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Michael Schalter
Lugny - Allee
5a
67149 Meckenheim (Pfalz)
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Telefon:
0 63 26/
98 04 33
Noch ein Hinweis in eigener Sache:
Wir lieben unsere Kirche, und wir leiden mit unserer
Kirche und würden uns deshalb freuen, auch (mehr) positive und Mut machende
Beiträge/Standpunkte zur Evangelischen Kirche (EKD) zu erhalten. Danke!
Kommentar
Um nicht die Schubladenfachexperten (Menschen die sich
unbehaglich fühlen, wenn sie nicht andere Menschen in Schubladen beilegen
können) zu vergessen - ich habe einen "innerkirchlich pietistischen"
Hintergrund [http://de.wikipedia.org/ wiki/Pietismus]
bin aber ausschließlich Mitglied der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) [www.evpfalz.de,
www.ekd.de].
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Es folgt eine kurze Werbeunterbrechung..
(Humor)
"Nachdem wir über alle Fragen gesprochen haben, sahen wir, dass wir das
Problem noch nicht einmal berührt hatten."
Prof. Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951, Philosoph, ZDF Nachtstudio
vom 15. November 2009, www.zdf.de)
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Hintergrund
Irgendwann habe ich mal begonnen exemplarisch Textfragmente zu sammeln, die
zu dem Gegenstand "christlicher Fundamentalismus" mehr oder weniger passen
könnten. Die Betonung liegt auf mehr oder weniger - und exemplarisch.
Vielleicht werde ich irgendwann auch noch alles ordnen und die Quellen nach
einheitlichen Standards verzeichnen.
Selbstverständlich sind dabei die hier aufgeführten Zitate aus ihrem
ursprünglichen Textzusammenhang roh herausgerissen worden und erscheinen so
(in dem unerträglichen Kontext dieser Internetseite ;-) womöglich in einem
ganz anderen Licht, als wenn diese - eingebettet in ihrer natürlichen
Textlandschaft / Umgebung - gelesen werden würden.
Das Problem ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass nicht alle Texte
(was ich ausdrücklich bedauere!) für die Textlandschaft der hiesigen (pfälzer)Internetseite
(in Form von maximal einer Scrollseite) geschrieben wurden.
Daher kann ich nicht immer ein halbes Buch, oder einen ganzen Artikel
zitieren - sondern muss kürzen. Nichtsdestoweniger bekomme ich immer noch
einen Stapel von 600 Blatt Papier zu sehen, wenn ich die Webseite hier
ausdrucke. Und das ist meiner Meinung nach wesentlich mehr als ein Student
im Allgemeinen verkraften kann.
Notfalls müsste man die eine oder andere Quelle in ihrem ursprünglichen
Buchvorkommen (oder dem Internet - dem Hort allen Wissens und allen Wahns)
aufsuchen - und selber lesen (Quellenangaben für Selberleser sollten
eigentlich immer vorhanden sein. Wenn nicht - bitte eine liebenswürdige
Empörungsemail schreiben. Ich werde dann versuchen die Quellenangabe
aufzuspüren).
Danke übrigens, für alle Einsendungen und
Beiträge!!
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"Bitte entschuldigen Sie den langen Brief, ich hatte keine Zeit, einen
kurzen zu schreiben"
Blaise Pascal (1623 – 1662, französischer Mathematiker, Physiker
u. Philosoph, Lettres Provinciales 16, http://de.wikiquote.org/wiki/Brief)
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Am Sonntagmorgen (29. August 2010) im Gottesdienst in der Pfarrkirche
Ratjada (Cala Ratjada, Mallorca) hat der Pfarrer folgende Geschichte
vorgelesen:
Die Rettungsstation
An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis
geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation.
Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges
Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und
wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes
Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen. Dank diesem kleinen Stützpunkt
wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele
der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit,
Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte
neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und
gedieh. Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und
schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr.
Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste
Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige
Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar
ausgestattet. Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den
Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich
noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer
weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also
heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin
schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der
Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes
gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.
Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die
angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender,
durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und
erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem
schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb
gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die
Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne.
Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den
Mitgliedern. Die meisten wollten den Rettungsdienst einstellen, da er
unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch
vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und
dass man sich ja schließlich auch noch als „Lebensrettungsstation"
bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie,
wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so
wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das
taten sie dann auch.
Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die
erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer
dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte
Geschichte.
Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine
beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich;
immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur - die meisten der
Schiffbrüchigen ertrinken.
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