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Michael Schalter
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Quelle: www.nikodemus.net/0130-Cartoons.htm Alle Cartoons mussten leider entfernt werden. Die Webseite www.nikodemus.net wurde vom ERF (www.erf.de) Ende 2008 übernommen und Anfang 2010 abgeschaltet (Philosophiewechsel).
"Nachdem wir über alle Fragen gesprochen haben, sahen wir, dass wir das
Problem noch nicht einmal berührt hatten."
Prof. Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951, Philosoph, ZDF Nachtstudio
vom 15. November 2009, www.zdf.de)
Kommentar
www.fundamentalismusdebatte.de
NikodemusNet.de
Wie alles begann..
Um nicht gleich am Anfang die Schubladenfachexperten (Menschen die sich
unbehaglich fühlen, wenn sie nicht andere Menschen in Schubladen beilegen
können) zu vergessen - ich habe einen "innerkirchlich pietistischen"
Hintergrund
[http://de.wikipedia.org/wiki/Pietismus],
bin aber ausschließlich Mitglied der Evangelischen Kirche der Pfalz
(Protestantische Landeskirche) [www.evpfalz.de,
www.ekd.de].
So, aber jetzt geht's los...
Was passiert, wenn ein Pfälzer Landei auf die Idee kommt mal an einer Evangelisch Theologischen Fakultät einer großen Universität
vorbeizuschauen (Zweitstudium)? Es wundert sich und staunt.. jedenfalls ist es mir so
ergangen.
Gleich zu Beginn hatte ich dabei das ungeheuere Privileg
gradlinig an den sperrigen Gegenstand des "christlichen Fundamentalismus"
herangeführt zu werden.
Wobei ich mich dabei des Eindrucks nicht erwehren
konnte, dass bei diesem heranführen - die Bedeutung des Wortes "führen"
- in pädagogisch-didaktischer
Hinsicht durchaus Berücksichtigung, wenn nicht schwerpunktmäßig Eingang
fand.
Bereits in einem der ersten Uni-Seminare wurde uns vom Dekan (Cheftheologe) der
Evangelisch-Theologischen
Fakultät zugesichert, dass wer an dieser Universität "Jesus über andere
Religionen stellt", hier "keinen Abschluss" mache.
Ausgebildet sollen
wir werden, wie man mit den "Waffen der historisch-kritischen Methode" gegen den
"christlichen Fundamentalismus" vorzugehen denke, der im Übrigen an einer Universität "nicht geduldet"
werden könne. Soweit meine erste Vorlesung zum Thema Bibelwissenschaft.
So weit, so aufgeklärt - doch was sind das eigentlich für Lebewesen, diese
christlichen Fundamentalisten (..tummeln sich da protestantische
Sprengstoff-gürtelträger auf dem Campus)?
Und wie gefährlich sind diese Leute? Muss man sie bekämpfen? Wenn ja, warum?
Und wer entscheidet
darüber? Darf man überhaupt solche Fragen fragen?

Goethe-Universität Frankfurt am Main,
Campus Westend
Seither habe ich mal begonnen hier exemplarisch Textfragmente zu sammeln,
die zu den oben genannten Gegenständen mehr oder weniger passen könnten. Die
Betonung liegt auf mehr oder weniger - und exemplarisch.. vielleicht werde
ich irgendwann auch noch alles ordnen und die Quellen nach einheitlichen Standards verzeichnen.
Selbstverständlich sind dabei die hier aufgeführten Zitate aus ihrem
ursprünglichen Textzusammenhang roh
herausgerissen worden und erscheinen so (in dem unerträglichen Kontext
dieser Internetseite ;-) womöglich in einem ganz anderen Licht, als wenn
diese - eingebettet in ihrer natürlichen Textlandschaft / Umgebung - gelesen
werden würden.
Das Problem ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass nicht alle
Texte (was ich ausdrücklich bedauere..) für die Textlandschaft der
hiesigen (pfälzer)Internetseite (in Form von maximal einer Scrollseite) geschrieben wurden.
Daher kann ich nicht immer ein halbes Buch, oder einen ganzen Artikel zitieren -
sondern muss kürzen. Nichtsdestoweniger bekomme ich immer noch einen Stapel von
600 Blatt Papier zu sehen, wenn ich die Webseite hier ausdrucke.
Und das ist meiner Meinung nach wesentlich mehr als ein Student im
Allgemeinen verkraften
kann.
Notfalls müsste man die eine oder andere Quelle in ihrem
ursprünglichen Buchvorkommen (oder dem Internet - dem Hort allen Wissens und
allen Wahns) aufsuchen - und selber lesen (Quellenangaben für Selberleser sollten
eigentlich immer vorhanden sein. Wenn nicht - bitte eine liebenswürdige
Empörungsemail schreiben. Ich werde dann versuchen die Quellenangabe
aufzuspüren).
Nebenbei bemerkt liebe ich meine evangelische Kirche noch immer - nur
verstehen kann ich sie jetzt nicht mehr so richtig.
Wenn ich an die Pfarramtsstudierenden denke, die - wenn sie an der Uni für
das eintreten würden, was sie später von der Kanzel predigen wollen, wohl
nur Hohngelächter ernten würden.
Und umgekehrt, wenn sie das was sie an der Uni
in den Seminaren vortragen, von der Kanzel predigen
würden - wohl noch den letzten Kirchenbesucher (ich meine
"Kirchenbesucher" - nicht den "kirchenfernen" Kirchensteuerzahler) vertreiben
würden.
Dass unter diesen Umständen Kirche überhaupt noch funktioniert, könnte meiner
Meinung nach schon fast als "Gottesbeweis" durchgehen.
Ich will es mal so ausdrücken - meinem persönlichen Eindruck nach ist
gelegentlich seitens der theologischen Aufklärer ein profiliertes Elitebewusstsein
gegenüber dem "naiven Gemeindefrommen" erkennbar.
Fragen sie mal einen aufgeklärten Theologen, wie er unter Kollegen (nicht im
Gespräch mit Laien) die Ergebnisse einschätzt, die ein Laie beim Lesen der
Bibel gewinnt - der nicht mit den Segnungen des historisch-kritischen
Methodenapparats unbedingt
vertraut ist.
Ohne dass ich jetzt die Aufklärer und die Muslime aufregen möchte, und
vielleicht Sand ins Getriebe des interreligiösen Dialogs (bis hin zur
multikulturellen Religiosität bzw. mulitreligiösen Identität, oder auch
aufgeklärten Religiosität etc.) zwischen Kulturprotestanten und
Kulturmuslimen (oder Christen und Muslimen etc.) streue - die wir gemeinsam
am Fachbereich Evangelische Theologie studiert haben (2008) - aber auch ich
bekenne mich zu dem einen Gott.
Dem einen lebendigen Gott, der sich in Jesus Christus geoffenbart hat und
aus Liebe am Kreuz von Golgatha Deine und meine Erlösung vollbracht hat.
Und ich bin damit nicht alleine. Wir, die wir an Jesus Christus als den Sohn
Gottes glauben, wir sind auch noch da - hier, in unserer gemeinsamen Kirche.

Universitätsstadt Frankfurt a. Main
Unsere (Ur)Opas (die "Gründerväter" der EKD
- Evangelische Kirche in Deutschland) haben das im Kirchenkampf 1934
so ausgedrückt (1. These der Barmer Theologischen Erklärung im
Wortlaut):
"Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh. 14, 6)
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den
Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und Räuber. Ich
bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden. (Joh
10,1.9)
Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das
eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu
vertrauen und zu gehorchen haben.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle
ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch
andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes
Offenbarung anerkennen." (1. These der Barmer Theologischen Erklärung,
Mai 1934)
"Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein
geworden ist. Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer
Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig
werden." (Apostelgeschichte 4, 11+12)
"Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am
Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der
über alle Namen ist" (Philipper 2, 8+9)
"Wer nicht an Gott glaubt, sollte das konsequent tun. Das Leben ist kurz,
der Tod endgültig. Und jede Unentschiedenheit kostet unwiederholbare
Lebenszeit." …
"Je wichtiger die Dinge für alle Menschen sind, desto
allgemeinverständlicher und einfacher muss man sie ausdrücken können.
Auch Akademiker, die für ihren Glauben aufs Schafott gehen, können ihre
Gründe für diesen existenziellen Schritt auf ganz einfache Weise kurz und
bündig und ohne Fremdwörter ausdrücken, und ebenso können das Atheisten, die
sich zum Freitod entschließen.
Dennoch sind das die wichtigsten Argumente, die sie jemals in ihrem Leben
gehabt haben." (Dr. Manfred Lütz, September 2007)
Als Bonhoeffer in Flossenbürg (KZ Flossenbürg bei Weiden im Oberpfälzer
Wald) nackt zum Galgen gehen musste, lautete sein letzter Satz: "Das ist das
Ende. Für mich der Beginn des Lebens."
(Dr. Dietrich Bonhoeffers, April
1945)
"Fürchte nicht, dass dein Leben enden wird, sondern fürchte lieber, dass es
nie beginnen wird." (Prof. Dr. John Henry Kardinal Newman, 1801 - 1890)
"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit die, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben
haben." (Johannes 3, 16)
"Da stand der Herr Jesus und erlebte es, wie
unter seiner Rede die Menschen wegliefen. „Das ist eine harte Rede!" sagten
sie empört. Jesus wandte sich an seine Jünger: „Und ihr?"
Nun
antwortete Petrus ... : „Herr! Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des
ewigen Lebens. Und wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist Christus,
der Sohn des lebendigen Gottes!" (Johannes 6, 66-69)
Es ist wundervoll, wenn ein Herz nach mancherlei
Kämpfen zu dem Entschluss kommt: „Dein sind wir, Dein in Ewigkeit!"
(Pfarrer Wilhelm
Busch, 1966)
Danke übrigens, für alle Einsendungen und Beiträge!!
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Dann war da noch.. Schlusslichter
"Bitte entschuldigen Sie den langen Brief, ich hatte keine Zeit, einen
kurzen zu schreiben"
Blaise Pascal (1623 – 1662, französischer Mathematiker, Physiker
u. Philosoph, Lettres Provinciales 16, http://de.wikiquote.org/wiki/Brief)
Kommentar
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Quellen
Barmer
Theologischen Erklärung, Die theologische Erklärung der Bekenntnissynode
von Barmen, Mai 1934, www.ekd.de/bekenntnisse/142.html.
Dr. Dietrich Bonhoeffer, 9. April 1945, Evangelisch-lutherischer
Theologe, Ein unbeugsamer Tröster. Zum 100. Geburtstag von Dietrich
Bonhoeffer, 31.01.2006, ZDF, www.heute.de/ZDFheute/inhalt/18/0,3672,3792370,00.html.
Pfarrer Wilhelm Busch, 1966, protestantischer Jugendpfarrer - Essen,
"365 x ER. Tägliche Andachten", Aussaat; 14. Auflage 2006, ISBN
9783761541586.
Prof. Dr. John Henry Kardinal Newman, 1801 - 1890, englischer
Theologe, http://de.wikipedia.org/wiki/John_Henry_Newman.
Dr. Manfred Lütz, September 2007, Psychiater u. Theologe, Gott.
Eine kleine Geschichte des Größten. Pattloch, ISBN 9783629021588.
Diese Webseite stellt den Versuch dar, zumindest Teilbereiche der aktuellen Fundamentalismusdebatte
abzubilden. Bitte beteiligt Euch an der Diskussion! Im
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eines Zitats – bitte nachprüfbare Quellenangabe nicht vergessen. Danke!).
Die vielstimmigen Diskussionsbeiträge und Zitate dieser Website geben nicht notwendig unsere eigene
Meinung (www.Fundamentalismusdebatte.de) wieder.
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Wir lieben unsere Kirche, und wir leiden mit unserer Kirche und würden uns deshalb freuen, auch (mehr)
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