Beobachtungen im Sinne einer Verunsicherungsstrategie instrumentalisiert werden.

Hand in Hand damit geht eine Immunisierungsstrategie: Jeder Versuch zu klären, ob die Texte tatsächlich zum selben Gegenstand sprechen, oder zu erklären, wie die Aussagen zueinander passen könnten, wird als unbilliges «Harmonisieren» abgewehrt.
Es wird dann z. B. gar nicht mehr untersucht, ob die Chronologie der Passionsereignisse in den ersten drei Evangelien und bei Johannes zusammenpassen könnte, sondern nur behauptet, dass sie sich widerspräche. Dass es ernsthafte Lösungen für dieses Problem gibt, wird übersehen.

Aber warum sollte ein wissenschaftlich denkender Mensch nicht alle Erkenntnisse ernst nehmen und Lösungen dafür suchen? Warum sollte er angesichts der lückenhaften Informationen, die oft nur verfügbar sind, nicht auch einmal eine Frage offenlassen, wenn ihn mehrere Lösungsmöglichkeiten nicht überzeugen?
Wer zu solcher Vorsicht und Zurückhaltung nicht bereit ist, entscheidet letztlich selbst, was er gelten lässt und was nicht. In diesen Entscheidungsprozess fließen dann auch weltanschauliche Vorentscheidungen ein. Am Ende hat jeder Ausleger seinen subjektiven Kanon, was noch als wahr gilt. Ein vielstimmiger Chor von «Wahrheiten» erklingt. Und wenn es schlecht läuft, wird nur derjenige nicht geduldet, der zu dem Ergebnis kommt, dass konkrete Texte mit dem, was sie sagen und weltanschaulich voraussetzen, Recht haben und stimmig sind.

Gilt die Bibel nur noch in subjektiver Auswahl, wird bald nicht mehr nur um das eine oder andere chronologische oder geschichtliche Detail diskutiert. Schnell ist man im Kernbereich dessen, wozu sich Christen mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen. Über den 1. Glaubensartikel (Gott als «Schöpfer des Himmels und der Erde») hat man dann oft nur noch Negatives zu sagen ...

Oder man geht noch einen Schritt weiter und verändert die Bedeutung des 2. Glaubensartikels («Jesus Christus ... geboren von der Jungfrau Maria»). Letztlich aus weltanschaulichen Gründen bestreitet man die Jungfrauengeburt Jesu wie Matthäus und Lukas sie in aller wünschenswerten Klarheit aussagen. ...

Andere gehen noch einen Schritt weiter und verfahren entsprechend mit der Auferstehung von Jesus. ...

Wahrheit und Wirklichkeit gehören im Evangelium zusammen (Luk. 1,1-4; 24,34+39; Joh. 19,35; 1. Kor. 15,3-20)."

Prof. Dr. theol. Helge Stadelmann (März 2008, Rektor Freie Theologische Hochschule (FTH) Gießen, ethos 3/2008, S. 44f)

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"Er ist auferstanden!" Lukas 24, 6
"Drei Worte nur!"

"Drei fast trockene Worte! Aber - welch eine umstürzende Gewalt ist in diesen drei Worten! Sie sind Fanfarenklänge, die den Sieg Gottes verkündigen. Sie sind die weltbewegende Botschaft, dass nicht der Tod das letzte Wort hat, sondern das Leben. Sie enthalten die trostvolle Nachricht, dass es in dieser armen Welt einen von Gott gesandten Heiland gibt. Sie werfen unsere Vernunft über den Haufen und lassen uns erkennen, dass unser Gott Wunderbares tut." [...]

"Diese strahlende Freude an der Auferstehung Jesu erschüttert mich einfach darum, weil man bei uns Christen von heute so wenig davon merkt. Wir sind so tot, so ausgebrannt, so blasiert. Die Auferstehung Jesu aus dem Grabe ist uns höchstens ein Problem - wenn wir uns überhaupt ernsthaft mit ihr beschäftigen. Da stimmt doch etwas nicht! Dass wir doch wenigstens unruhig würden über unsern geistlichen Tod!" [...]

"Es ist eine seltsame Sache und typisch für unser Herz: Vor seinem Leiden hat Jesus seinen Jüngern oft gesagt: „Ich werde gefangen werden, verspottet und gekreuzigt werden. Und am dritten Tag werde ich auferstehen." Aber das drang einfach nicht in das Herz der Jünger, obwohl sie sonst die Reden ihres Herrn mit großer Genauigkeit sich gemerkt und weitergegeben haben.
Nein! Dass er auferstehen könne, das ist in kein Herz gekommen. Paulus sagt vom Evangelium, es sei eine Botschaft, „die in keines Menschen Herz gekommen ist". Damit will er sagen: Kein Mensch konnte sie sich ausdenken.
Auch heute noch geht die Auferstehung Jesu nicht in der Menschen Herzen.

Die Maria aber wurde von der Wirklichkeit überführt. Plötzlich stand der auferstandene Herr vor ihr. Nun musste sie das Unerhörte fassen: Jesus lebt!
Das ist eine wunderbare Tatsache. Denn keine Philosophie und keine Religion können uns Halt und Trost sein, wenn es ernst wird, wenn unser Leben in Krisen kommt. Aber ein lebendiger Heiland! Ein Helfer, ein Erretter! Ein Freund, der eine Handbreit neben uns ist!
Herr! Lass es uns fassen, was zu denken unmöglich ist: Dass du lebst!"

Pfarrer Wilhelm Busch (1929 bis 1962 protestantischer Jugendpfarrer - Essen, "365 x ER. Tägliche Andachten", Aussaat; 14. Auflage 2006, ISBN-13: 978-3761541586,
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)

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"Für mich ist der Tod kein Punkt, sondern ein Doppelpunkt, keine Sackgasse, sondern eine Station auf dem Weg zu Gott hin. Und wenn der Arzt sagt: „Exitus" [Ausgang, Tod], dann sagt mein Glaube: „Introitus" [Einzug].

Ich denke nicht, dass wir die Botschaft „anpassen" müssen. Viele Menschen lenken sich ab durch Fernsehen, Shopping oder Ähnliches. Aber wenn es ans Sterben geht, dann ist da die große Frage: Was glaubst du? So habe ich das immer wieder erlebt. Wenn ich dann sagen konnte: Ich glaube fest an die Auferstehung von den Toten, dann war das oft ein großer Trost. Wir reden zu wenig über Sterben und Auferstehungsglauben."

Bischöfin Dr. Margot Käßmann (08. April 2007, Oktober 2009 - Februar 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.4.07, Nr. 14, Seite 7)

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"Bei der Auferstehung geht es um alles oder nichts. Wenn der gekreuzigte Christus nicht aus dem Totenreich herausgerissen wäre, dann wäre alles umsonst. Und wenn wir nicht selbst auf die Überwindung des Todes hofften, dann wäre auch unser Bekenntnis zum auferstandenen Christus leer.

Dann wären Friedrich Nietzsches verzweifelte Fragen neu zu bedenken: Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Weil unser Gott dem Herrn Jesus Christus alle Feinde unter die Füße gelegt hat, können wir voller Zuversicht leben. Gott hat den letzten Feind, den Tod, entmachtet und vernichtet.  Wir fallen am Ende unseres Lebens nicht in ein schwarzes Loch der Sinnlosigkeit. Wir gehen vielmehr in der Gewissheit auf unserem Lebensweg, dass wir nicht tiefer als in Gottes offene Arme fallen können. Unsere Hoffnung auf Christus reicht über unser begrenztes Leben hinaus.

Ostern ist das Urereignis, aus dem sich unser Vertrauen zu Gott speist. Aus den Ostergeschehnissen ging letztlich unsere Kirche hervor. Wir fragen heute erneut: Was ist die Hauptaufgabe der Kirchen? Vielleicht kann die Aufgabe so beschrieben werden: Die befreiende, frohe Osterbotschaft von der Auferweckung Jesu Christi zu verkünden."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (12. April 2004, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Predigt: Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin)

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"Das Osterevangelium ist Tatsachenevangelium, keine Märchenstunde zum Frühlingsanfang! ... Weil das Grab Jesu wirklich leer ist, gibt es keine begrabenen Hoffnungen."

Peter Hahne (2000, Theologe, 1992 - 2009 Ratsmitglied der EKD [EKD - Evangelische Kirche in Deutschland], ZDF-Programmdirektion, Berlin, Evangelisches Sonntagsblatt Bayern, Ausgabe 2000 Heft 17)

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Peter Hahne, Publizist , ZDF-Programmdirektion


 

"Gott ist nicht irgendeine abstrakte Größe. Er ist nicht irgendeine kosmische Kraft. Er ist auch nicht irgendein Weltprinzip. Sondern er ist ein sehr persönlicher Gott.

Einer, der Mensch geworden ist, geboren in einer Obdachlosenunterkunft, einer, der als Erwachsener umhergezogen ist und den Menschen vom Reich Gottes und seiner Liebe erzählt hat, diese Liebe selbst in einzigartiger Weise ausgestrahlt hat, Menschen Heilung hat erfahren lassen, am Ende der Gewalt der Menschen zum Opfer gefallen ist und gekreuzigt wurde. Und dann auferstanden ist und gezeigt hat, dass der Tod am Ende nicht das letzte Wort hat.

Das ist der Gott, an den wir Christen glauben! Das ist der Gott, der sagt: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“

Diesem Gott, liebe Gemeinde, können wir unser Leben anvertrauen. Mit diesem Gott können wir ohne Verzagtheit ins Jahr 2016 gehen. Von diesem Gott können wir uns trösten lassen, so wie einen seine Mutter tröstet!

Stellen wir uns einmal einen Moment vor, wir würden das in unserem Land wirklich tun! Mit diesem Gott ins Jahr 2016 gehen!
Wir würden unsere Furcht überwinden. Wir würden das ernst nehmen, was wir aus dem Munde der Engel an Weihnachten gesagt bekommen haben: „Fürchtet Euch nicht!“ […]

Wir würden überall im Land - und immer wieder - schöne Gottesdienste miteinander feiern, uns durch wunderbare Musik wie heute das Herz öffnen lassen, im Gebet alles, was uns beschwert und freut, vor Gott von der Seele reden.

Wir würden uns von den biblischen Texten Orientierung geben lassen, in der Gemeinschaft mit Gott und miteinander Kraft schöpfen und am Ende mit dieser Kraft im Herzen und einem Segen im Rücken nach Hause wieder in den Alltag gehen.

Wir würden einander vergeben lernen, weil wir wüssten, wie sehr wir selbst auf Vergebung angewiesen sind. Und wir würden endlich dankbar leben können, weil wir wissen, welches Geschenk jeder Tag aus Gottes Hand ist und wie kostbar er ist.

Wir würden unser Leben in alledem auf Glaube, Hoffnung und Liebe gründen. Und wir würden das niemandem verheimlichen. Wir würden allen sagen und es mit unserer eigenen Existenz ausstrahlen, wie wunderbar es ist, aus dieser Kraft leben zu dürfen.

So, liebe Gemeinde, so wäre das, wenn wir mit diesem Gott ins Jahr 2016 gehen würden! Wenn wir nicht immer nur vom „christlichen Abendland“ reden würden, sondern dieses große Wort „christlich“ wirklich zur Basis unseres Lebens werden ließen!

Warum tun wir es nicht einfach! Lasst Eure Zweifel hinter Euch! Probiert es mit diesem Gott! Lasst ihn zu Eurem täglichen Begleiter werden!

Er sagt uns zu: Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet. Es ist die Melodie, mit der wir heute ins Jahr 2016 gehen und die uns durch dieses ganze Jahr begleiten soll.
Wer getröstet wird, kann selber trösten. Wer genährt wird, kann selber nähren. Wer Segen erfährt, kann selber zum Segen werden.
So geschehe es an uns allen in diesem neuen Jahr!" […]

Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (1. Januar 2016, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland – EKD, Predigt zur Jahreslosung 2016 in der Frauenkirche Dresden, http://predigten.evangelisch.de)

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Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (2015)

 


24 "Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben.

26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! 27 Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

JOHANNES
/ 20. Kapitel, 24-29

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"Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr's festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gläubig geworden wärt.

Denn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.

Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden."

1. Korinther 15, 1-8

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"Das bekenne ich dir aber, dass ich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, dem Gott meiner Väter so diene, dass ich allem glaube, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten.

Ich habe die Hoffnung zu Gott, die auch sie selbst haben, nämlich dass es eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten geben wird."

Apostelgeschichte 24, 14+15

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"Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat.

Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiter hören. So ging Paulus von ihnen. Einige Männer schlossen sich ihm an und wurden gläubig."

Apostelgeschichte 17, 30-34

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12 "Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten?

13 Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. 14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. 15 Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. 16 Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden.

17 Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; 18 so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. 19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendsten unter allen Menschen."

1. KORINTHER / 15. Kapitel, 12-19

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22 "Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! 23 Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war."

1. MOSE (GENESIS) / 3. Kapitel, 22+23

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"Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet."

Kolosser 2, 14

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"Ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid von eurem nichtigen Wandel, der euch von den Vätern her überliefert war,
sondern mit dem kostbaren Blute Christi als eines untadeligen und unbefleckten Lammes, welcher vor Grundlegung der Welt zum voraus ersehen war, am Ende der Zeiten aber geoffenbart wurde um euretwillen, die ihr durch ihn an Gott glaubt, der ihn von den Toten auferweckt hat."

1. Petrus 1, 18-21

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21 "Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben. 26 Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; 27 und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.

28 Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, 29 und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts."

JOHANNES / 5. Kapitel, 21-29

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13 "Du aber, Daniel, geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du auferstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!"

DANIEL / 12. Kapitel, 13

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"Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein."

Offenbarung 21, 6-7

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37 "Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

38 Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 39 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich's auferwecke am Jüngsten Tage.

40 Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage."

JOHANNES / 6. Kapitel, 37-40

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"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit die, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben."

Johannes 3, 16

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Jesus Christus: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt."

Johannes 11, 25

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1 "Während sie zum Volk redeten, traten zu ihnen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer, 2 die verdross, dass sie das Volk lehrten und verkündigten an Jesus die Auferstehung von den Toten. 3 Und sie legten Hand an sie und setzten sie gefangen bis zum Morgen; denn es war schon Abend. 4 Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend.

5 Als nun der Morgen kam, versammelten sich ihre Oberen und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem, 6 auch Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander und alle, die vom Hohenpriestergeschlecht waren; 7 und sie stellten sie vor sich und fragten sie:
Aus welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan? 8 Petrus, voll des heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Oberen des Volkes und ihr Ältesten! 9 Wenn wir heute verhört werden wegen dieser Wohltat an dem kranken Menschen, durch wen er gesund geworden ist, 10 so sei euch und dem ganzen Volk Israel kundgetan:

Im Namen Jesu Christi von Nazareth, den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat; durch ihn steht dieser hier gesund vor euch. 11 Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. 12 Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.

13 Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren. 14 Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts dagegen zu sagen. 15 Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Hohen Rat und verhandelten miteinander und sprachen: 16 Was wollen wir mit diesen Menschen tun? Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen bekannt, die in Jerusalem wohnen, und wir können's nicht leugnen.
17 Aber damit es nicht weiter einreiße unter dem Volk, wollen wir ihnen drohen, dass sie hinfort zu keinem Menschen in diesem Namen reden. 18 Und sie riefen sie und geboten ihnen, keinesfalls zu reden oder zu lehren in dem Namen Jesu.

19 Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. 20 Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben."

 Apostelgeschichte / 4. Kapitel, 1-20

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3 "Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, 5 die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.

6 Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, 7 damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. 8 Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, 9 wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit."

1. PETRUS / 1. Kapitel, 3-9

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"Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. Und ich sah die Toten, groß und klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens."

Offenbarung 20, 11-12

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"Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende.
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. "

Offenbarung 21, 1-7

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Dann war da noch..
 Schlusslichter

 

Harald Schmidt: "Ich glaube definitiv an die Auferstehung" [...]

Müller (Weltwoche CH):
"Könnten Sie nicht versuchen, einem Atheisten wie mir das Jenseits genauer zu beschreiben?"

Harald Schmidt: "Ob Sie Atheist sind, wird sich noch zeigen.

Mir hat mal ein Urologe erzählt, auf dem Sterbebett werden alle katholisch. Diese Erfahrung habe ich auch selbst gemacht, denn ich war während des Zivildienstes in einer Pfarrei beschäftigt. Da wurde der Pfarrer von sogenannten Atheisten schreiend ins Krankenhaus geholt, wenn der Tumor im Endstadium war.

Ich glaube, ob man Atheist ist, kann man erst auf den letzten Metern sagen."

Harald Schmidt (2005, deutscher Schauspieler, Kabarettist und Schriftsteller, Interview in der Schweizer "Weltwo
che", Ausgabe 28/05, Die Weltwoche, Zürich)

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"Eine Frau betritt die Buchhandlung. "Ich suche ein Buch für einen Kranken." "Etwas Religiöses?" "Nein, nein, so schlimm ist es nicht!"

(Das große Buch des christlichen Humors, Annegret Kokschal, St. Benno; Auflage: Mai 2006)

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"Randverfügung Friedrichs II. auf dem Gesuch einer Gemeinde in Pommern, die um einen anderen Pfarrer gebeten hatte, weil der amtierende die Auferstehung leugnete:

"Der Pfarrer bleibt. Wenn er am jüngsten Tag nicht mit auferstehen will, kann er ruhig liegen bleiben."

Friedrich II. (1712 - 1786, auch Friedrich der Große oder der Alte Fritz genannt, König von Preußen, http://de.wikiquote.org/wiki/Friedrich_II.,_der_Gro%C3%9Fe)

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