
Diskussion:
Evangelikale
Beiträge zum Thema
christlicher Fundamentalismus
Hinweis in eigener Sache:
Die nachstehende "Textlandschaft" aus Textfragmenten und Zitaten stellt den
Versuch dar, zumindest Teilbereiche der aktuellen Fundamentalismusdebatte
abzubilden. Wobei der Einstieg gelegentlich "bibelkritisch" aufgebaut ist
und im Wechsel mit "bibeltreuen" Textfragmenten (manchmal erst im unteren
Abschnitt) eine Art Debatte abbildet.
Ganz unten im Text findest Du die „Schlusslichter“ (Humor) und ein
Musikvideo.
Kommentar
"Die Evangelikalen sind nach der römisch-katholischen Kirche die größte
Bewegung der Christenheit. Weltweit rechnen sich etwa 460 Millionen Christen
den theologisch Konservativen zu, die meisten davon sind Mitglieder
protestantischer Volks- und Freikirchen."
ideaSpektrum (28. Januar 2009, Ja zur
Volkskirche, Nein zu Irrwegen. ideaSpektrum 5/2009 S. 22)
Kommentar
Der konservative, evangelikale Flügel des deutschen Protestantismus
kommt an der Spitze der EKD [EKD
- Evangelische Kirche in Deutschland] und auch in dessen
Rat kaum vor. [...]
Zugleich zählt die neue Ratsvorsitzende [Oktober
2009 - Februar 2010 Dr. Margot Käßmann] ohne
Zweifel zu den liberalen Kräften im deutschen Protestantismus - ebenso ihr
Stellvertreter Nikolaus Schneider, Chef ("Präses") der Evangelischen Kirche
im Rheinland, und Göring-Eckardt
[Präses der Synode der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD), Bündnis 90/Die Grünen]."
taz (28.10.2009, Käßmann ist
EKD-Ratsvorsitzende. Nicht Päpstin – Moderatorin, www.taz.de)
Kommentar
"Nach dem Rücktritt Margot Käßmanns
[siehe
oben] von allen ihren Ämtern am Mittwoch fällt es nun Schneider
als ihrem Stellvertreter zu, die Evangelischen Kirche in Deutschland zu
führen [...] Unter ihm dürfte die EKD politisch eher noch ein wenig nach
links rücken."
Frankfurter
Allgemeine Zeitung (25. Februar 2010, Im Porträt:
Präses Nikolaus Schneider. Sozial und überzeugt, www.faz.net)
Kommentar
"Inzwischen hat der schleichende Machtanspruch der Evangelikalen ein
unerträgliches Ausmaß angenommen. Wir haben inzwischen fast schon eine
zweite evangelische Kirche in Deutschland. [...]
Das wortwörtliche Bibelverständnis, die theologische Enge, das Ausschalten
der kritischen Vernunft, dass sie für den historischen Kontext der Heiligen
Schrift nicht offen sind
[vgl.
Historisch- kritische Methode] - das ist für mich
fundamentalistisch."
Pfarrerin Kathinka Kaden (01.03.2009,
Vorsitzende Offene Kirche in Württemberg. Evangelikale schüchtern massiv
ein, www.taz.de)
Kommentar
"Der Begriff „evangelikal“ ist zum Reizwort geworden. In der Außensicht
werden Evangelikale oft als „fundamentalistische Kampftruppe ewig Gestriger“
wahrgenommen.
Dieses Image störe ihn, sagte der Präses des Evangelischen Gnadauer
Gemeinschaftsverbands (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften),
Pfarrer Michael Diener (Kassel), in Wetzlar in einem Vortrag vor der
Mitgliederversammlung der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. […]
Sie träten teilweise gesetzlich, heuchlerisch, rechthaberisch, kleinkariert
und exklusiv auf und sorgten so mit für eine Zersplitterung.
Biblisch begründete Grundsätze zur Sexualität seien freilich in der
postmodernen Gesellschaft nicht mehrheitsfähig. Diener: „Homophobie
[Feindseligkeit und/oder Angst vor homosexuellen
Menschen und ihren Lebensweisen] ist zu einem Schlagwort
geworden, das auch uns treffen wird.“ Evangelikale seien nicht genügend
vorbereitet, solche Auseinandersetzungen sachlich, kompetent und sensibel zu
führen. […]
In Gemeinden und Gemeinschaften solle man „mehr Demokratie wagen“ und
insbesondere Frauen mehr Leitungsverantwortung übertragen. Der Präses warb
ferner dafür, dass sich junge Christen in der Politik und im Journalismus
engagieren."
idea / Präses Dr. Michael Diener (2. Juli 2010,
Theologe, Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, 2005 -
2009 Dekan d. Protestantischen Dekanat Pirmasens - Evangelische Kirche der
Pfalz, Pietisten-Präses: Manche Evangelikale tragen selbst zum schlechten
Image bei. Mehr Demokratie wagen unter Evangelikalen, ideaSpektrum
Nr.22/2010, S. 10)
Kommentar

Rick Warren (links) US-Präsident Barack Hussein
Obama
"Rick Warren
[Kai Sutrisno Scheunemann ist
Geschäftsführer von "Leben mit Vision"
(Rick Warren) in Deutschland]
… gilt als einer der mächtigsten Theologen der Welt. Sein Buch
"Leben mit Vision: Wozu um alles in der Welt lebe ich?", das eine sinnvolle
christliche Lebensführung lehrt, ist mit einer Auflage von mehr als dreißig
Millionen [Weltauflage 52
Millionen, Stand Januar 2010] eines der weltweit
erfolgreichsten Sachbücher. […]
Mit rund 20 000 Gottesdienstbesuchern an jedem Wochenende ist Saddleback die
viertgrößte Kirche in den Vereinigten Staaten. Und damit eines der
mächtigsten evangelikalen Zentren des Landes."
Berliner Zeitung (17. Januar 2009, Ein Segen
für Obama, www.berlinonline.de)
Kommentar
"In der Zwischenzeit haben sich mehr als 700 Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine Kampagne
["Leben mit Vision",
Rick Warren] entschieden. Weltweit haben inzwischen 40.000 Gemeinden verschiedenster Konfessionen, Ausprägungen und Denominationen an der Kampagne teilgenommen."
Kirche mit Vision
K.m.V. Projektgesellschaft mbH (2008, K.m.V. Kirche
mit Vision Projektgesellschaft mbH, Geschäftsführer Kai S. Scheunemann,
http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=16, Stand 2008)
Kommentar
"Ich bin Pastor und soll am Sonntag über Sex predigen. Nun habe ich ein
Problem. Ich bin Missionarssohn und bin ein wenig prüde aufgewachsen..."
Mit diesen Worten beginnt ein Brief, den Kai Scheunemann
[Geschäftsführer von "Leben mit Vision"
(Programm v. Dr. Rick Warren, Evangelikaler US-Prediger) in Deutschland],
Pastor der evangelischen Andreasgemeinde in Niederhöchstadt, an die Beate
Uhse AG geschickt hat. Darin bittet er zur Vorbereitung des "etwas anderen"
Gottesdienstes "GoSpecial" im Kinopolis im Main-Taunus-Zentrum um Hilfe:
"Was denken Sie als Profi: Wie hat sich Gott das mit dem Sex eigentlich
wirklich vorgestellt?"
Die Beate Uhse AG ist die Antwort noch schuldig, als rund 500 Leute
jeglichen Alters zum GoSpecial ins Kinopolis strömen. [...] Im Kino ist es
plötzlich dunkel. Die Frankfurter Tanzgruppe "We got moves" schwingt auf der
Bühne vor der Leinwand zu heißen Rhythmen die Hüften. [...]
Nun ist es an Scheunemann, sich mit einer Frage zu befassen, zu der eine
Beate Uhse AG lieber schwieg. "Sexualität wurde von Gott zu unserem Genuss
geschaffen", verkündet er. Zum Beweis verweist er auf die Bibel, in der
geschrieben steht: "Erfreue dich an der Frau deiner Jugend. Ihre Brüste
sollen dich berauschen jederzeit, in ihrer Liebe sollst du taumeln
immerdar." Doch Vorsicht: Die Sexualität ist für die Ehe geschaffen. Die
Bibel ist in dem Punkt laut Scheunemann unmissverständlich.
Ja wie? Erst Lust machen und dann auf die Spaßbremse treten? Der Pastor
schüttelt den Kopf. Denn Ehe heißt für ihn nicht automatisch Trauschein. Ehe
stehe vielmehr für exklusiv, haltbar und energieaufwendig. [...] Am Ausgang
gibt's für alle den Playboy und Parfüm. GoSpecial ist eben der etwas andere
Gottesdienst."
Frankfurter Rundschau (14.04.2010,
GoSpecial-Gottesdienste, Jesus Christus als Blockbuster, www.fr-online.de)
[Kai Sutrisno Scheunemann ist
Geschäftsführer von "Leben mit Vision" (Rick Warren) in Deutschland,
pastoraler Mitarbeiter der Evangelischen Andreasgemeinde in Niederhöchstadt
- Betreuung der Editionen „Willow Creek“ und „Kirche mit Vision“.]
Kommentar
"Gott sei nicht spaßfeindlich beim Thema Sex und die Ehe brauche eine neue
Definition, zukünftig auch für polygame Beziehungen.
Die kostenlose Verteilung der aktuellen Ausgabe vom Playboy rundete das
Gottesdiensterlebnis für die erwachsenen und jugendlichen Besucher im
Kinopolis Main-Taunus in Sulzbach am Sonntag ab."
Eschborner Stadtmagazin (14.04.2010,
Tabuloser Gottesdienst in der Andreasgemeinde: 50 Euro für das "F-Wort" und
Playboyhefte mit Erotik-DVD für die Gottesdienstbesucher,
www.eschborner-stadtmagazin.de)
Kommentar
"Man kann darüber streiten, ob es wirklich weise war, einen Playboy
[US-amerikanisches Erotikmagazin] nach
dem Gottesdienst zu verteilen. Ich war, als evangelikal Sozialisierter
[Geschäftsführer von "Leben mit Vision"
(Programm v. Dr. Rick Warren, Evangelikaler US-Prediger) in Deutschland], auch
zunächst mal dagegen. Aber diese Idee kam von einer kirchendistanzierten
Mitarbeiterin (!) von GoSpecial (ja, das ist das besondere von GoSpecial,
dass er nicht nur FÜR, sondern auch VON Kirchendistanzierten gestaltet
wird), und das hat mich für diese Idee eingenommen.
Martin Luther schreibt in seiner Vorrede zur Deutschen Messe, dass wir eine
dritte Weise von Gottesdiensten brauchen, eine, die wir „feiern wie unter
Heiden und Türken auf dem freien Felde“. In dieser Tradition sehen wir den
GoSpecial, nur dass wir auch „Türken und Heiden“ mitten im GoSpecial-Team
haben. Ja, GoSpecial ist ein Gottesdienst VON und FÜR Playboy-Leser – und
dafür sind wir unwahrscheinlich dankbar! [...]
Auf die Frage: „Wenn man keine Freundin hat, soll man dann ganz auf Sex
verzichten, oder kann man da auch zu einer Prostituierten gehen?“
Meine Antwort: „Ich kann Dir da gar nichts sagen … aber wenn Du den ersten
Punkt nimmst „Gott hat Dir Sexualität zum Genuss gegeben“, und wenn es im
Augenblick dir nicht möglich ist, Sex in einer Beziehung zu leben, die diese
EHE-Kriterien erfüllt … es sind auch nur Hilfen, diese EHE-Kriterien
(exklusive, haltbare, energieaufwendige Beziehungen). Wenn das nicht geht,
und Du aber Sexualität gerne genießen möchtest, dann such Dir einen Ort, wo
Du es verantwortlich leben kannst. Und wo Du es mit Deiner Partnerin, wer
auch immer das ist, vielleicht gibst Du ihr auch Geld dafür … aber wo Du es
auch mit ihr verantwortlich leben kannst. Dann, glaube ich, ist es schon in
Ordnung. Du musst nicht auf Sexualität verzichten. Dafür ist es zu schön.“
Natürlich wurde diese Antwort auch in unserer Gemeinde heftig diskutiert.
Und natürlich bin ich der Frage theologisch nicht gerecht geworden. Was ist
z.B. mit 1. Kor. 6,16-20 – wo Paulus sehr dezidiert vor der Verbindung mit
einer Hure warnt. Auch wäre es gut gewesen, wenn ich zu den
Unterdrückungsstrukturen der Prostituierten noch etwas gesagt hätte. Oder,
dass Sex nun wirklich nicht alles im Leben ist. Und es wäre wohl auch besser
gewesen, die Beantwortung dieser Frage in einen seelsorgerlichen Rahmen zu
verweisen – und nicht coram publicum.
Alles richtig. Nur, das ist nun mal das Kreuz – und der Segen! – des
Kreuzverhörs, dass man frei von der Leber weg sprechen muss. Und hier halte
ich mich an E. Troeltsch: „Ohne Wagnis, ohne Fehlgriff, ohne Martyrium gibt
es kein Ergreifen von Wahrheiten und Werten."
Kai Sutrisno Scheunemann
(01. Mai 2010,
Geschäftsführer von "Leben mit Vision" (Programm
v. Dr. Rick Warren) in Deutschland,
pastoraler Mitarbeiter der Evangelischen Andreasgemeinde in Niederhöchstadt
- Betreuung der Editionen „Willow Creek“ und „Kirche mit Vision“.
Offener Brief von Kai S. Scheunemann, Der Prediger
antwortet auf die Reaktionen zu "Reges Verkehrsaufkommen - Ein total
unverkrampfter GoSpecial über Sex", www.gospecial.de)
Kommentar
"Die Gottesdienstkasse konnte Kai Scheunemann
[Geschäftsführer von "Leben mit Vision"
(Programm v. Dr. Rick Warren, Evangelikaler US-Prediger) in Deutschland]
durch eine gewonnene Wette an diesem Sonntag um 50 Euro auffüllen, in dem er
während seiner Predigt ganz direkt vom "Ficken" sprach". Der pastorale
Mitarbeiter für die Jugendarbeit in der Andreasgemeinde und Moderator des
GoSpecial, Jakob Friedrichs, kam deshalb auf die Bühne und überreichte den
verdienten Geldschein.
Nach einigen Anbetungsliedern, den Fürbitten, dem gemeinsamen Vater Unser
und dem Abschluss-Segen konnten alle Gottesdienstbesucher, die wollten, die
aktuelle Ausgabe vom Playboy, samt Erotik-DVD kostenlos mit nach Hause
nehmen."
Eschborner Stadtmagazin (14.04.2010,
Tabuloser Gottesdienst in der Andreasgemeinde: 50 Euro für das "F-Wort" und
Playboyhefte mit Erotik-DVD für die Gottesdienstbesucher,
www.eschborner-stadtmagazin.de)
Kommentar

Verteilung v. Playboy (US-amerikanisches
Erotikmagazin) nach Gottesdienst (siehe oben)
K. S. Scheunemann, Geschäftsführer von "Leben mit Vision"
(Rick Warren) in Deutschland
"Das Buch von Rick Warren »Kirche mit Vision«
[Kai Sutrisno Scheunemann ist
Geschäftsführer von „Kirche mit Vision“ in Deutschland, siehe oben]
eignet sich trotz des amerikanischen Hintergrundes sehr gut für deutsche Leser. Gerade im postkirchlichen Bereich sind wir noch immer zu sehr durch das »monarchische« Pfarramt geprägt. Es geht darum, ganz neu Teamarbeit einzuüben und so möglichst viele aktive Christen zum Dienst des Gemeindeaufbaus zu motivieren.
Hierzu bietet Rick Warren eine Fülle brauchbarer Anregungen. Dennoch ist sein Buch nicht rein pragmatisch geschrieben, sondern zeigt in solider Weise biblische Hintergründe und praktisch-theologische Reflexion."
Dr. Rolf Hille (1998,
bis 2000 Vorsitzender der Deutschen Evangelischen
Allianz, Vorsitzender des Arbeitskreises für evangelikale Theologie, Vorsitzender der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz und Rektor des Albrecht-Bengel-.Hauses
in Tübingen. Dozent am Theologischen
Seminar der Liebenzeller Mission. Kirche mit Vision, Seite 12 - Stimmen zum Buch, Projektion J Verlag, Asslar 1998, ISBN 3928093096)
Kommentar
"Rick Warren geht vom biblischen Auftrag der Gemeinde aus und landet bei einem überzeugenden Modell von »Kirche für andere«. Dieses Buch [Kirche mit Vision] ist randvoll mit übertragbaren Einsichten für gesundes Gemeindewachstum. Der Entwurf der Saddleback-Gemeinde hat alle Stärken des Willow Creek-Ansatzes zu bieten, führt in seiner Ausgewogenheit aber darüber hinaus.
Was hier vorgestellt wird, ist das Modell einer Gemeinde für Kirchendistanzierte, die nicht in den Kinderschuhen des Glaubens stecken bleibt. Dies wird für die nächsten Jahre das wichtigste Buch zum Thema »evangelistischer Gemeindebau« auf dem deutschen Markt werden."
Prof. Dr. Helge Stadelmann (1998, Rektor
Freie Theologische Hochschule Gießen (FTH),
Kirche mit Vision, Seite 13 - Stimmen zum Buch, Projektion J Verlag, Asslar 1998, ISBN 3928093096)
Kommentar
"Gehen sie eine persönliche Beziehung mit
Schlüsselpersonen ein, die ihrem Werk Legitimität verleihen. Reden sie mit
ihnen unter vier Augen. Teilen sie ihnen ihre Vision mit. Bringen sie sie
dazu, ihnen auch die eigene Vision zu erzählen, bei einem Frühstück oder
einem Mittagessen oder dergleichen. Dann werden sie ihre Hauptunterstützer."
(Englische Ausgabe von „Kirche mit Vision“ „Purpose Driven
Church“)
Dr. Rick Warren
(13.11.2006, Was will Rick Warren wirklich? Das Konzept hinter
dem Konzept, Dr. Martin Erdmann, Historiker, Riehen/Schweiz)
Kommentar
"Wer ist der Mann des Friedens in irgendeinem Dorf – es könnte auch eine Frau des Friedens sein – die das meiste Ansehen haben, die offen und einflussreich sind?
Sie müssen keine Christen sein. Sie könnten durchaus auch Muslime sein, aber sie sind offen und sie sind einflussreich, und Sie arbeiten mit ihnen zusammen, um die fünf Riesen**
[siehe unten]
anzugreifen.
Und das wird die Zweite Reformation herbeiführen."
Dr. Rick Warren
(23.05.2005, Pew Forum on Religion, Quelle:
http://pewforum.org/events/index.php?EventID=80 [Stand Februar 2007], Monday, May 23, 2005 - Key West, Florida)
**[P.E.A.C.E. Initiative: 1. Durch Partnerschaft mit den örtlichen Kirchen (partnership), 2. Ausbildung dienstbereiter Leiter in Wirtschaft, 3. Politik und Kirche (equipping), 4. Hilfe für die Armen (assisting), 5. Fürsorge für die Kranken (caring) und Bildung für die große Menge der Analphabeten (educating)]
Kommentar

US-Präsident Barack Hussein
Obama (links) Dr. Rick Warren (rechts),
"Leben mit Vision"
"Sind wir nur noch Konkursverwalter eines Erbes. Es läuft alles noch, aber es läuft aus. [...]
Werden seine Vertreter noch die Kraft finden, das Ruder herumzureißen und sich diesem Abwärtskurs zu entziehen? Wird es eine Neubesinnung zu Christus allein, zur Heiligen Schrift allein, zu Gnade und Glaube allein geben?"
[Zitat im untern Teil ausführlicher]
Dr. theol. Lothar Gassmann (2004, Theologe, Pietismus – wohin? Neubesinnung in der Krise der Kirche)
Kommentar
"Wenn wir die sieben Sendschreiben [Offenbarung
Kapitel 2+3] anschauen, dann fällt
die Tendenz der beiden letzten Schreiben auf.
Nicht wenige Ausleger sind
ja der Meinung, dass die sieben Sendschreiben nicht nur an konkrete
Gemeinden zur Zeit des Apostel Johannes geschrieben wurden, dass sie weiter
eine allgemeine Botschaft an die Gemeinden aller Zeiten enthalten, sondern
dass sie im Ablauf ein Schema der Entwicklung der Gemeinde Jesu bis zur
Wiederkunft unseres Herrn darstellen. [...]
Sollte diese Auslegung
Recht haben, dann stünde die Christenheit wohl am Übergang von Philadelphia
zu Laodizea. Am Übergang von einer Gemeinde, die in der Gefahr steht alles
zu verlieren, zu einer Gemeinde, die alles verloren hat."
Pfarrer Jakob Tscharntke (Juni
2007, Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“, Informations-brief Nr.
242, Seite 20)
Kommentar
"Ich predige als ein sterbender Mann zu sterbenden Männern und Frauen und
Jugendlichen. Und ich werde predigen, als ob ich nie wieder predigen würde
und ich werde euch Dinge sagen, die ihr missverstehen werdet und ich werde
euch Dinge sagen, die euch so wütend auf mich machen werden. Und ich werde
euch Dinge sagen, die ihr leugnen werdet. Und ich werde euch Dinge sagen,
von denen ihr sagen werdet, ich habe kein Recht, euch das zu erzählen. [...]
Ich stehe hier heute und ich habe keine Sorgen um deinen Selbstwert, mein
Herz wird nicht geplagt davon, ob du dich gut fühlst mit dir selbst, ob das
Leben sich so entwickelt, wie du es dir gewünscht hast oder ob du gerade
schwarze Zahlen schreibst.
Es gibt nur eine einzige Sache, die mir eine schlaflose Nacht gab. Es gibt
nur eine einzige Sache, die mich den ganzen Morgen geplagt hat. Und zwar
dies: In hundert Jahren wird eine große Anzahl der Menschen in diesem
Gebäude möglicherweise in der Hölle sein. […]
Die Person, die dich am meisten liebt, wird dir am meisten die Wahrheit
sagen. Was eines der offensichtlichsten Zeichen eines falschen Propheten
ist, dass er dir immer das erzählen wird, was du hören willst. Er wird dir
niemals in die Parade fahren.
Er wird dich zum klatschen und hüpfen bringen, er wird dich schwindlig
machen und dich bei Laune halten und er wird dir ein Christsein
präsentieren, welches deine Kirche so aussehen lässt wie ein Jesus-Fun-Event,
eine Unterhaltungsshow. Und unterhält dich so sehr, dass du niemals an solch
wichtige Punkte kommst wie an diese: Wirkt Gott in meinem Leben? [...]
Wir als Southern-Baptists [http://de.wikipedia.org/wiki/Southern_Baptist_Convention]
predigen, dass du durch die einzig richtige Pforte gehen solltest, die Jesus
Christus ist. Aber wir haben etwas vergessen. Und ich will, dass Pastoren,
Jugendpastoren, Eltern, wer auch immer wissen: Wir haben eine sehr wichtige
Lehre des Evangeliums vergessen…. Diese Lehre sagt nicht nur, dass die
Pforte schmal ist, sondern sagt, dass der Pfad schmal ist.
Was wir im Grunde tun ist jemand zu Christus zu führen, jemand in ein Gebet
zu führen und dann verbringen sie ihr ganzes Leben damit, geradewegs wie die
Welt zu leben.[...] Das meiste unserer Christenheit kommt von Songschreibern
und nicht von der Bibel. Das meiste, was wir für Wahrheit halten, ist uns
von unserer Kultur diktiert worden und kommt nicht aus der Bibel.[...]
Schau dir dein Leben an, schau, wie lebst, wie du redest, wofür brennt dein
Herz? Ist Jesus dort drin? Oder ist er einfach so ein Anhängsel, das du noch
an dein Leben anheftest? Ist er einfach etwas, was du tust am Mittwoch oder
Sonntag? Ist er etwas, dem du gedanklich zustimmst? Ist er ein Zusatz oder
ist er das einzige Zentrum deines Lebens?
Welche Frucht trägst du? Siehst du aus wie die Welt, benimmst dich wie die
Welt? Hast du am gleichen Spaß wie die Welt? Kannst du Sünde lieben und sie
genießen? Kannst du Rebellion lieben und sie genießen? Dann kennst du Gott
nicht. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Gott hat die Kraft zu
verändern.[...]
Wenn irgendjemand anfängt, von Gesetz, von biblischen Grundsätzen zu reden,
was wir tun sollen und nicht tun sollen, wie wir leben sollten und nicht
leben sollten, fangen alle an zu schreien: Gesetzlichkeit.
Gesetzlichkeit.[...] Gott ist ein heiliger Gott. Das ist etwas, was die
Amerikaner vergessen haben. Viele der Dinge, die ihr liebt zu tun, die hasst
Gott. Habt ihr das gewusst?
Betet für Erweckung, ihr wollt eine Jugendversammlung haben, ihr wollt, dass
Gott wirkt, aber bevor ihr das tut, schaut ihr Videos, die Gott absolut
verachtet. Und dann wundert ihr euch, warum der Heilige Geist nicht wirkt an
diesem Ort und ihr falsches Feuer und falsche Spannung erzeugen müsst.
Denn Gott hat damit nichts zu tun, denn Gott ist ein heiliger Gott und der
einzige Weg, auf dem wir jemals mit Gott versöhnt werden können ist durch
den Tod von Gottes einzigem Sohn als er an diesem Holz hing.[...] Dann steht er
von den Toten auf, mächtig zu retten. Das ist das Evangelium Jesu."
Paul David Washer (2002, Prediger, Südliche
Baptisten USA, Shocking Message, Jugendkongress: Youth Evangelism Conference 2002
mit 5000
Jugendlichen in Montgomery, US-Bundesstaates Alabama, USA,
www.youtube.com/watch?v=czXElEux9nM,
http://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Washer)
Kommentar
Kein Video zu
sehen?
Adobe Flash Player installieren
2002, Paul David Washer: Shocking Message, Jugendkongress Montgomery, Alabama
Die
deutschen Untertitel werden nach dem Intro angezeigt.
"Die Menschen können sich zwar einen Gott
zurechtmachen, den »lieben Herrgott« zum Beispiel, der einen ehrlichen
Deutschen nicht im Stiche lässt, wenn er jeden Tag nur fünf Glas Bier
trinkt. Aber das ist doch nicht Gott! [...]
Gott ist ein
verborgener Gott. Das hat ein Mann, Jesaja hieß er, verstanden und aus
Herzensgrund geschrieen: »Herr, wir können nicht zu dir kommen. Ach, dass du
die Nebelwand zerrissest und kämest zu uns!«
Und denken Sie: Gott hat
diesen Schrei gehört! Er hat die Nebelwand zerrissen und ist zu uns gekommen
- in Jesus.“ „Ohne Jesus wüsste ich nichts von Gott. Er ist die einzige
Stelle, wo ich Gewissheit über Gott bekommen kann! Wie kann man nur sagen:
»Ich kann ohne Jesus auskommen«!“
„Vor einiger Zeit hatte ich ein
Gespräch mit einem Journalisten, der mich interviewte und fragte: »Warum
halten Sie eigentlich solche Vorträge?« Darauf habe ich ihm geantwortet:
»Die halte ich, weil ich Angst habe, dass die Leute in die Hölle kommen.« Da
lächelte er und erwiderte: »Gibt's doch gar nicht!« Und da habe ich gesagt:
»Warten Sie's doch ab! In hundert Jahren wissen Sie es, ob Sie recht haben
oder Gottes Wort.“
„Gott will, dass allen Menschen geholfen werde." "Und
darum hat er seinen Sohn gegeben - zur Rettung, zur Versöhnung.
Gehen
Sie mit mir nach Jerusalem. Da ist ein Hügel vor der Stadt.“ „Sehen Sie ihn
an, den Mann mit der Dornenkrone, den Sohn des lebendigen Gottes!" «Warum
hängt er da? Dieses Kreuz ist der Altar Gottes. Und Jesus ist das Lamm
Gottes, welches der Welt Sünde trägt, das versöhnt mit Gott. Sehen Sie:
Solange Sie Jesus nicht gefunden haben, stehen Sie unter Gottes Zorn, auch
wenn Sie's nicht merken, auch wenn Sie's leugnen. Und nur wer zu Jesus
gekommen ist, steht unter dem Frieden Gottes: »Die Strafe liegt auf ihm, auf
dass wir Frieden hätten.«“
„Ohne Jesus habe ich keinen Frieden im
Herzen, da kann ich tun, was ich will. Ohne Jesus kann ich nicht sterben
ohne tödliche Angst. Und nun ruhen Sie nicht, bis Sie diesen Frieden Gottes
haben, bis Sie gerettet sind!"
"Seit die Menschen sich planmäßig von
Gott abgesetzt haben, können sie auch ganz gemütlich und harmlos von Ihm
reden." "Erst wenn ein moderner Mensch in die Nähe Gottes kommt, dann merkt
er: «Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.»"
"Kein Mensch hält es
ungeschützt aus bei dem lebendigen Gott, dem verzehrenden Feuer. Darum kann
man schon verstehen, dass die Menschen sich von Ihm absetzen. Aber das ist
Wahnsinn. Gott trifft uns ja doch eines Tages. Die Bibel zeigt den besseren
Weg: Versöhnung mit Gott. Also: Wer Gott wirklich will, der braucht
Versöhnung!
Das hebräische Wort, das in unserem Text steht, heißt
«kafar». Das bedeutet zunächst «bedecken», dann «vergeben», und schließlich
hat es die Bedeutung «versöhnen». Daraus wird uns klar, warum eine
Versöhnung nötig ist: um unserer Schuld vor Gott willen. Betrügt doch eure
Seelen nicht, dass ihr euch einredet, ihr hättet vor Gott keine Schuld.
Diese Schuld muss «bedeckt» werden, wir müssen «Vergebung» der Sünden haben.
Und so geschieht die «Versöhnung» mit Gott." "«Jesus ist unser großer
Hohepriester, der uns durch Sein Blut mit Gott versöhnt. Darum wollen wir zu
Ihm gehen und Frieden mit Gott finden.»
Es gibt keinen anderen,
keinen schwierigeren und keinen bequemeren Weg, als dass man wirklich ernst
macht mit Jesus und sich Ihm ausliefert."
Pfarrer Wilhelm
Busch (1929 bis 1962 protestantischer Jugendpfarrer - Essen,
Jesus unser Schicksal,
Aussaat: Aufl. 2005, ISBN 978-3761553558,
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)
Kommentar
"Das war, als Hitler an die Macht kam
[siehe auch
Kirche im Nationalsozialismus] und damit die große Verwirrung über die Kirche. Von allen Seiten redete man uns zu, dieser große „Aufbruch der Nation" müsse doch auch von den Predigten in den Kirchen beflügelt werden. Und der Staat half der Beflügelung mit polizeilichem Druck nach.
In aller Harmlosigkeit sagte ich nach einer Predigt: Man habe das Gerücht verbreitet, ich hätte mich der national-sozialistischen Kirchen-Bewegung „Deutsche Christen" angeschlossen. Dem sei nicht so! - Zwei Stunden später hatte der Polizeipräsident Hausarrest über mich verhängt. Nun, beides war sehr harmlos, weil das „Dritte Reich" noch in den allerersten Anfängen war.
Als Haus-Arrestant hatte ich Gelegenheit, von meinem Fenster aus die endlose Masse der „Mehr-oder-weniger-Christen“ zu sehen, die zu einer nazistisch-kirchlichen Kundgebung auf den Essener Burgplatz strömte. Da fragte ich mich: „Bin ich denn auf dem richtigen Weg?"
Und als 1933 die Zahl derer, die das gefährliche Spiel der „Eindeutschung des Christentums" nicht mitspielen wollten, immer kleiner wurde, sagte die Vernunft oft ängstlich: „Du gehst in große Nöte hinein, bei denen du deine Jugendarbeit aufs Spiel setzt! Ist das vielleicht nur Dickköpfigkeit? Bist du vielleicht nicht imstande, die große Zeit zu begreifen?"
Und da erschien eine kleine Schrift von Karl Barth: „Theologische Existenz - heute". In der rief er uns zu:
„Weiterpredigen, als wenn nichts gewesen wäre!
Ihr sollt die großen Taten Gottes verkündigen, die er in Jesus getan hat!
Diese Botschaft wird nicht berührt vom vergänglichen Zeitgeschehen!"
Das war so befreiend - so wegweisend -, dass ich auf einmal meinen Weg klar sah. Ich verstehe gut, dass die Behörden bald darauf Karl Barth aus Deutschland vertrieben."
Pfarrer Wilhelm Busch (1929 bis 1962 protestantischer Jugendpfarrer -
Essen,
http://de.wikipedia.org/ wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer), Plaudereien in meinem Studierzimmer, 10. Aufl. 2005)
Kommentar

Pfarrer Wilhelm Busch, 1929 bis 1962
protestantischer Jugendpfarrer, Essen
"Die "Frommen" [Kontext im Artikel:
Evangelikale] sind auf dem Vormarsch [...]
Es gibt "rechte" und "linke" Flügel, "Konservative" und "Progressive", und
auch die "Mitte" ist stark vertreten. [...] Flügelkämpfe sind programmiert."
[Zitat im untern Teil ausführlicher]
DIE WELT (20. Februar 2008, Gernot Facius,
Die "Frommen" sind auf dem Vormarsch)
Kommentar
Hinweis in eigener Sache: Die vielstimmigen Diskussionsbeiträge und Zitate dieser Website geben nicht notwendig unsere eigene Meinung
(Fundamentalismusdebatte.de) wieder.
Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich von der Zeitung "JUNGE
FREIHEIT" (siehe nachfolgende Beiträge) distanzieren.
Kommentar
"Tabugrenze im Graubereich zum Rechtsextremismus wird verschoben"
Der Bildungsdezernent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM),
Oberkirchenrat Christhard Wagner, kritisiert die Annahme des
Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises durch den Leiter der Evangelischen
Nachrichtenagentur idea, Helmut Matthies
[idea Spektrum ist das auflagenstärkste
evangelikale Wochenmagazin,
www.idea.de]. Den Preis vergibt die
rechts-konservative Wochenzeitung "Junge Freiheit" seit 2004 an Journalisten
und Publizisten. Matthies wurde der Preis von der "Jungen Freiheit" Anfang
Dezember "für seine Rolle als Pionier des christlich-konservativen
Journalismus in Deutschland" übergeben.
In Briefen an Matthies und an Horst Marquardt, den Vorsitzenden des
idea-Trägervereins, fordert Wagner dazu auf, den Preis zurückzugeben. Idea
müsse sich deutlich von der "Jungen Freiheit" distanzieren. "Wir sehen mit
der Annahme des Preises die Gefahr verbunden, dass die Tabugrenze im
Graubereich zum Rechtsextremismus weiter nach unten verschoben wird", so
Wagner. Das dürfe nicht unwidersprochen bleiben.
"Als Leiter und Chefredakteur setzt Helmut Matthies nicht nur die
publizistischen Leitlinien der Zeitschrift ideaSpektrum und der Agentur idea.
Er repräsentiert idea auch in der Öffentlichkeit. Mit der Annahme des
Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises lässt Matthies die gesamte idea-Redaktion auf
dem Grat zum rechtsextremen Milieu balancieren."
Wagner verweist auf das "Wort an die Gemeinden". In dem von der
EKM-Kirchenleitung im April 2008 zum Thema Rechtextremismus veröffentlichten
Papier heißt es: "Auf der Grundlage des biblischen Zeugnisses stellt die
Kirchenleitung fest, dass Rechtsextremismus und christlicher Glaube
unvereinbar sind. Die Kirchenleitung fordert deshalb die Kirchengemeinden
und kirchliche Einrichtungen auf, rechtsextremes und fremdenfeindliches
Gedankengut auch in ihren eigenen Reihen wahrzunehmen und dagegen
anzugehen."
Pressemeldung der EKM (28.12.2009,
Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Bildungsdezernent der EKM
kritisiert Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur idea für Annahme
eines Preises der „Jungen Freiheit“, www.ekmd.de)
Kommentar
"Auszug der Autorenliste "JUNGE FREIHEIT"
(www.jungefreiheit.de/Autoren.52.0.html):
Hartmut Steeb (idea Vorstand, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen
Allianz,
www.ead.de)
Helmut Matthies (idea Chefredakteur,
www.idea.de)
Wolfgang Polzer (idea Redaktionsleiter)
Eckhard Nickig (idea Chef vom Dienst)
Marcus Mockler (idea)"
[idea Spektrum ist das auflagenstärkste
evangelikale Wochenmagazin,
www.idea.de]
(21.12.2009, Forumsbeitrag auf
Jesus.de. Das
betreffende Forum ist von der Jesus.de Redaktion [2009: Moderator: Orleander] auf „unsichtbar“ geschaltet, jedoch über folgenden Link zu
erreichen:
www.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/junge-freiheit-ehrt-idea.html)
Kommentar
"Die Junge Freiheit [siehe Beiträge] ist
eine überregionale deutsche Wochenzeitung für Politik und Kultur. […] Manche
Politikwissenschaftler ordnen sie als Sprachrohr der Neuen Rechten ein.
Einige Experten weisen ihr außerdem eine „Scharnierfunktion“ zwischen
Konservatismus und Rechtsextremismus zu. […]
Die JF sei ein wichtiges Sprachrohr für die Bemühungen von Neuen Rechten und
Rechtsextremisten, im konservativen Lager und unter Intellektuellen Fuß zu
fassen. Sie benutze Beiträge und Interviews von Personen aus dem
demokratischen Spektrum als Beiwerk und Tarnung, um ihr Image zu verbessern
und damit Werbung für sich zu machen. […]
Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg beobachtet die Zeitung jedoch
weiter. Am 28. Juli 2006 erklärte auch das Amt NRW zu dem Gesamtvorgang, es
behalte sich weitere Beobachtung der JF vor mit der Begründung: „Hinter
ihrem gemäßigten Duktus verbergen sich oft antidemokratische und
fremdenfeindliche Konzepte.“ […]
Die [Verfassungsschutz] Berichte
Nordrhein-Westfalens und Baden-Württembergs ordneten die Zeitung bis 2005
als „Scharnier“ zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus ein und
begründeten dies mit Beispielen für rechtsextreme Argumentationsmuster bei
Redaktion und Stammautoren. Die JF sei ein wichtiges Sprachrohr für die
Bemühungen von Neuen Rechten und Rechtsextremisten, im konservativen Lager
und unter Intellektuellen Fuß zu fassen."
(Stand März 2010,
http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Freiheit)
Kommentar

Gerhard-Löwenthal-Preisträger 2009 Pfarrer Helmut Matthies,
www.jungefreiheit.de
"Natürlich kann man sich immer die Frage stellen, wo man schreibt, wo man
dem Abdruck eines Artikels zustimmt, von wem man Ehrungen entgegen nimmt
[siehe Beiträge].
Ich habe vor vielen Jahren einen einzigen Artikel in "Die junge Freiheit"
geschrieben. Vielleicht lohnt es sich, diesen mal anzuschauen. Ich stehe
nach wie vor dazu.
Dass die Junge Freiheit darüber hinaus häufig über unsere Positionen in
Sachen Pro Familie, Pro Lebensschutz, Pro Religionsfreiheit, Pro Demokratie,
Pro Rechtsstaatlichkeit, Pro Ehe berichtet, kann mich doch nur freuen. Die
Frage ist eher, warum verschweigen so viele andere diese Positionen.
Dass die Evangelikalen deshalb dabei wären sich zu verändern, finde ich eine
gewagte Behauptung. Wir als Deutsche Evangelische Allianz
[www.ead.de] stehen jedenfalls weiter
auf unserer Grundlage."
Generalsekretär Hartmut Steeb (26.12.2009,
Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Forumsbeitrag auf
Jesus.de. Das
betreffende Forum ist von der Jesus.de Redaktion [2009: Moderator: Orleander] auf „unsichtbar“ geschaltet, jedoch über folgenden Link zu
erreichen: www.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/junge-freiheit-ehrt-idea.html,
www.ead.de)
Kommentar
Hintergrund: Hartmut Steeb,
Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz
JUNGE FREIHEIT 13/08, 21. März 2008, Interview mit Hartmut Steeb in der
Jungen Freiheit: Angriff auf unser Menschenbild (www.jungefreiheit.de)
JUNGE FREIHEIT 06/01, 02. Februar 2001, PRO&CONTRA, Ist Prostitution
sittenwidrig?, Hartmut Steeb / PDS-Bundestagsfraktion
(www.jungefreiheit.de)
Kommentar
"Die Geschichte einer Verleumdung" [Kommentar von
Pfarrer Helmut Matthies]
"Es berührt merkwürdig, wenn ausgerechnet von einer Kirche, die der Wahrheit
verpflichtet sein sollte, eine Pressemitteilung erscheint, die schon in der
Überschrift falsch ist, denn der „Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für
Publizistik 2009“ – um ihn geht es tatsächlich – wird gar nicht in erster
Linie von der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ verliehen! (Und wenn es so
wäre: Warum soll eine Zeitung nicht mit Zustimmung der Familie des
Namensgebers einen Preis verleihen dürfen?)
Ein Jude sorgt für ein Kreuz
Zum Hintergrund: Einer der führenden westdeutschen Fernsehjournalisten der
Nachkriegszeit war Gerhard Löwenthal (1922 bis 2002). Als Jude im KZ
Sachsenhausen inhaftiert, wurde er in der Nachkriegszeit vor allem bekannt
als Leiter des ZDF-Magazins. Woche für Woche setzte er sich in insgesamt 587
Sendungen für politische Häftlinge – besonders auch Christen – in
kommunistischen Staaten ein. Unter der Rubrik „Hilferufe von drüben“ gab er
Angehörigen von inhaftierten Gewissensgefangenen in der DDR eine Stimme und
sorgte nicht selten für die Freilassung bzw. Hafterleichterung. Er wurde u.
a. mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Meine persönliche Verbindung zu
Löwenthal bestand bereits seit 1974, als ich als Theologiestudent
mitverantwortlich für die Studentenmission in Deutschland (SMD) in Hamburg
war. Als wir davon hörten, dass die Kapelle der damals im Zuge der
68er-Bewegung marxistisch orientierten Evangelischen Studentengemeinde (ESG)
als Abstellkammer missbraucht wurde, baten wir darum, sie wieder ihrem
eigentlichen Zwecke zuführen zu dürfen. Es wurde uns erlaubt. Da in der
Kapelle kein Kreuz hing, brachten wir ein Holzkreuz an, das aber bald wieder
von der Leitung der ESG abgehängt wurde. Als hier Proteste nicht halfen,
wandte ich mich an Gerhard Löwenthal. Er berichtete dann tatsächlich im
ZDF-Magazin über den Skandal. Das Kreuz durfte dann dauerhaft bleiben. Der
Jude Löwenthal hatte also mit dafür gesorgt, dass in einem Kirchenhaus ein
Kreuz hängen durfte. Fortan blieb ich dem Journalisten verbunden. Als nun
seine Witwe – die Ärztin Dr. Ingeborg Löwenthal – vorschlug, mir den nach
ihrem Mann benannten Preis für das Jahr 2009 zu verleihen, habe ich
zugesagt, ist mir doch der Namensgeber in seinem Einsatz für unrechtmäßig
Verfolgte ein Vorbild. Ich fragte mich nur, ob ich wirklich des Preises
würdig sei im Blick auf die hohe Bedeutung meiner Vorgänger.
Preisträger: „Stern“ bis „Zeit“
2008 hat ihn einer der bedeutendsten Fernsehjournalisten und
Bestsellerautoren, Prof. Dr. Peter Scholl-Latour (u. a. war er Herausgeber
des linksorientierten Magazins „Stern“ und Fernsehdirektor des wahrlich
nicht konservativen WDR), bekommen. Zuvor waren es bereits u. a. der
liberale Verleger, „Zeit“-Autor und Nationalpreisträger Wolf Jobst Siedler
(Berlin) und die Begründerin der Meinungsforschung und langjährige Chefin
des Instituts für Demoskopie in Allensbach, Prof. Elisabeth Noelle-Neumann.
Linksliberal & rechtsextrem?
Verliehen wird der Preis seit 2007 von der gemeinnützigen „Förderstiftung
Konservative Bildung und Stiftung“ in Berlin. Als Kooperationspartner
fungiert die Wochenzeitung „Junge Freiheit“. (Die Verbindung der
Förderstiftung zu ihr besteht darin, dass zum Stiftungsrat neben Kirchenrat
Dr. Rolf Sauerzapf und Klaus Peter Krause (Geschäftsführer i. R. der
FAZIT-Stiftung, die Eigentümer der FAZ ist) u. a. auch Chefredakteur Dieter
Stein gehört.) Nur wer die „Junge Freiheit“ noch nie gelesen hat, kann sie
für extrem halten. Sie ist eine seriöse konservative Wochenzeitung – sonst
hätten Persönlichkeiten wie Siedler, Noelle-Neumann und Scholl-Latour den
Preis auch nie entgegengenommen. In meinem Fall gab es nun große Aufregung.
Obwohl der Laudator ein evangelischer Kirchenrat – Dr. Rolf Sauerzapf
(Kassel) – war, äußerte von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
der Bildungsreferent, Oberkirchenrat Christhard Wagner (Eisenach), mit der
Annahme des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises sei „die Gefahr verbunden, dass
die Tabugrenze im Graubereich zum Rechtsextremismus weiter nach unten
verschoben wird“. Dann aber wären auch die liberalen bis linksliberalen
Spitzenköpfe unseres Landes wie Prof. Scholl-Latour, Siedler und Prof.
Noelle-Neumann und der konservative Gelehrte Caspar von Schrenck-Notzing
(Preisträger 2005) alle im „Graubereich zum Rechtsextremismus“ angesiedelt.
Ein großer Schaden
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat idea (wie natürlich auch
dem Ansehen von Gerhard Löwenthal, Kirchenrat Sauerzapf, Prof. Peter
Scholl-Latour, Wolf Jobst Siedler, Prof. Noelle-Neumann und Dieter Stein)
schwer geschadet, vor allem weil sie keinen einzigen dieser Fakten erwähnt
und idea in einen Zusammenhang gebracht hat, der völlig inakzeptabel ist.
Das aber wissen viele Leser der Tages- und Kirchenpresse nicht, die über die
Pressemitteilung berichteten. Die Kirchenpresse, die sich daran beteiligte,
hätte es besser wissen können, aber sie informierte manipulativ und
einseitig. Zu nennen sind hier vor allem die Evangelische Zeitung für
Niedersachsen, die mitteldeutsche Zeitung „Glaube und Heimat“, die
sächsische Kirchenzeitung „Der Sonntag“, das Berliner Wochenblatt „die
kirche“ und die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA).
Wehe, man ist nicht links
Laut KNA äußerte der Leiter des Referates der EKD für Publizistik,
Oberkirchenrat Udo Hahn (Hannover), er hätte mir – wenn er gefragt worden
wäre – abgeraten, den Preis anzunehmen. Damit steht er nicht allein. Von den
wenigen, die ich fragte, haben dies fast alle ebenso getan – nicht weil sie
etwas gegen den Preis hätten, sondern weil sie wissen, dass man in unserm
Land alles annehmen kann, wenn man links ist – aber wehe, man ist es nicht!
Ist diese Kirche antisemitisch?
Warum habe ich den Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik trotzdem
angenommen (er ist übrigens mit keinem Euro Preisgeld verbunden)? Weil ich
mich sonst gegenüber einem Juden geschämt hätte, der wie kaum ein anderer
Journalist im Westen für Verfolgte und Entrechtete im kommunistischen
Bereich eingetreten ist und sich wie sonst kein Fernsehverantwortlicher für
die Wiedervereinigung Deutschlands engagiert hat. Nun wird ausgerechnet sein
Name aus einer mitteldeutschen Kirche beschmutzt. Ich hätte auch nie für
möglich gehalten, dass ein von den Nationalsozialisten verfolgter
prominenter deutscher Jude von einer deutschen Landeskirche – sie wurde
Anfang 2009 aus der thüringischen Landeskirche (mit Sitz in Eisenach) und
der Kirchenprovinz Sachsen (Magdeburg) gebildet – je mit Rechtsextremismus
in Verbindung gebracht werden könnte. Nach der Logik des Bildungsdezernenten
Wagner müsste man nun die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland
kritisieren, befinde sie sich doch mit ihrer Kritik „im Graubereich zum
Antisemitismus“.
Das eigentliche Problem
Das Problem ist also nicht der Löwenthal-Preis oder die „Junge Freiheit“,
sondern eine evangelische Kirche, die in ihrem massiven „Kampf gegen
Rechtsextremismus“ alles, was nicht links ist, unter den Generalverdacht
stellt, rechtsextrem zu sein. Gegen Linksextremismus wendet sich bisher
keine Landeskirche, obwohl gerade Ende des Jahres festgestellt wurde, dass
sich beispielsweise in der deutschen Hauptstadt die Zahl
linksextremistischer Gewalttaten 2009 verdreifacht hat, während die Zahl
rechtsextremer Gewalttaten bis November 2009 deutschlandweit um 8,5%
gesunken ist. Die konservativen Kirchenmitglieder sind – fern allem
Rechtsextremismus, der ebenso wie Linksextremismus mit dem Christsein
unvereinbar sein sollte – die treuesten Kirchenanhänger, wie viele Analysen
ergeben haben. Dennoch sind sie in den letzten Jahren kirchenleitend und
durch synodale Äußerungen häufig verprellt worden. Merkwürdig nur, dass man
bei den ungeliebten Kindern nie gleichzeitig auf Spenden und Kirchensteuern
verzichten wollte."
Pfarrer Helmut Matthies (8. Januar 2010, Leiter der
Evangelischen Nachrichtenagentur idea, Die Geschichte einer Verleumdung,
Kommentar, ideaSpektrum 1/2010, Seite 20 - 21)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Es gibt "rechte" und "linke" Flügel, "Konservative" und "Progressive", und
auch die "Mitte" ist stark vertreten.
Positionen der historisch-kritischen Bibelexegese sind nicht mehr des
Teufels; auch unter den Evangelikalen wird über Widersprüche und Irrtümer in
der Schrift debattiert."
[Zitat im untern Teil ausführlicher]
DIE WELT (20. Februar 2008, Gernot Facius,
Die "Frommen" sind auf dem Vormarsch)
Kommentar
"Es sind nunmehr fast eineinhalb Millionen Evangelikale, die sich unter
dem Dach der "Deutschen Evangelischen Allianz"
[http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz]
versammeln. Manche Schätzungen kommen sogar auf bis zu 2,5 Millionen
Evangelikale in Deutschland. [...]
Sie kuschelten sich in ihren frommen Ghettos ein, kritisierten selbst die
Vertreter der Evangelikalen die eigenen Schäfchen immer wieder."
[Zitat im untern Teil ausführlicher]
taz (10.01.2009, Evangelikale in
Deutschland. Um Gottes willen! www.taz.de)
Kommentar
"Wir lassen uns nur in ein unwissenschaftliches Ghetto abdrängen, solange
wir denen, die Offenbarungskritik betreiben, ihre Wissenschaftlichkeit nicht
bestreiten. [...]
Die protestantische Bibelwissenschaft ist stolz darauf, dass sie
„historisch-kritisch" ist. Umgekehrt sehen viele Evangelikale und Pietisten
sowie Fundamentalisten in „der historisch-kritischen Methode" die
Verkörperung des Bösen schlechthin. Man dürfe die Bibel nicht
„historisch-kritisch" auslegen. […]
"Die Bibel ist das Wort Gottes." Genau genommen und provokativ formuliert
ist das ein bibelkritischer Satz. Denn hier fällt ja jemand ein (logisches)
Urteil über die Bibel der Art: x kommt (nicht) die Qualität/die Eigenschaft
y zu. Auch mit der Aussage "die Bibel ist (nicht) x" stellst sich jemand
über die Bibel und kategorisiert sie.
Ein solches Urteil über die Qualität der Bibel wäre nur dem möglich, der
über der Bibel steht und der die Kompetenz hätte, sie einzuschätzen. [...]
Im Rahmen einer Hermeneutik der Demut muss es ein Anliegen sein, wenn
möglich alle Reste eines cartesianischen Urteilsstandpunktes auszumerzen
[Das Verb ausmerzen ist von Selektionstätigkeit
abgeleitet und bezeichnet heute in etwa als ungeeignet aussondern oder auch
beseitigen. Merzvieh sind zur Zucht ungeeignete Nutztiere, die daher
ausgemerzt werden. Der Begriff stammt aus dem 16. Jahrhundert aus dem
Bereich der Schafzucht. Dort wurden im März die zur weiteren Zucht
ungeeignet erscheinenden Tiere aus der Herde ausgesondert. vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Merzvieh]
und den, der die Bibel glaubend, vertrauend und hoffend liest, konsequent in
die richtige Haltung zu ihr zu bringen."
Oberkirchenrat Dr. Heinzpeter Hempelmann
(2004, Theologe, 1996 – 2005 Direktor des Theologischen Seminars der
Liebenzeller Mission, 2007 CTL-Dekan [Chrischona Tabor Liebenzell],
Oberkirchenrat der württembergischen Landeskirche, Nicht auf der Schrift,
sondern unter ihr)
Kommentar
"Wer sind wohl die »schwarzen Schafe«? ... Die, die noch nicht auf Linie
sind?"
Bekenntnisbewegung „Kein anderes
Evangelium“ (Dezember 2007, Informationsbrief Nr. 245, Seite 28 f.,
http://de.wikipedia.org/wiki/Kein_anderes_Evangelium)
Kommentar
"Vor allem die Evangelikalen ... opponierten heftig gegen das, was ihnen die
Theologie-Professoren mit - wie mir schien - heimlicher Lust an der
Provokation vorsetzten. Und etliche Studenten gefielen sich sehr in ihrer
Rolle als Aufklärer, gerierten sich wie kleine Voltaires
[http://de.wikipedia.org/wiki/Voltaire] und zogen, ein Vierteljahr tausend nach Voltaire, viel Lustgewinn aus ihrem
Bestreben, die Evangelikalen als bemitleidenswerte Hinterwäldler
vorzuführen.
Ich selbst saß meistens eher still dabei, litt ein wenig
mit den Evangelikalen, konnte sie gut verstehen, aber nicht verteidigen.
Jahrelang hatten sie in ihren christlichen Jugendgruppen engagiert
gearbeitet, waren sie in ihren Gemeinden meistens die Einzigen, die noch was
auf die Beine gestellt kriegten, hatten sie für ihr Leben viel Kraft aus den
wörtlich geglaubten Geschichten der Bibel gezogen.
Ihnen, denen es
wirklich ernst war mit ihrem Glauben, wurde nun dieser Glaube ausgerechnet
von der geistigen Elite der Kirche zertrümmert. Das musste ihnen teuflisch
vorkommen - der Theologieprofessor als Antichrist."
Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott
glauben", Jesus für Zweifler)
Kommentar
"Die Ergebnisse sog. historisch-kritischer Arbeit sind nicht schon
deshalb falsch, will sie kritisch, oder zu kritisch, zu radikal,
glaubensschädigend etc. wären. [...]
Wir können eine Position nicht wegen ihrer negativen, unangenehmen oder
ärgerlichen Ergebnisse ablehnen, - sondern nur aus einem Grund: weil sie
falsch ist, weil ihre Voraussetzungen nicht tragen: theologisch nicht und
wissenschaftlich nicht. [...] Die Kritik an der „historisch-kritischen
Methode" trägt nicht
[vgl.
Historisch- kritische Methode]."
Oberkirchenrat Dr.
Heinzpeter Hempelmann (2004, Theologe, 1996 – 2005 Direktor des
Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission, 2007 CTL-Dekan [Chrischona
Tabor Liebenzell], Oberkirchenrat der württembergischen Landeskirche, Nicht
auf der Schrift, sondern unter ihr)
Kommentar
"Um einen Wort- oder auch Geistfundamentalismus aufzubrechen und zu
öffnen, bedürfte es einer tieferen Wahrnehmung des Verhältnisses von Wort
und Geist. Der „Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig" (2. Kor
3,6), meinte Paulus. Fundamentalistische Strömungen sind blind für diese
Unterscheidung zwischen Buchstabe und Geist […]
Evangelikal geprägte
Christen sollten an einer Selbstunterscheidung gegenüber
fundamentalistischen Tendenzen interessiert sein. Diese können nur von innen
überwunden werden."
Dr. Reinhard
Hempelmann (Dezember 2009, Theologe, Leiter der Evangelischen
Zentralstelle für Weltanschauungsfragen EZW Berlin, Evangelikale Bewegung.
Beiträge zur Resonanz des konserativen Protestantismus, EZW-Texte Nr.
206/2009)
Kommentar
"Gratulation und herzlichen Dank, Dr. Hempelmann
[siehe oben], können wir da als
Evangelikale nur sagen. Evangelikale wie Nichtevangelikale in den Kirchen
sollten diese Studie
[EZW-Texte Nr. 206/2009, siehe
oben] lesen und als Grundlage für intensivere Gespräche nutzen."
Prof. Dr. Thomas Schirrmacher
(Sprecher für Menschenrechte der weltweiten Evangelischen Allianz)
Dr.
Frank Hinkelmann (Vorsitzender der Österreichischen
Evangelischen Allianz)
(2. Februar 2010, Dr. Reinhard Hempelmann schafft
eine Grundlage für das Gespräch mit den Evangelikalen,
www.thomasschirrmacher.info)
Kommentar
"Dass die anders Denkenden nicht unterdrückt, sondern gewonnen werden
sollen. Durch Diffamierung überzeugt und gewinnt man nicht, sondern man
stößt die besten der Gegner ab."
Prof. Dr. Rudolf Bultmann
(2. Mai 1933,
Ev. Theologe, Die
Aufgabe der Theologie in der gegenwärtigen Situation, Theologische
Zeitschrift ThZ 53 (1997) Heft 3, Theologische Fakultät Uni Basel. Verlag F.
Reinhardt 1997, Wichmann von Meding: Rudolf Bultmanns Widerstand gegen die
Mythologisierung der christlichen Verkündigung, Seite 215)
Kommentar
"Es sind aber gerade die Frommen unter den Bibelkritikern, die am Ende
selbst jene für die Bibelkritik einnehmen, die ihr zunächst - aus gutem
biblischem Grund - widerstehen."
Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1998, Theologin, "Bibelkritik auf dem
Prüfstand: wie wissenschaftlich ist die wissenschaftliche Theologie?")
Kommentar
"Oft sind es die Freunde der Fundamentalisten, die am ehesten Einfluss
auf sie haben. Wirft man diese mit Fundamentalisten oder gar mit Terroristen
in einen Topf, erreicht man genau das Gegenteil von dem, was man erreichen
möchte. […]
Wenn man etwa Gerhard Maier, Theologieprofessor und dann
Bischof der Evangelischen Kirche in Württemberg, wegen seines
differenzierten, aber letztlich evangelikalen Hermeneutiklehrbuches
[Biblische Hermeneutik, siehe unten]
als Fundamentalisten bezeichnet, übersieht man, welch großen ausgleichenden
Einfluss Männer und Frauen wie er auch auf wirklich fundamentalistische
Kreise haben.
Wer wirklich - auch innerhalb der Kirchen - den wahren
Fundamentalismus austrocknen will, muss Menschen wie Maier
[siehe unten] fördern, nicht
abschießen."
Prof. Dr. Thomas
Schirrmacher
(15. Januar 2010, Theologe, Sprecher für Menschenrechte der weltweiten
Evangelischen Allianz, Fundamentalismus: Wenn Religion zur Gefahr wird, Scm
Hänssler, ISBN 9783775152037, S.71)
Kommentar
"Zur Verständigung über den Begriff des Fundamentalismus ist es notwendig,
seine Geschichte im Auge zu behalten. Von 1909 an erschienen in den
Vereinigten Staaten insgesamt zwölf Bände unter dem Titel »The Fundamentals«
[siehe unten]. Theologen wie G. Campbell
Morgan, H.C.G. Moule, James Orr, A.T. Pierson, R.A. Torrey und B.B. Warfield
beteiligten sich daran.
Es handelte sich um den groß angelegten Versuch, ein Übergreifen der
historisch-kritischen Forschung, wie man sie vor allem in Europa betrieb,
auf die nordamerikanische Theologie und auf die nordamerikanischen
Ausbildungsstätten zu verhindern.
So schoben sich Themen wie Inspiration und Autorität der Schrift, Wunder,
Heilstatsachen, Eschatologie, Gebet und Evangelisation in den Vordergrund."
Prof. Dr. Gerhard Maier (Theologe, 1990, 2001 - 2005 Landesbischof
der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, 1980 - 1995 Rektor
Albrecht-Bengel-Haus Eberhard Karls Universität Tübingen,
Biblische Hermeneutik, Scm R. Brockhaus; Auflage: 6., Aufl. April 2009, ISBN
9783417293555, S.320)
Kommentar
"Da ist es doch gut, sich an den Ursprung des Wortes
„Fundamentalist" zu erinnern: Der Ausdruck „The Fundamentals"
[siehe oben] wurde Anfang des 20.
Jahrhunderts in den USA für fünf Aussagen verwendet:
1. Die Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift,
2. Christi Jungfrauengeburt,
3. der Sühneopfertod Jesu,
4. die leibliche Auferstehung,
5. die Wirklichkeit der in der Bibel bezeugten Wunder. [...]
Ohne jeden Interpretationsspielraum diese fünf Aussagen wortwörtlich
bejahen zu müssen - das ist für mich Fundamentalismus!"
Bischof Dr. Wolfgang Huber (29. April 2009, 2003 - 2009
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Herr Bischof,
wer ist eigentlich ein Fundamentalist? Interview. ideaSpektrum 18/2009,
Seite 17)
Kommentar
"Wenn man heute in angemessener Weise von einem wissenschaftlichen
Fundamentalismus sprechen will, dann bezeichnet man damit am besten eine
breite theologische Strömung, die in irgendeiner Weise auf jene Fundamentals
[siehe oben] zurückzuführen ist und die
auch heute noch die Inspiration der ganzen Schrift (»plenary inspiration«)
und ihre Irrtumslosigkeit betont, wobei zumindest der eine oder andere jener
oben angegebenen Grundzüge in Erscheinung tritt. Auf diese Weise hätte man
einen angemessenen und praktikablen Begriff. [...]
Es vier Gründe, weshalb wir uns dem oben skizzierten Schriftverständnis des
wissenschaftlichen Fundamentalismus nicht anschließen können:
Da ist zunächst die einfache Tatsache, dass wir aus einer anderen Geschichte
herkommen. […] Ferner haftet dem Fundamentalismus immer noch ein defensiver
Charakter an. … Er muss mindestens zeigen, dass die Bibel nicht notwendig
irrt. So gerät man leicht in den Verdacht, »verkrampft« zu sein. […]
Drittens ist zu sagen, dass der Fundamentalismus ebenso wie die Orthodoxie
starke deduktive [http://de.wikipedia.org/wiki/Deduktiv]
Züge trägt. […]
Der vierte Grund hängt eng mit dem dritten zusammen. Öfters argumentiert man
im Fundamentalismus logisch-rational
[siehe unten] anstatt biblisch-exegetisch."
Prof. Dr. Gerhard Maier (Theologe, 1990, 2001 - 2005 Landesbischof
der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, 1980 - 1995 Rektor
Albrecht-Bengel-Haus Eberhard Karls Universität Tübingen,
Biblische Hermeneutik, Scm R. Brockhaus; Auflage: 6., Aufl. April 2009, ISBN
9783417293555, S. 320 u. 325-326)
Kommentar
"Es zeigt sich, wie verführerisch und gefährlich ein rationalistisches,
philosophisch-heidnisches, der Domino-Theorie
[siehe unten] (auch der Chicago-Erklärung
[http://de.wikipedia.org/wiki/Chicago-Erklärung])
zugrunde liegendes Wahrheitsdenken ist." [Zitat im
untern Teil ausführlicher]
Dr.
Heinzpeter Hempelmann (Dezember 2001,
1996 – 2005 Direktor des Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission,
2007
CTL-Dekan [Chrischona Tabor Liebenzell], Oberkirchenrat der
württembergischen Landeskirche,
Gemeinsame Liebe. Wie Evangelikale die Autorität der Bibel bestimmen., Seite
53+54)
Kommentar
"Es muss alles stimmen, bis aufs I-Tüpfelchen, und wenn nicht alles, auch
das I-Tüpfelchen nicht stimmt, dann ist alles falsch
[vgl. Domino-Theorie, siehe oben]. Das ist heidnische
Philosophie, und das ist in der Vergangenheit ein Einfallstor des Teufels
gewesen, mit dem er biblische Theologie buchstäblich madig gemacht hat."
Dr. Heinzpeter Hempelmann (2004, Theologe, Nicht auf der Schrift,
sondern unter ihr, Seite 108)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe
noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht."
Jesus Christus (Matthäus 5,18)
Kommentar
"Besser ein Patient Christi als ein Doktor der Theologie."
Bodo Riedel (2003, Pädagoge, Bremen)
Kommentar
"Die neuzeitliche Exegese wird bis in die Gegenwart hinein durch die
historisch-kritische Methode bestimmt. Gegenüber dieser Methode erschien die
Schriftauslegung der Väter als minderwertig, ja als nicht eigentlich
»wissenschaftlich«."
Prof. Dr. Andreas
Merkt (2006, Regensburg, http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Theologie/alte-kg/ntp/)
Kommentar
"Schwärmer und Mucker [Anhänger des Pietismus,
http://de.wikipedia.org/wiki/Mucker]
sind beide schrifttoll."
Herrnhuter
[http://de.wikipedia.org/wiki/Herrnhuter_Br%C3%BCdergemeine]
und Pietist [http://de.
wikipedia.org/wiki/Pietismus] Böhm
[BÖHME, Anton Wilhelm, alias Anthony William Boehm, 1673 - 1722,
einflussreichster Pietist in London, www.bautz.de]. Guyon
[Jeanne Marie Guyon du Chesnoy,
http://de.wikipedia.org/wiki/Jeanne_Marie_Guyon_du_Chesnoy]."
Prof. Dr. Immanuel Kant (1798,
Philosoph,
Kant: AA XV, Reflexionen zur Anthropologie, Seite 219,
www.korpora.org/Kant/aa15/219.html)
Kommentar
"Früher galten Fundamentalisten als Schwärmer [siehe
oben]"
Das Erste (5.
Dezember 2007, Dokumentation "Fanatisch, fundamentalistisch, fromm." "SWR,
NDR und WDR begeben sich in den USA, in Israel und im Jemen auf Spurensuche,
wie aus Frömmigkeit Fundamentalismus und Fanatismus werden kann."
www.daserste.de)
Kommentar
"Historisch ist der Fundamentalismus eine christliche Erfindung; seine
Wurzeln hat er in einer konservativen Bewegung im US-Protestantismus im 19.
Jahrhundert, als deren organisatorische Gründerfigur ein baptistischer
Geistlicher gilt, der 1872 verstorbene James Inglis.
Sein Nachfolger, der Presbyterianer James H. Brookes, gab eine
einflussreiche religiöse Zeitschrift mit dem bezeichnenden Titel „The Truth“
heraus. Zwölf programmatische Streitschriften gegen die
wissenschaftlich-kritische Auseinandersetzung mit der Bibel erschienen 1902
unter dem Titel „The Fundamentals“ [The
Fundamentals,
1910-1915]
und sollten Namensgeberinnen der Bewegung werden.
Das kategorische Nein zu irgendeiner anderen Bibellektüre als der wörtlichen
und der unbedingte Glaube an die Unfehlbarkeit der Bibel war – und ist –
denn auch die Kernüberzeugung jener fundamentalistischen Christen."
DER TAGESSPIEGEL (9.8.2009, Andrea Dernbach,
Fundamentalismus ist eine christliche Erfindung, www.tagesspiegel.de)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Der Evangelischen Allianz (DEA) muss es um die christliche Gemeinschaft als
ganzer gehen. Und sie muss sich erkennbar in Distanz zu den zunehmenden
fundamentalistischen Strömungen profilieren."
EiNS - Zeitschrift der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA)
(November 2007, EiNS 4/2007, Wer wir sind - und was wir können, Seite 28)
Kommentar
Am 2. März 2010 wurde die Webseite www.Nikodemus.net
[Referenzseite für "bibeltreue" Antworten auf Glaubensfragen] unter der Leitung des ERF
[Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF) Jürgen
Werth, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz]
abgeschaltet.
Kommentar
"Wir haben in der Vorbereitungsphase für mehrglauben.de
[Nachfolgeseite für Nikodemus.net, siehe oben]
auch überlegt, ob wir Nikodemus.net weiterlaufen lassen sollen. Wir haben
uns dann jedoch bewusst für die neue Ausrichtung entschieden, ohne dass
Nikodemus.net parallel dazu bestehen bleibt. [...]
Das Antworten-Archiv [eines der umfangreichsten
Sammlungen von bibeltreuen Inhalten im deutschsprachigen Internet]
steht in Zukunft aus zwei Gründen nicht mehr zur Verfügung.
Zum einen würden wir so die kompletten Inhalte aus der Hand geben, ohne zu
wissen, in welchem Zusammenhang sie später vielleicht wieder auftauchen oder
wer sie nutzt. Da wir die Antworten inhaltlich verantworten und hier auch
eine Verantwortung für die Autoren haben, können wir das nicht machen.
Zum anderen ist es so, dass die Artikel von der Qualität her sehr
unterschiedlich sind und deswegen teilweise überarbeitet werden müssten.
[...]
Die Möglichkeit, Fragen zu stellen, bleibt auf www.mehrglauben.de weiterhin
erhalten ... Nach und nach werden dort auch eine gewisse Anzahl an
Grundsatzartikeln zum Glauben erscheinen."
Redaktion ERF Online (2. März 2010,
Evangelium-Rundfunks ERF, www.erf.de)
Kommentar

Jürgen Werth, Deutsche Evangelische Allianz,
Direktor Evangelium-Rundfunk (ERF)
"Die Evangelikalen - wer ist das eigentlich? … Es bleibt uns gar nichts
anderes übrig als diesen Begriff zu akzeptieren und versuchen ihn neu zu
füllen."
Jürgen Werth (7. Oktober 2007, Vorsitzende der
Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Direktor des
Evangeliums-Rundfunks (ERF), Hardliner Gottes - die Diskussion. Diskussion
mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche Fundamentalisten in
Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober 2007, 10:00 Uhr, HR
Horizonte)
Kommentar
"Die Christliche InterNet-Arbeitsgemeinschaft e.V. (CINA) wurde 1996 von elf
evangelikalen Organisationen als gemeinsame Plattform für evangelikale
Mission und Dienstleistungen im Internet gegründet. Zu ihren Projekten
gehören unter anderem der Ratgeber in Sachen Christentum Nikodemus.Net
[siehe Beiträge oben] […]
Seit einer Umstrukturierung am 1. Oktober 2008 werden die CINA-Projekte und
-Dienstleistungen unter dem Namen ERF Online (Projekte) bzw. ERF
mediaservice GmbH (Dienstleistungen) geführt."
(Stand März 2010, http://de.wikipedia.org/wiki/Christliche_InterNet-Arbeitsgemeinschaft)
Kommentar
"Nikodemus.Net wurde ... abgeschaltet [...] Es gibt keine Möglichkeit mehr,
das Antworten-Archiv aufzurufen."
ERF Online
(2. März 2010, www.nikodemus.net, Webseite des
Evangeliums-Rundfunks ERF, www.erf.de)
Kommentar
"Nikodemus.net [Gründung 1999] hat unter
ERF Online 17 Monate und 2 Tage überlebt"
(11. März 2010, Forumsbeitrag auf
Jesus.de. Das
betreffende Forum ist von der Jesus.de Redaktion [März 2010: Moderator:
Orleander] auf „unsichtbar“ geschaltet, jedoch über folgenden Link zu
erreichen:
www.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/warum-wird-www.nikodemus.net-abgeschaltet.html)
Kommentar
Auszug aus der vom ERF abgeschalteten Webseite www.nikodemus.net
[Antworten auf Glaubens-fragen, siehe Artikel oben]:
"Wo hört es auf, und wo fängt es an? Hat es die Schöpfung nicht oder gar
anders gegeben? Hat Gott zu Abraham gesprochen? Gab es die Sintflut nicht
oder jedenfalls nicht in einem globalen Ausmaß?
All diese Punkte sind
nicht nebensächlich, denn Jesus Christus bezieht sich im Neuen Testament auf
sie, um die Zuverlässigkeit seiner Botschaft und die Glaubwürdigkeit seiner
Person zu unterstreichen.
[Jesus Christus:
"..von Beginn der Schöpfung an hat Gott sie geschaffen als Mann und Frau."
Markus 10, 6
Jesus Christus: "Denn wie sie waren in den Tagen vor
der Sintflut - sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich
heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie
beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin -, so
wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns."
Matthäus 24, 38+39]
Wenn diese Aussagen der Bibel
falsch sind, fällt damit auch die Autorität Jesu.
Entweder ist Gott
der, für den er sich ausgibt, oder er ist es nicht. Gott stellt sich durch
die Bibel als zuverlässig, allmächtig, allwissend, omnipräsent
[allgegenwärtig], glaubwürdig, richtend, liebend, ehrwürdig,
erhaben usw. dar.
Wenn die Bibel das nicht richtig wiedergibt, dann
muss ich mir einen anderen Glauben suchen, und du solltest erst gar nicht
damit anfangen. Schließlich geht es hier nicht um ein Hobby oder eine
Philosophie. Es geht um nichts geringeres als um dein Leben.
Glaubst
Du dem, was Gott über dich und sich selbst in der Bibel sagt?"
Frank Schulz (Stand Dezember 2009, www.nikodemus.net,
Am 2. März 2010 wurde die Webseite
www.nikodemus.net - "Antworten auf Glaubensfragen" unter der Leitung des ERF
abgeschaltet.)
Kommentar

Quelle: Spektrum der Wissenschaft, Dossier 3/2005, http://www.spektrum.de
Jürgen Werth (ERF): "Die ganze Frage der
Schöpfung wird sehr unterschiedlich gesehen." […]
Meinhard Schmidt - Degenhard: "Würden Sie - Stichwort
Kreationismus [vgl.
Kreationismus]
- für sich
sagen, ich glaube, dass Gott das wirklich vor sechs bis siebentausend Jahren
in sechs Tagen gemacht hat?"
Jürgen Werth (ERF): "Ich für mich glaube das nicht."
Meinhard
Schmidt - Degenhard: "Sie glauben das nicht?"
Jürgen Werth (ERF): "Ich kann jetzt nicht für die ganze Bewegung
[Evangelische
Allianz] sprechen. Ich glaube
zwar, dass Gott das tun kann - also wenn ich an Gott glaube, glaube ich
auch, dass das ihm möglich ist. Aber ich glaube auch, dass ihm das möglich
ist, das in einem Prozess zu machen, der über viele Millionen Jahre geht."
Jürgen Werth (7. Oktober 2007, Vorsitzende der Deutschen Evangelischen
Allianz (DEA), Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF), Hardliner Gottes -
die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche
Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober
2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)
Kommentar
"Es ist wahrlich eine großartige Ansicht, dass der Schöpfer den Keim alles
Lebens, das uns umgibt, nur wenigen oder nur einer einzigen Form eingehaucht
hat, und dass, während unser Planet den strengsten Gesetzen der Schwerkraft
folgend sich im Kreise geschwungen, aus so einfachem Anfange sich eine
endlose Reihe der schönsten und wundervollsten Formen entwickelt hat und
noch immer entwickelt."
Charles Darwin (24. November 1859,
britischer Naturforscher, Die Entstehung der Arten, Herausgeber: Heinrich
Schmidt, J. V. Carus, 1884)
Kommentar
Volker Panzer: "Glauben Sie, dass Darwin Recht hat?"
Jürgen Werth (ERF): "Das ist eine Frage, auf die ich keine
wirkliche Antwort habe. Ich glaube aber auch nicht, dass es eine wirklich
entscheidende Frage ist."
Jürgen Werth (16. November 2009, Vorsitzende der Deutschen Evangelischen
Allianz (DEA), Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF), Gehet hin in alle
Welt!, ZDF Nachtstudio, www.zdf.de)
Kommentar
"Über 99 Prozent der bisherigen Daseinszeit unseres Planeten kam dieser
Planet prima ohne uns Menschen aus. Aber machen wir nicht den eigentlichen
Reiz dieses gigantischen Unternehmens aus?
Vorher blieb das Spektakel ohne Zuschauer.
Erst in uns, in unserem Schauen und Bewundern, in unserer Freude, unserer
Dankbarkeit und unserem Lobpreis, in unserem verschwenderischen Geben und
Nutzen kommt die Schöpfung nach Jahrmilliarden endlich, endlich zu ihrer
Erfüllung."
Pfarrer Werner Tiki Küstenmacher (22. September 2008,
JesusLuxus: Die Kunst wahrhaft verschwenderischen Lebens, S. 256)
Kommentar
"Die Erschaffung der Welt stellt kein Rätsel dar, dem wir hinterherrechnen
und dessen Existenz wir beweisen könnten, sondern sie ist göttliches
Geheimnis. Deshalb sind wir im Gefolge eines reformatorischen Pietismus
kritisch gegenüber einem fundamentalistischen Kreationismus
[lat. creare „erschaffen“, Schöpfungsglauben],
der die biblischen Schöpfungszeugnisse als naturwissenschaftliche
Darlegungen versteht."
Dr. Christoph Morgner (11.02.2008, Theologe, 1989 - 2009 Präses des
Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands [Vereinigung Landeskirchlicher
Gemeinschaften], Theologischer Bericht des Präses, „Euer Werk hat seinen
Lohn“, Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer
Gemeinschaftsverbandes)
Kommentar
"Anders als die Erzählungen von der Befreiung Israels aus Ägypten, der
Übermittlung des Gotteswillens am Sinai oder die prophetische Botschaft von
Gericht und Heil gehört das Bekenntnis zu Gott als „Schöpfer des Himmels und
der Erde“ (vgl. Gen 14; 19) nicht zum ältesten Traditionsbestand des Alten
Testaments. ...
Dabei hat Israel auf Schöpfungsvorstellungen aus seiner altorientalischen
Umwelt zurückgegriffen und sie im Rahmen seiner Erfahrungen mit Gott und
seines Weltverständnisses völlig neu interpretiert."
Kirchenamt der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD) (01. April 2008, EKD-Orientierungshilfe. Rat der
EKD: Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule,
EKD-Text 94, http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf)
Kommentar
"Viele der Erzählungen oder Erzählungsstoffe müssen schon vorher bestanden
haben, ehe sie im Munde Israels diesen neuen Sinn erhalten haben.
Sie müssen als schöne Geschichten längst umgelaufen sein und werden ihrem
Ursprung nach reine Gebilde der Phantasie sein […] vielleicht wird man den
Ausdruck „märchenhaft“ vorziehen. […] Die Genesis
[griech.: Schöpfung, 1. Buch Mose]
ist eine Sammlung von Sagen."
Prof. Dr. Hermann Gunkel (1901, Theologe, Hauptvertreter der
Religionsgeschichtlichen Schule und Begründer der Form- und
Gattungsforschung am Alten Testament. Genesis (Genesiskommentar), 9. Aufl.:
1977, Auflage: 9. A. Juni 1999, ISBN 978-3525516515)
Kommentar
"Der Kreationismus
[lat. creare „erschaffen“,
Schöpfungsglauben]
- das ist ein definierendes Merkmal des Fundamentalismus."
Prof. Dr. Erich Geldbach
(7.
Oktober 2007,
Theologe,
Hardliner Gottes - die Diskussion. Diskussion
mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche Fundamentalisten in
Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober 2007, 10:00 Uhr, HR
Horizonte)
Kommentar

Baptistischer Theologe Prof. Dr. Erich Geldbach
"Nicht alles, was einem liberalen Theologen religiös nicht passt, ist
deswegen Fundamentalismus"
Dr. Karsten Fischer (4. Februar 2009,
Politikwissenschaftler, Fundamentalismus – ein brauchbarer Begriff?
Veranstaltung des Forschungsbereichs "Religion und Politik" an der Berliner
Humboldt-Universität, www.religion-and-politics.de,
www.pro-medienmagazin.de)
Kommentar
"Je mehr die Strömung der Bibelkritik auch in gemäßigter Form sich
vergrößert, umso mehr werden die Bibeltreuen zu unmöglichen Außenseitern
gestempelt werden."
Prof. Dr. Samuel R.
Külling (Ende der 1960er Jahre,
Theologe, Gründer und erster Rektor der STH,
Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel)
Kommentar
"Auch die ´gemäßigte` Bibelkritik spricht von ´Irrtümern` und
´Widersprüchen`, die nun einmal zur ´Knechtsgestalt` der Bibel gehören
sollen, und sie machen uns den Vorwurf, dass die Bibel für uns ein
´papierener Papst` sei, und dass wir das Wort des Apostels Paulus: ´Der
Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig` (2. Kor. 3, 6), offenbar
nicht kennten.
Sie wissen nicht, dass Paulus mit dem ´Buchstaben`
nicht den Text des Alten und Neuen Testamentes, sondern das
alttestamentliche Gesetz vom Sinai meint."
[Zitat
im untern Teil ausführlicher]
Prediger u. Evangelist Friedrich Heitmüller (60er Jahre,
Vizepräses des Gnadauer Verbandes)
Kommentar
"Einig gegen christliche Fundamentalisten"
"Vertreter von Landeskirchen, Freikirchen und Evangelischer Allianz (DEA)
haben in einer Fernsehdiskussion des Hessischen Rundfunks am 7. Oktober
Einigkeit in der Ablehnung eines „christlichen Fundamentalismus“ bekundet.
[…]
Nach Auffassung des baptistischen Theologen Prof. Erich Geldbach
(Marburg) ist es das zentrale Kennzeichen christlicher Fundamentalisten, die
Bibel als irrtumslos und unfehlbar zu betrachten. Daraus folge etwa der
Kreationismus, die Vorstellung, dass Gott die Erde in sechs Tagen geschaffen
habe.
Christliche Fundamentalisten klebten an den Buchstaben der Bibel
und betrieben „Wortterror“. Viele seien dazu übergegangen, sich nicht mehr
fundamentalistisch, sondern „bibeltreu“ zu nennen.
Die gemäßigten
Gruppen in der Evangelischen Allianz ließen sich zu sehr von diesen Fundis
einbinden."
Idea (07.10.07,
Einig gegen christliche Fundamentalisten, www.idea.de)
Kommentar
"Moderiert wurde die Sendung [Hardliner Gottes
- Hessischer Rundfunk, siehe oben] von Schmidt-Degenhard – der ob
einer nicht zu übersehenden Einigkeit zwischen den Teilnehmern in einigen
Fragen sogar von einer "Großen Koalition" von Evangelischen und
Evangelikalen sprach.
Überwiegend einig waren sich die Teilnehmer in der Abgrenzung von
"christlichen Fundamentalisten"."
Christliches Medienmagazin pro (8.10.2007,
HR-Diskussion: Offene Fragen in der "Großen Koalition",
www.pro-medienmagazin.de)
Kommentar
"Wir machen alles so wie alle anderen auch, nur 20 Jahre später."
Pfarrer Rudolf Westerheide (Mai 2007, Bundespfarrer des
Jugendverbands „Entschieden für Christus“ (EC), Hauptamtlichen-Kongress des
Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands (Vereinigung Landeskirchlicher
Gemeinschaften)
Kommentar
"Als der Begriff "Fundamentalismus" vor etwa anderthalb
Jahrhunderten aufkam, bezeichnete er eine bestimmte Vorstellung von der
Bibel: Sie sei gleich einem vom Himmel gefallenen Buch, ohne Fehl und Tadel,
über jede Kritik erhaben. [...]
Daneben gibt es immer wieder aktuelle Einzelfragen, bei denen sich der
fundamentalistische Ungeist regt. Dann ist die Kirche gefordert, nach innen
wie nach außen, gegenüber den Kirchenmitgliedern wie gegenüber der
Öffentlichkeit für Aufklärung zu sorgen."
EKD-Kirchenamtspräsident Dr.
Hermann Barth
(Oktober 2008, Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche
Deutschlands (EKD), WIR -
gemeinsam unterwegs" Ausgabe Nr. 6 - Okt./ Nov. 2008,
Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband e.V.)
Kommentar
"Ich glaube, dass ich sagen kann - für unsere Bewegung
[Evangelische
Allianz], dass die Zahl
derjenigen, die die Bibel Wort für Wort wörtlich nehmen - die sagen jedes
Wort, jeder Buchstabe ist verbal von Gott inspiriert – und die Bibel ist
sozusagen vom Himmel gefallen, dass der Kreis derjenigen nicht allzu groß
ist."
Jürgen Werth (7. Oktober 2007, Vorsitzende der Deutschen Evangelischen
Allianz (DEA), Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF), Hardliner Gottes -
die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche
Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober
2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)
Kommentar
"Heutzutage gibt es nicht mehr allzu viele Fundamentalisten. Ich weiß nicht,
ob Sie das wissen oder nicht, aber sie sind eine kleine Minderheit." ...
"Nun, das Wort "Fundamentalist" kommt tatsächlich aus einem Dokument aus den
1920er Jahren mit dem Titel “Die 5 Fundamente des Glaubens”.
** [siehe unten]
Und das
ist eine sehr gesetzliche, enge Sicht des Christentums"
Dr. Rick Warren (23.05.2005,
Evangelikaler Theologe [40 Tage Leben mit Vision] Pew Forum on Religion,
Monday, May 23, 2005 - Key West, Florida)
Kommentar
** "Die so genannten "Fundamentalismen" waren folgende:
(1) Die Unfehlbarkeit der Bibel;
(2)
die Jungfrauengeburt bzw. die Göttlichkeit Jesu;
(3) der Sühnetod Jesu;
(4)
seine leibliche Auferstehung;
(5) die
sichtbare Wiederkunft Christi."
Katharina
Reiss (2005, Fanatischer Fundamentalismus in christlichen
Gemeinschaften, Merkmale und Entstehungsbedingungen)
Kommentar

Dr. Rick Warren, Saddleback Church
in Lake Forest, Kalifornien
"Der Unterschied zwischen „Fundamentalists“ und „Evangelicals“ ist in
Europa kaum bekannt."
Rheinischer Merkur (10.04.2008, Tragbalken
des Protestantismus)
Kommentar
Warren sagt voraus, dass der Fundamentalismus in allen Spielarten "einer
der großen Feinde im 21. Jahrhundert sein wird."
"Muslimischer
Fundamentalismus, christlicher Fundamentalismus, jüdischer Fundamentalismus,
säkularer Fundamentalismus – sie werden alle von Furcht angetrieben."
Dr. Rick Warren (08.01.2006,
Evangelikaler Theologe, „The
Purpose-Driven Pastor“, The Philadelphia Inquirer)
Kommentar
Morgner:
"Fundamentalismus ist eine
Angstreaktion auf die Verunsicherung der Moderne. Für einen Fundamentalisten
ist die Bibel das Fundament des Glaubens, in allen Aussagen völlig
irrtumslos und unfehlbar."
idea:
"Ist sie das denn nicht?"
Morgner:
"Diese Begriffe werden der Bibel nicht gerecht. Sie liegt uns nicht im
Original vor. Sie ist vielmehr aus zahlreichen hebräischen und griechischen
Handschriften zusammengestellt worden, in denen manche Stellen kaum zu
übersetzen sind, d. h. es ist nicht immer deutlich, was eigentlich gemeint
ist.
Von daher kann man nicht einfach behaupten, die Bibel sei in allem
unfehlbar. Sie ist Gottes Wort, das jedoch von Menschen - geleitet durch den
Heiligen Geist - geschrieben ist. Und wo Menschen etwas wiedergeben,
schleichen sich auch mal Unzulänglichkeiten ein. Entscheidend ist, dass uns
die Bibel auf dem Weg des Heils führt."
idea: "Und was ist nun der Unterschied
zwischen einem Pietisten und einem Fundamentalisten?"
Morgner: "Der
Pietist sagt: „Ich glaube an Jesus Christus, von dem in der Bibel Zeugnis
abgelegt wird." Der Fundamentalist glaubt sowohl an Jesus Christus als auch
an die Bibel."
Pfarrer Dr. Christoph
Morgner (26.08.2009, Theologe, 1989 - 2009 Präses des Evangelischen
Gnadauer Gemeinschaftsverbands [Vereinigung Landeskirchlicher
Gemeinschaften], Pietisten sind keine Fundamentalisten, ideaSpektrum
35/2009, S.15)
Kommentar
"Herr Dr. Hempelmann, woran erkennt man eigentlich christlichen
Fundamentalismus?"
"Zum christlichen Fundamentalismus gehört ein bestimmtes Schriftverständnis.
Es besagt, dass die Schrift in allen ihren Aussagen unfehlbar und irrtumslos
gültig ist, nicht nur in ihren theologischen, den Glauben bezeugenden
Aussagen. Man sucht und findet in der Bibel auch ein Informationswissen zur
Weltentstehung, zum Endzeitablauf, zur wirksamen und schnellen Heilung von
Krankheiten." [...]
"Kann man mit Fundamentalisten reden, oder verlässt man die Gemeinde am
Besten sofort?"
"Es ist schwer, mit Fundamentalisten zu reden. Es gibt aber keine
Alternative zum Versuch eines Dialoges. Jesus redete mit allen, auch mit
seinen Kritikern und Gegnern. Fundamentalismus ist eigentlich eine
Angstreaktion, die aus einer tiefen Verunsicherung kommt. Wer sich auf
fundamentalistische Glaubensgrundsätze einlässt, sucht in einer komplexen,
unübersichtlichen Welt nach einem festen Halt. ...
Gottes Geist bewirkt Vielfalt. Die Anerkennung von Vielfalt ist ein Weg,
fundamentalistischen Verfestigungen zu begegnen."
Dr. Reinhard Hempelmann (Oktober 2008,
Theologe, Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen
(EZW) Berlin, WIR - gemeinsam unterwegs, Ausgabe Nr. 6 - Okt./ Nov. 2008,
Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband e.V.)
Kommentar
"Manche dieser Gemeinden oder dieser Gruppen haben ihren Anfang in einer
Kirchengemeinde, in einer evangelischen Kirchengemeinde. Ein Jugendkreis,
der plötzlich eine Art Erweckung erlebt und auf einmal sagt, ja wir wollen
jetzt aber Kirche so, wie sie im neuen Testament steht, ohne Wenn und Aber -
diese Verlockung man könne ganz zurückgehen auf den Anfang.
Dieser
Anfang ist sehr gut nachvollziehbar, aber sie kapseln sich dann ab innerhalb
der Gemeinde und dann kommt irgendwann der Punkt, wie auch Herr Werth
[Jürgen Werth, Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz]
gesagt hat, dass sie die Vielfalt nicht mehr ertragen, dass sie alles, was
die Bibel anders sieht, als falsch betrachten und sich dann abkapseln."
Pfarrerin
Annette Kick (7.
Oktober 2007,
Ev. Weltanschauungsbeauftragte der Württembergischen Landeskirche,
Hardliner Gottes - die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt -
Degenhard über christliche Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer
Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober 2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)
Kommentar
"In christlichen Hauskreisen entsteht „eine Religion von unten, die kein
kirchliches Angebot ist“. Manche Kreise entwickeln ein eigenes Tauf- oder
Abendmahlsverständnis und feiern die Sakramente ohne Beteiligung eines
Pfarrers. Das ist das Ergebnis einer Promotionsarbeit … „Die hausgemachte
Religion“ … Dekan Richard Reininghaus […]
Viele Pfarrer schätzten, dass Hauskreismitglieder oft gleichzeitig auch
engagierte Gemeindemitarbeiter seien. Andere gingen auf Distanz, wenn sie
merkten, dass ihr Einfluss auf die Hauskreise begrenzt sei. „Manche Pfarrer
wollen ihre Macht behalten“, so Reininghaus."
idea (25.02.2009, Württemberg: Hauskreise
fördern „Religion von unten“, www.idea.de)
Kommentar
"Zwar kommt es auch ... zu massiven Konflikten zwischen liberalen und
evangelikalen Christen innerhalb der Kirchgemeinden. Die meisten
konservativen Christen indes sind in den von der Landeskirche unabhängigen
Freikirchen «ausgelagert».
Fundament des Fundamentalismus ist dort
nicht die Institution Kirche, sondern eben die Heilige Schrift."
Michael Meier (Juli 2005, Schweizer Journalist, Mit aggressiver
Kulturkritik gegen die gottlose Welt, Tages-Anzeiger v. 13.07.2005)
Kommentar
"Die Spannungen zwischen Landeskirchen und Evangelikalen sind heute eher zu
vernachlässigen, wenn so gar nicht mehr vorhanden.
Dies liegt zum einen daran, dass sich verschiedene Gemeinden innerhalb der
Evangelischen Allianz aus der landeskirchlichen Gemeinschaft zurückgezogen
haben, d.h. die Mitglieder sind nicht selten samt Prediger aus der
Landeskirche ausgetreten."
Bischof Prof. Dr. Friedrich Weber (7. März
2009, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in
Braunschweig, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in
Deutschland (ACK), Die Herausforderung konfessionsüberschreitender
christlicher Strömungen. Vortrag zur Tagung „30 Jahre ACK Sachsen-Anhalt“ am
7. März 2009 in Magdeburg, www.landeskirche-braunschweig.de)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Wer sich als Fundamentalist bezeichnet, sagt damit dem anderen: Ich verfüge
über die Wahrheit und bin deshalb keinerlei Argumenten mehr zugänglich. Ich
kann nur noch ausposaunen, aber nicht mehr in einen Dialog eintreten."
Dr. Christoph Morgner (Februar
2007, Theologe, 1989 - 2009 Präses des Evangelischen Gnadauer
Gemein-schaftsverbands [Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften],
Theologischer Bericht des Präses 2007, Seite 22 u. 23,
http://www.gnadauer.de/aktuell/pdf/2007_02_praesesbericht.pdf)
Kommentar
"Die Fähigkeit zum Dialog mit Menschen, die von der eigenen Überzeugung
abweichende oder ihr widersprechende Haltungen haben, geht verloren. [...]
Fundamentalistische Haltungen entstehen ... wenn folgende Merkmale
anzutreffen sind:
1. Ein Zurück zur idealen Urzeit.
2. Ein nicht-symbolisches, wortwörtliches Verstehen und konkret-politisches
Umsetzen heiliger Schriften.
3. Ein dualistisches Weltbild. (Die Welt ist der Kampfplatz von „Gut“
und „Böse“, nur eine von beiden Mächten kann siegen. Grautöne und ein
„sowohl - als auch“ gibt es nicht, die Werte sind „schwarz – weiß“, es heißt
„entweder – oder“.)
4. Eine allergische Abwehrhaltung gegenüber pluralistischen
Einstellungen."
[vgl. die Koexistenz verschiedener Religionen,
http://de.wikipedia.org/wiki/Pluralismus]
[vgl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pluralismus_%28Theologie%29]
Dr. Fritz R. Huth (Februar 2002, Theologe,
Beauftragte für Weltanschauungsfragen der EKHN Evangelische Kirche in Hessen
und Nassau, Arbeitshilfe Fundamentalismus. Herausgegeben vom „Zentrum
Ökumene“ der EKHN)
Kommentar
"Ich würde für mich nicht sagen ich bin Fundamentalist, und ich glaube ich
kann das auch nicht für die Evangelische Allianz
[http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz]
sagen.
Fundamentalisten sind Leute, die letzten Endes
gesprächsunfähig sind. Die sagen, so wie ich das sehe, ist das richtig - und
so wie du das siehst, ist es falsch. Und die auch sagen würden es gibt nur
schwarz und weiß und ja und nein und nichts dazwischen.
Die Evangelische Allianz ist eine sehr bunte, sehr breite Bewegung."
Jürgen Werth (7. Oktober 2007, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen
Allianz (DEA), Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF), Hardliner Gottes -
die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche
Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober
2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)
Kommentar
"Ich kenne
keinen modernen Theologen, der die Bibel wirklich wörtlich auslegt."
Prof. Dr. Ulrich Kutschera (31. Oktober 2006,
Evolutionsbiologe, Kreationisten im Aufwind, DIE ZEIT)
Kommentar
"Einer der zentralen Sätze des christlichen Fundamentalismus ist der, dass
die Bibel als Wort Gottes wörtlich zu nehmen sei."
Melanchthon-Akademie - Evangelischer
Kirchenverband Köln u. Region (07.02.2006, "Christlicher Fundamentalismus
heute", Vortrag in Overath,
www.theologie-koeln.de/PDFs/Fundamentalismus.pdf)
Kommentar
"Tatsächlich besteht eine der schlimmsten Sünden des Christentums darin, die
Bibel zum Gegenstand des Glaubens gemacht zu haben. [...]
Dabei ist der Gegenstand des christlichen Glaubens doch gerade nicht die
Schrift, sondern Jesus. Mit der Behauptung, dass die Bibel Wort für Wort von
Gott inspiriert sei, hat man die historische Kritik an der Bibel erst
heraufbeschworen und damit die Krise des traditionellen Christentums mit
erzeugt."
Prof. Dr. Herbert Schnädelbach (25. März
2009, Philosoph. Das Streitgespräch, ideaSpektrum 13/2009, S. 18)
Kommentar
"Es muss unter uns dem Missverständnis gewehrt werden, als sei das Bibelbuch
das Fundament unseres Glaubens."
"Paulus sagt uns anderes: Einen
anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus
Christus (1Kor 3,11). Damit wird die Basis unseres Glaubens markiert." [...]
"Unser Glaube ist Personglaube, der sich auf Jesus Christus richtet.
Betrachten wir dagegen die Bibel als unser Glaubensfundament, kommen wir aus
der ständigen Defensive nicht heraus.
Dann werden uns die Zeitgenossen genüsslich auf manche Stellen im Alten
Testament hinweisen, in denen von göttlich legitimierter Gewalt die Rede
ist. Dann haben wir mit Abwehr und Apologetik
[griechisch apologia - Verteidigung, Rechtfertigung], z.B. in der
Schöpfungsfrage [vgl.
Kreationismus], genug zu tun,
ohne missionarisch auch nur einen Schritt voranzukommen."
(Seite 22)
"Wir haben ein Fundament - aber wir sind keine
Fundamentalisten." (Seite 23)
Dr. Christoph Morgner (Februar
2007, Theologe, 1989 - 2009 Präses des Evangelischen Gnadauer
Gemein-schaftsverbands [Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften],
Theologischer Bericht des Präses 2007, Seite 22 u. 23,
http://www.gnadauer.de/aktuell/pdf/2007_02_praesesbericht.pdf)
Kommentar
"Evangelikale sollten sich nicht Fundamentalisten nennen, empfiehlt der
Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands (Vereinigung
Landeskirchlicher Gemeinschaften), Pfarrer Christoph Morgner (Kassel).
Sie würden sonst mit „Bomben legenden Hamas-Anhängern, fanatischen
Hisbollahs und sonstigen religiösen und politischen Radikalinskis
gleichgesetzt,“ sagte er bei der Mitgliederversammlung des pietistischen
Dachverbands am 13. Februar in Wildberg (Nordschwarzwald).
Auch aus
theologischen Gründen sei Fundamentalismus abzulehnen."
idea / Dr. Christoph Morgner
(13.02.2007, Theologe, Pietisten wollen keine Fundamentalisten sein,
www.idea.de)
Kommentar
"Ein in sich geschlossenes System, wie es der Fundamentalismus darstellt,
nimmt gefangen – weil es darin zumindest scheinbar leichter ist, mit dem
Leben zurechtzukommen, auf alle Fragen gibt es ja klare Antworten.
Zudem spielt im Fundamentalismus oft der Machtfaktor eine wichtige Rolle.
Letztlich kommen Sie aus so einem geschlossenen System nur heraus, indem Sie
ausbrechen. Und das geht womöglich nicht aus eigener Kraft. In den USA gibt
es analog zu den Anonymen Alkoholikern die „Fundamentalists Anonymous“."
"Insofern sehe ich den Fundamentalismus als das Gegenteil der Evangelischen
Freiheit."
Prof. Dr. Erich Geldbach
(September 2006, baptistischer Theologe, SMD transparent Marburg,
http://www.smd.org/nc/lesestoff/transparent/archiv/3-06-fundamentalismus/?file=285&uid=1429)
Kommentar
"Der Monatsspruch für den Juni [Galater
5,1]
benennt eine
Freiheit, die nicht nur Symbol, sondern erfahrbare Wirklichkeit des neuen
Lebens mit Christus ist. Mit ihr öffnet sich im wahrsten Sinne des Wortes
eine „Neue Welt", die ihre Vollendung in Gottes Neuer Welt findet."
"Doch diese Freiheit ist gefährdet durch einen gefährlichen Virus."
Gemeinschaftsinspektor Otto-Erich Juhler
(Juni 2006, Gemeinschaft unterwegs – Nr. 6, Ausgabe Juni 2006, 86. Jahrgang,
Seite 2 – Editorial und Impuls, Mitteilungsblatt Evangelischer
Gemeinschaftsverband Pfalz e.V.: Verband landeskirchlicher Gemeinschaften -
freies Werk innerhalb der Evangelischen Kirche der Pfalz)
Kommentar
"Europa scheint von dem "fundamentalistischen" Bazillus aufgrund des
Zaubertranks "Säkularität"
[lat.
saecularis = weltlich]
weitgehend frei zu sein."
Prof. Dr.
Volkhard
Krech (Juli 2005,
Theologe, Evangelisch-Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum,
Religiöser Fundamentalismus. Analysen und Kritiken, Seite 48, Francke
Tübingen, ISBN 9783772080999)
Kommentar
"Fundamentalisten sind auch Menschen."
Prof. Dr. Dr. Heinrich Schäfer (30. Mai
2006, Ev. Theologe u. Soziologe, Universität Bielefeld, Fundamentalismen und
Modernen, Evangelischer Pressedienst epd, epd-Dokumentation 22/2006, S. 11,
Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik GEP)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Zum einen muss ich der Berichterstattung von idea entnehmen, dass in dieser
Sendung [Hardliner Gottes - die Diskussion.
Diskussion mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche
Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober
2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte] von Jürgen Werth
[Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz]
die anscheinend zutreffende Feststellung gemacht wurde, dass der Kreis
derjenigen, die die Bibel Wort für Wort als vom Heiligen Geist inspiriert
betrachtet, zu denen auch ich gehöre, nur noch eine Minderheit innerhalb der
Evangelischen Allianz darstellt. Das bedauere ich sehr und beobachte es mit
großer Sorge.
Zum anderen hat mich die Formulierung von Prof. Erich
Geldbach aufgewühlt, der Christen, die die Bibel als irrtumslos verstehen,
als „Wortterroristen" tituliert und damit die bereits zweideutige
Bezeichnung „Fundamentalist" noch weiter überspannt.
Mich macht es
auch betroffen, wenn sich Vertreter eines konservativen Bibelverständnisses
als gesprächsunfähig oder rechthaberisch erweisen. Die aggressive Wortwahl
von Prof. Erich Geldbach [baptistischer
Theologe] beschädigt jedoch mindestens genauso nicht nur den
theologisch Andersdenkenden, sondern auch das allgemeine Bild der Christen
in der Öffentlichkeit."
Andreas Klotz
(17. Oktober 2007, Direktor der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland,
http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Gesellschaft_für_Deutschland,
ideaSpektrum 42/2007, S. 4 u. ideaSpektrum 43/2007, S. 4 [Richtigstellung])
Kommentar
"Wenn die Öffentlichkeit ständig einseitig und gezielt verzerrt unterrichtet
wird, dann spricht man von Kampagnen. Eine Kampagne ist also die
vorsätzliche Weitergabe von manipulierten Informationen. Nicht weit davon
entfernt ist das, was man Desinformation nennt. Desinformation ist die
bewusste oder unbewusste Weitergabe oder Zurückhaltung von Informationen,
die beim Empfänger eine falsche Meinungsbildung bewirken sollen.
Seit etwa einem Jahr hat man in Deutschland den Eindruck, dass gewisse
Medien sich auf die Evangelikalen einschießen. Keine Frage, dass es auch bei
diesen Christen Dinge gibt, die mit Recht zu kritisieren sind.
Aber
darum geht es in diesem Fall nicht. Diese Christen werden hauptsächlich
deswegen angegriffen, weil sie sich in ihrem Glauben, ihrem Denken und ihrem
Leben an der Bibel als dem unfehlbaren Wort Gottes orientieren. Fast
automatisch werden sie als Fundamentalisten abgestempelt und dadurch
unwillkürlich in die Ecke selbstmörderischer islamistischer Verbrecher
gestellt. […]
Wie sollen die Gescholtenen nun darauf reagieren?
Jedenfalls nicht, indem sie Gleiches mit Gleichem vergelten, oder
Diffamierung mit Polemik und Oberflächlichkeit mit Pauschalurteilen
beantworten. Nein, aber die Christen sollen sich auch nicht resigniert aus
der Welt zurückziehen (was praktisch sowieso nicht möglich ist), sondern sie
sollen ihren Herrn aktiv nachahmen.
„Er wurde beleidigt und schimpfte nicht zurück, er litt und drohte nicht mit
Vergeltung, sondern überließ seine Sache dem, der gerecht richtet“ (1Petr
2,23). Er selbst betete noch für seine Feinde, als sie ihn lebendig ans
Kreuz genagelt hatten. Seinen Jüngern empfahl er generell: „Segnet die, die
euch verfluchen! Betet für die, die euch beleidigen!“ (Lk6,28)
Darum
dürfen unsere Äußerungen nicht von Ärger und Protest gekennzeichnet sein.
Unser Herr verlangt allerdings auch nicht, dass wir Unrecht schweigend
dulden. Er selbst sagte zu dem, der ihm beim Verhör ins Gesicht geschlagen
hatte: „Wenn ich etwas Unrechtes gesagt habe, dann beweise es mir! Bin ich
aber im Recht, warum schlägst du mich dann?“ (Joh 18,23)
Wir sollen
schon Stellung nehmen, aber mit Liebe und Wahrheit, Konsequenz und Mut. Die
folgenden Aufzählungen wollen darum keine Empörung hervorrufen, sondern
Gebet und die Gesinnung, die der Herr seinen Jüngern gegenüber in seiner
Endzeitrede so ausdrückte: „Wenn das alles anfängt, dann hebt den Kopf und
richtet euch auf, denn dann ist eure Erlösung nicht mehr weit“ (Lk 21,28)."
Karl-Heinz Vanheiden (August 2007, Physiker, Bibelübersetzer, Mitglied
im Ständigen Ausschuss des Bibelbundes, seit 1994 Verlagsleiter des Bibelbund-Verlags,
Biblisch Glauben, Denken, Leben (BGDL) Nr. 76 S. 4)
Kommentar
"11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und
verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.
12
Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden.
Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.
13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit
soll man salzen?"
Matthäus 5, 11-13
Kommentar
"Es ist ein Fehler, der häufig von gebildeten Menschen ... gemacht wird, zu
glauben, dass der Fundamentalismus eine neue und merkwürdige Form des
Denkens ist. Das ist keineswegs der Fall. Vielmehr ist er das teilweise und
wissenschaftlich nicht ausgeformte Überleben einer Theologie, die einmal
weltweit von allen Christen vertreten wurde.
Wie viele gab es zum
Beispiel in den christlichen Kirchen des achtzehnten Jahrhunderts, die die
unfehlbare Inspiration der gesamten Schrift anzweifelten? Einige wenige
vielleicht, aber nur sehr wenige.
Nein, der Fundamentalist mag sich
irren, und ich glaube, dass er sich irrt, aber wir sind es, die von der
Tradition abgewichen sind, nicht er. Und ich bedaure das Los eines jeden,
der versucht, mit einem Fundamentalisten zu argumentieren.
Die Bibel und
das corpus theologicum der Kirche sind auf der Seite der Fundamentalisten."
Prof. Dr. Kirsopp Lake (1926, anglikanischer Theologe und
neutestamentlicher Textkritiker, Professor für neutestamentliche Exegese in
Leiden (1904-1914), Professur für altchristliche Literatur und
Kirchengeschichte an der Harvard University in Cambridge/USA (1914-1938),
The Religion of Yesterday and Tomorrow, Boston: Houghton 1926, S. 61)
Kommentar
"Den alten Glauben zu verteidigen ist freilich mühsam. Vielleicht ist er
auch wirklich nicht mehr zu halten. Dann muss das aber gesagt werden.
Ihn einfach umzudefinieren, wegzuinterpretieren, in einen neuen Glauben
umzumünzen und zu behaupten, es sei trotzdem weiterhin der alte, ist nicht
redlich."
Christian Nürnberger (Dezember 2000,
Journalist. Kirche, wo bist du?)
Kommentar
"Fundamentalismus und christliches Pfingstlertum werden zu neuen
erfolgreichen Methoden und Strategien, wie man in den USA der im 19.
Jahrhundert kirchlich immer einflussreicher gewordenen „deutschen“
Bibelkritik wie auch dem sich in der Mentalität und vor allem in den
Schulbüchern sich durchsetzenden Darwinismus mit seiner Evolutionslehre sehr
gut ausweichen kann."
Dr. Richard Ziegert (2006,
Theologe, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche
der Pfalz, "Das protestantische Schisma" [Schisma: griechisch - abspalten,
vgl. Kirchenspaltung], Pfälzisches Pfarrerblatt 2006)
Kommentar
"Das Christuskerygma ist also
Kultuslegende, und die Evangelien sind erweiterte Kultuslegenden."
Prof. Dr. Rudolf
Bultmann
(1921, Theologe, [laut
http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml:
bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts],
Die Geschichte der synoptischen Tradition. Göttingen: Vandenhoeck &
Ruprecht, 8.Aufl. 1970 2. Aufl. 1931, S. 395)
Kommentar
"Die Evangelien sind … Nacherzählungen etwa 40 bis 70 Jahre nach den
Ereignissen. […] Historisch verbürgt ist im Detail aber nichts."
Oberkirchenrat Dr. Thies Gundlach
(17.03.2004, Leiter der Abteilung "Verkündigung, Kirchliche Dienste und
Werke" im EKD-Kirchenamt Hannover, "Das sind die Hollywood-Bilder von
Jesus", Interview mit der taz, www.taz.de)
Kommentar
"... weil ich ggf. in meinem intellektuellen Gewissen darin gebunden bin und
es nicht anders denken und sehen kann, als dass ein bestimmtes Jesus-Wort
nicht von ihm stammt, sondern auf einen Interpretationsakt der
nachösterlichen Gemeinde zurückgeht"
[Zitat im untern Teil ausführlicher]
Oberkirchenrat Dr. Heinzpeter Hempelmann
(Dezember 2001,
1996 – 2005 Direktor des Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission,
2007
CTL-Dekan [Chrischona Tabor Liebenzell], Oberkirchenrat der
württembergischen Landeskirche,
Gemeinsame Liebe. Wie Evangelikale die Autorität der Bibel bestimmen., Seite
54)
Kommentar
"Hinsichtlich der Datierung der Evangeliumschriften existieren
unterschiedliche Überzeugungen. Treten die meisten Anhänger der
kritisch-historischen Methode für eine Spätdatierung (insbesondere des
Johannes-Evangeliums) ein, so setzt sich allmählich -unter dem Einfluss der
Kritik an der historisch-kritischen Methode- wieder eine in der Tradition
verwurzelte Frühdatierung durch."
(http://www.kathpedia.com/index.php/Evangelium,
Stand Februar 2009)
Kommentar
"Wir wissen zu wenig, als dass wir es uns leisten könnten, in
hyperkritischer und d. h. zugleich geschichtsfeindlicher Attitüde
Quellenaussagen ohne genau ins Detail gehende Prüfung von vornherein zu
verwerfen, d.h. wertvolle, da spärliche Quellen vor eingehender Prüfung zu
‘zerstören’.
Dies geschieht, wenn man Lukas ohne wirkliche Begründung vorwirft, er habe
diese oder jene Fakten frei erfunden. Eine derartige Haltung müsste heute,
nach über 200 Jahren ‘historisch-kritischer’ Arbeit am Neuen Testament und
den damit verbundenen Sünden, eher als unkritisch-unhistorisch bezeichnet
werden.
Die eigentliche Gefahr in der (Evangelien- und) Actaauslegung ist nicht mehr
eine ängstliche Apologetik, sie führt inzwischen in der wissenschaftlichen
Arbeit weithin ein Schattendasein, sondern die hyperkritische Ignoranz und
Arroganz, die – oft in Verbindung mit einer enthemmten Phantasie – jedes
Verständnis für die lebendige geschichtliche Wirklichkeit verloren hat.
Die Apostelgeschichte halten wir gegen eine verbreitete
Anti-Lukas-Scholastik für ein Werk, das bald nach dem 3. Evangelium von
Lukas dem Arzt verfasst wurde, dem Reisebegleiter des Paulus ab der
Kollektenreise nach Jerusalem. D.h., sie ist, zumindest zum Teil, als
Augenzeugenbericht für die Spätzeit des Apostels, über die wir aus den
Briefen nur wenig erfahren, eine Quelle aus erster Hand."
Prof. Dr. Martin Hengel (30. Juni 1998,
Theologe, Paulus zwischen Damaskus und Antiochien, S. 10, ISBN
978-3161467493)
Kommentar
"Mit der Bibelkritik hat man die Kirchen leergepredigt, weil nur wenige
einen Grund finden, zum Gottesdienst zu gehen, wenn ihnen anstelle des
Brotes des Wortes Gottes nur die Steine unmaßgeblicher persönlicher Meinung
dargeboten werden. [...]
Aber wir sind nicht verpflichtet,
"ausgeklügelten Fabeln" (2. Petr. 1,16) zu folgen. Es besteht kein Grund,
die Evangelien als die originale und göttlich inspirierte Grundlage unseres
christlichen Glaubens aufzugeben. [...]
In der historisch-kritischen
Theologie wird als "wissenschaftliches Arbeiten" deklariert, wenn man eine
Hypothese aufstellt, sie durch eigene Argumente stützt und durch weitere
Hypothesen stabilisiert. [...]
Als wissenschaftliche Erkenntnis wird
gewertet, was sich im Spiel der Meinungen durchgesetzt hat."
Prof. Dr. Eta Linnemann (1998, Theologin, "Bibelkritik auf dem
Prüfstand: wie wissenschaftlich ist die wissenschaftliche Theologie?")
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Die Faszination, die von der historisch-kritischen Theologie ausgeht, und
der leider auch viele Evangelikale mehr oder weniger erlegen sind, beruht
auf ihrem Anspruch der Wissenschaftlichkeit.
Man hält es für nötig,
die wissenschaftlichen Ergebnisse zu respektieren und durchschaut nicht,
dass diese »Ergebnisse« häufig nichts Anderes sind als unbewiesene
Hypothesen, die vollmundig als Fakten ausgegeben werden, sobald sie eine
breitere Zustimmung gefunden haben."
Prof.
Dr. Eta Linnemann (1998, Theologin, "Bibelkritik auf dem Prüfstand:
wie wissenschaftlich ist die wissenschaftliche Theologie?")
Kommentar
"Zu welchen Skurrilitäten fundamentalistische Schriftauffassung führen kann
(!, nicht muss, und auch nicht allein sie führt!), zeigt sich immer wieder
in den ausdrücklich auch von Thomas Schirrmacher
[Sprecher für Menschenrechte der weltweiten Evangelischen Allianz]
kritisch bewerteten Arbeiten der sich trotz ihrer Konversion in ihrer
Radikalität treu gebliebenen Theologin Eta Linnemann
[siehe oben]." [Prof. Dr. Eta Linnemann
war vormals eine radikale Vertreterin der historisch-kritischen Theologie]
Dr. Heinzpeter Hempelmann (Dezember 2001,
1996 – 2005 Direktor des Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission,
2007 CTL-Dekan [Chrischona Tabor Liebenzell], Oberkirchenrat der
württembergischen Landeskirche, Gemeinsame Liebe. Wie Evangelikale die
Autorität der Bibel bestimmen, Seite 58)
Kommentar
"Mir ist ganz wichtig, dass wir den Ehrentitel „Wissenschaft“ nichts lassen"
Dr.
Heinzpeter Hempelmann (2004, Theologe, Nicht auf der Schrift, sondern
unter ihr, Seite 47)
Kommentar
"Liebenzell lehrt nicht die Evolution. Es gibt zwar nicht bloß „die" eine
Evolutionstheorie, sondern sehr viele unterschiedliche Theorieansätze. Aber
das ihnen gemeinsame Prinzip ist theologisch völlig inakzeptabel.
Aber es ist auch nicht sachgemäß, als allein möglich eine 6-Tage-Schöpfung,
also eine 6x24-Slunden-, also eine 6x24x60-Sekunden-Schöpfung zu vertreten."
Dr. Heinzpeter Hempelmann (2004, Theologe, Nicht auf der Schrift,
sondern unter ihr, Seite 69)
Kommentar
"Es muss alles stimmen, bis aufs I-Tüpfelchen, und wenn nicht alles, auch
das I-Tüpfelchen nicht stimmt, dann ist alles falsch
[vgl. Domino-Theorie]. Das ist heidnische Philosophie, und das
ist in der Vergangenheit ein Einfallstor des Teufels gewesen, mit dem er
biblische Theologie buchstäblich madig gemacht hat."
Dr. Heinzpeter Hempelmann (2004, Theologe, Nicht auf der Schrift,
sondern unter ihr, Seite 108)
Kommentar
"Es zeigt sich, wie verführerisch und gefährlich ein rationalistisches,
philosophisch-heidnisches, der Domino-Theorie (auch der Chicago-Erklärung
[http://de.wikipedia.org/wiki/Chicago-Erklärung])
zugrunde liegendes Wahrheitsdenken ist.
Wir dürften der
Auferstehungsbotschaft und das heißt dem Evangelium (IKor 15,3) nicht mehr
glauben, wenn wir annehmen müssten, dass ein einzelnes Wunder Jesu
vielleicht eher nicht geschehen oder falsch berichtet ist.
Wir
müssten am Evangelium vom auferstandenen und für mich gekreuzigten
Gottessohn zweifeln, weil wir an einem Detail der Bibel, etwa der
Hineinführung aller Stämme in das Gelobte Land
[Landnahme Kanaans, siehe nächster
Themen-Abschnitt], Zweifel haben?
Ich darf Jesu Anspruch,
das Wort Gottes, der Messias, der Menschensohn zu sein, ich darf das Wort
Gottes, das mich durch die Bibel hindurch erreicht, womöglich nicht als
solches ernst nehmen und für mich wahrnehmen, weil ich ggf. in meinem
intellektuellen Gewissen darin gebunden bin und es nicht anders denken und
sehen kann, als dass ein bestimmtes Jesus-Wort nicht von ihm stammt, sondern
auf einen Interpretationsakt der nachösterlichen Gemeinde zurückgeht?"
Dr. Heinzpeter Hempelmann (Dezember 2001,
1996 – 2005 Direktor des Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission,
2007
CTL-Dekan [Chrischona Tabor Liebenzell], Oberkirchenrat der
württembergischen Landeskirche,
Gemeinsame Liebe. Wie Evangelikale die Autorität der Bibel bestimmen., Seite
53+54)
Kommentar

Dr. Heinzpeter Hempelmann, Oberkirchenrat der
württembergischen Landeskirche
"Mit dem neuen Wissen begann ich, die biblischen Berichte über Jesus mit
anderen Augen zu lesen. Ich spürte mit einer Art sechstem Sinn, wo
Erzählungen legendenhaft ausgeschmückt waren und wo der wahre, ganz
lebendige Kern ist."
Pfarrer Werner Tiki Küstenmacher (22.
September 2008, JesusLuxus: Die Kunst wahrhaft verschwenderischen Lebens, S.
16)
Kommentar
"Wir dürfen uns nicht auf Jesu Schriftgebrauch beschränken.
Wenn das
ganze Neue Testament Wort Gottes ist, dann ist der Schriftgebrauch bei
Paulus, im Hebräer- und im Judasbrief etc. ebenso normativ. […]
Das
alles macht deutlich, dass der Rückgriff auf jesuanischen oder apostolischen
Schriftumgang sich nicht einfach gestaltet und nicht ohne erheblichen
Reflexionsaufwand möglich ist."
Dr.
Heinzpeter Hempelmann (Dezember 2001,
Theologe, Gemeinsame Liebe. Wie Evangelikale die Autorität der Bibel
bestimmen., Seite 90)
Kommentar
"Es gibt Exegeten, die zur Beantwortung strittiger
einleitungswissenschaftlicher Fragen auf Jesu Umgang mit dem Alten Testament
rekurriert haben.
Es ist sicherlich von Bedeutung, welche Schriften
Jesus als autoritativ für sich und seine Botschaft und sein Wirken angesehen
hat. Es besteht hier aber die Gefahr, dass wir moderne Fragestellungen, die
die Texte so gar nicht hatten, an diese heran- oder gar in diese
hineintragen und von ihnen Antworten erwarten oder pressen, die sie nicht
geben wollen und auch gar nicht können.
Ich behaupte einfach einmal,
dass Jesus an der Frage der Ein- oder Mehrverfasserschaft des Jesaja-Buches
nicht interessiert war - so wenig wie die Zuhörer, an die er sich wandte."
Dr. Heinzpeter Hempelmann (Dezember 2001, Theologe, Gemeinsame Liebe.
Wie Evangelikale die Autorität der Bibel bestimmen., Seite 90)
Kommentar
"Wir gehen in Liebenzell davon aus, dass Mose der entscheidende Gewährsmann
und die überragende Quelle für den Textbestand ist, den wir im Pentateuch
[griechischer Ausdruck für die fünf Bücher Moses] vor uns haben,
ohne doch jeden Vers der 5 Bücher Mose auf ihn zurückführen zu müssen oder
zu wollen.
Mit W.S.La Sor/ D. A. Hubbard/ F. W. Bush und H.
Egelkraut (Das Alte Testament. Entstehung - Geschichte -Botschaft,
Gießen/Basel 1989, 76 f.)
gehen wir davon aus, „dass entscheidende
Teile des Erzählrahmens und der Gesetzestexte auf ihn und seine Anregungen
zurückgehen und die in diesem Epos dargestellten Umstände und Ereignisse
authentisch wiedergeben.
Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass Mose
den Pentateuch [die fünf Bücher Moses]
in der Form schrieb, in der er uns jetzt vorliegt, lässt die Einheitlichkeit
der Überlieferung keinen Zweifel daran, dass bei ihm der eigentliche
Ursprung dieses Werkes liegt."
Dr.
Heinzpeter Hempelmann (2004, 1996 – 2005 Direktor des Theologischen
Seminars der Liebenzeller Mission, 2007
CTL-Dekan [Chrischona Tabor Liebenzell], Oberkirchenrat der
württembergischen Landeskirche,
Nicht auf der Schrift, sondern unter ihr, Seite 35+36)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Weitgehend unbemerkt von der evangelikalen und kirchlichen Öffentlichkeit
nimmt seit einigen Jahren eine Bewegung Konturen an, die reichlich Anlass
zum Nachdenken gibt, weil sie ein bezeichnendes Licht auf die kirchliche
Gesamtsituation in unsrem Lande wirft. Es ist die Bewegung des „Stillen
Rückzugs“ aus Gemeinden und Gemeinschaften." [...]
"Lange Zeit als
bloßes Randphänomen unterschätzt, hat diese Bewegung mittlerweile eine Größe
erreicht, die guten Gewissens nicht mehr ignoriert werden kann. Mehr und
mehr ziehen sich Christen aus Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften und
Verbänden zurück, denen sie lange treu angehört haben, aber nun nicht mehr
angehören können oder wollen.
Jenseits des kirchlich bzw. freikirchlich
verfassten Christentums leben sie ihr Christsein in Hausgruppen, Hauskreisen
und Hausgemeinschaften.
Was sind die Gründe dafür? Was sind die
Hintergründe?
Faktisch ist es so, dass eine wachsende Anzahl von
Christen unter grassierender geistlicher Heimatlosigkeit leiden. Sie finden
in erreichbarer Nähe vor Ort keine Gemeinde oder Gemeinschaften mehr, der
sie sich guten Gewissens zuordnen könnten:
In ihrer
Landeskirchlichen Gemeinde werden sie nicht selten mit bibelkritischen,
politisierenden bzw. psychologisierenden Predigten konfrontiert, die den
Hunger nach klarer biblischer Verkündigung, nach geistlicher Gemeinschaft
und biblischer Seelsorge ungestillt lassen.
In den freikirchlichen
Gemeinden vor Ort begegnen sie oftmals charismatisch geprägtem
Gemeindeleben, das sie aus guten (biblischen) Gründen so nicht mitmachen
können.
In den Gemeinschaften stoßen sie immer wieder auf eher
kurzlebige neue Trends in Evangelisation und Gemeindeaufbau, die das Leben
der Mitglieder unübersehbar (manchmal auch polarisierend) beherrschen.
Die Folge ist Heimatlosigkeit. Eine wachsende Zahl von Christen schafft es –
trotz vorhandenen guten Willens – nicht mehr, in Gemeinden und
Gemeinschaften vor Ort Fuß zu fassen."
Pfarrer Rudolf Möckel (2001, "Informationsbrief" Nr. 204/01 der
Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“)
Kommentar
"Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins
Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser,
sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören; dass sie hin und her von einem
Meer zum andern, von Norden nach Osten laufen und des HERRN Wort suchen und
doch nicht finden werden."
Amos 8,
11-12
Kommentar
"Unsere Kirche, die in diesen Jahren nur um ihre Selbsterhaltung gekämpft
hat, als wäre sie ein Selbstzweck, ist unfähig, Träger des versöhnenden und
erlösenden Wortes für die Menschen und für die Welt zu sein. …
Es ist nicht unsere Sache, den Tag vorauszusagen - aber der Tag wird kommen
- , an dem wieder Menschen berufen werden, das Wort Gottes so auszusprechen,
dass sich die Welt darunter verändert und erneuert. …
Bis dahin wird die Sache der Christen eine stille und verborgene sein; aber
es wird Menschen geben, die beten und das Gerechte tun und auf Gottes Zeit
warten. Möchtest du zu ihnen gehören"
Pfarrer Dr. theol. Dietrich Bonhoeffer (Mai
1944, Evangelisch-lutherischer Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche
und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Widerstand und
Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Gütersloher Verlagshaus;
Auflage: 17., 2002, ISBN 9783579004570)
Kommentar
"Wir müssen die heilige Schrift erst wieder kennen lernen wie die
Reformatoren, wie unsere Väter sie kannten. Wir dürfen die Zeit und die
Arbeit dafür nicht scheuen. Wir müssen die Schrift kennen lernen zuallererst
um unseres Heiles willen.
Aber es gibt daneben genug gewichtige
Gründe, um uns diese Forderung ganz dringlich zu machen. Wie sollen wir z.
B. in unserm persönlichen und kirchlichen Handeln jemals Gewissheit und
Zuversicht erlangen, wenn wir nicht auf festem Schriftgrund stehen?
Nicht unser Herz entscheidet über unsern Weg, sondern Gottes Wort. Wer aber
weiß heute noch etwas rechtes über die Notwendigkeit des Schriftbeweises?
Wie oft hören wir zur Begründung wichtigster Entscheidungen ungezählte
Argumente „aus dem Leben“, aus der „Erfahrung“, aber der Schriftbeweis
bleibt aus, und gerade er würde vielleicht in genau entgegengesetzter
Richtung weisen?"
Pfarrer Dr. Dietrich
Bonhoeffer (1906 - 1945, Evangelisch-lutherischer Theologe)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"In welche Gemeinde soll ich gehen?"
"Seit den sechziger Jahren hat sich in den Leitungsgremien vieler
evangelischer Landeskirchen ein theologischer Pluralismus durchgesetzt. Das
bedeutet im Klartext, dass in ein und derselben Landeskirche biblische
Grundaussagen gegenteilig ausgelegt werden können.
Das betrifft so
wesentliche Aussagen wie die Auferstehung Jesu, die Einsetzung von Taufe und
Abendmahl, die Echtheit der Worte Jesu, aber auch ethische Fragen wie die
Stellung zur Homosexualität oder zu Ehe und Familie.
Es gibt
kirchenleitende Persönlichkeiten, die begeistert sind über die feministisch
orientierte „Bibel in gerechter Sprache”, während andere sie als häretisch
und ganz schlimm bezeichnen. Das Chaos ist schier grenzenlos! Kein Wunder,
dass auch in der säkularen Presse der Eindruck vorherrscht, die evangelische
Volkskirche sei ein „großer Gemischtwarenladen”." [...]
"Die einzelne
Gemeinde ist in der geistlichen Kursbestimmung auf sich selbst gestellt.
Darum ist zu prüfen, zu welcher Gemeinde man gehören will. Es gibt genügend
bibeltreue Gemeinden, in denen ein evangelischer Christ ein geistliches
Zuhause haben kann.
Es gibt daneben andere Gemeinden, in denen die
kirchliche Arbeit zwar nicht auf ganzer Linie bibeltreuen Grundsätzen folgt,
aber durchaus offen für sie ist. Auch da lohnt es sich, zu bleiben und wenn
möglich verantwortlich mitzuwirken.
Sollten aber in einer Gemeinde,
bibeltreue Überzeugungen als „fundamentalistisch” bzw. „sektiererisch” vom
Pfarramt abgelehnt und alle Versuche, eine geistliche Kurskorrektur zu
bewirken, zurückgewiesen werden, haben Gemeindeglieder nicht nur das Recht,
sondern die Pflicht, eine solche Gemeinde zu verlassen und sich an anderer
Stelle geistlich versorgen zu lassen.
Eine Gemeinde sollte - im Bilde
gesprochen - ein Ort sein, an dem man Kraft für den Alltag tanken kann und
nicht ein TÜV, auf dem Sonntag für Sonntag die Leidensstärke der Gläubigen
geprüft wird.
Wenn man bedenkt, wie viele Menschen weite Wege auf
sich nehmen, um an kulturellen Ereignissen oder am sportlichen Leben
teilzunehmen, dann sollte es auch selbstverständlich sein, dass wir für die
Teilnahme am geistlichen Leben keine Wege scheuen. Auch hier gilt die
Verheißung des Herrn: „Suchet, so werdet ihr finden."
Pfarrer Jens Motschmann (Juni 2007, seit 1987 Pastor der Ev. St.
Martini-Gemeinde in Bremen, stellvertretender Vorsitzender des
Gemeindehilfsbundes, In welche Gemeinde soll ich gehen?,
www.sankt-martini.de)
[Die Ev. St. Martini-Gemeinde in Bremen ist
Teil d. Bremischen Evangelische Kirche BEK. Die BEK ist eine von 23
Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD]
Kommentar
"Die Liebe zur Kirche wird diesem Hirten der Gemeinde
[Pfarrer Jens Motschmann, siehe oben] jeder abspüren; aber doch
ist ihm die Liebe zum Herrn der Kirche das ungleich höhere Gut. Darum seine
aus der Not geborene Empfehlung, die Gemeinde gegebenenfalls zu wechseln, um
nicht geistlich auf eine Nulldiät gesetzt zu werden." […]
"Es gibt in
unserem Lande geistlich total versteppte Gebiete" […] "Da sollten dann
getrost und fröhlich kirchliche Grenzen überschritten und Gemeinschaft der
Gläubigen gelebt werden. Ja, auch in der anderen Richtung: von einer
verkarsteten bibelkritischen Freikirche hin zu einer bibeltreuen,
missionarischen landeskirchlichen Gemeinde."
Pfarrer Dr. Wilfried Reuter (04.07.2007,
Theologe, ideaSpektrum Nr. 27/2007,
Seite 5)
Kommentar
"Ich beobachte im evangelikalen Bereich eine Neigung, die Bindung vor allem
an die großen kirchlichen Institutionen zu lösen und kleine, aber feine
selbstständige Gemeinden zu bilden. Diese Neigung ist nicht durchgängig,
wohl aber in wachsendem Maße festzustellen, nicht zuletzt bei den jüngeren
Menschen."
EKD-Kirchenamtspräsident Dr.
Hermann Barth (30.
September 2006,
Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD),
Die Zukunft der evangelikalen Bewegung - Wünsche, Anfragen, Anregungen -
Kurzreferat beim Deutschen Evangelischen Allianztag in Bad Blankenburg)
Kommentar
"In den letzten Jahren haben sich etwa 2.250 Gemeinden mit etwa 250.000
Mitgliedern gebildet, die sich als völlig unabhängig verstehen, also weder
einer Landes- noch einer Freikirche angehören wollen."
idea (21.01.2008, Wenn wir doch ehrlicher
wären. www.ead.de)
Kommentar
8 "Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer
Meister; ihr aber seid alle Brüder.
9 Und ihr sollt niemanden unter euch
Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.
10
Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer:
Christus."
MATTHÄUS / 23. Kapitel,
8-10
Kommentar
Jesus Christus: "Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da
bin ich mitten unter ihnen."
MATTHÄUS
/ 18. Kapitel, 20
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Eine neue Allianz?"
"Umso dringender wird das Anliegen einer neuen, bibeltreuen
Sammlungsbewegung, wie immer man sie auch nennen mag. Wenn nicht jetzt, wann
dann?
Bereits im Jahr 2002 hatte ich in einem Vortrag dieses Anliegen einer neuen,
bekennenden, bibeltreuen Evangelischen Allianz artikuliert, in der wir
gemeinsam den Herausforderungen der Stunde begegnen können.
Damals erinnerte ich an ein Vorbild aus den USA - die Allianz Bekennender
Evangelikaler (engl. Alliance of Confessing Evangelicals - ACE). Die darin
zusammengeschlossenen Theologen nennen sich »bekennende Evangelikale«, weil
sie den Eindruck haben, dass viele Evangelikale sich von den Grundpfeilern
der Reformation abgekehrt und ihre Identität eingebüßt haben.
Herausgefordert durch die geistlichen Auflösungserscheinungen in weiten
Teilen der evangelikalen Bewegung gründeten die bekannten Prediger,
Professoren und Autoren eine neue Allianz. Die Grundlage ihres Bekennens
dokumentierten sie in der Cambridge Declaration von 1996. Darin werden die
sola-Bestimmungen angeführt, mit denen die Reformation ihr Anliegen markiert
hat: Allein die Schrift (sola scriptum) - Allein Christus (solus Christus) -
Allein aus Gnade (sola gratia) - Allein durch den Glauben (sola fide) -
Allein Gott gebührt die Ehre (soli Deo gloria).
Ein besonderes Kennzeichen dieser bibeltreuen Allianz ist die konfessionelle
Herkunft der handelnden Personen. Sie gehören zu verschiedenen evangelischen
Kirchen und Gemeinschaften. Zu den Mitarbeitern und Unterstützern der ACE
zählen unter vielen anderen John MacArthur [http://en.wikipedia.org/wiki/John_F._MacArthur]
und R. C. Sproul. Hier wirken Brüder zusammen, die zwar z. B. in
der Tauffrage unterschiedliche Auffassungen vertreten, aber sich in ihrem
bibeltreuen Grundanliegen einig wissen. Deshalb betonen sie die absolute
Vorrangstellung der Bibel und unterwerfen sich »allem der Schrift als
einzigem endgültigen Maßstab für Glauben und Leben«.
Seit 2002 ist auch in Deutschland einiges geschehen, nicht zuletzt durch die
Gründung des Maleachi-Kreises [www.maleachi-kreis.de]
und die Durchführung der Maleachi-Konferenzen. Damit wurde ein
Teil dieses Anliegens bereits aufgenommen. Die in unserem Buch behandelten
Vorgänge unterstreichen erneut, welche Bedeutung eine solche Gemeinschaft
hat.
Dabei ist die Kritik an Missständen und Fehlentwicklungen nicht das
Lebenselixier unserer Bewegung, sondern eine unvermeidliche Last, die um
Christi und seiner Gemeinde willen getragen werden muss.
Darüber hinaus brauchen wir die gegenseitige brüderliche Korrektur und die
Bereitschaft, aufeinander zu hören und zu achten. Der Druck der geistlichen
und geistigen Kämpfe, zu denen wir durch den Zeitgeist herausgefordert sind,
soll uns nicht in Selbstisolation, Separatismus und Selbstgerechtigkeit
treiben, sondern in die Nähe der Brüder und Schwestern in Christus.
Sollte der HERR Jesus Christus es schenken, dass daraus noch einmal eine
bibeltreue Allianz für Deutschland entsteht, dann wird es nicht um den
Aufbau menschlicher Machtpositionen gehen, sondern um ein Sammeln der Herde
Jesu Christi (Apg 20,28). Viele Glaubensgeschwister in unserem Land warten
und hoffen darauf."
Dr. theol. Wolfgang Nestvogel (7. April
2010, Theologe, Rektor der Akademie für Reformatorische Theologie (ART)
Hannover, Eine neue Allianz? In: Gefährliche Stille: Wie die Mystik die
Evangelikalen erobern will, Ulrich Skambraks (Idee), Alexander Seibel
(Autor), Roland Antholzer (Autor), Eberhard Platte (Cover Design), Martin
Vedder (Autor), Johannes Pflaum (Autor), Wolfgang Nestvogel (Autor), Lothar
Schäfer (Autor), Maleachi-Kreis (Herausgeber), CLV Verlag: Christliche
Literaturverbreitung Bielefeld; Auflage April 2010, ISBN 9783866992269,
Seite 95 – 96)
Kommentar

2010,
Gefährliche Stille: Wie die Mystik die Evangelikalen erobern will
"Fundamentalisten geben auf Fragen, die eine sehr komplexe
Lebenswirklichkeit aufwirft, sehr schlichte, geradezu billige Antworten. Das
ist eine ängstliche Reaktion auf Verunsicherung. ...
Jesus begegnet mir im offenen Dialog mit anderen Menschen, vielleicht im
obdachlosen Atheisten. ... Nehme ich den anderen als Betreuungsobjekt wahr,
der meine Wahrheit einfach noch nicht verstanden hat oder ist er oder sie
ein Subjekt, dem ich zuhöre? ...
Der Missionsbegriff erfährt tatsächlich gerade eine Renaissance in der
Evangelischen Kirche und soll positiv besetzt werden. Ich finde, das geht
nicht, weil Mission im Kolonialismus einfach mit Gewalttaten verbunden ist,
da klebt Blut dran."
Pfarrer Bernd Klingbeil-Jahr (07.04.2008, Evangelischer Theologe,
Evangelische Friedensgemeinde Bremen, Glaube als Sonderangebot, www.taz.de)
Kommentar
Meinhard Schmidt - Degenhard:
"Wortterror, was meinen Sie damit?"
Prof.
Geldbach: "Wortterror - damit meine ich, dass der Fundamentalismus am Buchstaben
klebt."
Prof. Dr. Erich Geldbach (7.
Oktober 2007, baptistischer Theologe, Hardliner Gottes - die Diskussion.
Diskussion mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche
Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober
2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)
Kommentar
"Ihre Waffe ist nicht Sprengstoff, sondern Mission"
"Der Film [„Jesus liebt dich – Evangelikale auf
WM-Mission“, Filmfestspiele „Berlinale“ vom 7. bis 17. Februar in Berlin]
rege zum Nachdenken „über die erschreckenden Konsequenzen von religiösem
Fundamentalismus“ an. Er stelle die Evangelikalen als „ernst zu nehmende
Bedrohung für rationale Aufklärung und demokratische Werte“ dar. ... "Es
sind 52.000 Neubekehrte jeden Tag weltweit."
idea (27.12.07, Film nimmt Evangelisation
bei Fußball-WM aufs Korn, www.idea.de)
Kommentar
"Christliche Fundamentalisten" - das klingt zunächst wie eine kleine
Minderheit religiöser Fanatiker, die sich irgendwo unter der modernen,
aufgeklärten Gesellschaft verstecken.
Laut dem Artikel Rechts und
fromm von Susan Neiman [DIE ZEIT Nr.42,
07.10.2004] sieht die Lage ganz anders aus: Die Weltanschauung,
welche die Bibel für Gottes Wort und alleinige Wahrheit hält, gewinnt
weltweit immer mehr Anhänger."
Andreas
Mueller (18. August 2006, Redakteur beim Humanistischen Pressedienst
(hpd), Christliche Fundamentalisten rüsten für den Endkampf)
Kommentar
"Wir gehen von 1,3 Millionen Evangelikalen [in
Deutschland] aus, die die Bibel wörtlich auslegen. Leider werden
es mehr"
Prof. Dr. Ulrich Kutschera
(31. Oktober 2006, Evolutionsbiologe,
Kreationisten im Aufwind, DIE ZEIT)
Kommentar
"Wir haben Mega-Kirchen auf dem Papier ... da ist ein Missverhältnis
entstanden von Größe [25.385.618 getaufte
evangelische Kirchenmitglieder in Deutschland - Stand 2005*]
einerseits und Wenigen, die partizipieren [lat.:
particeps = an etwas teilnehmend]
[durchschnittliche Gottesdienstbeteiligung von etwa 4 Prozent** der
getauften Kirchenmitglieder - d.h. rund 1 Million Kirchenmitglieder,
"Evangelikale Christen" eingerechnet] und da sehe ich die große
Gefahr, dass Fundamentalisten die Möglichkeit haben, gerade da
einzubrechen."
Prof. Dr. Erich Geldbach
(7. Oktober 2007,
baptistischer
Theologe,
Hardliner Gottes - die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt -
Degenhard über christliche Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer
Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober 2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)
* [http://www.ekd.de/statistik/mitglieder.html]
** [http://www.ekd.de/download/kirche-der-freiheit.pdf,
Seite 23]
Kommentar
"Aufschwung Jesu" [DER SPIEGEL]
"Deutschland gilt als säkular, Religion war im Land der Reformation
kontinuierlich auf dem Rückzug. Jahr für Jahr lieferten die Kirchen neue
Belege für die fortschreitende Säkularisierung
[lat.
saecularis = weltlich] – sechsstellige
Austrittszahlen erweckten den Eindruck, als sei das Aussterben der Kirche
nur noch eine Frage der Zeit. Doch zwischen diesem Bild und der Wirklichkeit
klafft eine erhebliche Lücke.
Offensichtlich, so analysieren es Meinungsforscher aus Allensbach, haben der
Hype um den Papst und das weltweite Erstarken des Islamismus auch in
Deutschland Religion wieder zum Thema gemacht. Die jüngste Umfrage über
Glaube und Religiosität der Bertelsmann Stiftung kam zu der überraschenden
Erkenntnis, dass auch hierzulande Religiosität trotz der Kirchenaustritte
bedeutsam geblieben ist. Fast jeder fünfte Deutsche sei „hoch religiös",
selbst Nicht-Kirchenmitglieder seien zu 31 Prozent „religiös".
Vom neuen Interesse an Glaube und Seelenheil jedoch profitieren die beiden
großen Amtskirchen kaum. Ihr aufgeblähter Apparat mit Konsistorien und
Landeskirchenämtern, mit Oberkirchenräten und Generalsuperintendenten ist zu
schwerfällig, um auf die neue religiöse Welle reagieren zu können.
Es ist jenes unübersichtliche Spektrum evangelikaler Gruppierungen, die in
der Evangelischen Allianz [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz]
vereint sind und von der neuen Sehnsucht nach Sinn profitieren - christliche
Freikirchen, religiöse Vereine, freie Gemeinden, charismatische Gruppen,
missionarische Zentren. Sie erleben einen Aufschwung Jesu.
Ihr Kirchenverständnis ist leger in der Form - ihre Gottesdienste sind
unkonventioneller gestaltet als die der etablierten Kirche. Inhaltlich aber
sind sie konservativ und streng bibeltreu, pietistisch
[http://de.wikipedia.org/wiki/Pietismus].
Viele dieser Gruppen sind aus frommen Erweckungs-bewegungen hervorgegangen,
manche haben ihre Zentren in den USA ...
Der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in
Berlin, Reinhard Hempelmann, bestätigt das „Wachstumsphänomen" evangelikaler
Kräfte. Es sei „offensichtlich größer, als die Statistiken nahelegen", und
nicht nur „ein Protestphänomen gegen die fehlende Flexibilität" der
Amtskirchen. „Es fordert die Kirchen heraus."
Vor allem bei den Zahlen der Gottesdienstbesucher stehlen die Evangelikalen
den Amtskirchen oft die Show - bundesweit gibt es dafür Beispiele: In
Stuttgart kommen bei der „BGG", der „Biblischen Glaubensgemeinde", an vielen
Sonntagen rund 4000 junge Menschen zusammen. In Bremen strömen zu den fünf
Freikirchen mehr Gottesdienstbesucher als in alle traditionellen
Kirchengemeinden der Stadt zusammen. …
Besonders rasant wachsen die oft erst in den vergangenen Jahren gegründeten
neuen freikirchlichen Gemeinden. Zwischen 500 und 600 sollen es schon sein.
…
Anleitungen zur Missionsarbeit kursieren im Internet, etwa die „Toolbox
Gemeindebau" der „Konferenz für Gemeindegründung e.V."
[http://de.wikipedia.org/wiki/Konferenz_für_Gemeindegründung].
Stolz präsentiert sie im Internet, wie ganz Deutschland mit neuen Gemeinden
überzogen wird. Auch die evangelikale „Deutsche Inlandmission" befeuert den
Eroberungskurs: „Ziel muss es sein, in Deutschland die freimachende
Botschaft Christi neu zu etablieren. …
Der traditionellen evangelischen Kirche bereitet die Entwicklung Sorgen. Sie
befürchtet eine Abwanderung ihrer eigenen Mitglieder in die importierten
Erweckungsgemeinden - oder eine schleichende Machtübernahme durch die
Evangelikalen in ihren eigenen Reihen, die in immer mehr Gremien der EKD zu
finden sind. …
„Der Erfolg der Evangelikalen ist erklärbar", meint Lamprecht
[Dr. theol. Harald Lamprecht,
Weltanschauungsbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche
Sachsen]. „Diese schlichte Form von Religiosität ermöglicht den
Leuten in einer komplizierter gewordenen Welt einfaches Denken und Handeln."
…
Jürgen Heumann [Prof. Dr. Jürgen Heumann, Prodekan
der Fakultät IV, Institut für Ev. Theologie und Religionspädagogik an der
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg] ... hat seine Kollegen
vor Gruppen mit dem scheinbar harmlosen Label „christliche Gruppe" gewarnt:
Sie sollten genau prüfen, ob deren Ansichten dem Grundgesetz widersprächen
und Veranstaltungsräume deshalb zu verweigern seien. ...
[Hintergrund: Prof. Dr. Jürgen Heumann riet u.a. davon ab, "Campus für
Christus" an Universitäten Räume zur Verfügung zu stellen.
http://www.gaynial.net/pdf/gutachten_heumann.pdf. Campus für Christus ist
der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), der
Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste der EKD (AMD) und dem Ring
Missionarischer Jugendbewegungen (RMJ) angeschlossen. Campus für arbeitet
auf der Glaubensgrundlage der Evangelischen Allianz als überkonfessionelles
Missionswerk mit (fast) allen Kirchen und Gemeinden zusammen.
www.cfc-online.org/studentenarbeit]
Der Kampf, wer in Zukunft die religiöse Landschaft in Deutschland bestimmen
wird, hat begonnen. ...
Ein Hauch von Kulturkampf liegt über der Hansestadt Bremen. Zehntausende
Christen [20.000 Teilnehmer, 4. Mai 2008, idea. "Von
den Teilnehmern gehören 54,8 Prozent zur Evangelischen Kirche, 43 Prozent zu
Freikirchen und die übrigen 2,2 Prozent zur Katholischen Kirche. 25.04.08,
www.pro-medienmagazin.de] haben sich angesagt, sie wollen ein
Fest feiern, sie wollen beten und singen; Morgenandachten stehen auf dem
Programm, Gottesdienste, Live-Konzerte. "Christival"
[http://de.wikipedia.org/wiki/Christival]
nennt sich das Event. ...
Pfarrer wie Bernd Klingbeil-Jahr von der Bremer Friedensgemeinde
[Evangelische Friedensgemeinde Bremen, Bremische Evangelische Kirche BEK -
Gliedkirche / Landeskirche der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD] machen mobil gegen die Organisatoren. "Fundamentalistische Missionsarbeit"
wirft der Pastor ihnen vor, eine "schwarz-weiße, allzu schlichte
Geisteshaltung". ... Christival, das sei "finsteres Mittelalter", warnt der
Bremer Grünen-Fraktionsvize Klaus Möhle."
DER SPIEGEL (28.04.2008, Aufschwung Jesu, S. 38-41, Der Spiegel Nr.
18/2008)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Während es früher an den Hochschulen oft eine Gleichgültigkeit gegenüber
unseren Angeboten
[Campus für
Christus, siehe Beitrag oben] gab, ist in den letzten
Jahren eine Hetze gegen Christen zu bemerken."
Hans Reil (8. Februar 2009, Leitungsteam der Studentenarbeit Campus
für Christus, Spiegel Online: Christliche Eiferer hetzen an der Uni,
www.idea.de)
Kommentar
"Der Einfluss wächst – Evangelikale und die Landeskirchen [...]
Wir würden uns wünschen, dass mehr Menschen, die die Werte der Evangelikalen
und ihren Absolutheitsanspruch nicht teilen, Stellung beziehen – auch mehr
Christen aus den Landeskirchen. Der Mitgliederrückgang darf kein Grund sein,
sich widerspruchslos fundamentalistischen Positionen anzunähern. [...]
Fundamentalismus ... wir definieren ihn über das Bibelverständnis."
Oda Lambrecht u. Christian Baars (6.
März 2009, ARD-Journalisten, Mission Gottesreich - Fundamentalistische
Christen in Deutschland, Christian Links-Verlag. Berlin)
Kommentar
"Die Sektenexpertin der Hamburger Innenbehörde, Ursula Caberta, kritisierte
in einem Radiointerview unter anderem das konservative Frauenbild der
Evangelikalen. Die Kirchen dürften "nicht der Versuchung unterliegen, über
diese evangelikalen, fundamentalistisch Abdriftenden zu meinen, sie könnten
ihre Kirche beleben", sagte sie dem Evangelischen Kirchenfunk
Niedersachsen."
Ursula Caberta / Evangelischen Kirchenfunk
Niedersachsen (2. Mai 2008, Jugendkirche hofft auf spirituellen Input beim
Christival, www.jugendkirchen.org)
Kommentar
"Nicht die reformatorischen Kirchen, sondern evangelikale oder
pflingstlerische Gruppen gewinnen an Anhängerschaft – oft in einer Weise,
die fundamentalistische Antworten an die Stelle verstehenden Glaubens
setzt."
Bischof
Dr.
Wolfgang Huber (28.
Februar 2001,
2003 - 2009 Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland,
Diakonische Kirche mit Zukunft, Bethel, www.ekd.de)
Kommentar
"Christentum wie Islam sind Buchreligionen. […] In unseren beiden Religionen
gibt es Gruppen, die sich einem reflektierten und wissenschaftlich
fundierten Umgang mit den grundlegenden Schriften
[vgl.
Historisch- kritische Methode] entziehen und
fundamentalistische Auslegungen vertreten."
Bischof
Dr. Wolfgang Huber
(16. März 2009,
2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD,
„Herausforderungen des interreligiösen Dialogs. Hermeneutische
Fragestellungen.“ - Vorlesung in der Theologischen Fakultät in Ankara,
www.ekd.de)
Kommentar
"Die Evangelikalen in Deutschland sind keine Fundamentalisten. Das sagte der
EKD-Ratsvorsitzende [2003 - 2009],
Bischof Wolfgang Huber (Berlin), am 2. Mai vor Journalisten beim Christival
in Bremen. „Evangelikale und Fundamentalisten gleichzusetzen widerspricht
meiner Erfahrung“, erklärte er.
Die Evangelikalen in Deutschland könnten nicht mit evangelikalen Strömungen
aus den USA verglichen werden, bei denen es vereinzelt durchaus
fundamentalistische Tendenzen gebe. Vielmehr seien sie im Pietismus
[http://de.wikipedia.org/wiki/Pietismus]
verankert und engagierten sich zum großen Teil in den Landeskirchen.
Und die profitierten von der Lebendigkeit, die evangelikale Christen in die
Gemeinden einbrächten. Huber sagte, er freue sich, dass die Frontstellungen
zwischen Landes- und Freikirchen in den vergangenen Jahren mit vereinten
Kräften weithin überwunden worden seien."
idea (2. Mai 2008, Huber: Evangelikale in
Deutschland sind keine Fundamentalisten. www.idea.de)
Kommentar
"Der Begriff „Fundamentalismus“ trifft auf die evangelikale Bewegung in
Deutschland nicht zu. Darin stimmten der Pfälzer Kirchenpräsident, Eberhard
Cherdron (Speyer), und der Rektor der Freien Theologischen Hochschule in
Gießen, Prof. Helge Stadelmann, auf einer Podiumsdiskussion am 17. Oktober
in Neustadt an der Weinstraße überein. [...]
Allerdings gebe es auch in Deutschland einige evangelikale Splittergruppen,
die trotz ihrer Selbstbezeichnung als bibeltreu andere Christen verletzten
und verleumdeten. Deren aggressive, gesprächsunfähige Geisteshaltung
entspreche dem modernen Fundamentalismusbegriff. Mit gelebter Bibeltreue
habe sie nichts zu tun. Namen nannte Stadelmann nicht. Echte Treue zum Wort
Gottes zeichne sich dadurch aus, dass Liebe und Wahrheit eine Einheit
bildeten.
Die Podiumsdiskussion wurde vom Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen
Allianz und Direktor von ERF Medien (Evangeliums-Rundfunk), Jürgen Werth
(Wetzlar), geleitet. Veranstalter war die Evangelische Allianz in Neustadt."
idea (19.10.08, Deutsche Evangelikale sind
keine Fundamentalisten, www.idea.de)
Kommentar
"Der Vorsitzende des Rates der EKD
[2003 - 2009],
Bischof Wolfgang Huber, bekräftigte, dass der im Reformprozess „Kirche der
Freiheit“ begonnene Aufbruch nur mit allen Kräften in der evangelischen
Kirche gemeinsam gelingen könne. […]
In der EKD sei es in den vergangenen zehn Jahren zunehmend unstrittig
geworden, dass der Pietismus seinen festen Ort mitten in den Gemeinden der
Landeskirchen und damit auch mitten in der EKD habe, sagte der
Ratsvorsitzende."
Pressestelle der EKD (10. Dezember 2008,
Gemeinsam evangelische Kirche gestalten. Treffen zwischen Vertretern des
Rates der EKD und Vertretern des Vorstandes des Evangelischen Gnadauer
Gemeinschaftsverbandes, www.ekd.de)
Kommentar
"Aus Gemeinschaften werden - wo notwendig - Gemeinden"
"Auch strukturell zeichnen sich Veränderungen ab: Haben wir in der
Gemeinschaftsbewegung anfänglich nur einen begrenzten Dienst wahrgenommen,
der die Arbeit der Kirchengemeinden ergänzt hat, so wachsen wir zunehmend in
einen stellvertretenden Dienst hinein.
Das geschieht - in Absprache mit den jeweiligen Landeskirchen - in doppelter
Weise: Zum einen übernehmen hauptamtliche Prediger für ihre Klientel und
darüber hinaus kirchliche Kasualien [Amtshandlung,
kirchliche Zeremonie: Taufe, Konfirmation, Trauung, Beerdigung].
Zum anderen kommt es vermehrt zur Gründung von Personalgemeinden
(Gemeinschaftsgemeinden), in denen aus Gemeinschaften organisatorisch
Gemeinden werden, in denen von der Taufe bis zur Beerdigung ein umfassendes
geistliches Zuhause geboten wird.
Diese verstehen sich als Bestandteil evangelischer Kirche. Das Impulspapier
der Leitung der EKD, des Rates, „Kirche der Freiheit" geht davon aus, dass
derartige Gemeindeformen zukünftig ca. 25% der volkskirchlichen Gemeinden
ausmachen werden."
Pfarrer Dr. Christoph Morgner (28. Januar
2009, Theologe, 1989 - 2009 Präses des Evangelischen Gnadauer
Gemeinschaftsverbands [Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften], Ja zur
Volkskirche, Nein zu Irrwegen. ideaSpektrum 5/2009 S. 23)
Kommentar
"Die "Frommen" sind auf dem Vormarsch" [DIE WELT]
"In den USA blühen die evangelikalen Megakirchen. Viele von ihnen haben sich
vom "alten" Protestantismus verabschiedet. In Deutschland gehen die Uhren
(noch) anders. Zwar wächst auch hier die evangelikale Bewegung, vor allem
unter jüngeren Menschen.
Trendforscher sehen in den "Bibeltreuen" sogar die Zukunft der Kirche; es
spricht einiges dafür, dass innerhalb der protestantischen Christenheit in
Deutschland jeden Sonntag mehr evangelikale als nichtevangelikale Christen
an Gottesdiensten teilnehmen.
Aber amerikanische Verhältnisse haben sich nicht eingestellt: Von den
geschätzten 1,4 Millionen Evangelikalen hat immerhin noch die Hälfte ihre
Heimat in den 23 Landeskirchen, und die andere, freikirchliche, Hälfte ist
in diverse Gruppierungen gespalten. Tatsache aber ist: Landeskirchen und die
oft in die religiöse Extremismusecke abgeschobenen Evangelikalen nähern sich
immer weiter an." [...]
"Ist der deutsche Evangelikalismus also ein Hort des Fundamentalismus? Wenn
damit das gewaltsame Durchsetzen religiöser Überzeugungen gemeint ist, dann
geht der Schlag ins Leere. Gewalt geht von den Evangelikalen nicht aus.
Selbst im Kampf gegen die Abtreibung, bei dem Glaubensgeschwister in den USA
zu Militanz gegen Ärzte und Kliniken neigen, belassen sie es bei verbalen
Protesten.
Sind sie wortfundamentalistisch, gar "wortterroristisch", wenn sie auf der
uneingeschränkten Autorität der Bibel beharren? Der Kreis derjenigen, die
die Schrift Wort für Wort als verbalinspiriert betrachteten, sei in der
Deutschen Evangelischen Allianz [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz],
einem starken Zweig des Evangelikalismus, nicht allzu groß, beschwichtigt
der Allianz-Vorsitzende Jürgen Werth
[http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Werth].
Der evangelische Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber spricht von
einer theologischen Richtung, in die sämtliche konservative und orthodoxe
Ausprägungen des evangelischen Glaubens eingeordnet werden könnten: "Sie
sind das Salz in der Suppe der Landeskirche." [...]
"Dabei ist Pluralität auch längst für die "Frommen" Realität geworden. Die
Evangelikalen sind kein homogener Block, sondern ein buntes Gebilde aus
Allianz-Evangelikalen in der Tradition der Erweckungsbewegung,
Bekenntnis-Evangelikalen und Charismatikern mit einer gefühls- und
erfahrungsbetonten Frömmigkeit.
Es gibt "rechte" und "linke" Flügel, "Konservative" und "Progressive", und
auch die "Mitte" ist stark vertreten.
Positionen der historisch-kritischen Bibelexegese sind nicht mehr des
Teufels; auch unter den Evangelikalen wird über Widersprüche und Irrtümer in
der Schrift debattiert. ...
Tendenziell wachse die Zahl der Progressiven seit etwa 20 Jahren
kontinuierlich und die der Konservativen gehe langsam zurück, hat der am
Southwestern Baptist Theological Seminary in Texas und am Bibelseminar in
Bonn lehrende Professor Friedhelm Jung beobachtet.
Flügelkämpfe sind programmiert." ...
"Evangelikalismus, das wurde bisher von der Öffentlichkeit zu wenig
wahrgenommen, ist heute kein ausschließliches protestantisches Phänomen
mehr. Es gibt inzwischen Evangelikale in der römisch-katholischen Kirche und
in den orthodoxen Kirchen. Rom beginnt sich dem Dialog mit der Bewegung zu
öffnen.
Papst Johannes Paul II. hatte noch 1992 die lateinamerikanischen Bischöfe
vor "reißenden Wölfen" gewarnt und davon gesprochen, dass die Evangelikalen
"sich wie eine Ölspur über die Region verbreiten und drohen, die
Glaubensstrukturen in zahlreichen Ländern zu zerstören".
Sein Nachfolger Benedikt XVI., der Papst aus Deutschland, hat ebenfalls
Vorbehalte, aber er bedient sich nicht solch martialischen Vokabulars.
Umgekehrt entdecken Evangelikale Gemeinsamkeiten mit dem Oberhaupt der
katholischen Kirche. In seiner Modernitäts- und Relativismuskritik spreche
der jetzige Papst vielen Evangelikalen aus dem Herzen, sagt Reinhard
Hempelmann, Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen
in Berlin.
Das sieht auch Helge Stadelmann, Rektor der Freien Theologischen Akademie
Gießen [Freie Theologische Hochschule FTH], so: "Vermutlich könnten
die meisten Evangelikalen sehr gut mit dem Schriftverständnis und dem daraus
resultierenden Jesus-Verständnis leben, das Benedikt XVI. in seinem neuesten
Jesus-Buch [2007,
Dr. Joseph Ratzinger,
Jesus von Nazareth, Herder]
formuliert und
in Abgrenzung zu vielen kritischen Zugängen der letzten 150 Jahre
herausgearbeitet hat."
DIE WELT (20. Februar 2008, Gernot Facius,
Die "Frommen" sind auf dem Vormarsch)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA)
[http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz]
und der Vatikan wollen im kommenden Jahr eine neue Runde theologischer
Gespräche starten. Die Tagungen sollen bis 2013 jährlich stattfinden und
vorwiegend Lehrfragen behandeln, etwa betreffend die Dreieinigkeit, Jesus
Christus, die Glaubensbekenntnisse, das Heil und das Abendmahl." ...
"In ethischen Fragen, etwa in der Haltung zum Schutz des menschlichen Lebens
in allen Phasen, sind sich Evangelikale und Katholiken nahe. Auf anderen
Gebieten, etwa dem Kirchenverständnis, der Lehre vom kirchlichen Amt und den
Sakramenten ist man hingegen teilweise weit entfernt." ...
"Die römisch-katholische Kirche hat über 1,3 Milliarden Mitglieder; die WEA
[Weltweite Evangelische Allianz]
repräsentiert etwa 420 Millionen Evangelikale in 128 Staaten."
idea (7.03.08, Evangelikale und Vatikan
planen theologische Gespräche, www.idea.de)
Kommentar
"Nachdem die Anhängerzahlen der Protestanten und Pfingstler
[http://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstler]
in den letzten dreißig Jahren in die Höhe geschnellt sind, sind die
katholischen Würdenträger zunehmend reizbarer und aufgebrachter geworden.
Mit Unterstützung des Vatikans werden lateinamerikanische Bischöfe nicht
müde, die Zunahme von „Sekten“ zu verurteilen, einem Begriff, der nach
römischem Sprachgebrauch eine gefährliche Randbewegung bezeichnet, was die
amerikanischen Medien eher als Kult betiteln würden.
1992 warnte Papst Johannes Paul II. den Rat der lateinamerikanischen
Bischöfe CELAM vor diesen „reißenden Wölfen“. Er sagte auch, dass die
Evangelikalen sich wie eine Ölspur über die Region verbreiten und drohen,
die Glaubensstrukturen in zahlreichen Ländern zu zerstören.
Der Journalist Diego Cevallos beschrieb die giftige Rhetorik, die zum
Gemeinplatz geworden ist: „«Man muss schamlos sein, um Protestant zu sein,»
erklärte der Kardinal von Guadalajara, Mexiko, Juan Sandoval Iñiguez, und
der frühere päpstliche Nuntius in Mexiko, Girolamo Prigione, bemerkte,
«diese Sekten sind wie Fliegen, die man mit der Zeitung totschlagen muss».”
Der honduranische Kardinal Oscar Rodríguez verglich die neuevangelischen
Kirchen mit „einer Unternehmensneugründung … Dafür reicht es, eine Kirche zu
eröffnen, und wenn es nur eine Garage ist.
Dabei zählen nur zwei entscheidende Faktoren: das Unternehmen ist
anti-katholisch und verlangt einen Obolus. Damit wird es zu einem sehr
lohnenden Geschäft. Man braucht keine theologische Ausbildung oder sonstige
Vorbereitung. Es genügt, die Bibel in die Hand zu nehmen und irgendetwas zu
sagen, Hauptsache die Gelder fließen.”
Noch schlimmer, die Evangelikalen werden bisweilen als ein Gringo Export
[http://de.wikipedia.org/wiki/Gringo]
bezeichnet. Eine brasilianische Studie über die neuen Kirchen trägt den
Titel Os Demônios Descem Do Norte, „Die Dämonen kommen aus dem Norden.“ ...
"Andrew Chesnut stellt fest: „Die Katholische Kirche entschied sich für die
Armen, aber die Armen entschieden sich für die Pfingstler“, sehr zum
Ärgernis der Kirche."
Prof. Dr. Philip Jenkins (2. Mai 2006,
Lehrstuhl für Religionswissenschaft an der Pennsylvania State University,
USA. Referat: Verbreitung des Christentums – Wachstumstrends und
Rückgangs-tendenzen. Vortrag beim Missionskongress 2006, http://dbk.de)
Kommentar
"Großereignis im Vatikan: Von Sonntag an beraten 250 katholische Bischöfe
aus aller Welt über den Umgang mit der Bibel – gegen den Fundamentalismus,
aggressive Sekten und die schwindende Lesekultur im Zeitalter des Internets.
...
Von der Bibel wird im Motto der Synode nicht direkt gesprochen, weil das
„Wort Gottes“ nach katholischer Auffassung über „das Buch“ der Heiligen
Schrift hinausgeht. Ergänzt beziehungsweise korrekt ausgelegt wird die Bibel
demnach von der „lebendigen Tradition der kirchlichen Überlieferung“ sowie
vom normgebenden Lehramt des Papstes.
Das unterscheidet die katholische Kirche von den evangelischen und
bezeichnet im Inneren der Kirche selbst ein dauerndes Spannungsfeld.
Andererseits sieht die katholische Kirche in ihrer Interpretation der
Offenbarung eine „radikale Absage an jeglichen eigensinnigen
Bibelfundamentalismus“.
Das Vorbereitungsdokument zur Synode bedauert denn auch, dass der
Fundamentalismus „auch unter Katholiken immer mehr Anhänger“ finde. Bischöfe
vor allem aus Südamerika wiederum sehen sich der aggressiven Mission
evangelisch- fundamentalistischer Sekten gegenüber."
DER TAGESSPIEGEL (4.10.2008, Bischöfe:
Fundamentalismus auf dem VormarschAnzeige)
Kommentar
"Die zweite Weltbischofssynode im Pontifikat von Papst Benedikt XVI. geht an
diesem Wochenende zu Ende. Das Treffen befasste sich mit einem Thema, das
dem Papst schon seit seiner Zeit als Theologieprofessor besonders am Herzen
liegt: Die Bibel und ihre Rolle für die katholische Kirche.
Das Thema ist, anders als bei den Kirchen der Reformation, für die
katholische Kirche keine Selbstverständlichkeit. Denn ihre Grundlage ist
nicht "allein die Schrift", wie Martin Luther einst kundtat, sondern ein
geschichtlich gewachsenes Ganzes aus Schrift, Tradition, Theologie,
Philosophie und - seit einigen Generationen - historisch-kritischer
Wissenschaft.
Bei der Weltbischofssynode in Rom ging es neben diesen grundsätzlichen
Fragen, die eine Trennungslinie zwischen aufgeklärten Christentum und allen
Spielarten des Fundamentalismus markieren, auch um
Praktisch-Seelsorgerisches. [...]
Das eigentliche Ergebnis der dreiwöchigen Beratungen ist in rund 50
halbseitigen "Empfehlungen" festgehalten, aus denen der Papst demnächst ein
Lehrschreiben erstellt. Dabei hat der Theologe auf dem Papstthron diesmal
deutlicher als sonst in die Beratungen eingegriffen.
Benedikt XVI. brach eine Lanze für die historisch-kritische Exegese.
Er trat einem mainstream in der Synode entgegen, der Berührungsängste
gegenüber diesem akademischen Zugang zur Heiligen Schrift äußerte und
stattdessen für die geistliche Schriftlesung plädierte. Beide Wege gehörten
zusammen, so der Pontifex. Die Synodalen griffen das auf und nannten die
wissenschaftliche Methode in ihrer "Botschaft" ein "Gegengift gegen einen
Fundamentalismus"."
Kipa Katholische Internationale Presseagentur (24.10.2008, Die
katholische Kirche sucht ihr Verhältnis zum Wort Gottes, www.kipa-apic.ch)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Trendforscher sehen in den "Bibeltreuen" sogar die Zukunft der Kirche; es
spricht einiges dafür, dass innerhalb der protestantischen Christenheit in
Deutschland jeden Sonntag mehr evangelikale als nichtevangelikale Christen
an Gottesdiensten teilnehmen."
[Zitat im untern Teil ausführlicher]
DIE WELT (20. Februar 2008, Gernot Facius,
Die "Frommen" sind auf dem Vormarsch)
Kommentar
"Vor allem bei den Zahlen der Gottesdienstbesucher stehlen die Evangelikalen
den Amtskirchen oft die Show - bundesweit gibt es dafür Beispiele: In
Stuttgart kommen bei der „BGG", der „Biblischen Glaubensgemeinde", an vielen
Sonntagen rund 4000 junge Menschen zusammen. In Bremen strömen zu den fünf
Freikirchen mehr Gottesdienstbesucher als in alle traditionellen
Kirchengemeinden der Stadt zusammen. …
Besonders rasant wachsen die oft erst in den vergangenen Jahren gegründeten
neuen freikirchlichen Gemeinden. Zwischen 500 und 600 sollen es schon sein.
[…] Ziel muss es sein, in Deutschland die freimachende Botschaft Christi neu
zu etablieren. …
Der traditionellen evangelischen Kirche bereitet die Entwicklung Sorgen. Sie
befürchtet eine Abwanderung ihrer eigenen Mitglieder in die importierten
Erweckungsgemeinden - oder eine schleichende Machtübernahme durch die
Evangelikalen in ihren eigenen Reihen, die in immer mehr Gremien der EKD zu
finden sind. [...]
Der Kampf, wer in Zukunft die religiöse Landschaft in Deutschland bestimmen
wird, hat begonnen. ...
Ein Hauch von Kulturkampf liegt über der Hansestadt Bremen. Zehntausende
Christen haben sich angesagt, sie wollen ein Fest feiern, sie wollen beten
und singen; Morgenandachten stehen auf dem Programm, Gottesdienste,
Live-Konzerte. "Christival" nennt sich das Event. ...
[http://de.wikipedia.org/wiki/Christival]
[20.000 Teilnehmer, 4. Mai 2008, idea. "Von
den Teilnehmern gehören 54,8 Prozent zur Evangelischen Kirche, 43 Prozent zu
Freikirchen und die übrigen 2,2 Prozent zur Katholischen Kirche. 25.04.08,
www.pro-medienmagazin.de]
Pfarrer wie Bernd Klingbeil-Jahr von der Bremer Friedensgemeinde
[Evangelische Friedensgemeinde Bremen, Bremische Evangelische Kirche BEK -
Gliedkirche / Landeskirche der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD] machen mobil gegen die Organisatoren. "Fundamentalistische Missionsarbeit"
wirft der Pastor ihnen vor, eine "schwarz-weiße, allzu schlichte
Geisteshaltung." [Zitat im untern Teil
ausführlicher]
DER SPIEGEL (28.04.2008, Aufschwung Jesu, S. 38-41, Der Spiegel Nr.
18/2008)
Kommentar
"Das Woodstock der Evangelikalen liegt in Chemnitz. Am Sonntag klingt dort
das Missionsfestival ProChrist [http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_Christ] aus, das Zehntausende anzieht.
Der EKD-Ratschef
[2003 - 2009] Huber
will die Bibeltreuen jetzt in die Kirche integrieren. Viele Positionen
dieser frommen Protestanten unterscheiden sich kaum von Ansichten des
Papstes."
DIE WELT (4. April 2009, Wie Evangelikale
jugendliche Herzen erobern, www.welt.de)
Kommentar
"Seit mehr als hundert Jahren gibt es die historisch-kritische Theologie.
Aber deren Erkenntnisse werden nicht beachtet. Das würde die gerne zitierten
“geistlich Armen” beleidigen. [...]
Wolfgang Huber
[2003
- 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland]
hat seine Kirche überdies den historisch-unkritisch bibeltreuen
Fundamentalisten – den
Evangelikalen, den
Pietisten – geöffnet und ist stolz darauf.
Er geht damit analog den selben Weg wie Papst Benedikt XVI., der die
Pius-Brüder, die fundamentalistischen Anglikaner und die Orthodoxen der
römisch-katholischen Kirche näherbringen will."
Süddeutsche Zeitung (13. November 2009, Der Außenseiter Vernunft. In
der Amtskirche bleibt die kritische Theologie unerwünscht, Feuilleton,
Martin Urban, Süddeutsche Zeitung Nr.262, 13. November 2009 , Seite 13)
Kommentar
Bischof Dr. Wolfgang Huber: "Wenn ich …
für missionarische Aktivitäten eintrete, dann erlebe ich ja manche, die mir
deswegen sagen: Wolfgang Huber ist offenbar evangelikal geworden, weil er
für Mission ist. Da haben wir eine ungeheure Verdrehung der Debatte. […]
Also wenn da jemand sagt: ich mache mir Sorgen, dass junge Leute in eine
andere Gemeinde gehen, weil sie eine andere, eine intensivere, eine
fröhlichere Form von Frömmigkeit suchen, dann hat das zwei mögliche
Antworten.
Die eine heißt, ich versuche in meiner eigenen Gemeinde jugendgemäßer
Gottesdienste zu feiern. Die andere heißt, es ist gut, wenn es ergänzende
Profile in Kirchengemeinden in der Nachbarschaft gibt.
Das einzige was ich nicht für eine kluge Reaktion halte ist, davor Angst zu
haben - und zu sagen, ich muss versuchen die jungen Leute bei mir zu halten,
auch wenn ich ihnen nichts anzubieten habe. Das funktioniert einfach nicht.
[…] Wenn es inhaltlich etwas zu kritisieren gibt, dann soll man es
kritisieren. Aber man soll jetzt keine Angstfiguren aufbauen. […]
Erstens lasse ich keinen Menschen, der Mitglied unserer Kirche ist, irgendwo
außen vor und ich weiß ganz genau, dass ProChrist [http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_Christ]
einen großen Überschneidungsbereich mit unseren Kirchen hat - und ich weiß
ganz genau, habe das auch erlebt, dass auch beim Christival
[http://de.wikipedia.org/wiki/Christival] viele junge Leute aus dem landeskirchlichen Bereich gewesen sind. […]
Ich habe noch nie einleuchtend gefunden, dass Dialogverweigerung, dass
Ausgrenzung, dass Angst vor dem Gespräch mit anderen ein guter Ratgeber sein
könnte. Und ich bin außerordentlich irritiert durch diejenigen Stimmen, die
uns neue Formen der Abgrenzung, der Ausgrenzung des verweigerten Dialogs
nahe legen wollen. Das kann ich überhaupt nicht gut finden."
Deutschlandradio Kultur: "Das heißt
Umarmung als Strategie - oder politisch, Wandel durch Annäherung?"
Bischof Dr. Wolfgang Huber: "Ja, man
muss dabei auch berücksichtigen, wenn man diese Formel - Wandel durch
Annäherung, verwendet, dann muss man doch noch mal schauen wie sich bei uns
die Haltung von evangelikalen Gruppen in unserer Kirche auch verändert hat."
Bischof Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (16.
März 2009, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in
Deutschland EKD, Eine ungeheure Verdrehung der Debatte. Interview
Deutschlandradio Kultur, www.dradio.de)
Kommentar
"Unter dem Etikett „evangelikal" eingeordnet zu werden, bereitet mir und
vielen meiner Freunde in den Landeskirchen theologische Bauchschmerzen.
Denn „evangelikal" ist ein sogenannter Containerbegriff. Da hat alles
Mögliche Platz: vom beinharten Fundamentalisten über den martialischen
[lat. Martialis, eigtl. "zum Kriegsgott Mars
gehörend": kriegerisch, bedrohlich, aggressiv; grimmig, wild, verwegen]
Gotteskämpfer bis hin zum exaltierten [exaltiert:
außer Fassung, außer sich, leidenschaftlich und übereifrig für etwas
begeisternd] Pfingstler.
In solcher Gesellschaft fühle ich mich nicht wohl. Dennoch muss ich damit
leben, zu den Evangelikalen gezählt zu werden."
Pfarrer Dr. Christoph Morgner (28. Januar
2009, Theologe, 1989 - 2009 Präses des Evangelischen Gnadauer
Gemeinschaftsverbands [Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften], Ja zur
Volkskirche, Nein zu Irrwegen. ideaSpektrum 5/2009 S. 22)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Der Streit um die Bibel ist ein Streit um Jesus."
"Die
Konservativen halten dabei an der Jungfrauengeburt, am Opfertod, an
Auferstehung und Wiederkunft Jesu Christi fest. [...] Für sie meint die
Bibel, was sie sagt.
Das wird zwar den schlicht Gläubigen nur zu oft von Ungläubigen bestritten.
Daran gewöhnen sich die Kirchentreuen. Sie nehmen von dieser Seite Kritik
als eine natürliche Erscheinung hin. Wenn aber der auf „Heilstatsachen"
gründende Glaube auch von Theologen in Frage gestellt wird, weiß man nicht
mehr, woran man ist. [...]
Es ist verwunderlich, dass man sich bisher
die Unvermeidbarkeit des Konflikts zwischen der herrschenden Theologie und
der Gemeindefrömmigkeit kaum klargemacht hat."
[Zitat im untern Teil ausführlicher]
Dr. Reinhold Lindner
(1971, Theologe, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen,
Information Nr. 45 Stuttgart III/1971, Streit in der Kirche, Seite 4+5)
Kommentar
"Es ist ein Fehler, der häufig von gebildeten Menschen ... gemacht wird, zu
glauben, dass der Fundamentalismus eine neue und merkwürdige Form des
Denkens ist. Das ist keineswegs der Fall. Vielmehr ist er das teilweise und
wissenschaftlich nicht ausgeformte Überleben einer Theologie, die einmal
weltweit von allen Christen vertreten wurde. [...]
Nein, der
Fundamentalist mag sich irren, und ich glaube, dass er sich irrt, aber wir
sind es, die von der Tradition abgewichen sind, nicht er."
[Zitat im untern Teil ausführlicher]
Prof. Dr. Kirsopp Lake (1926, anglikanischer Theologe und
neutestamentlicher Textkritiker, Professor für neutestamentliche Exegese in
Leiden (1904-1914), Professur für altchristliche Literatur und
Kirchengeschichte an der Harvard University in Cambridge/USA (1914-1938),
The Religion of Yesterday and Tomorrow, Boston: Houghton 1926, S. 61)
Kommentar
"Fundamentalismus und christliches Pfingstlertum werden zu neuen
erfolgreichen Methoden und Strategien, wie man in den USA der im 19.
Jahrhundert kirchlich immer einflussreicher gewordenen „deutschen“
Bibelkritik [vgl.
Historisch- kritische Methode]
... sehr gut ausweichen
kann."
Dr. Richard Ziegert (2006,
Theologe, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche
der Pfalz, "Das protestantische Schisma" [Schisma: griechisch - abspalten,
vgl. Kirchenspaltung], Pfälzisches Pfarrerblatt 2006)
Kommentar
"Es sind nunmehr fast eineinhalb Millionen Evangelikale, die sich unter
dem Dach der "Deutschen Evangelischen Allianz"
[http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz]
versammeln. Manche Schätzungen kommen sogar auf bis zu 2,5 Millionen
Evangelikale in Deutschland.
Hunderte neue freikirchliche Gemeinden, die dem evangelikalen Spektrum
zugerechnet werden, haben sich in den vergangenen Jahren gegründet. Viele
von ihnen sind deutlich radikaler als die klassischen Freikirchen, die oft
bereits im 19. Jahrhundert entstanden sind. Dazu kommt eine unübersichtliche
Zahl von Bibelhauskreisen, missionarischen Zentren, evangelikalen Vereinen
und Sozialeinrichtungen - von Drogentherapiegruppen auf Bauernhöfen bis zu
Armenspeisungen in den Städten.
Seit wenigen Wochen haben die Evangelikalen auch eine staatlich genehmigte
Hochschule, die Freie Theologische Hochschule in Gießen, die vorher
lediglich den Status einer Akademie hatte. [...]
Sie geben sich proisraelisch - und missionieren dennoch auch unter Juden.
Denn in ihren Augen wird nur errettet, wer Jesus als den Messias anerkennt."
taz (10.01.2009, Um Gottes willen!
www.taz.de)
Kommentar
"Die Christenheit hat nicht den Auftrag, das jüdische Nein zum Messias Jesus
aufzubrechen. Im Gegenteil!"
Präses
Nikolaus Schneider (17. September 2009, Theologe, Ratsvorsitzender
der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses [vgl. Kirchenpräsident
bzw. Landesbischof] der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR),
Rabbiner-Brandt-Vorlesung in der Evangelischen St. Mariengemeinde in
Dortmund, Pressemitteilung Nr. 147/2009,
www.ekd.de/PT_Praeses_zu_Judenmission_17092009.pdf)
Kommentar
"An der Mission von Evangelikalen kritisieren wir, dass sie glauben, sie
haben die einzige Wahrheit gefunden, die für alle Menschen gut oder sogar
das Beste ist.
Dahinter steht ein Verständnis, das sich aus unserer Sicht mit einem
wirklichen fruchtbringenden Dialog nicht vereinbaren lässt. Wenn man etwa
sagt, dass jeder, der nicht an Gott glaubt, vor einem Gericht oder in der
Hölle landet, dann ist das für uns schon sehr abwertend.
Wenn man zum Beispiel jemanden "erretten" möchte, dann steht da zum Beispiel
dahinter, dass man die Glaubensform oder das Nicht-Glauben des Anderen
abwertet. Denn wenn man die nicht für falsch halten würde, müsste man den
anderen ja nicht erretten.
Die Sprache und das Verständnis lassen erkennen, dass man selbst die
Wahrheit gefunden hat.
Das heißt ja, dass alles andere falsch ist und es nicht darum geht, sich mit
anderen Positionen auseinander zu setzen und zu akzeptieren, dass der andere
vielleicht an einen anderen Gott glaubt oder nicht glaubt. Und wir haben
doch den Eindruck, dass das Evangelikale nicht akzeptieren, weil es eben ihr
tiefes inneres Ziel ist, andere zu missionieren. [...]
Unser Buch [Mission Gottesreich -
Fundamentalistische Christen in Deutschland, Oda Lambrecht u. Christian
Baars, Christian Links-Verlag. Berlin] ist auch ganz sicher kein
Buch gegen Glaube oder gegen Kirche, sondern gegen fundamentalistische
Positionen."
Oda Lambrecht (16.03.09, ARD-Journalistin,
Lambrecht und Baars im pro-Interview: "Mission ist fundamentalistisch",
www.pro-medienmagazin.de)
Kommentar
"Missionare. Es gibt sie wirklich noch.
Angeworben von evangelikalen Missionswerken wollen sie den rechten Glauben
vor allem in solchen Weltgegenden verbreiten, die sie als „unerreicht"
beschreiben. Unerreicht von der Lehre Jesu: Und das sind weite Teile der
Welt - Nordafrika, der Mittlere Osten, Asien. Willkommen sind die Verkünder
des Gotteswortes dort nicht: Manche bezahlen ihr Missions-Abenteuer mit dem
Leben. Und sind dazu auch bereit […]
Für Gott als Märtyrer zu sterben hat eine lange, unheilige Tradition. Auf
dem Missionarsfriedhof in Korntal liegen jene, die den Evangelikalen noch
heute als Vorbild dienen. [...] Bereit sein, für Gott zu sterben: Das klingt
vertraut – bei islamischen Fundamentalisten. Doch auch für radikale Christen
scheint das zu gelten."
ZDF - Frontal21 (4. August 2009, Beitrag:
Sterben für Jesus – Missionieren als Abenteuer, ZDF - Frontal21-Sendung vom
4. August 2009, Arndt Ginzel, Martin Kraushaar und Ulrich Stoll,
http://frontal21.zdf.de)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Spätestens seit den Anschlägen islamischer Terroristen auf das World Trade
Center mit Verkehrsflugzeugen am 11. September 2001 ist der Fundamentalismus
in allen seinen Spielarten als Problem für die gesamte Welt offensichtlich
geworden […]
In Deutschland finden sich christliche Fundamentalisten vor allem in den
Freikirchen des evangelikalen und pfingstlerischen Frömmigkeitsspektrums.
Die Deutsche Evangelische Allianz, ein Zusammenschluss evangelikaler
Christen aus unterschiedlichen Strömungen bzw. Richtungen, vertritt
fundamentalistische Ansichten und strahlt in die Volkskirchen hinein.
Charismatische und pfingstlerische Gruppen verbinden fundamentalistisches
Gedankengut mit enthusiastischen Frömmigkeitsformen.
Nach Schätzungen sind weltweit ca. 1/3 aller Christen Fundamentalisten bzw.
stehen fundamentalistischen Bewegungen bzw. fundamentalistischem Gedankengut
nahe. Die Tendenz ist steigend."
Fachstelle Medien und Kommunikation der
evangelischen und katholischen Kirche in München (März 2009,
FUNDAMENTALISMUS. Ein Überblick, Diakon Gottfried Posch, medien und
kommunikation - Fachstelle des Dekanatsbezirks München der
evangelisch-lutherischen Kirche und der Erzdiözese München und Freising,
www.m-u-k.de)
Kommentar
"Fundamentalist ist nicht einfach jeder, der meint, die Wahrheit zu haben,
denn dann wäre die große Mehrheit der Menschheit Fundamentalisten und nur
die Westeuropäer wären gute Menschen. Fundamentalismus heißt vielmehr, einen
Wahrheitsanspruch mit Gewalt oder wenigstens undemokratischen Mitteln
durchsetzen zu wollen. Das ist, wovor die Menschen Angst haben.
Demnach hat der Islam einen leider zu großen, insgesamt aber kleinen Flügel
an gewaltbereiten Fundamentalisten, die Christen und auch die Evangelikalen
dagegen praktisch keinen – die wenigen Ausnahmen lehnen alle selbst den
Kontakt zur evangelikalen Mehrheit ab"
Prof. Dr.
theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher (22. Dezember 2009,
Den wahren Unterschied zwischen dem Wachstum von Islam und Christentum hat
der SPIEGEL nicht erfasst, www.thomasschirrmacher.info)
Kommentar
"Die Berufung von Fundamentalisten auf die absolute Geltung offenbarter
Wahrheiten steht zweifellos in Widerspruch zu unseren Kriterien von
Vernunft."
Prof. Dr. theol. Hans Gerhard
Kippenberg (1996, Theologe, Fundamentalismus: es herrscht
Klärungsbedarf. Nachwort zu M.E.Marty / R.S. Appleby, Herausforderung
Fundamentalismus. Radikale Christen, Moslems und Juden im Kampf gegen die
Moderne. Frankfurt: Campus 1996, S. 230)
Kommentar
"Fundamentalistische Christen [...] Wir können über diese Menschen lachen,
aber wir sollten sie nicht abweisen. Dass ihr Glaube schwachsinnig ist,
bedeutet nicht, dass sie eine Randerscheinung sind."
Schulbuch Crossover 2 - Englischbuch 12./13.
Schuljahr (Februar 2009, Schulbuch Crossover 2 - The New Edition 12./13.
Schuljahr, Band 2, Berlin: Schulbuchverlag Cornelsen, 1. Auflage, 2009, ISBN
978-3060204830)
Kommentar
"Der Baptistenpastor Dr. Kim Strübind … bezeichnete manche angeblich
bibeltreue Überzeugungen als „kollektive Verdummung“."
Zeitschrift Die Gemeinde / Prof. Dr. Kim Strübind
(07.10.05, baptistischer Theologe,
Institut für Evangelische Theologie und
Religionspädagogik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg,
Lehrstuhlverwalter für Altes Testament und Hebräisch,
Was heißt heute bibeltreu? Freikirchliche Theologen
gegen »kollektive Verdummung«. Zeitschrift Die Gemeinde. Herausgeber: Bund
Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, K.d.ö.R.)
Kommentar
"Ziehen Sie also mit mir in die letzte Schlacht zwischen Intelligenz und
Dummheit."
William „Bill“ Maher (März 2009,
Schauspieler, Schriftsteller und Fernsehproduzent, Bill Maher über
Religulous. Religulous – man wird doch wohl Fragen dürfen.
www.religulous.centralfilm.de)
Kommentar

Baptistischer Theologe Prof. Dr. Kim Strübind
"Das Problem des Fundamentalismus besteht vor allem darin, dass er seinem
Wesen nach eine Theorie intellektueller Verstocktheit ist […]
Wo immer man auch anfängt, konkreter und ernsthaft über das
fundamentalistische Verständnis biblischer Inspiration nachzudenken, wird
der ganze Unfug dieser Theorie nur um so deutlicher und absurder [...] Darum
dürfen wir als Theologinnen und Theologen die Bibel nicht allein den
theologischen Laien überlassen […]
Älteste [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84lteste]
gerieren
[benehmen] sich gerne als „religiöse
Experten" der Gemeinde, auch wenn sie es de facto
["Mit de facto wird ein Umstand dann bezeichnet, wenn er als weit verbreitet
und allgemein anerkannt gilt, auch wenn nicht durch entsprechende
Institutionen formal als de jure festgelegt."
http://de.wikipedia.org/wiki/De_facto]
nicht sind, und den Pastorinnen und Pastoren sowohl hinsichtlich ihrer
theologischen Kompetenz als auch ihrer pastoralen Berufserfahrung in
professioneller Hinsicht gar nicht ebenbürtig sein können [...]
Hinter der hybriden [Hybrid - hochmütig,
überheblich oder vermessen] Annahme, Älteste seien eine Art
Pastorinnen und Pastoren „nur ohne theologische Ausbildung", verdeckt eher
die Probleme, als sie zu lösen. Hinter einer solchen Annahme verbirgt sich
der Stolz einer Laienkirche"
Prof. Dr. theol. Kim Strübind (Mai 2008,
Theologe, Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik, Carl
von Ossietzky Universität Oldenburg, Lehrstuhlverwalter für Altes Testament
und Hebräisch, 1999 - 2002 Mitglied der Kirchenleitung des Bundes
Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG); 2002 - 2004
Landespräses und Vorsitzender des Rates der Evangelisch-Freikirchlichen
Gemeinden in Bayern, Zeitschrift für Theologie und Gemeinde − 13. Jahrgang
2008, www.gftp.de, Oncken, ISBN 9783932027130)
Kommentar
"In christlichen Hauskreisen entsteht „eine Religion von unten, die kein
kirchliches Angebot ist."
[Zitat im untern Teil ausführlicher]
idea (25.02.2009, Württemberg: Hauskreise
fördern „Religion von unten“, www.idea.de)
Kommentar
"In den letzten Jahren haben sich
[in Deutschland] etwa 2.250 Gemeinden
mit etwa 250.000 Mitgliedern gebildet, die sich als völlig unabhängig
verstehen, also weder einer Landes- noch einer Freikirche angehören wollen."
idea (21.01.2008, Wenn wir doch ehrlicher
wären. www.ead.de)
Kommentar
8 "Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer
Meister; ihr aber seid alle Brüder.
9 Und ihr sollt niemanden unter euch
Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.
10
Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer:
Christus."
Jesus Christus (Matthäus 23, 8-10)
Kommentar
"Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter
ihnen."
Jesus Christus (Matthäus18, 20
Kommentar
"Aus Sicht von Experten ist freilich völlig unstrittig, dass es innerhalb
der evangelikalen Bewegung auch in Deutschland einen fundamentalistischen
Kern gibt.
Annette Kick, Weltanschauungsbeauftragte der evangelischen Landeskirche in
Württemberg, würde rund 300.000 Evangelikale in Deutschland als
Fundamentalisten bezeichnen"
taz (19.12.2008, Bundeszentrale knickt ein, www.taz.de)
Kommentar
"Fanatisch, fundamentalistisch, fromm."
[ARD]
"Würden sie sich selbst als Fundamentalist bezeichnen?", fragt der Filmautor
eine Frau, die an der Expedition im Grand Canyon teilnimmt.
"Ja",
antwortet diese, "wenn sie darunter verstehen, dass alle Christen, die an
die Bibel als das Wort Gottes glauben, Fundamentalisten sind."
pro-medienmagazin.de / Das Erste (5. Dezember 2007,
Dokumentation "Fanatisch, fundamentalistisch, fromm." "SWR,
NDR und WDR begeben sich in den USA, in Israel und im Jemen auf Spurensuche,
wie aus Frömmigkeit Fundamentalismus und Fanatismus werden kann."
www.daserste.de)
Kommentar
"Ich glaube wirklich an die Bibel und denke, dass ich dabei keinen
intellektuellen Selbstmord begangen habe."
Prof. David W. Gooding (1992, Die Bibel –
Mythos oder Wahrheit?, Vortrag Universität Belfast, Nordirland)
Kommentar
"Welche Bibel meinen wir denn überhaupt? Das von unserer Kritik gnädig übrig
gelassene Gerippe theologischer Allgemeinplätze oder das ewig gültige Wort
Gottes?"
Peter Hahne (März 2008, Theologe,
Ratsmitglied der EKD [EKD - Evangelische Kirche in Deutschland], Stv. Leiter
des ZDF-Hauptstadtstudios Berlin, Suchet der Stadt Bestes, Werte wagen – für
Politik und Gesellschaft. Johannis, ISBN 9783501051337, S. 17)
Kommentar
"Als im Mittelalter der große Glaubensstreit entbrannte, stand Luther eines
Tages vor dem Reichstag zu Worms. Alle weltliche und geistliche Macht war da
mit großer Pracht versammelt. Und dann wurde er aufgefordert, er sollte
alles, was er je geschrieben hatte, zurücknehmen.
Und was hat er
geantwortet?
»Man soll mir aus der Bibel nachweisen, dass ich geirrt
habe. Dann will ich widerrufen. Sonst nicht.«
Pfarrer Wilhelm Busch (1944, protestantischer Jugendpfarrer - Essen,
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer), Sonntag Invokavit 1944)
Kommentar
"Für Martin Luther war der biblisch fundierte Glaube an Jesus Christus
die alles bestimmende, klare und verbindliche Mitte. Gerade das ist
innerhalb der Volkskirche zum Riesenproblem geworden. Nicht einige Details
am Rande, sondern das Zentrum ist ins Wanken geraten. […]
Sie
vertritt nur noch Teilwahrheiten, Teilerkenntnisse und Teilüberzeugungen,
die heute gelten und morgen wieder verworfen werden können. Aber der
Anspruch auf die eine, verbindliche .. Wahrheit ist längst aufgegeben.
Natürlich werden angehende Pastoren offiziell noch auf Bibel und
Bekenntnisschriften verpflichtet. Aber im tatsächlichen Leben der Kirche
haben Bibel und Bekenntnis längst ihre normierende Kraft verloren. [...]
In den letzten Jahren zeigte sich immer deutlicher, dass dieselbe
Volkskirche, die mit dem Anspruch der Toleranz auftritt, sich ausgesprochen
intolerant zeigte, wann immer und wo immer Menschen für die absolute
Gültigkeit und Wahrheit der Bibel eintraten. [...]
Wer immer dieses
volkskirchliche Tabu brach und den Anspruch der Bibel, Gottes zuverlässiges
und verbindliches Wort zu sein, öffentlich zur Sprache brachte, musste - und
muss - mit scharfem Gegenwind rechnen."
Pfarrer Rudolf Möckel (1996, Volkskirche am Abgrund?, Hänssler Aufl.
2001, ISBN 978-3775124676 )
Kommentar
"Der schottische Philosoph und Historiker David Hume (1711-1776) ging
trotz seiner skeptischen Ansichten ab und zu in den Gottesdienst zu einem
rechtgläubigen Geistlichen namens John Braun.
Auf die Frage, wie er das mit seinen Anschauungen vereinbaren könne,
antwortete Hume: "Ich glaube nicht alles, was er sagt, aber er glaubt es.
Und dann und wann höre ich gern einem Mann zu, der glaubt, was er sagt."
(Das große Buch des christlichen Humors, Annegret
Kokschal, St. Benno; Auflage: Mai 2006)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Ob islamistische Bewegungen in Indonesien und im Nahen Osten oder
christliche Fundamentalisten in den USA, ob religiös fanatische jüdische
Siedler auf palästinensischem Gebiet oder nationalistische Katholiken in
Polen bzw. Orthodoxe in Russland: das religiöse Hasspotenzial ist dem
Friedenspotenzial der Glaubensgemeinschaften wie das Unkraut dem Weizen
beigesellt."
Präses Nikolaus Schneider (12. Januar 2009,
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses [vgl.
Kirchenpräsident bzw. Landesbischof] der Evangelischen Kirche im Rheinland
(EKiR), Präsesbericht - BERICHT ÜBER DIE FÜR DIE KIRCHE BEDEUTSAMEN
EREIGNISSE, www.ekir.de/ekir/dokumente/ekir2009praesesbericht.pdf)
Kommentar
"Christlicher und muslimischer Fundamentalismus haben viele Gemeinsamkeiten
und müssen mit demselben Maß gemessen werden.
Als religiöse Anschauungen fallen sie unter die Religionsfreiheit, wenn
keine anderen Grundrechte tangiert werden. Es darf christlichen
Fundamentalismus geben, aber er muss als solcher erkannt werden.
Fundamentalismus wird nur sehr selten als Fundamentalismus benannt, wenn es
um christlichen geht. Die radikalen fundamentalistischen Gemeinden nennen
sich schlicht "evangelische Freikirche" und segeln so unter dem
Vertrauensvorschuss der evangelischen Landeskirchen und den etablierten ev.
Freikirchen. […]
Trotz vieler Überschneidungen und Bündnisse scheint es mir sinnvoll,
zwischen Evangelikalismus und Fundamentalismus zu unterscheiden.
Ein "ordentlicher" Evangelikaler ist für mich jemand, der keinen
Buchstaben-Glauben hat, sondern für den die Beziehung zu Jesus Christus im
Mittelpunkt steht, und der die Bibel auch nach einer Mitte hin auslegt.
Ein "ordentlicher" Evangelikaler mag einzelne fundamentalistische Positionen
vertreten, aber er vertritt seine Position nicht gegen alle Anderen, sondern
kann auch andere Formen des Christseins neben sich dulden."
Pfarrerin Annette Kick (2007, Ev.
Weltanschauungsbeauftragte der Württembergischen Landeskirche, Christlicher
Fundamentalismus: „Bibeltreue“ Christen in Kirche, Politik und Gesellschaft.
Referat 2. Elterninitiative zur Hilfe gegen seelische Abhängigkeit und
religiösen Extremismus e.V. Bayerische Arbeitsgemeinschaft Demokratischer
Kreise e.V. München/Pfaffenhofen)
Kommentar
"Christlicher Fundamentalismus ist nicht besser als islamischer. [...]
Das Problem ... ist, dass die Religion – obwohl ihre Freiheit im Grundgesetz
geschützt ist – durchaus zum Problem für den freiheitlichen Staat werden
kann. Schon für die Vergangenheit, gerade auch für die christliche, galt der
Doppelsatz: Nie kann die Freiheit die Religion beschädigen, sehr wohl aber
die Religion die Freiheit.
Nun sehen wir: Dieser Satz kann auch für die
Zukunft gelten – auch hier nicht nur für islamischen, sondern durchaus auch
für christlichen Fundamentalismus."
Prof. Dr. h.c. Robert Leicht (17.09.2007, 1997 bis 2003
Ratsmitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin, Christlicher
Fundamentalismus ist nicht besser als islamischer, Der Tagesspiegel)
Kommentar
"Wer gegen islamischen Fundamentalismus mit allen Mitteln des Rechtsstaates
vorgehen will, muss das auch gegen christlichen Fundamentalismus tun."
Jennifer
Becke
(30.10.2006, Sprecherin der Jusos, Gießen.
Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD,
Jusos protestieren gegen christliche Bekenntnisschule, www.idea.de)
Kommentar
"Recherchen im Internet zeigen, dass es sich bei 'Pro Christ'
[http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_Christ] um eine Veranstaltung mit eindeutig missionarischer Zielstellung und mit
Bezug auf Homosexualität um grundgesetzwidrige Positionen handelt."
Fraktion DIE LINKE. Chemnitz (24. März 2009,
Hubert Gintschel, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion „Die Linke“ in
Chemnitz, Anfrage an den Stadtrat der Stadt Chemnitz vom 24. März 2009,
www.pro-medienmagazin.de, www.freiepresse.de)
Kommentar
"Wer in Deutschland das Wort von der die Demokratie gefährdenden
Parallelgesellschaft im Mund führt und dabei nur an muslimische Gruppen
denkt, sollte die christliche Seite in diesem Zusammenhang nicht übersehen."
Deutschlandfunk (13.07.2009, Brigitte Baetz,
Freie Journalistin, Andruck: Religion mit Absolutheits-anspruch,
www.dradio.de)
Kommentar
"In der Zeitung [Q-rage, siehe unten]
finden sich interessante Informationen, wie islamische und evangelikale
Gruppen, die wichtige Freiheitsrechte in Frage stellen, Jugendliche
umwerben."
[Unter anderem wurde das "Christival" in Bremen
http://de.wikipedia.org/wiki/Christival, eine
Großveranstaltung mit 20.000 Jugendlichen, scharf kritisiert.]
Thomas Krüger (17.12.2008, Präsident der
Bundeszentrale für politische Bildung [SPD], Evangelischer Theologe,
Begleitbrief zum Schülermagazin "Q-rage", Auflage: 1 Million Exemplare an
20.000 Schulen, Bundeszentralen-Chef vergleicht Evangelikale mit Islamisten,
DIE WELT, www.welt.de)
Kommentar
"Q-rage" [siehe oben] ist nicht
irgendeine Schülerzeitung, die auf ein, zwei lokalen Pausenhöfen verkauft
wird. In Millionenauflage geht sie an alle Schulen in Deutschland,
herausgegeben von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". [...]
Finanziell unterstützt wird die Initiative aus dem EU-Sozialfonds, vom
Bundesarbeitsministerium, Bundespresseamt und der Bundeszentrale für
politische Bildung (Bpb)."
DER SPIEGEL (20.12.2008, Evangelikale führen Kreuzzug gegen
Schüler-Autoren, www.spiegel.de)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Prämissen der evangelikalen (Sammel-) Bewegung können in vier
Hauptpunkte gefasst werden:
a) individual-persönlicher Bekehrungsglaube,
b) biblizistischer Bibelglaube,
c) moral-ethischer Bekennerglaube und
d) quantitativ-globaler Evangelisierungsglaube.
[...]
In der Verschärfung der evangelikalen Sprache würde die Antwort auf die
Frage, ob die Evangelikalen noch zu retten sind, ›vielleicht‹
lauten.
– Vielleicht, wenn die Evangelikalen abschwören
der Instrumentalisierung Gottes als dualistischem Schöpfergott.
– Vielleicht, wenn sie abschwören
der Begrenzung des befreienden Evangeliums auf Evangelisation.
– Vielleicht, wenn sie abschwören
der Simplifizierung der biblischen Vielfalt durch »buchstabierten
Glauben«.
– Vielleicht, wenn sie abschwören
dem Missbrauch der Kirchen und ihrer Strukturen für die
evangelikale Sache.
– Vielleicht, wenn Sie abschwören,
die Freiheit des Evangeliums für die Menschen fundamental zu
begrenzen. [...]
Es gilt in die kommunikative Offensive umzusteigen,
indem die Re-Missionierung der Evangelikalen durch Nutzung des evangelikalen
Sprachmusters zu einer kirchlichen Aufgabe wird."
Pfarrer Dr. Dieter Becker (2003, Theologe, 1998–2000 Pfarrdienste für
die Ev. Akademie Arnoldshain, Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 9/2003)
Kommentar
"Die Türen, die von einer wörtlichen Auslegung wegführen, lassen sich nicht
von innen öffnen.
Die «Mäßigung», die wir unter Gläubigen vorfinden,
die keine Fundamentalisten sind, ist kein wie auch immer geartetes Zeichen
dafür, dass der Glaube sich weiterentwickelt hat; sie ist vielmehr das
Resultat zahlreicher Hammerschläge der Moderne, die gewisse Glaubensinhalte
dem Zweifel ausgesetzt hat.
Nicht die unbedeutendste dieser
Entwicklungen war das Hervortreten der Tendenz, den Wert von Beweisen zu
erkennen und von einer Behauptung nur bis zu jenem Grad überzeugt zu sein,
in dem diese Behauptung sich nachweisen lässt. [...] Eine Fortentwicklung in
der Religion, wie auch auf anderen Gebieten, müsste sich den Fragen von
heute stellen, anstatt hartnäckig die Lehrmeinungen der Vergangenheit
nachzubeten. [...]
«Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt
nichts dazutun und nichts davontun.» [5.
Mose 13, 1]
... Dies ist für die «Mäßigung» in der Religion kein geringes
Problem: Sie wird von nichts anderem gestützt als von einer uneingestandenen
Missachtung der Buchstaben des göttlichen Gesetzes.
Der einzige Grund,
weshalb heute jemand in Glaubensfragen «gemäßigt» ist, besteht darin, dass
er einige Früchte des menschlichen Denkens der letzten zweitausend Jahre
(demokratische Politik, wissenschaftlicher Fortschritt an jeder Front,
Einhaltung der Menschenrechte, das Ende der kulturellen und geografischen
Isolation und so weiter) verinnerlicht hat. [...]
Die Gemäßigten haben zwar nicht vor, jemanden im Namen Gottes zu töten, aber
sie wollen, dass wir das Wort «Gott» weiterhin benutzen, als wüssten wir,
was wir damit meinen. Und sie wollen nicht, dass allzu kritische Worte über
Menschen gesagt werden, die wirklich an den Gott ihrer Väter glauben, denn
die Toleranz ist heilig, vielleicht mehr als alles andere. ...
Den Luxus einer solchen Political Correctness können wir uns aber nicht
länger leisten. [...] Wir sollten endlich begreifen, dass Glauben keine
Privatsache ist; er war nie etwas rein Privates."
Dr. Sam Harris (September 2007,
US-amerikanischer Schriftsteller, Philosoph u. Neurowissenschafter, Das Ende des
Glaubens. Religion, Terror und das Licht der Vernunft.)
Kommentar
"Selbstverständlich sind alle Gläubigen Fundamentalisten - beruht Glaube
doch auf der Überzeugung, per Erleuchtung privilegierten Zugang zu
Erkenntnis und Wahrheit zu haben, der anderen Menschen verschlossen ist."
Dr. Erhard Berner (2007, Associate Professor
of Development Sociology, Institute of Social Studies ISS, Den Haag NL,
http://www.iss.nl/iss/profile/178, DER SPIEGEL Nr.23/4.6.07)
Kommentar
"Die friedliche Koexistenz mit den Gläubigen ist vorbei. [...] Zurück zu der
Fackel der Aufklärung"
DER SPIEGEL
(26.05.2007, Nr.22, Gott ist an allem Schuld. - Der Kreuzzug der Gottlosen.
Der Spiegel, Seite 56f)
Kommentar
"Die Aufklärung lässt sich auf Dauer nicht an die Ketten des Dogmas legen.
Sie stürzt wie ein brausender Strom heran, gegen den alle Glaubensschleusen
und -dämme machtlos sind."
Prof. Dr. Gerd Lüdemann (20.09.2008,
Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Vertrag von Staat und Kirche,
Ketten des Dogmas. Frankfurter Rundschau, www.fr-online.de)
Kommentar
"Christlicher Fundamentalismus heute"
"1909 erscheint die erste kommentierte Bibel, die berühmte Scofield
Reference Bible, ein Standardwerk des Fundamentalismus mehr oder weniger bis
heute. Und dann erscheint ein Jahr später die erste Nummer (1910) der
Schriftenreihe „The Fundamentals".
Ihr Ziel ist es, Zeugnis
abzulegen, „damit der Unglaube, der auf der Kanzel und der Kirchenbank die
Kirche Christi gelähmt hat, überwunden wird und daraus eine weltweite
Erweckung folgt" (FO, 22).
Hier werden nun fünf fundamentale
Glaubensaussagen formuliert:
1. Verbalinspiration
Die Bibel ist absolut irrtumsfrei und wahr und genügt vollkommen.
Das heißt, dass der „Fundamentalismus" sich als protestantische Buchreligion
zeigt:
sola scriptura
[lat. „Allein die Schrift“]. Da sie das Buch hat, hat sie die
Wahrheit. [...]
2. Jungfrauengeburt [...]
3.
Sühneopfer Jesu
4. Leibliche Auferstehung
5.
Wiederkunft Christi" [...]
"Diese fünf Fundamente sollen den
verwirrten Kindern der Moderne zur eigenen Identität helfen, ihnen klare und
einfache Entscheidungen ermöglichen im Entweder-Oder, damit sie in der
verwirrenden Vielfalt der Moderne nicht zu Grunde gehen." [...]
"So
steht der Fundamentalismus mit dem ersten Erscheinen des Begriffs sofort im
deutlichen Gegensatz zu „Kanzel [Predigtort Kirche] und Katheder“ [Pult eines Schul- oder
Hochschullehrers]."
"Auch, wenn im Deutschland des Jahres
1994 nicht mit Mordanschlägen fundamentalistischer Christen zu rechnen ist,
müssen wir Geschichte und Gefahren des Fundamentalismus kennen, weil auch
nur latente (lat.: latens = verborgen),
auch nur geistige und geistliche Gewaltbereitschaft immer gefährlich ist. Zu
sehr war und ist das Christentum für diese Gefährdung anfällig." [...]
"Es gibt wohl keine scharfe Trennlinie zwischen noch religiösem
Fundamentalismus und schon kriminellem Terrorismus. Das macht es für uns
alle so dringend, Geschichte und Denkweise des christlichen Fundamentalismus
so gründlich zu studieren und auch seine feinsten Formen schon in unserem
kirchlichen Alltag aufzuspüren und zu bekämpfen."
Melanchthon-Akademie - Evangelischer Kirchenverband Köln u. Region
(07.02.2006, "Christlicher Fundamentalismus heute", Vortrag in Overath,
www.theologie-koeln.de/PDFs/Fundamentalismus.pdf)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Man muss
nicht Christ, Zeuge Jehovas oder Moslem sein, um Mitgefühl für eine löbliche
Eigenschaft zu halten und Armut für ein zu bekämpfendes Übel, aber man muss
ganz bestimmt Fundamentalist sein, um die Burka [http://de.wikipedia.org/wiki/Burka]
für Frauen zu fordern, seinen Kindern Blutkonserven zu verweigern
oder Abtreibungsärzte zu erschießen."
PD Dr. theol.
Gesche Linde
(Juli 2005, Theologin,
Fachbereich Evangelische Theologie - Johann
Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main,
Religiöser Fundamentalismus. Analysen und Kritiken, Seite 83, Francke
Tübingen, ISBN 9783772080999)
Kommentar
"Er war der prominenteste Abtreibungsarzt der USA. Jetzt wurde George
Tiller, von Feinden "Massenmörder" genannt, in Kansas erschossen. Der
mutmaßliche Todesschütze: ein militanter Abtreibungsgegner. Die Tat zeigt,
dass der tot geglaubte Kulturkampf um die Abtreibung in Amerika immer noch
läuft. [...]
George Tiller ist der vierte Abtreibungsarzt, der seit 1993 in den USA
ermordet wurde. Es war das erste geglückte Attentat seit 1998, als Barnett
Slepian in Buffalo in seinem Haus erschossen wurde. Der Krieg zwischen den
Heeren von „Pro Choice“ und „Pro Life“, den Abtreibungsbefürwortern und den
Gegnern, schien in den Jahren der Bush-Regierung erkaltet, wenn auch nie
beendet. [...]
Scott P. Roeder (51) hatte ein gutes Gewissen, als er schoss. Er war einem
Todesengel gleich gekommen, dem „Massenmörder“ in den Arm zu fallen, „dem
Mengele unserer Tage in seinem Todeslager“. Der Kreuzzügler war gekommen,
all die Ungeborenen zu rächen, die „Tiller the baby killer“ in seiner
Abtreibungsklinik getötet hatte. Er hatte den Mord hundertfach erträumt und
angekündigt, er wusste, dass das Auge des Herrn wohlgefällig auf ihm ruhte.
Roeder betrieb amerikanischen Dschihad. Auge um Auge, alttestamentarisch,
der Scharfrichter Gottes.
Als ihn Polizisten drei Stunden nach der Tat auf der Autobahn in Kansas
stoppten, ließ sich Roeder willig festnehmen. Auf seinem blauen 1993er Ford
Taurus klebten die rote Rose der Abtreibungsgegner und das christliche
Fischsymbol mit dem Wort „Jesus“."
DIE WELT (1. Juni 2009, Abtreibungsarzt ermordet, Dr. Tiller, Opfer
eines amerikanischen Kulturkampfs, www.welt.de)
Kommentar
"Zählt man
etwa die Attentate und Gewaltakte, die in den USA aus christlich
deklarierter Motivation in den letzten ein, zwei Jahrzehnten verübt worden
sind (nicht nur gegen Abtreibungskliniken und -ärzte), so kann man durchaus
zu dem Ergebnis kommen, dass dieser religiöse Terrorismus es in der Summe
mit dem 9/11-Anschlag
[http://de.wikipedia.org/wiki/9/11]
aufnehmen kann."
Prof. Dr. h.c.
Robert Leicht (17.09.2007, 1997 bis 2003
Ratsmitglied der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD),
Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin, Christlicher
Fundamentalismus ist nicht besser als islamischer, Der Tagesspiegel)
Kommentar
"Der
ehemalige Chefredakteur der ZEIT und Präsident der Evangelischen Akademie zu
Berlin
[Prof. Dr. h.c. Robert Leicht] schrieb für den Berliner
Tagesspiegel einen Kommentar, in dem er den islamischen Fundamentalismus mit
dem christlichen verglich."
[siehe Auszug oben - gesamter
Text:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/Kommentare-Integration;art141,2380944]
[...]
"Leicht nennt keine Fälle (bis auf die Gewaltakte gegen
Abtreibungsärzte) und keine Zahlen, und deswegen müssen wir uns auf sein
Wort verlassen. Ein ehemaliges Ratsmitglied der EKD
[EKD -
Evangelischen Kirche in
Deutschland]
lügt nicht.
“In der Summe”
kann es also der christlich-religiöse Terrorismus mit dem islamischen
aufnehmen. Das entspricht auch unserer Alltagserfahrung. [...]
Die
Geiselnahmen unschuldiger Pilger und Touristen durch christliche
Terroristen, die ihre Opfer erst mit Weihwasser foltern, bevor sie ihnen die
Kehlen durchschneiden; die Selbstmordattentate vor Striptease-Lokalen, bei
denen die Täter “Im Namen Jesu, des Allmächtigen!” rufen, bevor sie die
Leine ziehen. “In der Summe” kommt da was zusammen."
Henryk M. Broder (18.09.2007, Journalist, Die Freiheit des Robert
Leicht)
Kommentar
"Im September hatte der Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin,
Robert Leicht, in der Tageszeitung „Tagesspiegel“ (Berlin)
[siehe Beiträge oben]
einen Vergleich zwischen Toten durch islamisch-extremistisch motivierte
Terrorakte und Opferzahlen von Gewalttaten des christlichen Fundamentalismus
gezogen. [...]
Zumindest im Blick auf Abtreibungsgegner sei dieser
Vergleich unzutreffend, so das Institut für Religionsfreiheit.
Juristisch dokumentiert seien sieben Morde an Abtreibungsbefürwortern in den
Jahren 1993 bis 1998. Die Vorfälle hätten sich ausschließlich in den USA
ereignet, und die Täter seien zwar religiös motiviert gewesen, hätten aber
keiner bedeutenden Lebensrechtsorganisation angehört. Ein Mörder habe
vermutlich eine Verbindung zum Klu-Klux-Klan gehabt.
Niemals habe
eine fundamentalistisch geprägte oder evangelikale Kirche Gewalt gegen
Abtreibungsärzte oder –kliniken befürwortet oder sich hinter einen der Täter
gestellt. Dies sei auch niemals von einer Pro-Abtreibungsorganisation
behauptet worden.
Nach Ansicht des Institutsdirektors, Prof. Thomas
Schirrmacher (Bonn), können Evangelikale erwarten, nicht wegen einiger
weniger, teils ungeklärter Fälle vor zehn Jahren und in einem einzigen Land
weltweit in „Sippenhaft“ genommen zu werden.
Schirrmacher
[http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Schirrmacher]
zog eine Parallele zu Verbrechen von muslimischen Extremisten. Wenn ein
kleiner Prozentsatz Mord und Totschlag in aller Welt verübe und ein weiterer
kleiner Prozentsatz dies begrüße, würden Politiker und Kirchenführer nicht
müde, davor zu warnen, alle Muslime in einen Topf zu werfen. Eine ähnliche
Fairness müsse es auch gegenüber den 420 Millionen Evangelikalen weltweit
geben."
idea / Prof. Dr. mult.
Thomas Schirrmacher
(20.10.07, Christliche
Fundamentalisten sind keine Mörder, www.idea.de)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF
abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Der
spätmoderne Rationalismus und Relativismus bläst zur Christenjagd. Dem, der
die Bibel ernst nimmt, wird das Etikett „Fundamentalist" angeheftet; damit
wird er in die Nähe zu islamistischen Fundamentalisten gerückt, so als sei
auch er fanatisch, militant und gewaltbereit."
Werner Graf
(Oktober 2007, Studiendirektor, Die Gottesfrage in der Postmoderne)
Kommentar
"Nach der Abschaffung der großen politischen Ideologien wird Deutschland
zunehmend von neuen Schlagwort-Ideologien geprägt. Diese Ansicht hat der in
Heidelberg und Mannheim lehrende Theologieprofessor Rainer Mayer (Stuttgart)
bei einem Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar in
Stuttgart vertreten.
Unklare Begriffe wie Fundamentalismus, Diskriminierung, Antidiskriminierung
oder Gleichstellung beeinflussten zunehmend die Gesellschaft, ohne dass man
sich ihrer Gefahren für den demokratischen Rechtsstaat bewusst werde. Sie
würden als Keule benutzt, um angeblich politisch korrekte Sichtweisen
durchzusetzen [...]
Als Beispiel nannte er die Angriffe auf das christliche Jugendtreffen
Christival im Mai [http://de.wikipedia.org/wiki/Christival],
dessen evangelikale Initiatoren als Fundamentalisten bezeichnet und dadurch
mit fundamentalistischen Bombenlegern gleichgesetzt worden seien."
idea / Prof. Dr. Dr. Rainer Mayer
(28.01.2009, Theologe, Vortrag »Das politische
Testament Dietrich Bonhoeffers« im Haus der Geschichte - Stuttgart, Neue
Schlagwort-Ideologien breiten sich aus, www.idea.de)
Kommentar
"Nicht nur der Islam, auch das Christentum hat seinen Fundamentalismus. […]
Der Antifundamentalist wird nationalreligiöse israelische Siedler und
bibelfixierte amerikanische Evangelikale mit ähnlichem Misstrauen betrachten
wie die Anhänger des politischen Islam. […]
In seinem ursprünglichen, terminologischen Sinn bezeichnet Fundamentalismus
das Wörtlichnehmen einer heiligen Schrift, ihrer Sachaussagen wie ihrer
Handlungsnormen. Fundamentalistisch ist etwa die Auffassung, dass Gott die
Welt tatsächlich, wie im Buch Genesis geschildert, in sechs Tagen erschaffen
hat. […]
Was an der Fundamentalismusdiskussion indes bedenklich stimmt, ist eine oft
geradezu irrationale Angst vor jeder Art von unbedingten Wahrheitsansprüchen
und Glaubensgewissheiten. Als Gefahr für die liberale Gesellschaft gilt
vielfach nicht nur, wer dem anderen seine Überzeugungen aufzwingen will,
sondern schon, wer überhaupt welche hat.
Der Papst ist offenbar ein besonders schwerer Fall [...] Das Bekenntnis zu
Dogmen, Credos, Offenbarungen zieht beinahe automatisch den Verdacht der
Intoleranz auf sich. […]
Was sich der Antifundamentalismus freilich selten klarmacht, ist die
Tatsache, dass die Trennung von Religion und Politik selbst religiöse
Wurzeln hat. Jesu Satz "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was
Gottes ist" hat sich zu einer Grundformel des Abendlandes entwickelt. Von
hier stammt die Unterscheidung von geistlicher und weltlicher Sphäre, von
Kirche und Staat, die in der europäischen, in der "westlichen" Geschichte
allenthalben anzutreffen ist.
Der mittelalterliche Dualismus von Papst und Kaiser, Luthers
Zwei-Reiche-Lehre, die liberale Errungenschaft der Glaubens- und
Gewissensfreiheit in einer weltanschaulich neutralen Rechtsordnung - das
alles sind Variationen über dieses Thema aus dem Neuen Testament. […]
Von den Arenen der römischen Imperatoren bis zu den Konzentrationslagern und
Gulags [Repressionssystem in der Sowjetunion]
des 20. Jahrhunderts sind es nicht zuletzt Gläubige gewesen, die sich dem
Allmachts- und Absolutheitsanspruch herrschender Gewalten verweigert haben.
Und sie haben es deshalb getan, weil sie ihrerseits von der absoluten
Verpflichtung zur Glaubenstreue überzeugt und nicht bereit waren, sich auf
Kompromisse einzulassen, weil sie also insofern "fundamentalistisch"
dachten.
Es stimmt, manchen dieser Tapferen hätte man nach dem Sieg ihrer eigenen
Sache nicht in die Hände fallen mögen, und ebenso stimmt es, dass
Standhaftigkeit bis zum Letzten auch ohne den Rückhalt in letzten
Gewissheiten vorkommt; vielleicht ist sie dann umso bewundernswerter. Aber
die Geschichte des Märtyrertums rät zur Zurückhaltung mit dem Urteil, dass
unbedingte Wahrheitsüberzeugungen einfach freiheitsfeindlich seien. Sie
gehören auch zu den stärksten Bollwerken gegen die Knechtschaft."
DIE ZEIT (2001, Glaubenswahn. Was ist
Fundamentalismus?, Jan Ross DIE ZEIT Nr. 40, 2001)
Kommentar
"Die
Kirchen begeben sich in eine bedenkliche Kooperation mit dem Staat, etwa
dort, wo es um die Eliminierung unerwünschter Fundamentalismen oder Sekten
geht.
Kürzlich habe ich gelesen, dass ein französischer
EU-Parlamentarier einen Gesetzentwurf eingebracht hat, der den Kreationismus,
also die Behauptung, dass die Welt vor 6000 Jahren erschaffen und der Mensch
aus Erde gemacht wurde, unter Strafe stellen will.
[The dangers of creationism in
education (Gefahren des Kreationismus im Bildungswesen) Resolution 1580
(2007)
http://assembly.coe.int/Main.asp?link=/Documents/AdoptedText/ta07/ERES1580.htm]
Da müssen bei
uns die Alarmglocken schrillen. Es gibt auch einen – falschen –
Totalitätsanspruch der Wissenschaft, etwa gegenüber der Homöopathie.
Dieser französische Abgeordnete behauptet, dass der Kreationismus
[lat. creare „erschaffen“, Schöpfungsglauben] dadurch, dass er
wissenschaftsfeindlich ist, notwendigerweise demokratiefeindlich sei und
deshalb verboten werden müsse.
Die Kirchen müssten hier misstrauisch werden. Wir müssen sehr darauf
aufpassen, dass auch Leute, die Unsinn reden, ohne Strafe dies tun dürfen."
Prof. Dr. Robert Spaemann
(08.07.2007, Philosoph, Der Tagesspiegel, Es sind die Gläubigen, die die
Vernunft verteidigen.)
Kommentar

Quelle: Spektrum der Wissenschaft, Dossier 3/2005, http://www.spektrum.de
"Unter dem Schlagwort Fundamentalist wird gleichsam ein neuer Jude
aufgebaut, in den man alles Unliebsame und Gefährliche hinein interpretieren
kann."
Pfarrer Christfried Kulosa (1993, Theologe,
Argumentationsstrukturen der Fundamentalismusdebatte und Konsequenzen für
das Selbstverständnis der Evangelikalen in Deutschland. Diplomarbeit, Die
Fundamentalismusdebatte und die Evangelikalen, Idea-Doku 25/1993)
Kommentar
"Man verwende den Kampfbegriff "Fundamentalismus" und schon erspart man
sich die Argumente, weil der Leser oder Hörer die so Diffamierten sowohl für
dumm, als auch für höchstgefährlich hält."
Prof. Dr. Thomas Schirrmacher
(15. Januar 2010, Theologe, Sprecher für Menschenrechte der weltweiten Evangelischen Allianz,
Fundamentalismus: Wenn Religion zur Gefahr wird, Scm Hänssler, ISBN
9783775152037, S.33)
Kommentar
"Nach Meinung des Konfessionskundlers Prof. Dr. Erich Geldbach (Bochum) geht
von den "christlichen Fundamentalisten" eine Gefahr für den Weltfrieden aus.
Wie der Leiter des Ökumenischen Instituts der Evangelischen Fakultät an der
Ruhr-Universität Bochum [Prof. Dr. Erich Geldbach]
in einem Interview mit der Tageszeitung "Heilbronner Stimme" über den
Glauben in den USA sagte, sei der Unterschied zwischen christlichen und
islamischen Fundamentalisten "höchstens graduell".
Nach seiner
Überzeugung sind christliche Fundamentalisten in den USA dadurch zu
charakterisieren, "dass sie die Heilige Schrift wortwörtlich verstehen und
dass sie besonders großes Gewicht auf so genannte Endzeitaussagen legen".
Gefährlich für den Weltfrieden sei dabei, "dass sie eine letzte Schlacht
zwischen Gut und Böse mit der Existenz Israels verknüpfen und von daher eine
vorbehaltlose Unterstützung Israels einklagen".
aref / Prof. Dr. Erich Geldbach (2003, Theologe,
www.aref.de/news/allgemein/2003/fundamentalismus-in-usa.htm)
Kommentar
"Orientiert man im christlich assoziierten Bereich die Begriffsbestimmung
von „fundamentalistisch“ nicht nur historisch, sondern geht von
gegenwärtigen Konflikten und ihrer öffentlichen Diskussion aus, so tritt
eine dunkle Seite protestantischer Erweckungsfrömmigkeit ins Blickfeld. […]
Fanatisten im christlich anmutenden Gewand sind eine Gefahr
für die Gesundheit von Kirche und Kirchen-assoziierten Bewegungen. […]
Fanatisch-fundamentalistische Strömungen gibt es in vielfältigen
Ausprägungen und “Gefahren-Klassen” […]
Welches evangeliumsgemäße “Kraut” heilt das Christentum unsrer Tage von den
“sonderlichen” Gemeindepraktiken radikal “Frommer”?"
Pfarrer Carsten Heß (2009, Theologe,
fundamentalismus-debatte,
www.vitamin-c-online.com,
Stand März 2009)
Kommentar
"Der Fundamentalismus ist eine ignorante Gegenbewegung gegen den
Modernismus. Seine Haltungen sind nicht diskutierbar, seine Antworten
einfach, sein Weltbild nicht selten schwarz-weiß.
Fundamentalisten, gleich welcher religiösen Couleur
[franz. Farbe] sind gefährlich"
Bischof Prof. Dr. Friedrich Weber (7. März
2009, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in
Braunschweig, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in
Deutschland (ACK), Die Herausforderung konfessionsüberschreitender
christlicher Strömungen. Vortrag zur Tagung „30 Jahre ACK Sachsen-Anhalt“ am
7. März 2009 in Magdeburg, www.landeskirche-braunschweig.de)
Kommentar
"Heute klingt das Wort „Fundamentalismus“
[lat.:
fundamentum = Grundlage, Grundanschauung] verrufen und
gefährlich. Auch dann, wenn es, nahe der ursprünglichen Bedeutung, auf
Protestanten des konservativeren theologischen Spektrums bezogen wird.
Dabei wird gerne, gerade in den Medien, alles in einen Topf geworfen:
Christen, die die Bibel ernst nehmen; die religiöse Rechte der USA;
Splittergruppen – alle „fundamentalistisch“. Man kann diesen Vorwurf als
unqualifiziert abtun und es sich verbitten, mit gewaltbereiten Fanatikern
gleichgesetzt zu werden. Aber ist die Sache damit befriedigend gelöst?
Einerseits kann hinter Fundamentalismusvorwürfen eine „geradezu irrationale
Angst vor jeder Art von unbedingten Wahrheitsansprüchen und
Glaubensgewissheiten“ stecken, wie Jan Ross in der „Zeit“ kurz nach dem 11.
September 2001 schrieb. Derart motivierte Vorwürfe kann man als Christ fast
als Anerkennung hören.
Andererseits kann ein Fundamentalismusvorwurf auch treffende Kritik
enthalten: Christliche Ideen und Ideale sind schließlich nicht davor gefeit,
in ideologische Korsette eingewebt zu werden – oder in einer Weise gelebt zu
werden, die unnötig starr und unattraktiv wirkt."
Ulrich Pontes (September 2006, SMD-Öffentlichkeitsreferent,
Quelle:
http://www.smd.org/lesestoff/transparent/archiv/3-06-fundamentalismus)
Kommentar
"Fundamentalisten" werden wir zuweilen geschimpft. Jawohl, geschimpft. Denn
seit den 70er Jahren denkt wohl jeder bei diesem Begriff vor allem an den
militanten islamischen Fundamentalismus. An Ayatolla Khomeini und Osama Bin
Laden, an Selbstmordattentäter und Flugzeugentführer.
Sind
Evangelikale Fundamentalisten?
Ja, wenn es um das unbedingte
Festhalten an der christlichen Wahrheit geht. Nein, wenn daraus auf
Militanz, Verbohrtheit und Unversöhnlichkeit geschlossen wird."
Jürgen Werth (Februar 2007, Vorsitzende der Deutschen Evangelischen
Allianz (DEA), Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF), Allianz-Magazin „EiNS“
1/2007 ZKZ 65099, Bad Blankenburg, Seite 25)
Kommentar
"Evangelikal" heißt international nichts anderes als evangelisch. Was
evangelisch ist, legen die vier „Allein"-Aussagen der Reformation aus:
- Allein Jesus Christus:
Die evangelikale Bewegung betont den
Absolutheitsanspruch Christi.
Jesus Christus ist das Fundament
unseres Glaubens.
- Allein die Schrift:
Die evangelikale
Bewegung betont die Autorität der Heiligen Schrift für alle Fragen des
Glaubens
und des Lebens. Die Mitte der Heiligen Schrift ist
Christus.
- Allein aus Gnade:
Nicht menschliche Verdienste
ebnen den Weg zu Gott, sondern Jesu versöhnende Tat am Kreuz.
-
Allein durch den Glauben:
Im Glauben nehmen wir in Anspruch, was
Jesus Christus für uns getan hat.
Deshalb gehört der Ruf zum
Glauben unabdingbar zur evangelikalen Bewegung.
Pfarrer Dr. Christoph Morgner (28.03.2007, Theologe, 1989 - 2009 Präses des
Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands [Vereinigung Landeskirchlicher
Gemeinschaften], idea Spektrum, Nr.13, S. 3)
Kommentar
"Was unterscheidet christliche Fundamentalisten von islamischen?
Hier gibt es einen ganz wichtigen Unterschied, der für die Diskussion über
dieses Thema entscheidend ist: Christen sind verpflichtet, nach dem
Liebesgebot Jesu zu handeln: Liebet eure Feinde! Segnet, die euch fluchen!
Tut wohl denen, die euch hassen! (Matthäus 5,44).
Dies sind Jesu
Gebote aus der Bergpredigt für Seine Jünger. Wir haben also von der Bibel,
vom Neuen Testament her gesehen, nie die Legitimation, unsere Feinde zu
töten.
So ist es nicht fair und sachlich nicht richtig, den
christlichen Fundamentalismus dem islamischen gleichzustellen - und damit
friedliche bibeltreue Christen mit gewalttätigen islamistischen
Fundamentalisten in Verbindung zu bringen!
Der Begriff
„Fundamentalismus“ ist also in Verruf geraten und zur Keule geworden, mit
der man eben auch das bibeltreue Christentum „niederschlägt“, nur weil es
sich - wie aufgezeigt - auf die biblische Lehre gründet."
Dr. theol. Lothar Gassmann (25.
Juli 2006, Theologe, "Christliche Fundamentalisten sind keine Terroristen")
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Sind Evangelikalismus und Fundamentalismus identisch?"
"Wenn
deutsche Medien über Evangelikale in den USA berichten, wird in der Regel
vorausgesetzt, dass Evangelikalismus und christlicher Fundamentalismus im
Wesentlichen identisch sind." […]
"Der Hang von Teilen des
amerikanischen Evangelikalismus zur Verwischung der Grenze zwischen Religion
und Politik kann im Blick auf Europa und Deutschland nicht bestätigt werden.
Evangelikale Strömungen gewinnen zwar auch hier zunehmend an Bedeutung,
allerdings vorrangig im gemeindlichen und kirchlichen Kontext, nicht im
politischen.
Dabei wird auch deutlich, dass sich die Evangelikale Bewegung in
Deutschland – zu ihr gehören nach Angaben der Deutschen Evangelischen
Allianz ca. 1,3 Millionen Christinnen und Christen hauptsächlich aus
evangelischen Landeskirchen und Freikirchen – keineswegs einheitlich
darstellt.
Sie umfasst verschiedene Richtungen und reicht vom in den
evangelischen Landeskirchen verwurzelten pietistischen
Gemeinschaftschristentum [http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaftsbewegung]
bis zu enthusiastischen und separatistischen
Gruppen, die in landeskirchlichen Gemeinden „unbiblische Systeme“ sehen."
[…]
"Stellungnahmen zur evangelikalen Bewegung und zum christlichen
Fundamentalismus erfordern differenzierende Wahrnehmungen und
Urteilsbildungen, insbesondere eine Klärung dessen, was gemeint ist, wenn
von Fundamentalismus bzw. Evangelikalismus geredet wird."
Dr. Reinhard Hempelmann (2006, Theologe, Leiter der Evangelischen
Zentralstelle für Welt-anschauungsfragen (EZW) Berlin, EZW
Materialdienst-Einzelheft 1/2006, Sind Evangelikalismus und Fundamentalismus
identisch?)
Kommentar
"In der ... Podiumsdiskussion fragte Kathinka Kaden zuerst Dr. Richard
Ziegert, Weltanschauungs-beauftragter der rheinland-pfälzischen Kirche, wie
er Evangelikale von Fundamentalisten abgrenze.
Er betrachtet den
Pietismus
[http://de.wikipedia.org/wiki/Pietismus]
nicht als Evangelikalismus, sondern als Frömmigkeit in der evangelischen
Kirche seit der Reformation. In dieser Gemeinschaftsbewegung ging es von
Anfang an um ethische Fragen und die Auslegung der Bibel.
Fundamentalisten wollen Markt und Macht. Pietisten und Evangelikale sind
nicht gleichzusetzen mit Fundamentalisten, haben aber offene Flanken."
Renate Lück
(14. Oktober 2006,
Online-Redaktion der OK [Offene Kirche],
Podiumsdiskussion OK
Mitgliederversammlung, Stuttgarter Erlöserkirche, www.offene-kirche.de/?select=2&sub=0&id=158)
Kommentar
"Fundamentalismus ist eine Strömung innerhalb des konservativ geprägten
Christentums. Für sein Selbstverständnis sind verschiedene Abgrenzungen
charakteristisch:
gegen den Feminismus, gegen die Evolutionslehre, gegen
den Pluralismus, ["Der theologische Pluralismus
bezeichnet eine Form der möglichen Koexistenz von Religionen. In ihm werden
alle Religionen als prinzipiell gleichberechtigt angesehen, sodass durch
alle ein Heilsweg im Diesseits gefunden und ggf. eine weitere Existenz im
Jenseits gesichert werden kann." Wikipedia/Enzyklopädie, Stand 2006]
gegen die historisch-kritische Bibelauslegung." […]
"Für die
gegenwärtige Wahrnehmung fundamentalistischer Orientierungen ist die
Unterscheidung zwischen einem Wort- und einem Geistfundamentalismus
von zentraler Bedeutung. Beiden gemeinsam ist, dass sie auf die menschliche
Sehnsucht nach Vergewisserung und Sicherheit antworten.
Der
Wortfundamentalismus sucht rückwärts gewandt die Glaubensvergewisserung
durch den Rekurs auf das unfehlbare Gotteswort in der Vergangenheit.
Der
Geistfundamentalismus orientiert die Vergewisserung primär an sichtbaren
Geistmanifestationen, die als unzweideutige Zeichen, ja Beweise der
göttlichen Gegenwart angesehen werden (Heilungen, ekstatische Erfahrungen,
...).
Der Wortfundamentalismus sieht Christus preisgegeben,
wenn Adam nicht als historische Person verstanden wird.
Der
Geistfundamentalismus meint, dass demjenigen etwas Entscheidendes im
christlichen Leben fehlt, der nicht in Zungen redet.
Der
Wortfundamentalismus vertritt eine kreationistische Position
[vgl.
Kreationismus]
und ist daran
interessiert, eine alternative Biologie und Geologie aufzubauen.
Dem
Geistfundamentalismus liegt an einer christlichen Psychologie
oder am „Powermanagement in der Kraft des Heiligen Geistes“.
Gegenwärtig stellt sich ein Geistfundamentalismus chancenreicher dar
als ein reiner Wort-fundamentalismus. Er knüpft an Ausdrucksformen
der religiösen Alternativkultur an, für die Rationalitätsskepsis und ein
Hunger nach erlebbarer Transzendenz charakteristisch ist." […]
"Man
kann sich bemühen, den Fundamentalismus als Antwortversuch auf die
Vergewisserungs-sehnsucht des Menschen in komplexen, unübersichtlichen
Lebenskontexten zu verstehen."
Dr.
Reinhard Hempelmann (Oktober 2005, Theologe, Leiter der Evangelischen
Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) Berlin, Quelle: http://www.ekd.de/ezw/42787_42604.php,
Stand Oktober 2005)
Kommentar
"Verwirklichen die Evangelikalen mit ihrer Bindung an die Bibel lediglich
das reformatorische Prinzip des "sola scriptura" (Allein die Schrift)? Ihre
Sprecher berufen sich, zur Abwehr ungerechter Fundamentalismusvorwürfe,
wieder stärker auf Luther. Sie teilen dessen Bibelverständnis, seine Lehre
von der Rechtfertigung des Sünders allein aus Gnade, sie verwerfen wie er
jede Art von Werkgerechtigkeit.
Dennoch kann die Reformation nicht als Vorläufer des Evangelikalismus
bezeichnet werden, sie ist allenfalls eine seiner Wurzeln, wie der Gießener
Theologe Stephan Holthaus festhält: In zentralen Glaubensüberzeugungen mag
es zwar eine Kontinuität zwischen Reformation und evangelikaler Bewegung
geben, in ihrer Gewichtung und in der praktizierten Frömmigkeit sind jedoch
signifikante Unterschiede nicht zu übersehen.
Wichtige Lehren der Reformatoren wie die Sakramente, die Erwählung oder das
geistliche Amt werden von den Evangelikalen "weniger oder gar nicht
hervorgehoben" (Holthaus). Das führt immer wieder zu Spannungen mit den
Landeskirchen."
DIE WELT (20. Februar 2008, Gernot Facius,
Die "Frommen" sind auf dem Vormarsch)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Die Christen haben zwar Zwangschristianisierungen, Kreuzzüge, Hexen- und
Ketzerverbrennungen inzwischen überwunden. Aber fundamentalistische
Strömungen sind nach wie vor bereit, im Namen Gottes Absolutheits- und
Dominanzansprüche zu erheben" [...]
"Heinz Zahrnt hat "bereits 1980 zum »Dialog zwischen den Weltreligionen« aus
neuen Zusammenhängen neue Schlüsse gezogen. „Angesichts der entstehenden
einen Welt, des Zusammenwachsens der Völker zur einer Menschheit, verlangt
er (im Piper-Bändchen: »Aufklärung durch Religion«) »von allen
Weltreligionen, auch vom Christentum die Bewahrheitung ihrer Botschaft im
Hinblick auf eine künftige Weltgesellschaft.
Daher geht die Christenheit unserer Tage ... auf eine größere Ökumene als
bisher zu: auf die Ökumene der Religionen. [...]
Endlich können die Christen ehrlich sein und ihren so lange mit Gewalt,
Kattun und Gelehrsamkeit verteidigten Anspruch auf die Alleinvertretung
Gottes aufgeben und sich in die Gemeinschaft der Weltreligionen einreihen"
»Appell
aus Baden« (Mai 2006, Vorwort
v. Bischof Dr. Ulrich Fischer - Landesbischof der Evangelischen
Landeskirche in Baden, Hans-Joachim Girock, Dr. Gerhard Liedke u. Prof. Dr.
Gottfried Gerner-Wolfhard,
Baden-Baden, epd Dokumentation 26/2006,
http://www.ekiba.de/images/Was-jetzt-dringlich-ist.pdf).
Wortlaut/Quelle:
http://www.ekiba.de/images/Was-jetzt-dringlich-ist.pdf)
Kommentar
"Seit langem schon wird von Seiten bibelkritischer und „ökumenischer
Theologie“ versucht, die Gegensätze zwischen Islam und christlichem Glauben
zu verharmlosen und eine gemeinsame geistliche Wurzel der vermeintlich
„Abrahamitischen Religionen“ zu behaupten. [...]
Im Oktober
[2007] hatte zunächst eine Gruppierung
von 38 muslimischen Gelehrten einen „Offenen Brief“ an den Papst und weitere
Kirchenführer u.a. von Orthodoxie, Luthertum, Reformierten und Baptismus
geschickt. Er steht unter dem Motto: „Ein gemeinsames Wort zwischen uns und
euch“. Durch den Vergleich von Koran- und Bibeltexten will man belegen, dass
es eine substantielle Gemeinsamkeit zwischen dem angeblich auf beiden Seiten
gelehrten Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe gebe. Es soll suggeriert
werden, dass es sich bei Allah und Jahwe letztlich um den einen Gott
handele, dem beide Religionen von ganzem Herzen zu dienen versuchten. [...]
So wundert es nicht, dass der „Offene Brief“ schon bald eine zustimmende
„christliche Antwort“ [http://www.yale.edu/faith/acw/acw.htm]
erhielt (A Christian Response). Darin bitten die Unterzeichner um
Vergebung für das von Christen an Moslems geübte Unrecht – und zwar erbittet
man diese Vergebung sowohl von „dem Allerbarmenden Einen“ (All-Merciful One)
als auch der weltweiten muslimischen Gemeinschaft. Zugleich wird die „tiefe
Einsicht“ gelobt, mit der die muslimische Erklärung gemeinsame Grundlagen
zwischen der muslimischen und der christlichen Gemeinschaft identifiziere.
Diese gemeinsame Basis betreffe nicht nur Nebensächliches, sondern sogar
„Fundamente des Glaubens“ (fundamentals of faith). [...]
Seine dramatische
Dimension erhält der Vorgang dadurch, dass inzwischen führende Evangelikale
aus dem englischsprachigen Raum die „Christliche Antwort“
[http://www.yale.edu/faith/acw/acw.htm]
unterstützen und sich mit ihrer Unterschrift dazu bekannt haben. ...
u.a. ... John Stott, Bill Hybels
[Willow
Creek], Rick Warren
[Leben
mit Vision], George Verwer. Auch maßgebliche Vertreter der
Evangelischen Allianz [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz]
haben die
Erklärung inzwischen unterzeichnet: Geoff
Tunnicliffe (Internationaler Direktor der
Weltallianz), Bertil Ekström (Exekutiv-Direktor
der Missionskommission), William Taylor (Internationaler Botschafter der WEA
[http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz]).
Angesichts dieses interreligiösen Engagements der Allianz wirft ein anderes
Projekt, an dem sie beteiligt ist, neue Fragen auf.
Im August fand in
Toulouse eine gemeinsame Tagung des Päpstlichen Rates für den
Interreligiösen Dialog (Vatikan), des ÖRK-Programms für Interreligiöse
Zusammenarbeit (Ökumenischer Rat der Kirchen, Genf) und der Weltweiten
Evangelischen Allianz (WEA) statt. Letztere war u.a. durch den deutschen
Theologen Thomas Schirrmacher [http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Schirrmacher]
vertreten.
Gemeinsam will man einen Ethik-Kodex für Bekehrungen
[siehe unten] erarbeiten, mit dem dann „schwarze Schafe“, die
sich laut Schirrmacher in allen theologischen Lagern befinden, zur
Rechenschaft gezogen werden sollen."
Dr.
Wolfgang Nestvogel (07.12.2007, Leiter der
Akademie für Reformatorische Theologie (ART)
Hannover)
Kommentar
"Vor Jahren wäre das, was vom 8. bis 12. August 2007 in Toulouse stattfand,
in der Tat noch undenkbar gewesen: Erstmals beteiligten sich Vertreter der
missionarisch gesonnenen Evangelikalen an einem gemeinsamen Studienprozess
von Vatikan und Ökumenischem Rat der Kirchen (ÖRK) - und dabei zeigten sich
Repräsentanten der evangelikalen Bewegung optimistisch über die Möglichkeit,
zu allgemein anerkannten christlichen Verhaltensmaßstäben beim Thema
Bekehrung zu kommen." [...]
"Eine Beteiligung der Weltallianz
[http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz] sei entscheidend, wenn es darum gehe, »schwarze Schafe« für eine
Evangelisation mit Respekt für andere Glaubensüberzeugungen zu gewinnen.
Wer sind wohl die »schwarzen Schafe«?
Die, die noch nicht auf Linie
sind und nicht in den angestrebten Verhaltenskodex passen? Der
Verhaltenskodex könnte sehr wohl das Ende von Evangelisation und Mission
bedeuten, wenn sich das, was der Generalsekretär des Kirchenrates von
Malaysia Hermen Shastri (Kuala Lumpur) bei derselben Konferenz in guter
»ökumenischer Tradition« forderte, durchsetzt:
Religiöse Verkündiger
müssten anerkennen, dass keine Religion ein »Monopol auf die Wahrheit« habe
und es viele Wege zum Heil gebe.
Wer so redet, ist sich des Heils
wohl selbst nicht mehr gewiss. Kann so etwas die Weltallianz mittragen? ...
Bis etwa 2010 soll aber auch der Verhaltenskodex umgesetzt und kontrolliert
werden, wobei offen bleibt, wie dies geschehen soll. [...]
Wenn der
Ruf zu Glaube und Buße aufhört, wie dies ja gefordert wurde, und die
Weltallianz dies mit trägt, dann gibt sie damit nicht allein ihr
ursprüngliches Ziel auf, sondern trägt auch, was weit schlimmer ist, zum
Unheil von Menschen bei, wenn sie nicht mehr laut und deutlich bekennt:
Jesus Christus ist der einzige Weg zum Heil; Christus allein."
Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ (Dezember 2007,
Informationsbrief Nr. 245, Seite 28 f.,
http://de.wikipedia.org/wiki/Kein_anderes_Evangelium)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Muslime sind Gottes Kinder."
Präses Nikolaus Schneider (27. März 2010,
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses der
Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Ein beängstigendes Islambild,
Interview: Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider über fremde Facetten des Islam,
deutsche Skepsis und unchristliche Radikale, DIE WELT, www.welt.de)
Kommentar
"Dürfen arabische Christen Gott ‚Allah‘ nennen? [...] Ich möchte […] für die Sicht, dass ‚Allah‘ die beste und natürlichste
Gottesbezeichnung für den biblischen Gott ist, folgende Argumente anführen:
1. Argument: ‚Allah‘ entspricht der alttestamentlichen Gottesbezeichnung
‚El‘ und ‚Elohim‘. [...]
[Vollständiger Text siehe:
www.bucer.eu/uploads/media/mbstexte096.pdf]
Im übrigen ist die Frage danach, ob man an denselben Gott glaubt, nicht ganz
so einfach, wie sie im ersten Moment klingt, da man an denselben Gott
glauben, aber ein völlig anderes Bild von ihm haben kann.
Wer wollte bestreiten, dass die Juden an denselben Gott wie die Christen
glauben, und dennoch haben sie ein falsches Gottesbild, das ihnen den Weg
zum Heil in Jesus Christus verstellt."
Prof. Dr. phil. Dr. theol. Thomas Schirrmacher
(2008, Theologe, Rektor des Martin Bucer Seminars,
www.bucer.eu, MBS Texte 96, Dürfen arabische
Christen Gott ‚Allah‘ nennen?,
www.bucer.eu/uploads/media/mbstexte096.pdf)
Kommentar
"Ich kenne zufällig Leute, die Nachfolger Christi in anderen Religionen
sind"
Dr. Rick Warren (Juli
2005, Aspen Ideas Festival 2005 July 5-10, http://www.aspeninstitute.org,
zitiert nach: „Leben mit Vision“ und „Willow Creek“-Welle: Gemeindewachstum
oder Gemeindeverführung?, Rudolf Ebertshäuser, Dezember 2006, freier
Verlagslektor, 1995 – 2003 Mitarbeit an der Revision der Schlachter-Bibel,
Leonberg bei Stuttgart)
Kommentar
"Ich kenne viele Leute, die an den Messias Jesus glauben, ganz gleich,
welcher Religion sie angehören, weil sie an ihn glauben. Es geht um eine
Beziehung, nicht um eine Religion."
Dr.
Rick Warren (02.12.2005, CNN
Interview: Larry King Live,
Quelle:
http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/0512/02/lkl.01.html
[Stand Februar 2007],
Aired December
2, 2005 - 21:00 ET)
[Rick Warren war neben Willow Creek-Pastor Bill Hybels Hauptredner des
Willow Creek-Leitungskongress "Geistlich leiten – auf klarem Kurs" vom 8.
bis 11. November 2006 in Bremen,
http://www.glaube24.de/3576-542-1621-Artikel.html]
Kommentar
"Wer ist der Mann des Friedens in irgendeinem Dorf – es könnte auch eine
Frau des Friedens sein – die das meiste Ansehen haben, die offen und
einflussreich sind?
Sie müssen keine Christen sein. Sie könnten durchaus auch Muslime sein,
aber sie sind offen und sie sind einflussreich, und Sie arbeiten mit ihnen
zusammen, um die fünf Riesen**
[P.E.A.C.E. Initiative, siehe unten] anzugreifen.
Und das
wird die Zweite Reformation herbeiführen."
Dr. Rick Warren
(23.05.2005, Pew
Forum on Religion, Quelle:
http://pewforum.org/events/index.php?EventID=80
[Stand Februar 2007],
Monday, May 23, 2005 - Key West, Florida)
**[P.E.A.C.E. Initiative: 1. Partnerschaft mit den
örtlichen Kirchen (partnership), 2. Ausbildung dienstbereiter
Leiter in Wirtschaft, 3. Politik und Kirche (equipping), 4.
Hilfe für die Armen (assisting), 5. Fürsorge für die Kranken (caring)
und Bildung für die große Menge der Analphabeten (educating)]
Kommentar
"Rick Warren will bis 2020 eine Milliarde Christen mobilisieren, um eine
"Zweite Reformation" einzuleiten." [...]
Rick Warren: "Unser Ziel ist es, eine Milliarde Fußsoldaten des
Reiches Gottes einzuberufen, die dauerhaft das Gesicht der Weltmission
verändern werden, indem sie die fünf 'globalen Giganten'
[P.E.A.C.E. Initiative**, siehe oben]
bekämpfen."
Dr. Martin Erdmann (22.10.06, Historiker,
Rick Warren und das Programm "Leben mit Vision", Riehen/Schweiz,
http://www.nuntia.info)
Kommentar
"Religiöse Toleranz ist einer Studie zufolge in den USA weit verbreitet. 70
Prozent der gläubigen US-Amerikaner seien der Ansicht, nicht nur ihre
eigene, sondern viele Religionen führten "zum ewigen Leben", berichtete das
Meinungsforschungsinstitut "Pew Forum" am Montag (Ortszeit) in Washington."
epd (24. Juni 2008, Studie: Religiöse
Toleranz in den USA weit verbreitet, www.epd.de, http://religions.pewforum.org/pdf/report2religious-landscape-study-key-findings.pdf)
Kommentar
"Ich muss hinzufügen, dass ich nicht der Auffassung bin, Jünger machen sei
gleichbedeutend damit, jemanden an die christliche Religion zu binden.
Es mag unter vielen (nicht allen!) Umständen ratsam sein, Menschen zu
helfen, Nachfolger Jesu zu werden und sie dabei in ihrem
buddhistischen, hinduistischen oder jüdischen Kontext
[lateinisch contexo = zusammenweben, zusammensetzen; contextus =
verflochten, fortlaufend, con-textus = Zusammenhang] zu
belassen."
Dr. Brian McLaren (Februar
2006, A Generous Orthodoxy: 293, Das
TIME Magazine (US) zählt Dr. Brian
McLaren zu den "25 einflussreichsten Evangelikalen Amerikas"
http://de.wikipedia.org/wiki/Emerging_Church)
Kommentar
"Es gibt Wahrheit in jeder Religion. [...]
Christen glauben, dass es in jeder Religion Wahrheit gibt. Aber wir glauben
einfach, dass es nur einen einzigen Retter gibt. ... Ich glaube, ich habe
viel Wahrheit von verschiedenen Religionen gelernt; denn sie haben alle
einen Teil der Wahrheit."
Dr. Rick Warren
(22.11.2004, CNN Interview: Larry King Live,
Quelle:
http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/0411/22/lkl.01.html [Stand
Februar 2007],
Aired November 22, 2004 - 21:00 ET)
[Rick Warren war Referent beim Willow Creek-Leitungskongress "Geistlich
leiten – auf klarem Kurs" vom 8. bis 11. November 2006 in Bremen,
http://www.glaube24.de/3576-542-1607-Artikel.html]
Kommentar
"Für mich ist Jesus "der Weg, die Wahrheit und das Leben", und die Beziehung
zu diesem Gott ist für mich so lebensstiftend, dass ich diese wunderschöne
Erfahrung allen Menschen wünsche. Aber: Keine Religion hat die ganze
Wahrheit, die ganze Wahrheit hat nur Gott allein. Nur Gott selbst ist die
Wahrheit.
Auch wir als Christen können nicht beanspruchen, ihn, den Unbegreiflichen,
zu begreifen, ihn den Unerforschlichen, erfasst zu haben. Wir sind auf dem
Weg zur Wahrheit und das zusammen mit Millionen anderer Menschen - auch
Muslime.
Am Ende werden nicht Christentum oder Islam stehen. Am Ende wird überhaupt
keine Religion stehen. Am Ende wird er stehen, Gott, der alles in allem sein
wird."
Kai Sutrisno Scheunemann
(8.
September 2002, Diplom-Theologe, Geschäftsführer von "Leben mit Vision"
(Rick Warren) in Deutschland, Im Halbmondschein,
http://www.islam.de/2453.php)
Kommentar
"As a follower of Jesus I believe He is the truth and the way. So I look for
my inspiration from Him as documented in the Bible."
["Als ein Nachfolger Jesu glaube ich, dass Er die Wahrheit und der Weg ist.
Deshalb suche ich meine Inspiration bei Ihm, wie in der Bibel belegt."]
"And yet, in our company we have people of all faiths as well as people who
center their faith in the goodness of human beings. [...] As a result, many
of our people would delete my morning messages if they thought I was only
coming from a Christian perspective."
["Doch in
unserer Firma haben wir sowohl Leute aller Religionen als auch Leute, die
ihren Glauben in das Gute im Menschen richten. [...] Als Folge davon würden
viele unserer Leute meine Morgenbotschaft löschen, wenn sie denken würden,
sie käme (wörtlich: ich käme) nur aus einem christlichen Blickwinkel.]
"So I look for inspirational messages from a variety of sources besides
Jesus. Our folk get to hear words of wisdom form great prophets and
spiritual leaders like Buddha, Mohammed, Moses, Mahatma Gandhi, Yogananda,
and the Dalai Lama" [...]
[Deshalb suche
ich inspirative Botschaften aus einer Vielfalt von Quellen neben Jesus.
Unsere Leute hören Worte der Weisheit von großen Propheten und spirituellen
Führern wie Buddah, Mohammed, Moses,"] [...]
"Throughout this book, Buddhas insights and words help us create a kinder
and gentler workplace. Jesus would approve. ..." [...]
["Durch das ganze Buch hindurch helfen uns Buddhas Erkenntnisse und Worte
einen netteren und sanfteren Arbeitsplatz zu schaffen. Jesus würde es
gutheißen..."]
Dr. Kenneth Blanchard (Juni 2001, Kenneth Blanchard wrote the foreword to: “What Would Buddha do
at Work?” Seastone, ISBN: 1569753008, Seite 11-12)
[Dr. Ken Blanchards
Vorwort zum Buch "Was würde Buddha am Arbeitsplatz tun?", Seite 11-12]
Kommentar
"Ken Blanchard [siehe oben] und
Bill Hybels [Gründer der Willow Creek Community
Church] sprechen auf Tagungen und Zusammenkünften in der ganzen
Welt. Ihre Botschaften sind auch auf Hör- und Videokassetten erhältlich."
Dr. Kenneth Blanchard, Dr. Bill Hybels u.
Phil Hodges (November 2000, Das Jesus-Prinzip. Führen mit biblischer
Weisheit, Seite 175,
Verlag: Gerth Medien; Auflage: 3., Aufl. ISBN: 3894903392)
Kommentar
"Lead Like Jesus" [...]
"Jesus is simply the greatest leadership
modell of all time"
Dr. Rick Warren
[Leben mit Vision], Dr.
Kenneth Blanchard
[siehe oben] und Dr. Bill Hybels
[Gründer der Willow Creek Community Church] (30. Juni 2004, Lead Like Jesus,
Audio CD, Verlag: Oasis Audio, ISBN:
1589267281)
Kommentar
"Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass „Wahrheit“ für uns Menschen
ein höchst relativer Begriff ist.
Früher dachte ich: Es gibt nur Ja
oder Nein, Schwarz oder Weiß, Richtig oder Falsch. Heute sehe ich, dass in
den „Wahrheiten“, von denen wir am meisten überzeugt sind, oft viel Lüge
eingemischt ist. Und das, was wir für Lüge halten, nicht selten eine
wichtige Wahrheit für uns transportiert.
Es gibt zwei Arten von
Wahrheiten: kleine Wahrheiten und große Wahrheiten. Eine kleine Wahrheit
erkennt man daran, dass ihr Gegenteil falsch ist. Das Gegenteil einer großen
Wahrheit ist oft eine andere große Wahrheit."
Dr. Klaus Douglass (2006, theologischer Referent Personalabteilung d.
Kirchenverwaltung der EKHN [Evangelische Kirche in Hessen und Nassau],
1989-2009 Gemeindepfarrer in d. Ev.
Andreasgemeinde Niederhöchstadt bei Frankfurt a. M. (EKHN),
http://www.douglass.de/person/philosophie)
[Dr. Klaus Douglass hat das Vorwort zum Buch "Kirche mit Vision" (Dr. Rick
Warren) geschrieben, Projektion J Verlag, Asslar 1998, ISBN 3928093096]
Kommentar

Quelle:
http://www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Es gibt zwei Arten von Wahrheiten. Bei der flachen ist das Gegenteil von
einer wahren Aussage falsch.
In der tieferen ist das Gegenteil von einer
wahren Aussage ebenso wahr."
Prof. Dr.
Niels Bohr (1885 - 1962, dänischer Physiker, 1922 Nobelpreis für Physik)
Kommentar
"Eine Wahrheit zu verkündigen, die gleichzeitig Unwahrheit sein könnte, ist
widersinnig. Darauf kann kein Mensch sein Leben bauen."
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (November 2006, Kirchenamt der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Klarheit und gute Nachbarschaft -
Christen und Muslime in Deutschland, Eine Handreichung des Rates der EKD,
http://www.ekd.de/download/ekd_texte_86.pdf, Seite 17)
Kommentar
"Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten, mäßig entstellt."
Prof. Georg Christoph Lichtenberg (1742 -
1799, Schriftsteller und erster deutscher Professor für Experimentalphysik)
Kommentar
"Unser höchster Schutz ... welches die
Artikel von Christo sind: nämlich dass Christus der Sohn Gottes sei, für
unsere Sünden gestorben, wieder auferweckt, damit wir leben, dass wir durch
den Glauben an ihn gerecht und durch die Vergebung der Sünden selig sind"
...
"Mahomet leugnet, dass Christus der Sohn Gottes sei, er leugnet, dass er
auferstanden sei, um uns zum Leben zu bringen, er leugnet, dass durch den
Glauben an ihn die Sünden vergeben und wir gerechtfertigt werden,
er leugnet, dass er kommen werde als Richter über die Lebendigen und Toten,
wiewohl er eine Auferstehung der Toten und einen Tag des Gerichts glaubt, er
leugnet den Heiligen Geist, er leugnet dessen Gaben.
Durch diese und ähnliche Artikel muss das Gewissen befestigt werden wider
die Zeremonien des Mahomet."
Dr. Martin Luther (1530, Reformator,
Vorrede: Von der Religion und den Sitten der Türken. Walch 2, Bd 14)
Kommentar
Jesus Christus: 32 "Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch
bekennen vor meinem himmlischen Vater. 33 Wer mich aber verleugnet vor den
Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater."
Matthäus 10, 32-33
Kommentar
[2004]
"Wird eine Kirche zur Moschee,
erwecken wir den Anschein, der Unterschied zwischen Christentum und Islam
sei geringfügig. Das würde den Eindruck nahe legen, es sei derselbe
Gott, zu dem Christen wie Muslime beten.
"Christen bekennen sich zu
dem Gott, der sich in Jesus Christus offenbart, während der Islam die
Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus ablehnt."
Bischof
Dr.
Wolfgang Huber (22.
November 2004, 2003 - 2009
Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland,
FOCUS Nr. 48, "Nicht der gleiche Gott. Der Vorsitzende der EKD [2003 -
2009], Wolfgang
Huber, definiert die Grenzen des Dialogs mit dem Islam härter und enger denn
je.")
Kommentar
[2009] "Christentum wie Islam sind
Buchreligionen. […] In unseren beiden Religionen gibt es Gruppen, die sich
einem reflektierten und wissenschaftlich fundierten Umgang mit den
grundlegenden Schriften [vgl.
Historisch- kritische Methode] entziehen und
fundamentalistische Auslegungen vertreten. [...]
Keine Religion kann mehr davon ausgehen, dass sie für sich allein existiert
und eine absolute Wahrheit nur für sich beanspruchen kann."
Bischof Dr. Wolfgang Huber
(16. März 2009,
2003 - 2009
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD,
„Herausforderungen des interreligiösen Dialogs. Hermeneutische
Fragestellungen.“ - Vorlesung in der Theologischen Fakultät in Ankara, www.ekd.de)
Kommentar
"Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm
nach, ist's aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm
nichts."
1. KÖNIGE / 18. Kapitel, 21
Kommentar
"Der HERR ist unser Gott, der HERR allein.
Und du sollst den HERRN,
deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all
deiner Kraft."
5. MOSE / 6. Kapitel,
4-5
Kommentar
"Ich glaube an ein höheres Wesen. Ob ich das nun Allah, Gott, Vorsehung oder
Schicksal nenne, ist doch wohl gleichgültig." Ich erwiderte: „Vielleicht
kommen Sie bald in eine Krise oder große Not. Flüchten Sie dann zur
Vorsehung! Rufen Sie das Schicksal an! Ergreifen Sie die Hand des höheren
Wesens!
Dann stellt es sich heraus: Sie kennen Gott nicht einmal dem
Namen nach. Sie sind ihm fremd und er ist Ihnen fern."
"Aber Jesus!
Der geoffenbarte Gott und Heiland! Der ist ein festes Schloss. Wer ihn
anruft, kennt Gott mit Namen. Wer Jesus anrufen kann, wohnt in dem festen
Schloss. Vor dem Namen Jesus flieht die Hölle. Beim Namen Jesus schweigt
sogar Gottes Gericht, weil Jesus für uns Sünder am Kreuz gebüßt hat."
Pfarrer Wilhelm Busch (1929 bis 1962 protestantischer Jugendpfarrer -
Essen, "365 x ER. Tägliche Andachten", Aussaat; 14. Auflage 2006, ISBN-13:
978-3761541586,
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)
Kommentar
"Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh. 14,6).
Wahrlich,
wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall,
sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und Räuber. Ich bin die
Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden. (Joh 10,1.9).
Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das
eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu
vertrauen und zu gehorchen haben.
Wir verwerfen die falsche Lehre,
als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben
diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten
und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen."
1. These der Barmer Theologischen Erklärung (31. Mai 1934, Bekennenden
Kirche, ab 1945 Lehr- und Glaubenszeugnis der EKD [Evangelische
Kirche in Deutschland],
Wortlaut: Evangelisches Gesangbuch)
Kommentar

Quelle:
http://www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Wenn an einer Wahrheit Ärgernis genommen wird, ist es nützlicher, das
Ärgernis entstehen zu lassen, als auf die Wahrheit zu verzichten."
Augustinus von Hippo
(354-430, Bischof und Kirchenvater)
Kommentar
"Um der Wahrheit willen" [...]
"Die Männer, die sich nur auf ihr
Gewissen stellen können, "das in Gottes Wort gefangen ist", werden dem
Politiker immer sehr unbequem sein. Denn sie verstehen die größte Kunst des
Politikers nicht: die Kunst des Kompromisses! ... (Karl Hesselbacher)"
Walter Rominger (Juni 2007, Theologe, "Ich bin ein Gast auf Erden" -
Paul Gerhardt, Albstadt bei Tübingen)
Kommentar
"Brauchen wir ein „jein" in unserem christlichen Sprachgebrauch?" [...]
"Erstaunlich ist, dass die Gegner der „christlichen Fundamentalisten" so
vehement darauf beharren, dass Einstellung und Glaube der „Fundamentalisten"
falsch sei. Ist das die Intoleranz der Toleranz?
Die Gründer der
Freikirchen würden sich im Grab umdrehen bei all den interessanten
Äußerungen ihrer Nachfolger."
Johannes
Vogel (17. Oktober 2007, Schulleiter Bibel-Center - Freie Theologische
Fachschule e.V., ideaSpektrum 42/2007, Seite 4)
Kommentar
"Um nicht in den Verdacht des Fanatismus zu geraten, haben sich die modernen
Prediger etwas ausgedacht, was sie mit Bescheidenheit das Wort Gottes
nennen. Es besteht darin, stundenlang zu salbadern und sich mit vollendeter
Geschicklichkeit um das Ja und Nein herumzudrücken."
Léon Bloy (1846-1917, französischer Dichter)
Kommentar
"Wo Gottes Wort nicht mehr das Fundament ist, setzen sich Pragmatismus
[http://de.wikipedia.org/wiki/Pragmatismus]
und Säkularisierung
[mlat. saecularis = weltlich] durch."
Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (22. Januar, 2002,
kath.net/idea)
Kommentar
"Wissen wir, wohin das führt? Damit stehen wir wieder bei der "Aufklärung".
Das war eine geistige Bewegung, die um das Jahr 1800 die Kirche verwüstete,
weil man nicht mehr Vergebung der Sünden predigen wollte, sondern
"Lebenshilfe". [...]
Die moderne Jugend fragt uns nicht, ob wir in die Welt hineinpassen,
sondern sie fragt uns, ob wir eine göttliche Botschaft für sie haben, die
wirklich dem Menschen im tiefsten Grunde hilft. ... Die heutige Jugend fragt
uns:
1. Habt Ihr eine ernst zu nehmende Botschaft?
2. Seid Ihr Eurer Botschaft gewiss? [...]
So lassen die "modernen" Vertreter der "neuen Wege" eine suchende Jugend
verschmachten. Sie bieten ihnen Steine statt Brot und rühmen sich dessen
sogar noch. Sie gehen an der eigentlichen Problematik der Jugend vorbei und
finden sich enorm zeitgemäß. [...]
Die eigentliche Not, die in dieser ganzen Sache offenbar wird, ist doch
die, dass man kein Vertrauen mehr hat in die "efficacia verbi divini", das
heißt in die Wirklichkeit des Wortes Gottes. Man traut dem Evangelium nicht
mehr zu, dass eine Jugend im Zeitalter der Technik und der Sputniks diese
alte Botschaft hören könnte. Da kann man nur sagen: Arme Boten, die kein
Vertrauen zu ihrer Botschaft haben!
Arme Kirche! Gott hat ihr einen starken "Freudenwein" anvertraut - und sie
macht eine dünne Limonade daraus. Arme Christenheit! Gott hat ihr das
"Dynamit" des Evangeliums anvertraut - und sie legt es beiseite und sucht
die Steine mit einem Hämmerchen loszubrechen. [...]
Schmerzerfüllt schrieb einst der Apostel Paulus von einem seiner bisherigen
Mitarbeiter: "Demas hat mich verlassen und die Welt lieb gewonnen."
Wenn dieser Demas heute lebte, dann hätte er es nicht nötig, die christliche
Gemeinde zu verlassen. Er würde bleiben, weil er in der Jugendarbeit der
Christenheit ein großartiges Betätigungsfeld fände. Ja, er würde bald zu
hohen Ehren aufsteigen.
Und dann würde er in irgend einem Jugendblatt einen Aufsatz schreiben, in
welchem er dem Apostel Paulus nachweisen würde, dass er eine "pietistische"
[http://de.wikipedia.org/wiki/Pietismus]
oder gar "introvertierte" Theologie hätte und dass er, der
Paulus, schuldig sei an dem gesetzlichen Wesen in der bisherigen
Gemeindearbeit.
In einem zweiten Aufsatz würde er den Aposteln sagen: Es geht nicht an, dass
ihr solch einen Trennungsstrich zieht zwischen Gemeinde und Welt, wie es der
Johannes tut in dem Satz: "Habt nicht lieb die Welt!" So darf man nicht
sagen und tun! [...]
Aber nun möchte ich sehr laut rufen im Namen all derer, die noch etwas
wissen von der Macht des Evangeliums - im Namen all derer, die heute seufzen
über all diese Allotria -: "Macht Schluss damit, dass der Demas unsere
Jugendarbeit führt und prägt! Wir wollen, dass diese Arbeit geführt werde
von dem Herrn der Kirche und geprägt werde von Seinem herrlichen Wort.
[...]
"Predige zur Zeit und zur Unzeit!" Da haben wir die klare Anweisung, nicht
nach dem Erfolg zu fragen, sondern unseren Auftrag auszurichten.
Der Herr wird mich an jenem Tage nicht fragen, ob ich ungeschickt war, wenn
ich mit der Tür ins Haus fiel und einem jungen Menschen sagte: "Du brauchst
Jesus!" Aber Er wird mich richten, wenn ich in fleischlicher Klugheit meinen
Auftrag zurückstellte."
Pfarrer Wilhelm Busch (1958,
protestantischer Jugendpfarrer - Essen, Wird der „Schmale Weg“ verbreitert?
Ein Wort zur evangelischen Jugendarbeit,
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer))
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Wo kommen wir denn da hin? Dann denken sie an Lothar Zenetti, der gesagt
hat: „Wenn allzu viele Leute sagen wo kommen wir dahin, wird es Zeit, dass
mal einer aufsteht und nachschaut wo wir dahin kämen. Vielleicht ist es ja
gar nicht so schlimm wo wir dahin kämen. Es ist nur ungewohnt und nicht mehr
heimatlich, nicht mehr vertraut. […]
Übergänge und Schwellen
machen jeden hindurchgehenden unsicher, denn der neue Rahmen hinter dem
Türrahmen, der neue Raum hinter dem Türrahmen, das fremde Terrain hinter dem
Torbogen sind ja unbekannt und noch unbetreten und immer wenn Vertrautes wegbricht, und wenn eine geölte Routine stoppt, dann suchen wir nach Halt,
und dann suchen wir nach Sicherheiten, nach Fixpunkten - und finden sie am
ehesten natürlich im Rückgriff auf Erinnerung und Erfahrung.
Deswegen ist ein Ruck zum Konservativen, zum Gesetzlichen, Biblizistischen,
eine Zunahme fundamentalistischer Gruppen, oder eine Zunahme
fundamentalistischer Positionen, moralisch rigider Positionen, überhaupt
nicht verwunderlich – es ist überhaupt nicht verwunderlich – es ist nur
nicht zukunftsweisend."
Andreas Malessa
(26. August 2007, Pastor im Bund der Baptisten, Journalist, Westfälisches
Gemeindefestival "Maximale", Evangelische Kirche von Westfalen, Forum:
Aufbruch im Abbruch der Kirche)
Kommentar
"Je fundamentalistischer, je radikaler, je simpler eine Bewegung, eine
Bibelschule, eine Gemeinde argumentiert, umso attraktiver ist sie zunächst
für den postmodernen Sinn- und Heimatsuchenden."
Andreas Malessa (10.06.2008, Pastor im Bund der Baptisten,
Journalist, Journalist kritisiert "Christival"-Berichterstattung,
www.pro-medienmagazin.de)
Kommentar
"Bibel-treu oder Jesus-treu?" [...]
"Die evangelikale Beziehungskrise
zu Jesus. Sprich: Das Verherrlichen einer bibel-gebundenen Rechtgläubigkeit,
die sich ans Wort hält und deswegen so gut auch ohne die
mühsam-zeitfressende Rückkopplung mit dem lebendigen Jesus auskommen kann.
Bibel-treu statt Jesus-treu.. Bibeltreu ist einfach, klar, schwarz-weiß,
lässt sich schriftlich fassen, klar abgrenzen, bis zum bitteren Ende
auskämpfen, intellektuell abarbeiten.
Jesus-treu? Was ist denn das?
Ist das nicht schwammig? Und mühsam? [...]
Bei einer Buch-Religion
muss ich gar nicht mehr um Wunder beten, den Lebendigen suchen, auf das
Flüstern des Heiligen Geistes setzen - ich habe ja das Buch. [...]
Wir sind keine Buch-Religion wie der Islam, sondern leben einen
Beziehungs-Glauben."
Ulrich Eggers
(2006, Vorsitzender von Willow Creek
Deutschland, Pastor im Bund Freier
evangelischer Gemeinden, Leiter des Bundes-Verlags Witten und
"Aufatmen"-Chefredakteur, Aufatmen 02/06, Seite 95-96)
Kommentar
"Inspiration heißt nicht: möglichst viel Gott, möglichst wenig Mensch! Dann
wäre der Koran oder das Buch Mormon doch das überlegene Buch."
Dr. Heinzpeter Hempelmann (2004, Theologe, Nicht auf der Schrift,
sondern unter ihr, Seite 101)
Kommentar
"Wahrheit ist in der Bibel vor allem ein Beziehungsbegriff. ... Wahrheit ist
hebräisch ämät, und ämät bedeutet: Wahrheit, Treue, Zuverlässigkeit,
Bestehen in Bewährungen."
Dr. Heinzpeter
Hempelmann (2004, 1996 – 2005 Direktor des Theologischen Seminars der
Liebenzeller Mission, 2007
CTL-Dekan [Chrischona Tabor Liebenzell], Oberkirchenrat der
württembergischen Landeskirche,
Nicht auf der Schrift, sondern unter ihr, Seite 108)
Kommentar
"Die Bibel ist uns nicht das Buch der tausend Richtigkeiten, sondern das
Buch der Wahrheit."
Dr. Christoph Morgner (5. Februar 2009,
Theologe, 1989 - 2009 Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands
[Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften], Theologischer Bericht des
Präses 2009, www.gnadauer.de)
Kommentar
"Das Christentum, der christliche Glaube, ist eine Beziehungsreligion."
Jürgen Werth (7. Oktober 2007, Vorsitzende der Deutschen Evangelischen
Allianz (DEA), Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF), Hardliner Gottes -
die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche
Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober
2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)
Kommentar
"Jesus Christus treu zu sein ist wichtiger, als der Bibel treu zu sein.
Nur dort, wo wir Jesus Christus treu bleiben können, dürfen wir auch der
Bibel treu bleiben. Im Konfliktfall argumentieren wir ohne jedes Zögern mit
Jesus Christus gegen die Bibel! [...]
Hätte Jesus auch alle erstgeborenen Söhne der ägyptischen Bevölkerung im
Schlaf erwürgt, weil der Pharao verstockt war (vgl. Ex 11)? Hätte Jesus auch
sämtliche Baalspriester umbringen lassen, wie es von Elia berichtet wird
(vgl. 1 Kg 18,40)? [...]
Der Ausdruck »bibeltreu« hat auf diejenigen, die mit ihm aufgewachsen sind,
eine tiefe emotionale Wirkung. Das Gegenteil von »treu« ist »untreu« bzw.
»treulos«. Diese Worte sprechen die tiefsten Schichten des Menschen an. Die
indirekte und direkte Botschaft des Ausdrucks »bibeltreu« lautet: »Nur wenn
du unser Bibelverständnis beibehältst, bist du der Bibel und damit auch Gott
treu. Wenn du dieses Bibelverständnis aufgibst, wirst du der Bibel und Gott
untreu. Und das kannst du doch nicht wollen.«
Im Blick auf eine Öffnung gegenüber der Bibelwissenschaft kann die tief
sitzende Wirkung dieses Worts eine Blockade hervorrufen und Angst
verursachen: »Werde ich jetzt der Bibel und Gott untreu? Das will ich auf
keinen Fall.« In dieser Situation ist es wichtig, sich über Folgendes klar
zu werden: Wenn ich mich der Bibelwissenschaft öffne, werde ich keineswegs
der Bibel oder sogar Gott untreu. Ich werde lediglich einer bestimmten Sicht
der Bibel »untreu« und auch das nur, weil ich eine angemessenere Sicht der
Bibel kennengelernt habe."
Prof. Dr. theol. Siegfried Zimmer (1. März
2007, Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Schadet die Bibelwissenschaft
dem Glauben? Klärung eines Konflikts, 2. Aufl.)
Kommentar
"Als Widerpart zum liberalen Schriftverständnis und als Antwort darauf hat
sich – in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts aus den USA kommend
- die gegenläufige Bewegung des Fundamentalismus etabliert, die „das
Evangelium zu einer Buchreligion macht“.
Häufig begegnen uns hier Begriffe wie „bibelgläubig“, „bibeltreu“ oder
„schriftgläubig“. […]
Die Hoffnung des Glaubenden richtet sich auf ein Buch. Es kommt zu einer
elliptischen Glaubensbasis: Jesus und die Bibel. Doch hier begibt sich der
Glaube auf ein falsches Fundament. Dieses heißt ausschließlich Jesus
Christus (1Kor 3,11). Nur hier bekommt der Glaube dauerhaften und festen
Halt.
Wird eine fundamentalistische Position eingenommen, pflegen sich
unverzüglich Verteidigungs-strategien einzustellen, die dem Ziel dienen, die
Würde der Bibel allseitig zu sichern. […] Dabei wird übersehen, dass man bei
solchem Vorgehen einen Standpunkt außerhalb der Bibel einnimmt. Man will die
Autorität ihrer Botschaft durch Maß nahmen von außen sichern.
Doch Heinzpeter Hempelmann [siehe Beiträge unten]
verweist darauf, dass dieser Standpunkt illusorisch und gefährlich ist. Das
„Bemühen um ein letztgültiges, allgemein einsehbares Fundament, auf das die
Kirche ihre Wahrheiten begründen könnte, .. (ist) ja schon vom Neuen
Testament her verboten“.
Es gibt für die christliche Botschaft kein anderes Fundament als das, das
Jesus Christus heißt (1Kor 3,11). […] Insofern haben wir es beim
christlichen Fundamentalismus mit einer Variante des Rationalismus zu tun.
Er „ist - zugespitzt gesagt - ‘Bibelkritik von rechts’."
Dr. Christoph Morgner (5. Februar 2009,
Theologe, 1989 - 2009 Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands
[Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften], Theologischer Bericht des
Präses 2009, www.gnadauer.de)
Kommentar
"Die Bibel ist das Wort Gottes." Genau genommen und provokativ formuliert
ist das ein bibelkritischer Satz. Denn hier fällt ja jemand ein (logisches)
Urteil über die Bibel"
Dr.
Heinzpeter Hempelmann (2004, Theologe, 1996 – 2005 Direktor des
Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission, 2007
CTL-Dekan [Chrischona Tabor Liebenzell], Oberkirchenrat der
württembergischen Landeskirche,
Nicht auf der Schrift, sondern unter ihr, Seite 74-76)
Kommentar
"Nicht wir Menschen können die Bibel zum Wort Gottes machen, sondern die
Bibel selbst beansprucht, Gottes gültiges Wort zu sein."
Pfarrer Ulrich Parzany
(25. März 2009,
Theologe,
Das Streitgespräch, ideaSpektrum 13/2009, S. 18)
Kommentar
8 "Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert,
nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott."
Micha 6, 8
Kommentar
28 "Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren."
Jesus Christus (Lukas 11, 28)
Kommentar
9 "Wie fein hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure Satzungen aufrichtet!
[...]
13 und hebt so Gottes Wort auf durch eure Satzungen, die ihr überliefert
habt; und dergleichen tut ihr viel."
Jesus Christus (Markus 7, 9+13)
Kommentar
11 "Ich will rühmen Gottes Wort; ich will rühmen des HERRN Wort."
Psalm 56, 11
Kommentar
17 "Und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist
das Wort Gottes."
Epheser 6, 17
Kommentar
13 "Und darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort
der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt nicht als
Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als
Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt."
1. Thessalonicher 2, 13
Kommentar
14 "Ich habe euch Kindern geschrieben; denn ihr kennt den Vater. Ich habe
euch Vätern geschrieben; denn ihr kennt den, der von Anfang an ist. Ich habe
euch jungen Männern geschrieben; denn ihr seid stark und das Wort Gottes
bleibt in euch, und ihr habt den Bösen überwunden."
1. Johannes 2, 14
Kommentar
12 "Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes
zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist,
auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens."
Hebräer 4, 12
Kommentar
"Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen."
Jesus Christus (Matthäus 24, 35)
Kommentar
14 "Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst; denn
sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
15 Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du
sie bewahrst vor dem Bösen.
16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit."
Jesus Christus (Johannes 17, 14-17)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Stammt die
Bibel aus Babel?" [vgl. Babylonisches Exil von 598 v. Chr. bis 539 v. Chr.]
"Im Irak haben die Ausgrabungsarbeiten eine Reihe
Täfelchen zutage gefördert, auf denen man Berichte über die Schöpfung und
die Flut [vgl.
Gilgamesch-Epos]
fand. Ihre Entdeckung erregte allgemein
großes Aufsehen. Als man die Texte mit der Bibel verglich, entstand unter
den Forschern ein Streit, der unter dem Stichwort 'Bibel und Babel'
[http://de.wikipedia.org/wiki/Babel-Bibel-Streit]
bekannt wurde. In ihm ging es um die Frage, welche der beiden Darstellungen
von der anderen abhängig sei." [...]
"1. Die Täfelchentexte aus
Babylonien sind vergröberte Nachahmungen der biblischen Berichte.
2.
Die biblischen Berichte stammen von den babylonischen Darstellungen ab. Die
Schreiber der Bibel haben diese nur vorher von allen phantastischen
Verzerrungen des Polytheismus [Vielgötterei]
gereinigt.
[Die Bibel sei von Babylon
inspiriert.]
Wie nicht anders zu erwarten, schlossen sich
die konservativen Forscher genauso selbstverständlich der ersten Erklärung
an wie die Vertreter der kritischen Schule der zweiten." [...]
"Man
ging von der Voraussetzung aus, dass die Genesis
[Schöpfung] zu einer viel späteren Zeit geschrieben ist als die
babylonischen Täfelchen, woraus sich ergab, dass die biblischen
Darstellungen später als die Babylonischen entstanden und infolgedessen auch
von jenen abgeschrieben worden sind.
Dass sie reiner waren und ohne
die phantastischen Verzerrungen, entsprach außerdem der allgemeinen Ansicht,
nach der sich die Religionen erst langsam vom Polytheismus
[Vielgötterei] zum Monotheismus [Glaube
an einen einzigen Gott] hin entwickelt hat
(Evolutionstheorie). Danach hat es am Anfang der Geschichte nur ganz
niedrige polytheistische, animistische Vorstellungen gegeben, die sich erst
mit der Zeit geläutert und verfeinert haben."
Armin Held (Theologie. Den Glauben behalten, ohne den Verstand zu
verlieren.)
Kommentar
"Sie sehen, was Sie zu sehen erwarten."
Prof. Dr. Steven J. Sherman & Prof. Dr.
David L. Hamilton (1989,
Personality and Social Psychology Bulletin, Vol. 15, No. 4, 559-571. 1989,
Attenuation of Illusory Correlation)
Kommentar
"Wie mit der
Sintflut-, der Mose- und der Sinai-Geschichte verhält es sich mit vielen
Geschichten der Bibel. Sie transportieren ältere Erzählstoffe aus anderen
Kulturen. Unsere heiligen Texte sind oft nur heidnische Texte, die jüdisch
umgearbeitet und später von Christen übernommen wurden."
Christian Nürnberger
(November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für
Zweifler)
Kommentar
"Der Weg zur
Bibeltreue geht durch die enge Pforte, durch Bekehrung und Buße als Umkehr
zu Jesus als Heiland und Herrn.
Dazu gehört auch die Bekehrung des
Denkens ... und das schließt für solche, die unter den Einfluss der
historisch-kritischen Theologie geraten waren, eine Absage in Jesu Namen
ein, denn diese Theologie ist ein okkultes [lat.
occultus, was Wissen um Verborgenes] Phänomen."
Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1998, Theologin, "Bibelkritik auf dem
Prüfstand: wie wissenschaftlich ist die wissenschaftliche Theologie?")
[Vgl. okkulte (lat. occultus, was Wissen um Verborgenes) Bibel: Hinter
nahezu jeder biblischen Grundaussage stehe ein heidnischer Götter u. Dämonen
Mythos bzw. sei von diesem inspiriert (Beispiel AT:
Gilgamesch-Epos, Beispiel NT:
Dionysoskult).
Teilweise sehen dagegen
konservative Christen die Autoren der Bibel als von Gott bzw. dem Heiligen
Geist inspiriert an. Die heidnischen Götter u. Dämonen Mythen, die das
Grundgerüst der "okkulten Bibel" (verborgenen Bibel) darstellten, würden
dagegen dem Wunsch Satans entsprechen, Gott zu imitieren bzw. zu verkehren.
Diese Sichtweise wird weitestgehend als „fundamentalistisches Weltbild“
beschrieben.]
Kommentar
"»Warum
sagen Sie NEIN zur historisch-kritischen Theologie?« Diese Frage wurde mir
gestellt und ich möchte vorab auf sie antworten: Mein NEIN zur
historisch-kritischen Theologie entspringt dem JA zu meinem wunderbaren
Herrn und Heiland Jesus Christus und zu der herrlichen Erlösung, die Er auf
Golgatha auch für mich vollbracht hat."
Prof. Dr. Eta Linnemann (1994, Theologin,
Original oder Fälschung. Historisch-kritische Theologie im Licht der Bibel,
ISBN 978-3893977543)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Das ist die offenkundige vor Augen liegende Wirkung der historischen
Methode. Sie relativiert Alles und Jedes. ... Wer ihr
[der Historisch-kritische Methode]
den kleinen Finger gegeben hat, wird von ihr so energisch ergriffen, dass er
ihr die ganze Hand geben muss." [...]
"Jedenfalls können wir nun
einmal nicht mehr ohne und gegen diese Methode denken und müssen wir alle
unsere Forschungen über Wesen und Ziele des menschlichen Geistes auf sie
aufbauen.
So hat die historische Methode auch die Theologie
ergriffen, erst schüchtern und fragmentarisch mit allerhand Vorbehalten und
Einschränkungen, dann immer energischer und umfassender, bis sie auch hier
bewirken musste, was sie überall sonst bewirkt hat, eine prinzipielle
Veränderung der gesamten Denkweise und der ganzen Stellung zum Gegenstande
[Bibel]".
Prof. Dr. Ernst
Troeltsch (1865 - 1923, Theologe, Ernst Troeltsch Lesebuch, Utb;
Auflage: Oktober 2003, ISBN 978-3825224523, Seite 7 f.)
Kommentar
"Vor allem die Evangelikalen ... opponierten heftig gegen das, was ihnen die
Theologie-Professoren mit - wie mir schien - heimlicher Lust an der
Provokation vorsetzten. Und etliche Studenten gefielen sich sehr in ihrer
Rolle als Aufklärer, gerierten sich wie kleine Voltaires
[http://de.wikipedia.org/wiki/Voltaire] und zogen, ein Vierteljahr tausend nach Voltaire, viel Lustgewinn aus ihrem
Bestreben, die Evangelikalen als bemitleidenswerte Hinterwäldler
vorzuführen.
Ich selbst saß meistens eher still dabei, litt ein wenig
mit den Evangelikalen, konnte sie gut verstehen, aber nicht verteidigen.
Jahrelang hatten sie in ihren christlichen Jugendgruppen engagiert
gearbeitet, waren sie in ihren Gemeinden meistens die Einzigen, die noch was
auf die Beine gestellt kriegten, hatten sie für ihr Leben viel Kraft aus den
wörtlich geglaubten Geschichten der Bibel gezogen.
Ihnen, denen es
wirklich ernst war mit ihrem Glauben, wurde nun dieser Glaube ausgerechnet
von der geistigen Elite der Kirche zertrümmert. Das musste ihnen teuflisch
vorkommen - der Theologieprofessor als Antichrist."
Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott
glauben", Jesus für Zweifler)
Kommentar
"Die Folge der historisch-kritischen Theologie ist in erster Linie der
Verlust des Vertrauens in die Bibel und damit der Verlust des
Glaubensfundaments. Unglaube gegenüber Gottes Wort ist die Wurzel dieser
Theologie - und es ist auch ihre Saat und ihre Frucht.
Die Folge des
inneren Glaubensverlusts ist naturgemäß eine geistliche Leere und
wortklingelnde Sprachlosigkeit. Liberale Theologie wird in immer kleiner
werdenden Gemeinden in immer leereren Kirchengebäuden gepredigt." [...]
"Die historisch-kritische Theologie liegt wie ein
Mehltau über dem geistlichen Leben" der Kirchen."
Ingmar Niederkleine (2006, Rechtsanwalt)
Kommentar
"Das feine Gewebe der historisch-kritischen Methode ergab eine neue
babylonische Gefangenschaft der Kirche."
Prof. Dr. Gerhard Maier (2001 bis 2005 Landesbischof der
Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Das Ende der
historisch-kritischen Methode,
http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Maier)
Kommentar
"Wer sich nicht bewegt, spürt seine Ketten nicht."
Unbekannter Autor ?
Kommentar
"Kierkegaard [dänischer Theologe, 1813-1855]
verschaffte der Bibelkritik einen breiten Eingang in die Theologie, indem er
sie total verharmloste: einem Glauben, der echt ist, könne sie keinen
Schaden tun. Das wirkte sich gerade deshalb verheerend aus, weil Kierkegaard
persönlich zweifellos ein frommer Mann gewesen ist, dessen Mund manches
rechte Wort hervorbrachte.
Es sind aber gerade die Frommen unter den
Bibelkritikern, die am Ende selbst jene für die Bibelkritik einnehmen, die
ihr zunächst - aus gutem biblischem Grund - widerstehen."
Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1998, Theologin, "Bibelkritik auf dem
Prüfstand: wie wissenschaftlich ist die wissenschaftliche Theologie?")
Kommentar
"Oft sind es die Freunde der Fundamentalisten, die am ehesten Einfluss
auf sie haben."
Prof. Dr. Thomas
Schirrmacher (15. Januar 2010, Theologe, Sprecher für
Menschenrechte der weltweiten Evangelischen Allianz, Fundamentalismus: Wenn
Religion zur Gefahr wird, Scm Hänssler, ISBN 9783775152037, S.71)
Kommentar

Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm
(Die Webseite www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm wurde vom ERF abgeschaltet.
In Zukunft müssen womöglich alle Cartoons entfernt werden.)
"Zimmerlings [Prof. Dr. Peter Zimmerling,
Universität Leipzig] Behauptung, „die in den 70er und 80er Jahren
vorherrschende Furcht, dass Theologie den Glauben zerstören könne, sei heute
unbegründet" [ideaSektrum Nr. 26/2007, Seite 10],
ist in sich selbst unstimmig.
Dass die historisch-kritische
Theologie in vielen den Glauben zerstört, war nicht die Furcht vor einer
Möglichkeit, sondern bittere Erfahrung und trifft heute nicht weniger zu,
als in den 70er und 80er Jahren.
Die Furcht mag nachgelassen haben,
doch die Gefahr ist geblieben. Heute sind andere Fragen aktuell als damals
und einige Schulmeinungen haben sich geändert. Die historisch-kritische
Theologie hat aber ihre Identität bewahrt."
Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (04. Juli 2007, Theologin,
ideaSpektrum Nr. 27/2007, Seite 4)
Kommentar
Es gibt
"gewisse Charakteristika, die die unterschiedlichen Formen der historischen
Kritik miteinander verbinden.
Ein solches Charakteristikum ist, dass
die Bibel als das Wort des Menschen über Gott betrachtet wird statt als
Gottes Wort über den Menschen und an den Menschen." [...] "Der wirkliche
Inhalt der Theologie besteht nicht aus von Gott geoffenbarten Wahrheiten,
sond