
Diskussion:
Kirche und Bekenntnisschriften
Beiträge zum Thema christlicher Fundamentalismus
Hinweis in eigener Sache:
Die nachstehende "Textlandschaft" aus Textfragmenten und Zitaten stellt den
Versuch dar, zumindest Teilbereiche der aktuellen Fundamentalismusdebatte
abzubilden. Wobei der Einstieg gelegentlich "bibelkritisch" aufgebaut ist
und im Wechsel mit "bibeltreuen" Textfragmenten (manchmal erst im unteren
Abschnitt) eine Art Debatte abbildet.
Fundamentalismusdebatte.de ist keine "bibeltreue" Webseite, sondern stellt
"bibelkritische" und "bibeltreue" Inhalte unkommentiert nebeneinander. Ein
bibeltreues Projekt findest Du in der Bibel :-)
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"Wie komme ich dazu, ausgerechnet im Gottesdienst beim Sprechen des Glaubensbekenntnisses vor allen Leuten regelmäßig zu lügen?
Ich kann doch nicht glauben, dass Jesus vom heiligen Geist gezeugt wurde.
Ich kann nicht glauben, dass Maria Jesus als Jungfrau zur Welt gebracht hat.
Ich kann nicht glauben, dass Jesus nach drei Tagen körperlich auferstanden ist.
Diese Sätze sind eine Aneinanderreihung von Aussagen, die mir viel über frühere Traditionen und Glaubenshaltungen sagen, aber die ich schlichtweg nicht glauben will."
Kirchentagspräsident Martin Dolde (2000, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Frankfurt am Main 2001, Leitung des Gesprächskreises "Offene Kirche", DIE WELT v. 26.08.2000)
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"Warum hat
die Kirche nicht den Mut, das absurde Apostolische Glaubensbekenntnis zur
Disposition zu stellen? Kritiklosigkeit sollte man den evangelikalen
Freikirchen überlassen."
Dr. Michael Seeber (24.07.2006, DER SPIEGEL
30/2006, Seite 10, http://wissen.spiegel.de)
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"Der Weg des Christentums zu einer auf Bibel, Dogmen und Bekenntnisschriften fixierten »Schrift-religion« ist ein Irrweg gewesen."
Prof. Dr. theol. Klaus-Peter Jörns (2005, Theologe, „Notwendige Abschiede“ 2. Aufl. S.146 u. S.347)
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"Alle, die als Geistliche in den Dienst der evangelischen Kirche treten wollen, müssen bei der Ordination ein Gelöbnis ablegen. Es lautet: „Ich gelobe, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen, wie es in der Schrift gegeben und im Bekenntnis unserer Kirche bezeugt ist.“ Zum Credo gehört auch das Apostolische Glaubensbekenntnis, das jeden Sonntag im Gottesdienst gesprochen wird.
Nun rufen biblische Geschichten von der Jungfrauengeburt oder der Auferstehung Jesu, die sich im Apostolikum wieder finden, bei kritischen Zeitgenossen nur noch Kopfschütteln hervor. Aber auch die theologische Wissenschaft versteht sie nicht mehr als historische Tatsachen, sondern hat beide als Mythen erkannt. Künftige Geistliche lernen also während des Theologiestudiums, an den geschichtlichen Grundlagen ihres späteren Gelöbnisses zu zweifeln. […]
Diese harte Linie wird nur nach außen vertreten. Der Kern des modernen evangelischen Christentums ist weich bis zur völligen Beliebig- und Inhaltslosigkeit; die zentralen Lehren der Bibel werden gar nicht mehr wörtlich genommen, sondern als Steinbruch für modische Meinungen benutzt. Insofern hat auch innerhalb der Kirche der Zweifel am Dogma den Sieg davongetragen. […]
Die Folgen sind eine innere Spaltung der kirchlichen Amtspersonen und ein weiterer Niedergang der evangelischen Kirche. Die doppelte Wahrheit – eine für Studierte, eine für Gemeinde und Öffentlichkeit."
Prof. Dr. Gerd Lüdemann
(30. August 2006, Theologe an der Georg-August-Universität Göttingen, DIE NORDELBISCHE, Ausgabe 35/2006)
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"Bultmann trennt zwischen Kanzel [Predigtort Kirche] und Katheder [Pult eines Schul- oder Hochschullehrers]" [...]
"Der Widerstreit des glaubenden gegen den wissenden Bultmann hat tragisch-paradoxe ... Züge."
Rudolf Augstein (2001, Gründer des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, "Jesus Menschensohn", S.69f)
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"Die konkrete Situation ist für den Verkündiger einfach die, dass, wenn er auf die Kanzel steigt, ein gedrucktes Buch vor ihm liegt, auf Grund dessen er verkündigen soll; wie »vom Himmel gefallen«, gewiss; denn seine historisch-kritische zu ergründende Entstehung geht ihn offenbar in diesem Moment nichts an."
Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1927, Theologe u. Verfechter d. Entmythologisierung d. neutestamentlichen Verkündigung, Zur Frage der Christologie. In: Glauben und Verstehen (GuV). Gesammelte Aufsätze, Band 1, Seite 100, 9. Aufl. Tübingen 1993)
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"Die
kirchliche Rede wird durch die entmythologisierte Theologie seltsam
doppelzüngig."
"Da bekennt die Gemeinde jeden Sonntag in der Kirche» an Jesus Christus zu
glauben, Gottes eingeborenen Sohn,,.. empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria, ...am dritten Tage auferstanden von den
Toten, aufgefahren in den Himmel und so weiter,
und die Oma und der Bauer verstehen diese Worte weiterhin so, wie man sie
achtzehnhundert Jahre lang in der Kirche verstanden hat, nämlich im
Wortsinn, während der Pfarrer, die Theologen, Philosophen und Gebildeten bei
diesen Worten einander unsichtbar zuzwinkern und signalisieren: Wir
Eingeweihten wissen schon, wie wir das alles richtig zu verstehen haben,
nicht wahr?"
Christian Nürnberger (November 2007,
Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler, Seite 170)
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"Ich für meinen Teil habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass „Pseudo-Religiotisch"
eine Art „Dialekt" ist, den ich als Rationalist ebenso wenig verstehen kann
wie ein Oberbayer das Ostfriesische.
Kapiert habe ich aber zumindest, dass für Pseudo-Religioten Wörter wie
„Auferstehung", „Schöpfung", „Hölle", „Himmel", „Gott", „Teufel", „Wunder"
oder „Dämonen" gänzlich andere Bedeutungen zu haben scheinen als für jeden
anderen, der diese Worte gebraucht.
Welche Bedeutungen dies genau sind, vermochte ich bislang trotz aller
Anstrengungen zwar nicht zu eruieren, doch es sollte klar sein, dass wir uns
wegen der Pseudo-Religioten eigentlich keine größeren Sorgen machen müssen.
Sie sprechen zwar zugegebenermaßen mit einem höchst seltsamen,
religiotischen Akzent, sind aber im Grunde harmlos. […]
So habe ich mich in den letzten Jahren regelmäßig auf öffentlichen
Podiumsdiskussionen mit Theologen gestritten, die, wie ich beim
abschließenden Biere feststellen konnte, in Wirklichkeit keine Spur
gläubiger waren als ich."
Humanistischer Pressedienst hpd (18 Mär 2009, Die wundersame Welt der
Religioten, Diskussion, www.hpd.de)
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"Dieser neue Rationalismus - unter weitgehender Beibehaltung des biblischen Vokabulars - raubt der Gemeinde die Heilsereignisse. Die Heilsbotschaft bleibt auf der Strecke.
"Wenn wir nicht aufpassen, haben wir zuletzt nur noch die Hülsen geistreicher Worte und kunstvoller Liturgien, aber nicht mehr den Kern der frohen, errettenden Botschaft."
Pfarrer
Paul Tegtmeyer (1886-1967, Zuallererst ein Zeuge Christi)
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"Im Übrigen gilt für uns "Kirchenpersonal" der alte Spruch:
Wer Opel verkaufen will, sollte möglichst auch Opel fahren."
Dr.
Joachim Wanke (08. April 2007, Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung, 8.4.07, Nr. 14, Seite 7)
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"Ich wäre schon dankbar, wenn ich auf Kirchenvertreter
treffen würde, die glaubwürdig verkörpern, dass sie glauben."
Giovanni di Lorenzo (15.04.08, Chefredakteur
der Wochenzeitung DIE ZEIT, Mitherausgeber des Berliner Tagesspiegels,
"Zeit"-Chefredakteur vermisst kirchliche Vorbilder, www.evlka.de, epd
Niedersachsen-Bremen)
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"Die Menschen haben sich ... von unseren Kirchen getrennt, weil sie das
Zeugnis der Zeugen nicht überzeugend fanden"
Kirchenpräsident
Helge Klassohn (April 2007, Theologe, Kirchenpräsident der
Evangelischen Landeskirche Anhalts, Landessynode Dessau - April 2007)
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"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels
und der Erde."
"Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen
durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria ..."
Apostolisches Glaubensbekenntnis (2.
Jahrhundert n.Chr., Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist eine
fortgebildete Variante des altrömischen Glaubensbekenntnisses aus dem 2.
Jahrhundert ab 150 n.Chr., welches wahrscheinlich aus einem noch älteren
Taufbekenntnis entstanden ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Apostolisches_Glaubensbekenntnis)
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"An Gott, den Schöpfer, darf man offensichtlich nur glauben, wenn man
zugleich augenzwinkernd zu verstehen gibt, dass dieser Glaube nichts mit der
Wirklichkeit zu tun hat, sondern in das Reich der Märchen gehört.
Halten diese Kritiker uns Christen eigentlich alle für Heuchler oder
Vollidioten, wenn wir im Gottesdienst das Apostolische Glaubensbekenntnis
sprechen?
Die Tonart in der angeblich so toleranten postmodernen Gesellschaft wird
rauer. Toleranz gilt offensichtlich nur für die, die das Grunddogma „Alles
ist gleich gültig, nichts ist verbindlich wahr für alle" glauben. Wer dem
nicht wenigstens stillschweigend zustimmt, ist Fundamentalist und muss als
Bedrohung für die Freiheit bekämpft werden."
Pfarrer Ulrich Parzany
(13.02.2008, Theologe, Steht auf, wenn ihr Christen seid. ideaSpektrum
7/2008, Seite 17,
http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Parzany)
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"Es ist verwunderlich, dass man sich bisher die Unvermeidbarkeit des Konflikts zwischen der herrschenden Theologie und der Gemeindefrömmigkeit kaum klargemacht hat."
Pfarrer Dr. Reinhold Lindner (1971, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Information Nr. 45 Stuttgart III/1971, Streit in der Kirche, Seite 5)
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"Hat die
Evangelische Kirche somit nur die Wahl zwischen Verlogenheit und
Selbstaufgabe?
Nein, nicht unbedingt. Die EKD könnte sich durchaus ganz offiziell von der
Doktrin einer Realexistenz Gottes verabschieden, und den Gottesbegriff statt
dessen als memetisches [Prozess der Evolution von
Kultur] Konstrukt auffassen, welches für die personifizierte
Projektionsfläche menschlicher Werte und (realistischer) Hoffnungen steht.
Täuflinge würden dann beispielsweise nicht mehr auf die patriarchale
Dreier-Combo „Vater, Sohn und Heiliger Geist“ getauft, sondern auf „Liebe,
Güte und Gerechtigkeit“.
Das apostolische Glaubensbekenntnis, welches von der Mehrheit der
Kirchgänger ohnehin nur noch heruntergeheuchelt wird, würde einfach
weggelassen. Viele Rituale, die ja sehr wohl einen psychologischen Zweck
erfüllen, könnten durchaus bleiben, erführen aber eine zeitgemäße
Interpretation.
Die Evangelische Kirche würde gewissermaßen zu einer spirituellen Variante
der Aufklärung."
Dr. Michael Seeber (06.12.2008. Die
Evangelische Kirche & die atheistische Erschaffung der Welt, Evo-Magazin,
www.darwin-jahr.de)
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"Nicht der Anschluss an fundamentalistische
Wahrheiten, sondern eine aufgeklärte religiöse Identität ist das Ziel."
Bischof Dr. Wolfgang
Huber (09. Juni 2004, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in
Deutschland, Religion und Politik in Deutschland und den USA - ein
Vergleich, Atlantikbrücke in Berlin)
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"Man sollte
sich angewöhnen, zwischen gläubig und religiös zu unterscheiden."
"Wer gläubig ist, glaubt an ... Jesu... in der Grippen und am Kreuz, an die
Auferstehung und die Unbefleckte Empfängnis Mariens. Das ist ein echter
Märchenwald.
Ein religiöser Mensch hält es mit Kant, Goethe, Schiller: Er hält fest an
Gott, der Unsterblichkeit und der Glückseligkeit."
Prof. Dr.
Erwin
Leibfried
(04.06.2007, Institut für Neuere Deutsche Literatur,
Justus-Liebig-Universität Giessen, DER SPIEGEL Nr.23/4.6.07, Seite 6)
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"Im christlichen Bekenntnis sind vor allem "die
Auferstehung von den Toten und das ewige Leben" heimisch geworden.
In der
philosophischen Tradition wurde vorrangig die Vorstellung von der
Unsterblichkeit der Seele verhandelt. Kant zählt deshalb die Unsterblichkeit
– neben Gott und der Freiheit – zu den großen Themen der Metaphysik. […]
Wer sich als Theologe an Kant hält, folgt der Verführung nicht, die
Vernunft durch Gefühl zu ersetzen und das Resultat dann Glauben zu nennen.
Wenn ein Theologe sich mit Kant beschäftigt, dann bejaht er das Ziel: die
Frage nach Gott mit der Klarheit der Vernunft zu verbinden.
Das
bedeutet freilich nicht, Wissen und Glauben in eins zu setzen. Die Grenzen
des Wissens zu bestimmen und gerade so zum Glauben Raum zu bekommen, war
Kants Weg in dieser Frage; so sah sein Bündnis zwischen Glauben und Vernunft
aus, in dem er nach meiner Überzeugung als ein, ja sogar als der Philosoph
des Protestantismus zu gelten hat.
Nicht darin, dass er die Gottesfrage
zu Ende gebracht, sondern darin, dass er sie offen gehalten hat, liegt sein
großes Verdienst."
Bischof Dr.
Wolfgang Huber (12.02.2004,
2003 - 2009 Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland
EKD, Unsterblichkeit und Würde. Kant
zu Ehren, St. Michaelis zu Hamburg auf Einladung der Patriotischen
Gesellschaft von 1765 und der ZEIT-Stiftung)
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"Das Argument des EKD-Ratsvorsitzenden
[2003 - 2009]
[Bischof Dr. Wolfgang Huber], der Philosoph
[Immanuel Kant, 1724 - 1804] habe Vernunft und Glauben
nicht auseinandergerissen, sondern einen Weg dazu gebahnt „dass der
Gottesgedanke auch vor dem Forum der philosophischen Vernunft Bestand haben
könne“ unterschlage, dass bei Kant nur noch ein schemenhafter Gottesgedanke
übrig bleibe, „der gerade noch zur Unterscheidung von blankem Atheismus
taugt“.
Mit biblischem Glaubensverständnis habe die dann noch
mögliche Liaison von Vernunft und Glaube nicht mehr allzu viel zu tun."
Die Tagespost (20.09.2007, Wider das kränkelnde
abendländische Denken, Tagung in Schloss Spindlhof über Erwiderungen
deutscher Gelehrter auf die Regensburger Vorlesung)
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"Verbindliche Glaubenssätze sind symbolisch-gleichnishaft und nicht wortwörtlich zu verstehen. Dann passen sie mit dem Wahrheitsbewusstsein zusammen." […]
"Hier muss man sich allerdings vor Beliebigkeit hüten, und damit vor einer Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheitsfrage. Man kann nicht jede beliebige religiöse Meinung damit retten, sie sei zwar nicht wortwörtlich, aber doch noch symbolisch wahr. […]
"Eine derartige Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheitsfrage löst das Christentum auf."
Pfarrer Dr. Andreas Rössler (26.7.2001, Undogmatisches Christentum: ein Ideal im Konflikt mit der Wirklichkeit, IARF-Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll)
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"Das liberale Christentum hat nicht nur Kritik an der Religion
geübt, es hat die Religion aufgelöst."
Prof. Dr. Paul Tillich (1942, Theologe und Religionsphilosoph,
Prinzipien des Protestantismus, Our Protestant Principles. In: The
Protestant Vol.4, No.7, New York 1942, S.10-11, u. P. Tillich,
Gesammelte Werke VII: Der Protestantismus als Kritik und Gestaltung.
Schriften zur Theologie I, Stuttgart 1962, S.133-140)
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Erzbischof Dr. Dr. Johannes Dyba,
1929 - 2000
"Staatstheologen"
[F.A.Z.]
"Kann die neue Universalreligion der Welt
endgültig Frieden und Wohlstand bringen … selbstverständlich nach
Beseitigung all der hinderlichen Bekenntnisse und nachdem eine moderne
Bibelkritik die Person Jesu und die Gebote Gottes auf ein den Zeitgenossen
zumutbares Maß zurückgestutzt hat.
Heute aber, da diese Forderungen
von unseren Schriftgelehrten ... tatsächlich und lauthals erhoben werden,
sollten wir da nicht endlich wach werden?" […]
"Weil ihre
Theologieprofessoren an den Fakultäten staatlicher Universitäten …
lebenslänglich auf hohem Niveau alimentiert werden, ohne jede Rücksicht
darauf, ob sie ihrem Auftrag nachkommen ...
Ja selbst wenn sie, wie
mehrfach geschehen, aus der Kirche austreten und nur noch gegen die Kirche
agieren, ist nach geltendem Recht der Staat (das heißt der Steuerzahler)
verpflichtet, nicht nur sie, sondern auch noch ihre Ersatzmänner zu
finanzieren...
Der Missbrauch dieser Rechtsstellung hat inzwischen einen
Umfang und eine Wirkung in der Öffentlichkeit erreicht, dass es berechtigt
erscheint, die Frage nach der Überprüfung des ganzen Systems zu stellen.
Dies auch im Hinblick auf unsere Verantwortung gegenüber dem theologischen
Nachwuchs.
Kaum hatte ich dieses Tabu aber einmal angerührt, da hörte
ich von hoher Warte, dass ein Eingriff in diesen Gral "den Anfang vom Ende
einer wissenschaftlichen Theologie" bedeuten würde.
Das klingt
zunächst beeindruckend.
Wenn man dieses Argument aber wirklich ernst
nehmen wollte, müsste man folgerichtig zu dem Schluss kommen, dass es in den
letzten zwei Jahrtausenden nirgendwo - mit Ausnahme Deutschlands im
vergangenen Jahrhundert - wissenschaftliche Theologie gegeben hat oder geben
konnte:
Nie und nirgendwo gab es ja je die Voraussetzungen unserer
heimischen Konkordate [lateinisch concordatum:
Vereinbarung, Vertrag]."
Erzbischof Dr. Dr.
Johannes Dyba (5.4.1995, Theologe, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr.
81, S. 14)
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"Was sind denn diese Kirchen noch,
wenn sie nicht die Gräber und die Grabmäler Gottes sind?"
"Wohin
bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend?
Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben
und ein Unten?
Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts?
Haucht uns nicht der leere Raum an?
Ist es nicht kälter geworden?
Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht?"
Friedrich Nietzsche (1844 - 1900, Deutscher Philosoph, Die fröhliche
Wissenschaft, München 1959, S. 166 f)"
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"Wir haben die Wege des Bruders nicht in der
Hand, wir können nicht zusammenhalten, was zerbrechen will, wir können nicht
am Leben erhalten, was sterben will.
Aber Gott verbindet im
Zerbrechen, schafft Gemeinschaft in der Trennung, gibt Gnade durch Gericht.
Sein Wort aber hat er in unseren Mund gelegt. Durch uns will er es gesagt
haben."
Pfarrer Dr. Dietrich Bonhoeffer
(September 1938, Gemeinsames Leben, 28.
Aufl., Juli
2006, Seite 91, ISBN: 978-3579071312)
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"Unsere Kirche, die in diesen Jahren nur um ihre Selbsterhaltung gekämpft
hat, als wäre sie ein Selbstzweck, ist unfähig, Träger des versöhnenden und
erlösenden Wortes für die Menschen und für die Welt zu sein. …
Es ist nicht unsere Sache, den Tag vorauszusagen - aber der Tag wird kommen
- , an dem wieder Menschen berufen werden, das Wort Gottes so auszusprechen,
dass sich die Welt darunter verändert und erneuert. …
Bis dahin wird die Sache der Christen eine stille und verborgene sein; aber
es wird Menschen geben, die beten und das Gerechte tun und auf Gottes Zeit
warten. Möchtest du zu ihnen gehören?"
Pfarrer Dr. theol. Dietrich
Bonhoeffer (Mai 1944, Evangelisch-lutherischer Theologe, Vertreter
der Bekennenden Kirche und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus,
Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Gütersloher
Verlagshaus; Auflage: 17., 2002, ISBN 9783579004570)
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Das apostolische Glaubensbekenntnis
2. Jahrhundert (ab 150 n.Chr.)
[Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist eine fortgebildete Variante des altrömischen Glaubens-bekenntnisses aus dem 2. Jahrhundert (ab 150 n.Chr.), welches wahrscheinlich aus einem noch älteren Taufbekenntnis entstanden ist.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Apostolisches_Glaubensbekenntnis]
"Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen."
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Prof. Dr. Karl Barth, Schweizer
evangelisch-reformierter Theologe, Barmer Theol. Erklärung
Barmer Theologische Erklärung
Die theologische Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen, Mai 1934
Alle Kirchen sehen in der Barmer Theologischen Erklärung ein wichtiges theologisches Dokument aus der Zeit des Kirchenkampfes. Ganz überwiegend betrachten sie die Barmer Theologische Erklärung als wegweisendes Lehr- und Glaubenszeugnis der Kirche im 20. Jahrhundert. Nicht wenige messen ihr darüber hinaus verpflichtende Bedeutung bei, einige rechnen sie zu ihren Bekenntnisgrundlagen (Evangelisch-reformierte Kirche, Evangelische Kirche der Union).
(http://www.ekd.de/bekenntnisse/142.html)
1. These
"Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh. 14, 6)
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und Räuber. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden. (Joh 10,1.9)
Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen."
2. These
"Durch Gott seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung. (1. Kor 1,30)
Wie Jesus Christus Gottes Zuspruch der Vergebung aller unserer Sünden ist, so und mit gleichem Ernst ist er auch Gottes kräftiger Anspruch auf unser ganzes Leben; durch ihn widerfährt uns frohe Befreiung aus den gottlosen Bindungen dieser Welt zu freiem, dankbarem Dienst an seinen Geschöpfen.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als gebe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir nicht Jesus Christus, sondern anderen Herren zu eigen wären, Bereiche, in denen wir nicht der Rechtfertigung und Heiligung durch ihn bedürften."
3. These
"Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist. (Eph 4, l5. 16)
Die christliche Kirche ist die Gemeinde von Brüdern, in der Jesus Christus in Wort und Sakrament durch den Heiligen Geist als der Herr gegenwärtig handelt. Sie hat mit ihrem Glauben wie mit ihrem Gehorsam, mit ihrer Botschaft wie mit ihrer Ordnung mitten in der Welt der Sünde als die Kirche der begnadigten Sünder zu bezeugen, dass sie allein sein Eigentum ist, allein von seinem Trost und von seiner Weisung in Erwartung seiner Erscheinung lebt und leben möchte.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen."
4. These
"Jesus Christus spricht: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener. (Mt 20, 25.26)
Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und dürfe sich die Kirche abseits von diesem Dienst besondere, mit Herrschaftsbefugnissen ausgestattete Führer geben und geben lassen."
5. These
"Fürchtet Gott, ehrt den König. (1. Petr 2,17)
Die Schrift sagt uns, dass der Staat nach göttlicher Anordnung die Aufgabe hat in der noch nicht erlösten Welt, in der auch die Kirche steht, nach dem Maß menschlicher Einsicht und menschlichen Vermögens unter Androhung und Ausübung von Gewalt für Recht und Frieden zu sorgen. Die Kirche erkennt in Dank und Ehrfurcht gegen Gott die Wohltat dieser seiner Anordnung an. Sie erinnert an Gottes Reich, an Gottes Gebot und Gerechtigkeit und damit an die Verantwortung der Regierenden und Regierten. Sie vertraut und gehorcht der Kraft des Wortes, durch das Gott alle Dinge trägt.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als solle und könne der Staat über seinen besonderen Auftrag hinaus die einzige und totale Ordnung menschlichen Lebens werden und also auch die Bestimmung der Kirche erfüllen. Wir verwerfen die falsche Lehre, als solle und könne sich die Kirche über ihren besonderen Auftrag hinaus staatliche Art, staatliche Aufgaben und staatliche Würde aneignen und damit selbst zu einem Organ des Staates werden."
6. These
"Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Mt 28,20)
Gottes Wort ist nicht gebunden. (2. Tim 2,9)
Der Auftrag der Kirche, in welchem ihre Freiheit gründet, besteht darin, an Christi Statt und also im Dienst seines eigenen Wortes und Werkes durch Predigt und Sakrament die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne die Kirche in menschlicher Selbstherrlichkeit das Wort und Werk des Herrn in den Dienst irgendwelcher eigenmächtig gewählter Wünsche, Zwecke und Pläne stellen."
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Dr. Martin Luther,
1483 - 1546, Reformator
Formula Concordiae
Jahr 1577
"Die Konkordienformel (lat. formula concordiae, Eintrachtsformel, auch das Bergische Buch) ist die letzte symbolische Schrift der lutherischen Kirche."
(http://de.wikipedia.org/wiki/Konkordienformel)
" - Erster Teil - "
"Summarischer Begriff der streitigen Artikel zwischen den Theologen Augsburgscher Konfession in nachfolgender Wiederholung nach Anleitung Gottes Worts christlich erklärt und verglichen.
Von dem summarischen Begriff, Regel und Richtschnur, nach welcher alle Lehre geurteilt, und die eingefallene Irrungen christlich entscheiden und erkläret werden sollen.
1. Wir glauben, lehren und bekennen, dass die einige Regel und Richtschnur, nach welcher zugleich alle Lehren und Lehrer gerichtet und geurteilt werden sollen, sind allein die prophetischen und apostolischen Schriften altes und neues Testament, wie geschrieben stehet: Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege Ps. 119. Und St. Paulus: Wenn ein Engel vom Himmel käme, und predigte anders, der soll verflucht sein. Gal. 1.
Andere Schriften aber der alter oder neuen Lehrer, wie sie Namen haben, sollen der heiligen Schrift nicht gleich gehalten, sondern alle zumal mit einander derselben unterworfen, und anders oder weiter nicht angenommen werden, denn als Zeugen, welcher Gestalt nach der Apostel Zeit und an welchen Orten solche Lehre der Propheten und Apostel erhalten werde.
2. Und nachdem gleich nach der Apostel Zeit, auch noch bei ihrem Leben, falsche Lehrer und Ketzer eingreifen, und wider dieselbige in der ersten Kirchen Symbola, das ist kurze, runde Bekenntnisse, gestellt, welche für den einhelligen, allgemeinen christlichen Glauben und Bekenntnis der rechtgläubigen und wahrhaftigen Kirchen gehalten, als nämlich das Symbolum Apostolicum, Symbolum Nicaenum und Symbolum Athanasii [Link kirchliche Bekenntnisschriften:
http://www.glaubensstimme.de/bekenntnisse]:; bekennen wir uns zu denselben, und verwerfen hiermit alle Ketzereien und Lehre, so denselben zuwider in die Kirche Gottes eingeführt worden sind.
3. So viel aber die Trennung in Glaubenssachen belanget, zu unsern Zeiten eingefallen, halten wir vor den einhelligen Konsens und Erklärung unsers christlichen Glaubens und Bekenntnis, besonders wider das Papsttums und dessen falschen Gottesdienst, Abgötterei, Aberglauben, und andere Sekten, als dieser Zeit unserm Symbolo, die erste, umgeänderte Augsburgische Konfession, Kaiser Karolo V. zu Augsburg Anno 30 in der großen Reichsversammlung übergeben, samt derselben Apologie und Artikeln zu Schmalkalden Anno 37 gestellt und von den vornehmsten Theologen damals unterschrieben worden.
Und weil solche Sachen auch den gemeinen Laien und derselben Seelen Seligkeit betreffen, bekennen wir uns auch zu dem kleinen und großen Katechismus Dr. Luthers, wie solche beide Katechismi in den tomis Lutheri verfasset, als zu der Laienbibel, darin alles begriffen, was in heiliger Schrift weitläufig gehandelt, und einem Christenmenschen zu seiner Seligkeit zu wissen vonnöten ist.
Nach dieser Anleitung, wie oben vermeldet, sollen alle Lehren angestellt, und was derselben zuwider, als unsers Glaubens einhelliger Erklärung entgegen, verworfen und verdammet werden.
Solcher Gestalt wird der Unterschied zwischen der heiligen Schrift altes und neues Testaments und allen anderen Schriften erhalten, und bleibt allein die heilige Schrift der einige Richter, Regel und Richtschnur, nach welcher als dem einigen Probierstein sollen und müssen alle Lehren erkannt und geurteilt werden, ob sie gut oder bös, recht oder unrecht sein.
Die andere Symbola aber und angezogene Schriften sind nicht Richter wie die heilige Schrift, sondern allein Zeugnis und Erklärung des Glaubens, wie jederzeit die heilige Schrift in streitigen Artikeln in der Kirchen Gottes von den damals Lebenden verstanden und ausgelegt, und derselben widerwärtige Lehre verworfen und verdammet werden."
(Gesamter Text der Concordienformel unter:
http://www.glaubensstimme.de/bekenntnisse/concordienformel/104.html)
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Dann war da noch.. Schlusslichter
"Was ist eine gute
Predigt? Wenn ein Hörer nach zehn Minuten auf seine Uhr sieht und
feststellt, dass bereits eine halbe Stunde vergangen ist. Was ist eine
schlechte Predigt? Wenn ein Hörer nach einer halben Stunde auf seine Uhr
sieht und feststellt, dass erst zehn Minuten vergangen sind.
Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, bereits nach neun Minuten die
Predigt zu beenden. Gefährlich wird es, wenn ein Hörer seine Uhr ans Ohr
hält, ob sie noch tickt."
Pfarrer Werner Tiki Küstenmacher (*
1953 in München, evangelischer Pfarrer und freiberuflicher Autor und
Karikaturist, http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Tiki_K%C3%BCstenmacher)
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Wir lieben unsere Kirche, und wir leiden mit unserer Kirche und würden uns deshalb freuen, auch (mehr)
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zu erhalten. Danke!
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