Diskussion: Historisch-kritische Theologie


Beiträge zum Thema christlicher Fundamentalismus

 

 

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Hinweis in eigener Sache: Die vielstimmigen Diskussionsbeiträge und Zitate dieser Website geben nicht notwendig unsere eigene Meinung wieder.

Die nachstehende "Textlandschaft" aus Textfragmenten und Zitaten stellt den Versuch dar, zumindest exemplarisch Teilbereiche der aktuellen Fundamentalismusdebatte abzubilden. Wobei der Einstieg gelegentlich "bibelkritisch" aufgebaut ist und im Wechsel mit "bibeltreuen" Textfragmenten (manchmal erst im unteren Abschnitt) eine Art "Debatte" abbildet.
Fundamentalismusdebatte.de ist keine "bibeltreue" Webseite, sondern stellt "bibelkritische" und "bibeltreue" Inhalte unkommentiert nebeneinander. Ein bibeltreues Projekt findest Du in der Bibel. ツ

Ein weites Feld für Missverständnisse in der Fundi-Debatte kann übrigens darin bestehen, dass unter dem Wort "Gott" ganz Unterschiedliches verstanden wird. Das reicht von "Gott als (gemeinsame) Idee" (eine Idee kann sich auf Menschen bzw. eine Gemeinschaft auswirken, aber z.B. keine Naturgesetze durchbrechen oder selbst etwas sagen bzw. tun) bis zu "Gott als Person" (wenn Gott Gott ist, dann ist Ihm nichts unmöglich) und allem dazwischen.
Dieser Unterschied, von welchem Ausgangspunkt in der Fundi-Debatte argumentiert wird und was der Autor jeweils unter dem Wort "Gott" versteht, kann in der Kürze der Beiträge nicht dargestellt werden.

Über uns: Wir selbst glauben an einen persönlichen Gott, der sich in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist geoffenbart hat und das noch immer tut. Wir respektieren Menschen, die das anders sehen oder etwas anderes glauben.

 

Dr. Joseph Ratzinger, 2005-2013 Papst Benedikt XVI.

 


"Sicher ist, dass es keinen Weg mehr an der historisch-kritischen Methode vorbei gibt und dass sie gerade als solche einem Anspruch der Sache der Theologie selbst entspricht."

Prof. Dr. Joseph Ratzinger (196
7, 2005-2013 Papst Benedikt XVI., Kommentar zur Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung, Dei Verbum: LThK, Ergänzungsband II, Freiburg 1967, S.499)

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"Die Theologie, wie sie heute rings um den Erdball - sowohl in Ost-West- als auch in Nord-Süd-Richtung an den meisten Universitäten gelehrt wird und die ganz gewiss in Deutschland an den staatlichen Universitäten das Monopol hat und den Alleinvertretungsanspruch erhebt, basiert auf der historisch-kritischen Methode.

Diese ist nicht nur Grundlage in den exegetischen Disziplinen [griech. exégesis = Auslegung, Erläuterung]. Sie entscheidet auch darüber, was der Systematiker [Glaubensinhalt] sagen kann und was man ihm abnimmt und wie man in Katechetik [grch: katechein = berichten, unterrichten], Homiletik [Predigtlehre] und Ethik vorzugehen pflegt. […]

Meine früheren Kollegen, mit denen ich bei den Meetings der Society for New Testament Studies [SNTS ist ein internationaler Verband habilitierter Theologinnen und Theologen, die im Fachgebiet Neues Testament arbeiten] Gemeinschaft hatte, würden sich streng dagegen verwahren, wenn man sie als historisch-kritische Methodiker einstufen würde anstatt als Theologen. Denn sie selber verstehen sich als Theologen und wollen als solche ernst genommen werden.

Dann ist es aber doch wohl nicht verkehrt, ihre Arbeit als historisch-kritische Theologie anzusprechen und nicht bloß von historisch-kritischer Methode zu reden."

Prof. Dr. Eta Linnemann (1994, Theologin, Original oder Fälschung. Historisch-kritische Theologie im Licht der Bibel, ISBN 978-3893977543)

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"Die christlichen Kirchen machen den Zugang zum Predigt- oder Priesteramt, zu vielfältigen anderen kirchlichen Diensten (z. B. der Pastoralassistenz) sowie in der Regel zum Lehramt für den Religionsunterricht bis heute von einem universitären Studium abhängig.

Damit bekunden sie ihr grundsätzliches Interesse an einem aufgeklärten Christentum. Beide großen Konfessionskirchen wollen durch die akademische Bildung die kritische Selbstreflexion ihrer Funktionsträger stärken, den rationalen Umgang mit den überlieferten christlichen Traditionen fördern und fundamentalistischen Lesarten der überkommenen Glaubensvorstellungen wehren."

WR Wissenschaftsrat (29. Januar 2010, www.wissenschaftsrat.de/texte/9678-10.pdf, S. 53, Stand 2010)

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"Angesichts einer wachsenden Bedeutung religiöser Einstellung in der Gesellschaft und dem Gefühl einer Bedrohung durch fundamentalistische Tendenzen nicht allein im Islam, findet derzeit eine universitäre Ausbildung des künftigen religiösen Personals erneut Zustimmung in Politik und Öffentlichkeit.

Insbesondere von einer religionswissenschaftlichen Betrachtung erhofft man sich Aufklärung und Zähmung gewaltbereiter Religion.

Einer Theologie jedoch, die mit Wahrheitsanspruch auftritt, sich als Funktion der Kirche versteht und sogar konfessionell gebunden ist, traut man weniger zu, Frieden und Toleranz fördern zu können. Der Druck, theologische Fakultäten Schritt für Schritt in Richtung auf religionswissenschaftlich bestimmte Einrichtungen zu verändern, ist derzeit wohl deren gewichtigste Herausforderung."

Prof. Dr. Peter Neuner (Oktober 2009, Theologe, Zur Situation der theologischen Fakultäten Deutschland, in: Stimmen der Zeit, 227. Band, Heft 10/2009, Herder Freiburg, S. 692)

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Christ

Thomas Plaßmann, Dann bis nächsten Sonntag!: Cartoons über Gott und die Welt. Herder, 2001

 


"Du kannst fünf Abschlüsse in Theologie haben, aber trotzdem den Geist Gottes nicht haben. Vielleicht bist du ein großer Theologe, aber kein Christ, denn du hast den Geist Gottes nicht. […]

Oft finden wir uns unter Gläubigen, alten und einfachen Menschen, die vielleicht nicht einmal die Grundschule beendet haben, aber die darüber besser sprechen können als ein Theologe, weil sie den Geist Christi haben.

Das müssen auch wir uns erbitten. Herr, gib uns eine christliche Identität, die, die auch du gehabt hast. Schenke uns deinen Geist. Schenk uns deine Weise des Denkens, des Hörens, des Sprechens: Schenk uns die Salbung des Heiligen Geistes."

Papst Franziskus (2. September 2014, Jorge Mario Bergoglio, Papstmesse: Es zählt der Geist, nicht der Theologieabschluss, Radio Vatikan, http://de.radiovaticana.va)

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Man kann "gelegentlich die Tendenz beobachten, die evangelische Theologie in eine Religionswissenschaft des Christentums zu verwandeln."

Dr. Wolfgang Huber (27. Oktober 2005, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gute Theologie – zum Verhältnis von Theologie und Kirche. Festvortrag zum 100jährigen Jubiläum der Kirchlichen Hochschule Bethel, www.ekd.de/vortraege/2005/051027_huber_bethel.html)

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"Die Theologie betreibt freilich ihre eigene Liquidation, wenn sie sich nur noch religions- bzw. kultur-wissenschaftlich zu legitimieren versucht.

Sie beschleunigt auf diese Weise ihre Eingliederung in kulturwissenschaftliche Fachbereiche und die Auflösung eigenständiger theologischer Fakultäten. Auf »religiöse Kulturhermeneutik« (Grab) verstehen sich, wie der Philosoph Norbert Bolz feststellt, andere Disziplinen zumindest ebenso gut wie die Theologie."

Prof. Dr. Ulrich Körtner (2004, Theologe, "Wissenschaftler des Jahres 2001",
in: Wolfgang Huber (Hg.): Was ist gute Theologie? Stuttgart Kreuzverlag 2004, S. 81)

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"Wenn christliche Theologie nämlich als Theologie und nicht nur als eine Kulturwissenschaft unter anderen verstanden werden soll, dann ist sie eine Wissenschaft, welche den Glauben an das „Heilshandeln“ Gottes am Menschen in der Person Jesu Christi zum Gegenstand hat und somit Glaube und Kirche für die Entfaltung ihres wissenschaftlichen Denkens voraussetzt. […]

Das ist kein geringer Anspruch, aber ich fürchte, er kann nicht unterschritten werden, weil im Begriff des den Menschen zugewandten (persönlichen) Gottes „der schöpferische Ursprung aller Wirklichkeit“ mitgedacht ist. [...]

Bekanntlich gehört die christliche Theologie seit mehreren Jahrhunderten zum Kernbestand der europäischen Universität. Sie scheint mir heute, erstmals in ihrer Geschichte, substantiell bedroht, weil die seit Jahren zu beobachtende Entkoppelung von Religion und Theologie ein Symptom ist für die sich aufstauende Woge der Irrationalität einerseits und einer gefühllosen Rationalität andererseits. […]

Die Zugehörigkeit der Theologischen Fakultäten zur staatlichen Universität der Moderne ist dabei nicht so sehr durch Sparmaßnahmen und den Rückgang der Studentenzahlen gefährdet, als vielmehr dadurch, dass das öffentliche Interesse an ihren Forschungsergebnissen und Lehrmeinungen erlahmt, dass das interfakultative Gespräch abzureißen droht und schon weithin abgerissen ist, das über die Zeitalter hin stets kontrovers und daher lebendig geführt wurde."

Prof. Dr. Wolfgang Frühwald (16. März 2011, Literaturwissenschaftler, 1992 bis 1997 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Die Pluralisierung der Theologie oder Theologie in Universität und Gesellschaft heute, In: Erich Garhammer (Hg.) Theologie, wohin? Blicke von außen und von innen, Würzburger Theologie, Band 6 Echter Verlag Würzburg, S. 15-17)

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"Die Vorstellung, die Theologie könne sich dadurch unentbehrlich machen, dass sie genau tut, was andere ohnehin tun, erscheint mir als verwegen.

Im Dialog mit anderen Kulturwissenschaften zeigt sich die Unentbehrlichkeit der Theologie darin, dass sie Theologie ist - nicht darin, dass sie unausgesetzt betont, sie sei eine Kulturwissenschaft. Schon vor einer Generation sah Helmut Schelsky die Falle für die Theologie darin, dass sie verdoppelt, was in anderen wissenschaftlichen Disziplinen ohnehin geschieht.

Ihren wissenschaftlichen Charakter demonstriert die Theologie gegenüber den Historikern dadurch, dass sie historisch, gegenüber den Philosophen dadurch, dass sie philosophisch, gegenüber den Soziologen dadurch, dass sie soziologisch ist.

Und gegenüber den geistigen Trends der jeweiligen Zeit möchte sie gern beweisen, dass sie auch dazu gehört. Wenn Subjektivitätstheorie modern ist, rekonstruiert man den Glauben subjektivitätstheoretisch; wenn ein cultural turn angesagt ist, wird Kulturhermeneutik hochgehalten. Wenn ein Jahr der Lebenswissenschaften ausgerufen wird, möchte man auch dabei sein.

Zeichnet »gute« Theologie sich dadurch aus, dass sie sich den jeweils aktuellen wissenschaftlichen Strömungen anschmiegt?"

Bischof Dr. Wolfgang Huber (2004, "Was ist gute Theologie?", Stuttgart: Kreuzverlag)

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"Was die Kirche zu politischen und gesellschaftlichen Fragen sagt, unterscheidet sich oft kaum von dem, was andere Gremien aus Politik, Wirtschaft und Kultur auch schon zu Papier gebracht hatten.

Nach dem Motto: Es ist zwar schon alles gesagt - aber noch nicht von uns."

Wolfgang Polzer (2001, Journalist, ideaSpektrum, 46/2001, S.15)

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"Gute Theologie muss es wagen, von Gott zu reden, nicht nur über irgendwelche »Gottesgedanken« als Restbestände einer Religionskultur, deren Schwundstufen offenbar die ganze Hoffnung einer neuen Generation von Kulturprotestanten sind." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Prof. Dr. Ulrich Körtner (2004, Theologe, "Wissenschaftler des Jahres 2001", Was ist gute Theologie? Stuttgart: Kreuzverlag, Seite 85)

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"Wir sind in einer gewissen geistlichen Leere angekommen."

Oberkirchenrat Dr. Thies Gundlach (11.02.2009, Vortrag vom 11. Februar 2009 an der Evangelischen Akademie Arnoldshain, Schmitten/Taunus, in: Evangelisch sein auf dem Markt, www.unserekirche.de/glaube/aktuell/evangelisch-sein-auf-dem-markt_2982.html)

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"Viele erkennen, dass eine finanzielle Insolvenz nicht so dramatische Folgen wie eine spirituelle Insolvenz hat."

Pfarrer Peer-Detlev Schladebusch (14.05.2008, Theologe, Trainer im Projekt Spiritual Consulting. Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirch Hannover, Wenn der Zeitdruck chronisch wird. www.evlka.de)

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"Die Aufklärung lässt sich auf Dauer nicht an die Ketten des Dogmas legen. Sie stürzt wie ein brausender Strom heran, gegen den alle Glaubensschleusen und -dämme machtlos sind." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (20.09.2008, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Vertrag von Staat und Kirche, Ketten des Dogmas. Frankfurter Rundschau, www.fr-online.de)

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"Fundamentalismus und christliches Pfingstlertum werden zu neuen erfolgreichen Methoden und Strategien, wie man in den USA der im 19. Jahrhundert kirchlich immer einflussreicher gewordenen „deutschen“ Bibelkritik wie auch dem sich in der Mentalität und vor allem in den Schulbüchern sich durchsetzenden Darwinismus mit seiner Evolutionslehre sehr gut ausweichen kann."


Dr. Richard Ziegert (2006, Theologe, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche der Pfalz, "Das protestantische Schisma" [Schisma: griechisch - abspalten, vgl. Kirchenspaltung], Pfälzisches Pfarrerblatt 2006)

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"Die historisch-kritische Methode wurde schon oft totgesagt oder zu einem angeblich „deutschen“ Sonderweg des akademischen Umgangs mit der Bibel erklärt.

Dies entspricht nicht der Wirklichkeit. So stehen etwa die historisch-kritischen Arbeiten an angloamerikanischen Unis denen in Deutschland in nichts nach und übertreffen sie quantitativ sogar.

Es zeugt von Naivität und Unkenntnis, wenn Hetty Lalleman vom Spurgeon's College (London) Gott und das Vertrauen in die biblischen Autoren zum Gegenstand oder zur Voraussetzung der Bibelwissenschaft erklären möchte. […] ohne sie würde das heutige Christentum dem radikalen Islamismus verdächtig ähneln."

Prof. Dr. Kim Strübind (15.09.2010, Theologe, Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Lehrstuhlverwalter für Altes Testament und Hebräisch, Baptistischer Theologieprofessor: Die historisch-kritische Methode lebt!, Idea Spektrum 37.2010, Seite 43)

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"Lange schien die Entstehung der Schriften des Alten Testaments geklärt - ein Verdienst der exegetischen Forschung in den Jahrzehnten vor und nach 1900. Seit einiger Zeit aber bricht sich die Erkenntnis Bahn, dass die Ergebnisse dieser Epoche vielfach auf Spekulationen beruhen."

Zeitzeichen (Mai 2015, Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft. Ein paar Jahrhunderte schmäler. Perspektiven der alttestamentlichen Wissenschaft im 21. Jahrhundert, Zeitzeichen 5/2015, 41-43, www.zeitzeichen.net)

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Dr. Margot Käßmann, 2009-2010 Ratsvorsitzende EKD, 1999-2010 Bischöfin EVLKA

 


"Für die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann [Oktober 2009 - Februar 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD] ist die landläufige Vorstellung der Jungfrauengeburt Jesu überholt. Der Begriff "Jungfrau" als Bezeichnung für Maria, die Mutter Jesu, wäre schlicht mit "junge Frau" zu übersetzen.

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur "dpa" nannte Käßmann das falsche Verständnis der Jungfrauengeburt "einen Stolperstein beim Verständnis der Weihnachtsgeschichte". Die historisch- kritische Bibelforschung habe dargelegt, dass es sich um ein Übersetzungsproblem handele.

"In der damaligen hebräischen Welt des Jesaja, den Matthäus zitiert, bedeutet der Begriff ganz einfach eine junge Frau." Das habe nichts mit der Vorstellung sexueller Unberührtheit zu tun. "Dies kam erst später bei der Übersetzung in die griechische Gedankenwelt in den Bibeltext und ist nur in dem einen Evangelium als Vorstellung zu finden."

Österreichischer Rundfunk ORF (19. 12. 2002, Evangelische Bischöfin: Jungfrauengeburt Jesu ist nicht sexuell zu verstehen, Österreichischer Rundfunk, http://religion.orf.at)

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"Ich glaube an die Jungfrauengeburt. Aber sie ist kein biologischer Vorgang."

Dr. Peter Steinacker (20. September 2005,  1993 - 2008 Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Die Bibel ist nicht Gottes Wort - Interview, zeitzeichen. Evangelische Diskussione zu Religion und Gesellschaft, www.zeitzeichen.net)

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"Die Äußerung von Kirchenpräsident Peter Steinacker, "dass er wörtlich an die Jungfrauengeburt glaube, darin jedoch keinen biologischen Vorgang sehe" [Zitat bezieht sich auf: Hardliner Gottes - die Diskussion. Hessischer Rundfunk, 7.10.2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte], ist entweder schlichter Unsinn oder nur ein schlechter Trick, vor Evangelikalen seine eigene Rechtgläubigkeit herauszustellen.

Im Matthäus- und im Lukasevangelium ist wesentliches Merkmal der Geburt Jesu, dass sie ohne Mitwirkung eines Mannes geschieht. Daher geht es auch um ein biologisches Phänomen. Wer also wörtlich an die Jungfrauengeburt glaubt, müsste die Voraussetzung der beiden genannten Evangelien teilen.
Das aber tut die Bibelkritik und auch Herr Steinacker nicht. Bis zum Beweis des Gegenteils nehme ich daher an, dass Herr Steinacker in dieser Sache unredlich ist."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (17. Oktober 2007, Theologe an der Georg-August-Universität Göttingen, ideaSpektrum 42/2007, Seite 4)

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"Den alten Glauben zu verteidigen ist freilich mühsam. Vielleicht ist er auch wirklich nicht mehr zu halten. Dann muss das aber gesagt werden.

Ihn einfach umzudefinieren, wegzuinterpretieren, in einen neuen Glauben umzumünzen und zu behaupten, es sei trotzdem weiterhin der alte, ist nicht redlich."  [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Christian Nürnberger (Dezember 2000, Journalist. Kirche, wo bist du?)

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Bild: Dolmetscher (Thomas Plaßmann, Dann bis nächsten Sonntag! Herder 2001)

 


"Die Gottessohnschaft Jesu beruht nach dem kirchlichen Glauben nicht darauf, dass Jesus keinen menschlichen Vater hatte; die Lehre vom Gott sein Jesu würde nicht angetastet, wenn Jesus aus einer normalen menschlichen Ehe hervorgegangen wäre.

Denn die Gottessohnschaft, von der der Glaube spricht, ist kein biologisches, sondern ein ontologisches Faktum; kein Vorgang in der Zeit, sondern in Gottes Ewigkeit: Gott ist immer Vater, Sohn und Geist; die Empfängnis Jesu bedeutet nicht, dass ein neuer Gott-Sohn entsteht, sondern dass Gott als Sohn in dem Menschen Jesus das Geschöpf Mensch an sich zieht, sodass er selber Mensch »ist«."

Prof. Dr. Joseph Ratzinger (1968, 2005-2013 Papst Benedikt XVI., Einführung in das Christentum: Vorlesungen über das apostolische Glaubensbekenntnis, Kösel-Verlag; Auflage: 13, 14. September 2000, S. 228f.)

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"Ratzinger hatte diese Sätze [siehe Beitrag oben] allerdings schon 1977 in seinem Buch Die Tochter Zion – Betrachtungen über den Marienglauben der Kirche korrigiert. In allen Neuauflagen des Buches Einführung in das Christentum, deren letzte, die 11. Auflage, 2011 im Köselverlag München erschien, blieben sie jedoch völlig unverändert und wurden nicht korrigiert."

(http://de.wikipedia.org/wiki/Uta_Ranke-Heinemann, Stand Februar 2014)

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"Nun rufen biblische Geschichten von der Jungfrauengeburt oder der Auferstehung Jesu, die sich im Apostolikum wieder finden, bei kritischen Zeitgenossen nur noch Kopfschütteln hervor. Aber auch die theologische Wissenschaft versteht sie nicht mehr als historische Tatsachen, sondern hat beide als Mythen erkannt."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (30. August 2006, Theologe an der Georg-August-Universität Göttingen, DIE NORDELBISCHE, Ausgabe 35/2006)

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"Das Christuskerygma ist also Kultuslegende, und die Evangelien sind erweiterte Kultuslegenden." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1921, Theologe, [laut http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml: bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts], Die Geschichte der synoptischen Tradition. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 8.Aufl. 1970 2. Aufl. 1931, S. 395
)

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"Ich gehöre zu denen, die [Bultmanns] Schrift begrüßt haben ... Grob gesagt: Bultmann hat die Katze aus dem Sack gelassen, nicht nur für sich, sondern für sehr viele (die liberale Katze aus dem Bekenntnissack), und darüber freue ich mich.

Er hat gewagt zu sagen, was viele in sich verdrängen (ich schließe mich ein), ohne es überwunden zu haben. Er hat damit der intellektuellen Sauberkeit und Redlichkeit einen Dienst geleistet.

Der Glaubenspharisäismus, der nun dagegen von vielen Brüdern aufgeboten wird, ist mir fatal. Nun muss Rede und Antwort gestanden werden. Ich spräche gern mit Bultmann darüber und möchte mich der Zugluft, die von ihm kommt, gern aussetzen. Aber das Fenster muss dann wieder geschlossen werden. Sonst erkälten sich die Anfälligen zu leicht."

Dr. theol. Dietrich Bonhoeffer (25. Juli 1942, Evangelisch-lutherischer Theologe, [Brief Bonhoeffers] 192. An Winfried Krause. Berlin, 25.7.1942, Dietrich Bonhoeffer Werke (DBW); Band 16: Konspiration und Haft 1940-1945. Jorgen Glenthoj, Ulrich Kabitz, Wolf Krötke (Hrsg.), Christian Kaiser Verlag/Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1996, Seite 344)

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"Wir müssen so glauben, als wenn es Gott nicht gäbe."

Dr. theol. Dietrich Bonhoeffer (1944, Evangelisch-lutherischer Theologe, Gefängnis Berlin-Tegel, www.franz-sales-verlag.de/fsvwiki/index.php/Lexikon/Dreifaltigkeitssonntag-LJA)

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"Jedenfalls glaubt die moderne Wissenschaft nicht, dass der Lauf der Natur von übernatürlichen Kräften durchbrochen oder sozusagen durchlöchert werden kann. Dasselbe gilt für die moderne Geschichtsforschung, die nicht mit einem Eingreifen Gottes oder des Teufels oder von Dämonen in den Lauf der Geschichte rechnet […]

Der Mensch von heute baut darauf, dass der Lauf der Natur und Geschichte, wie sein eigenes Innenleben und sein praktisches Leben, nirgends vom Einwirken übernatürlicher Kräfte durchbrochen wird. […]

Für den Menschen von heute sind das mythologische Weltbild, die Vorstellung vom Ende, vom Erlöser und der Erlösung vergangen und erledigt."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1965, Theologe, Glauben und Verstehen: gesammelte Aufsätze, Band 4. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Verlag Tübingen, 4. Aufl. 1984, Seite 144-145)

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"Erledigt sind damit die Geschichten von der Himmel- und Höllenfahrt Christi; erledigt ist die Erwartung des mit den Wolken des Himmels kommenden "Menschensohnes" und des Entrafftwerdens der Gläubigen in die Luft, ihm entgegen. [...]

Kann die christliche Verkündigung dem Menschen heute zumuten, das mythische Weltbild als wahr anzuerkennen? Das ist sinnlos und unmöglich. Sinnlos; denn das mythische Weltbild ist als solches gar nichts spezifisch Christliches, sondern es ist einfach das Weltbild einer vergangenen Zeit, das noch nicht durch wissenschaftliches Denken geformt ist. [...]

Die Mythologie, in deren Begrifflichkeit das Neue Testament redet, ist im wesentlichen die der jüdischen Apokalyptik und des gnostischen Erlösungsmythos [...]

Welterfahrung und Weltbemächtigung sind in Wissenschaft und Technik so weit entwickelt, dass kein Mensch im Ernst am neutestamentlichen Weltbild festhalten kann und festhält."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1941, Theologe, [laut http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml: bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts], Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen Verkündigung (1941). in: H.-W. Bartsch (Hg.): Kerygma und Mythos, Band 1. 1948. 4. Aufl. Reich, Hamburg, 1960)

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"Es ist nicht mehr unglaublich, wenn man an Gott glaubt."

Prof. Dr. Robert Spaemann (31. März 2010, Philosoph, Warum ich an die Auferstehung glaube, ideaSpektrum 13/2010, S. 16)

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"Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht."

Dr. theol. Dietrich Bonhoeffer (1930, Evangelisch-lutherischer Theologe, Habilitationsschrift: Akt und Sein. Transzendentalphilosophie und Ontologie in der systematischen Theologie, Seite 68)

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"Was taugt ein Gott, der eigentlich keiner ist?

Und: Wie lange hält sich der christliche Gott, der aus wissenschaftlicher Perspektive quer in der Landschaft liegt?"

Tages Anzeiger CH (15.10.2006, Ist Gott tot?, Hugo Stamm, www.tagesanzeiger.ch)

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"Um Christ zu sein, brauche ich nicht an Gott zu glauben."

Prof. Dr. Dorothee Sölle (1929 - 2003, Evangelische Theologin, "Sölle vertrat eine politische Theologie, die sich durch eine radikale Diesseitigkeit und eine Entmythologisierung der Bibel auszeichnete." http://de.wikipedia.org/wiki/Dorothee_S%C3%B6lle)

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"Der Kern des modernen evangelischen Christentums ist weich bis zur völligen Beliebig- und Inhaltslosigkeit"
[Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (30. August 2006, Theologe an der Georg-August-Universität Göttingen, DIE NORDELBISCHE, Ausgabe 35/2006)

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"Theologe kann man auch sein, wenn man nicht glaubt"

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (2001, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen,
http://wwwuser.gwdg.de/~gluedem/ger/index.htm)

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"Wie Bultmann vor knapp einem halben Jahrhundert, so erregte Lüdemann [siehe oben] ... die Gemüter. Dabei geben selbst seine Kritiker zu, dass er mit seinen Aussagen eigentlich kaum über das hinausgeht, was andere Theologen auch schon gesagt haben.

Im Gegensatz zu diesen aber versteckt Lüdemann das Anstößige nicht, sondern sagt es offen, und er verklausuliert es nicht mithilfe beliebter theologischer Termini, die nur in der eigenen Zunft verstanden werden, sondern er sagt es geradeheraus und so verständlich, dass seine Kollegen reflexartig von »Vereinfachung«, »Verfälschung« und »Simplifizierung« reden.

Aber Lüdemann spitzt eigentlich nur zu, was seine Kollegen langatmig, unverständlich und zu Tode differenzierend auch sagen"

Christian Nürnberger (Dezember 2000, Journalist. Kirche, wo bist du?)

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Hochschulbildung 

Hochschulbildung, www.toonpool.com 

 


"Seit der Aufklärung hat sich die Auffassung herausgebildet, dass wir denjenigen Sinn eines Textes herausarbeiten müssen, den der/die Autor/in im historischen Ursprungs-Kontext zum Ausdruck gebracht hat, und nicht den, den spätere Leserschaften ihm zuerkannt haben oder zuerkennen. Diese Herangehensweise macht die historisch-kritische Methode aus.

Die heutige Zeit ist weitgehend geprägt von einer Krise der historisch-kritischen Methode, auch im Bereich der wissenschaftlichen Exegese. Dies liegt daran, dass historisches Denken in unserer Gesellschaft insgesamt in die Krise gekommen ist. Die biblische Exegese folgt hier einem Trend, der auch die Literaturwissenschaften insgesamt prägt.

Die Krise erkennt man zum einen daran, dass die historisch-kritische Methode oft nur noch als eine, überdies veraltete, Methode verstanden wird, neben der andere genauso gut wissenschaftlich vertretbar seien.
Zum anderen zeigt sich die Krise daran, dass das entscheidende Ziel des Textverstehens, die historische Sinnbestimmung, in Zweifel gezogen wird. Entweder man hält ein solches Ziel für faktisch nicht mehr erreichbar oder man erachtet es nicht mehr als sinnvoll.

Alle diese Einwände erweisen sich bei näherem Zusehen nicht als stichhaltig oder tragfähig, vielmehr gilt es, die historisch-kritische Methode unter den ohne Zweifel gewandelten Bedingungen weiter zu entwickeln."

Prof. Dr. Aaron Schart (05.04.2007, Universität Duisburg-Essen, Institut für Evangelische Theologie, Einführung in die historisch-kritische Methode der Textinterpretation)

Diskussion


"In unserer modernen Welt müssen nun einmal der Glaube und die Vernunft aufeinander bezogen werden. Das geschieht zum Beispiel durch die historisch- kritische Methode."

Bischöfin Dr. Margot Käßmann (21. April 2000, Oktober 2009 - Februar 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, DS - DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT, 21. April 2000 Nr. 16/2000)

Diskussion


"Bedarf die Welt einer Kirche, die der Weisheit der Welt bedarf?"

Christian Nürnberger (21. September 2007, Das Christentum. Was man wirklich wissen muss.)

Diskussion


"Neben die individuelle Vernunft tritt in Gestalt der Theologie die wissenschaftliche Vernunft."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (31.10.2006, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Religion im 21. Jahrhundert - Glaube und Vernunft, Frankfurter Allgemeine Zeitung F.A.Z.)

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"Die Natur wollte wissen, wie die Vernunft aussieht, da erschuf sie Kant."

Pfarrer Gerson Raabe (Februar 2004, Immanuel Kant: Philosoph des Protestantismus, www.erloeserkirche.de)

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"Kant ... nach meiner Überzeugung ... der Philosoph des Protestantismus."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (12.02.2004, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Unsterblichkeit und Würde. Kant zu Ehren, St. Michaelis zu Hamburg auf Einladung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der ZEIT-Stiftung)

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"Kants religiöse Entwicklung […]

Wie steht es mit seiner Stellung zum offiziellen Kirchenglauben in jener Zeit? […] Auffallender ist eine … Mitteilung von Kants Schüler und späterem Kollegen Pörschke (1751—1812) […]

"Er [Kant] sei schon lange Magister gewesen und habe noch an keinem Satze des Christentums gezweifelt; nach und nach sei ein Stück ums andere abgefallen. [...]

Wie befruchtend die kritische Methode in den letzten Jahrzehnten auf die verschiedensten Wissenschaftsgebiete gewirkt hat und noch wirkt, weiß jeder, der im wissenschaftlichen Leben steht."

Prof. Dr. Karl Vorländer (1924, Philosoph, Immanuel Kant. Der Mann und das Werk, Erneuerung des Kritizismus seit 1860)

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"Das liberale Christentum hat nicht nur Kritik an der Religion geübt, es hat die Religion aufgelöst."

Prof. Dr. Paul Tillich (1942, Theologe und Religionsphilosoph, Prinzipien des Protestantismus, Our Protestant Principles. In: The Protestant Vol.4, No.7, New York 1942, S.10-11, u. P. Tillich, Gesammelte Werke VII: Der Protestantismus als Kritik und Gestaltung. Schriften zur Theologie I, Stuttgart 1962, S.133-140)

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"Unser Zeitalter ist das eigentliche Zeitalter der Kritik, der sich alles unterwerfen muss. Religion, durch ihre Heiligkeit, und Gesetzgebung, durch ihre Majestät, wollen sich gemeiniglich derselben entziehen."

Prof. Dr. Immanuel Kant (1781, Philosoph, Kritik der reinen Vernunft - Vorrede, Fußnote, Vollständiger Text: http://de.wikisource.org/wiki/Critik_der_reinen_Vernunft_(1781)/Vorrede)

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"Christentum wie Islam sind Buchreligionen. […] In unseren beiden Religionen gibt es Gruppen, die sich einem reflektierten und wissenschaftlich fundierten Umgang mit den grundlegenden Schriften [vgl. Historisch- kritische Methode] entziehen und fundamentalistische Auslegungen vertreten. [...]

Keine Religion kann mehr davon ausgehen, dass sie für sich allein existiert und eine absolute Wahrheit nur für sich beanspruchen kann."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (16. März 2009, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, „Herausforderungen des interreligiösen Dialogs. Hermeneutische Fragestellungen.“ - Vorlesung in der Theologischen Fakultät in Ankara, www.ekd.de)

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"Die Religionen müssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit allein zu besitzen. Gott ist immer größer als unsere Wahrheitserkenntnis"

Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider (2. Juni 2011, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, 2003-2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland EKiR, 33. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden: Dialogveranstaltung mit d. EKD-Ratsvorsitzendem Nikolaus Schneider u. Großmufti von Bosnien-Herzegowina Dr. Mustafa Efendi Cerić, EKD-Ratsvorsitzender: Absolutheitsanspruch von Religionen überholt, www.kirchentag.de)

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"Wenn eine Religion einen alleinigen Besitzanspruch auf die Wahrheit erhebt, dann kommt sie auch schnell in die Gefahr eines Fundamentalismus, der andere abwertet."

Bischöfin Dr. Margot Käßmann (8.10.2009, Oktober 2009 - Februar 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, The European: Das Interview der Woche. Landesbischöfin Margot Käßmann im Gespräch, www.theeuropean.de)

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"Wer Jesus über andere Religionen stellt, macht hier keinen Abschluss."

Prof. Dr. theol. Stefan Alkier (Sommersemester 2006, 2006 Dekan am Fachbereich Evangelische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Professur für Neues Testament und Geschichte der Alten Kirche, Proseminar: Theologie(n) der Auferweckung)

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Kant3

Hashimoto Gahō (1893, Die vier Weltweisen, www.kant.uni-mainz.de/ikonographie/gemaelde.html) "In Tokio im Tempel der Philosophen hängt seit über 100 Jahren ein Bild mit dem Titel Die vier Weltweisen mit der Darstellung von Buddha, Konfuzius, Sokrates und Kant" (http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant, Stand Dezember 2009)

 


"So viel ist gewiss: wer einmal die Kritik gekostet hat, den ekelt auf immer alles dogmatische Gewäsche, womit er vorher aus Not vorlieb nahm, weil seine Vernunft etwas bedurfte, und nichts Besseres zu ihrer Unterhaltung finden konnte."

Prof. Dr. Immanuel Kant (1783, Philosoph, Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, A 191, § 60, http://de.wikiquote.org/wiki/Immanuel_Kant)

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"Schwärmer und Mucker [Anhänger des Pietismus, http://de.wikipedia.org/wiki/Mucker] sind beide schrifttoll."

Herrnhuter [http://de.wikipedia.org/wiki/Herrnhuter_Br%C3%BCdergemeine] und Pietist [http://de. wikipedia.org/wiki/Pietismus] Böhm [BÖHME, Anton Wilhelm, alias Anthony William Boehm, 1673 - 1722, einflussreichster Pietist in London, www.bautz.de]. Guyon [Jeanne Marie Guyon du Chesnoy, http://de.wikipedia.org/wiki/Jeanne_Marie_Guyon_du_Chesnoy]."

Prof. Dr. Immanuel Kant (1798, Philosoph, Kant: AA XV, Reflexionen zur Anthropologie, Seite 219, www.korpora.org/Kant/aa15/219.html)

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"Früher galten Fundamentalisten als Schwärmer [siehe oben]"

Das Erste (5. Dezember 2007, Dokumentation "Fanatisch, fundamentalistisch, fromm." "SWR, NDR und WDR begeben sich in den USA, in Israel und im Jemen auf Spurensuche, wie aus Frömmigkeit Fundamentalismus und Fanatismus werden kann." www.daserste.de)

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"Wissenschaftliche Theologie ist für die Selbstvergewisserung des Glaubens und damit für die Kirche unentbehrlich. Die Kirche ist stets auf die gründliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Quellen und Klassikern des christlichen Glaubens angewiesen.

Sie braucht die gründliche Erarbeitung ihrer Geschichte und den Stachel, der darin liegt, dass liebgewordene Ansichten als Irrtümer erkannt werden."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (31.10.2006, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Religion im 21. Jahrhundert - Glaube und Vernunft, Frankfurter Allgemeine Zeitung F.A.Z.)

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"Der historische Abstand zwischen dem frühchristlichen Zeitalter und der heutigen Kirche ist die Ursache eines krisenhaften Strudels geworden, der lieb gewonnene Gewohnheiten des Glaubens unbarmherzig mit sich in die Tiefe reißt.

Dies geschieht deswegen, weil die seit 250 Jahren betriebene historisch-kritische Erforschung der Bibel mit dem bis dahin vorhandenen Bild der Bibel restlos aufgeräumt und jeden einzelnen ihrer Verse als menschliches Wort verstehen gelehrt hat.

Doch sind ihre Ergebnisse - wenn überhaupt - der Öffentlichkeit nur geschönt vermittelt worden."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (2004, Theologe an der Georg-August-Universität Göttingen, "Das Unheilige in der heiligen Schrift")

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"Das ist die offenkundige vor Augen liegende Wirkung der historischen Methode. Sie relativiert Alles und Jedes. [...] (S. 9)

Wer ihr den kleinen Finger gegeben hat, wird von ihr so energisch ergriffen, dass er ihr die ganze Hand geben muss. [...] (S. 7)
Jedenfalls können wir nun einmal nicht mehr ohne und gegen diese Methode denken und müssen wir alle unsere Forschungen über Wesen und Ziele des menschlichen Geistes auf sie aufbauen.

So hat die historische Methode auch die Theologie ergriffen, erst schüchtern und fragmentarisch mit allerhand Vorbehalten und Einschränkungen, dann immer energischer und umfassender, bis sie auch hier bewirken musste, was sie überall sonst bewirkt hat, eine prinzipielle Veränderung der gesamten Denkweise und der ganzen Stellung zum Gegenstande [Bibel]." (S. 8)

Prof. Dr. Ernst Troeltsch (1900, Ev. Theologe, Friedemann Voigt (Hrsg.): Ernst Troeltsch Lesebuch. Ausgewählte Texte. Über historische und dogmatische Methode in der Theologie (1900). UTB; Bd. 2452. Mohr Siebeck, Tübingen 2003, S. 7 ff.)

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"Anders als Sie [Martin Urban] halte ich es aber für vermessen zu meinen, nur eine historisch-kritische Forschung könne uns das »wahre« Jesusbild vermitteln. Auch sie wird das nicht schaffen.
Christliche Theologie hat für mich nicht erst nach der Aufklärung und durch die Aufklärung Annäherungen an die Wahrheit Gottes ermöglichen können. Und deshalb sehe ich weder für mich noch für meine Kirche die Notwendigkeit, dass sich heutige Theologie von allen Erkenntnissen und Bekenntnissen vor der Aufklärung zu verabschieden hätte. [...] (S. 105)

Jesus lebte und predigte nach den Zeugnissen der Evangelien ein Gottvertrauen, das Menschen mit Zuversicht und Nächstenliebe erfüllte und das ihnen eine Hoffnung über den Tod hinaus schenkte.
Ein solches Gottvertrauen vermag Menschen bis heute aus vielerlei »Gefangenschaften des Denkens« zu befreien: aus der Gefangenschaft in Vorurteilen, Selbstzweifeln und Denkfaulheit ebenso wie aus der Gefangenschaft in Überheblichkeit, Fundamentalismus, Skeptizismus und Wissenschaftsgläubigkeit.

Meines Erachtens kann nämlich auch die Überschätzung und Verabsolutierung wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse in eine Gefangenschaft des Denkens führen und der Liebesfähigkeit des Menschen im Blick auf Gott und im Blick auf seine Mitmenschen im Wege stehen." (S. 116)

Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider (23. September 2013, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, 2003-2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland EKiR, Nikolaus Schneider, Martin Urban: Was kann man heute noch glauben? Ein Disput, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2013, S. 105 u. 116)

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Nikolaus Schneider, Martin Urban: Was kann man heute noch glauben? Ein Disput (2013)

 


"Seit mehr als hundert Jahren gibt es die historisch-kritische Theologie. Aber deren Erkenntnisse werden nicht beachtet. Das würde die gerne zitierten “geistlich Armen” beleidigen. Wenn diese Frömmsten der Frommen erfahren würden, wie brüchig die Fundamente ihres Glaubens sind, dann würden auch noch diese letzten Kirchgänger fortbleiben. [...]

Wolfgang Huber [2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland] hat seine Kirche überdies den historisch-unkritisch bibeltreuen Fundamentalisten – den Evangelikalen, den Pietisten – geöffnet ... Die Brüchigkeit der Fundamente zeigt sich in der wissenschaftlich fundierten Deutung insbesondere der Bibel, des wirkmächtigsten Buchs der Weltgeschichte. Wer sie einfach nur liest, muss sie missverstehen, und das nicht erst seit heute. [...]

Nur einzelne forschende Theologen wehren sich öffentlich gegen den schlichten Kirchenglauben."

Martin Urban (13. November 2009, Der Außenseiter Vernunft. In der Amtskirche bleibt die kritische Theologie unerwünscht, Feuilleton, Martin Urban, Süddeutsche Zeitung Nr.262, 13. November 2009 , Seite 13)

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"Die Kirche lebt praktisch davon, dass die Ergebnisse der wissenschaftlichen Leben-Jesu-Forschung in ihr nicht publik sind."

Prof. Dr. Hans Conzelmann (1959, Neutestamentler, "Zeitschrift für Theologie und Kirche", Jahrgang 56, 1959, Beiheft 1)

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Prof. Dr. Gerd Lüdemann (Theologe, Georg-August-Universität Göttingen)

 


"Tatsächlich kann besonders die deutsche evangelische Theologie des 19. und 20. Jahrhunderts eine imponierende Leistungsbilanz vorweisen und ist ein wichtiger Bestandteil europäischer Geistesgeschichte. [...]

Ihr Siegeszug durch die Universitäten der letzten drei Jahrhunderte ist eindrücklich. Sie hat sich in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen behauptet und völlig neue Einsichten gewonnen. Die historische Methode ist Teil des emanzipatorischen Prozesses wissenschaftlicher Neugierde. Sie möchte Sinngebungen nachvollziehen, das heißt verstehen, und muss sich, will sie denn Objektivität anstreben und die Welt entzaubern, gerade deshalb von allen ihr begegnenden fremden Ansprüchen befreien.

Befreien vom Anspruch des kanonischen Status bzw. der Heiligkeit bestimmter Schriften, denn für wissenschaftliche Exegese gibt es zwischen heiligen und unheiligen Schriften keinen Unterschied. Befreien vom Anspruch einer Offenbarung, da Offenbarung kein wissenschaftlicher Begriff ist. [...]

Die historische Methode verweigert eine Antwort auf die religiöse Wahrheitsfrage und kann nur verschiedene Wahrheitsansprüche registrieren und miteinander vergleichen. […]

Ihre Arbeitsweise folgt dem methodischen Atheismus der neuzeitlichen Wissenschaft (der von einem dogmatischen Atheismus zu unterscheiden ist).
Befreit von metaphysischen Voraussetzungen [die klassische Metaphysik verhandelt „letzte Fragen“] und ausgerüstet mit dem Instrumentarium historischer Kritik, hat die Theologie als wissenschaftliche Disziplin geradezu eine kopernikanische Wende für alle Kirchen- und Religionsgemeinschaften zur Folge. [...]

Die Aufklärung lässt sich auf Dauer nicht an die Ketten des Dogmas legen. Sie stürzt wie ein brausender Strom heran, gegen den alle Glaubensschleusen und -dämme machtlos sind."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (20.09.2008, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Vertrag von Staat und Kirche, Ketten des Dogmas. Frankfurter Rundschau, www.fr-online.de)

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"Unser Zeitalter ist das eigentliche Zeitalter der Kritik, der sich alles unterwerfen muss. Religion, durch ihre Heiligkeit, und Gesetzgebung, durch ihre Majestät, wollen sich gemeiniglich derselben entziehen."

Prof. Dr. Immanuel Kant (1781, Philosoph, Kritik der reinen Vernunft - Vorrede, Fußnote, Vollständiger Text: http://de.wikisource.org/wiki/Critik_der_reinen_Vernunft_(1781)/Vorrede)

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"So viel ist gewiss: wer einmal die Kritik gekostet hat, den ekelt auf immer alles dogmatische Gewäsche, womit er vorher aus Not vorlieb nahm, weil seine Vernunft etwas bedurfte, und nichts Besseres zu ihrer Unterhaltung finden konnte."

Prof. Dr. Immanuel Kant (1783, Philosoph, Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, A 191, § 60, http://de.wikiquote.org/wiki/Immanuel_Kant)

Diskussion


"Wir haben das Ergebnis der philologischen Textanalyse ohne Rücksicht auf Gefühle und Wünsche festzustellen."

Prof. Dr. Hans Conzelmann (1959, Neutestamentler, "Zeitschrift für Theologie und Kirche", Jahrgang 56, 1959, Beiheft 1)

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"Wie mit einem Hammerschlag bedeutet einem da Bultmann [Bultmann: Jesus, S.12], er persönlich sei der Meinung, dass Jesus sich nicht für den Messias gehalten habe.

Anfangs widersprachen ihm andere Theologen, heute pflichten ihm fast alle bei."

Rudolf Augstein  (2001, Gründer des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, "Jesus Menschensohn", S.70)

Diskussion


"Als „Sturmgeschütz der Demokratie“ wollte „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein [siehe oben] sein Magazin verstanden wissen. In schöner Regelmäßigkeit, meist zu Weihnachten und Ostern, wird der „Spiegel“ auch zum „Sturmgeschütz der historisch-kritischen Theologie“."

pro-medienmagazin (22. März 2008, Diskussion: "Spiegel": Über den Erfolg der "Christus-Sekte", Christlicher Medienverbund KEP e.V. Wetzlar, www.pro-medienmagazin.de)

Diskussion


"Jungfrauengeburt, Höllenfahrt, Himmelfahrt - lauter Mirakel. Und eine leibliche Auferstehung hat es auch nicht gegeben, Jesu Grab war nicht leer."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (1996, Theologe an der Georg-August-Universität Göttingen, "Der SPIEGEL" Nr.8, 29.2.1996)

Diskussion


"Die wissenschaftliche Erforschung der Bibel in den letzten 150 Jahren hat gezeigt, wie sowohl im Alten Testament als auch im Neuen Testament Satz für Satz von Menschen gesprochen worden ist.

Es lässt sich nicht ein einziger Satz als von jenseits geoffenbartes Wort ausmachen. Diese Kritik spitzt sich zu auf eine zweite These. Sie lautet:

Redet der Mensch von Gott, dann redet er von sich selbst"

Pfarrer Dr. Paul Schulz (1979, Theologe, Frankfurter Rundschau 2.2.1979)

Diskussion


"Die Bibel ist von Menschen geschrieben, sie ist ein menschliches Buch, und darum kann sie nicht anders gelesen und verstanden und nicht nach anderen Methoden ausgelegt werden als andere menschliche Bücher auch."

Dr. theol. Heinz Zahrnt (1971 bis 1973 Präsident des Evangelischen Kirchentags, 25 Jahre theologischer Chefredakteur des "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatts", Es begann mit Jesus von Nazareth, Gütersloh 1960, S. 30)

Diskussion


"Erledigt sind ... die Geschichten von der Himmel- und Höllenfahrt Christi; erledigt ist die Erwartung des mit den Wolken des Himmels kommenden ‚Menschensohnes’ und des Entrafftwerdens der Gläubigen in die Luft ihm entgegen [...] Die Wunder des Neuen Testamentes sind damit als Wunder erledigt."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1884-1976, Theologe, [laut http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml: bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts], "Kerygma und Mythos I", Bartsch, 1967)

Diskussion


"Versuche, über Bultmann [siehe oben] hinauszukommen, ihn gar zu „überwinden“, sind bisher alle gescheitert.

Seine zentrale These, dass die biblischen Geschichten Glaubensaussagen sind, die in das Kleid des Mythos gehüllt wurden, ist heute eine theologische Selbstverständlichkeit. An Bultmann kommt daher bis heute kein Theologe vorbei. […]

Die Evangelikalen, die religiösen Rechten Amerikas und die derzeit weltweit wachsenden fundamentalchristlichen Pfingstgemeinden versuchen derzeit mit Macht, wieder weit hinter Bultmann und die Aufklärung zurückzugehen. […]

Diesen muss man entgegentreten, nicht der wissenschaftlichen Theologie. Sie wäre genau das Mittel, das es heute bräuchte, um die Gespenster der Vergangenheit in ihre Grüfte zurückzutreiben."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

Diskussion


"Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1948, Theologe [laut http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml: bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts], "Kerygma und Mythos I", Bartsch, 1967)

Diskussion


"Anlässlich der Erwähnung von Rudolf Bultmann möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, dass er sich vor seinem Tod bekehrt und seine Schüler und Studenten um Vergebung gebeten hat."

Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1. Oktober 2007, Theologin, Bibel oder Bibelkritik? Was ist glaubwürdig?, ISBN 9783937965864, S.13)

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Rudolf Karl Bultmann (Landeskirchliches Archiv, www.elk-wue.de)

 


"Die Theologen haben doch längst die Bibel und den ganzen Volks- und Aberglauben entmythologisiert [...]
Kein Theologe sagt es so platt, aber auf diese Plattheit laufen all ihre Erklärungen hinaus, wenn man sie von den theologieüblichen Verschleierungen und Wissenschaftlichkeit vortäuschenden Komplizierungen befreit und über die Rücksichten auf die Kirche und religiöse Gefühle hinweggeht."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

Diskussion


"Voraussetzungslose Exegese [griech. exégesis = Auslegung, Erläuterung] kann es nicht geben. [...]

Unabdingliche Voraussetzung aber ist die historische Methode in der Befragung der Texte. Exegese ist ja als Interpretation historischer Texte ein Stück Geschichtswissenschaft."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1957, Theologe, Ist voraussetzungslose Exegese möglich?, 410)

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"Ausgangspunkt der modernen, exegetischen Arbeit am Neuen Testament ist zunächst ganz allgemein der wissenschaftliche Zweifel."

Prof. Dr. Hans Conzelmann u. Prof. Dr. Andreas Lindemann (1975, Arbeitsbuch zum Neuen Testament, UTB Bd.52, Stuttgart; Aufl.: Mai 2004)

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"Zweifel sind nicht dazu da, dass man sie mästet."

Erzbischof Dr. Dr. Johannes Dyba (1929 - 2000, Theologe, Die Tagespost" , 25. Juli 2000)

Diskussion


"Theologie braucht die Freiheit, bisherige Glaubensvorstellungen weiterzuentwickeln, zu korrigieren, ja zu destruieren [lat. destruere: zerstören, niederreißen]. Theologie kann darum kritisch werden gegenüber überkommenen Auffassungen, vor allem dann, wenn sie bloß aus Denkfaulheit oder Ängstlichkeit festgehalten werden.

Daraus ergibt sich auch das bleibende Recht der historisch-kritischen Bibelexegese."

Dr. Hermann Barth (13. Dezember 2002, Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Grußwort "25 Jahre Arbeitskreis für evangelikale Theologie" Gießen, www.ekd.de)

Diskussion


"Theologie an der Universität muss wie jede andere akademische Disziplin frei sein und darf nicht von wissenschaftsfremden Voraussetzungen ausgehen."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (19.02.2009, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Papst-Kritiker verliert Streit um Religionslehrer-Ausbildung, Der Tagesspiegel)

Diskussion


"«Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davontun.» ... Dies ist für die «Mäßigung» in der Religion kein geringes Problem: Sie wird von nichts anderem gestützt als von einer uneingestandenen Missachtung der Buchstaben des göttlichen Gesetzes.
Der einzige Grund, weshalb heute jemand in Glaubensfragen «gemäßigt» ist, besteht darin, dass er einige Früchte des menschlichen Denkens der letzten zweitausend Jahre (demokratische Politik, wissenschaftlicher Fortschritt an jeder Front, Einhaltung der Menschenrechte, das Ende der kulturellen und geografischen Isolation und so weiter) verinnerlicht hat.

Die Türen, die von einer wörtlichen Auslegung wegführen, lassen sich nicht von innen öffnen.

Die «Mäßigung», die wir unter Gläubigen vorfinden, die keine Fundamentalisten sind, ist kein wie auch immer geartetes Zeichen dafür, dass der Glaube sich weiterentwickelt hat; sie ist vielmehr das Resultat zahlreicher Hammerschläge der Moderne, die gewisse Glaubensinhalte dem Zweifel ausgesetzt hat.

Nicht die unbedeutendste dieser Entwicklungen war das Hervortreten der Tendenz, den Wert von Beweisen zu erkennen und von einer Behauptung nur bis zu jenem Grad überzeugt zu sein, in dem diese Behauptung sich nachweisen lässt. [...]

Eine Fortentwicklung in der Religion, wie auch auf anderen Gebieten, müsste sich den Fragen von heute stellen, anstatt hartnäckig die Lehrmeinungen der Vergangenheit nachzubeten."

Dr. Sam Harris (September 2007, US-amerikanischer Schriftsteller, Philosoph u. Neurowissenschafter, Das Ende des Glaubens. Religion, Terror und das Licht der Vernunft.)

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"Nicht der hat Religion, der an eine heilige Schrift glaubt, sondern der, welcher keiner bedarf und wohl selbst eine machen könnte."

Friedrich Schleiermacher
  (1799, Theologe, Klassiker neuzeitlicher Religionstheorie, "Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern")

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Friedrich Schleiermacher, 1768 - 1834, protestantischer Theologe


 

"Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach:
Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?"

Matthäus 16, 13

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"Galiläischer Wanderprediger und Wunderarzt"

Prof. Dr. Rudolf Otto (1934, Theologe u. Religionswissenschaftler, Reich Gottes und Menschensohn, 3. Aufl.
1954 (1934), Seite 5)

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"Der Wanderprediger Jesus von Nazareth"

Bischof Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (Juli 2010, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Vernunft des Glaubens, Cicero 7/2010, Seite 62)

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"Einzig unermesslich großen Menschen"

Prof. Dr. Albert Schweitzer (1906, Theologe, Philosoph u. Arzt, 1952 Friedensnobelpreis, Geschichte der Leben-Jesu-Forschung)

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"Ich persönlich bin der Meinung, dass Jesus sich nicht für den Messias gehalten hat"

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1926, Theologe, [laut http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml: bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts], "Jesus", Nachdruck 1988, Seite 12)

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"Was bleibt, wenn Jesus weder der Messias noch der Menschensohn, noch der Gottessohn war und wenn er sich auch gar nicht dafür gehalten hat?

Was bleibt außer einem Bündel ethischer Vorschriften?
Immer noch die uns berichtete Bereitschaft, sein Leben hinzugeben - aber wofür?"

Rudolf Augstein
  (September 2001, Jesus Menschensohn, Seite 85, 3. Aufl. 2003)

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"Es ist nicht zu sehen, was der historische Jesus, der seinen Todesweg in gehorsamer Liebe geht, im mindesten voraus hat vor all denen, die z. B. im Weltkriege diesen Weg auch in gehorsamer Liebe gegangen sind" [siehe auch Kirche im Nationalsozialismus]

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1927, Theologe u. Verfechter d. Entmythologisierung d. neutestamentlichen Verkündigung, Zur Frage der Christologie, Zwischen den Zeiten, Glauben und Verstehen (GuV). Gesammelte Aufsätze, Band 1, Seite 96, 9. Aufl. Tübingen 1993)

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"Wer sich ein Bild vom historischen Jesus machen will, findet alles, und auch das Gegenteil, und alles ist angeblich irgendwie wissenschaftlich abgesichert. [...]

Dazwischen tummeln sich jene, die schwer verständlich drumherumreden und eine Art Prediger-Konsens produzieren, der sich auf den Nenner bringen lässt: Gott ist Liebe, und darum meint er es gut mit uns Menschen, aber er kann nicht viel für uns tun. [...]

Es hat keinen Sinn, das Unglaubliche so lange umzudeuten, bis wir es wieder glauben können. Es ist dann einfacher zu sagen: Ich kann es nicht glauben, was da geschrieben steht."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

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"Der Christus, der verkündigt wird, ist nicht der historische Jesus, sondern der Christus des Glaubens und des Kultes. [...]

Das Christuskerygma ist also Kultuslegende, und die Evangelien sind erweiterte Kultuslegenden."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1921, Theologe, [laut http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml: bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts], Die Geschichte der synoptischen Tradition. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 8.Aufl. 1970 2. Aufl. 1931, S. 395) 

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Die urchristliche Gemeinde hat Jesus "Worte in den Mund gelegt, die er nicht gesprochen hat, und Taten von ihm berichtet, die er nicht getan hat"

Dr. theol. Heinz Zahrnt (1971 bis 1973 Präsident des Evangelischen Kirchentags, 25 Jahre theologischer Chefredakteur des "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatts",  Es begann mit Jesus von Nazareth, 3. Aufl. 1967, S.67)

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"Die Formel 'Christus ist Gott' ist falsch in jedem Sinn, in dem Gott als eine objektivierbare Größe verstanden wird, mag sie nun arianisch [der Vater allein ist Gott] oder nizäisch [wir glauben an einen Gott, den Vater ... den einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes ... Gott aus Gott, Licht aus Licht, wahrer Gott aus wahrem Gott] orthodox oder liberal verstanden sein.

Sie ist richtig, wenn 'Gott' hier verstanden wird als das Ereignis des Handelns Gottes."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1954, Ev. Theologe, Glauben und Verstehen (GuV). Gesammelte Aufsätze, Band 2, Tübingen 1958, S. 258)

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"Diese Frage heißt nun nicht mehr, ob Gott ist oder nicht, sondern wo Gott geschieht, wo Gott sich ereignet. [...]

Wenn Jesus heute wiederkäme wäre er Atheist, d.h. er könnte sich auf nichts anderes als auf seine weltverändernde Liebe verlassen."

Prof. Dr. Dorothee Sölle (1969, Ev. Theologin, Aufsatz: Gibt es ein atheistisches Christentum?,  Merkur 23-1969, S. 33 - 44)

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"Löst sich das Christentum in Ethik auf? Die Antwort auf diese Frage muss heißen: Ja, das tut es heute wie vor 2000 Jahren."

Prof. Dr. Dorothee Sölle (Dezember 1966, Ev. Theologin, Atheistisch an Gott glauben? Merkur. Nachdruck: Atheistisch an Gott glauben? Beiträge zur Theologie, dtv München 1983, Seite 86)

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"Was können die Weisen Weises lehren, wenn sie des HERRN Wort verwerfen?"

Jeremia 8, 9

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"Gegenwärtig ist Liberale Theologie nicht allein für ein bestimmtes Bildungsbürgertum ansprechend, sondern scheint als pragmatisch verstandene Liberale Theologie die allgemein herrschende theologisch-kirchliche Richtung geworden zu sein."

Walter Rominger
(2005, Theologe, seit 1996 im Bundesarbeitskreis der Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium", http://de.wikipedia.org/wiki/Bekenntnisbewegung_Kein_anderes_Evangelium)

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"Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch. […]

In letzter Zeit erst hat die Begegnung mit dem Islam und seiner strikten Ablehnung der Dreieinigkeit Gottes wieder nach dem Grund und Sinn des Bekenntnisses fragen lassen, dass Gott „dreieinig“ bzw. „dreifaltig“ ist. Viele weichen hier aus und sprechen so allgemein wie nichts sagend von „Gott“, um weder Moslems noch liberale Christen zu verprellen.

Aber ist das noch ein christliches Bekenntnis, wenn die Gottheit Jesu und/ oder die göttliche Dreieinigkeit verschwiegen oder geleugnet wird?"

Pfarrer Peter Stücklen (Juni 2007, Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“, Informationsbrief Nr. 242, Seite 8)

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"Nicht wenige wollten Jesus nur „einen Stand auf dem Jahrmarkt der Möglichkeiten zubilligen“, um anderen Religionen nicht zu nahe zu treten und den interreligiösen Dialog nicht zu gefährden."

idea / Pfarrer Klaus Jürgen Diehl (10.08.2008, 1995 - 2008 Leiter des Amtes für Missionarische Dienste der Evangelischen Kirche von Westfalen, Gegen falsch verstandene religiöse Toleranz, www.idea.de)

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"Die Dreieinigkeit Gottes als Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist ... bilde eine gemeinsame Grundlage für Evangelische, Katholiken und Orthodoxe über alle Lehrunterschiede hinweg …

Der Theologieprofessor Reinhard Slenczka (Erlangen) sagte, mit der Trinität Gottes stehe und falle der christliche Glaube. Wo die Dreieinigkeit Gottes geleugnet werde, bleibe das Göttliche eine Sache menschlicher Gefühle und Bedürfnisse.

Daraus ergebe sich eine „gnostische Gefühlsreligion“, die sich ganz auf Erfahrungen von Menschen konzentriere. Die Kirche sei dann nicht mehr Heilsgemeinde, sondern eine gesellschaftspolitisch nützliche oder auch überflüssige Einrichtung."

idea (6. Mai 2008, Hintergrund: Bekennende Gemeinschaften / Christozentrische Bekenntnis-Ökumene aus evangelischen Landes- und Freikirchen, der römisch-katholischen Kirche und orthodoxer Kirchen. www.idea.de)

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2002, Petersdom Rom, links: Dr. Joseph Alois Ratzinger (2005-2013 Papst Benedikt XVI.)
rechts: Dr. Karol Józef Wojtyła (1920 - 2005) (1978 - 2005 Papst Johannes Paul II.)

 


"Am Beginn des dritten christlichen Jahrtausends befindet sich das Christentum gerade im Raum seiner ursprünglichen Ausdehnung, in Europa, in einer tief gehenden Krise, die auf der Krise seines Wahrheitsanspruches beruht. […]

Die kritische Exegese relativiert die Gestalt Jesu und setzt Fragezeichen gegenüber seinem Sohnesbewusstsein; der Ursprung der Kirche in Jesus erscheint zweifelhaft und so fort … seine historischen Grundlagen stehen infolge der modernen historischen Methoden im Zwielicht.

So liegt es auch von daher nahe, die christlichen Inhalte ins Symbolische zurückzunehmen, ihnen keine höhere Wahrheit zuzusprechen als den Mythen der Religionsgeschichte - sie als Weise der religiösen Erfahrung anzusehen, die sich demütig neben andere zu stellen hätte.
In diesem Sinn kann man dann - wie es scheint - fortfahren, ein Christ zu bleiben; man bedient sich weiterhin der Ausdrucksformen des Christentums, deren Anspruch freilich von Grund auf verändert ist:

Was als Wahrheit verpflichtende Kraft und verlässliche Verheißung für den Menschen gewesen war, wird nun zu einer kulturellen Ausdrucksform des allgemeinen religiösen Empfindens, die uns durch die Zufälle unserer europäischen Herkunft nahe gelegt ist. […]

Ist demnach der Anspruch des Christentums, religio vera [wahrer Glaube] zu sein, durch den Fortgang der Aufklärung überholt?
Muss es von seinem Anspruch heruntersteigen und sich in die neuplatonische oder buddhistische oder hinduistische Sicht von Wahrheit und Symbol einfügen, sich - wie Troeltsch [http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Troeltsch] es vorgeschlagen hatte - damit bescheiden, die den Europäern zugewandte Seite des Antlitzes Gottes zu zeigen?

Muss es vielleicht sogar einen Schritt weiter gehen als Troeltsch, der noch meinte, das Christentum sei die für Europa angemessene Religion, während doch heute gerade Europa an dieser Angemessenheit zweifelt? Dies ist die eigentliche Frage, der sich heute Kirche und Theologie zu stellen haben.

Alle Krisen im Inneren des Christentums, die wir gegenwärtig beobachten, beruhen nur ganz sekundär auf institutionellen Problemen. Die Probleme der Institutionen wie der Personen in der Kirche rühren letztlich von der gewaltigen Wucht dieser Frage her. Dies ist die grundsätzliche Herausforderung am Beginn des dritten christlichen Jahrtausends."

Dr. Joseph Ratzinger (08.01.2000, 2005-2013 Papst Benedikt XVI., Der angezweifelte Wahrheitsanspruch. Die Krise des Christentums am Beginn des dritten Jahrtausends, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2000, Nr. 6, S. I)

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"Christentum wie Islam sind Buchreligionen. […] In unseren beiden Religionen gibt es Gruppen, die sich einem reflektierten und wissenschaftlich fundierten Umgang mit den grundlegenden Schriften [vgl. Historisch- kritische Methode] entziehen und fundamentalistische Auslegungen vertreten. [...]

Keine Religion kann mehr davon ausgehen, dass sie für sich allein existiert und eine absolute Wahrheit nur für sich beanspruchen kann."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (16. März 2009, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, „Herausforderungen des interreligiösen Dialogs. Hermeneutische Fragestellungen.“ - Vorlesung in der Theologischen Fakultät in Ankara, www.ekd.de)

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"Die Religionen müssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit allein zu besitzen. Gott ist immer größer als unsere Wahrheitserkenntnis"

Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider (2. Juni 2011, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, 2003-2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland EKiR, 33. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden: Dialogveranstaltung mit d. EKD-Ratsvorsitzendem Nikolaus Schneider u. Großmufti von Bosnien-Herzegowina Dr. Mustafa Efendi Cerić, EKD-Ratsvorsitzender: Absolutheitsanspruch von Religionen überholt, www.kirchentag.de)

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"Wenn eine Religion einen alleinigen Besitzanspruch auf die Wahrheit erhebt, dann kommt sie auch schnell in die Gefahr eines Fundamentalismus, der andere abwertet."

Bischöfin Dr. Margot Käßmann (8.10.2009, Oktober 2009 - Februar 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, The European: Das Interview der Woche. Landesbischöfin Margot Käßmann im Gespräch, www.theeuropean.de
)

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"Keine Religion ist statisch, weder Islam noch Christentum.[...] Europa ist jüdisch-christlich geprägt. Aber nicht nur: Die heidnische Antike und der mittelalterliche Islam haben uns ebenfalls beeinflusst - denken Sie nur an Philosophie, Naturwissenschaften und Mathematik! [...]

Wir Christen glauben: Diese Welt ist Gottes Welt, und damit ist Europa auch Gottes Kontinent. Hier haben alle seine Kinder Platz. Und Muslime sind Gottes Kinder."


Präses
Dr. h.c. Nikolaus Schneider (27. März 2010,
2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Ein beängstigendes Islambild, Interview: Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider über fremde Facetten des Islam, deutsche Skepsis und unchristliche Radikale, DIE WELT, www.welt.de)

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"Endlich können die Christen ehrlich sein und ihren so lange mit Gewalt, Kattun und Gelehrsamkeit verteidigten Anspruch auf die Alleinvertretung Gottes aufgeben und sich in die Gemeinschaft der Weltreligionen einreihen [...]

Daher geht die Christenheit unserer Tage ... auf eine größere Ökumene als bisher zu: auf die Ökumene der Religionen."


»Appell aus Baden« (Mai 2006, Baden-Baden, Hans-Joachim Girock, Dr. Gerhard Liedke u. Prof. Dr. Gottfried Gerner-Wolfhard, Vorwort v. Bischof Dr. Ulrich Fischer - Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Baden-Baden, epd Dokumentation 26/2006, http://www.ekiba.de/images/Was-jetzt-dringlich-ist.pdf)

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"Staatstheologen" [F.A.Z.]

"Kann die neue Universalreligion der Welt endgültig Frieden und Wohlstand bringen … selbstverständlich nach Beseitigung all der hinderlichen Bekenntnisse und nachdem eine moderne Bibelkritik die Person Jesu und die Gebote Gottes auf ein den Zeitgenossen zumutbares Maß zurückgestutzt hat.

Heute aber, da diese Forderungen von unseren Schriftgelehrten ... tatsächlich und lauthals erhoben werden, sollten wir da nicht endlich wach werden? […]
Weil ihre Theologieprofessoren an den Fakultäten staatlicher Universitäten … lebenslänglich auf hohem Niveau alimentiert werden, ohne jede Rücksicht darauf, ob sie ihrem Auftrag nachkommen ...

Ja selbst wenn sie, wie mehrfach geschehen, aus der Kirche austreten und nur noch gegen die Kirche agieren, ist nach geltendem Recht der Staat (das heißt der Steuerzahler) verpflichtet, nicht nur sie, sondern auch noch ihre Ersatzmänner zu finanzieren...
Der Missbrauch dieser Rechtsstellung hat inzwischen einen Umfang und eine Wirkung in der Öffentlichkeit erreicht, dass es berechtigt erscheint, die Frage nach der Überprüfung des ganzen Systems zu stellen. Dies auch im Hinblick auf unsere Verantwortung gegenüber dem theologischen Nachwuchs.

Kaum hatte ich dieses Tabu aber einmal angerührt, da hörte ich von hoher Warte, dass ein Eingriff in diesen Gral "den Anfang vom Ende einer wissenschaftlichen Theologie" bedeuten würde.

Das klingt zunächst beeindruckend.
Wenn man dieses Argument aber wirklich ernst nehmen wollte, müsste man folgerichtig zu dem Schluss kommen, dass es in den letzten zwei Jahrtausenden nirgendwo - mit Ausnahme Deutschlands im vergangenen Jahrhundert - wissenschaftliche Theologie gegeben hat oder geben konnte:

Nie und nirgendwo gab es ja je die Voraussetzungen unserer heimischen Konkordate [lateinisch concordatum: Vereinbarung, Vertrag]."


Erzbischof Dr. Dr. Johannes Dyba (5.4.1995, Theologe, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 81, S. 14)

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Erzbischof Dr. Dr. Johannes Dyba, 1929 - 2000

 


"Die Evangelien sind … Nacherzählungen etwa 40 bis 70 Jahre nach den Ereignissen. […] Historisch verbürgt ist im Detail aber nichts."

Oberkirchenrat Dr. Thies Gundlach (17.03.2004, Leiter der Abteilung "Verkündigung, Kirchliche Dienste und Werke" im EKD-Kirchenamt Hannover, "Das sind die Hollywood-Bilder von Jesus", Interview mit der taz, www.taz.de)

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"Hinsichtlich der Datierung der Evangeliumschriften existieren unterschiedliche Überzeugungen. Treten die meisten Anhänger der kritisch-historischen Methode für eine Spätdatierung (insbesondere des Johannes-Evangeliums) ein [siehe oben], so setzt sich allmählich -unter dem Einfluss der Kritik an der historisch-kritischen Methode- wieder eine in der Tradition verwurzelte Frühdatierung durch."

(http://www.kathpedia.com/index.php/Evangelium, Stand Februar 2009)

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"Wir wissen zu wenig, als dass wir es uns leisten könnten, in hyperkritischer und d. h. zugleich geschichtsfeindlicher Attitüde Quellenaussagen ohne genau ins Detail gehende Prüfung von vornherein zu verwerfen, d.h. wertvolle, da spärliche Quellen vor eingehender Prüfung zu ‘zerstören’.

Dies geschieht, wenn man Lukas ohne wirkliche Begründung vorwirft, er habe diese oder jene Fakten frei erfunden. Eine derartige Haltung müsste heute, nach über 200 Jahren ‘historisch-kritischer’ Arbeit am Neuen Testament und den damit verbundenen Sünden, eher als unkritisch-unhistorisch bezeichnet werden.
Die eigentliche Gefahr in der (Evangelien- und) Actaauslegung ist nicht mehr eine ängstliche Apologetik, sie führt inzwischen in der wissenschaftlichen Arbeit weithin ein Schattendasein, sondern die hyperkritische Ignoranz und Arroganz, die – oft in Verbindung mit einer enthemmten Phantasie – jedes Verständnis für die lebendige geschichtliche Wirklichkeit verloren hat.

Die Apostelgeschichte halten wir gegen eine verbreitete Anti-Lukas-Scholastik für ein Werk, das bald nach dem 3. Evangelium von Lukas dem Arzt verfasst wurde, dem Reisebegleiter des Paulus ab der Kollektenreise nach Jerusalem. D.h., sie ist, zumindest zum Teil, als Augenzeugenbericht für die Spätzeit des Apostels, über die wir aus den Briefen nur wenig erfahren, eine Quelle aus erster Hand."


Prof. Dr. Martin Hengel (30. Juni 1998, Theologe, Paulus zwischen Damaskus und Antiochien, S. 10, ISBN 978-3161467493)

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"Das urprotestantische Prinzip des sola scriptura [lat. "Allein die Schrift"] darf nicht durch ein-dimensionale Auslegung in sein Gegenteil umschlagen."

Pfarrer Dr. Rolf Wischnath (21. April 2000, Cottbuser Generalsuperintendent d. Ev. Kirche bis 2004, "DS", April 2000 Nr. 16/2000)

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"Sagt ein Vater zu seinem Kind: ,Geh ins Bett!', so weiß das Kind wohl, woran es ist. Ein pseudotheologisch dressiertes Kind aber müsste nun folgendermaßen argumentieren:

,Der Vater sagt: Geh ins Bett. Er meint, du bist müde; er will nicht, dass ich müde bin. Ich kann über meine Müdigkeit auch hinwegkommen, indem ich spielen gehe.

Also, der Vater sagt zwar: Geh' ins Bett!, er meint aber eigentlich: Geh spielen.' "


Pfarrer Dr. Dietrich Bonhoeffer (1937, Theologe, Nachfolge)

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"Den Inhalt der Bibel bilden eben gar nicht die rechten Menschengedanken über Gott, sondern die rechten Gottesgedanken über den Menschen."

Prof. Dr. Karl Barth (1925, Theologe u. „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“, Das Wort Gottes und die Theologie)

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"In dieser Debatte sei es erlaubt, an Aussagen Karl Barths zum Thema [Was ist gute Theologie?] zu erinnern, die manche als höchst unzeitgemäß empfinden mögen. Doch bisweilen ist gerade das Unzeitgemäße höchst an der Zeit."

Prof. Dr. Ulrich Körtner (2004, Theologe, "Wissenschaftler des Jahres 2001", Was ist gute Theologie? Stuttgart: Kreuzverlag, Seite 77)

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"Petrus – auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, hat Christus ... gesagt.

Nun wissen wir: Petrus, der Jünger, war keine felsenfeste Gestalt. Sein Mundwerk war größer als sein Mut. Bei vielen Gelegenheiten hat sich das erwiesen, von denen das Neue Testament ungeschminkt erzählt. Nirgendwo wird er als Person idealisiert.

Seine Bedeutung liegt in seinem Bekenntnis zu Christus:
"Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn."

Daraufhin sagt Jesus zu ihm: Auf dieses Fundament will ich meine Kirche bauen.
Auf das Christusbekenntnis also."


Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (2. Mai 2007, Theologe, Ratsmitglied der EKD, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschland, "Worauf die Kirche gebaut ist", St. Michaeliskirche Hof)

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"Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach:

Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?
Sie sprachen:

Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere,
du seist Elia, wieder andere,
du seist Jeremia oder einer der Propheten.

Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei?

Da antwortete Simon Petrus und sprach:
Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!

Und Jesus antwortete und sprach zu ihm:
Selig bist du, Simon, Jonas Sohn;
denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart,
sondern mein Vater im Himmel.

Und ich sage dir auch:
Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen,
und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen."


Matthäus 16, 13-18

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"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich."

Jesus Christus (Johannes 8, 58)

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"Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war."

Jesus Christus (Johannes 17, 5)

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"Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm."

Kolosser 1, 16-17

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"Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist."

Micha 5, 1

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5 "Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: 6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, 7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. 8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, 10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters."


Philipper 2, 5-11

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"Wer nicht auf den Felsen der Gottheit Christi baut, wird zerschellen; die Kirche aber, auf diesen Felsen gegründet, wird die Jahrtausende überdauern und bestehen, bis die Sterne vom Himmel fallen."

Bischof Athanasius (298 - 373, Bischof von Alexandria in Ägypten, Kirchenvater)

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18 "Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.

20 Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel."

24 "Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.
25 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.

26 Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. 27 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war groß.

28 Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über seine Lehre;
29 denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten."


MATTHÄUS / 7. Kapitel, 18, 20, 21, 24-29

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25 "Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart.
26 Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen."


MATTHÄUS / 11. Kapitel, 25-26

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3 "Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Einfalt und Lauterkeit gegenüber Christus.
4 Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern!"


2. KORINTHER / 11. Kapitel, 3-4

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"Ja, sollte Gott gesagt haben?"

1. Mose 3, 1

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6 "Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium,
7 obwohl es doch kein andres gibt; nur dass einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren."


Galater 1, 6-7

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23 "Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.

24 Was ihr gehört habt von Anfang an, das bleibe in euch. Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet ihr auch im Sohn und im Vater bleiben. Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben."


1. Johannes 2, 23-24

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2 "Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; 3 und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott."

1. Johannes 4, 2-3

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Jesus Christus: 32 "Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. 33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater."

Matthäus 10, 32-33

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5 "Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln."

Offenbarung 3, 5

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"Da stand der Herr Jesus und erlebte es, wie unter seiner Rede die Menschen wegliefen. „Das ist eine harte Rede!" sagten sie empört. Jesus wandte sich an seine Jünger: „Und ihr?"

Nun antwortete Petrus ... : „Herr! Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Und wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!"

Es ist wundervoll, wenn ein Herz nach mancherlei Kämpfen zu dem Entschluss kommt: „Dein sind wir, / Dein in Ewigkeit!"


Pfarrer Wilhelm Busch (1966, protestantischer Jugendpfarrer - Essen, "365 x ER. Tägliche Andachten", Aussaat; 14. Auflage 2006, ISBN-13: 978-3761541586,
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)

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Prof. Adolf Schlatter, 1888, Schweizer evangelischer Theologe


 

"Der Beweiswert der Schrift beruht darauf, dass sie uns Gottes Wort sagt, und weil es nichts anderes gibt, was uns Gott gegenwärtig und erkennbar macht als sein Wort, deshalb ist die Schrift das unersetzliche Beweismittel der Christenheit."

Prof. Adolf Schlatter (1852-1938, Theologe, Die Bibel verstehen. Aufsätze zur biblischen Hermeneutik, 2002, ISBN 978-3-7655-1281-0)

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"Die Schriftbeweise des Neuen Testamentes müssen fallen, nicht erst auf Grund rationaler historischer Kritik"

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1930, Ev. Theologe, Die Bedeutung des Alten Testaments für den christlichen Glauben, Glauben und Verstehen (GuV). Gesammelte Aufsätze, Band 1, 9. Aufl. Tübingen 1993, Seite 335)

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"Die Passion des biblischen Jesus entspricht nicht der wirklichen Geschichte, sondern wurde aus dem Alten Testament zusammenfabuliert. [...]

Das wichtigste Ergebnis der dogmatisch ungebundenen Bibelkritik des 19. und 20.Jahrhunderts ist die Erkenntnis der Nichtidentität des Jesus von Nazareth mit dem biblischen und kirchlichen Christus."


Dr. Karlheinz Deschner (Schriftsteller *1924, Deschner studierte 1946/47 an der Philosophisch-theologischen Hochschule in Bamberg, schließlich von 1947 bis 1951 an der Universität Würzburg. Dort hörte er unter anderem Vorlesungen über Literaturwissenschaft, Rechtswissenschaften, Theologie und Geschichte. Juli 1993 - International Humanist Award)

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"Deschner [siehe oben] hat sich informiert. Er wird sich auf nichts einlassen als: Information"

Prof. Dr. Hans Conzelmann (1915 - 1989, Theologe, Neutestamentler)

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"Den Theologen kann man nichts falsch machen."


Rudolf Augstein  (September 2001, Jesus Menschensohn, Seite 98, 3. Aufl. 2003)

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"Die Grundannahme des "Priesterbetruges", die bei uns seit dem Hamburger Philosophen Hermann Samuel Reimarus (1694-1768) herrscht und behauptet:
Jesus sei einfach ein guter Mensch gewesen, alles andere hätten Kirchenleute hinzugedichtet.

Seitdem kämpft die aufgeklärte Exegese gegen die Kirche. Ziel ist zu zeigen: Die Priester (bzw. Kirchenvertreter) sind Lügner und Betrüger. Das gipfelt nun in neuesten amerikanischen Forschungsthesen, die besagen: Vielleicht gibt es überhaupt kein echtes Jesus-Wort.

Solche Aussagen gelten als flott, sind aber völlig willkürlich."


Prof. Dr. Klaus Berger (Dezember 2004, Theologe, Interview mit dem Neutestamentler Klaus Berger in Heidelberg)

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"Heftige Kritik übt Berger [Prof. Dr. Klaus Berger] an einem historisch-kritischen Schriftverständnis, bei dem Bibelkritik zum Instrument von Kirchenkritik gemacht werde. Es gebe keinen sichereren Weg, den Glauben zu verlieren, als das Studium dieser Methode. Diese Exegese finde immer heraus, „dass angeblich alles das nicht stimmt, was wir glauben“."

idea (19.10.08, Exegeten haben die Bibel „zum Steinbruch gemacht“, www.idea.de)

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[Leserbriefe zu dem Artikel: "Grabesstimmung: Haben die Theologen die Kirche im Stich gelassen?" [...] "Das Thema Ostern - eine einzige Konfusion." Von Pfarrer Dr. Rolf Wischnath (Cottbuser Generalsuperintendent d. Ev. Kirche bis 2004) in der "DS" vom 21. April 2000 Nr. 16/2000.]

"Rolf Wischnath zeigt präzise auf die ganze Malaise der professionellen Theologie dieses Typs, solange diese in der ausschließlich historisch-kritischen Analyse des Bibeltextes verharrt und alle Texterkenntnis, die der Gegenstand der Betrachtung nicht nur in seinem definierbaren Begriff offenbart, leugnet.

Die Osterbotschaft, zentraler Bestandteil christlicher Weltsicht und transzendenter Heilserwartung, geht unter in der Beliebigkeit psychologisierender Erklärungsmuster.

Gott ist tot, er wurde auf der theologischen Werkbank zu Tode interpretiert."


Dr. Lutz Graf (2000, Langen)

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"In der Theologie vollzieht der Glaube Selbstmord"

Friedrich Josef Dürrenmatt (1990, Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler, «Turmbau»)

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"Ein paar Früchte vom Baum der Erkenntnis sind es immer wert, dass man um ihret Willen das Paradies verliert."

Prof. Dr. Ernst Haeckel (1834 - 1919, Zoologe u. Philosoph)

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"Zimmerlings [Prof. Dr. Peter Zimmerling, Universität Leipzig] Behauptung, „die in den 70er und 80er Jahren vorherrschende Furcht, dass Theologie den Glauben zerstören könne, sei heute unbegründet" [ideaSektrum Nr. 26/2007, Seite 10], ist in sich selbst unstimmig.

Dass die historisch-kritische Theologie in vielen den Glauben zerstört, war nicht die Furcht vor einer Möglichkeit, sondern bittere Erfahrung und trifft heute nicht weniger zu, als in den 70er und 80er Jahren.

Die Furcht mag nachgelassen haben, doch die Gefahr ist geblieben. Heute sind andere Fragen aktuell als damals und einige Schulmeinungen haben sich geändert. Die historisch-kritische Theologie hat aber ihre Identität bewahrt."


Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (04. Juli 2007, Theologin, ideaSpektrum Nr. 27/2007, Seite 4)

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Es gibt "gewisse Charakteristika, die die unterschiedlichen Formen der historischen Kritik miteinander verbinden.

Ein solches Charakteristikum ist, dass die Bibel als das Wort des Menschen über Gott betrachtet wird statt als Gottes Wort über den Menschen und an den Menschen. [...] Der wirkliche Inhalt der Theologie besteht nicht aus von Gott geoffenbarten Wahrheiten, sondern aus der menschlichen religiösen Erfahrung. ... Ist das der Fall? Die Antwort auf diese Frage wird bestimmen, wie und ob man das Wort Gottes überhaupt wirksam predigen kann.

Ein zweites Charakteristikum eines großen Teils der historischen Kritik ist ihr Glaube daran, dass die Bibel das Ergebnis eines evolutionären Prozesses sei. Dies ist bei der Entwicklung der Quellentheorie des Pentateuchs [griechischer Ausdruck für die fünf Bücher Moses] in der alttestamentlichen Wissenschaft am deutlichsten geworden. Aber es ist auch in der Formkritik Bultmanns offenkundig, die das Neue Testament als das Ergebnis des wachsenden religiösen Bewusstseins der frühen christlichen Gemeinden betrachtete. [...]

Rohe Auffassungen, wie etwa der Zorn Gottes, Opfer und eine sichtbare zweite Wiederkunft des Herrn Jesus Christus, müssen verworfen werden. Ebenso verhält es sich mit den verschiedenen Aspekten der Leitung einer Gemeinde und des biblischen Ethos.
Wenn wir beschließen, dass die Homosexualität heute keine Sünde mehr sein soll, dann ist es so. Wir können sogar auf die anhaltende Tätigkeit des Heiligen Geistes hinweisen, der uns neue Wahrheiten offenbart, um unsere Verwerfung solcher „aus der Mode gekommenen" ethischen Grundsätze zu unterstützen. [...]

Das dritte Charakteristikum eines großen Teils der historischen Kritik ist eine direkte Folge der ersten beiden: Es besteht darin, dass man über die Schrift hinausgehen muss, wenn man Gottes Willen für heute erfahren will."


Dr. theol. James Montgomery Boice (1938 – 2000, Theologe, Der Prediger und das Wort Gottes)

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"Beruf der Theologie"

"... die Seelen zu gefährden, in den Zweifel hineinzuführen, die naive Gläubigkeit zu erschüttern" "Erziehung zur Kritik"


Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1926, Theologe, [laut http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml: bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts], zit.n. Rudolf Augstein, Jesus Menschensohn, Seite 368, 3. Aufl. 2003)

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"Die großen Kirchen sind innerlich ausgehöhlt. Nur noch wenige Geistliche glauben an das, was sie laut Ordinationsgelöbnis eigentlich glauben und weitergeben müssen.
Es gilt die stillschweigende Übereinkunft, diese Leiche im Keller nur nicht nach draußen dringen zu lassen."


Prof. Dr. Gerd Lüdemann (Theologe, Georg-August-Universität Göttingen)

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"Wie zum Beispiel die jüngste Studie von Klaus-Peter Jörns [siehe unten, Jörns 1999] zeigt, glauben auch die Pfarrer längst nicht mehr alles, worauf sie ordiniert worden sind. Sie haben aber keine Möglichkeit, ihre Zweifel vor der Gemeinde zu zeigen. Vielleicht stelle ich stellvertretend für sie ihre Fragen an die Kirche. […]

Ich habe nicht die Pastoren kritisiert, sondern die Kirche, und zwar insofern, als die Pastoren auf etwas ordiniert werden, was sie nicht glauben können. […] Ich bin weiter davon überzeugt, dass mein Vorwurf der Scheinheiligkeit gerechtfertigt ist." […]

Im "Grunde stellt das Vorgehen der wissenschaftlichen Theologen die Spitze der Heuchelei dar. Indem sie den Studierenden die Ergebnisse der historisch-kritischen Forschung vermitteln, nehmen sie ihnen den Glauben der Bekenntnisse, den sie in ihrem kirchlichen Dienst vertreten sollen."


Prof. Dr. Gerd Lüdemann (1999, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, "Kirche der Scheinheiligen" Evangelische Diskussione 3/1999)

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17 Prozent der evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern der EKiBB [Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz] glauben an die Tatsache: "Himmel nach dem Tod."

[In einer Befragung aus 1997 antworteten evangelische Pfarrer (in %) auf folgende Fragen mit „ja“: Kann man nach dem Tod in den „Himmel“ kommen - Ja: 17%. Quelle: Religions- und kirchensoziologische Untersuchung  des Instituts für Religionssoziologie HUBerlin 1999 durch Jörns]

"Die klassische Eschatologie [griech., ta és-chata, die letzten Dinge] ... ist offenbar kurz vor dem Verschwinden - auch bei den Theologengruppen. Klar aber ist, dass zwischen denen, die diese Vorstellungen noch teilen, und der großen Mehrheit, die das nicht tut, Welten klaffen."


Prof. Dr. Klaus-Peter Jörns (1999, "Die neuen Gesichter Gottes. Was die Menschen heute wirklich glauben", Seite 208)

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Prof. Dr. theol. Klaus-Peter Jörns, Badische Zeitung vom 7.11.2008


 

"Der Kern des modernen evangelischen Christentums ist weich bis zur völligen Beliebig- und Inhaltslosigkeit; die zentralen Lehren der Bibel werden gar nicht mehr wörtlich genommen, sondern als Steinbruch für modische Meinungen benutzt. […]

Die Folgen sind eine innere Spaltung der kirchlichen Amtspersonen und ein weiterer Niedergang der evangelischen Kirche.

Die doppelte Wahrheit –
eine für Studierte,
eine für Gemeinde und Öffentlichkeit."


Prof. Dr. Gerd Lüdemann (30. August 2006, Theologe an der Georg-August-Universität Göttingen, DIE NORDELBISCHE, Ausgabe 35/2006)

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"Bultmann trennt zwischen Kanzel [Predigtort Kirche] und Katheder [Pult eines Schul- oder Hochschullehrers] [...]
Der Widerstreit des glaubenden gegen den wissenden Bultmann hat tragisch-paradoxe ... Züge."


Rudolf Augstein  (2001, Gründer des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, "Jesus Menschensohn", S.69f)

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"Die konkrete Situation ist für den Verkündiger einfach die, dass, wenn er auf die Kanzel steigt, ein gedrucktes Buch vor ihm liegt, auf Grund dessen er verkündigen soll; wie »vom Himmel gefallen«, gewiss; denn seine historisch-kritische zu ergründende Entstehung geht ihn offenbar in diesem Moment nichts an."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1927, Theologe u. Verfechter d. Entmythologisierung d. neutestamentlichen Verkündigung, Zur Frage der Christologie. In: Glauben und Verstehen (GuV). Gesammelte Aufsätze, Band 1, Seite 100, 9. Aufl. Tübingen 1993)

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"Die kirchliche Rede wird durch die entmythologisierte Theologie seltsam doppelzüngig."

"Da bekennt die Gemeinde jeden Sonntag in der Kirche» an Jesus Christus zu glauben, Gottes eingeborenen Sohn,,.. empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, ...am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel und so weiter,

und die Oma und der Bauer verstehen diese Worte weiterhin so, wie man sie achtzehnhundert Jahre lang in der Kirche verstanden hat, nämlich im Wortsinn, während der Pfarrer, die Theologen, Philosophen und Gebildeten bei diesen Worten einander unsichtbar zuzwinkern und signalisieren: Wir Eingeweihten wissen schon, wie wir das alles richtig zu verstehen haben, nicht wahr?"


Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler, Seite 170)

Diskussion


"Von Montag bis Freitag als Professor zu lehren, es sei alles ganz anders, und am Sonntag auf die Kanzel zu steigen und zu predigen, trotzdem wollen wir alles so nehmen, wie's dasteht, und in einem höheren Sinne daran glauben, das mag ein an Komplexität gewöhntes Theologengehirn widerspruchsfrei denken können und als höhere Form von Wahrheit begreifen - ein schlichtes Gemüt wie ich kann das nicht begreifen, und die schlichten Gemüter bilden nun mal die übergroße Mehrheit auf dieser Welt. [...]

Natürlich haben die Theologen ihre Argumente, um sie zu verteidigen, aber die Argumente sind kompliziert und langwierig, zu langwierig, um sie hier wiederzugeben, und sie müssen so langatmig sein, weil sie so wenig zu überzeugen vermögen.

Ein Christus ohne Jesus ist dann einfach nur eine literarische Figur, an die man zwar auch glauben und deren Lehre man sich zu Eigen machen kann, aber das ist dann ein anderer Glaube als der, den die Jünger Jesu, die Apostel, die Urkirche und die nachfolgende Kirche von damals bis heute gemeint haben.
Wenn die von Christus sprachen, dann haben sie immer auch Jesus mitgemeint, und deshalb sprechen sie ja auch nicht von Christus, sondern von Jesus Christus. Der bloße Christus-Glaube erscheint mir dagegen als eine Ausflucht der Theologen, der natürlich den unschätzbaren Vorteil hat, von bestehenden und künftigen historischen Fakten nicht mehr tangiert zu werden.

Aber dieser neue Glaube hat eben mit dem alten nichts mehr zu tun.

Den alten Glauben zu verteidigen ist freilich mühsam. Vielleicht ist er auch wirklich nicht mehr zu halten. Dann muss das aber gesagt werden. Ihn einfach umzudefinieren, wegzuinterpretieren, in einen neuen Glauben umzumünzen und zu behaupten, es sei trotzdem weiterhin der alte, ist nicht redlich."


Christian Nürnberger (Dezember 2000, Journalist. Kirche, wo bist du?)

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"Dieser neue Rationalismus - unter weitgehender Beibehaltung des biblischen Vokabulars - raubt der Gemeinde die Heilsereignisse. Die Heilsbotschaft bleibt auf der Strecke.

"Wenn wir nicht aufpassen, haben wir zuletzt nur noch die Hülsen geistreicher Worte und kunstvoller Liturgien, aber nicht mehr den Kern der frohen, errettenden Botschaft."


Pfarrer
Paul Tegtmeyer (1886-1967, Zuallererst ein Zeuge Christi)

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"Ich für meinen Teil habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass „Pseudo-Religiotisch" eine Art „Dialekt" ist, den ich als Rationalist ebenso wenig verstehen kann wie ein Oberbayer das Ostfriesische.

Kapiert habe ich aber zumindest, dass für Pseudo-Religioten Wörter wie „Auferstehung", „Schöpfung", „Hölle", „Himmel", „Gott", „Teufel", „Wunder" oder „Dämonen" gänzlich andere Bedeutungen zu haben scheinen als für jeden anderen, der diese Worte gebraucht.

Welche Bedeutungen dies genau sind, vermochte ich bislang trotz aller Anstrengungen zwar nicht zu eruieren, doch es sollte klar sein, dass wir uns wegen der Pseudo-Religioten eigentlich keine größeren Sorgen machen müssen. Sie sprechen zwar zugegebenermaßen mit einem höchst seltsamen, religiotischen Akzent, sind aber im Grunde harmlos. […]

So habe ich mich in den letzten Jahren regelmäßig auf öffentlichen Podiumsdiskussionen mit Theologen gestritten, die, wie ich beim abschließenden Biere feststellen konnte, in Wirklichkeit keine Spur gläubiger waren als ich."


Humanistischer Pressedienst hpd (18. März 2009, Die wundersame Welt der Religioten, Diskussion, www.hpd.de)

Diskussion


"Leute, die an nichts mehr glauben, stellen die Behauptung auf, dass der christliche Glaube nichts ist.

Mit Hilfe dieser Kongruenzbehauptung wird von ihnen der Berechtigungsnachweis geführt, dass sie weiter ihre Gehälter den Christen aus der Tasche ziehen können - als Pastoren in einer evangelischen Kirche oder als Professoren theologischer Fakultäten, die ihre Existenz lediglich dem Gegebensein von Kirche verdanken."


Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1978, Theologin)

Diskussion

 

 

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"Im Übrigen gilt für uns "Kirchenpersonal" der alte Spruch: Wer Opel verkaufen will, sollte möglichst auch Opel fahren."

Dr. Joachim Wanke (08. April 2007, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.4.07, Nr. 14, Seite 7)

Diskussion


"Ich wäre schon dankbar, wenn ich auf Kirchenvertreter treffen würde, die glaubwürdig verkörpern, dass sie glauben."

Giovanni di Lorenzo (15.04.08, Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, Mitherausgeber des Berliner Tagesspiegels, "Zeit"-Chefredakteur vermisst kirchliche Vorbilder, www.evlka.de, epd Niedersachsen-Bremen)

Diskussion


"Die Menschen haben sich ... von unseren Kirchen getrennt, weil sie das Zeugnis der Zeugen nicht überzeugend fanden"

Kirchenpräsident
Helge Klassohn (April 2007, Theologe, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Landessynode Dessau - April 2007)

Diskussion


Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde."

"Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria ..."


Apostolisches Glaubensbekenntnis (2. Jahrhundert n.Chr., Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist eine fortgebildete Variante des altrömischen Glaubensbekenntnisses aus dem 2. Jahrhundert ab 150 n.Chr., welches wahrscheinlich aus einem noch älteren Taufbekenntnis entstanden ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Apostolisches_Glaubensbekenntnis)

Diskussion


"An Gott, den Schöpfer, darf man offensichtlich nur glauben, wenn man zugleich augenzwinkernd zu verstehen gibt, dass dieser Glaube nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, sondern in das Reich der Märchen gehört.
Halten diese Kritiker uns Christen eigentlich alle für Heuchler oder Vollidioten, wenn wir im Gottesdienst das Apostolische Glaubensbekenntnis sprechen?

Die Tonart in der angeblich so toleranten postmodernen Gesellschaft wird rauer. Toleranz gilt offensichtlich nur für die, die das Grunddogma „Alles ist gleich gültig, nichts ist verbindlich wahr für alle" glauben. Wer dem nicht wenigstens stillschweigend zustimmt, ist Fundamentalist und muss als Bedrohung für die Freiheit bekämpft werden."


Pfarrer Ulrich Parzany (13.02.2008, Theologe, Steht auf, wenn ihr Christen seid. ideaSpektrum 7/2008, Seite 17, http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Parzany)

Diskussion


"Es ist verwunderlich, dass man sich bisher die Unvermeidbarkeit des Konflikts zwischen der herrschenden Theologie und der Gemeindefrömmigkeit kaum klargemacht hat."

Pfarrer Dr. Reinhold Lindner (1971, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Information Nr. 45 Stuttgart III/1971, Streit in der Kirche, Seite 5)

Diskussion


"Verbindliche Glaubenssätze sind symbolisch-gleichnishaft und nicht wortwörtlich zu verstehen. Dann passen sie mit dem Wahrheitsbewusstsein zusammen."

Pfarrer Dr. Andreas Rössler (26.7.2001, Undogmatisches Christentum: ein Ideal im Konflikt mit der Wirklichkeit, IARF-Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll)

Diskussion


"Der (spät)moderne Experte übt das Amt eines Priesters aus, der die Menschen mit symbolisch besetzten „Antworten“ auf das Rätsel ihres Daseins speist (vgl. hierzu: J. Hoff: Spiritualität und Sprachverlust, Paderborn u.a. 1999).

Das religiöse Zersetzungspotential derartiger „Expertenreligionen“ ist weniger offenkundig als im Falle des klassischen Atheismus.
Doch es erweist sich als umso wirkungsvoller, je mehr sich das Erscheinungsbild der alten Religion an dasjenige austauschbarer Expertenkulturen angleicht und die Kirche der Entwertung ihres „symbolischen Kapitals“ bereits aus eigenem Antrieb zuarbeitet."


Dr. Johannes Hoff (15.07.2004, Theologe, Das Verschwinden des Körpers. Eine Kritik an der „Wut des Verstehens“ in der
Liturgie, Tübingen)

Diskussion


"Expertenreligionen sind typischerweise das Produkt von Eliten, die sich als Geistesaristokratie begreifen."

Prof. Dr. Jürgen Renn (2005, Wissenschaftshistoriker, Vortrag Kirchentag 2005 in Hannover)

Diskussion


Es geht "um Religion, die nur durch das Nadelöhr der Wissenschaft zugänglich wird, freilich einer Wissenschaft, die sich nicht durch ihren jeweiligen Wissensstand, sondern durch methodische Wissenssuche definiert."

Frankfurter Allgemeine Zeitung (02.01.1996, Vermutungen über das Rätsel)

Diskussion


"Mein Großvater predigte das Evangelium Christi. Mein Vater predigte das Evangelium des Sozialismus. Ich predige das Evangelium der Wissenschaft."

Sir Richard Gregory (1952, Professor für Astronomie, ehemaliger Herausgeber von "Nature", Epitaph-Inschrift, www2.hu-berlin.de/religion/dokumente/pr181.doc)

Diskussion


"Wenn alle wissenschaftlichen Probleme gelöst sind, ist noch kein einziges Lebensproblem gelöst."

Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951, österreichischer Philosoph)

Diskussion


"Gott ... als »Sprachereignis«, als die in religiöser Rede geschehende Selbsttranszendenz des Menschen. [...] Gott als offene Zukunft des Menschen, Gott als Sinn seines Daseins, das wird zur schönen, aber leeren Formel"

Prof. Dr. Robert Spaemann (Januar 1969, Philosoph, Was ist das eigentlich – Gott? Band 119 - Die Bücher der Neunzehn)

Diskussion


"Das Reich Gottes besteht nicht durch die Worte, mit denen man davon erzählt, es lebt durch die Kraft Gottes."

1. Korinther 4, 20

Diskussion

 

 

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Der Vorsitzende der Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium", Pfarrer Hansfrieder Hellenschmidt (Filderstadt bei Stuttgart), kritisierte eine „unklare Kirchenreligion“, die mit dem Geist Jesu Christi wenig zu tun habe.

Die Kirchentagsleitung habe Zeugen des Zeitgeistes mit der Auslegung der Bibel beauftragt. Dies erschwere die Umsetzung des Kirchentagsmottos [Kirchentag 2005] „Wenn dein Kind dich morgen fragt“. „Was soll man Kindern sagen, wenn Inhalte des Glaubens ausgeblendet und verraten werden?“ fragt Hellenschmidt.


Pfarrer Hansfrieder Hellenschmidt  (2005, Vorsitzende der Bekenntnisbewegung: Kein anderes Evangelium, Erklärung zum Kirchentag 2005 in Hannover,
http://de.wikipedia.org/wiki/Bekenntnisbewegung_Kein_anderes_Evangelium)

Diskussion


"Ich bin der Überzeugung, dass die größten Gefahren, die dem kommenden Jahrhundert bevorstehen, folgende sind:
eine Religion ohne den Heiligen Geist, eine Christenheit ohne Christus, eine Vergebung ohne Buße, eine Erlösung ohne Wiedergeburt, eine Politik ohne Gott und ein Himmel ohne Hölle."


Pfarrer Dr. h.c. William Booth (1829 -1912, Gründer der Heilsarmee, Ehrendoktor der Universität Oxford, London)

Diskussion


"Gestatten Sie mir, Ihnen zu entgegnen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie der der Irokesen."

Friedrich der Große (1770, König von Preußen, Briefwechsel mit Jean le Rond d'Alembert, einem Universalgelehrten und Verfechter der Aufklärung, Paris, "Jesus Menschensohn", 2001, S.70)

Diskussion


"Es ist jedermanns gutes Recht, sich eine Religion zusammenzubrauen, in der eigene Ideen, Wünsche und Meinungen sowie ein selbst komponiertes Gemisch verschiedenster religiöser Aussagen … eingebracht werden. Niemand kann diesen Menschen auch verwehren, sich passende Versatzstücke der Bibel einzuverleiben.

Nur mit Glauben an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs und Vertrauen in die einzig zu diesem Gott führende Erlösungstat durch den Sohn Gottes, Jesus Christus, hat das nicht mehr auch nur das Geringste zu tun.

Hier sind ganz separate, neue Religionen erdacht worden. So „christlich“ sich das auch immer nennen … mag."


Martin C.R. Krüger (2005, Prüfet alles, das Gute haltet fest, Seite 39)

Diskussion


"Der Glaube hat es nicht nötig, durch eine bibelkritische Theologie gesellschaftlichen Belang zu erhalten.

Was die Heilige Schrift sagt, muss nicht durch theologische Anstrengung für den jeweiligen Zeitgeist passend gemacht werden. Der Heilige Geist vermag jede Generation zu erreichen. [...] Echter Glaube an die Erlösung in Jesus Christus wird durch Gottes Gnade vor dieser Gefahr bewahrt."


Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (04. Juli 2007, Theologin, ideaSpektrum Nr. 27/2007, Seite 4)

Diskussion


"Die evangelische Theologie verdankt ihr Ansehen und ihre Existenzberechtigung innerhalb der deutschen Universität der rücksichtslosen Anwendung der historisch-kritischen Methode. [...]

Nur wenn zukünftige theologische Fakultäten in gleicher Weise sowohl mit kirchlich orientierten Forschern als auch mit solchen aus anderen Religionen und mit Religionskritikern (einschließlich Atheisten) besetzt sind, ist ein Erkenntnisfortschritt zu erwarten."


Prof. Dr. Gerd Lüdemann (2004, Das Unheilige in der heiligen Schrift)

Diskussion


"Wenn die Alternative der religiöse Fundamentalismus ist, wie wir ihn in Teilen der Vereinigten Staaten von Amerika sehen, kann auch die christliche Religion dazu tendieren, Vielfalt, alternative Meinungen und Freiheit zu unterdrücken.

Deshalb wäre es ungeheuer wichtig, dass ein europäisches Christentum hier die Vernunft wahrt, für die Freiheit eintritt und Atheismus wie andere Religionen nicht durch Unterdrückung bekämpft, sondern im Diskurs aufnimmt.

Das ist umso wichtiger, als sich von den Europäern nicht beachtet in Afrika, Asien und Lateinamerika das Christentum rapide ausbreitet. Dabei werden allerdings oft gerade nicht die freiheitlichen Tendenzen gestärkt. […]

Wenn das europäische Christentum nicht hellwach bleibt und für die eigenen Traditionen entschlossen und mit Profil eintritt, räumt es den Platz für Leere oder Fundamentalismus."


Bischöfin Dr. Margot Käßmann (2005, Oktober 2009 - Februar 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Impulspapier - Strategien für die Gesellschaft von morgen, 2005, in: www.cap.lmu.de/download/foresight/foresight-kaessmann.pdf)

Diskussion

 

Dr. Margot Käßmann, 2009-2010 Ratsvorsitzende EKD, 1999-2010 Bischöfin EVLKA


 

"Können die Leser/Hörer der Bibeltexte nicht stärker auch im Rahmen dessen, was wir historisch-kritische Exegese nennen, in den Blick geraten?

Chancen eines solchen Versuchs sieht Weber (Martin Weber, 2003) zum einen darin, die Exegese von ihrem Ruf als "praxisfernes Übel", das nach absolviertem Theologiestudium wie ein lästiger Mantel abgestreift werden kann, zu befreien, und zum anderen, dem sichtlichen Relevanzverlust biblischer Texte für unsere Gegenwart entgegenzuwirken.

Damit stellt sich Weber mitten hinein in die Diskussion um "alternative" Textzugänge, wie sie beispielsweise über tiefenpsychologische, feministische oder befreiungstheologische Zugänge seit Jahren lebendig geführt wird."


Juliane Schlegel (April 2007, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Evangelisch-Theologische Fakultät München, ThBeitr 2/2007 [theologische beiträge, 38. Jahrgang], Seite 99, Buchrezension: Martin Weber, Aus Tiefen rufe ich dich. Die Theologie von Psalm 130 und ihre Rezeption in der Musik, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2003)

Diskussion


"Probleme lassen sich nicht mit den Denkweisen lösen, die zu ihnen geführt haben."

Prof. Dr. Albert Einstein (1879-1955, 1921 Nobelpreis der Physik)

Diskussion


»Was sagen die Leute, wer ich sei?«  Und sie antworteten:

»Du bist die Manifestation unseres eschatologischen Wesensgrundes, die Verkündigung, die sich kundtut im Konflikt und im Ablauf des Harmonisierungsprozesses.«

["Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach:
Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? (Matthäus 16, 13]


Arno Backhaus (1997, Lache, und die Welt lacht mit dir! Schnarche, und du schläfst allein!, Seite 13, ISBN 3870676752)

Diskussion


"Man kann nicht jede beliebige religiöse Meinung damit retten, sie sei zwar nicht wortwörtlich, aber doch noch symbolisch wahr. … Schließlich droht das Ideal des undogmatischen Christentums in die dürftige Wirklichkeit eines womöglich auf die Humanität eingeschränkten Christentums zurückzufallen. […]

Damit gibt das undogmatische Christentum keinem postmodernen Zeitgeist nach, im Sinn des Slogans
,,Anything goes, man kann glauben, was man will, und die Wahrheit ist nur das, was die Einzelnen dafür halten“.

Eine derartige Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheitsfrage löst das Christentum auf."


Pfarrer Dr. Andreas Rössler (26.7.2001, Undogmatisches Christentum: ein Ideal im Konflikt mit der Wirklichkeit, IARF-Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll)

Diskussion


"Glaubt, was ihr für glaubwürdig und wahr haltet, aber bleibt kritisch."

Pfarrer Friedrich Schorlemmer (25.04.2004, Speyerer Protokolle: Der Protestantismus als Kritik und Gestaltung, Symposium und Gottesdienst zum 475-jährigen Protestationsjubiläum, 24./25. April 2004 Speyer, hg.v. Ev. Akademie der Pfalz)

Diskussion


"Die meisten schreiben Toleranz mit Doppel-l: Sie finden alles toll. Je nach Stimmungslage ist es mal der Dalai Lama, mal Jesus, mal der Papst, mal Marxismus oder Buddhismus, mal New Age oder die alte Bibel."

"Wenn alles gleich gültig ist, ist auch schnell alles gleichgültig."
"Wenn alles Wahrheit ist, ist nichts mehr Wahrheit."


Peter Hahne (November 2004, Theologe,
1992 - 2009 Ratsmitglied der EKD [EKD - Evangelische Kirche in Deutschland], ZDF-Programmdirektion, Berlin, Schluss mit lustig! Das Ende der Spassgesellschaft, ISBN: 3501051808)

Diskussion

 

Peter Hahne, Publizist , ZDF-Programmdirektion


 

"Wenn jeder nur das akzeptieren kann, was ihm in den Kram passt oder was er für richtig hält, dann wird eine Sektenbildung in der Kirche kaum zu verhindern sein, und dann werden auch wir Katholiken von der Welt gestreichelt und gelobt werden als tolerant, weltoffen, modern, aufgeschlossen, anpassungsfähig, lernfähig, dialogbereit, und frei, bevor sie uns zu Staub zerreibt, der den Wind der Zeit nichts mehr entgegenzusetzen hat."

(2008, www.stmichael-online.de)

Diskussion


"Wider die Diktatur des Relativismus" [F.A.Z.]

"Wie viele Winde der Lehre haben wir in den letzten Jahrzehnten erlebt! Wie viele ideologische Strömungen! Wie viele Moden des Denkens... Das Schifflein des Denkens vieler Christen ist nicht selten von diesen Wellen bewegt worden, umhergeworfen von einem Extrem zum andern. Vom Marxismus zum Liberalismus, bis zur Libertinage; vom Kollektivismus zum radikalen Individualismus; vom Atheismus zu einer vagen religiösen Mystik; vom Agnostizismus [http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus] zum Synkretismus [http://de.wikipedia.org/wiki/Synkretismus] und so weiter. [...]

Einen klaren christlichen Glauben zu haben, gemäß dem Credo der Kirche, wird häufig als Fundamentalismus etikettiert.

Dabei erscheint der Relativismus [http://de.wikipedia.org/wiki/Relativismus], das heißt, das Sich-treiben-lassen hierhin und dorthin von jedwedem Wind der Lehre, als die einzige Haltung auf der Höhe der Zeit. Es bildet sich eine Diktatur des Relativismus heraus, die nichts als definitiv anerkennt und die als letztes Maß nur das eigene Ich und seine Wünsche gelten lässt."

"Wir hingegen haben ein anderes Maß: den Sohn Gottes, den wahren Menschen."

"Reif ist nicht ein Glaube, der den Wellen der Mode und der letzten Neuheit folgt. Erwachsen und reif ist ein Glaube, der zutiefst verwurzelt ist in der Freundschaft mit Christus. Dies gibt uns das Kriterium zu unterscheiden zwischen wahr und falsch, zwischen Betrug und Wahrheit."


Dr. Joseph Ratzinger (20.04.2005,
2005-2013 Papst Benedikt XVI., Frankfurter Allgemeine Zeitung F.A.Z. Nr. 91 / Seite 3, Wider die Diktatur des Relativismus)

Diskussion


"Lasst euch nicht um die Wahrheit betrügen!"

Kölner Erzbischof Kardinal Dr. Joachim Meisner (08.06.2007, Dialogbibelarbeit von Präses Nikolaus Schneider und Joachim Kardinal Meisner beim 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln, Manuskript der gemeinsamen Bibelarbeit: Pressemitteilung Nr. 119 / 2007,
http://www.ekir.de/ekir/233_44938.php)

Diskussion


"Gottes rechte Kirche. Katholische Fundamentalisten auf dem Vormarsch. [...]

Die Fundamentalisten ... sind auf dem Vormarsch. Papsttreu und gottergeben kämpfen sie für eine Kirche, die sich auf mittelalterliche Werte besinnt. Unter Laien, Priestern und Bischöfen gewinnen sie immer mehr an Einfluss."


Thomas M. Hofer (Februar 1998, Publizist u. Redakteur, www.amazon.de)

Diskussion


"Ich selbst bin auch schon Fundamentalist genannt worden, ich habe das gelassen hingenommen. Oft wird die Klarheit bestimmter religiöser Grundüberzeugungen abwertend als Fundamentalismus bezeichnet."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (20.11.2003, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, DIE WELT)

Diskussion


"Im Rahmen des Weltjugendtages wurde der Teilnehmer Joseph Ratzinger wiederholt als „Heiliger Vater“ bezeichnet.

Nach der in Matthäus 23 Vers 9 aufgezeichneten Anweisung Jesu ist dies aber unzulässig. Der Text sagt aus, dass niemand auf der Erde als Vater angeredet werden soll. Sicher ist damit nicht untersagt, einen buchstäblichen Vater mit diesem Ausdruck zu bezeichnen und anzureden.

Die Aussage ist aber eindeutig, dass niemand das Recht hat, sich durch diesen Titel über seine Mitgläubigen zu stellen. Vielmehr sind alle Nachfolger des Christus Brüder (Matthäus 23 Vers 8). Es steht also keinem religiösen Führer zu, sich als Vater oder gar als Papst (abgeleitet von Papa = Vater) über andere zu erheben."


(16.09.2005, www.bistum-augsburg.org Glaube: Referat für Glaubenslehre und Hochschulen - FAQ: Frequently Asked Questions)

Diskussion


"Zum Unterschied zur römisch-katholischen Kirche gibt es ... keine der Bibel übergeordnete Autorität. Gegenüber der röm.-kath. Kirche hat die Reformation das "sola scriptura" [lat. Allein die Schrift] betont."

Prof. Dr. Samuel R. Külling (2001, Theologe, Gründer und erster Rektor der STH - Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel, Generalangriff gegen den biblischen Fundamentalismus)

Diskussion

 

 

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"Die wesentlichen Punkte der Reformation, die auch heute noch gemeinsamer Nenner der protestantischen Kirchen sind, werden oft mit dem vierfachen "allein ..." ausgedrückt:

- sola scriptura - allein die Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens, nicht die (nur mit der Autorität der Bischöfe oder des Papstes entstandene) Tradition (Galater 2, 6-9)

- solus Christus - allein Christus, nicht die Kirche, hat Autorität über Gläubige (Epheser 5, 23-24)

- sola gratia - allein durch die Gnade Gottes wird der glaubende Mensch errettet, nicht durch eigenes Tun (Römer 1, 17)

- sola fide - allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt, nicht durch gute Werke (Galater 2, 16)"


(http://de.wikipedia.org/wiki/Reformation, Stand Januar 2008)

Diskussion


"Die Protestanten haben aber weithin seit der Aufklärung das verlassen, wofür sie einst bereit waren zu sterben:
Die Bibel wird nicht mehr als Gottes Wort verstanden, sondern nur noch als religionsgeschichtliches Zeugnis der Antike."


Dr. theol. Friedhelm Jung (4. Januar 2007, Theologe, Was ist evangelikal?, CV Dillenburg, 2007, S. 9)

Diskussion


"Der „Kirche des Wortes“ ist die Bibel als Wort Gottes verloren gegangen. Genauer gesagt: Die Evangelische Kirche hat sich von der „Heiligen Schrift“ entfernt und betrachtet sie aus kritischer Distanz als ein altes Buch unter vielen anderen."

Pfarrer Wolfgang Sickinger (28.07.2005, Kirche ohne Bibel?)

Diskussion


"Wir wären schon einen riesigen Schritt weiter, wenn wir uns darauf verständigen könnten, dass wir es in der Bibel nicht nur mit Menschen, sondern auch mit Gott zu tun haben"

Prof. Dr. mult. Thomas Schirrmacher (08.06.2007, Theologe, Deutscher Evangelischer Kirchentag in Köln)

Diskussion


"Wir müssen die heilige Schrift erst wieder kennen lernen wie die Reformatoren, wie unsere Väter sie kannten. Wir dürfen die Zeit und die Arbeit dafür nicht scheuen. Wir müssen die Schrift kennen lernen zuallererst um unseres Heiles willen.
Aber es gibt daneben genug gewichtige Gründe, um uns diese Forderung ganz dringlich zu machen. Wie sollen wir z. B. in unserm persönlichen und kirchlichen Handeln jemals Gewissheit und Zuversicht erlangen, wenn wir nicht auf festem Schriftgrund stehen?
Nicht unser Herz entscheidet über unsern Weg, sondern Gottes Wort. Wer aber weiß heute noch etwas rechtes über die Notwendigkeit des Schriftbeweises?

Wie oft hören wir zur Begründung wichtigster Entscheidungen ungezählte Argumente „aus dem Leben“, aus der „Erfahrung“, aber der Schriftbeweis bleibt aus, und gerade er würde vielleicht in genau entgegengesetzter Richtung weisen?"


Pfarrer Dr. Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945, Evangelisch-lutherischer Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.)

Diskussion


"Die Schriftbeweise des Neuen Testamentes müssen fallen,
nicht erst auf Grund rationaler historischer Kritik"


Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1933, Theologe [laut http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml:
bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts] Glauben und Verstehen GuV)

Diskussion


"Wir sind nicht islamisch, wir sind nicht katholisch, aber was evangelisch sein heißt, sagen wir nicht."

Deutschlandfunk (06.11.2007, Evangelischer Theologe: Wir müssen die Ausstrahlungskraft verstärken, Deutschlandfunk, www.dradio.de)

Diskussion


"Wenn sich die Theologie im gegenwärtigen pluralistischen Stimmengewirr der Meinungen Gehör verschaffen will, dann muss sie zuerst und vor allem wissen, was sie selbst ist. […]

Relevanz kann sie nur haben, wenn sie ihre unverwechselbare Identität als Theologie, das heißt als Rede von Gott festhält. Tut sie das nicht, dann verkommen Theologie und Kirche zu ethisch-moralischen Anstalten […]

Es ist Zeit, es ist höchste Zeit, von Gott zu reden."


Kardinal Prof. Dr. Walter Kasper (13. Jan. 2009, Die Gottesfrage als Zukunftsfrage. Die Politische Meinung Nr. 470, Januar 2009, Monatszeitschrift Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., S. 48)

Diskussion


"Warum ist es möglich, dass Tausende und Abertausende an der Kirche gelangweilt vorübergehen? Warum ist es so geworden, dass das Kino oft wirklich interessanter, aufregender, menschlicher, packender ist als die Kirche? Sollte das wirklich nur die Schuld der anderen sein und nicht auch unsere?

Die Kirche war doch einmal anders. Es wurden doch einmal die Fragen des Lebens und des Todes hier ausgetragen und entschieden. Warum ist das nicht mehr so?

Weil wir selbst die Kirche zu etwas gemacht haben und immer wieder machen, was sie nicht ist. Weil wir zu viel von falschen, nebensächlichen, menschlichen Dingen und Gedanken in der Kirche reden und zu wenig von Gott selbst. […]

Weil wir zu gemütlich von Gott reden und denken und uns von ihm und seiner Gegenwart nicht stören und beunruhigen lassen wollen; weil wir selbst im Grunde nicht glauben wollen, dass er wirklich jetzt hier mitten unter uns ist und unser Leben und Tod, Herz und Seele und Leib von uns fordert.
Und schließlich, weil wir Pfarrer immer wieder zu viel von kurzlebigen Gedanken reden, von dem, was wir vielleicht selbst erdacht oder erfahren haben, statt zu wissen, dass wir nichts sind als die Botschafter der großen Wahrheit des ewigen Christus. […]

Lasset euch versöhnen mit Gott. D.h. doch nichts anderes als: Lasset euch ein Königreich schenken, lasset euch den Himmel zum Geschenk geben, lasset euch die Liebe des Höchsten, des Herrn aller Welt schenken, werdet seine Freunde, seine Kinder, seine Schützlinge: Kommt, ergebt euch ihm und seinem Willen und ihr werdet frei sein von allem Bösen, von aller Schuld, von allen Fesseln.
Ihr werdet frei sein von euch selbst, ihr werdet die Heimat gefunden haben, ihr werdet zu Hause sein bei eurem Vater."


Pfarrer Dr. Dietrich Bonhoeffer (22. Oktober 1933, Theologe, Dietrich Bonhoeffer Werke (DBW), Bd. 13: London 1933-1935, Christian Kaiser Verlag/Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1994, S. 313-319)

Diskussion

 

 

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"Der Streit um die Bibel ist ein Streit um Jesus."

"Die Konservativen halten dabei an der Jungfrauengeburt, am Opfertod, an Auferstehung und Wiederkunft Jesu Christi fest. Für Menschen mit einem schlichten Glauben sind die Deutungen dieser „Heilstatsachen", wie sie die historisch-kritische und existential-interpretierende Theologie versucht, schwer verständlich.

Für sie meint die Bibel, was sie sagt. Das wird zwar den schlicht Gläubigen nur zu oft von Ungläubigen bestritten. Daran gewöhnen sich die Kirchentreuen. Sie nehmen von dieser Seite Kritik als eine natürliche Erscheinung hin. Wenn aber der auf „Heilstatsachen" gründende Glaube auch von Theologen in Frage gestellt wird, weiß man nicht mehr, woran man ist.

Das kritische Rückfragen nach dem "Eigentlichen" der biblischen Botschaft wird nicht verstanden, schon weil ein abstrahierender Denkprozess nicht nachvollziehbar ist. Sie haben davor Angst und wehren sich darum heftig gegen alles, was sie in ihrem bisherigen Christenleben unsicher macht. ...

Es ist verwunderlich, dass man sich bisher die Unvermeidbarkeit des Konflikts zwischen der herrschenden Theologie und der Gemeindefrömmigkeit kaum klargemacht hat."


Pfarrer Dr. Reinhold Lindner (1971, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Information Nr. 45 Stuttgart III/1971, Streit in der Kirche, Seite 4+5)

Diskussion


Jesus Christus: "Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll.
Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.

Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit?"


JOHANNES / 18. Kapitel, 37+38

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Jesus Christus zu seinem Vater: "Dein Wort ist die Wahrheit."

Johannes 17, 17

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Jesus Christus: "Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen."

MATTHÄUS / 24. Kapitel, 35

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"Für Martin Luther war der biblisch fundierte Glaube an Jesus Christus die alles bestimmende, klare und verbindliche Mitte. Gerade das ist innerhalb der Volkskirche zum Riesenproblem geworden. Nicht einige Details am Rande, sondern das Zentrum ist ins Wanken geraten. …

Sie vertritt nur noch Teilwahrheiten, Teilerkenntnisse und Teilüberzeugungen, die heute gelten und morgen wieder verworfen werden können. Aber der Anspruch auf die eine, verbindliche .. Wahrheit ist längst aufgegeben. Natürlich werden angehende Pastoren offiziell noch auf Bibel und Bekenntnisschriften verpflichtet. Aber im tatsächlichen Leben der Kirche haben Bibel und Bekenntnis längst ihre normierende Kraft verloren. [...]

In den letzten Jahren zeigte sich immer deutlicher, dass dieselbe Volkskirche, die mit dem Anspruch der Toleranz auftritt, sich ausgesprochen intolerant zeigte, wann immer und wo immer Menschen für die absolute Gültigkeit und Wahrheit der Bibel eintraten. [...]

Wer immer dieses volkskirchliche Tabu brach und den Anspruch der Bibel, Gottes zuverlässiges und verbindliches Wort zu sein, öffentlich zur Sprache brachte, musste - und muss - mit scharfem Gegenwind rechnen."


Pfarrer Rudolf Möckel (1996, Volkskirche am Abgrund?)

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"Der schottische Philosoph und Historiker David Hume (1711-1776) ging trotz seiner skeptischen Ansichten ab und zu in den Gottesdienst zu einem rechtgläubigen Geistlichen namens John Braun.

Auf die Frage, wie er das mit seinen Anschauungen vereinbaren könne, antwortete Hume: "Ich glaube nicht alles, was er sagt, aber er glaubt es. Und dann und wann höre ich gern einem Mann zu, der glaubt, was er sagt."


(Das große Buch des christlichen Humors, Annegret Kokschal, St. Benno; Auflage: Mai 2006)

Diskussion

 

 

 


"Wenn Du der Sohn Gottes bist ... […] (Seite 60)

Kommen wir zur zweiten Versuchung Jesu, [5 Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6 und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Psalm 91,11-12): «Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.» 7 Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose 6,16): «Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.» MATTHÄUS / 4. Kapitel 5-7] deren exemplarische Bedeutung in mancher Hinsicht am schwersten zu verstehen ist. […]

Zunächst ist da etwas Auffälliges. Der Teufel zitiert die Heilige Schrift, um Jesus in seine Falle zu locken. Er zitiert den Psalm 91, 11f, der von dem Schutz spricht, den Gott dem gläubigen Menschen gewährt: „Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu hüten auf allen deinen Wegen. Sie tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt“ Dieses Wort gewinnt dadurch noch besonderes Gewicht, dass es in der Heiligen Stadt, an heiligem Ort gesprochen ist. In der Tat ist der zitierte Psalm an den Tempel gebunden; sein Beter erhofft sich Schutz im Tempel, denn die Wohnung Gottes muss als besondere Stätte göttlichen Schutzes gelten.

Wo sollte der Mensch, der an Gott glaubt, sich sicherer wissen dürfen als im heiligen Bereich des Tempels? (ausführlicher dazu Gnilka, Das Matthäusevangelium 1, a. a. O., S. 88f).

Der Teufel erweist sich als Schriftkenner, der den Psalm genau zu zitieren weiß; das ganze Gespräch der zweiten Versuchung erscheint förmlich wie ein Streit zweier Schriftgelehrter: Der Teufel tritt als Theologe auf, bemerkt Joachim Gnilka dazu.
Wladimir Solowjew hat dieses Motiv in seiner Kurzen Erzählung vom Antichrist aufgenommen: Der Antichrist empfängt von der Universität Tübingen den Ehrendoktor der Theologie; er ist ein großer Bibelgelehrter. Solowjew hat mit dieser Darstellung seine Skepsis gegenüber einem gewissen Typ exegetischer Gelehrsamkeit seiner Zeit drastisch ausgedrückt.

Das ist kein Nein zur wissenschaftlichen Bibelauslegung als solcher, aber eine höchst heilsame und notwendige Warnung vor ihren möglichen Irrwegen. Bibelauslegung kann in der Tat zum Instrument des Antichrist werden. Das sagt uns nicht erst Solowjew, das ist die innere Aussage der Versuchungsgeschichte selbst.

Aus scheinbaren Ergebnissen der wissenschaftlichen Exegese sind die schlimmsten Bücher der Zerstörung der Gestalt Jesu, der Demontage des Glaubens geflochten worden.
Heute wird die Bibel weithin dem Maßstab des sogenannten modernen Weltbildes unterworfen, dessen Grunddogma es ist, dass Gott in der Geschichte gar nicht handeln kann - dass also alles, was Gott betrifft, in den Bereich des Subjektiven zu verlegen sei.

Dann spricht die Bibel nicht mehr von Gott, dem lebendigen Gott, sondern dann sprechen nur noch wir selber und bestimmen, was Gott tun kann und was wir tun wollen oder sollen.

Und der Antichrist sagt uns dann mit der Gebärde hoher Wissenschaftlichkeit, dass eine Exegese, die die Bibel im Glauben an den lebendigen Gott liest und ihm selbst dabei zuhört, Fundamentalismus sei; nur seine Exegese, die angeblich rein wissenschaftliche, in der Gott selbst nichts sagt und nichts zu sagen hat, sei auf der Höhe der Zeit.

Das theologische Streitgespräch zwischen Jesus und dem Teufel ist ein alle Zeiten betreffender Disput um die rechte Schriftauslegung, deren grundlegende hermeneutische
[http://de.wikipedia.org/wiki/Biblische_Hermeneutik] Frage die Frage nach dem Gottesbild ist.

Der Streit um die Auslegung ist letztlich ein Streit darum, wer Gott ist.

Dieses Ringen um das Gottesbild, um das es im Disput um die gültige Schriftauslegung geht, entscheidet sich aber konkret am Bild Christi: Ist er, der ohne weltliche Macht geblieben ist, wirklich der Sohn des lebendigen Gottes? [...]

Der Punkt, um den es geht, erscheint in der Antwort Jesu (Mt 4,7), die wiederum dem Deuteronomium [5. Buch Mose] (6,16) entnommen ist: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!" Das ist im Deuteronomium eine Anspielung auf die Geschichte, wie Israel vor Durst in der Wüste umzukommen drohte. Es kommt zur Rebellion gegen Mose, die eine Rebellion gegen Gott wird. Gott muss zeigen, dass er Gott ist. Diese Rebellion gegen Gott wird in der Bibel so beschrieben: „Sie stellten den Herrn auf die Probe, indem sie sagten: Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht?" (Ex 17,7).

Es geht also um das, was vorhin schon angeklungen war: Gott muss sich dem Experiment stellen. Er wird „erprobt", wie man Waren ausprobiert. Er muss sich den Bedingungen unterwerfen, die wir für unsere Gewissheit als nötig erklären. Wenn er jetzt den von Psalm 91 zugesagten Schutz nicht gewährt, dann ist er eben nicht Gott. Dann hat er sein eigenes Wort und so sich selbst falsifiziert [http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifizieren].

Die ganze große Frage, wie man Gott erkennen und wie man ihn nicht erkennen kann, wie der Mensch zu Gott stehen und wie er ihn verlieren kann, steht hier vor uns.
Der Hochmut, der Gott zum Objekt machen und ihm unsere Laborbedingungen auflegen will, kann Gott nicht finden. Denn er setzt bereits voraus, dass wir Gott als Gott leugnen, weil wir uns über ihn stellen.

Weil wir die ganze Dimension der Liebe, des inneren Hörens ablegen und nur noch das Experimentierbare, das in unsere Hand gegeben ist, als wirklich anerkennen. Wer so denkt, macht sich selbst zu Gott und erniedrigt dabei nicht nur Gott, sondern die Welt und sich selber.

Von dieser Szene auf der Tempelzinne aus öffnet sich aber auch der Blick auf das Kreuz hin. Christus hat sich nicht von der Tempelzinne gestürzt. Er ist nicht in die Tiefe gesprungen. Er hat Gott nicht versucht. Aber er ist in die Tiefe des Todes hinabgestiegen, in die Nacht der Verlassenheit, in die Ausgesetztheit der Wehrlosen.

Er hat diesen Sprung gewagt als Akt der Liebe von Gott her für die Menschen. Und deshalb wusste er, dass er bei diesem Sprung zuletzt nur in die gütigen Hände des Vaters fallen konnte. So erscheint der wirkliche Sinn von Psalm 91 her, das Recht zu jenem letzten und unbegrenzten Vertrauen, von dem darin die Rede ist: Wer dem Willen Gottes folgt, der weiß, dass er in allen Schrecknissen, die ihm widerfahren, einen letzten Schutz nicht verliert.
Der weiß, dass der Grund der Welt Liebe ist und dass er daher auch da, wo kein Mensch ihm helfen kann oder will, im Vertrauen auf den weitergehen darf, der ihn liebt. [...] (Seite 63-67)

Der Gedanke, dass Gott sich die Vergebung der Schuld, die Heilung der Menschen von innen her, den Tod seines Sohnes hat kosten lassen, ist uns heute sehr fremd geworden: Dass der Herr „unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen" hat, dass er „durchbohrt wurde wegen unserer Missetaten, wegen unserer Sünden zermalmt", dass wir „durch seine Wunden geheilt wurden" (Jes 53,4-6), will uns heute nicht mehr einleuchten. [...]

Dem Verstehen des großen Geheimnisses der Sühne steht dann aber auch unser individualistisches Menschenbild im Wege: Wir können Stellvertretung nicht mehr begreifen, weil für uns jeder Mensch in sich allein eingehaust ist; die tiefe Verflochtenheit aller unserer Existenzen und ihrer aller Umgriffensein von der Existenz des Einen, des menschgewordenen Sohnes, vermögen wir nicht mehr zu sehen.

Wenn wir von der Kreuzigung Christi sprechen werden, werden wir diese Fragen aufgreifen müssen. Einstweilen mag ein Gedanke von Kardinal John Henry Newman genügen, der einmal gesagt hat, dass Gott zwar die ganze Welt mit einem Wort aus dem Nichts erschaffen konnte, aber die Schuld und das Leiden der Menschen, die konnte er nur überwinden, indem er sich selbst ins Spiel brachte, in seinem Sohn selbst ein Leidender wurde, der diese Last getragen und durch seine Hingabe überwunden hat." (Seite 194)


Dr. Joseph Ratzinger (16. April 2007,
2005-2013 Papst Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder, ISBN 978-3451298615)

Diskussion

 

Dr. Joseph Ratzinger, 2005-2013 Papst Benedikt XVI.

 


HNA: Was ist Ihr Hauptkritikpunkt? "Dass der Autor [Dr. Joseph Ratzinger] die historische Kritik abwürgt und sagt, dass letztendlich die Irrtumslosigkeit der Bibel gilt und die Inspiriertheit des Gotteswortes" ... "dass es in der Bibel kein unechtes Wort Jesu gebe. Das halte ich für wissenschaftlich skandalös. [...]

Das Buch [Jesus von Nazareth, Dr. Joseph Ratzinger, April 2007] offenbart ganz bedenkliche Tendenzen, weil es die Theologie als Wissenschaft disqualifiziert. Darauf läuft es letztendlich hinaus."


Prof. Dr. Gerd Lüdemann (29.04.2007, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Interview HNA - Hessische/Niedersächsische Allgemeine)

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"Es fällt auf, dass sich Benedikt [Dr. Joseph Ratzinger] immer wieder mit der sog. "liberalen Theologie" auseinandersetzt, einer im Protestantismus ausgebildeten theologischen Richtung, die Forschung und Lehre in Freiheit von dogmatischen Vorgaben, aber dem Evangelium verpflichtet und im Gespräch mit Wissenschaft und Kultur betrieb.
Obwohl die liberale Theologie ihre Blütezeit bei uns in Deutschland im Wilhelminischen Zeitalter [1890 bis 1918] hatte, so erlebte sie doch in unseren Tagen - aus gutem Grund! - eine Renaissance. Somit verhält sich Benedikt jedenfalls in dieser Hinsicht keineswegs zeitwidrig.

In den Brennpunkt der päpstlichen Kritik gerät Adolf von Harnack (1851 - 1930) mit seiner berühmten These: "Nicht der Sohn, sondern allein der Vater gehört in das Evangelium, wie es Jesus verkündigt hat, hinein. [...]

Insgesamt jedoch bedeutet das päpstliche Jesusbuch eine Rückkehr zu einem Jesusverständnis, das hinter die Aufklärung zurückführt"


Prof. Dr. theol. Werner Zager (Dezember 2007, Evangelischer Theologe, Fachbereich Evangelische Theologie - Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Präsident des Bundes für Freies Christentum, Wer war Jesus wirklich? Deutsches Pfarrerblatt, Heft 12, S. 650/651)

Diskussion


"Evangelisch die Bibel zu lesen bedeute, sie kritisch zu lesen."

idea / Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh (26.09.2007, Direktor des Predigerseminars der
Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck EKKW, ideaSpektrum 39/2007, Seite 7)

Diskussion


"Welche Bibel meinen wir denn überhaupt? Das von unserer Kritik gnädig übrig gelassene Gerippe theologischer Allgemeinplätze oder das ewig gültige Wort Gottes?"

Peter Hahne (März 2008, Theologe, Ratsmitglied der EKD [EKD - Evangelische Kirche in Deutschland], Stv. Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios Berlin, Suchet der Stadt Bestes, Werte wagen – für Politik und Gesellschaft. Johannis, ISBN 9783501051337, S. 17)

Diskussion


"Schon zwei Sammelbände widmen sich geballter Kritik am Jesus-Buch von Benedikt XVI [Jesus von Nazareth, Joseph Ratzinger, April 2007]  [...]

Worüber sich aber alle Theologen, auch die zornigsten, freuen müssen: Wann schlägt schon ein theologisches Buch auf dem Markt solche Wellen, dass ein Heer von freundlichen und feindlichen Deutern nicht nur Arbeit, sondern auch die Aufmerksamkeit dazu bekommt?"


Die Presse (18.09.2007, Theologie: Der Papst in guter Gesellschaft, Die Presse - Wien AUSTRIA)

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"War angesichts der Flut von gegenwärtigen Jesus-Büchern auch noch eins des Papstes [Jesus von Nazareth, 2007] notwendig? ... Der katholische Religionswissenschaftler K. H. Ohhg hat kritisiert, „dass alles auf das Kreuz Jesu und die Rechtfertigung beziehungsweise die Erlösung ausgelegt wird" (F.A.Z. 105, 07.05.2007, 37).

Als evangelischer Christ und Theologe darf man sich freuen, wenn ein Papst für seine Treue zum Neuen Testament getadelt wird."


Prof. Dr. Rainer Riesner (August 2007, Theologe, Universität Dortmund, theologische beiträge, 38. Jahrgang 07-4/5, Seite 306f)

Diskussion

 

Dr. Rainer Riesner


 

"Die allgemeine Anerkennung des Semlerschen Grundsatzes [Johann Salomo Semler, 1725-1791, evangelischer Theologe], dass die Bibel als ein Buch wie jedes andere zu behandeln sei, hat die Theologie in eine endlose Kette nicht nur von Ratlosigkeiten, sondern auch von inneren Widersprüchen gestürzt." ... "Dabei ist, was am Anfang ein characteristicum protestanticum (protestantisches Merkmal) war, zur allgemein christlichen Krankheit geworden. Man kann es kaum anders ausdrücken. [...]

Alle hierher gehörenden Erscheinungen verbinden sich insbesondere mit dem Begriff der historisch-kritischen Methode. Eine wissenschaftlich gehandhabte und nicht nur behauptete Methode - und darum handelte es sich immerhin in der theologischen christlichen Wissenschaft - bedeutet ein Vorurteil im Sinne einer Vorentscheidung über die Ergebnisse. Die moderne physikalische Forschung konnte die Theologie gerade darin belehren, wie die Wahl einer Methode Rahmen, Umfang und Art der Ergebnisse vorbestimmt und präfiguriert.

Eine kritische Methode der biblischen Auslegung kann demnach nur bibelkritische Sätze erzeugen. Das gilt sogar dort, wo die historisch-kritische Methode biblische Sätze bestätigt. Denn ihre Berechtigung und Autorität bleiben durch den Kritiker begründet und können von der Methode her gar nicht allein der Bibel entspringen.

Die historisch-kritische Methode ist in ihrer tatsächlichen Anwendung zu einem unumstößlichen Raster geworden, das bestimmte Aussagen einfach nicht mehr zulässt, mögen sie auch tausendfach durch die Erfahrung der Glaubenden gedeckt sein.
Das ist keine Bosheit, sondern die Hilflosigkeit, in die eine falsch gewählte Methode verstößt. Es genügt die Belegung mit der Bezeichnung »supranatural« [http://de.wikipedia.org/wiki/Supranaturalismus] oder (im Sinne dieser einen Methode gesprochen) »unwissenschaftlich«, um den Ausstoßungseffekt des Rasters eintreten zu lassen. [...]

Zugleich aber ist die historisch-kritische Methode zu einem Instrument in der Hand der Exegeten geworden, mit dessen Hilfe sie eine wahrhaft päpstliche Vorherrschaft in der Theologie durchgesetzt haben. Die Dogmatik, die jahrhundertealte Königin in den theologischen Fächern, wurde zu einem Hausdiener, der eben noch alles ordnen, systematisieren, aufbewahren und zusammenstellen durfte, im übrigen jedoch immer erst bei der historisch-kritischen Exegese nachfragen musste, bevor er nach außen irgendwelche Auskunft geben konnte. [...]

Der Gebrauch der historisch-kritischen Methode hat uns ... in ein ungeheures Loch gestoßen. Das hier gesetzte Gefälle erwies sich als unentrinnbar. Was wirkliches Wort Gottes ist, wurde immer nebulöser. [...]

Das feine Gewebe der historisch-kritischen Methode ergab eine neue babylonische Gefangenschaft der Kirche. Sie wurde mehr und mehr abgesperrt von dem lebendigen Strom der biblischen Verkündigung und deshalb immer unsicherer und blinder, sowohl was ihren eigenen Gang betrifft, wie auch in Beziehung auf das Wirken nach außen.

Andererseits trat nicht nur eine Distanzierung der historisch-kritisch Arbeitenden, d. h. der theologischen Wissenschaft, von der Bibel ein, was zugleich den Rückgriff auf andere Gedanken bedeutete, sondern auch von der Gemeinde, die nach wie vor die Schrift als Einheit betrachtete und von da aus ihr Leben gestaltete. [...]

"Es wäre ein großer Fehler, die Schuld an solcher Entwicklung der Dinge etwa im Unvermögen der Methodiker zu suchen. Vielmehr ist es die Schuld der Methode, die man gewählt hat. Die obige Darlegung zeigte, dass die Methode scheitern musste, weil sie ihrem Gegenstand [der Bibel] nicht entsprach. [...]

Demnach bezeichnet die historisch-kritische Methode grundsätzlich einen Vorgang, bei dem die Bibel von einem außerbiblischen Ort her mit außerbiblischen Maßstäben angegangen wird, unter der Zielsetzung, dabei das Wort Gottes zu entdecken."


Prof. Dr. Gerhard Maier (2001 bis 2005 Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Das Ende der historisch-kritischen Methode, http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Maier)

Diskussion

 

Gerhard Maier und Maria Jepsen, 2003, www.chrismon.de


 

"Meiner Ansicht nach steht die kritische Pentateuchforschung [Pentateuch: fünf Bücher Moses] heute an einem Scheideweg.

Sie kann einerseits weitermachen wie bisher, d.h. auf der Basis hypothetischer Quellen, Redaktionen, usw. ihre Analysen betreiben; doch der zutage getretene Befund ermutigt wenig dazu: Es haben sich konstante, unlösbare Probleme gezeigt, die wohl untrennbar mit der – offenbar den Texten nicht angemessenen – Methode zusammenhängen.

Die mit diesen Annahmen sich ergebenden inneren Widersprüche und die Beliebigkeit, mit der Schichten, Hinzufügungen u.a. bestimmt werden, stellen aber zusehends das Vorgehen als solches in Frage und werden zu einer Belastung für die exegetische Wissenschaft. [...]

Als klassische Kriterien zur Unterscheidung von Schichten [Textschichten - die sich aus Änderung/Hinzufügung/Redaktion am Text ergeben] gelten der Wechsel von Gottesname bzw. -bezeichnung und die Existenz von Doppelungen [einzelner Formulierungen, ganzer Sätze oder Textabschnitte] zugleich mit Spannungen [Widersprüche].

Diese beiden Hauptmerkmale für die Methode der Analyse erweisen sich aber zusehends als fraglich. Die Differenz bei der Benennung Gottes kann auch theologisch und funktional begründet sein." ... "Eine Stelle wie Gen 28,21 »…, dann soll JHWH [der HERR] mir Gott sein« macht deutlich, dass der Wechsel der Benennungen oft inhaltlich gefordert ist. [...]

Was die Doppelungen im Verein mit Spannungen betrifft, mögen die dreifachen Redeeinleitungen samt je eigener Mitteilung in Gen 16,9–12 sowie Ex 3,14f die Problematik schon im Kleinen aufzeigen. Weder Hagar noch Mose reagieren zwischen diesen Reden des Boten oder Gottes; offenbar setzt der Erzähler bewusst das Mittel der Wiederholung ein, um besondere Botschaften voneinander abzuheben und, etwa im Fall von Ex 3,14f, dramatisch steigernd aufzubauen. [...]

Vielleicht ist aber das Ansinnen, heute noch die historische Genese [Entstehung] dieser Texte rekonstruieren zu können, überhaupt fragwürdig. Es setzt voraus, dass sie über einen längeren Zeitraum hinweg schriftlich weitergeformt [Änderung/Hinzufügung/Redaktion am Text] wurden, wofür uns wirklich entsprechende Vergleichsbeispiele für den antiken Raum fehlen."


Prof. Dr. Georg Fischer (2003, Universität Innsbruck, Zur Lage der Pentateuchforschung, Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft, 2003, VOL 115; PART 4, pages 608-616,
http://www.atypon-link.com/WDG/doi/pdf/10.1515/zatw.2003.038
)

Diskussion


"Drittens beobachte ich, dass diese Theologen prinzipiell davon ausgehen, dass es nichts Übernatürliches, Wunderbares gibt.

So sei, wenn die alten Texte unserem Herrn eine Aussage in den Mund legen, in der – falls er sie überhaupt gemacht haben sollte – die Zukunft vorausgesagt wird, davon auszugehen, dass sie erst nach dem Ereignis eingefügt wurde, das sie vorauszusagen scheint.
Das ist sehr einleuchtend, wenn man von vornherein weiß, dass es inspirierte Weissagung nicht gibt.

Und ähnlich einleuchtend ist es, alle Stellen, die von Wundern berichten, als unhistorisch abzutun, wenn man von vornherein weiß, dass es ganz allgemein nichts Übernatürliches gibt. […]

Gelehrte haben diesbezüglich nicht, nur weil sie Gelehrte sind, mehr Autorität als jeder Sterbliche. Den Maßstab „wenn wunderbar, dann unhistorisch“ bringen sie von außen an die Texte heran, sie gewinnen sie nicht aus dem Studium derselben.
Wenn man von Autorität reden will – hier zählt die ganze Autorität aller Bibelkritiker der Welt nichts. Hier reden sie einfach als Menschen; als Menschen, die vom Geist des Zeitalters, in dem sie aufwuchsen, offensichtlich beeinflusst und ihm gegenüber vielleicht zu unkritisch sind. […]

Diese ganze Art von Kritik versucht, die Entstehung der von ihr untersuchten Texte zu rekonstruieren; welche nicht mehr vorhandenen Quellen der jeweilige Autor benutzte, wann und wo er schrieb, in welcher Absicht, unter was für Einflüssen – den ganzen „Sitz im Leben“ eines Textes. Dies geschieht mit einer ungeheuren Sachkenntnis und großer Findigkeit. Und auf den ersten Blick sieht es sehr überzeugend aus. […]

Was mich gegen all diese Rekonstruktionen feit, ist die Tatsache, dass ich sie vom andern Ende her erlebt habe: Ich habe Rezensenten dabei beobachtet, wie sie genau auf die gleiche Art die Entstehung meiner eigenen Bücher rekonstruierten.
Bevor man nicht einmal selbst rezensiert wird, kann man kaum glauben, wie wenig eigentliche Kritik in einer normalen Buchbesprechung enthalten ist; wie wenig Lob oder Tadel des Buches selbst. Den größten Teil füllen erfundene Geschichten über den Entstehungsprozess. […]

Mein Eindruck ist, dass in meinem ganzen Leben nicht eine dieser Vermutungen auch nur in einem Punkt zutraf; dass die Methode hundertprozentig versagt hat. Man sollte meinen, sie müsste rein zufällig genauso oft ins Schwarze treffen wie daneben. Doch mein Eindruck ist, dass das nie stimmt. Ich erinnere mich an keinen einzigen Treffer"


Prof. Dr. theol. h.c., Dr. h.c. Clive Staples Lewis (1898-1963, britischer Schriftsteller und Literatur-wissenschaftler, Gedankengänge. Essays zu Christentum, Kunst und Kultur, Brunnen-Verlag GmbH Januar 1986, ISBN 978-3765523755)

Diskussion


zeitzeichen: "Die historisch-kritische Methode macht aber auch alles sehr kompliziert. ... Kann ein Laie überhaupt noch ohne Anleitung durch einen Theologen oder die Benutzung eines wissenschaftlichen Diskussions die Bibel lesen?"

Peter Steinacker: "Lesen und Verstehen ist immer ein komplexer Vorgang. Deshalb sollten sich Bibelleser nicht von uns Theologen abschrecken lassen, unbefangen mit der Bibel umzugehen. Der Heilige Geist kann ihnen die Wahrheit erschließen."

zeitzeichen: "Das heißt, es gibt auch heute noch ein unmittelbares Verstehen der Bibel?"

Peter Steinacker: "Verstehen ist immer vermittelt. Aber es gibt einen legitimen, nichtwissenschaftlichen Zugang zur Bibel."


Kirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker (November 2005, Prof. Dr. Peter Steinacker ist seit 1993 Kirchenpräsident der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau. Interview: "zeitzeichen", Berlin)

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"Eine mündige Gemeinde sollte sich nicht amtskirchlich bevormunden lassen."

"Parzany wendet sich gegen die Entmündigung der Laien in der Kirche, denen von Hauptamtlichen vorgegeben werde, wie sie die Bibel bibelkritisch zu verstehen hätten."


Pfarrer Ulrich Parzany / idea (2005, Theologe, Reformationsfeier Pforzheim, www.idea.de,
http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Parzany)

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Pfarrer Ulrich Parzany, Leiter ProChrist e.V., 1984 - 2005 Generalsekretär CVJM


 

"Die Berufung auf die Heilige Schrift war einmal das Kennzeichen der Kirchen der Reformation. Egal, ob lutherisch oder reformiert, landes- oder freikirchlich: Man stand für das ein, was die Bibel sagt. Heute steht derjenige schnell unter Extremismusverdacht, der sich zur Wahrheit der Bibel als Gottes inspiriertes Wort bekennt. [...]

Strittig ist heute vor allem die Wahrheit der Bibel. Nicht selten begegnet in diesem Zusammenhang eine Doppelstrategie. Zunächst werden Widersprüche in der Bibel aufgezählt und bestimmte Texte gegeneinandergestellt.
Das Problem ist nun nicht, dass gewisse Spannungen genau beobachtet werden. Problematisch wird es, wenn solche Beobachtungen im Sinne einer Verunsicherungsstrategie instrumentalisiert werden.

Hand in Hand damit geht eine Immunisierungsstrategie: Jeder Versuch zu klären, ob die Texte tatsächlich zum selben Gegenstand sprechen, oder zu erklären, wie die Aussagen zueinander passen könnten, wird als unbilliges «Harmonisieren» abgewehrt.
Es wird dann z. B. gar nicht mehr untersucht, ob die Chronologie der Passionsereignisse in den ersten drei Evangelien und bei Johannes zusammenpassen könnte, sondern nur behauptet, dass sie sich widerspräche. Dass es ernsthafte Lösungen für dieses Problem gibt, wird übersehen.

Aber warum sollte ein wissenschaftlich denkender Mensch nicht alle Erkenntnisse ernst nehmen und Lösungen dafür suchen? Warum sollte er angesichts der lückenhaften Informationen, die oft nur verfügbar sind, nicht auch einmal eine Frage offenlassen, wenn ihn mehrere Lösungsmöglichkeiten nicht überzeugen?
Wer zu solcher Vorsicht und Zurückhaltung nicht bereit ist, entscheidet letztlich selbst, was er gelten lässt und was nicht. In diesen Entscheidungsprozess fließen dann auch weltanschauliche Vorentscheidungen ein. Am Ende hat jeder Ausleger seinen subjektiven Kanon, was noch als wahr gilt. Ein vielstimmiger Chor von «Wahrheiten» erklingt. Und wenn es schlecht läuft, wird nur derjenige nicht geduldet, der zu dem Ergebnis kommt, dass konkrete Texte mit dem, was sie sagen und weltanschaulich voraussetzen, Recht haben und stimmig sind.

Gilt die Bibel nur noch in subjektiver Auswahl, wird bald nicht mehr nur um das eine oder andere chronologische oder geschichtliche Detail diskutiert. Schnell ist man im Kernbereich dessen, wozu sich Christen mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen. Über den 1. Glaubensartikel (Gott als «Schöpfer des Himmels und der Erde») hat man dann oft nur noch Negatives zu sagen ...

Oder man geht noch einen Schritt weiter und verändert die Bedeutung des 2. Glaubensartikels («Jesus Christus ... geboren von der Jungfrau Maria»). Letztlich aus weltanschaulichen Gründen bestreitet man die Jungfrauengeburt Jesu wie Matthäus und Lukas sie in aller wünschenswerten Klarheit aussagen. ... Andere gehen noch einen Schritt weiter und verfahren entsprechend mit der Auferstehung von Jesus. ...

Wahrheit und Wirklichkeit gehören im Evangelium zusammen (Luk. 1,1-4; 24,34+39; Joh. 19,35; 1. Kor. 15,3-20)."


Prof. Dr. theol. Helge Stadelmann (März 2008, Rektor Freie Theologische Hochschule (FTH) Gießen, ethos 3/2008, S. 44f)

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"Subversive [http://de.wikipedia.org/wiki/Subversiv] Toleranz"

"Bedenkt man, dass die Einwände der Toleranzgegner nicht durch eine für beide Seiten zwingende Argumentation zu widerlegen sind, so ist klar, dass nur eine subversive Argumentation möglich ist. Subversiv, weil sie das Grundprinzip der Intoleranz angreifen muss, nämlich dass es die eine, reine Wahrheit gibt, der ein Sonderstatus zukommt.

Mehr als eine Wahrheit kann es freilich auch nicht geben; die Sache läuft also darauf hinaus, dass auf dem strittigen Feld überhaupt keine Wahrheiten zu holen sind, d. h. alle miteinander streitenden Positionen falsch oder gar sinnlos sind. Dieser logisch einzig möglichen Einschätzung der Situation wird sich der Aufklärer oft nicht anschließen wollen, sie geht vielleicht weit über seine persönliche Überzeugung hinaus. Aber wie sich die einzelnen Aufklärer selbst interpretierten, ist nicht wesentlich.

Der noch gutwillige, aber sozusagen postklassische Toleranzverfechter wird ungefähr sagen: „Es gibt nur einen Weg zur Seligkeit, aber es ist noch zweifelhaft, welches dieser Weg ist."
Wir haben es bei Castellion deutlich sehen können. Es liegt nahe, dass das Publikum daraufhin sagt: „Wenn die Sache derart zweifelhaft ist, dann hat es wenig Sinn, sich mit ihr abzugeben."

Und so entschwindet allmählich das Interesse an den religiösen Streitfragen und damit womöglich an der Religion. Darin besteht die faktische Subversivität des Argumentierens für Toleranz."


Prof. Dr. Hubert Schleichert (September 2001, Philosoph, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Anleitung zum subversiven Denken. Seite 143)

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"Das ist die offenkundige vor Augen liegende Wirkung der historischen Methode. Sie relativiert Alles und Jedes."

Prof. Dr. Ernst Troeltsch (1900, Ev. Theologe, Friedemann Voigt (Hrsg.): Ernst Troeltsch Lesebuch. Ausgewählte Texte. Über historische und dogmatische Methode in der Theologie (1900). UTB; Bd. 2452. Mohr Siebeck, Tübingen 2003, S. 9)

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"Eine altgediente Religion hat im Verlauf ihrer Geschichte so viel Kritik erfahren und ertragen, dass alle überhaupt denkbaren Argumentationsfiguren mit Sicherheit schon mehrfach benützt worden sind. Das gilt besonders für das Christentum; es gibt eine reichhaltige Palette antichristlicher Argumente - für den Kenner ist hier wahrlich nichts Neues mehr zu erwarten. Und doch hat scheinbar keines davon eine nachhaltige Erschütterung dieser Religion bewirkt, keines liefert die eine, endgültige, zwingende Widerlegung, von der Atheisten oder Anhänger einer anderen Religion geträumt haben mögen.

Wie kommt es, dass eine Religion, die sich durch Jahrhunderte mit einer Fülle schwerster Kritik konfrontiert sehen musste, nicht unter der Last der Angriffe zusammengebrochen ist? [...]

Erwägt man das alles, so könnte man darüber erstaunen, dass die christlichen Religionen, die … mit Argumenten nicht niederzuzwingen sind, trotzdem seit dem Aufkommen einer freien Kritik langsam, aber sicher den Boden unter den Füßen verloren haben. Man bekommt den Eindruck, dass die Mauern einer Festung, nachdem sie allen Angriffen widerstanden haben, schließlich doch einstürzen, dabei hat man nirgends die entscheidenden Posaunen erschallen gehört, wie seinerzeit beim Fall von Jericho.

Dies ist ein logisch zunächst unerklärbares Phänomen. Ideologien scheinen argumentativ unangreifbar, sie können jeden Einwand, jeden Vorwurf, jede Kritik abschmettern und sinken dann doch dahin.

Waren die Attacken, der riesige Aufwand an kritischem Geist, doch nicht so wirkungslos? Auch wenn es unmöglich ist, die Ursachen dafür im einzelnen zu benennen und zu gewichten, ist doch gewiss, dass die aufklärerische Arbeit ihre Wirkung gehabt hat, langsam, aber nachhaltig hat sie die Mauern der ideologischen Festungen untergraben.

Dies ist es, was wir mit dem Begriff Subversive [http://de.wikipedia.org/wiki/Subversiv] Vernunft ausdrücken wollten.

Am Ende des Kampfes versteht man - zumindest in weiten Teilen der westlichen Welt - die Erbitterung nicht mehr, mit der man in den Streit zog; der große, mächtige ideologische Gegner ist - uninteressant geworden. Die Zeit der ernsthaften, bitteren Auseinandersetzung mit ihm ist passe, schon lange passe.

Zuletzt tritt ein Denker wie Nietzsche auf, der die Situation klarsichtig zusammenfasst – „Jetzt entscheidet unser Geschmack gegen das Christentum, nicht mehr unsere Gründe“

Der Gläubige wird das als schauriges Zeugnis der Arroganz deuten; für den Kritiker ist es Ausdruck der logischen Struktur ideologischer Kontroversen."

Prof. Dr. Hubert Schleichert (September 2001, Philosoph, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Anleitung zum subversiven Denken. Seite 169+174)

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Friedrich Nietzsche, 1882, Philosoph

 


"Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!
Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?

Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besaß, es ist unter unsern Messern verblutet -
wer wischt dies Blut von uns ab?
Mit welchem Wasser könnten wir uns reinigen? [...]

Ist nicht die Größe dieser Tat zu groß für uns?
Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen?

Es gab nie eine größere Tat - und wer nun immer nach uns geboren wird,
gehört um dieser Tat willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war! […]

Was sind denn diese Kirchen noch, wenn sie nicht die Gräber und die Grabmäler Gottes sind?

Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend?
Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten?

Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts?
Haucht uns nicht der leere Raum an?
Ist es nicht kälter geworden?

Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht?"


Friedrich Nietzsche (1844 - 1900, Deutscher Philosoph, Die fröhliche Wissenschaft, München 1959, S. 166 f)

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"Ich bin kein Theologe mehr; ich treibe keine einzige Wissenschaft ex professo, und alle nur insofern als sie mich ergötzen oder in meine Schriftstellerei einschlagen; und selbst die Philosophie ist mir gleichgültig, seitdem ich an allem zweifle. [...]

Niemand ist im All so sehr allein als ein Gottesleugner"


Johann Paul Friedrich Richter (1796 [Jean Paul] Siebenkäs: Erstes Blumenstück - Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei.)

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"Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer Das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg', Vogel, schnarr'
Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! –
Versteck' du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei'n –
Weh dem, der keine Heimat hat!"


Friedrich Nietzsche (1884, Deutscher Philosoph, Fragment (Auszug), Die Fragmente von Juli 1882 bis Herbst 1885 bestehen aus 36 Handschriften aufgeteilt in 21 Heften, 12 Notizbücher, 3 Mappen mit losen Blättern. http://gutenberg.spiegel.de/nietzsch/fragment/Druckversion_fragmen5.htm)

Diskussion

 

 


"Das Christentum versteht sich seit alters als eine Religion, die auf den Geschichtstaten Gottes ruht, von denen im Alten und im Neuen Testament die Rede ist. In den Satz "Gott hat Israel aus Ägypten geführt und Jesus Christus von den Toten erweckt" konnten bisher die meisten Theologen einstimmen. Nun war die Auferstehung Jesu schon immer Gegenstand der Kritik auch in der Öffentlichkeit, während der Auszug Israels aus Ägypten davon verschont blieb.

Doch gerade am Exodus und dem mit ihm verbundenen Thema des vorstaatlichen Israel hat sich, fast unbemerkt, eine wissenschaftliche Revolution vollzogen. …
Das in der Bibel entworfene Bild des vorstaatlichen Israel (vor 1000 v. Chr.) [vgl. Landnahme Kanaans -  laut biblischer Zeitrechnung im 14.-13. Jahrhundert v. Chr.] entspringt theologischen Fiktionen [lat. fictio, Erdichtung] aus der nachstaatlichen Zeit (ab dem 6. Jh. v. Chr.) [babylonisches Exil von 598 v. Chr. bis 539 v. Chr. ]. ...

"Die Kirche betrachtet - weil sie sich als neues Israel auffasst - von Beginn an das im Alten Testament berichtete Handeln Jahwes an Israel als festen Bestandteil der Heilsgeschichte, die zu Jesus Christus führt.
Wenn jedoch der historische Rahmen der Geschichtsbücher des Alten Testaments fiktiv ist und es sich beim biblischen Israel, ja selbst bei dem exklusiven Gott Jahwe um theologische Konstrukte des nachstaatlichen Judentums [Zeit nach dem babylonischen Exil] handelt, dann sind die biblische Frühgeschichte Israels und damit die Vorgeschichte Jesu Christi vollständig entleert.

Sie lösen sich in Nebel auf und mit ihnen auch die Auferstehung Jesu, denn das Zentraldatum christlichen Glaubens gilt in der Theologie inzwischen auch als unhistorisch.
Diese Erkenntnisse besiegeln nicht nur den Tod des alttestamentlichen Geschichtsgottes, sondern auch das Ende des Vaters Jesu Christi."
[Anmerkung: Der Beweis für die im Text genannten Hypothesen steht noch aus.]

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (01.10.2006, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Gott wurde spät erfunden. Gerd Lüdemann beschreibt neue Entwicklungen in der Wissenschaft vom Alten Testament, DIE WELT)

Diskussion


"Es sind in Deutschland die Theologen, die ... Gott ein Ende machen."

Heinrich Heine (1797-1865, deutscher Dichter und Publizist)

Diskussion


"Wie konnte es dazu kommen, dass weithin die Kirche die Kritik an der Bibel zur Grundlage ihrer Theologenausbildung gemacht hat? ...

Indem die Theologie auch die Aufklärungsphilosophie zu ihrer Denkgrundlage machte, wurde sie zur bibelkritischen Theologie. Die Theologie hat also von der Philosophie nicht nur die antitheistische Denkvoraussetzungen übernommen, sondern auch die einzelnen Elemente der Bibelkritik. ...

Intellektuelle Gottesleugnung und Frömmigkeit ... die für die Aufklärung weithin charakteristisch ist und von der auch die liberale und die historisch-kritische Theologie geprägt sind. ...

Alle Waffen des Atheismus wurden in der Philosophie geschmiedet. In Gebrauch genommen hat man sie vor allem in der bibelkritischen Theologie und der Literatur. ... Eine Theologie, die sich leiten lässt durch die Philosophie anstatt durch Gottes Wort, verfehlt Gottes Offenbarung. ...

Der lebendige Gott wurde in den Gott der Philosophie verwandelt, der nichts sieht, nichts hört, nichts sagt und nichts tut, der nur noch Götze ist, von dem man nichts erwarten darf. ... Sie hält das, was sie von ihren Kathedern lehrt, für wissenschaftliche Ergebnisse und kultiviert es als angeblich wissenschaftliche Methoden. Dadurch sichert sie sich ihren Verbleib an der Universität. ...

Es ist nichts in der historisch-kritischen Theologie, was nicht zuvor in der Philosophie gewesen ist. …Wundern, Auferstehungsberichten und Ähnlichem wurde von vornherein die Historizität abgesprochen, weil die historisch-kritische Theologie im Gefolge der Aufklärungsphilosophie kein Handeln Gottes in der Geschichte gelten ließ.
Durch Vor-Urteil wurde das alles für mythisch erklärt. … Geschichte wurde auf das Menschliche begrenzt. Gott ließ man darin keinen Raum. Alles singuläre Handeln Gottes wurde ausgeschlossen. …

Lebendiger Glaube an Gottes Offenbarung in seinem Wort und eine „wissenschaftliche“ Theologie, die arbeitet „als ob es Gott nicht gäbe“ schließen sich aus. … Der Jesus der Bibel und der Jesus der Bibelkritik sind Gegensätze, die sich ausschließen. Jeder muss sich entscheiden, welchen Jesus er wählt. Er soll aber wissen, dass der Jesus der Bibelkritik nicht zu retten vermag." …

Eine Theologie, die auf antitheistische Voraussetzungen beruht, ist ein Widerspruch in sich selbst. Die Kirche kann nicht gedeihen, wenn sie sich mit solch einer Theologie die Ausbildung ihrer Pastoren betreibt, kann nicht gedeihen, wie man allerorten sehen kann."


Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1. Oktober 2007, Theologin, Bibel oder Bibelkritik? Was ist glaubwürdig?, ISBN 9783937965864)

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Christian Nürnberger, Journalist u. Schriftsteller, pro-medienmagazin.de, 12.11.2010


 

"Wie mit der Sintflut-, der Mose- und der Sinai-Geschichte verhält es sich mit vielen Geschichten der Bibel. Sie transportieren ältere Erzählstoffe aus anderen Kulturen. Unsere heiligen Texte sind oft nur heidnische Texte, die jüdisch umgearbeitet und später von Christen übernommen wurden."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

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"Anders als die Erzählungen von der Befreiung Israels aus Ägypten, der Übermittlung des Gotteswillens am Sinai oder die prophetische Botschaft von Gericht und Heil gehört das Bekenntnis zu Gott als „Schöpfer des Himmels und der Erde“ (vgl. Gen 14; 19) nicht zum ältesten Traditionsbestand des Alten Testaments. ...

Dabei hat Israel auf Schöpfungsvorstellungen aus seiner altorientalischen Umwelt zurückgegriffen und sie im Rahmen seiner Erfahrungen mit Gott und seines Weltverständnisses völlig neu interpretiert."


Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (01. April 2008,  EKD-Orientierungshilfe. Rat der EKD: Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule, EKD-Text 94, http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf)

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"Viele der Erzählungen oder Erzählungsstoffe müssen schon vorher bestanden haben, ehe sie im Munde Israels diesen neuen Sinn erhalten haben. Sie müssen als schöne Geschichten längst umgelaufen sein und werden ihrem Ursprung nach reine Gebilde der Phantasie sein […] vielleicht wird man den Ausdruck „märchenhaft“ vorziehen. […]

Die Genesis [griech.: Schöpfung, 1. Buch Mose] ist eine Sammlung von Sagen. […] Das deutlichste Kennzeichen der Sage ist, dass sie nicht selten Dinge berichtet, die uns unglaubwürdig sind. […] So werden in der Genesis viele Dinge berichtet, die unserem besseren Wissen widersprechen."


Prof. Dr. Hermann Gunkel (1901, Theologe, Hauptvertreter der Religionsgeschichtlichen Schule und Begründer der Form- und Gattungsforschung am Alten Testament. Genesis (GenesisDiskussion), 9. Aufl.: 1977, Auflage: 9. A. Juni 1999, ISBN 978-3525516515)

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"Hermann Gunkel [siehe oben] gehört zu den großen Gelehrten, die für das 20. Jahrhundert das wissenschaftliche Fundament zur Auslegung biblischer Texte und ihrem religionsgeschichtlichen Verständnis gelegt haben."

Pressemitteilung d. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (16. Mai 2008, Akademische Ehrung von Prof. Dr. Hermann Gunkel, Prof. Dr. Ernst-Joachim Waschke, Theologische Fakultät, Altes Testament)

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"Stammt die Bibel aus Babel?"

"Im Irak haben die Ausgrabungsarbeiten eine Reihe Täfelchen zutage gefördert, auf denen man Berichte über die Schöpfung und die Flut [vgl. Gilgamesch-Epos] fand. Ihre Entdeckung erregte allgemein großes Aufsehen. Als man die Texte mit der Bibel verglich, entstand unter den Forschern ein Streit, der unter dem Stichwort 'Bibel und Babel' [http://de.wikipedia.org/wiki/Babel-Bibel-Streit] bekannt wurde. In ihm ging es um die Frage, welche der beiden Darstellungen von der anderen abhängig sei. [...]

1. Die Täfelchentexte aus Babylonien sind vergröberte Nachahmungen der biblischen Berichte.

2. Die biblischen Berichte stammen von den babylonischen Darstellungen ab. Die Schreiber der Bibel haben diese nur vorher von allen phantastischen Verzerrungen des Polytheismus [Vielgötterei] gereinigt.
[Die Bibel sei von Babylon inspiriert.]

Wie nicht anders zu erwarten, schlossen sich die konservativen Forscher genauso selbstverständlich der ersten Erklärung an wie die Vertreter der kritischen Schule der zweiten. [...]

Man ging von der Voraussetzung aus, dass die Genesis [Schöpfung] zu einer viel späteren Zeit geschrieben ist als die babylonischen Täfelchen, woraus sich ergab, dass die biblischen Darstellungen später als die Babylonischen entstanden und infolgedessen auch von jenen abgeschrieben worden sind.

Dass sie reiner waren und ohne die phantastischen Verzerrungen, entsprach außerdem der allgemeinen Ansicht, nach der sich die Religionen erst langsam vom Polytheismus [Vielgötterei] zum Monotheismus [Glaube an einen einzigen Gott] hin entwickelt hat (Evolutionstheorie). Danach hat es am Anfang der Geschichte nur ganz niedrige polytheistische, animistische Vorstellungen gegeben, die sich erst mit der Zeit geläutert und verfeinert haben."


Armin Held (Theologie. Den Glauben behalten, ohne den Verstand zu verlieren.)

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"Sie sehen, was Sie zu sehen erwarten."

Prof. Dr. Steven J. Sherman & Prof. Dr. David L. Hamilton (1989, Personality and Social Psychology Bulletin, Vol. 15, No. 4, 559-571. 1989, Attenuation of Illusory Correlation)

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Hinweis in eigener Sache
:

Der nachfolgende Artikel zitiert Auszüge aus www.nikodemus.net (Stand 28. November 2006). Der ERF hat zwischenzeitlich nikodemus.net abgeschaltet und eine Verbreitung der Beiträge untersagt.

Das Zitieren des Beitrags kann straf - und zivilrechtliche Folgen seitens des Evangeliums-Rundfunk Medien e. V. (ERF) nach sich ziehen (Abmahnkosten 899,40 Euro).


"Ich bin auf das Gilgamesch-Epos gestossen, das eine Sintflut beschreibt, die derjenigen der Bibel sehr ähnlich ist. Ist es möglich, dass sich die Mythen einer Flut und die Entstehungsgeschichten entwickelt haben weil Nebukadnezar begann, an Gott zu glauben, wie die Bibel sagt? Gibt es einen griechischen Mythos zur Flut und wäre es möglich, dass dieser vom Gilgamesch-Epos abstammt?"

Ausserbiblische Hinweise auf die Sintflut

Die Bibel sagt, dass die Menschen zur Zeit von Nimrod, einem Urenkel Noahs (das ist wohl derselbe wie Gilgamesch), einen Turm bauten, der "bis in den Himmel reichte" (1.Mose 11,4). Das war ca. 100-200 Jahre nach der Flut, also grob 2000-2500 v. Chr. (je nach Art der Berechnung; genauere Angaben über diese alte Zeit sind wohl sehr spekulativ). Kurze Zeit später ist das Gilgamesch-Epos entstanden.

Die Erinnerungen an die Flut waren noch frisch, darum ist einiges davon mit hinein geflossen. Das Gilgamesch-Epos ist kein Bericht mit dem Anspruch auf Wiedergabe historischer Ereignisse (wie etwa grosse Teilen des Alten Testaments), sondern eine Dichtung zu Ehren von König Gilgamesch. Es ist ein Sternen-Epos und handelt vom Lauf des Mondes und der Gestirne im Zeitraum eines Jahres. Von daher ist es ein fantastisches Zeugnis über die Astronomie bzw. Astrologie der damaligen Zeit (die Übergänge waren damals fließend und nicht so scharf getrennt wie heute). Darum ist es einzigartig und unvergleichlich.

In diese Dichtung wurden auch Bekanntes hinein geflochten, wie eben jene Flut. Um die Flut zu schildern, wichen die Autoren des Gilgamesch-Epos ein wenig von dem großen roten Faden der Astronomie ab, was sehr stark darauf hindeutet, dass die biblischen Berichte über die Sintflut älter sind als die entsprechenden Passagen im Gilgamesch-Epos und zumindest bruchstückhaft hineingeflossen sind.
Wer das Gilgamesch-Epos ausführlicher studieren möchte, dem empfehle ich das Buch von Werner Papke, „Die Sterne von Babylon“.

Wie Religion entsteht

Nimrod und seine Anhänger sind als Mitbegründer der antiken Religionen zu sehen. Ganz bewusst wollten sie sich von Gott lossagen und ihre eigenen Wege gehen. Und doch blieben in den entstehenden Religionen einige Elemente erhalten, die auf die Erlebnisse der Urväter (z. B. Noah) mit Gott zurückzuführen sind.

Babylon gilt als der Ausgangspunkt all dieser antiken Religionen, die sich von da aus nach allen Richtungen ausgebreitet haben. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Elemente hinzugefügt oder verändert. Eine Rolle spielt hier sicher auch die Sprachverwirrung nach der Zerstörung des Turms von Babel. Sie führte dazu, dass bestimmte Personen oder Gottesvorstellungen unterschiedliche Namen bekamen, obwohl sie auf sehr ähnlichen Geschichten beruhen. Hierzu empfehle ich das Buch von Alexander Hislop, „The Two Babylons“.

Auch in der griechischen Mythologie gibt es Anklänge an die Sintflut. So soll z.B. Venus aus einem Ei hervorgegangen sein, das über längere Zeit auf dem Meer schwamm. Eine Andeutung von Noahs Arche, aus der alles Leben hervorgegangen ist? Die griechische Mythologie wurde entscheidend von der ägyptischen beeinflusst, die wiederum ihre Lehren aus dem nahen Orient also auch aus Babylon bezog.

Welche Rolle spielte Nebukadnezar?

Nebukadnezar lebte um 600 v. Chr., also viele viele Jahrhunderte nach der Flut. Zwischenzeitlich war das babylonische Reich von absoluter Bedeutungslosigkeit bedroht, erlebte durch ihn aber eine Renaissance.

Über Nebukadnezar berichtet die Bibel relativ viel, vor allem im Buch Daniel. In Daniel 4 wird geschildert, wie Nebukadnezar in den Wahnsinn verfällt, schließlich aber durch Gottes Erbarmen wieder zur Besinnung kommt und anfängt, den Gott der Bibel anzubeten. Auch wenn Nebukadnezar nicht zum Judentum übertrat, kann man wohl sagen, dass er im alttestamentlichen Sinne zum Glauben gekommen ist. Der Einfluss Daniels und Nebukadnezars ebenso wie der von Königin Esther 200 Jahre später haben viele biblische Elemente in die persische Religion, wie bei Zarathustra nachzulesen ist.

Fazit

Die alten Religionen hängen alle irgendwie zusammen und haben etliche Einflüsse aus der Bibel übernommen.

Dies ist aber keineswegs eine Relativierung der Bibel ("Die Bibel ist gar nichts Besonderes - Sintflutberichte gibt es ja in so vielen antiken Religionen"), sondern vielmehr ein starkes Indiz dafür, dass die in der Bibel geschilderten historischen Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben und bruchstückhaft in den Religionen jener Zeit ihren Niederschlag gefunden haben.

Die Bibel ist dabei einzigartig geblieben und mit keinem Werk der Antike auch nur annähernd vergleichbar. Sie ist und bleibt das Wort Gottes."


(
Stand 28. November 2006, www.nikodemus.net/1309)

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"Wer Gott von Seinem Wort trennt, schafft sich einen Götzen!"

Rolf-Jürgen Schmeißing (7. Februar 2009, Diskussion, Pietisten-Präses gegen fundamentalistisches Bibelverständnis, www.idea.de)

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"Die sog. „Religionsgeschichtliche Schule“ … umfasste beispielsweise die Überzeugung, dass das nationale Israel wesentliche Elemente von seinen (heidnischen) Nachbarn entlehnt und sich teilweise aus den heidnischen Religionen Vorderasiens heraus evolutionär weiterentwickelt habe (vom Polytheismus [Vielgötterei] zum Monotheismus [Eingottglaube] etc.), indem diese entlehnten Elemente in eine monotheistische Struktur integriert worden seien. [Der Gott Israels und der Vater Jesu Christi gehe dem Ursprung nach auf einen Götzenkult zurück. Siehe Beitrag unten.] [...]

Theologischer Liberalismus ist folglich kein anerkennenswerter Ausdruck des christlichen Glaubens, keine christliche Variante in Form eines konfessionell anerkennenswerten Bekenntnisses […] Er verkörpert gewissermaßen den Ausdruck heidnischer Religiosität im christlichen Gewand."


Dr. theol. Berthold Schwarz (August 2005, Theologe, Dozent für Systematische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen, Die bleibende theologische Herausforderung des „Liberalismus“, Biblisch Glauben Denken Leben Nr. 69, http://www.bibelbund.de/pdf/bgdl69.pdf)

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"Wenn aber die Heilige Schrift nicht als Wort Gottes erkannt wird, dann rückt unweigerlich die jeweilige Situation und - nicht zu vergessen - die Autorität der Ausleger an die Stelle des Wortes Gottes."

Prof. Dr. Reinhard Slenczka (April 1994, Theologe, Die Autorität der Heiligen Schrift - Grund und Grenze kirchlicher Vollmacht, Vortrag beim Theologischen Konvent der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Erfurt)

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8 "Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder.
9 Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.
10 Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus."


Jesus Christus (MATTHÄUS / 23. Kapitel, 8-10)

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1498 Leonardo da Vinci, Abendmahl, Dominikanerkloster Santa Maria delle Grade, Mailand

 


"Vieles an der biblischen Überlieferung ist heute wunderlich und geradezu peinlich."

"Wir brauchen nur ... an die strikte Verurteilung homosexueller Praktiken, an die legendären Ausschmückungen der Weihnachts-, Oster- oder Himmelfahrtsgeschichten, an die vorwissenschaftlichen Schöpfungserzählungen, an Brutalitäten und Menschenrechtsverletzungen im Namen Gottes (z. B. bei der „Landnahme“) und die schier unüberwindliche Schwierigkeit, biblische Erzählungen und historische Ereignisse in Einklang zu bringen.

Eine Kirche die heute „aggiornamento“ sagt, muss deshalb Antwort geben können, ob und wie biblische Verankerung und moderne Wissenschaft in Übereinstimmung gedacht werden können.

Es ist doch kein Zufall, dass heute (!) besonders in bibelfesten und sogenannten „bibeltreuen“ Kreisen der Kampf gegen Evolutionstheorie, Frauenemanzipation und Bibelwissenschaft wieder so heftig entbrannt ist. …

Der Weg des Fundamentalismus scheidet aus!"


Dr. theol. Dietmar Lütz (Mai 2008, Pastor Oncken-Gemeinde Hamburg, 1996 - 2006 Freikirchen-Referent und Geschäftsführer des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, 2000 – 2007 Beauftragter der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) am Sitz der Bundesregierung, "Aggiornamento" − Aufbruch ins Heute. Kirche im 21. Jahrhundert, Zeitschrift für Theologie und Gemeinde (ZThG) − 13. Jahrgang 2008, Verlag der GFTP e.V., Hamburg)

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"Jürgen Heumann [Prof. Dr. Jürgen Heumann, Prodekan der Fakultät IV, Institut für Ev. Theologie und Religionspädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg] ... hat seine Kollegen vor Gruppen mit dem scheinbar harmlosen Label „christliche Gruppe" gewarnt: Sie sollten genau prüfen, ob deren Ansichten dem Grundgesetz widersprächen und Veranstaltungsräume deshalb zu verweigern seien."

DER SPIEGEL (28.04.2008, Aufschwung Jesu, S. 38-41, Der Spiegel Nr. 18/2008)

[Hintergrund: Prof. Dr. Jürgen Heumann riet u.a. davon ab, "Campus für Christus" an Universitäten Räume zur Verfügung zu stellen. http://www.gaynial.net/pdf/gutachten_heumann.pdf.
Campus für Christus ist der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), der Arbeits-gemeinschaft Missionarische Dienste der EKD (AMD) und dem Ring Missionarischer Jugend-bewegungen (RMJ) angeschlossen.
Campus für Christus arbeitet auf der Glaubensgrundlage der Evangelischen Allianz [
http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz] als über-konfessionelles Missionswerk mit (fast) allen Kirchen und Gemeinden zusammen. www.cfc-online.org/studentenarbeit]

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"Während es früher an den Hochschulen oft eine Gleichgültigkeit gegenüber unseren Angeboten [Campus für Christus, siehe oben] gab, ist in den letzten Jahren eine Hetze gegen Christen zu bemerken."

Hans Reil (8. Februar 2009, Leitungsteam der Studentenarbeit Campus für Christus, Spiegel Online: Christliche Eiferer hetzen an der Uni, www.idea.de
)

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"Der Baptistenpastor Dr. Kim Strübind [Wechsel zur Evangelischen Kirche 2012] … bezeichnete manche angeblich bibeltreue Überzeugungen als  »kollektive Verdummung«."

www.portal-oncken.de (7. Oktober 2005, Jahrestreffen der Gesellschaft für Freikirchliche Theologie und Publizistik (GFTP) in Berlin, Was heißt heute bibeltreu? Freikirchliche Theologen gegen »kollektive Verdummung«. www.portal-oncken.de/news/newsarchiv.php?lfdnr=1582, Stand 7. Oktober 2005)

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"Ziehen Sie also mit mir in die letzte Schlacht zwischen Intelligenz und Dummheit."

William „Bill“ Maher (März 2009, Schauspieler, Schriftsteller und Fernsehproduzent, Bill Maher über Religulous. Religulous – man wird doch wohl Fragen dürfen. www.religulous.centralfilm.de)

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"Darum muss man sich allgemein entrüsten und ärgern, dass manche und dazu noch Leute ohne viel Studium, ohne wissenschaftliche Bildung ... etwas Bestimmtes über das gewaltige Weltall auszusprechen wagen. Und doch ist darüber seit so vielen, ja allen Jahrhunderten die Philosophie in ihren meisten Schulrichtungen im unklaren. […]

Angenommen, von Anbeginn haben die Keime aller Dinge durch Selbstbefruchtung der Natur sich zusammengefunden, welcher Gott ist dann der Schöpfer? Oder wenn etwa die Teile des Weltganzen durch zufälliges Zusammenkommen aneinandergefügt, geordnet und gestaltet wurden, welcher Gott ist dann der Baumeister? ... Was ist's mit diesem Aberglauben? ...

Man braucht keinen Künstler, keinen Richter und keinen Schöpfer [...]

Wenn ihr also noch ein bisschen Klugheit oder Ehrgefühl habt, so höret auf, Himmelszonen, der Welten Schicksal und Geheimnisse zu ergründen. Es soll euch genügen, das zu erkennen, was euch sozusagen vor den Füßen liegt, zumal für Leute ohne Gelehrsamkeit und Bildung ... die nichts von politischen Dingen verstehen, um wie viel weniger göttliche Dinge erörtern können. […]

Man muss zweifelhafte Dinge lassen, wie sie sind, und nicht kühn und keck sich für das eine oder andere entscheiden, während doch so viele große Männer über Zweifel nicht hinauskommen, Sonst greift entweder ein Altweiberglaube Platz oder wird jede Religiosität untergraben. [...]

Doch welche Ungeheuerlichkeiten und Missgestalten schafft erst die Phantasie der Christen! … All das sind Fabeln einer krankhaften Einbildungskraft und schlechte Trostgründe, von den Dichtern erfunden, um ihrer Dichtung Reiz zu verleihen. Ihr habt sie allzu leichtgläubig schimpflicher Weise für euren Gott wieder aufgewärmt. […]

Aber ich will nicht länger von allgemeinen Tatsachen reden. Doch seht! Euch treffen drohende Erlasse ... wie ihr es vorausverkündet und fürchtet."


Caecilius Natalis
(200 n.Chr., Sprecher des Heidentums, Frühchristliche Apologeten und Märtyrerakten 1913, Bd. 2, Minucius Felix, Octavius.)

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  Skillet ist die derzeit erfolgreichste US-amerikanische christliche Rockband.


 

"Studierende, die den eigenen (christlichen) Glauben als Studienmotiv angeben (MOT I), fühlen sich weitaus häufiger (r= .30) von glaubensbezogenen Studienbelastungen (BEL III) beeinträchtigt. Sie bemängeln stärker als andere, dass ihr persönlicher Glaube im wissenschaftlichen Theologiestudium infrage gestellt, relativiert oder außer Acht gelassen wird."

Prof. Dr. Christhard Lück (2012, Theologe, Religion studieren. Eine bundesweite empirische Untersuchung zu der Studienzufriedenheit und den Studienmotiven und -belastungen angehender Religionslehrer/innen, Forum Theologie und Pädagogik, Bd. 22, LIT-Verlag, Berlin/Münster, S. 185)

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"Vor allem die Evangelikalen ... opponierten heftig gegen das, was ihnen die Theologie-Professoren mit - wie mir schien - heimlicher Lust an der Provokation vorsetzten. Und etliche Studenten gefielen sich sehr in ihrer Rolle als Aufklärer, gerierten sich wie kleine Voltaires [http://de.wikipedia.org/wiki/Voltaire] und zogen, ein Vierteljahr tausend nach Voltaire, viel Lustgewinn aus ihrem Bestreben, die Evangelikalen als bemitleidenswerte Hinterwäldler vorzuführen.

Ich selbst saß meistens eher still dabei, litt ein wenig mit den Evangelikalen, konnte sie gut verstehen, aber nicht verteidigen. Jahrelang hatten sie in ihren christlichen Jugendgruppen engagiert gearbeitet, waren sie in ihren Gemeinden meistens die Einzigen, die noch was auf die Beine gestellt kriegten, hatten sie für ihr Leben viel Kraft aus den wörtlich geglaubten Geschichten der Bibel gezogen.

Ihnen, denen es wirklich ernst war mit ihrem Glauben, wurde nun dieser Glaube ausgerechnet von der geistigen Elite der Kirche zertrümmert. Das musste ihnen teuflisch vorkommen - der Theologieprofessor als Antichrist."


Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

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"Was meinen wir heute, wenn wir Gott sagen?

Ist er unsere Idee, oder sind wir die seine?"


Prof. Dr. Robert Spaemann (September 2007, Philosoph, Das unsterbliche Gerücht. Die Frage nach Gott und die Täuschungen der Moderne.)

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"Es kommt ihm [Friedrich Josef Dürrenmatt] vor, als frage man einen Theologen, der eben Gott entmythologisiert hat, was denn Gott in Wirklichkeit sei: ein Prinzip, eine Weltformel oder was denn sonst?

Wer so fragt, hat laut Dürrenmatt nicht begriffen, dass diese Frage untheologisch ist, ja dass moderne Theologie nur noch unter der Bedingung möglich ist, dass solche Kinderfragen nicht mehr gestellt werden."


Elisabeth Emter (17. August 1995, Germanistin, Literatur und Quantentheorie. Gruyter, ISBN 9783110148732, S. 249)

Diskussion


"Ohne ein Vorverständnis dessen, was das heißt: »Gott«, besagt die Rede, Jesus sei Gott, Sohn Gottes, Zeuge Gottes, Stellvertreter Gottes, gar nichts. Und wenn Jesus Stellvertreter eines gestorbenen Gottes sein soll, dann kann das nur heißen: Stellvertreter eines nie gewesenen Gottes.

Es sei denn, wir verstünden Gott mit einigen Theologen als »Sprachereignis«, als die in religiöser Rede geschehende Selbsttranszendenz des Menschen. [...] Gott als offene Zukunft des Menschen, Gott als Sinn seines Daseins, das wird zur schönen, aber leeren Formel [...]

Ein Gott, der nicht Alpha [erste Buchstabe des griechischen Alphabets] ist, kann auch nicht Omega [letzter Buchstabe des griechischen Alphabets] sein. Ohne Schöpfungslehre keine Eschatologie [griech.: ta és-chata - die letzten Dinge].

Ein Gott, der mit dem Alpha der Centauren [Alpha Centauri ist das mit ca. 4,4 Lichtjahren dem Sonnensystem nächstgelegene Mehrfachsternsystem und zugleich das hellste Gestirn des auffälligen Sternbildes Centaurus am Südhimmel] nichts zu tun hat, kann auch für uns nichts bedeuten, was der Rede wert wäre: er kann uns nicht vom Tode retten"


Prof. Dr. Robert Spaemann (Januar 1969, Philosoph, Was ist das eigentlich – Gott? Band 119 - Die Bücher der Neunzehn)

Diskussion


"Gott ist tot, er wurde auf der theologischen Werkbank zu Tode interpretiert."


Dr. Lutz Graf (2000, Langen, Leserbriefe zu dem Artikel: Grabesstimmung: Haben die Theologen die Kirche im Stich gelassen? ... Das Thema Ostern - eine einzige Konfusion, DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT, DS 21. April 2000 Nr. 16/2000)

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"In der historisch-kritischen Theologie wird als "wissenschaftliches Arbeiten" deklariert, wenn man eine Hypothese aufstellt, sie durch eigene Argumente stützt und durch weitere Hypothesen stabilisiert. [...]

Als wissenschaftliche Erkenntnis wird gewertet, was sich im Spiel der Meinungen durchgesetzt hat."

Prof. Dr. Eta Linnemann (1998, Theologin, "Bibelkritik auf dem Prüfstand: wie wissenschaftlich ist die wissenschaftliche Theologie?")

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"Es gibt wissenschaftliche Theorien, die so sehr zum Allgemeingut der Wissenschaft geworden sind, dass ihre Behandlung in jedem Werk fast so etwas wie eine bloße Pflichtübung ist."


Prof. Dr. Diethelm Michel (1988, Theologe, Qohelet, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, S. 108)

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"Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war."


Bertolt Brecht (1898 - 1956, deutscher Dramatiker und Lyriker)

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Es "wird plötzlich erschreckend deutlich, was die protestantische Theologie in den vergangenen 200 Jahren ihrer historisch-kritischen Bibelkritik getan hat.

Wir schafften unsere eigenen Bilder von der Vergangenheit, wie sie nach unserer Meinung »wirklich« war. Wir schufen unsere Geschichtsbilder, füllten sie mit Leben und stellten sie wie Standbilder vor uns hin: so war es »wirklich«.
Auch die Gottesoffenbarung und die durch sie gegebene Beurteilung der in der Welt geschehenen und geschehenden Wirklichkeit musste vor diesen hohen Standbildern der historisch-kritischen Vernunft antreten und sich verantworten, ganz ähnlich wie einst Jesus vor Kaiphas und Pilatus stand und dabei »offensichtlich« den kürzeren zog.

Aus Gottesdienst und Theologie, wie sie uns Gott in Jesus und durch IHN in der Bibel gegeben hat, wurde unbewusster Bilderdienst, die theologische Wissenschaft verwandelte sich ungewollt in Götzendienst. ... Im Historismus feiert der Mensch seine eigene Gottheit, indem er die von ihm selber erstellten und in die Vergangenheit projizierten Geschichtsbilder anbetet, sie um Auskunft nach seiner eigenen Identität bittend.

Kein Wunder, dass die im Humanismus verwurzelte »geschichtliche« Fragestellung »die Menschen aus Theologen zu Anthropologen, aus Theophilen zu Philanthropen, aus Kandidaten des Jenseits zu Studenten des Diesseits« machen musste. Dass christlicher Glaube und Theologie auf diesem Wege sich schließlich selber der Lächerlichkeit preisgeben, kommt schon im ersten Kapitel des Römerbriefes zur Sprache: »Weil sie Gott zwar kannten, ihm aber doch nicht als Gott Ehre oder Dank erwiesen..., wurden sie zu Toren und vertauschten die Erhabenheit des unvergänglichen Gottes mit Bild und Gestalt von vergänglichen Menschen ...« (Rom. 1, 21 f.).

Nicht nur die Leben-Jesu-Forschung des 19. Jahrhunderts, sondern auch die sogenannten historischen Jesusse neueren Datums zeigen dies zur Genüge.
Aus dem Gesagten ergibt sich schließlich noch eine weitere Beurteilung des durch den humanistisch-aufklärerischen Geschichtsbegriff heraufbeschworenen Relativismus. [...]

Die Schrift lehrt uns, dass Gott das Maß aller Dinge sei, und im Brief an die Römer wird uns gesagt, dass die unausweichliche Tätigkeit des natürlichen Menschen geradezu darin bestehe, grundsätzlich Gottes Wahrheit in Lüge zu pervertieren, indem das Geschöpf anstelle des Schöpfers, in unserem Falle das Geschichtsbild anstelle der Schrift, verehrt wird. [...]

Solange wir »Geschichte« sagen, während wir unsere eigenen Geschichtsbilder meinen, und uns an dieser »Wirklichkeit« orientieren, haben wir es mit dem Menschen, also nur mit uns selber zu tun.

Doch wir sollten und möchten in der Theologie von Gott reden bzw. IHN selber reden lassen von dem, was ER getan hat und tut, wie ER uns in seinem Wort die Wirklichkeit der Geschichte vollmächtig aufschließt.
Gott vertrauen heißt, ihm recht geben und ihm gehorchen (2. Kor. 10, 6). Das ist die Voraussetzung für die Erkenntnis der Wahrheit (Joh. 7, 17), auch der geschichtlichen.

Wohl werden sich auch so manche Einzelbeobachtungen humanistischer Geschichtsbetrachtung verwenden lassen; sie sind dann aber nicht mehr im historisch-kritischen Denkzusammenhang und darum überhaupt nicht mehr historisch-kritisch. Eingeordnet in den biblischen Geistes- und Gehorsamszusammenhang stehen sie in einem absolut neuem Dienstverhältnis."


Prof. Dr. theol. Armin Sierszyn (1978, Schweizer Theologe, Die Bibel im Griff? − Historisch-kritische Denkweise und biblische Theologie, Hänssler; Auflage: 2001, ISBN 978-3775136853)

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"Klar ist, dass keine Forschung ohne Hypothesen auskommt. Sie gleichen den Windlichtern, mit deren Hilfe man einen Pfad sucht. Aber sie sind nicht der Pfad.

Das Einschwören auf Hypothesen hat theologisches Lagerdenken hervorgerufen. Es hat teilweise in die Freiheit von Dissertationen [schriftliche wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung eines Doktorgrades an einer Hochschule oder Universität] so stark eingegriffen, dass die Freiheit der Forschung auch von dieser Seite her in Gefahr geriet, und deutsche Professoren zum Teil in den Geruch kamen, eigene Thesen durch Dissertationen beweisen zu lassen, statt wie englische Professoren gerade den kritischen Test ihrer Thesen durch Dissertationen zu suchen.

Hypothesen sind ihrem Wesen nach etwas Vorläufiges. Sie kommen und gehen. Gerade deshalb sind sie niemals Ersatz für den biblischen Text."


Prof. Dr. Gerhard Maier (13.12.2002, Theologe, 2001 bis 2005 Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Gemeinsam glauben – Miteinander forschen,
http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Maier)

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"Eine Wissenschaft vom christlichen Glauben ist sowenig christlich, wie die Wissenschaft vom Verbrechen verbrecherisch."

Dr. Oskar Pfister (1923, Theologe, Schweiz)

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"Theologe kann man auch sein, wenn man nicht glaubt"

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (2001, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen,
http://wwwuser.gwdg.de/~gluedem/ger/index.htm)

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"Um Christ zu sein, brauche ich nicht an Gott zu glauben."

Prof. Dr. Dorothee Sölle (1929 - 2003, Evangelische Theologin, "Sölle vertrat eine politische Theologie, die sich durch eine radikale Diesseitigkeit und eine Entmythologisierung der Bibel auszeichnete." http://de.wikipedia.org/wiki/Dorothee_S%C3%B6lle)

Diskussion


"Wenn Jesus heute wiederkäme wäre er Atheist, d.h. er könnte sich auf nichts anderes als auf seine weltverändernde Liebe verlassen."

Prof. Dr. Dorothee Sölle (1929 - 2003, Ev.
Theologin, Aufsatz: Gibt es ein atheistisches Christentum? 1969)

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"Was die Kirche dem Denken Dorothee Sölles [siehe oben] verdankt, ist längst nicht mehr eine ‚Randposition’. Es ist eine deutliche Linie unserer Kirche geworden, die sie vor der Konventikelhaftigkeit [Erläuterung siehe unten] bewahrt"

Präses Manfred Kock (28. April 2003, 1997 bis 2003 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, 1997 bis 2003 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Pressestelle der EKD, www.ekd.de/presse/pm82_2003_kock_soelle.html)


[„Der Ausdruck Konventikel (lat.: conventiculum, Diminutiv von conventus = „kleine Zusammenkunft“, vergleiche Konvent) bezeichnet allgemein eine im Wesentlichen private religiöse Zusammenkunft in einem Wohnhaus außerhalb eines Gotteshauses. In der Geschichte des Pietismus bezeichnet das Konventikel die häusliche, zu Zwecken der Erbauung und der Andacht veranstaltete Zusammenkunft von Personen, die nicht zu einer Familie gehören und gegenüber der Kirche mehr oder weniger bewusste Separationsziele verfolgen.“ 2008,
http://de.wikipedia.org/wiki/Konventikel]

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"Oben ohne" - Theologie"

"Der Atheismus hat auch da seinen Platz gefunden, wo man ihn eigentlich nicht vermutet: An den theologischen Fakultäten. […]

Wenn man systematisch mythologische Rede vermeiden wollte, musste man auch Gott als Person entmythologisieren und zum Beispiel durch „Liebe“ ersetzen.
So kam es, dass man bist heute regelmäßig mit der Formel konfrontiert wird „Gott ist die Liebe“; das steht zwar im ersten Johannesbrief, aber als isoliertes Zitat funktioniert diese Formel als verheerender Theologie-Ersatz.
Denn wenn Gott in Wahrheit nichts weiter als „die Liebe“ ist, hat man seine Personalität und seinen „Charakter“, seine Widerständigkeit und sein Geheimnis aufgelöst.

Ein solcher Gott ist kein Gegenüber mehr, das man mit „Du“ anreden kann, sondern er ereignet sich nur noch in der Begegnung von Menschen. Das Gesicht Gottes wird dann, wie man gesagt hat, nur (!) noch erkennbar als das Gesicht des anderen neben mir. […]

Der Atheismus in der Theologie leugnet Gott als personales Gegenüber."

Prof. Dr.
Klaus Berger (29.12.2007, Theologe, Wider die „oben ohne“-Theologie, Die Tagespost)

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"Atheistische Theologie ... Farbenlehre am Blindeninstitut"

(http://forum.fv-katheol.net, 14.09.2007)

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"Die Abwesenheit Gottes wird nicht einmal bemerkt."

Prof. Dr. Martin Heidegger (1889 - 1976, Philosoph, http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger)

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"Jetzt aber, wo mit jedem Tage klarer wird, dass die Krisis der Religion … von innen, nicht von außen kommt … jetzt ist es wohl an der Zeit, die Hauptaufmerksamkeit von außen nach innen, auf den Krebsschaden im Innern unserer »Innerlichkeit«, auf die Pseudochristlichkeit und Ungeistigkeit unserer modernen Theologie und Religion zu werfen."

Prof. Dr. Emil Brunner (1928, Schweizer Theologe, Die Mystik und das Wort, »Unser Problem«. 2. Aufl., 1928, S. 12)

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"Die historische Methode beruht auf der Voraussetzung, dass die Erforschung geschichtlicher Phänomene sachgemäß nur unter Berücksichtigung ihres Kausalzusammenhangs, ihrer Wechselbeziehungen und ihrer Analogien erfolgen kann.

Ihre Arbeitsweise folgt dem methodischen Atheismus der neuzeitlichen Wissenschaft ... Die historische Methode verweigert eine Antwort auf die religiöse Wahrheitsfrage und kann nur verschiedene Wahrheitsansprüche registrieren und miteinander vergleichen."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (20.09.2008, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Vertrag von Staat und Kirche, Ketten des Dogmas. Frankfurter Rundschau)

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"Unglaube ist der erste Schritt zur Philosophie."

[Original franz.: "Le premier pas vers la philosophie, c'est l'incredulité."]

Denis Diderot (31. Juli 1784, französischer Philosoph, Schriftsteller  und Aufklärer, Letzte Worte, http://de.wikiquote.org/wiki/Denis_Diderot)

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"Die atheistische Theologie und ihren … in die menschliche Subjektivität eingesperrten Religionsbegriff … dass die evangelischen Fakultäten der Wahrheitsfrage ausweichen, die Gottesfrage begraben und die Religion „aus der Welt erklären“. […]

Die atheistische Methode sei die einzig wissenschaftliche: „Wir wollen die Welt (mit Einschluss der Religion …) aus der Welt erklären“; d.h. „wir wollen sie erklären aus den im Weltprozess liegenden Kräften ohne Zuhilfenahmen eines Gottesgedankens“. Das sei heute in allen Arbeitszweigen der Wissenschaft einzig und allein das Leitmotiv, also auch in der Theologie. …

Wer alles Geschehen, Jesu Gottessohnschaft … „aus der Welt erklärt“, der ignoriert Gott nicht, sondern negiert ihn. Die Erinnerung an Gott wird hier nicht nur zeitweilig aus dem wissenschaftlichen Denken ausgeschaltete, etwa im Interesse der Erzeugung einer reinen, echten Beobachtung, sondern endgültig ausgeschlossen.

Es wird zum wesentlichen Merkmal der Theologie, dass sie für Gott blind sei. „Die wissenschaftliche Methode“ sagt Paul Jäger, „ignorant deum, weiß nichts von ihm.“
Diese Blindheit für Gott soll natürlich nur innerhalb der wissenschaftlichen Funktion das Merkmal des Theologen sein; er hat sie nicht auch als religiöser Mensch. Der letztere behält sich seine Frömmigkeit abseits von seiner Wissenschaft vor. …

Das ist der alte, scharfzackige Dualismus, den wir von Kant, Jakobi, Schleiermacher, Fries usw. her kennen: der heidnische Kopf und das fromme Herz, die atheistische Wissenschaft und die religiöse Stimmung usw. usw. …
Der Dualismus, den er uns empfiehlt, hat folgende Form: Als Theologen erklärt ihr die Religion aus der Welt; als religiöse Menschen betrachtet ihr sie als Beziehung zu Gott;
ihr habt als Theologen zu beweisen, was ihr als Christen verneint, als fromme Leute zu bejahen, was ihr als Theologen bekämpft. …

Jäger gibt uns den freundlichen Rat, „die Entschlossenheit zu haben, aus der Universität auszutreten“, da wir uns mit der atheistischen Stimmung in derselben nicht im Einklang befinden. …

Wenn es einmal wirklich dazu kommt, dass unsere Studenten das Neue Testament nur so lesen wie Homer und unsere Exegeten es erklären wie Homer mit entschlossener Ausstoßung jedes aus Gott gerichteten Gedankens, dann ist es mit den theologischen Fakultäten vorbei.
Jäger fürchtet von seiner Methode keinen Verlust: Atheistisch sei ja … nur die Methode der wissenschaftlichen Arbeit, nicht die persönliche Stellung des Arbeiters. …

Wie soll Zweiseeligkeit vermieden werden, wenn in einer und derselben Persönlichkeit der Theologe und der Christ in unversöhnlichem Hader gegeneinander stehen? …
Natürlich muss auch Kant als Tröster dienen: die Wissenschaft habe es ja nur mit der „Erscheinung“ zu tun, nicht mit dem „Wesen“ … „Alles nur Phänomen!“ … vom Theologen, der den religiösen Vorgang zuerst atheistisch erklärt und hernach sagt:
„Bitte nur die Erscheinung habe ich erklärt; über das Wesen könnt ihr denken was ihr wollt“ … wenn die evangelischen Fakultäten zwar noch „Religion“ kennen, aber von keinem Gott mehr wissen, und die katholischen Kollegen es allein sind, die die Gottesfrage stellen."

Prof. Dr. Adolf Schlatter (1905, Evangelischer Theologe, Atheistische Methoden in der Theologie. Eine Auseinandersetzung über "Das atheistische Denken der neueren Theologie" von Paul Jäger, R. Brockhaus Verlag Wuppertal, ISBN 9783417290431)

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Prof. Dr. Heinzpeter Hempelmann, Württembergische Landeskirche, liebenzell.org

 


"Die Kritik an der „historisch-kritischen Methode" trägt nicht.

Die protestantische Bibelwissenschaft ist stolz darauf, dass sie „historisch-kritisch" ist. Umgekehrt sehen viele Evangelikale und Pietisten sowie Fundamentalisten in „der historisch-kritischen Methode" die Verkörperung des Bösen schlechthin. Man dürfe die Bibel nicht „historisch-kritisch" auslegen. […]

Die Ergebnisse sog. historisch-kritischer Arbeit sind nicht schon deshalb falsch, will sie kritisch, oder zu kritisch, zu radikal, glaubensschädigend etc. wären. [...]

Wir können eine Position nicht wegen ihrer negativen, unangenehmen oder ärgerlichen Ergebnisse ablehnen, - sondern nur aus einem Grund: weil sie falsch ist, weil ihre Voraussetzungen nicht tragen: theologisch nicht und wissenschaftlich nicht. [...]

"Die Bibel ist das Wort Gottes." Genau genommen und provokativ formuliert ist das ein bibelkritischer Satz. Denn hier fällt ja jemand ein (logisches) Urteil über die Bibel der Art: x kommt (nicht) die Qualität/die Eigenschaft y zu. Auch mit der Aussage "die Bibel ist (nicht) x" stellst sich jemand über die Bibel und kategorisiert sie.
Ein solches Urteil über die Qualität der Bibel wäre nur dem möglich, der über der Bibel steht und der die Kompetenz hätte, sie einzuschätzen. [...]

Im Rahmen einer Hermeneutik der Demut muss es ein Anliegen sein, wenn möglich alle Reste eines cartesianischen Urteilsstandpunktes auszumerzen [Das Verb ausmerzen ist von Selektionstätigkeit abgeleitet und bezeichnet heute in etwa als ungeeignet aussondern oder auch beseitigen. Merzvieh sind zur Zucht ungeeignete Nutztiere, die daher ausgemerzt werden. Der Begriff stammt aus dem 16. Jahrhundert aus dem Bereich der Schafzucht. Dort wurden im März die zur weiteren Zucht ungeeignet erscheinenden Tiere aus der Herde ausgesondert. vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Merzvieh] und den, der die Bibel glaubend, vertrauend und hoffend liest, konsequent in die richtige Haltung zu ihr zu bringen."

Prof. Dr. Heinzpeter Hempelmann (2004, Theologe, Oberkirchenrat der württembergischen Landeskirche, Nicht auf der Schrift, sondern unter ihr)

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"Je mehr die Strömung der Bibelkritik auch in gemäßigter Form sich vergrößert, umso mehr werden die Bibeltreuen zu unmöglichen Außenseitern gestempelt werden."

Prof. Dr. Samuel R. Külling (Ende der 1960er Jahre, Theologe, Gründer und erster Rektor der STH,  Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel)

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"Wer sind wohl die »schwarzen Schafe«? ... Die, die noch nicht auf Linie sind?"

Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ (Dezember 2007, Informationsbrief Nr. 245, Seite 28 f., http://de.wikipedia.org/wiki/Kein_anderes_Evangelium)

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Organisationen, die ... als fundamentalistisch zu verstehen sind ... (in Auswahl):

- Die rund 200 unabhängigen Gemeinden der „Konferenz für Gemeindegründung“ (KFG). [www.kfg.org]
[http://de.wikipedia.org/wiki/Konferenz_für_Gemeindegründung]

- Baptistische und mennonitische Aussiedlergemeinden.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Russlandmennoniten]

- „Evangelische Gesellschaft für Deutschland“,
[http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Gesellschaft_für_Deutschland]

teilweise ... landeskirchliche Gemeinschaftsverbände.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Landeskirchliche_Gemeinschaft]

- Teile des „Bundes Freier evangelischer Gemeinden“,
[http://de.wikipedia.org/wiki/Bund_Freier_evangelischer_Gemeinden_in_Deutschland] der

Pfingst - und charismatischen Bewegung [http://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstbewegung] und der

Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“. [www.keinanderesevangelium.de]
[http://de.wikipedia.org/wiki/Kein_anderes_Evangelium]

Dr. Fritz R. Huth (Februar 2002, Beauftragte für Weltanschauungsfragen der EKHN Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Arbeitshilfe Fundamentalismus. Herausgegeben vom „Zentrum Ökumene“ der EKHN)

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Jan Fleischhauer,  SPIEGEL Redakteur (2011)

 


"Die Selbstsäkularisierung der Protestanten strebt einem neuen Höhepunkt zu. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat eine "Orientierungshilfe" für ihre Würdenträger zum Thema Familie herausgegeben. Drei Jahre hat eine 14-köpfige Expertenkommission über die Empfehlungen beraten, wie man hören konnte.

Das wichtigste Ergebnis vorneweg: Wer demnächst vor den Traualtar tritt, kann unbekümmert das Eheversprechen ablegen - auch wenn der Pastor sagt, es gelte, "bis dass der Tod euch scheidet". Keine Sorge, das ist nicht länger wirklich ernst gemeint. […]

Es wäre zu kurz gegriffen, den familienpolitischen Leitfaden als Kapitulation vor dem Wertewandel zu verstehen. Wir haben hier vielmehr das Dokument eines spektakulären Versuchs der Verweltlichung von innen, wie ihn so noch keine der großen Religionen unternommen hat. […]

Die Evangelische Kirche ist in der Selbstsäkularisierung schon weit vorangekommen, muss man sagen. […] Man sollte im Gegenzug nur nicht mehr erwarten, dass man weiterhin auch zu den Fragen verlässlich Auskunft bekommt, für die sie bislang das Privileg besaß - also alle, die über das Diesseits hinaus weisen."

Jan Fleischhauer (20. Juli 2013,  SPIEGEL Redakteur, S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Scheidung leichtgemacht, www.spiegel.de)

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"Was die Kirche zu politischen und gesellschaftlichen Fragen sagt, unterscheidet sich oft kaum von dem, was andere Gremien aus Politik, Wirtschaft und Kultur auch schon zu Papier gebracht hatten.

Nach dem Motto: Es ist zwar schon alles gesagt - aber noch nicht von uns."

Wolfgang Polzer (2001, Journalist, ideaSpektrum, 46/2001, S.15)

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"Peter Scholl-Latour hat das heutige Christentum mit dem Islam verglichen und im Ergebnis nur der römisch-katholischen Kirche noch einige Bedeutung zuerkannt.
Dem europäischen Protestantismus attestierte er, als wirklichkeitsgestaltende Kraft längst irrelevant geworden zu sein. Er führte es darauf zurück, dass die evangelische Christenheit als religiöse Kraft erlahmt sei. Eine Kirche, die geistlich-spirituell nichtssagend geworden sei, habe auch weltlich nichts mehr zu sagen."

Dr. Walter Schöpsdau (3. November 2003, Theologe, Protestantisches Profil. Protestantismus in der Außenperspektive, Pfälzisches Pfarrerblatt)

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"Wir sind in einer gewissen geistlichen Leere angekommen."

Oberkirchenrat Dr. Thies Gundlach (11.02.2009, Ev. Theologe, Leiter der Abteilung "Verkündigung, Kirchliche Dienste und Werke" im EKD-Kirchenamt Hannover, Vortrag Evangelische Akademie Arnoldshain, Schmitten/Taunus, www.idea.de)

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"Viele erkennen, dass eine finanzielle Insolvenz nicht so dramatische Folgen wie eine spirituelle Insolvenz hat."

Pfarrer Peer-Detlev Schladebusch (14.05.2008, Theologe, Trainer im Projekt Spiritual Consulting. Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirch Hannover, Wenn der Zeitdruck chronisch wird. www.evlka.de)

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"Wir haben die Wege des Bruders nicht in der Hand, wir können nicht zusammenhalten, was zerbrechen will, wir können nicht am Leben erhalten, was sterben will.

Aber Gott verbindet im Zerbrechen, schafft Gemeinschaft in der Trennung, gibt Gnade durch Gericht. Sein Wort aber hat er in unseren Mund gelegt. Durch uns will er es gesagt haben."

Pfarrer Dr. Dietrich Bonhoeffer (September 1938, Gemeinsames Leben, 28. Aufl., Juli 2006, Seite 91, ISBN: 978-3579071312)

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"Unsere Kirche, die in diesen Jahren nur um ihre Selbsterhaltung gekämpft hat, als wäre sie ein Selbstzweck, ist unfähig, Träger des versöhnenden und erlösenden Wortes für die Menschen und für die Welt zu sein. …
Es ist nicht unsere Sache, den Tag vorauszusagen - aber der Tag wird kommen - , an dem wieder Menschen berufen werden, das Wort Gottes so auszusprechen, dass sich die Welt darunter verändert und erneuert. …
Bis dahin wird die Sache der Christen eine stille und verborgene sein; aber es wird Menschen geben, die beten und das Gerechte tun und auf Gottes Zeit warten. Möchtest du zu ihnen gehören"

Pfarrer Dr. theol. Dietrich Bonhoeffer (Mai 1944, Evangelisch-lutherischer Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 17., 2002, ISBN 9783579004570)

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Dr. theol. Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)

 


"Die Faszination, die von der historisch-kritischen Theologie ausgeht, und der leider auch viele Evangelikale mehr oder weniger erlegen sind, beruht auf ihrem Anspruch der Wissenschaftlichkeit.

Man hält es für nötig, die wissenschaftlichen Ergebnisse zu respektieren und durchschaut nicht, dass diese »Ergebnisse« häufig nichts Anderes sind als unbewiesene Hypothesen, die vollmundig als Fakten ausgegeben werden, sobald sie eine breitere Zustimmung gefunden haben."

Prof. Dr. Eta Linnemann (1998, Theologin, "Bibelkritik auf dem Prüfstand: wie wissenschaftlich ist die wissenschaftliche Theologie?")

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"Voraussetzung der wissenschaftlichen Theologie ist die Einordnung der Bibel und des christlichen Glaubens in die Vergleichsebene mit anderen Religionen und ihren heiligen Schriften. Auch da, wo man das Besondere des Christentums betont, ist die allgemeine religionswissenschaftliche Einordnung die Grundvoraussetzung. Diese Vergleichsebene ist aber keine Tatsache, keine Gegebenheit, sondern sie ist eine Abstraktion, ein Kunstgebilde. […]

Die historisch-kritische Theologie sagt: Wir können die Bibel nicht als Heilige Schrift betrachten, sondern höchstens als ein Buch, das den Anspruch erhebt, Heilige Schrift zu sein. Es gibt andere Bücher, welche den gleichen Anspruch erheben: den Koran, die Veden und andere mehr. […]

Es stimmt, dass es auch andere Bücher gibt, die den Anspruch erheben, Heilige Schrift zu sein. Sollen wir deshalb die Bibel als eine Schrift unter vielen ansehen? Sollen wir sie vergleichen mit den Veden oder dem Koran, um zu sehen, ob sie nicht vielleicht hier und da noch ein wenig besser ist?

Das tut die historisch-kritische Theologie. Aber sie ist damit auf einem verkehrten Weg. […] Wir möchten das für ehrwürdig halten, was anderen Menschen, die wir achten, lieben und schätzen, heilig ist. Aber der Satz ist dennoch wahr. Wenn nach Gottes Wort die Götter aller Völker »Nichtse« [1Chr 16,26; Ps 96,5; Ps 97,7; Jer 2,11; Jer 5,7] sind, dann sind zwangsläufig auch ihre heiligen Bücher, welche den Anspruch auf Offenbarung erheben, nichts, denn sie offenbaren nicht den einen wahren Gott, der nicht nur Schöpfer Himmels und der Erden, sondern auch der Vater unseres Herrn Jesus Christus ist und mit Ihm und dem Heiligen Geist ein Gott und sie können nicht den Weg zur Rettung weisen. [...]
"Mit wem wollt ihr denn Gott vergleichen?" (JESAJA / 40. Kapitel, 18) [...]

Es wird geforscht, ut si Deus non daretur, d.h. die Realität Gottes wird von vornherein theoretisch ausgeklammert, auch wenn die Forscher einräumen, dass er sich in seinem Wort bezeugen könne. […]

Der Begriff »Heilige Schrift« wird religionsgeschichtlich relativiert: Da auch andere Religionen ihre heiligen Schriften hätten, könne man nicht von vornherein davon ausgehen, dass die Bibel die Heilige Schrift sei. Deshalb wird mit ihr umgegangen wie mit jedem anderen Buch. Man macht keinen Unterschied in der Untersuchung der Bibel und der Untersuchung der Odyssee, wenngleich man in solcher Untersuchung Unterschiede zwischen beiden feststellt.

Gerade im Feststellen solcher Unterschiede meint man der Verkündigung des Evangeliums einen Dienst zu tun. Man übersieht dabei, dass man in solchem Vergleichen das Wort Gottes zu religiösen Vorstellungen und theologischen Begriffen reduziert und dadurch aus dem lebendigen Wort einen toten Buchstaben macht.

Erst auf der Kanzel wird das offenbar, wenn der Prediger sich vergeblich darum bemüht, diesen toten Buchstaben zum Reden zu bringen und schließlich versucht, ihm mit Hilfe von Psychologie, Soziologie, Sozialismus und anderen -ismen Leben einzuhauchen.
Man geht mit der Bibel nicht so um, dass man sie als Gottes Wort respektiert. Es wird unterstellt, dass Bibelwort und Gotteswort nicht identisch sind. Das, was zwischen den beiden Buchdeckeln des Bibelbuches an Gedrucktem stehe, sei an und für sich noch nicht Gottes Wort. Gottes Wort sei es lediglich dann, wenn es sich je und dann beim Lesen oder im Hören der Predigt als solches erweise. […]

"Da man nicht an die Inspiration der Schrift glaubt, kann man nicht annehmen, dass die einzelnen Bücher sich ergänzen. […] Da man in den biblischen Büchern nur Erzeugnisse theologischer Schriftsteller sieht, wird das einzelne Bibelwort zu einem unverbindlichen Theologumenon [gr. theologoúmenon "was von Gott gesagt wird"]. […]

Der nicht erklärte, aber praktizierte Grundsatz alttestamentlicher und neutestamentlicher Wissenschaft ist: So, wie es dasteht, kann es auf keinen Fall gewesen sein.

Der Exeget ist darauf eingestellt, »Schwierigkeiten« im »Bibeltext« zu entdecken und zu lösen. Je besser der Ausleger ist, umso größer wird seine Findigkeit darin sein. Denn wenn er als Professor etwas taugen will, muss er sich »einen Namen machen«. …
Abgesehen von einigen Grundannahmen und der Übereinstimmung in den Methoden kann man sicher sein, dass da, wo sich zwei Theologen über Ergebnisse ihrer Arbeit austauschen, in der Regel zwei verschiedene Meinungen zutage treten. […]

»Die Pastoralbriefe sind nicht von Paulus«, hat man gelernt; »der Verfasser des Johannesevangeliums ist natürlich nicht der Zebedaide Johannes«, »die 5 Bücher Mose sind nicht von ihm, sondern aus verschiedenen Quellen zusammengeschrieben«. Wer das im 6. Semester noch nicht gelernt hat, gilt als »bescheuert«. […]

Der kritische Verstand entscheidet in der historisch-kritischen Theologie darüber, was in der Bibel Realität ist und was es nicht sein kann und zwar aufgrund der alltäglichen, jedermann zugänglichen Erfahrung. Nur das wird als Tatsache genommen, was allgemein für möglich gehalten wird. Geistliches wird fleischlich beurteilt. Erfahrungen von Gotteskindern werden völlig ignoriert.

Es kommt aufgrund der Voraussetzungen, von denen man ausgeht, gar nicht in den Blick, dass der Herr, unser Gott, der Allmächtige, regiert. Man ist offensichtlich nicht einmal in der Lage, Wunder, die heute geschehen, zur Kenntnis zu nehmen, selbst wenn sie glaubhaft bezeugt und medizinisch nachgewiesen sind. Zumeist bekommt man sie gar nicht erst in den Blick, weil die Bücher, die solches zur Ehre des Herrn berichten, nur in Verlagen erscheinen können, deren Veröffentlichungen für den historisch-kritischen Theologen von vornherein und unbesehen »unter dem Strich« sind und als »Erbauungsliteratur« abgewertet werden. [...]

"2 Ihr streitet und kämpft und habt nichts, weil ihr nicht bittet; 3 ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr's für eure Gelüste vergeuden könnt. 4 Ihr Abtrünnigen, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. 5 Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen lassen, 6 und gibt um so reichlicher Gnade? Darum heißt es: «Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.»"
(JAKOBUS / 4. Kapitel, 2-6)

Voraussetzung für das Bitten ist das Belehrt- und Vertrautsein mit Gottes Wort. Ich muss wissen, was Gott geben will, damit ich bitten kann. Jede Schmälerung des Wortes Gottes durch theologische Theorien (Gott will heute solches nicht mehr tun, das galt nur für die Zeit der Apostel) oder durch kritisches Messen an der alltäglichen Erfahrung hat weitreichende praktische Folgen: »Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.« [...]

Gottes Wort sagt: »Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht, denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde, ist er doch ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Wegen« (Jak 1,68).

Durch Erwartungslosigkeit hindern wir Gott daran, uns zu geben, was Er uns schenken möchte und was er uns deshalb schon in Seinem Wort verheißen hat. ... Lasst uns forschen in der Schrift und lasst es uns so tun, dass wir darin den Weg zum Herzen Gottes finden. Wahre Schrifterkenntnis führt zur Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit. [...]

»Warum sagen Sie NEIN zur historisch-kritischen Theologie?« Diese Frage wurde mir gestellt und ich möchte ... auf sie antworten: Mein NEIN zur historisch-kritischen Theologie entspringt dem JA zu meinem wunderbaren Herrn und Heiland Jesus Christus und zu der herrlichen Erlösung, die Er auf Golgatha auch für mich vollbracht hat."

Prof. Dr. Eta Linnemann (1994, Theologin, Original oder Fälschung. Historisch-kritische Theologie im Licht der Bibel, ISBN 978-3893977543)

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Wolfgang Huber (links) u. Karl Lehmann, 2009


 

"Über lange Zeit haben wir es weithin akzeptiert, dass Glaubensfragen aus der Öffentlichkeit verdrängt wurden. Wir haben die öffentliche Unentbehrlichkeit unserer Kirche lieber mit anderen Themen unter Beweis gestellt als mit dem Bekenntnis zu Christus und dem unverschämten Zutrauen zum Heiligen Geist.

Wir haben dem Salz seine Kraft genommen. Nun wird wieder neu gefragt: Warum wurde Jesus gekreuzigt? Was ist der Heilige Geist? Warum bekennen wir Christen uns zu einem dreieinigen Gott? Jetzt müssen wir wieder zu dem Besonderen unseres Glaubens stehen. Jetzt geht es wieder um das Salz der Erde."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (28. Mai 2007, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Predigt zum Bayerischen Kirchentag auf dem Hesselberg)

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"Gute Theologie muss es wagen, von Gott zu reden, nicht nur über irgendwelche »Gottesgedanken« als Restbestände einer Religionskultur, deren Schwundstufen offenbar die ganze Hoffnung einer neuen Generation von Kulturprotestanten sind. [...]

Das aber wird nicht schon dadurch erreicht, dass überhaupt und allgemein von Gott gesprochen wird, sondern dadurch, dass - ausgehend von den biblischen Texten - die Erlösungsbedürftigkeit der Welt und die im Christusgeschehen gegebene Wirklichkeit der Erlösung beschrieben werden.
Alles Nachdenken über Gott verfehlt diesen jedoch, wenn sich das Denken vom Glauben ablöst.

»Damit das Recht der Erkenntnis seine Gültigkeit habe, muss man sich ins Leben hinauswagen, hinaus aufs Meer, und muss einen Schrei erheben, ob Gott ihn nicht hören wolle« (Sören Kierkegaard)."

Prof. Dr. Ulrich Körtner (2004, Theologe, "Wissenschaftler des Jahres 2001", Was ist gute Theologie? Stuttgart: Kreuzverlag, Seite 85)

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"Wenn du auf dem Wasser gehen willst, dann musst du aus dem Boot steigen. Wir müssen uns auf Gott und sein Wort einlassen, sonst können wir nicht erwarten Gott zu erleben. Wir müssen unsere Füße »nass machen«.
Watchman Nee [http://de.wikipedia.org/wiki/Watchman_Nee] hat es treffend formuliert: »Wir können nicht erwarten, dass Gott sein Leben in uns auslebt, wenn wir nicht bereit sind, ihm unser Leben zu geben, in dem er leben soll.«"

Hans Peter Royer (2007, Leiter einer Bergsteigerschule und Direktor des Christlichen Schulungszentrums "Tauernhof" Österreich, Nach dem Amen bete weiter. Hänssler; 5. Aufl. 2007, ISBN 978-3775140270, Seite 92)

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"Gott kann nur durch Gott erkannt werden."

Anselm von Canterbury (1033 - 1109, Philosoph)

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"Du verlangst von mir eine Anleitung zur Erforschung der Heiligen Schrift?

Du forderst etwas, das weit meine Kräfte übersteigt ... Zuerst steht dies ganz fest, dass man in die Heilige Schrift weder durchs Studium noch mit dem Verstand ganz eindringen kann. Darum ist es die erste Obliegenheit, mit Gebet zu beginnen [...]
Denn es gibt keinen Meister der göttlichen Worte, außer dem selbst, der seines Wortes Urheber ist."

Dr. Martin Luther (18.1.1518, Reformator, Brief Luthers an Georg Spalatin)

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"Die Heilige Schrift legt sich selber aus."  [Scrip tura sacra sui ipsius interpres]

Dr. Martin Luther (15.Jhr., Reformator)

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"Die neuzeitliche Exegese wird bis in die Gegenwart hinein durch die historisch-kritische Methode bestimmt. Gegenüber dieser Methode erschien die Schriftauslegung der Väter als minderwertig, ja als nicht eigentlich »wissenschaftlich«."

Prof. Dr. Andreas Merkt (2006, Regensburg, http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Theologie/alte-kg/ntp/)

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"Die historisch-kritische Methode wird ... als unumgängliche Sicherung gegen Unwissenschaftlichkeit, Verwilderung der Theologie, Verarmung der Predigt, Schwärmerei und Gefährdung des Glaubens statuiert!

Ist diese Feststellung richtig, dann müssen die 1700 Jahre Kirchen- und Theologiegeschichte vor der Aufklärung geistlich-theologisch eine einzige Katastrophe gewesen sein!"

Prof. Dr. theol. Armin Sierszyn (1978, Schweizer Theologe, Die Bibel im Griff? − Historisch-kritische Denkweise und biblische Theologie, Hänssler; Auflage: 2001, ISBN 978-3775136853)

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"Die Geschichte der christlichen Theologie ist die Leidensgeschichte des Christus;
nicht nur einmal ist dieser von den Theologen gekreuzigt worden."

Prof. Fritz Buri (1907 - 1995, Theologe, Rudolf Bultmanns Theologie der Entmythologisierung geht Buri nicht weit genug und er fordert darüber hinaus die Entkerygmatisierung der Predigt, http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Buri)

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"Ein Lehrer der Theologie hat zwar die liberale Freiheit, aus den theologischen Bindungen seines Amtes zu entweichen, die er in voller Kenntnis freiwillig zu erfüllen versprach - aber er hat keineswegs die Freiheit, die Glaubenslehre seiner Kirche gegen deren Willen durch sein staatliches Lehramt zu verkehren."

Prof. Dr. Martin Heckel (1986, Professor für Kirchenrecht und Öffentliches Recht der Universität Tübingen, "Die theologischen Fakultäten im weltlichen Verfassungsstaat")

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"Die Folge der historisch-kritischen Theologie ist in erster Linie der Verlust des Vertrauens in die Bibel und damit der Verlust des Glaubensfundaments. Unglaube gegenüber Gottes Wort ist die Wurzel dieser Theologie - und es ist auch ihre Saat und ihre Frucht.

Die Folge des inneren Glaubensverlusts ist naturgemäß eine geistliche Leere und wortklingelnde Sprachlosigkeit. Liberale Theologie wird in immer kleiner werdenden Gemeinden in immer leereren Kirchengebäuden gepredigt. [...]

Die historisch-kritische Theologie liegt wie ein Mehltau über dem geistlichen Leben" der Kirchen."

Ingmar Niederkleine (2006, Rechtsanwalt)

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"Nicht leere Kassen oder eine leer laufende Organisation fordern heraus, sondern leere Herzen - und Kirchen."

Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (06. Juli 2006, Impulspapiers des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) "Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert", http://www.ekd.de/download/kirche-der-freiheit.pdf, Seite 41)

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"Verliert die evangelische Kirche ihre Seele?"

Der Tagesspiegel (11.02.2007)

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"Ein grausames Dilemma: entweder die Bibelkritik zu akzeptieren und die Bibel zu einem gewöhnlichen Studienobjekt zu erklären, auf die Gefahr hin, das übernatürliche Element zu töten, was zum Unglauben führt;
oder aber in aller Strenge am heiligen und inspirierten Charakter festzuhalten, und damit alle der Vernunft und der Intelligenz Hohn sprechenden Ungereimtheiten in Kauf zu nehmen, auf die Gefahr hin, die Köpfe zu entmutigen, die sich nicht dazu durchringen können, ihre Vernunft zu opfern."

Georges Minois (2000, Französische Historiker)

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"Die Berufung von Fundamentalisten auf die absolute Geltung offenbarter Wahrheiten steht zweifellos in Widerspruch zu unseren Kriterien von Vernunft."

Prof. Dr. theol. Hans Gerhard Kippenberg (1996, Theologe, Fundamentalismus: es herrscht Klärungsbedarf. Nachwort zu M.E.Marty / R.S. Appleby, Herausforderung Fundamentalismus. Radikale Christen, Moslems und Juden im Kampf gegen die Moderne. Frankfurt: Campus 1996, S. 230)

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"Wir beantworten Christi Ruf nicht mit 'wahr' oder 'falsch', sondern mit 'ja' oder 'nein'."

Prof. Dr. Karl Barth (1886 – 1968, Theologe u. „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“)

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"Die Krankheit zum Tode [...] Wenn der Mensch zum Äußersten gebracht ist, so dass da menschlich gesprochen keine Möglichkeit mehr ist. Dann gilt es, ob er glauben will, dass alles möglich ist bei Gott, das heißt, ob er glauben will.

Aber dies ist ganz und gar die Formel für ‚den Verstand verlieren’ ..., um Gott zu gewinnen."

Søren Kierkegaard (1849, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller, Die Krankheit zum Tode, GW, 24. Abtlg., 1957, 35)

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"Ich glaube wirklich an die Bibel und denke, dass ich dabei keinen intellektuellen Selbstmord begangen habe."

Prof. David W. Gooding (1992, Die Bibel – Mythos oder Wahrheit?, Vortrag Universität Belfast, Nordirland)

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"Da kommen Leute zu mir und erklären mir, dass man auch auf andere Art und Weise selig werden kann. Versuchen Sie es! Ich sage Ihnen: Es gibt nur eine Tür ins Reich Gottes! Und diese Tür heißt Jesus!"

Pfarrer Wilhelm Busch (1929 bis 1962 protestantischer Jugendpfarrer - Essen, Jesus unser Schicksal, Aussaat: Aufl. 2005, ISBN 978-3761553558, http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)

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"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich."

Jesus Christus (Johannes 14, 6)

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"Nach meiner Überzeugung sollte es nicht länger als typisch protestantisch gelten, dass wir das Innenleben des Glaubens, die spirituelle Landschaft im Herzen, die geistige Tiefe in der Seele vernachlässigen."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (7. Mai 2007, 2003 - 2009 EKD-Ratsvorsitzende, Kongress für hauptamtliche Mitarbeiter - Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften)

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"Die Spiritualität ist ein Schatz unserer Kirche, den es zu fördern und zu festigen gilt. Wir sind dankbar für geistliche Gemeinschaften, in denen diese Spiritualität auf besondere Weise lebendig ist.

Die Organe des Hörens, Einfindens, Schweigens, Betens, Staunens und Singens müssen geübt werden. Aus einer solchen geistlichen Tiefe heraus kommen wir auch in unseren Taten, in unserem Sagen und in unserem Trösten zu einer neuen, geistlich begründeten Klarheit."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (5. September 2007, 2003 - 2009 EKD-Ratsvorsitzende, 3. Europäischen
Ökumenischen Versammlung in Hermannstadt/Sibiu)

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"Gummiwort" [F.A.Z.]

"Es ist das Gummiwort der Ökumene, denn jeder kann sich unter Spiritualität das ihm Eigene und somit etwas anderes vorstellen. Sowohl der Begriff, der aus der katholischen Ordenstheologie Frankreichs stammt, als auch die Sache bleiben völlig unscharf. [...]

Es ist bedauerlich, dass das deutsche Wort Frömmigkeit durch frömmelndes Gebaren einen so negativen Beigeschmack angenommen hat. Spiritualität indessen bleibt ein so schwammiger Begriff, dass damit entweder die Gesamtheit von Lebensvollzügen gemeint ist, die sich auf das Verhältnis zu einem Gott bezieht, oder eine existentielle Grundhaltung von Menschen, also Religiosität.

Es war immer eine Stärke der reformatorischen Kirchen, für Klarheit zu sorgen, das gilt auch beim Verständnis der Spiritualität."

Frankfurter Allgemeine Zeitung (06.09.2007, F.A.Z. Zeitgeschehen Nr. 207, S. 12)

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"Nicht der Anschluss an fundamentalistische Wahrheiten, sondern eine aufgeklärte religiöse Identität ist das Ziel."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (09. Juni 2004, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in
Deutschland, Religion und Politik in Deutschland und den USA - ein Vergleich, Atlantikbrücke in Berlin)

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"Man sollte sich angewöhnen, zwischen gläubig und religiös zu unterscheiden."

Prof. Dr.
Erwin Leibfried (04.06.2007, Institut für Neuere Deutsche Literatur, Justus-Liebig-Universität Giessen, DER SPIEGEL Nr.23/4.6.07, Seite 6)

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"Fundamentalistische Religionsformen begegnen aber auch innerhalb des Christentums; sie folgen häufig dem Muster "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns"; [vgl. "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut." MATTHÄUS 12, 30]

das Bekenntnis zu Jesus als dem Herrn verbindet sich mit der Vorstellung von Reichen des Bösen [vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Reich_des_B%C3%B6sen],

Achsen des Bösen [vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Achse_des_B%C3%B6sen]

oder vom Teufel besessenen Zonen, die durch Gebet von dieser Besessenheit befreit werden müssen [vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstbewegung].

So deutlich man solchem Fundamentalismus entgegentreten muss, so klar muss man auch erkennen, dass religiöser Analphabetismus keine zureichende Antwort auf Fundamentalismus ist.

Zureichend ist vielmehr allein eine Antwort, die eine geklärte religiöse Identität mit der Bereitschaft zu Frieden und Toleranz im Verhältnis der Religionen zueinander verbindet."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (16. Juni 2007, 2003 - 2009 EKD-Ratsvorsitzende, Dialog der Religionen in einer pluralen Gesellschaft - Überlegungen aus evangelischer Perspektive)

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"Dabei orientiert die evangelische Kirche ihr Bildungsverständnis am Leitbild einer gottoffenen Humanität. Der Sinn für die unantastbare Würde des Menschen und der Sinn für die Wirklichkeit Gottes gehören in unserem Verständnis zusammen.

Verwurzelung in einer geklärten religiösen Identität und Dialogkultur sind uns in gleicher Weise wichtig."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (März 2007, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Religion, Werte und religiöse Bildung im Elementarbereich)

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"Wenn mein Christentum nur die zufällig historisch gewachsene Gestalt eines allgemeinen religiösen Empfindens ist, dann ist es nicht mehr besonders sinnvoll, an diesen Zufällen festzuhalten und sie weiter zu pflegen.
Es scheint dann vernünftiger, sich vom trennenden Ballast der bloß zufälligen christlichen Spezifika zu befreien und sich auf jene kulturunabhängigen Inhalte zu konzentrieren, die allen Religionen gemein sind.

Mit anderen Worten: Dann kann man das Christentum auch bleiben lassen.

Auch das Religiössein kann man dann bleiben lassen. … Man kann, wenn überhaupt, nur noch auf aufgeklärte Weise religiös sein."

Christian Nürnberger (21. September 2007, Das Christentum. Was man wirklich wissen muss.)

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"Wir weichen weiter und weiter zentrale Aussagen der Bibel auf. Wir verlassen mehr und mehr die biblische Grundlage zugunsten einer allgemeinen beliebigen, multikulturellen und international akzeptierten Religiosität."

Pfarrer Eberhard Hoppe (15.03.08, Kirche öffnet Tür für „weichgespültes Evangelium“. Kritik an einer Stellungnahme des Leitenden Geistlichen Amts (LGA) der hessen-nassauischen Kirche zur Lehre vom Sühnetod Jesu Christi haben pietistische Gemeinschaftsverbände geübt. www.idea.de)

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"In welche Gemeinde soll ich gehen?"

"Seit den sechziger Jahren hat sich in den Leitungsgremien vieler evangelischer Landeskirchen ein theologischer Pluralismus durchgesetzt. Das bedeutet im Klartext, dass in ein und derselben Landeskirche biblische Grundaussagen gegenteilig ausgelegt werden können.

Das betrifft so wesentliche Aussagen wie die Auferstehung Jesu, die Einsetzung von Taufe und Abendmahl, die Echtheit der Worte Jesu, aber auch ethische Fragen wie die Stellung zur Homosexualität oder zu Ehe und Familie.

Es gibt kirchenleitende Persönlichkeiten, die begeistert sind über die feministisch orientierte „Bibel in gerechter Sprache”, während andere sie als häretisch und ganz schlimm bezeichnen. Das Chaos ist schier grenzenlos! Kein Wunder, dass auch in der säkularen Presse der Eindruck vorherrscht, die evangelische Volkskirche sei ein „großer Gemischtwarenladen”. [...]

Die einzelne Gemeinde ist in der geistlichen Kursbestimmung auf sich selbst gestellt. Darum ist zu prüfen, zu welcher Gemeinde man gehören will. Es gibt genügend bibeltreue Gemeinden, in denen ein evangelischer Christ ein geistliches Zuhause haben kann.

Es gibt daneben andere Gemeinden, in denen die kirchliche Arbeit zwar nicht auf ganzer Linie bibeltreuen Grundsätzen folgt, aber durchaus offen für sie ist. Auch da lohnt es sich, zu bleiben und wenn möglich verantwortlich mitzuwirken.

Sollten aber in einer Gemeinde, bibeltreue Überzeugungen als „fundamentalistisch” bzw. „sektiererisch” vom Pfarramt abgelehnt und alle Versuche, eine geistliche Kurskorrektur zu bewirken, zurückgewiesen werden, haben Gemeindeglieder nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, eine solche Gemeinde zu verlassen und sich an anderer Stelle geistlich versorgen zu lassen.

Eine Gemeinde sollte - im Bilde gesprochen - ein Ort sein, an dem man Kraft für den Alltag tanken kann und nicht ein TÜV, auf dem Sonntag für Sonntag die Leidensstärke der Gläubigen geprüft wird.

Wenn man bedenkt, wie viele Menschen weite Wege auf sich nehmen, um an kulturellen Ereignissen oder am sportlichen Leben teilzunehmen, dann sollte es auch selbstverständlich sein, dass wir für die Teilnahme am geistlichen Leben keine Wege scheuen. Auch hier gilt die Verheißung des Herrn: „Suchet, so werdet ihr finden."

Pfarrer Jens Motschmann (Juni 2007, seit 1987 Pastor der Ev. St. Martini-Gemeinde in Bremen, stellvertretender Vorsitzender des Gemeindehilfsbundes, In welche Gemeinde soll ich gehen?, www.sankt-martini.de)

[Die Ev. St. Martini-Gemeinde in Bremen ist Teil d. Bremischen Evangelische Kirche BEK. Die BEK ist eine von 23 Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD]

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"Die Liebe zur Kirche wird diesem Hirten der Gemeinde [Pfarrer Jens Motschmann, siehe oben] jeder abspüren; aber doch ist ihm die Liebe zum Herrn der Kirche das ungleich höhere Gut. Darum seine aus der Not geborene Empfehlung, die Gemeinde gegebenenfalls zu wechseln, um nicht geistlich auf eine Nulldiät gesetzt zu werden. […]

Es gibt in unserem Lande geistlich total versteppte Gebiete […] Da sollten dann getrost und fröhlich kirchliche Grenzen überschritten und Gemeinschaft der Gläubigen gelebt werden. Ja, auch in der anderen Richtung: von einer verkarsteten bibelkritischen Freikirche hin zu einer bibeltreuen, missionarischen landeskirchlichen Gemeinde."

Pfarrer Dr. Wilfried Reuter (04.07.2007, Theologe, ideaSpektrum Nr. 27/2007, Seite 5)

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"Wenn mich die Verzweiflung an der Kirche überflutet, dann tröstet mich ein Wort, ein Wort der Bibel, ein gewaltiges Wort. Und mit diesem Wort grüße ich euch, meine Freunde: So spricht der Herr: Ich will mich meiner Herde selbst annehmen." [Hesekiel 34, 11]

Pfarrer Wilhelm Busch (1966, Dortmund, Bekenntnistag in Dortmund d. Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“, 1929 bis 1962 protestantischer Jugendpfarrer - Essen, http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)

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"Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen."
 
Jesaja 42, 3

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"Das Heil liegt also offensichtlich nicht in der Gründung neuer Kirchen, sondern darin, in der Kirche, in der man sich befindet, sich eindeutig und allein an der Bibel zu orientieren und sich gleichzeitig glaubwürdig zu Jesus Christus zu bekennen und entsprechend zu leben."

Pfarrer Hansfrieder Hellenschmidt (2002, Vorsitzender der Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium", www.idea.de - 23.06.2002)

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"Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben."

JEREMIA 2, 13

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"Mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft."

1. KORINTHER / 2. Kapitel, 4-5

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25 "Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart.
26 Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen."
28 "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."

MATTHÄUS / 11. Kapitel, 25+26, 28+29

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Jesus Christus: "Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen."

MARKUS / 10. Kapitel, 15

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Jesus Christus: "Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt [...]
Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Abfall verführt!"

MATTHÄUS / 18. Kapitel, 6+7

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"Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt."

HEBRÄER / 11. Kapitel, 6

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"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!"

MARKUS / 9. Kapitel, 24

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"Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe."

Jesus Christus (Matthäus 10, 16)

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"Der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre."

Jesus Christus (Lukas 22, 31-32)

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8 "Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 9 Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. 10 Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.

11 Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleisch. 12 So ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in euch. 13 Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht (Psalm 116,10): «Ich glaube, darum rede ich», so glauben wir auch, darum reden wir auch; 14 denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt euch. 15 Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die überschwängliche Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre Gottes.

16 Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. 17 Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, 18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig."

2. KORINTHER / 4. Kapitel, 8-18

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Dann war da noch..  Schlusslichter

 

"Sie müssen an Gott glauben trotz allem, was die Geistlichen Ihnen sagen."

Prof. Dr. Benjamin Jowett (1817 - 1893, englischer Theologe, Oxford, Schmunzelkatechismus, Gisbert Kranz, Sankt Ulrich Verlag; Auflage: 11., Aufl. 2005)

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"Karl Barth (Wort Gottes Theologie), Paul Tillich (Philosoph unter den Theologen) und Rudolf Bultmann (Historisch-kritische Theologie - Wunder sind erledigt) machen Urlaub am Zürichsee. Sie mieten sich ein Boot und fahren raus. Die Sonne brennt und sie kriegen Durst. "Ich geh mal ein paar Bier holen", sagt Barth, steigt aus dem Boot und läuft übers Wasser nach Zürich.

Der Tag ist schön, das Bier ist gut und bald alle. "Paul, geh mal Bier holen" sagt Karl Barth. Tillich steigt aus dem Boot, macht zwar auffallend große Schritte, aber kommt bald mit einem Sixpack zurück.

Die Sonne brennt und bald haben sie wieder Durst. "Rudi" sagt Paul Tillich, "Du bist dran!" Rudolf Bultmann wird blass. Die andern machen sich schon lustig: "Was'n los Rudi, ist doch eine der leichtesten Übungen!" Bultmann tippt aufs Wasser, will sich nicht lumpen lassen, steigt schließlich aus und geht unter wie ein Stein.

Betroffen schaut Tillich Barth an: "Du Karl, hätten wir ihm doch sagen sollen, wo die Steine sind?"

Drauf Karl Barth: "Welche Steine?"

Unbekannter Autor?

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"Ein junger Mann, der sich gerade bekehrt hat, sitzt auf einer Parkbank und liest im Alten Testament den Bericht, wie das Volk Israel auf der Flucht vor dem Pharao durch das geteilte Rote Meer hindurchgeht. Er freut sich so über das Gelesene, dass er lauthals Gott lobt.

Da kommt ein liberaler Theologe vorbei und sagt: »Junger Freund, lass dir das mal erklären. Das Volk Israel ist gar nicht durch das geteilte Meer gegangen, sondern ist durch eine Senke mit maximal 50 Zentimetern Wassertiefe gewatet. Es war also gar nichts Ungewöhnliches.«

Der Theologe geht weg und hört nach einigen Schritten den jungen Mann wieder lauthals Gott loben. Er läuft zurück und fragt ihn, ob er ihn richtig verstanden habe? »Doch«, antwortet der junge Mann, »aber was ist das ein großer Gott, der den Pharao und sein ganzes Kriegsheer in 50 Zentimeter tiefem Wasser ertrinken lässt!«"

Arno Backhaus
(http://www.arno-backhaus.de)

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"Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis weit höher als in der Theorie."

Ernst Ferstl (*1955, Dichter und Aphoristiker, Hauptschullehrer in Krumbach Österreich,
Zitatsammlung:
http://de.wikiquote.org/wiki/Ernst_Ferstl)

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"Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen Gott und uns: Gott weiß alles. Wir wissen alles besser."

Ernst Ferstl (*1955, Dichter und Aphoristiker, Hauptschullehrer in Krumbach Österreich,
Zitatsammlung:
http://de.wikiquote.org/wiki/Ernst_Ferstl)

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Ein junger Theologe kommt direkt nach dem Examen in eine kleine Kirchengemeinde auf dem Land. Am Sonnabend trifft er die alte Küsterin im Kirchenschiff.

Die Küsterin: „Herr Vikar, könnten sie mir bitte helfen die Kirche auszufegen – ich habe Rückenschmerzen?!“
Der Vikar: „Aber Frau Hilde, ich war auf der Universität!“
Die Küsterin: „Oh, Entschuldigung Herr Vikar, das habe ich vergessen - ich zeige Ihnen, wie`s geht!“

Unbekannter Autor?

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"Der evangelische Theologe Wolfgang Trillhaas (1903-1995) weilte bei seinem Kollegen Professor Rudolf Bultmann (1884-1976) in Marburg. Trillhaas wollte noch ausgehen, Bultmann brauchte aber Ruhe und gab seinem Kollegen den Schlüssel.
Später kehrte Trillhaas angeheitert in das Haus zurück, schloss auf und wollte Licht machen. Dabei erwischte er aber versehentlich den Klingelknopf.
Bultmann steckte den Kopf zur Türe hinaus und meinte: "Ja, so sind wir Theologen, wir wollen Licht machen und verursachen nur Lärm."

(Das große Buch des christlichen Humors, Annegret Kokschal, St. Benno; Auflage: Mai 2006)

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"Hast Du was zu sagen Freund, oder hast Du PowerPoint?"

Andreas Malessa  (26. August 2007, Pastor, Journalist, Westfälisches Gemeindefestival "Maximale", Evangelische Kirche von Westfalen, Forum: Aufbruch im Abbruch der Kirche)

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Zweifel

(Andrea & Stefan Waghubinger, 2001, Auf die Kanzel, fertig, los!, ISBN 3-532-62264-5)
 

 


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