Diskussion: Kreationismus u. Intelligent Design (ID)


Beiträge zum Thema christlicher Fundamentalismus

 

 

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Hinweis in eigener Sache: Die vielstimmigen Diskussionsbeiträge und Zitate dieser Website geben nicht notwendig unsere eigene Meinung wieder.

Die nachstehende "Textlandschaft" aus Textfragmenten und Zitaten stellt den Versuch dar, zumindest exemplarisch Teilbereiche der aktuellen Fundamentalismusdebatte abzubilden. Wobei der Einstieg gelegentlich "bibelkritisch" aufgebaut ist und im Wechsel mit "bibeltreuen" Textfragmenten (manchmal erst im unteren Abschnitt) eine Art "Debatte" abbildet.
Fundamentalismusdebatte.de ist keine "bibeltreue" Webseite, sondern stellt "bibelkritische" und "bibeltreue" Inhalte unkommentiert nebeneinander. Ein bibeltreues Projekt findest Du in der Bibel. ツ

Ein weites Feld für Missverständnisse in der Fundi-Debatte kann übrigens darin bestehen, dass unter dem Wort "Gott" ganz Unterschiedliches verstanden wird. Das reicht von "Gott als (gemeinsame) Idee" (eine Idee kann sich auf Menschen bzw. eine Gemeinschaft auswirken, aber z.B. keine Naturgesetze durchbrechen oder selbst etwas sagen bzw. tun) bis zu "Gott als Person" (wenn Gott Gott ist, dann ist Ihm nichts unmöglich) und allem dazwischen.
Dieser Unterschied, von welchem Ausgangspunkt in der Fundi-Debatte argumentiert wird und was der Autor jeweils unter dem Wort "Gott" versteht, kann in der Kürze der Beiträge nicht dargestellt werden.

Über uns: Wir selbst glauben an einen persönlichen Gott, der sich in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist geoffenbart hat und das noch immer tut. Wir respektieren Menschen, die das anders sehen oder etwas anderes glauben.

 

 


"Der Kreationismus
[lat. creare „erschaffen“, Schöpfungsglauben] - das ist ein definierendes Merkmal des Fundamentalismus."

Prof. Dr. Erich Geldbach (7. Oktober 2007, Theologe, Hardliner Gottes - die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober 2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)

Diskussion


"Chicago - Neun von zehn US-Amerikanern haben einer neuen Studie zufolge Zweifel an der wissenschaftlichen Evolutionstheorie. Nur rund 9,5 Prozent seien davon überzeugt, dass Gott oder eine andere höhere Macht absolut keinen Einfluss auf die Entstehung des Universums und des menschlichen Lebens hatten, sagte Elaine Howard Ecklund von der Rice Universität. Sie berichtete über die Umfrage beim Jahrestreffen des AAAS-Wissenschaftsverbands (American Association for the Advancement of Science) in Chicago.

Die anderen rund 90 Prozent der insgesamt mehr als 10.000 Befragten gaben an, dass ihrer Meinung nach Gott oder eine andere höhere Macht ganz oder zumindest teilweise für die Entstehung des Alls, der Erde und des Menschen verantwortlich seien. Bei den Evangelikalen unter den Befragten sind laut der Umfrage sogar rund 97 Prozent dieser Ansicht.

Mehr als die Hälfte von ihnen glaubt den Angaben zufolge an den Kreationismus. Diese Theorie entstammt dem protestantischen Fundamentalismus und bestreitet die von Charles Darwin entwickelte Evolutionstheorie, nach der sich das Leben auf der Erde ohne höheres Eingreifen in Jahrmilliarden zu seiner heutigen Form entwickelt hat. Kreationisten berufen sich auf die Schöpfungsgeschichte der Bibel. Sie vertreten den Standpunkt, dass Gott das Leben in sechs Tagen erschaffen hat. Mehr als 40 Prozent der Evangelikalen sprechen sich in der Umfrage dafür aus, in den Schulen Kreationismus statt Evolutionstheorie zu lehren.

Von den knapp 600 Wissenschaftlern unter den Befragten glaubt den Angaben zufolge immerhin etwa jeder Fünfte, dass Gott mit der Entstehung des Universums nichts zu tun hatte.
Etwa jeder dritte US-Amerikaner sieht einen Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft, wie die Umfrage ergab. "Besonders beim Thema Evolution gibt es echte Spannungen", sagte Elaine Howard Ecklund, die die Studie im Auftrag des Wissenschaftsverbands AAAS durchgeführt hatte. Ein Lichtblick sei, dass rund die Hälfte der Evangelikalen der Umfrage zufolge der Meinung sei, dass Religion und Wissenschaft zusammenarbeiten können.

Das deutliche Ergebnis der Befragung dürfte auch mit der strengen Fragestellung zusammenhängen. Dass die Mehrheit der US-Amerikaner generell an die Schöpfung glauben, hatte zuletzt auch eine Studie des renommierten Forschungsinstituts Pew Research Center gezeigt. Allerdings äußerte nur jeder dritte Befragte die feste Überzeugung, dass der Mensch vom ersten Tag so war, wie er heute ist.

Immerhin 60 Prozent aller Amerikaner glauben demnach an eine graduelle Entwicklung hin zum heutigen Menschen. Aber den Einfluss eines Schöpfers gänzlich ausschließen, das wollen offenbar nur die wenigsten, wie die nun vorgestellte Studie nahelegt. Sie darf als weiteres Alarmzeichen verstanden werden. Denn der bibeltreue Kreationismus verbreitet sich in den USA zunehmend. Und gerade Anhänger der Republikaner definieren sich selbst zunehmend durch eine Negierung wissenschaftlicher Erkenntnisse."

DER SPIEGEL (17. Februar 2014, Evolution: 90 Prozent der Amerikaner glauben an Schöpfer, che/dpa, www.spiegel.de)

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Spektrum der Wissenschaft, Dossier 3/2005, www.spektrum.de

 


"Im Grunde bewegen nur zwei Fragen die Menschheit: Wie hat alles angefangen und wie wird alles enden?"

Prof. Dr. Stephen Hawking (* 8. Januar 1942, englischer Astrophysiker, http://de.wikipedia.org/wiki/ Stephen_Hawking)

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"Was meinen wir heute, wenn wir Gott sagen? Ist er unsere Idee, oder sind wir die seine?"

Prof. Dr. Robert Spaemann (September 2007, Philosoph, Das unsterbliche Gerücht. Die Frage nach Gott und die Täuschungen der Moderne.)

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"Du sollst nicht wissen können, wer Du bist und was aus dir wird."

Rudolf Augstein  (September 2001, Gründer des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, Jesus Menschensohn, Seite 447, 3. Aufl. 2003)

Diskussion


"Der Kreationismus
[lat. creare „erschaffen“, Schöpfungsglauben] - das ist ein definierendes Merkmal des Fundamentalismus."

Prof. Dr. Erich Geldbach (7. Oktober 2007, Theologe, Hardliner Gottes - die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt - Degenhard über christliche Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober 2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)

Diskussion


"Aus theologischen Gründen ist der Kreationismus abzulehnen. [...]

Die Anhänger des „intelligent design“ suchen nach Anzeichen für schöpferische Aktionen Gottes in den kreatürlichen Prozessen, deren Komplexitäten und Informationskonzepte nicht auf natürliche Weise erklärt werden könnten.

Trotz des beträchtlichen wissenschaftlichen Aufwands müssen die Konzepte des „intelligent design“ als pseudowissenschaftlich eingeschätzt werden; vor den Prüfkriterien strenger Wissenschaft können solche Hypothesenbildungen nicht bestehen."

Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (01. April 2008,  EKD-Orientierungshilfe. Rat der EKD: Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule, EKD-Text 94, http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf)

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"Der Kreationismus in Deutschland verdankt sich dem Einfluss des protestantischen Fundamentalismus der USA auf die evangelikale Bewegung. Dieser Einfluss nahm in den letzten Jahrzehnten stetig zu." ...

"In einem Teil der evangelikalen Bewegung und in den meisten Freikirchen gehört der Kreationismus inzwischen zur Weltdeutung."

Dr. Hansjörg Hemminger (Mai 2007, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, EZW Materialdienst Heft 5/07, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen EZW, http://www.ekd.de/ezw)

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"Fundamentalismus und christliches Pfingstlertum werden zu neuen erfolgreichen Methoden und Strategien, wie man in den USA der im 19. Jahrhundert kirchlich immer einflussreicher gewordenen „deutschen“ Bibelkritik wie auch dem sich in der Mentalität und vor allem in den Schulbüchern sich durchsetzenden Darwinismus mit seiner Evolutionslehre sehr gut ausweichen kann."

Dr. Richard Ziegert (2006, Theologe, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche der Pfalz, "Das protestantische Schisma" [Schisma: griechisch - abspalten, vgl. Kirchenspaltung], Pfälzisches Pfarrerblatt 2006)

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"
20 Jahre lang behielt Charles Darwin seine revolutionären Ideen zur Evolution für sich. "Es ist, als ob man einen Mord begeht", schrieb er einem Freund.
Seine Angst war berechtigt, denn aus seiner Sicht war es kein geringerer als Gott selbst, der seiner Theorie der Evolution zum Opfer fallen würde. Und so wartete Darwin, studierter Theologe und Mann einer tief religiösen Frau, mit der Veröffentlichung seines fundamentalen Werkes "On The Origin Of Species". […]

"Kein ernst zu nehmender Wissenschaftler zweifelt an der Evolution", sagte Ralf Sommer, Evolutionsbiologe an der Universität Tübingen. "Nur über die Mechanismen der Evolution wird diskutiert - es ist eine lebendige Disziplin."

Es ist immer wieder die gleiche Guerillataktik: Evolutionsgegner suchen Lücken und noch ungeklärte wissenschaftliche Fragen, um die gesamte Theorie Darwins zu diskreditieren. […]
In Deutschland sagt etwa jeder Fünfte, dass er nicht an die Evolution glaubt. In den USA ist es jeder Dritte. Lange Zeit galt Kreationismus als ein rein US-amerikanisches Phänomen. Dabei gibt es kreationistische Strömungen auch in Europa, nur ist die Front gegen die Evolution hier nicht so homogen wie in den USA.

Auf der einen Seite stehen die Kreationisten, selbst eine zersplitterte Gruppe, die sich in Hardliner, die Junge-Erde-Kreationisten, und in die abgeschwächtere Variante, die Intelligent-Design-Anhänger, aufteilt. Und auf der anderen Seite stehen die Kirchen, die sich nicht klar zu dieser Frage positionieren."

DER SPIEGEL (23.02.2009, EVOLUTION, Darwins Gegner holen zum Gegenschlag aus, www.spiegel.de)

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"Viele Autoren der zwischen 1910 und 1915 aufgelegten Schriftenreihe The Fundamentals, in der die »fundamentalen Einstellungen« der protestantischen Theologie ausgeführt werden sollten und die dazu beitrug, dass das Wort »Fundamentalismus« Eingang in die Sprache fand, standen der Evolution wohlwollend gegenüber.

Der Theologe B. B. Warfield aus Princeton, ein leidenschaftlicher Verfechter der Irrtumslosigkeit der Bibel, meinte, die Evolution könne eine vertretbare »Theorie der Methode der göttlichen Vorsehung bei der Schöpfung der Menschheit« liefern."

Richard James Berry (Hrsg.) (2. September 2013, Biologe am University College London, Richard James Berry (Hrsg.): Gott oder Zufall? Was wir wissen, was wir glauben, Pattloch Verlag, München 2013, S. 183)

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Prof. Dr. Martin Nowak, Harvard University

 


"Charles Darwin hat Theologie studiert und sollte auf Wunsch seines Vaters Geistlicher werden. Doch nach seiner epochalen Forschungsreise wuchsen Darwins Zweifel an der christlichen Lehre, er bezeichnete sich später als Agnostiker. Viele prominente Evolutionsbiologen unserer Zeit distanzieren sich viel deutlicher vom Glauben als Darwin. Nicht so Martin Nowak, einer der weltweit führenden Forscher auf diesem Gebiet. Wir treffen den Harvard-Professor in seinem Geburtsort Klosterneuburg bei Wien, wo er zu Besuch ist.

ZEIT Wissen: Herr Nowak, was macht Ihnen Angst?

Martin Nowak: Was mir Angst macht, ist, dass wir Menschen die Möglichkeit haben, Böses zu tun.

ZEIT Wissen: Lässt das Böse in der Welt Sie an Gott zweifeln?

Nowak: Augustinus zufolge ist die Natur Gottes, dass er das Gute auch aus dem Bösen erschaffen kann. Das Böse hat nicht die gleiche Existenz wie das Gute.

ZEIT Wissen: Sie sind Professor für Biologie und Mathematik an der Universität Harvard und leiten ein Programm für Evolutionsbiologie. Zugleich sind Sie gläubiger Katholik. Passt das zusammen?

Nowak: Sehr gut. Es gibt keinen Widerspruch zwischen Naturwissenschaft und christlicher Weltanschauung.

ZEIT Wissen: Das sehen oder sahen viele Ihrer sehr bekannten Kollegen in der Biologie anders, von denen einige große Namen behaupten, Wissenschaft und Glauben seien komplett inkompatibel.

Nowak: Aber die Argumente, die dabei vorgebracht werden, sind nicht wissenschaftlich, sondern subjektive Weltanschauungen. Sie liefern keinen Beweis, ob es Gott gibt oder nicht. Die Existenz Gottes kann man nicht wissenschaftlich prüfen. Jetzt zu sagen, ich interpretiere die wissenschaftlichen Beobachtungen, als ob sie zeigen würden, dass es Gott nicht gibt, das ist nicht wissenschaftlich. Das ist selbst eine Art von Religion. Eine Religion des Atheismus. Diese Haltung ist unter Biologen aus irgendeinem Grund häufiger verbreitet als unter Mathematikern und Physikern.

ZEIT Wissen: Waren Sie schon immer gläubig, oder ist das erst später gekommen?

Nowak: Bei mir hat es nie einen Bekehrungsmoment gegeben. Gott war für mich schon als kleines Kind anwesend. Vermutlich erwähnte meine Großmutter Gott. Gott war immer schon in mir [...]

ZEIT Wissen: Haben Sie ein Problem mit Attacken von aggressiven Atheisten, die die Wissenschaft für sich reklamieren?

Nowak: Ich muss und will diese Weltanschauung genauso respektieren, wie ich gläubige Christen, Muslime und Buddhisten respektiere. Die Wissenschaft gibt wichtige Resultate und Einsichten. Sie führt zu einem Verständnis dieser Welt und bringt uns technologischen und medizinischen Fortschritt.

ZEIT Wissen: Wo ist dann Gott?

Nowak: Gott ist immer anwesend, er ist die innerste Existenz in allem und mir näher als ich mir selbst. Es ist nicht so, dass Gott nur ganz am Anfang alles irgendwie gemacht hat. Er ist notwendig, um jeden Moment in Existenz zu halten. Auch diesen Moment gäbe es jetzt nicht ohne die erhaltende Kraft Gottes.

ZEIT Wissen: Von Ihnen als Evolutionsforscher klingt das besonders erstaunlich. Können Sie uns erklären, wie Sie speziell die Evolutionsbiologie mit dem Glauben an Gott in Verbindung bringen?

Nowak: Die Evolution beschreibt die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf diesem Planeten und vermutlich überall im Universum. Ohne Gott gäbe es kein Universum, keine Biologie, keine Evolution. [...]

ZEIT Wissen: Was, denken Sie, passiert mit uns nach dem Tod?

Nowak: Die Seele geht zurück zu Gott. Gott ist also Anfang, Mittelpunkt und Ende in jedem Leben. Man kann sich nicht vorstellen, wie das sein wird und ob der Einzelne weiter besteht, ob man vereint wird mit Gott. Vielleicht sehen wir jetzt alles bruchstückhaft, dann von Angesicht zu Angesicht. Aber ich weiß nicht, wie man darüber nachdenken kann."

Prof. Dr. Martin Nowak (4. Februar 2016, österreichisch-US-amerikanischer Mathematiker und Biologe: Professor an der Harvard University, Glauben. Wo ist Gott? Interview: Andreas Lebert und Christian Schwägerl, ZEIT Wissen Nr. 1/2016, www.zeit.de/zeit-wissen/)

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Dr. Johann Hinrich Claussen und Prof. Dr. Ben Moore (DER SPIEGEL 53/2015)

Dr. Johann Hinrich Claussen und Prof. Dr. Ben Moore (DER SPIEGEL 53/2015)

 


[…] SPIEGEL: "In der Bibel wird ziemlich viel getötet, vor allem im Alten Testament. Wie wörtlich sind diese Geschichten zu nehmen, welche Rolle kommt ihnen heute noch zu?

Claussen [Dr. Johann Hinrich Claussen ist Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland – EKD]: Nun, wir sind Menschen des 21. Jahrhunderts. Liest man die ersten Kapitel der Genesis wirklich noch als eine Erklärung, wie die Welt entstand? Ich glaube nicht.

Moore [Prof. Dr. Ben Moore ist Astrophysiker an der Uni Zürich]: Das verstehe ich nicht. Die Bibel ist das Buch, nach dem Sie sich richten müssen, entweder folgen Sie ihm oder nicht, aber es in jeder Epoche anders verstehen zu wollen – das geht doch nicht.

Claussen: Natürlich. Das ist Kultur, das ist Geschichte, das tun Menschen immer, wenn sie sich neu auf Traditionen beziehen.

Moore: Aber was bedeutet das Buch Genesis nun?

Claussen: Ich lese es literarisch und existenziell, als einen mythischen Text, der eine symbolische Wahrheit in sich trägt. […]

SPIEGEL: Also glauben Sie nicht an die Geschichte von Adam und Eva?

Claussen: Ich glaube nicht, dass es sich um tatsächliche Ereignisse handelt. Es gibt einen Unterschied zwischen Glauben und Wissen. Um das Wissen müssen Sie sich kümmern, Herr Moore.

Moore: Aber warum halten Sie sich damit auf, etwas zu glauben? Warum setzen Sie nicht Ihre ganze Energie daran, Dinge zu wissen?

Claussen: Weil ich nicht denke, dass es eine Konkurrenz gibt zwischen Glauben und Wissen.

Moore: Aber es gibt derzeit den gefährlichen Trend, dass viele Menschen die Bibel oder den Koran wörtlich nehmen.

Claussen: Natürlich haben wir in Amerika einen christlichen Fundamentalismus, der bedrohlich ist. Und trotzdem habe ich Respekt vor Menschen, die eine starke Form der Frömmigkeit zeigen. Die Psalmen, Hymnen und Gebete sind Texte, in denen Menschen nach dem Sinn des Lebens suchen.

SPIEGEL: Sie haben eben von der Würde des Menschen gesprochen. Schreibt die Geschichte von Adam und Eva der Frau nicht eine Würde zweiter Klasse zu?

Claussen: Moment, Moment. Die Bibel erzählt nicht die eine geschlossene Geschichte, sie bietet verschiedene Mythen an. Am Anfang sind die sieben Tage, in denen die Welt entsteht. Darin erschafft Gott Mann und Frau, er erschafft sie gleich. […]

SPIEGEL: Und Sie, Herr Claussen, glauben Sie an diesen kosmischen Designer, der das alles geschaffen haben soll?

Claussen: Ich weiß es nicht." […]

DER SPIEGEL (24. Dezember 2015, Dr. Johann Hinrich Claussen ist Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Wir wollen unsterblich sein. SPIEGEL-Streitgespräch Der Hamburger Pastor Johann Hinrich Claussen und der britische Astrophysiker Ben Moore über den Sinn des Glaubens und die Abgründe der Religionen, DER SPIEGEL, Ausgabe 53/2015, S. 15f.)

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Am Anfang

2010, Zentralverband des Deutschen Handwerks, www.Handwerk.de

 

Handwerker 

2010, www.selk-deutschland.de 

 


"Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau."

Jesus Christus (Matthäus 19, 4)

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"Ein Gedanke von Kardinal John Henry Newman ... der einmal gesagt hat, dass Gott ... die ganze Welt mit einem Wort aus dem Nichts erschaffen konnte"

Dr. Joseph Ratzinger (16. April 2007
,
2005-2013 Papst Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder, ISBN 978-3451298615, S.194)

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"Die Oma und der Bauer verstehen diese Worte weiterhin so, wie man sie achtzehnhundert Jahre lang in der Kirche verstanden hat, nämlich im Wortsinn, während der Pfarrer, die Theologen, Philosophen und Gebildeten bei diesen Worten einander unsichtbar zuzwinkern und signalisieren: Wir Eingeweihten wissen schon, wie wir das alles richtig zu verstehen haben, nicht wahr?" [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler, Seite 170)

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"Die katholische Kirche habe Charles Darwin nie verurteilt [...] Schon Kardinal John Henry Newman (1801-1890) [siehe Papst-Zitat oben] habe dessen Evolutionstheorie von Anfang an klar unterstützt."

DIE WELT (9. März 2009, Wie funktioniert das mit der Gottesschöpfung? www.welt.de)

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"Benedikt XVI.
[Dr. Joseph Ratzinger] glaubt an die Evolution."

DIE WELT (26. Juli 2007,
Benedikt XVI. glaubt an die Evolution, www.welt.de)

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"Die doppelte Wahrheit –
eine für Studierte,
eine für Gemeinde und Öffentlichkeit."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (30. August 2006, Theologe an der Georg-August-Universität Göttingen, DIE NORDELBISCHE, Ausgabe 35/2006)

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Die konkrete Situation ist für den Verkündiger einfach die, dass, wenn er auf die Kanzel steigt, ein gedrucktes Buch vor ihm liegt, auf Grund dessen er verkündigen soll; wie »vom Himmel gefallen«, gewiss; denn seine historisch-kritische zu ergründende Entstehung geht ihn offenbar in diesem Moment nichts an."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1927, Theolog
e u. Verfechter d. Entmythologisierung d. neutestamentlichen Verkündigung, laut
http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml: bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts, Zur Frage der Christologie. In: Glauben und Verstehen (GuV). Gesammelte Aufsätze, Band 1, Seite 100, 9. Aufl. Tübingen 1993)

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"Die zweite Weltbischofssynode im Pontifikat von Papst Benedikt XVI. geht an diesem Wochenende zu Ende. Das Treffen befasste sich mit einem Thema, das dem Papst schon seit seiner Zeit als Theologieprofessor besonders am Herzen liegt: Die Bibel und ihre Rolle für die katholische Kirche. […]

Benedikt XVI. brach eine Lanze für die historisch-kritische Exegese."

Kipa Katholische Internationale Presseagentur (24.10.2008, Die katholische Kirche sucht ihr Verhältnis zum Wort Gottes, www.kipa-apic.ch)

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"Päpstliche Evolutionskonferenz" [DER SPIEGEL]

"Evolution ja, Kreationismus nein: Auf der vom Vatikan veranstalteten Konferenz zur Evolution erteilten Theologen fundamentalistischen Evolutionsgegnern eine klare Absage. [...]

Papst Johannes Paul II. sagte, die Evolutionstheorie sei mehr als eine Hypothese. Die katholische Kirche erkennt die Evolution als Fakt an, die Evolutionslehre wird nicht in Frage gestellt. Den Kreationismus hingegen lehnt sie unisono ab - nicht nur auf der Tagung. Und Intelligent Design ist ja nur eine neuere Variante des Kreationismus."

DER SPIEGEL (09.03.2009,  Biologische Evolution: Fakten und Theorien. Eine kritische Bewertung, 150 Jahre nach 'The Origin Of Species'". Vatikanische Konferenz, Rom. Es gab nie einen Krieg mit Darwin, www.spiegel.de, www.evolution-rome2009.net)

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Vortrag v. Prof. Dr. Werner Gitt, Audimax Leibniz-Universität Hannover, 23.10.2008, www.idea.de


 

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde."

Apostolisches Glaubensbekenntnis (2. Jahrhundert n.Chr., Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist eine fortgebildete Variante des altrömischen Glaubensbekenntnisses aus dem 2. Jahrhundert ab 150 n.Chr., welches wahrscheinlich aus einem noch älteren Taufbekenntnis entstanden ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Apostolisches_Glaubensbekenntnis)

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"An Gott, den Schöpfer, darf man offensichtlich nur glauben, wenn man zugleich augenzwinkernd zu verstehen gibt, dass dieser Glaube nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat [...]

Halten diese Kritiker uns Christen eigentlich alle für Heuchler oder Vollidioten, wenn wir im Gottesdienst das Apostolische Glaubensbekenntnis sprechen?" [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Pfarrer Ulrich Parzany (13.02.2008, Theologe, Steht auf, wenn ihr Christen seid. ideaSpektrum 7/2008, Seite 17, http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Parzany)

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"Mein Einwand gegenüber der historischen Kritik an der Bibel: Sie schließt Wunder und das Eingreifen Gottes von vornherein aus."
 
Pfarrer Ulrich Parzany (25. März 2009, Theologe, Das Streitgespräch, ideaSpektrum 13/2009, S. 18)

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"Auf der einen Seite betont Huber [Bischof Dr. Wolfgang Huber, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland] die völlige Übereinstimmung mit grundlegenden Postulaten eines naturwissenschaftlichen Weltbildes ohne jegliche göttliche Intervention;

Gott beeinflusste laut Huber weder den Urknall, noch die chemische oder biologische Evolution.

Gleichzeitig aber behauptet er ad nauseam [lat.: bis zur Übelkeit] die vorgebliche Redlichkeit seines Schöpfungsglaubens, was unter semantischem
[Bedeutung sprachlicher Zeichen] Gesichtspunkt teilweise regelrecht groteske Züge annimmt" [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Dr. Michael Seeber (06.12.2008. Die Evangelische Kirche & die atheistische Erschaffung der Welt, Evo-Magazin, www.darwin-jahr.de)

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"Ich für meinen Teil habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass „Pseudo-Religiotisch" eine Art „Dialekt" ist, den ich als Rationalist ebenso wenig verstehen kann wie ein Oberbayer das Ostfriesische.

Kapiert habe ich aber zumindest, dass für Pseudo-Religioten Wörter wie „Auferstehung", „Schöpfung", „Hölle", „Himmel", „Gott", „Teufel", „Wunder" oder „Dämonen" gänzlich andere Bedeutungen zu haben scheinen als für jeden anderen, der diese Worte gebraucht.

Welche Bedeutungen dies genau sind, vermochte ich bislang trotz aller Anstrengungen zwar nicht zu eruieren, doch es sollte klar sein, dass wir uns wegen der Pseudo-Religioten eigentlich keine größeren Sorgen machen müssen. Sie sprechen zwar zugegebenermaßen mit einem höchst seltsamen, religiotischen Akzent, sind aber im Grunde harmlos. […]

So habe ich mich in den letzten Jahren regelmäßig auf öffentlichen Podiumsdiskussionen mit Theologen gestritten, die, wie ich beim abschließenden Biere feststellen konnte, in Wirklichkeit keine Spur gläubiger waren als ich."

Humanistischer Pressedienst hpd (18. März 2009, Die wundersame Welt der Religioten, Diskussion, www.hpd.de)

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"Wissenschaftliches Denken und religiöser Glauben sollen nach Auffassung führender katholischer (aber auch evangelischer) Theologen als zwei Seiten einer Medaille begriffen werden, d.h. als kompatible „Wahrheitssysteme“ mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen, wobei die eine damit betraut ist, die Welt zu erklären, und die andere, den Menschen Orientierung zu geben. […]

Nun kann eine solche Arbeitsteilung allerdings nur unter der Voraussetzung funktionieren, dass die Kompatibilität von religiösen Orientierungsangeboten und wissenschaftlichen Erklärungsmodellen nicht in Zweifel gezogen wird.
Also versuchen Kompatibilisten schon seit längerem, jegliche Infragestellung des Kompatibilismus als „unzulässige Grenzüberschreitung“ zu diffamieren. Eine Strategie, die medial überaus erfolgreich war: Mittlerweile wird jeder, der gegen das stillschweigende, religiös-wissenschaftliche „Nichtangriffsabkommen“ verstößt, als „Störenfried“ empfunden.
Deshalb machen sich in den Augen der meisten Journalisten nicht nur Intelligent-Design-Vertreter schuldig, „in fremdem Gebieten zu wildern“, sondern auch alle Verfechter der Evolutionstheorie, die sich mit einem „halbierten Darwin“ nicht abfinden möchten.

Hat man dies im Blick, so wundert man sich nicht darüber, dass auf dem päpstlichen Evolutionskongress in Rom [siehe Beitrag oben: "Päpstliche Evolutionskonferenz"] ebenso fleißig gegen „Kreationisten“ wie gegen weltanschaulich angeblich „anmaßende“ Evolutionsbiologen geschossen wurde […]

Zweitens sind wir überzeugt, dass es logisch zwingend einen Widerspruch zwischen der Evolutionstheorie und den personalen Gottesvorstellungen der traditionalen Religionen gibt, die notwendigerweise auf einem teleologischen Naturverständnis gründen.
Bislang ist es noch keinem Theologen gelungen, die evolutionären Mechanismen mit einem solchen Naturverständnis in Einklang zu bringen. Solange es hierbei bleibt, besteht unseres Ermessens die aufklärerische Pflicht, auf die Inkompatibilität von Evolutionstheorie und religiösen Sinnmodellen hinzuweisen. Dies mag unbequem sein, entspricht jedoch den Anforderungen der intellektuellen Redlichkeit. […]

„Kreationistisch“ im Sinne von „schöpfungsgläubig“ muss die Kirche jedoch weiterhin argumentieren, schließlich ist der christliche Glaube, die Lehre von „Erbsünde“ und „Erlösung“, nur unter der Voraussetzung möglich, dass Gott mit seiner Schöpfung Ziele verfolgt! Theologen kommen also gar nicht umhin, auf die Fiktion eines göttlichen Designers, eines hinter den Dingen wirkenden Lenkers und Planers der Evolution, zurückzugreifen, wenn ihr Glaube mehr sein soll als eine inhaltsleere Ansammlung fromm klingender Phrasen. [...]

Es zeigt sich, dass die vermeintliche Akzeptanz der Evolutionstheorie durch die Kirchen bei genauerer Betrachtung eine Mogelpackung ist! […]

Um herauszufinden, welche Hypothese die bessere ist, müssen wir endlich in eine offene, rationale Debatte eintreten! Forderungen nach Kritikverzicht sind in dieser Hinsicht kontraproduktiv und legen den Verdacht nahe, dass derjenige, der so spricht, sich gegen Argumente immunisieren will, denen er nichts Gleichwertiges entgegenstellen kann."

Evo-Magazin (17.03.2009, Der halbierte Darwin, www.darwin-jahr.de)

Diskussion


"Man muss zweifelhafte Dinge lassen, wie sie sind, und nicht kühn und keck sich für das eine oder andere entscheiden, während doch so viele große Männer über Zweifel nicht hinauskommen. Sonst greift entweder ein Altweiberglaube Platz oder wird jede Religiosität untergraben." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Caecilius Natalis
(200 n.Chr., Sprecher des Heidentums, Frühchristliche Apologeten und Märtyrerakten 1913, Bd. 2, Minucius Felix, Octavius.)

Diskussion


"Man sollte sich angewöhnen, zwischen gläubig und religiös zu unterscheiden."

Prof. Dr.
Erwin
Leibfried (04.06.2007, Institut für Neuere Deutsche Literatur, Justus-Liebig-Universität Giessen, DER SPIEGEL Nr.23/4.6.07, Seite 6)

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"Selbstverständlich kann man die Evolutionstheorie öffentlich hinterfragen, die Kritik von Theorien ist schließlich ein ganz normaler Vorgang in der Wissenschaft. Der Verzicht auf Kritik oder deren Verhinderung wäre das Ende der Wissenschaft." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Prof. Dr. Siegfried Scherer (12. Februar 2009, Mikrobielle Ökologie Technischen Universität München, Siegfried Scherer im pro-Interview: "Jeder muss sagen dürfen, was er glaubt". www.pro-medienmagazin.de)

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Sigrid Hartwig-Scherer & Siegfried Scherer

 


"Dass die Fragen um die Evolution aber zu "Kriegsgeräten" gegen den Schöpfungsglauben gemacht wurden, hat mit Wissenschaftlichkeit wenig zu tun, so wie der dialektische Materialismus des Marxismus mit seinem angeblich "wissenschaftlichen" Atheismus reichlich wenig mit echter Wissenschaft zu tun hatte."

Kardinal Prof. Dr. Christoph Schönborn (08.01.2006, Erzbischof von Wien, römisch-katholischer Theologe, Er trägt das All durch sein mächtiges Wort, Stephansdom in Wien)

Diskussion


"Evolution im Sinne einer gemeinsamen Abstammung kann wahr sein, aber Evolution im neodarwinistischen Sinne – als ungeleiteter, ungeplanter Prozess zufälliger Variation und natürlicher Selektion – ist es nicht.

Jedes Gedankengebäude, welches die überwältigenden Hinweise für Design in der Biologie leugnet und wegzuerklären versucht, ist Ideologie und keine Wissenschaft."

Kardinal Prof. Dr. Christoph Schönborn (07.07.2005, Erzbischof von Wien, römisch-katholischer Theologe, Finding Design in Nature, New York Times)

Diskussion


"Im „Darwin-Jahr“ geht Kardinal Christoph Schönborn [siehe oben] auf Distanz zu Kreationismus und übt Kritik am „Intelligent Design“. „Das Bibelverständnis des Kreationismus ist sicher nicht das der Katholischen Kirche“ [...]

Schönborn, der seit seinem heftig umstrittenen Evolutionstheorie-kritischen Artikel in der „New York Times“ 2005 [siehe oben] als einer der Vorkämpfer der ID-Bewegung angesehen wird, sieht sich selbst mit jener Strömung, die an einen „intelligenten Planer“ des Kosmos glaubt, „zu Unrecht immer noch in Verbindung gebracht“.
Der Artikel sei „etwas holzschnittartig“ gewesen und „hätte noch einiger Differenzierung bedurft“, so Schönborn selbstkritisch in seiner Rede zum Thema „Schöpfung und Evolution - zwei Paradigmen und ihre gegenseitiges Verständnis“ [4. März 2009, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien]. [...]

Die Idee der Erschaffung fertiger einzelner Wesen oder Arten ist für den Kardinal absurd. „Sie ist so unhaltbar wie die kreationistischen Thesen von einer Erschaffung der Welt in sechs 24-Stunden-Tagen, wie die pseudowissenschaftliche Spekulationen über eine 'junge' Erde, über eine historische Deutung der Sintflut, etc.“
Es sei aber eine ebenso „unstatthafte“ Vereinfachung, „den bibel-fundamentalistischen Kreationismus mit einem fundierten Schöpfungsglauben 'in einen Topf zu werfen', was häufig geschieht“. Das Bibelverständnis des Kreationismus sei sicher nicht das der Katholischen Kirche und das der großen christlichen Denktradition. [...]

Schönborn äußerte Zweifel, ob es möglich ist, den Schöpfungsglauben und die Evolutionstheorie nebeneinander, „als zwei einander nicht berührende Denkwelten“, stehen zu lassen. „Ginge das, dann gäbe es nicht die heftigen, leidenschaftlichen, oft bitteren Debatten, die seit nun gut 200 Jahren immer noch die Geister und Gemüter bewegen.“
Darwin selbst sei „der Paradezeuge“ dafür, dass dies nicht funktioniere. Sein „geistiger Weg“ sei entscheidend davon geprägt gewesen, dass „seine wissenschaftlichen Forschungen ihn in immer schärferen Konflikt mit seinem traditionellen Glauben an Schöpfer und Schöpfung gebracht haben“."

Salzburger Nachrichten (5. März 2009, Kardinal Schönborn auf Distanz zu Kreationismus, www.salzburg.com)

Diskussion


"Ein Glaubenskrieg erreicht Europa" [ARTE]

"In den modernen Wissenschaften ist Charles Darwin unumstritten. Gegen seine These, dass sich alles Leben aus dem gleichen Ursprung entwickelt hat, kämpfen in den USA und mittlerweile auch in Europa bibeltreue, evangelikale Christen. Aktuellen Umfragen zufolge glauben in England nur noch 48 Prozent der Bevölkerung an die Evolution, in Deutschland noch 61 Prozent. Auch in deutschen Schulen hat der Glaubenskrieg Eingang gefunden. [...]

Fast täglich berichten die Medien über religiös motivierten Fanatismus, der zum Zeichen radikaler Bewegungen geworden ist. Viele fühlen sich in Europa noch relativ sicher und glauben fest auf dem Boden von Aufklärung und Demokratie zu stehen. Doch das Fundament ist brüchig, der "alte" Kontinent wird langsam vom christlichen Fundamentalismus erfasst. [...]

Die Dokumentation [ARTE, 19. September 2006, Von Göttern und Designern - Ein Glaubenskrieg erreicht Europa] zeigt, dass Intelligent Design und Kreationismus - die bibelgetreue Auslegung der Schöpfungsgeschichte - längst auch in Europa angekommen sind.

Im Biologieunterricht mindestens einer Privatschule und einer öffentlichen Schule in Deutschland wird die Schöpfungslehre als Alternative zur Evolution unterrichtet - ein absoluter Widerspruch zu den Lehrplänen."


ARTE
(19. September 2006, 20.40 Uhr, Themenabend Christlicher Fundamentalismus: Von Göttern und Designern - Ein Glaubenskrieg erreicht Europa, [Intelligent Design 15/09/06], http://www.arte.tv)

Diskussion


"Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Heike Habermann, und Thorsten Schäfer-Gümbel [Spitzenkandidat der SPD bei der Landtagswahl in Hessen 2009], sozialdemokratischer Landtagsabgeordneter aus Gießen, forderten nach Ausstrahlung des Beitrages [ARTE, 19. September 2006, 20.40 Uhr, Von Göttern und Designern - Ein Glaubenskrieg erreicht Europa, siehe oben] die Hessische Kultusministerin Karin Wolff auf, Konsequenzen aus den Recherchen der Reporter zu ziehen. Die Vorgänge an den Schulen sollten "sofort abgestellt werden".

Zudem müsse die Kultusministerin klarstellen, "welche Konsequenzen für die betroffenen Lehrkräfte gezogen werden."

pro-medienmagazin (20. September 2006, Diskussion: "Arte und der fundamentalistische Glaubenskrieg" von Andreas Dippel, Christlicher Medienverbund KEP e.V. Wetzlar,
www.pro-medienmagazin.de)

Diskussion


"Fundamentalistische Christen [...] Wir können über diese Menschen lachen, aber wir sollten sie nicht abweisen. Dass ihr Glaube schwachsinnig ist, bedeutet nicht, dass sie eine Randerscheinung sind."

Schulbuch Crossover 2 - Englischbuch 12./13. Schuljahr (Februar 2009, Schulbuch Crossover 2 - The New Edition 12./13. Schuljahr, Band 2, Berlin: Schulbuchverlag Cornelsen, 1. Auflage, 2009, ISBN 978-3060204830)

Diskussion

 

 

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"Kein Mensch weiß genau, wie hoch der Prozentsatz der Lehrer ist, die kreationistische Inhalte unterrichten. Es gibt kaum ein größeres Geheimnis als das, was sich in den Klassenräumen vollzieht. Wenn nicht zufälligerweise die Eltern über ihre Kinder mitbekommen, was im Unterricht läuft, dann bleibt das auch ein Geheimnis.

Möglicherweise ist da eine relativ hohe Dunkelziffer. [...]

Es gibt keine flächendeckenden Untersuchungen. Ich habe an der Universität in Dortmund eine Studie mit Lehramtsstudierenden im ersten Jahr, also künftigen Lehrern, dazu angefertigt. Das Ergebnis war, dass im Schnitt aller Lehramtsstudenten rund 15 Prozent kreationitischen Gedanken anhängen."

Prof. Dr. Dietmar Graf (15.11.2007, Biologe, Universität Dortmund, Lehrer gehen Thema aus dem Weg, Tageszeitung junge Welt - Berlin, http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Welt)

Diskussion


SPIEGEL ONLINE:
"Herr Graf, fast 15 Prozent der angehenden Lehrer an der Uni Dortmund zweifeln an der Evolutionstheorie. Das haben Sie vor zwei Jahren mit einer Studie herausgefunden. Jetzt haben Sie wieder nachgefragt. Was kam raus?

Graf: Der Trend bestätigt sich. Wir werten die Daten zwar noch aus, aber die Tendenz ist eindeutig.

SPIEGEL ONLINE: Die Uni Dortmund ist eine Hochburg der Kreationisten?

Graf: Das hätte man uns nach der ersten Studie vorwerfen können. Aber jetzt haben wir auch Erstsemester in Siegen und Hildesheim befragt, insgesamt 1200 künftige Lehrer.

SPIEGEL ONLINE: Und überall zweifeln die Studenten an der Evolution?

Graf: Jedenfalls haben erschreckend viele angeben, sie glaubten nicht, dass Mensch und Schimpanse gemeinsame Vorfahren haben. Sie wollen nichts wissen davon, dass alle Lebewesen auf gemeinsame Ahnen zurückblicken. Und es gibt viele, die anzweifeln, dass das Leben vor 3,6 Milliarden Jahren entstand. Auch unter denen, die Biologie auf Lehramt studieren.

SPIEGEL ONLINE: Ab wann gilt man in Ihrer Studie als Evolutionsskeptiker?

Graf: Wenn man auf mehr als 80 Prozent der Fragen Antworten gibt, die sich nicht mit der Evolutionstheorie vereinbaren lassen. […]

Graf: Der Trend zu kreationistischem Gedankengut ist ungebrochen. Nehmen Sie nur die Anzahl solcher Gruppen, Foren und Seiten im Internet. Nur an der Universität outen sich die Kreationisten selten. Wir haben diesen Trend erst durch die Befragungen herausgefunden."

SPIEGEL ONLINE / Prof. Dr. Dittmar Graf (20. Februar 2009, Biologiedidaktik TU Dortmund, Der Trend zum Kreationismus ist ungebrochen, www.spiegel.de)

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"Wir würden uns wundern, wenn wir die Umfragen noch mal zur Kenntnis nähmen, wie viele Leute wirklich davon überzeugt sind, auch junge Leute, dass die Erde eigentlich von Gott geschaffen worden ist. Das ist ein verbreitete Annahme, die wir natürlich aus Sicht der Evolutionslehre als Irrglauben und Aberglauben und Mythos klassifizieren können.

Wir müssen nur eins verstehen: Diese Auffassungen stehen sozusagen nicht unter Strafe, sie werden erst dann brisant und abzulehnen, wenn Sie Gegenstand des Unterrichts werden."

Prof. Dr. Claus Leggewie (03.07.2007, Politikwissenschaftler, Justus Liebeig Universität Gießen, Deutschlandradio Kultur, Sendezeit: 03.07.2007 16:12)

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"Ein evangelischer Religionsunterricht, der gemäß Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes „in Übereinstimmung mit den Grundsätzen“ der evangelischen Kirche erteilt wird, kann ... den Kreationismus zwar thematisieren, ihn jedoch nicht vertreten."

Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (01. April 2008,  EKD-Orientierungshilfe. Rat der EKD: Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule, EKD-Text 94, http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf)

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"Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat die Lehre des Kreationismus in den Schulen scharf verurteilt. "Wenn wir nicht aufpassen, kann der Kreationismus eine Bedrohung für die Menschenrechte werden", heißt es in einer Entschließung. Der Bericht wurde mit 48 zu 25 Stimmen angenommen. [...]

Auch das "Intelligent Design" wird von den Europarats-Parlamentariern verurteilt. Diese Lehre sei subtiler, weil sie sich wissenschaftlich gebe. Gerade darin liege aber die Gefahr. Es bestehe eine ernste Gefahr, dass durch die Unterrichtung kreationistischer Lehren in der Schule in den Köpfen der Kinder eine gefährliche Vermischung von Glauben und Religion auf der einen Seite und Wissenschaft auf der anderen Seite erfolge."

[The dangers of creationism in education (Gefahren des Kreationismus im Bildungswesen)
Resolution 1580 (2007)
http://assembly.coe.int/Main.asp?link=/Documents/AdoptedText/ta07/ERES1580.htm]

DIE WELT (5. Oktober 2007, Europäisches Gremium verurteilt Kreationismus)

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"Ich bin KEIN Kreationist. Ich bin, wenn Sie so wollen, Anhänger der klassischen Evolutionstheorie. Dies vorneweg.

Um mein Abstimmungsverhalten zu verstehen - ja, ich habe den Bericht [siehe oben, 2007, The dangers of creationism in education, Resolution 1580] abgelehnt, darf ich Sie bitten, sich diesen Bericht einmal genau anzusehen. Man kann den Kreationismus sicherlich für falsch (was ich tue) oder sogar für gefährlich halten. Aber der Berichtsentwurf, der damals der Versammlung zur Abstimmung vorlag, stuft den Kreationismus als eine der größten Gefahren für die Menschenrechte in Europa ein.

Und genau das ist das Problem: In Zeiten, in denen Demokratien auf dem Rückzug sind, in denen auch in einigen Mitgliedsstaaten des Europarates die Rechtssysteme nur mangelhaft funktionieren, in denen Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit bedroht sind und in denen bei aller Notwendigkeit des Kampfs gegen den Terrorismus die grundlegenden Menschenrechte geschützt werden müssen, erklärt dieser Bericht den Kreationismus für eine der großen Gefahren der Menschheit!

Das war der Grund meiner Ablehnung: nicht, dass ich Kreationist wäre oder meine Meinung zur Trennung von Kirche und Staat anders wäre als die, die ein Politiker eines säkularen Staates haben sollte.
Vielmehr rührt meine ablehnende Haltung daher, dass die Verfasser des Berichts nicht im Entferntesten bereit waren, Änderungsanträge zu akzeptieren, die zwar die Gefahren des Kreationismus benannt hätten, aber dennoch der Wertigkeit des Themas eher gerecht geworden wären. Wir tun dem Menschenrechtsbegriff und den Menschenrechten keinen Gefallen, wenn wir ihn überdehnen oder falsch benutzen!"

Holger Haibach (24.02.2009, Mitglied des Deutschen Bundestages, Mitglied in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, www.abgeordnetenwatch.de)

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"Zwar sind seit der Erstveröffentlichung von Charles Darwins Buch "Von der Entstehung der Arten" am 24. November 1859 unzählige Fakten bekannt geworden, die ganz klar gegen die Evolutionstheorie sprechen, doch der Glaube an Evolution, Urknall und eine viele Millionen Jahre alte Erde hat sich tief in das Bewusstsein der modernen Gesellschaft eingeprägt.

Dabei hat diese Weltanschauung allmählich einen fundamentalistischen Charakter angenommen. In keinem anderen Bereich der Wissenschaften werden kritische Stimmen so unsachlich und vehement attackiert wie auf diesem Gebiet der Forschung. Wer zweifelt, wird aus der Debatte um die Ursprungsfragen ausgeschlossen und nicht selten bekämpft. […]

Evolutionisten und Nicht-Evolutionisten steht genau das gleiche naturwissenschaftliche Datenmaterial zur Verfügung. Es ist nicht eine Frage der naturwissenschaftlichen Daten, sondern eine Frage der vom eigenen Weltbild bewusst oder unbewusst beeinflussten Datenauswahl, -interpretation und -extrapolation, ob jemand das Modell der Evolutions-, Ursuppen und Urknalltheorie befürwortet oder ablehnt.
Der Glaube, dass chemische und physikalische Gesetzmäßigkeiten genügen, um die Komplexität und Vielfalt des Lebens und den unermesslichen Kosmos hervorzubringen, wird durch die naturwissenschaftliche Datenlage nicht zwingend gestützt.

Bei vielen Herkunftsfragen muss die naturwissenschaftlich korrekte Antwort schlicht lauten: Wir wissen es nicht. Das wirkt ehrlicher, als unbewiesene Hypothesen als Tatsachen auszugeben. […]

Nicht-Evolutionisten […] droht der Ausschluss aus dem Wissenschaftsbetrieb und dem Bildungswesen. Hier können Verfechter der Evolutionstheorie, oft unbewusst, einen totalitären, dogmatischen und ideologischen Standpunkt einnehmen.
Die Autoren [Dr. jur. Dieter Aebi, Dr. med. Markus Bourquin, Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt, Dr. chem. Ruedi Hartmann, Roland Schwab, Dipl.-Ing. Hansruedi Stutz, lic. theol. Marcel Wildi] wünschen sich eine Gesellschaft, in der jedem Menschen die Freiheit zugestanden wird, seine Weltanschauung selbst wählen und vertreten zu können, soweit dadurch die Freiheit anderer nicht eingeschränkt wird […] dass in der Diskussion um den Ursprung der Menschheit, des irdischen Lebens und des Kosmos ein freier Umgang mit wissenschaftlichen Daten, Interpretationen und weltanschaulichen Positionen möglich wird."

www.0095.info (23. September 2009, 95 Thesen gegen die Evolution: Wissenschaftliche Kritik am naturalistischen Weltbild, www.0095.info)

Diskussion


"Die Kirchen begeben sich in eine bedenkliche Kooperation mit dem Staat, etwa dort, wo es um die Eliminierung unerwünschter Fundamentalismen oder Sekten geht.

Kürzlich habe ich gelesen, dass ein französischer EU-Parlamentarier einen Gesetzentwurf eingebracht hat, der den Kreationismus, also die Behauptung, dass die Welt vor 6000 Jahren erschaffen und der Mensch aus Erde gemacht wurde, unter Strafe stellen will. [siehe oben, The dangers of creationism in education (Gefahren des Kreationismus im Bildungswesen) Resolution 1580 (2007)
http://assembly.coe.int/Main.asp?link=/Documents/AdoptedText/ta07/ERES1580.htm]

Da müssen bei uns die Alarmglocken schrillen. Es gibt auch einen – falschen – Totalitätsanspruch der Wissenschaft, etwa gegenüber der Homöopathie.
Dieser französische Abgeordnete behauptet, dass der Kreationismus dadurch, dass er wissenschaftsfeindlich ist, notwendigerweise demokratiefeindlich sei und deshalb verboten werden müsse.
Die Kirchen müssten hier misstrauisch werden. Wir müssen sehr darauf aufpassen, dass auch Leute, die Unsinn reden, ohne Strafe dies tun dürfen."

Prof. Dr. Robert Spaemann (08.07.2007, Philosoph, Der Tagesspiegel, Es sind die Gläubigen, die die Vernunft verteidigen.)

Diskussion


"Im Fall des Kreationismus ist in meinen Augen zunächst einmal vollkommen klar, dass man ihm nicht mit Verboten, sondern mit guter Theologie begegnen soll.

Man muss klarmachen, warum Kreationismus schlechte Theologie ist, weil er die biblischen Berichte als eine pseudowissenschaftliche Weltanschauung missbraucht."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (08.07.2007, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Der Tagesspiegel,  Es sind die Gläubigen, die die Vernunft verteidigen.)

Diskussion


"Gegenüber dem christlichen Fundamentalismus zog Huber
[Bischof Dr. Wolfgang Huber, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD] klare Grenzen. Er verurteilte den "Kreationismus“ als "pseudowissenschaftliche Weltanschauung“. Man müsse ihm entschieden entgegen treten."

Der Tagesspiegel (05.11.2007, Pluralität als Ernstfall der Religionsfreiheit)

Diskussion


"200 Jahre Darwin - und noch immer wehren sich Kreationisten, Öko-Esoteriker, Homöopathen gegen die Evolutionstheorie, auch in Deutschland. Ulrich Kutschera erklärt, wie Pseudowissenschaftler die Erkenntnisse des genialen Biologen missdeuten." [...] [DER SPIEGEL]

"Die auf Fakten basierenden Naturwissenschaften müssen von religiös-esoterischen, nicht überprüfbaren Glaubensinhalten frei gehalten werden.
Würde diese von Darwin vor 150 Jahren geforderte strikte Trennung von Wissen und Glauben heute zur Allgemeinbildung gehören, so hätten die eingangs beschriebenen ID-Kreationisten, wie auch die Öko-Esoteriker, Homöopathen und andere Pseudowissenschaftler, nicht noch immer gläubige Anhänger. Wir können auch heute noch viel vom 200 Jahre alten Geburtstagskind Charles Darwin lernen!" [Prof. Dr. Ulrich Kutschera]

DER SPIEGEL / Prof. Dr. Ulrich Kutschera (15.02.2009, Evolutionsbiologe, Die kruden Thesen deutscher Anti-Darwinisten, www.spiegel.de)

Diskussion


"Irreführend und gefährlich" [DFG]

"Beim Intelligent Design handelt es sich um eine modernere Form der Evolutionsgegnerschaft, die einem Weltenerschaffer huldigt und beispielsweise im Erbmaterial nach Spuren dieses „Bewegers“ sucht.

Die Wissenschaft muss solchen Erklärungsversuchen entschieden entgegentreten und ihren eigenen Anspruch zur Erklärung wissenschaftlicher Vorgänge offensiv vertreten. Sie weiß sich dabei aber auch in bester Gesellschaft der Kirchen – zumindest in Deutschland.

Während in den Vereinigten Staaten Kreationismus und Intelligent Design gerade in den großen und auch politisch außerordentlich einflussreichen konservativen Freikirchen auf fruchtbaren Boden stoßen, sind hierzulande die beiden großen Kirchen alles andere als glücklich über solche Lehren." [...]

"In der Tat hat die moderne Theologie bereits seit der Aufklärung die Form der Erklärung naturwissenschaftlicher Vorgänge durch Geschichten der Bibel weit hinter sich gelassen. Im Gegenteil: Auch die Theologie konstatiert, wie es der evangelische Theologe Wolf Krötke ausdrückt, dass der „Glaube dort auftritt, wo es gerade nicht um Wissen geht“.

Oder anders: Naturwissenschaftliche Erklärungen und biblische Schöpfungsgeschichten stellen zwei ganz und gar unterschiedliche Dimensionen menschlicher Erfahrung dar, die nicht vermischt werden sollen und dürfen. Alles andere wäre irreführend und gefährlich."

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hinrich Hacker (02.10.2007, Vizepräsident der Deutsche Forschungs-gemeinschaft DFG, Molekular- und Infektionsbiologe an der Universität Würzburg, forschung 03/2007. Magazin der Deutschen Forschungsgemeinschaft)

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"Mein Großvater predigte das Evangelium Christi. Mein Vater predigte das Evangelium des Sozialismus. Ich predige das Evangelium der Wissenschaft."

Sir Richard Gregory (1952, Professor für Astronomie, ehemaliger
Herausgeber von "Nature", Epitaph-Inschrift, www2.hu-berlin.de/religion/dokumente/pr181.doc)

Diskussion


"Evolution versus Kreationismus – bei diesem Kampf ist kein Ende in Sicht."

FOCUS (09.01.08, Evolution – nur eine „Theorie“?, www.focus.de)

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Prof. Dr. Richard Dawkins, Evolutionsbiologe

 


Richard Dawkins:
"Ich glaube, es gibt eine fundamentale Unvereinbarkeit von Glaube und Evolution. Der Kampf gegen den Kreationismus ist nur eine Schlacht, wir haben einen Krieg gegen die Religion als Ganzes zu führen."

Dawkins ist ein großer Biologe, und – ein begnadeter Erzähler. Aber Toleranz ist sicher seine Stärke nicht. Dass manche ihn sogar Darwins Rottweiler nennen, nimmt er jedoch mit Humor: “Mir haben Menschen, die Rottweiler gut kennen, bestätigt, dass sie sehr nette süße Hunde sind, die ihren aggressiven Ruf nicht verdienen.“

Ein Mann und seine Mission – sein Gott heißt Darwin. Stoff für noch viele Diskussionen."

Hessischer Rundfunk hr (5. Januar 2009, Auf Darwins Spuren. Richard Dawkins "Geschichten vom Ursprung des Lebens", www.hr-online.de)

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"Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins, einer der einflussreichsten Intellektuellen der Gegenwart, hat einen Bestseller [Der Gotteswahn, September 2007] geschrieben, der bestehende Weltbilder grundsätzlich in Frage stellt. In diesem leidenschaftlichen Plädoyer für die Vernunft zieht er gegen die Religion zu Felde:

Der Glaube an eine übernatürliche Macht kann keine Grundlage für das Verständnis der Welt sein und schon gar keine Erklärung für ihre Entstehung."

kulturkurier (7. Apr. 2008, Ulrich Pleitgen. Lesung aus „Der Gotteswahn“, www.kulturkurier.de)

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"Gott ist an allem Schuld. - Der Kreuzzug der Gottlosen." [DER SPIEGEL]

"In den letzten rund 20 Jahren", sagt Richard Dawkins [Prof. Dr. Richard Dawkins, Evolutionsbiologe], "ist es der Religion sehr leicht gemacht worden." ... "Manche Denkmuster wie "Es gibt ein Leben nach dem Tod" sind wie Viren. Sie verbreiten sich und man kann sie nicht ausrotten. Nur vorsehen kann man sich: Kein ungeschützter Verkehr mit Gläubigen!

Die friedliche Koexistenz mit den Gläubigen ist vorbei." [...]

"Vorbei die Zeit der bequemen Toleranz gegenüber dem Glauben." ... "Es ist das Coming-out all jener, die lange glaubten, die Gottesfrage würde sich von selbst erledigen. Und jetzt merken, wie ihre Gesellschaften den Glauben an die Gottlosigkeit zu verlieren beginnen. Und wie in der Politik und auf Cocktailpartys immer öfter über Religion und Glauben gesprochen wird." [...]

"Es ist, als würde nun auch die Aufklärung ihre Fundamentalisten hervorbringen. Mit Eifer und Zorn wird gegen alles zu Felde gezogen, was nur entfernt nach Unvernunft ... Weihrauch riecht." ... "Ihre Waffen sind Wissenschaft und Vernunft und ... das Internet - Hort allen Wissens und allen Wahns."

"Die Botschaft ... lässt sich in zehn Geboten zusammenfassen:"

"Du sollst nicht Glauben." ... "Gott ist ein Produkt der Menschen und nicht umgekehrt." ...
"Du sollst keine Götter neben Dir dulden." ...

"Du sollst keinen Schöpfer haben" ... "Der Mensch ist Schöpfer und Herr der Norm" ...
"Du sollst nicht knien als Schöpfer" ...

"Du sollst keine anderen Götter neben der Wissenschaft haben." [...]

"Zurück zu der Fackel der Aufklärung" ... "das letzte Gefecht gegen den theologischen Hokuspokus" ... "Wir brauchen keinen Gott" [...]

Dr. Richard Dawkins: "Es ist wahr, dass es bis vor kurzem ein religiöses Revival gab. Aber das wird enden. Und wir helfen dabei." ... "Dawkins genießt es, auf alles eine Antwort zu haben."

"Zu den heftigsten Kritikern ... gehören kurioserweise jene, die es laut Dawkins gar nicht geben dürfte: Wissenschaftler, für die "Gott" keinen Angriff auf ihr Weltbild darstellt. Sie fühlen sich von der Unbedingtheit, dem missionarischen Habitus Dawkins abgestoßen"

DER SPIEGEL (26.05.2007, Nr.22, Gott ist an allem Schuld. - Der Kreuzzug der Gottlosen, Der Spiegel, Seite 56f)

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"Insgesamt hatte Darwin [Charles Darwin, 1809-1882, britischer Naturforscher] ein entspanntes Verhältnis zur Kirche und stand mit vielen Kirchenvertretern in engem Kontakt. [...]

Voss [FAZ-Redakteurin Dr. Julia Voss] rief am Ende ihres Vortrages dazu auf, es bezüglich Religion Darwin gleichzutun und toleranter zu sein, und nicht, wie etwa Richard Dawkins [siehe oben], die Religion für „alles Übel der Welt" verantwortlich zu machen, um dagegen anzugehen.

Da sich Darwin jedoch im Gegensatz zu Dawkins einer Religion mit relativ freundlichem Antlitz gegenübersah, im Vergleich zu den radikalen Evangelikalen und Islamisten unserer Tage, sind gegebenenfalls wohl doch andere Umgangsweisen als Toleranz mit Religion erforderlich. [...]

Der Bibelfundamentalismus, wie wir ihn kennen, ist laut Voss ein relativ neues Phänomen, das im 18. Jahrhundert versiegt war und erst im 20. Jahrhundert wieder erstarkte. Im 19. Jahrhundert jedoch nahm niemand die Bibel wortgetreu."

Evo-Magazin (09.02.2009, Vortrag d. FAZ-Redakteurin Dr. Julia Voss, Zusammengefasst v. Fiona Lorenz, Darwin oder Moses, Naturmuseum Luxemburg, www.darwin-jahr.de)

Diskussion


"Der spätmoderne Rationalismus und Relativismus bläst zur Christenjagd. Dem, der die Bibel ernst nimmt, wird das Etikett „Fundamentalist" angeheftet; damit wird er in die Nähe zu islamistischen Fundamentalisten gerückt, so als sei auch er fanatisch, militant und gewaltbereit." [...]

"Die intellektuelle Philosophie der Aufklärung lehnte Gott und alles, was mit Religion zu tun hat, ab und ersetzte Gott durch das "Licht" der menschlichen Vernunft."

Werner Graf (Oktober 2007, Studiendirektor, Die Gottesfrage in der Postmoderne)

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"Dass Gott tot ist, wird gern von denen ausgestreut, die sein Erbe anzutreten hoffen."

Prof. Dr. Erwin Chargaff (1905 - 2002, österreichisch-amerikanischer Biochemiker)

Diskussion


"Die Zeit ist reif für uns Brights [von engl. bright – hell, klar], uns zu bekennen. Was ist ein Bright? Ein Bright ist eine Person mit einem naturalistischen Weltbild, frei von Übernatürlichem.

Wir Brights glauben nicht an Geister, Elfen oder den Osterhasen - oder an Gott."

Daniel C. Dennett (12. Juli 2003, The Bright Stuff, New York Times)

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"Ich bin ein Bright. Sie sind (wahrscheinlich) ein Bright. Die meisten der Menschen, die ich kenne, sind Brights. Die Mehrzahl der Wissenschaftler sind Brights [von engl. bright – hell, klar]."

Prof. Dr. Richard Dawkins (11.10.2003, Evolutionsbiologe, Let There Be Brights, Wired Magazine)

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Prof. Dr. Gerd Lüdemann (Theologe, Georg-August-Universität Göttingen)


 

"Die Aufklärung lässt sich auf Dauer nicht an die Ketten des Dogmas legen. Sie stürzt wie ein brausender Strom heran, gegen den alle Glaubensschleusen und -dämme machtlos sind."

Prof. Dr. Gerd Lüdemann (20.09.2008, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Vertrag von Staat und Kirche, Ketten des Dogmas. Frankfurter Rundschau, www.fr-online.de)

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"Der Harvard-Forscher Gerald Gabrielse hat bei den Alpbacher Technologiegesprächen vor religiösem und wissenschaftlichen "Fundamentalismus" gewarnt. US-Wissenschafter seien sich der Gefahr eines religiösen Fundamentalismus sehr wohl bewusst und über die Anstrengungen betroffen, "Intelligentes Design" als wissenschaftliche Alternative zur biologischen Evolution an US-Schulen zu lehren.

"Gleichzeitig sollten aber auch wir Forscher einem wütenden Wissenschafts-Fundamentalismus fürchten und widerstehen, der darauf besteht, dass Wissenschaft Gott ausschließt und Religion als Wahn der Ungebildeten und Schwachen sieht", sagte Gabrielse."

Prof. Dr. Gerald Gabrielse / DER STANDARD (22. September 2007, Physiker, Warnung vor wissen-schaftlichem "Fundamentalismus - Harvard-Forscher: Nicht darauf bestehen, dass Wissenschaft Gott ausschließt, DER STANDARD, Wien)

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"Generation doof" [DIE WELT]

"Die Amerikaner werden immer dümmer. Und das macht ihnen nicht einmal mehr etwas aus, beklagt der Bestseller einer US-Journalistin [Susan Jacoby, Februar 2008, The Age of American Unreason, Das Zeitalter der amerikanischen Unvernunft]. …

Bei den Jungen wird Amerikas Weltsicht noch trüber. Weniger als die Hälfte weiß, wann der amerikanische Bürgerkrieg ihr Land ausblutete, jeder Vierte glaubt, Christopher Columbus habe die Neue Welt nach 1750 entdeckt. ... Das Schlimmste und wirklich Neue daran, so die Prämisse der Autorin: Immer weniger Amerikaner wissen noch, was sie nicht wissen. Und immer weniger scheren sich darum. Zumal die Jungen.
Zwei Drittel der Studenten, notiert Jacoby, können nicht mehr die drei Gewalten ihrer Republik nennen; bei einem Mathematikwettbewerb rangierten die USA an 24. Stelle von 29 Ländern. Und es stört sie nicht einmal. Anders, im brachialen Jargon des Lifestyles gesagt: "Dumb is the new cool." Blöd zu sein wird schick. ...

Mehr als 40 Prozent der Amerikaner unter 44 Jahren lesen kein einziges Buch mehr im Jahr; seit 1984 hat sich der Anteil der 17-Jährigen, die angeben, nichts (außer verlangter Schultexte) zu lesen, mehr als verdoppelt. Susan Jacoby lässt das Surfen im Internet nicht als Lesen gelten, das Konzentration über lange Zeiträume verlangt. Gemeinwissen verkommt. ...

Susan Jacoby verlangt, wie viele andere, einheitliche Schulstandards in den USA, die bisher jedem Staat und jedem Kreis sein Curriculum überlassen. Deshalb wird in Kansas Kreationismus, die zur Wissenschaft erklärte Lehre von Gottes Schöpfung, gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie unterrichtet.

Susan Jacoby hält den Einfluss des religiösen Fundamentalismus für eine der Wurzeln der Feindseligkeit wider das Wissen."

DIE WELT (1. April 2008, Generation doof, www.welt.de)

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"Der Baptistenpastor Dr. Kim Strübind [Wechsel zur Evangelischen Kirche 2012] … bezeichnete manche angeblich bibeltreue Überzeugungen als  »kollektive Verdummung«."

www.portal-oncken.de (7. Oktober 2005, Jahrestreffen der Gesellschaft für Freikirchliche Theologie und Publizistik (GFTP) in Berlin, Was heißt heute bibeltreu? Freikirchliche Theologen gegen »kollektive Verdummung«. www.portal-oncken.de/news/newsarchiv.php?lfdnr=1582, Stand 7. Oktober 2005)

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"Ziehen Sie also mit mir in die letzte Schlacht zwischen Intelligenz und Dummheit."

William „Bill“ Maher (März 2009, Schauspieler, Schriftsteller und Fernsehproduzent, Bill Maher über Religulous. Religulous – man wird doch wohl Fragen dürfen. www.religulous.centralfilm.de)

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"Für die Naturwissenschaften ist Realität das, was der wissenschaftlichen Betrachtung und Erforschung zugänglich ist. Dinge, die nicht messbar sind, können keine Basis für wissenschaftliche Theorienbildungen sein."

(http://de.wikipedia.org/wiki/Realit%C3%A4t, 2008)

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"Ich leide nicht unter Realitätsverlust - ich genieße ihn!"

Unbekannter Autor?

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"Die Gesetzeslage in den USA ist klar: Der religiös verankerte Kreationismus hat im Biologieunterricht nichts zu suchen. Darwins Evolutionstheorie ist fester Bestandteil des Lehrplans. …

Unter den 20 Top-Universitäten der Welt finden sich laut dem anerkannten Shanghai-Ranking 17 US-amerikanische Hochschulen. Veröffentlichungen in Fachblättern wie "Nature" und "Science", Absolventen, die einen Nobelpreis erhalten haben in sämtlichen Kriterien, die fürs Ranking zählen, punkten die US-Unis mehr als andere. Allein Cambridge, Oxford und die Universität von Tokio halten mit.

Betrachtet man dieses Ranking, erscheint der Streit um den Biologieunterricht an den amerikanischen Highschools umso kurioser. Denn während an den Unis Spitzenforschung betrieben wird, erklären manche Biologielehrer ihren Highschool-Schülern, Darwins Evolutionstheorie sei äußerst lückenhaft und das religiös motivierte "Intelligent Design" könne die Entstehung der Arten viel besser erklären. …

Religiöse Inhalte sind an US-Schulen nicht willkommen. US-amerikanische Gerichte haben in den vergangenen Jahren immer wieder entschieden, dass die religiösen Alternativen keinen Platz im Unterricht haben. Trotzdem greift jeder vierte Lehrer die religiösen Konzepte im Biologie-Unterricht auf, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Plos Biology" berichten. …

ID-Verfechter streiten nicht ab, dass die Erde Milliarden Jahre alt sein kann und dass evolutionäre Prozesse stattgefunden haben. Doch ihrer Überzeugung nach ist das Leben auf der Erde zu komplex, um durch Mutation und Selektion entstanden zu sein.
Sie glauben an eine zielgerichtete Leitung evolutionärer Prozesse durch einen "intelligenten Designer". Das Wort "Gott" nehmen sie selten oder nie in den Mund. So versuchen sie, ihrer Lehre einen möglichst wissenschaftlichen Anstrich zu geben. …

Gerade einmal 28 Prozent der Biologielehrer meinen, die Evolution hätte ohne Eingriff Gottes stattgefunden. 47 Prozent glauben an eine von Gott gesteuerte Entstehung der Arten. Und 16 Prozent glauben, dass der Mensch erst vor 10.000 Jahren von Gott geschaffen wurde. Die restlichen neun Prozent gaben keine Antwort. …

Der gesellschaftliche Druck, der auf den Biologielehrern lastet, wird kaum geringer. Denn wie die US-Bevölkerung insgesamt zur Evolution steht, weiß man längst: Nur 13 Prozent sehen in der Evolution einen nicht von Gott geleiteten Prozess. … Dass ein paar Richtersprüche den Kampf ums Klassenzimmer nicht beenden, ist deshalb nicht verwunderlich."

Stern (20.5.2008, USA - Kreationismus im Klassenzimmer, www.stern.de)

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E-Coli-Bakterien, REUTERS/Eric Erbe/USDA


 

"Europa scheint von dem "fundamentalistischen" Bazillus aufgrund des Zaubertranks "Säkularität" weitgehend frei zu sein."

Prof. Dr. Volkhard Krech  (1. Juli 2005, Ev. Theologe, Ruhr-Universität Bochum, Europa als Wertegemeinschaft? Integralistische Tendenzen im Diskurs über die europäische Identität.
- Die europäische Situation. In: Stefan Alkier / Hermann Deuser / Gesche Linde (Hg.), Religiöser Fundamentalismus. Analysen und Kritiken, Tübingen: Francke, 2005, S. 48)

Diskussion


"Fundamentalisten sind auch Menschen."

Prof. Dr. Dr. Heinrich Schäfer (30. Mai 2006, Ev. Theologe u. Soziologe, Universität Bielefeld, Fundamentalismen und Modernen, Evangelischer Pressedienst epd, epd-Dokumentation 22/2006, S. 11, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik GEP)

Diskussion


"Amerika ist das Land mit den meisten Christen, Deutschland mit den meisten Theologen."

Karsten Voigt (07.02.2008, seit 1999 Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, TV-Sender Phoenix)

Diskussion


"Ich bin ein Kultur-Christ."
[Prof. Dr. Richard Dawkins, Evolutionsbiologe]

"Prof. Richard Dawkins (Oxford), englischer Evolutionsbiologe und Autor des atheistischen Bestsellers „Der Gotteswahn“, sieht sich selbst als einen „Kultur-Christen“ an. Wie die meisten Briten singe er gerne Weihnachtslieder.

Er wolle das Land keineswegs seines christlichen Erbes berauben, sagte er in einer Diskussionssendung der Rundfunkanstalt BBC (London). So wie einige seiner Freunde „Kultur-Juden“ oder „Kultur-Muslime“ seien, so würde er sich als einen „Kultur-Christen“ beschreiben."

idea.de (13.12.07, Ein Atheist singt gerne Weihnachtslieder, www.idea.de, 2007/12/10 BBC NEWS. London, http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/politics/7136682.stm)



"Dawkins: I'm a cultural Christian

Scientist Richard Dawkins, an atheist known worldwide for arguing against the existence of God, has described himself as a "cultural Christian".
He told the BBC's Have Your Say that he did not want to "purge" the UK of its Christian heritage. [...]

Prof Dawkins, who has frequently spoken out against creationism and religious fundamentalism, replied: "I'm not one of those who wants to stop Christian traditions.

"This is historically a Christian country. I'm a cultural Christian in the same way many of my friends call themselves cultural Jews or cultural Muslims.

"So, yes, I like singing carols along with everybody else. I'm not one of those who wants to purge our society of our Christian history."

BBC NEWS (10.12.2007, http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/politics/7136682.stm)

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"Die Türen, die von einer wörtlichen Auslegung wegführen, lassen sich nicht von innen öffnen.

Die «Mäßigung», die wir unter Gläubigen vorfinden, die keine Fundamentalisten sind, ist kein wie auch immer geartetes Zeichen dafür, dass der Glaube sich weiterentwickelt hat; sie ist vielmehr das Resultat zahlreicher Hammerschläge der Moderne, die gewisse Glaubensinhalte dem Zweifel ausgesetzt hat.

Nicht die unbedeutendste dieser Entwicklungen war das Hervortreten der Tendenz, den Wert von Beweisen zu erkennen und von einer Behauptung nur bis zu jenem Grad überzeugt zu sein, in dem diese Behauptung sich nachweisen lässt." [...]

"Eine Fortentwicklung in der Religion, wie auch auf anderen Gebieten, müsste sich den Fragen von heute stellen, anstatt hartnäckig die Lehrmeinungen der Vergangenheit nachzubeten. ... Gemessen an diesen Maßstäben, erscheint das ganze Projekt Religion als rückwärts gerichtet. ...

Die Gemäßigten haben zwar nicht vor, jemanden im Namen Gottes zu töten, aber sie wollen, dass wir das Wort «Gott» weiterhin benutzen, als wüssten wir, was wir damit meinen. Und sie wollen nicht, dass allzu kritische Worte über Menschen gesagt werden, die wirklich an den Gott ihrer Väter glauben, denn die Toleranz ist heilig, vielleicht mehr als alles andere. ... Den Luxus einer solchen Political Correctness können wir uns aber nicht länger leisten." [...]

"Wir sollten endlich begreifen, dass Glauben keine Privatsache ist; er war nie etwas rein Privates. In der Tat ist Glauben kaum privater als Handeln, da jeder Glaube eine potenzielle Ursache von Handeln ist. [...]
Angesichts der Verknüpfung von Glauben und Handeln liegt es auf der Hand, dass wir einer Vielfalt religiöser Anschauungen nicht mehr Toleranz entgegenbringen können als einer Vielfalt von Anschauungen über Epidemiologie
[
http://de.wikipedia.org/wiki/Epidemiologie] und Grundhygiene [Lehre von der Verhütung von Infektionskrankheiten]. ... Selbst scheinbar harmlose Glaubensinhalte können, wenn sie ungerechtfertigt sind, zu inakzeptablen Konsequenzen führen."

Dr. Sam Harris (September 2007, US-amerikanischer Schriftsteller, Philosoph u. Neurowissenschafter, Das Ende des Glaubens. Religion, Terror und das Licht der Vernunft.)

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Dr. Sam Harris, US-amerikanischer Schriftsteller, Philosoph u. Neurowissenschafter


 

"Darum muss man sich allgemein entrüsten und ärgern, dass manche und dazu noch Leute ohne viel Studium, ohne wissenschaftliche Bildung ... etwas Bestimmtes über das gewaltige Weltall auszusprechen wagen. Und doch ist darüber seit so vielen, ja allen Jahrhunderten die Philosophie in ihren meisten Schulrichtungen im unklaren." […]

"Angenommen, von Anbeginn haben die Keime aller Dinge durch Selbstbefruchtung der Natur sich zusammengefunden, welcher Gott ist dann der Schöpfer? Oder wenn etwa die Teile des Weltganzen durch zufälliges Zusammenkommen aneinandergefügt, geordnet und gestaltet wurden, welcher Gott ist dann der Baumeister? ... Was ist's mit diesem Aberglauben? ...

Man braucht keinen Künstler, keinen Richter und keinen Schöpfer" [...]

"Wenn ihr also noch ein bisschen Klugheit oder Ehrgefühl habt, so höret auf, Himmelszonen, der Welten Schicksal und Geheimnisse zu ergründen. Es soll euch genügen, das zu erkennen, was euch sozusagen vor den Füßen liegt, zumal für Leute ohne Gelehrsamkeit und Bildung ... die nichts von politischen Dingen verstehen, um wie viel weniger göttliche Dinge erörtern können." […]

"Man muss zweifelhafte Dinge lassen, wie sie sind, und nicht kühn und keck sich für das eine oder andere entscheiden, während doch so viele große Männer über Zweifel nicht hinauskommen, Sonst greift entweder ein Altweiberglaube Platz oder wird jede Religiosität untergraben." [...]

"Doch welche Ungeheuerlichkeiten und Missgestalten schafft erst die Phantasie der Christen!" … "All das sind Fabeln einer krankhaften Einbildungskraft und schlechte Trostgründe, von den Dichtern erfunden, um ihrer Dichtung Reiz zu verleihen. Ihr habt sie allzu leichtgläubig schimpflicher Weise für euren Gott wieder aufgewärmt." […]

"Aber ich will nicht länger von allgemeinen Tatsachen reden. Doch seht! Euch treffen drohende Erlasse ... wie ihr es vorausverkündet und fürchtet."

Caecilius Natalis
(200 n.Chr., Sprecher des Heidentums, Frühchristliche Apologeten und Märtyrerakten 1913, Bd. 2, Minucius Felix, Octavius.)

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"Unsere heiligen Texte [Bibel] sind oft nur heidnische Texte, die jüdisch umgearbeitet und später von Christen übernommen wurden."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

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"Anders als die Erzählungen von der Befreiung Israels aus Ägypten, der Übermittlung des Gotteswillens am Sinai oder die prophetische Botschaft von Gericht und Heil gehört das Bekenntnis zu Gott als „Schöpfer des Himmels und der Erde“ (vgl. Gen 14; 19) nicht zum ältesten Traditionsbestand des Alten Testaments. ...

Dabei hat Israel auf Schöpfungsvorstellungen aus seiner altorientalischen Umwelt zurückgegriffen und sie im Rahmen seiner Erfahrungen mit Gott und seines Weltverständnisses völlig neu interpretiert."

Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (01. April 2008,  EKD-Orientierungshilfe. Rat der EKD: Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule, EKD-Text 94, http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf)

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"Viele der Erzählungen oder Erzählungsstoffe müssen schon vorher bestanden haben, ehe sie im Munde Israels diesen neuen Sinn erhalten haben. Sie müssen als schöne Geschichten längst umgelaufen sein und werden ihrem Ursprung nach reine Gebilde der Phantasie sein […] vielleicht wird man den Ausdruck „märchenhaft“ vorziehen. […]

Die Genesis [griech.: Schöpfung, 1. Buch Mose] ist eine Sammlung von Sagen. […] Das deutlichste Kennzeichen der Sage ist, dass sie nicht selten Dinge berichtet, die uns unglaubwürdig sind. […] So werden in der Genesis viele Dinge berichtet, die unserem besseren Wissen widersprechen."

Prof. Dr. Hermann Gunkel (1901, Theologe, Hauptvertreter der Religionsgeschichtlichen Schule und Begründer der Form- und Gattungsforschung am Alten Testament. Genesis (GenesisDiskussion), 9. Aufl.: 1977, Auflage: 9. A. Juni 1999, ISBN 978-3525516515)

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"Hermann Gunkel gehört zu den großen Gelehrten, die für das 20. Jahrhundert das wissenschaftliche Fundament zur Auslegung biblischer Texte und ihrem religionsgeschichtlichen Verständnis gelegt haben."

Pressemitteilung d. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (16. Mai 2008, Akademische Ehrung von Prof. Dr. Hermann Gunkel, Prof. Dr. Ernst-Joachim Waschke, Theologische Fakultät, Altes Testament)

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"Die Bibel im 1. Buch Mose ist keine wissenschaftliche Abhandlung wie die Welt entstand […] das sind keine Geschichtsberichte […] sondern sind Sagen, Fabeln von der literarischen Gattung her und Geschichten die man sich erzählt hat. […]
Damals ging's einfach so, die Götter haben die Sternchen an den Himmel gesetzt und die Götter haben gesprochen und ruck es war"

Pastor Steffen Beck (23 März 2014, Leitender Pastor ICF-Karlsruhe, Vorsitzender der Evangelischen Allianz Karlsruhe, Podcast: Die Schöpfungsgeschichte, www.icf-karlsruhe.de/media/podcast.html, Stand März 2014)

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Sibylle u. Steffen Beck, Pastoren ICF Karlsruhe, www.icf-karlsruhe.de (2015)

 


"Stammt die Bibel aus Babel?"

"Im Irak haben die Ausgrabungsarbeiten eine Reihe Täfelchen zutage gefördert, auf denen man Berichte über die Schöpfung und die Flut
[vgl. Gilgamesch-Epos] fand. Ihre Entdeckung erregte allgemein großes Aufsehen. Als man die Texte mit der Bibel verglich, entstand unter den Forschern ein Streit, der unter dem Stichwort 'Bibel und Babel' [http://de.wikipedia.org/wiki/Babel-Bibel-Streit] bekannt wurde. In ihm ging es um die Frage, welche der beiden Darstellungen von der anderen abhängig sei." [...]

"1. Die Täfelchentexte aus Babylonien sind vergröberte Nachahmungen der biblischen Berichte.

2. Die biblischen Berichte stammen von den babylonischen Darstellungen ab. Die Schreiber der Bibel haben diese nur vorher von allen phantastischen Verzerrungen des Polytheismus [Vielgötterei] gereinigt.

Wie nicht anders zu erwarten, schlossen sich die konservativen Forscher genauso selbstverständlich der ersten Erklärung an wie die Vertreter der kritischen Schule der zweiten." [...]

"Man ging von der Voraussetzung aus, dass die Genesis [Schöpfung] zu einer viel späteren Zeit geschrieben ist als die babylonischen Täfelchen, woraus sich ergab, dass die biblischen Darstellungen später als die Babylonischen entstanden und infolgedessen auch von jenen abgeschrieben worden sind.

Dass sie reiner waren und ohne die phantastischen Verzerrungen, entsprach außerdem der allgemeinen Ansicht, nach der sich die Religionen erst langsam vom Polytheismus [Vielgötterei] zum Monotheismus [Glaube an einen einzigen Gott] hin entwickelt hat (Evolutionstheorie). Danach hat es am Anfang der Geschichte nur ganz niedrige polytheistische, animistische Vorstellungen gegeben, die sich erst mit der Zeit geläutert und verfeinert haben."

Armin Held (Theologie. Den Glauben behalten, ohne den Verstand zu verlieren.)

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"Sie sehen, was Sie zu sehen erwarten."

Prof. Dr. Steven J. Sherman & Prof. Dr. David L. Hamilton (1989, Personality and Social Psychology Bulletin, Vol. 15, No. 4, 559-571. 1989, Attenuation of Illusory Correlation)

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"Die Bibel ist von Menschen geschrieben, sie ist ein menschliches Buch, und darum kann sie nicht anders gelesen und verstanden und nicht nach anderen Methoden ausgelegt werden als andere menschliche Bücher auch."

Dr. theol. Heinz Zahrnt (1971 bis 1973 Präsident des Evangelischen Kirchentags, 25 Jahre
theologischer Chefredakteur des "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatts", 
Es begann mit Jesus von Nazareth, Gütersloh 1960, S. 30)

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"Die wissenschaftliche Erforschung der Bibel in den letzten 150 Jahren hat gezeigt, wie sowohl im Alten Testament als auch im Neuen Testament Satz für Satz von Menschen gesprochen worden ist.

Es lässt sich nicht ein einziger Satz als von jenseits geoffenbartes Wort ausmachen. Diese Kritik spitzt sich zu auf eine zweite These. Sie lautet:

Redet der Mensch von Gott, dann redet er von sich selbst"

Pfarrer Dr. Paul Schulz (1979, Theologe, Frankfurter Rundschau 2.2.1979)

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1941, Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1884 - 1976), 1912 - 1951 Uni Prof.
Rudolf Bultmann in Alpirsbach im Juni 1941 (Photo Antje Bultmann Lemke), Gesine Diesselhorst.
Konrad Hamman: Rudolf Bultmann. Eine Biographie. Mohr Siebeck Tübingen, 2009, Seite 336


 

"Voraussetzungslose Exegese [griech. exégesis = Auslegung, Erläuterung] kann es nicht geben." [...]

"Unabdingliche Voraussetzung aber ist die historische Methode in der Befragung der Texte. Exegese ist ja als Interpretation historischer Texte ein Stück Geschichtswissenschaft."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1957, Theologe, Ist voraussetzungslose Exegese möglich?, 410)

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"Versuche, über Bultmann [siehe oben] hinauszukommen, ihn gar zu „überwinden“, sind bisher alle gescheitert.

Seine zentrale These, dass die biblischen Geschichten Glaubensaussagen sind, die in das Kleid des Mythos gehüllt wurden, ist heute eine theologische Selbstverständlichkeit. An Bultmann kommt daher bis heute kein Theologe vorbei." […]

"Die Evangelikalen, die religiösen Rechten Amerikas und die derzeit weltweit wachsenden fundamentalchristlichen Pfingstgemeinden versuchen derzeit mit Macht, wieder weit hinter Bultmann und die Aufklärung zurückzugehen." […]

"Diesen muss man entgegentreten, nicht der wissenschaftlichen Theologie. Sie wäre genau das Mittel, das es heute bräuchte, um die Gespenster der Vergangenheit in ihre Grüfte zurückzutreiben."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

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"In erstaunlicher und für viele überraschender Weise zieht das Thema „Schöpfung und Evolution“ die öffentliche Aufmerksamkeit wieder auf sich, besonders im Blick auf die Schule und den Biologie- sowie den Religionsunterricht.

Seit fast einhundert Jahren schien dieses Thema zumindest in Deutschland geklärt und erledigt, nämlich so, dass das bleibende Recht unterschiedlicher, in mancher Hinsicht sogar gegensätzlicher biologischer und theologischer Sichtweisen auf die Entwicklung der Lebewesen und vor allem des Menschen selbst anerkannt wurde." [...]

"Religionsfreiheit der Schülerinnen und Schüler schließt ... ein, dass sie im Dialog mit anderen Auffassungen im Unterricht eigene – zum Beispiel auch kreationistische – religiöse und weltanschauliche Überzeugungen zum Ausdruck bringen dürfen.

Allerdings können Lehrerinnen und Lehrer schon aufgrund ihrer pädagogischen Verantwortung und der mit ihrem Beruf verbundenen Mäßigungspflicht kein vergleichbares Recht für sich geltend machen, weder hinsichtlich des Kreationismus noch hinsichtlich anderer - zum Bespiel atheistischer - Weltanschauungen."

Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (01. April 2008,  EKD-Orientierungshilfe. Rat der EKD: Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule, EKD-Text 94, http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf)

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"Wenn das Charles Darwin wüsste: Nicht einmal ein Fünftel der Menschen in den USA ist von der wissenschaftlich weithin akzeptierten Evolutionstheorie des britischen Naturforschers überzeugt.

In einer nun veröffentlichten Umfrage des Tageszeitung "USA Today" gaben lediglich 18 Prozent an, sie seien definitiv der Auffassung, dass sich menschliches Leben über eine lange Entwicklung aus früheren Lebensformen entwickelt habe."

DER STANDARD (09. Juni 2007, W
ien,
http://derstandard.at - June 2007, USA TODAY/Gallup Poll results; "Evolution, that is, the idea that human beings developed over millions of years from less advanced forms of life" "Definitely true" "18", http://www.usatoday.com/news/politics/2007-06-07-evolution-poll-results_n.htm]

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"
Evangelikaler Amerikanismus missioniert bei uns in strategischer Breite, unterstützt von politischen Aktivitäten und ehrgeizigen Kirchenleuten, um die sie störenden Widerständigkeiten des alteuropäischen „sozialistischen“ Kirchen-Christentums auch bei uns auszutreiben." [...]

"Es wird Zeit, aufzuwachen und mit einem entschlossenen „quod non“ die protestantische Identität zu bewahren, die es sehr wohl wert ist bewahrt zu werden."


Dr. Richard Ziegert (2006, Theologe, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche der Pfalz, 1. Abschnitt: 14. Oktober 2006, "Politik der Götter, Europa und der neue Fundamentalismus" OK [Offene Kirche] Mitgliederversammlung, Stuttgarter Erlöserkirche. 2. Abschnitt: 2006, "Das protestantische Schisma", Pfälzisches Pfarrerblatt)

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"Die Zuwendung zur Religion vollzieht sich in großem Umfang in Gestalt einer Abkehr vom Wissen, einer Abwendung von der Aufklärung." [...]

"Ein religiöser Fundamentalismus greift um sich."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (22.02.2004, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Die Rede von Gott und die Weltlichkeit der Welt, Humboldt-Universität zu Berlin)

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"Fundamentalismus im Christentum ist nichts, womit wir uns abfinden dürfen"


Bischof Dr. Wolfgang Huber (10.06.07, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD,  Keine Kollekte für Moschee, Kölner Stadt-Anzeiger)

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"Im Religionsunterricht hat das christliche Bekenntnis eine grundlegend andere Bedeutung als in anderen Fächern. Zu diesem Bekenntnis gehört der Glaube an Gott, den Schöpfer, nicht jedoch der Kreationismus.
Ein evangelischer Religionsunterricht, der gemäß Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes „in Übereinstimmung mit den Grundsätzen“ der evangelischen Kirche erteilt wird, kann deshalb den Kreationismus zwar thematisieren, ihn jedoch nicht vertreten."

Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (01. April 2008,  EKD-Orientierungshilfe. Rat der EKD: Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule, EKD-Text 94, http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf)

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[Der folgende Abschnitt beinhaltet eine Kurzfassung des unteren Teils der Debatte.]


"An Gott, den Schöpfer, darf man offensichtlich nur glauben, wenn man zugleich augenzwinkernd zu verstehen gibt, dass dieser Glaube nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, sondern in das Reich der Märchen gehört." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Pfarrer Ulrich Parzany (13.02.2008, Theologe, Steht auf, wenn ihr Christen seid. ideaSpektrum 7/2008, Seite 17, http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Parzany)

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"Wir erwarteten auf diese Frage eine schlichte Antwort, also nicht eine Antwort, die den Umfang des Begriffs "wirklich" so lange dehnte, bis auch Märchen und Träume darunter subsumiert
[http://de.wikipedia.org/wiki/Subsumtion] werden konnten." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Prof. Dr. Robert Spaemann (8. Februar 2000, Vortrag Bayerischen Akademie der schönen Künste)

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"Wer so fragt, hat laut Dürrenmatt nicht begriffen, dass diese Frage untheologisch ist, ja dass moderne Theologie nur noch unter der Bedingung möglich ist, dass solche Kinderfragen nicht mehr gestellt werden." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Elisabeth Emter (17. August 1995, Germanistin, Literatur und Quantentheorie. Gruyter, ISBN 9783110148732, S. 249)

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"Auf die Frage, ob sich dieses oder jenes Wunder tatsächlich ereignet habe, komme es gar nicht so an.

Doch, genau darauf kommt es an. Bevor diese Frage nicht geklärt ist, braucht man sich mit anderen Fragen gar nicht erst zu beschäftigen." [...]

"Von unsereinem wird verlangt, ohne Wunder an die wunderbare Herrlichkeit Gottes zu glauben. Wie aber geht das? Der Prediger weiß es auch nicht so genau" ... "Was dabei herauskommt ist Gerede. Ein Krampf." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

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"Von den bibelkritischen Vertretern der deutschen Universitätstheologie kennt man das Erklärungs-muster: Etwas, das historisch nie geschehen ist, ist dennoch bedeutsam für den Glauben."

Pfarrer Jörg Gintrowski (14. November 2007, Ev.-luth. Kirchgemeinde Jena, ideaSpektrum 46/2007)

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"Schöpfungsglaube erwarte ein reales Handeln Gottes in der Welt und nicht nur eine Deutung der Natur. ...
Evolution betrachte den Tod als eine Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Lebens. Demnach wäre der Mensch schon fehlerhaft in die Welt gekommen und sei darum an seiner Sünde letztlich unschuldig.
Dass Christus laut Neuem Testament die Sünde der Menschen stellvertretend getragen hat, passt nicht zu einer evolutiven Entstehung des Menschen" [vgl. Sühnopfer]

idea / Dr. Reinhard Junker (2. April 2008, Die EKD lehnt den Kreationismus ab, ideaSpektrum 14/2008, S. 9, http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker)

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"Es sei denn, wir verstünden Gott mit einigen Theologen als »Sprachereignis«, als die in religiöser Rede geschehende Selbsttranszendenz des Menschen. ... Gott als offene Zukunft des Menschen, Gott als Sinn seines Daseins, das wird zur schönen, aber leeren Formel" [...]

"Ein Gott, der nicht Alpha ist, kann auch nicht Omega sein. Ohne Schöpfungslehre keine Eschatologie [griech.: ta és-chata - die letzten Dinge].

Ein Gott, der mit dem Alpha der Centauren [Sternbild Centaurus am Südhimmel] nichts zu tun hat, kann auch für uns nichts bedeuten, was der Rede wert wäre: er kann uns nicht vom Tode retten"

Prof. Dr. Robert Spaemann (Januar 1969, Philosoph, Was ist das eigentlich – Gott? Band 119 - Die Bücher der Neunzehn)

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"Was taugt ein Gott, der eigentlich keiner ist?" [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Tages Anzeiger CH (15.10.2006, Ist Gott tot?, Hugo Stamm, www.tagesanzeiger.ch)

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"Gott ist kein Supermann […] der Sachen wahrscheinlich macht, die eigentlich unwahrscheinlich sind."

Oberkirchenrat Dr. Thies Gundlach (22.08.2008, Leiter der Abteilung "Verkündigung, Kirchliche Dienste und Werke" im EKD-Kirchenamt Hannover, Bibel TV das Gespräch - 170. Im Gebet wachsen, http://bibeltv-vod.ip-fernsehen.net)

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"Die Vokabel Gott, ohne die Gewissheit, ob es mehr gibt als nur diese Vokabel, oder ob dieses Wort mehr beinhaltet als nur den pantheistischen Pan-all-ismus." [Pantheismus (griechisch pan = „alles, ganz“; theós = „Gott“) bedeutet, die Gottheit bzw. „das Göttliche“ in allen Erscheinungen der Welt zu sehen (Allgottglaube). http://de.wikipedia.org/wiki/Pantheistisch] [...]

Man hat damit nur noch religiöse Begriffe ohne Inhalt und die Gefühle, die durch gewisse religiöse Wörter hervorgerufen werden. Das ist alles." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Dr. theol. h.c, Dr. h.c., Dr. h.c. Francis A. Schaeffer (1983, Theologe, Wie können wir denn leben? 3. Aufl. Hänssler 1991, S. 176, 178-179)

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Dr. h.c. mult. Francis A. Schaeffer (s.unten)


 

4 "Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau."

Jesus Christus (Matthäus 19, 4)

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27 "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie."

1. Mose 1, 27

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"Wenn jedoch der historische Rahmen der Geschichtsbücher des Alten Testaments fiktiv ist und es sich beim biblischen Israel, ja selbst bei dem exklusiven Gott Jahwe um theologische Konstrukte des nachstaatlichen Judentums handelt, dann sind die biblische Frühgeschichte Israels und damit die Vorgeschichte Jesu Christi vollständig entleert.

Sie lösen sich in Nebel auf und mit ihnen auch die Auferstehung Jesu, denn das Zentraldatum christlichen Glaubens gilt in der Theologie inzwischen auch als unhistorisch.
Diese Erkenntnisse besiegeln nicht nur den Tod des alttestamentlichen Geschichtsgottes, sondern auch das Ende des Vaters Jesu Christi."
[Anmerkung: Der Beweis für die im Text genannten Hypothesen steht noch aus.]

Prof. Dr. Gerd Lüdemann
(01.10.2006, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, "Gott wurde spät erfunden", Die Welt, Axel Springer AG)

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"Es sind in Deutschland die Theologen, die ... Gott ein Ende machen."

Heinrich Heine (1797-1865, deutscher Dichter und Publizist)

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"Wie Bultmann vor knapp einem halben Jahrhundert, so erregte Lüdemann [siehe oben] ... die Gemüter. Dabei geben selbst seine Kritiker zu, dass er mit seinen Aussagen eigentlich kaum über das hinausgeht, was andere Theologen auch schon gesagt haben.

Im Gegensatz zu diesen aber versteckt Lüdemann das Anstößige nicht, sondern sagt es offen, und er verklausuliert es nicht mithilfe beliebter theologischer Termini, die nur in der eigenen Zunft verstanden werden, sondern er sagt es geradeheraus und so verständlich, dass seine Kollegen reflexartig von »Vereinfachung«, »Verfälschung« und »Simplifizierung« reden.

Aber Lüdemann spitzt eigentlich nur zu, was seine Kollegen langatmig, unverständlich und zu Tode differenzierend auch sagen"

Christian Nürnberger (Dezember 2000, Journalist. Kirche, wo bist du?)

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"Gott ist tot, er wurde auf der theologischen Werkbank zu Tode interpretiert."

Dr. Lutz Graf (2000, Langen)

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"Gott gegen Darwin. Glaubenskrieg um die Evolution" ... "Es wird eng für den Schöpfer"

DER SPIEGEL (24.12.2005, Gott gegen Darwin. Glaubenkrieg um die Evolution, DER SPIEGEL, Nr. 52)

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"Dass der "Kreationismus" nicht jede Evolution bezweifelt, sondern zwischen der nicht bestrittenen "Mikroevolution", also der Evolution innerhalb bestimmter Grundtypen von Lebewesen, und der bestrittenen "Makroevolution", also der evolutionären Entstehung neuer Arten und Stämme von Lebewesen, unterscheidet, sei der Vollständigkeit halber erwähnt."

Pfarrer Reiner Vogels (05.04.2008, Vorsitzender Lutherischer Konvent im Rheinland http://de.wikipedia.org/wiki/Lutherischer_Konvent_im_Rheinland, Die Herausforderung durch die christliche Schöpfungswissenschaft. Zur "Orientierungshilfe" der EKD, http://www.ekir.de/lutherkonvent/archiv/archiv.html#10)

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"Der Begriff der Mikroevolution beschreibt einen Vorgang der Evolution, der sich innerhalb des Niveaus der biologischen Art oder darunter (also bei Unterarten oder Rassen) in biologischen Populationen abspielt und innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes stattfindet.

Dabei handelt es sich meist um kleinere, durch Mutationen, Rekombinationen und Selektionsprozesse bedingte morphologische oder physiologische Veränderungen bei den betrachteten Organismen."

(http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroevolution, Stand 2008)

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"Makroevolution bezeichnet einen Evolutionsvorgang, der oberhalb der Art-Ebene stattfindet [Übergang von einer Art - zu einer anderen Art]. Von der Makroevolution ist die Mikroevolution zu unterscheiden, die für Veränderungen innerhalb einer Art verantwortlich gemacht wird
[Beispl. kleine Hunde - große Hunde]."

(http://de.wikipedia.org/wiki/Makroevolution,
Stand 2008)

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"Höre ich jemanden sagen: „Aber man muss sich doch den Schlussfolgerungen der Wissenschaft unterwerfen.“ … Aber was verstehen Sie unter Wissenschaft? Ist das Ding, was „Wissenschaft“ genannt wird, unfehlbar? …

Der phantastische Teil der Wissenschaft, vielen so teuer, ist das, was wir nicht annehmen. Das ist für viele der wichtige Teil der Wissenschaft – der Teil, der bloße Mutmaßung ist, für den die Mutmaßenden mit aller Gewalt fechten. …
Soweit Tatsachen in Betracht kommen, ist die Wissenschaft nie in Widerstreit mit den Wahrheiten der Heiligen Schrift, aber die hastigen Schlüsse, die aus diesen Tatsachen gezogen werden."

Charles H. Spurgeon (1834 - 1892, englischer Baptistenpastor, 
http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_ Haddon_Spurgeon)

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"
Heute wird die Bibel weithin dem Maßstab des sogenannten modernen Weltbildes unterworfen, dessen Grunddogma es ist, dass Gott in der Geschichte gar nicht handeln kann - dass also alles, was Gott betrifft, in den Bereich des Subjektiven zu verlegen sei.

Dann spricht die Bibel nicht mehr von Gott, dem lebendigen Gott, sondern dann sprechen nur noch wir selber und bestimmen, was Gott tun kann und was wir tun wollen oder sollen. ... mit der Gebärde hoher Wissenschaftlichkeit, dass eine Exegese, die die Bibel im Glauben an den lebendigen Gott liest und ihm selbst dabei zuhört, Fundamentalismus sei;

nur seine Exegese, die angeblich rein wissenschaftliche, in der Gott selbst nichts sagt und nichts zu sagen hat, sei auf der Höhe der Zeit."

Dr. Joseph Ratzinger (16. April 2007,
2005-2013 Papst Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder, ISBN 978-3451298615)

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"Die Theologen haben doch längst die Bibel und den ganzen Volks- und Aberglauben entmythologisiert" [...]
"Kein Theologe sagt es so platt, aber auf diese Plattheit laufen all ihre Erklärungen hinaus, wenn man sie von den theologieüblichen Verschleierungen und Wissenschaftlichkeit vortäuschenden Komplizierungen befreit und über die Rücksichten auf die Kirche und religiöse Gefühle hinweggeht."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

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"Ich halte es für sinnvoll, fächerübergreifende und -verbindende Fragestellungen aufzuwerfen, dass man nicht einfach Schüler in Biologie mit der Evolutionslehre konfrontiert und Schüler im Religionsunterricht mit der Schöpfungslehre der Bibel. Sondern dass man gelegentlich auch schaut, ob es Gegensätze oder Konvergenzen [spätlateinisch convergere: sich hinneigen] gibt."

Karin Wolff (01.11.2006, hessische Kultusministerin (CDU), stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Hessen, Kreationisten im hessischen Biologie-Unterricht, DIE WELT/dpa)

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Charles Darwin, 1809 - 1882, britischer Naturforscher

 


"Es ist wahrlich eine großartige Ansicht, dass der Schöpfer den Keim alles Lebens, das uns umgibt, nur wenigen oder nur einer einzigen Form eingehaucht hat, und dass, während unser Planet den strengsten Gesetzen der Schwerkraft folgend sich im Kreise geschwungen, aus so einfachem Anfange sich eine endlose Reihe der schönsten und wundervollsten Formen entwickelt hat und noch immer entwickelt."

Charles Darwin (24. November 1859, britischer Naturforscher, Die Entstehung der Arten, Herausgeber: Heinrich Schmidt, J. V. Carus, 1884)

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"Solche Fragen müssen in der Schule nicht nur zugelassen, sondern provoziert werden" ... "Die Wissenschaft allein gibt auf solche Fragen nämlich keine befriedigende Antwort."

Karin Wolff (29.06.2007, hessische Kultusministerin (CDU), stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Hessen, Wolff will Schöpfungslehre im Biologieunterricht, Ralf Euler, Frankfurter Allgemeine Zeitung F.A.Z. Nr. 148 S.1)

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"Die Stunde der Religion" [Frankfurter Rundschau]

"Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat sich am Donnerstag vor seine Kultusministerin Karin Wolff (beide CDU) gestellt, die die biblische Schöpfungslehre im Biologie-Unterricht behandeln lassen will. Im Lehrplan stehe, dass religiöse und philosophische Fragen die naturwissenschaftliche Lehre ergänzen sollten, zitierte Koch."

"Wer sagt, er setzt den Glauben absolut, hat genau so Unrecht wie der, der sagt, er setzt die Naturwissenschaften absolut", sagte der Ministerpräsident im Wiesbadener Landtag." [...]

"Die Grünen erklärten, Schüler dürften nicht über den Umweg Biologie gezwungen werden, sich mit Glaubensfragen zu befassen. Nicht umsonst sei der Besuch des Religionsunterrichts freiwillig.

Koch und Wolff beteuerten, dass die Theorien von Kreationisten nicht an hessischen Schulen unterrichtet würden." ... "Wolff nannte es "eine pure Frechheit und Unverschämtheit", ihr eine Nähe zu diesen christlichen Fundamentalisten zu unterstellen."

Frankfurter Rundschau (06.07.2007, Die Stunde der Religion, Pitt von Bebenburg, Frankfurter Rundschau)

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"Rückendeckung erhielt die Ministerin dagegen von ihrer eigenen Partei. Nach Überzeugung von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) gehe es gerade nicht um Mission im Biologieunterricht.

Wenn man sich in der Schule mit der Frage auseinandersetze, was am Ende menschlicher Kenntnis stehe, so sei das auch ein „Schutz vor Fundamentalismus“. Denn man müsse junge Menschen „auch davor schützen, zu glauben, dass sie alles wissen könnten“."

idea (9.07.07, Wiesbaden / Münster, Geht Ministerin auf „christliche Fundamentalisten“ zu?,
www.idea.de)

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"Auch das Kind hat ein Recht auf Religion" ... "Wer ihm eine religiöse Erziehung vorenthält mit der Begründung, man wolle einer freien Entscheidung nicht vorgreifen, tut in Wirklichkeit genau dies, er prägt einen Weg vor." [...]

"Das wichtigste im Leben sind Geld, schicke Klamotten, schnelle Autos und gestylte Körper. Konflikte löst man mit Gewalt; nur die Dummen halten sich an Regeln."

Karin Wolff (11. Juli 2007, hessische Kultusministerin (CDU), stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Hessen, Politik durch die Bibel-Brille?, Stern)

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"Die Ministerin [Karin Wolff, hessische Kultusministerin] ist eine Wiederholungstäterin. Im Oktober 2006 hatte sie sich in einem dpa-Interview ähnlich geäußert.

Daraufhin zur Rede gestellt, erklärte sie, es gehe ihr nur darum, dass in einer "fächerübergreifenden Perspektive" dem Schüler die verschiedenen Ansichten näher gebracht werden. Das ist genauso glaubhaft wie ihre Behauptung, die verschiedenen Schöpfungsberichte der Bibel wollten alle nur eines sagen, nämlich dass Gott der Herr sei." [...]

"Frau Wolff meint, es gebe eine "erstaunliche Übereinstimmung" zwischen der Erzählung von den sieben Schöpfungstagen und der wissenschaftlichen Theorie. Dabei sei die Sieben-Tage-Erzählung allerdings kein naturwissenschaftlicher Abriss, vielmehr werde das Verhältnis von Gott und Mensch sowie der Menschen untereinander aufgezeigt. Ja, worin besteht dann die "erstaunliche Übereinstimmung"?

"Man stelle sich Frau Wolff mit diesem Galimathias [franz.: Galimathias: sinnloses Geschwätz, Unsinn] vor einer Klasse von Sechzehnjährigen vor. Hohngelächter gäbe es."

Frankfurter Rundschau
(30.6.2007, Kultusministerin Karin Wolff erklärt dem Volk und seinen Kindern Gott und die Welt, Arno Widmann, Frankfurter Rundschau)

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Karin Wolff, 1999 bis 2008 Hessische Kultusministerin (CDU)


 

"Nun meint man ja gerne, dass der Kreationismus ein amerikanisches Problem sei. In den USA haben es die Kreationisten an vielen Schulen geschafft, ihre Vorstellungen über die Entstehung der Welt im Unterricht zu etablieren. Doch auch in Europa wächst ihr Einfluss." [...]

"Bernhard Wolf, der Sektenbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, klagt darüber, dass sich allerorten kleine Zentren "fundamentalistischer Extremisten" immer besser miteinander vernetzten, um eigene Schulen gründen zu können.

Anlass für die Befassung des Europarats mit dem Thema Kreationismus waren die zunehmenden Versuche von Politikern in zahlreichen europäischen Staaten, die Schulen für den Kreationismus zu öffnen. Der Ausschuss zitiert kreationismusfreundliche Äußerungen holländischer, polnischer, serbischer und italienischer Bildungsminister." [...]

"Die Resolution über "Die Gefahren des Kreationismus" [Link: Doc. 11297, 8 June 2007, The dangers of creationism in education, Rapporteur: Mr Guy LENGAGNE, France, Socialist Group] wurde im Europarat übrigens von einer knappen Mehrheit vornehmlich christdemokratischer Vertreter abgelehnt. Guy Lengagne, seit zehn Jahren Mitglied des Kultur-Ausschusses sagte, er sei "geschockt" von der Entscheidung, die zeige, "dass wir in Europa an der Schwelle eines neuen Mittelalters stehen und dass so viele Mitglieder des Rats sich dessen nicht bewusst sind."

Das mag übertrieben sein. Aber auch der Sektenbeauftragte Bernhard Wolff, der das Anwachsen der evangelikalen Bewegung in Bayern und Deutschland mit wissenschaftlicher Nüchternheit konstatiert, äußert sich "sehr besorgt" über diese Ablehnung, spiegle sie doch die "große Ratlosigkeit, wie wir mit dem Problem des Fundamentalismus umgehen sollen."

Süddeutsche Zeitung SZ (01.07.2007, Gott beweist: Darwin ist tot - Streit um Evolution und Schöpfungslehre, Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung SZ)

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"Zehn bis 20 Prozent der Biologiestudenten [in Deutschland] hängen dem Kreationismus oder dem Intelligent Design an. Das jedenfalls belegen Befragungen von Ulrich Kutschera, Evolutionsbiologe an der Universität Kassel." [...]

"Geologen und Paläontologen warnen nun davor, die fundamentalistische Weltanschauung zu unterschätzen, die inzwischen auch zunehmend in Deutschland an Einfluss gewinnen"

Deutschlandfunk (10.12.2006 Kreationismus versus Evolution, WISSENSCHAFT IM BRENNPUNKT, Deutschlandfunk, www.dradio.de)

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"Immer mehr Naturwissenschaftler bekennen sich zum Glauben an Gott und durchbrechen damit ein Tabu. „Es sollte eigentlich kein Tabu sein“, sagte der Genforscher Francis S. Collins der Tageszeitung New York Times, „ist es aber in Naturwissenschaftlerzirkeln oft gewesen." [...]

"Die New York Times verweist auf eine Untersuchung von 1997, wonach etwa 40 Prozent aller Biologen, Physiker und Mathematiker in den USA an Gott glauben – und zwar nicht an ein unbestimmtes „höheres Wesen“, sondern an einen Gott, „zu dem man beten kann in der Erwartung, Antwort zu bekommen."

kath.net / idea (28. August 2005, USA: 40% aller Biologen, Physiker und Mathematiker glauben an Gott, New York, www.kath.net / idea)

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"Drei Viertel aller Schweizer (75,6 Prozent) sind dafür, Schöpfung und Evolution gleichberechtigt im Biologieunterricht zu lehren. Fast jeder fünfte (19,6 Prozent) will, dass nur die Evolution und jeder 20. (4,8 Prozent), dass nur die Schöpfung behandelt wird.

Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IHA-GfK im Auftrag des Vereins ProGenesis. Befragt wurden im Juli 1.100 Bürger im Alter zwischen 15 und 74 Jahren. An Schweizer Schulen wird im Biologieunterricht bisher nur die Evolutionstheorie vermittelt."

Radio Vatikan (02.09.2007, Schweiz: Zwei Drittel für Schöpfungslehre im Unterricht)

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"Im September erschien im Berner Schulverlag das Lehrmittel «Natur Wert». Darin sollen für Schüler ab dem 7. Schuljahr laut Beschrieb «naturwissenschaftliche Kenntnisse mit philosophisch-ethischen Betrachtungen» verbunden werden. Das erste Kapitel heißt «Schöpfung und Evolution – Entstehung des Lebens».
Dieses Kapitel stößt bei Fachleuten auf Kritik: «Hier wird erstmals in einem Schweizer Lehrmittel die Schöpfungslehre im Sinne der Kreationisten mit der Evolutionstheorie auf die gleiche Stufe gestellt», sagt Markus Wilhelm, Professor an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Luzern." […]

"Seine Kritik entzündet sich an einem kurzen Text unter dem Titel «Erklärungsversuche»: Es gebe verschiedene Antworten auf die Frage, wie das Leben entstanden sei, heißt es da, «hier sollen vor allem die zwei bei uns am meisten verbreiteten Erklärungsversuche dargestellt werden».

Erstens: «Gläubige Menschen gehen davon aus, dass jemand oder etwas – Gott / eine höhere Macht – das Universum in seiner ganzen Vielfalt erschaffen habe. Diese Vorstellung wird Schöpfungsglauben genannt.»
Und zweitens: «Vor etwa 150 Jahren verbreitete sich unter Naturwissenschaftern die Vorstellung, es gebe keinen Schöpfer, das Leben sei durch zufällige chemische Prozesse entstanden und die heutige Vielfalt sei das Resultat weiterer zufälliger Veränderungen. Dieses Modell heißt Evolutionstheorie.»" […]

"Vor allem stört Wilhelm ..., dass Schöpfungsglauben und Evolutionstheorie als gleichwertige Sichtweisen dargestellt würden, «für die man sich so oder so entscheiden kann».

Man dürfe in der Schule «nicht grundsätzlich an der Evolutionstheorie rütteln», findet Wilhelm, «diese hat sich seit 150 Jahren im wissenschaftlichen Wettstreit durchgesetzt»."


Neue Zürcher Zeitung NZZ (4. November 2007, Glaube der Wissenschaft gleichgesetzt, NZZ am Sonntag, Zürich)

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Dr. John Lennox, britischer Mathematikprofessor und Wissenschaftsphilosoph

 


"Das Problem mancher Naturwissenschaftler ist Folgendes: Sie sagen, sie hätten einen Mechanismus gefunden, entdeckt, wie etwas funktioniert - also gibt es keinen Gott.

Das aber ist philosophisch gesehen ein Kategorienfehler. Denn die Existenz eines Mechanismus kann nicht als Beleg dafür genommen werden, dass es niemanden gibt, der den Mechanismus, erfunden hat. Den Ursprung des Lebens kann eine materialistische Evolutionstheorie bis heute nicht befriedigend erklären."

Prof. Dr. John Lennox (2007, britischer Mathematikprofessor und Wissenschaftsphilosoph, Universität Oxford)

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"Wie können anorganische Moleküle biologische Informationen bekommen und weitergeben, damit eine Urzelle entstehen kann? An und für sich ein unlösbares Problem."

Prof. Dr. Manfred Eigen (* 9. Mai 1927 in Bochum, Bio- bzw. Physikochemiker, 1967 Nobelpreis für Chemie)

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"Die Wahrscheinlichkeit, dass das Leben durch einen Zufall entstanden ist, vergleiche ich mit der Wahrscheinlichkeit, dass ein vollständiges Wörterbuch das Ergebnis einer Explosion in einer Druckerei ist."

Prof. Dr. Albert Einstein (1879 - 1955, Physiker, 1921 Nobelpreis für Physik, http://www.stjohannes-bm.de/others/1/6.pdf)

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"Omne vivum ex vivo - Leben [kommt] nur von Leben"

Prof. Dr. Louis Pasteur (1822 – 1895, zit. n. Mikrobiologe, 95 Thesen gegen die Evolution, www.0095.info)

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"Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, dass eine lebendige Zelle von selbst entsteht; aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen."

Ernest Kahane (17.11.1964, Biochemiker, Vortrag in Cern bei Genf)

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"Man glaubt nicht, wie viel man glauben muss, um ungläubig zu sein."

Prof. Dr. Kardinal Michael von Faulhaber (1869-1952, Theologe)

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Conway Morris:
"Niemand hat bisher verstanden, wie das Leben begonnen hat. Hunderte Forscher haben sich mit dieser Frage befasst, darunter lauter Nobelpreisträger – und trotzdem sind sie in den letzten 50 Jahren im Grunde keinen Schritt weitergekommen. Selten ist Wissenschaft gründlicher gescheitert."

SPIEGEL: "Und das könnte daran liegen, dass es gar keine richtige Antwort gibt? Dass alles nur ein absolut unwahrscheinlicher Glücksfall war?"

Conway Morris: "Auszuschließen ist das nicht. Diese Befürchtung haben ja immer wieder Forscher geäußert. Aber dann würde es bedeuten, dass wir es hier gar nicht mehr mit einer wissenschaftlich zu klärenden Frage zu tun haben. Dann können Sie glauben, was Sie wollen."

Prof. Dr. Simon Conway Morris (29.09.2003, Evolutionsbiologe, University of Cambridge, Delfine waren uns überlegen, DER SPIEGEL 40/2003, Seite 180)

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"Die Evolutionstheorie ist unbewiesen und unbeweisbar. Wir glauben aber daran, weil die einzige Alternative dazu der Schöpfungsakt eines Gottes ist, und das ist undenkbar."

Sir Dr. Arthur Berridale Keith (1866-1955, schottischer Anatom und Anthropologe, Rektor der Universität von Aberdeen, "Evolution is unproved and unprovable. We believe it because the only alternative is special creation and that is unthinkable" Did man just happen? W. A Criswell, Zondervan Pub. House; edition 1972, p. 73)

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"Die Naturwissenschaften sind per Definition atheistisch. Meine Position ist: Halten wir Wissen und Glauben auseinander."

Prof. Dr. Ulrich Kutschera (02.04.2007, Evolutionsbiologe, Der Schöpfer ist ein Käfermacher - Interview, Stern, Ausgabe 13/07)

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"Wir schlagen uns auf die Seite der Wissenschaft, trotz der offenkundigen Absurdität mancher ihrer Konstrukte... denn wir können einen Göttlichen Fuß in der Tür nicht zulassen."

Prof. Dr. Richard C. Lewontin (09.01.1997, Evolutionsbiologe, Billions and Billions of Demons, The New York Review)

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"Die Evolutionstheorie ist eine weltweit anerkannte Theorie, nicht, weil sie bewiesen werden könnte, sondern, weil sie die einzige Alternative zur Schöpfung ist, an welche wir nicht glauben wollen."

Prof. Dr. James Dewey Watson (* 6. April 1928 in Chicago, Biochemiker, 1962 Nobelpreis für Medizin)

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"Wir setzen die prinzipielle Richtigkeit der biologischen Evolutionstheorie voraus, ja wir setzen voraus, dass die Evolutionslehre universelle Gültigkeit besitzt."

Prof. Dr. Franz M. Wuketits (1981,  Biologe u. Wissenschaftstheoretiker, Universität Wien, Biologie und Kausalität, Berlin / Hamburg 1981, S. 11 f.)

Diskussion


"Es ist inakzeptabel, die Evolution als Faktum in Frage zu stellen."

Prof. Dr. Ulrich Kutschera (01.11.2006, Evolutionsbiologe, Kreationisten im hessischen Biologie-Unterricht, DIE WELT/dpa)

Diskussion


"Selbstverständlich kann man die Evolutionstheorie öffentlich hinterfragen, die Kritik von Theorien ist schließlich ein ganz normaler Vorgang in der Wissenschaft. Der Verzicht auf Kritik oder deren Verhinderung wäre das Ende der Wissenschaft.

Allerdings werden kritische Anfragen an die Evolutionstheorie nicht immer begeistert aufgenommen. Da treten unter Journalisten und selbst unter Naturwissenschaftlern mitunter verblüffende Emotionen zutage. Das ist für unser Fach eigentlich recht ungewöhnlich"

Prof. Dr. Siegfried Scherer (12. Februar 2009, Mikrobielle Ökologie Technischen Universität München, Siegfried Scherer im pro-Interview: "Jeder muss sagen dürfen, was er glaubt". www.pro-medienmagazin.de)

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"Die herrschende Wissenschaft hat Intelligenz [Intelligent Design] in Forschung und Lehre mit einem strengen Verbot belegt; Zuwiderhandlungen werden verfolgt.

In ihrer Überheblichkeit vergaß sie jedoch, dass es in jeder Generation Rebellen gibt, die sich von Verboten nicht besonders beeindrucken lassen. Ben Stein deckt auf, wie erstklassige Wissenschaftler und Hochschullehrer reihenweise lächerlich gemacht und gefeuert werden – weil sie in der Natur vorhandene Spuren von Design entdeckt haben. [...]

Ben Stein stellt die richtigen Fragen – und das Ergebnis gibt ihm Recht: spannend, unterhaltsam, humorvoll und informativ – aber mehr als ärgerlich für diejenigen, die die Wissenschaft dazu missbrauchen, Gott aus seiner eigenen Schöpfung aussperren zu wollen."

(2010, Ben Stein: Expelled – Intelligenz streng verboten! Wie der Darwinismus die Wissenschaft behindert, Originaltitel: "Expelled – Intelligence Not Allowed", USA, 2008, Produktion der dt. Fassung: Drei Linden Film 2010, ISBN 9783936344530, www.intelligenz-streng-verboten.de)

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Ben Stein: Expelled. Intelligenz streng verboten. www.intelligenz-streng-verboten.de (s.oben)

 


"Bischof Wolfgang Huber warnt vor dem Kreationismus" [F.A.Z.]

"Die Kontroverse beschäftige derzeit viele Gemeinden. Freikirchen gewännen an Popularität, der Auseinandersetzung mit ihren Botschaften müsse man sich stellen, mahnt Bischof Huber. Die evangelische Kirche Deutschlands zeichne sich durch einen "historisch-kritischen Umgang mit den biblischen Texten" aus, sie habe eine "wissenschaftszugewandte Tradition" und habe Erkenntnisgewinne der Forschung nie abgelehnt. Das gelte auch für den Darwinismus, sagt Huber.

Als die deutsche Diskussion im Frühsommer an Schärfe gewann, hat er nach eigenen Worten "sofort rumtelefoniert", welche protestantischen Alttestamentarier der Öffentlichkeit präsentiert werden könnten, um den Schöpfungsbericht in seinem historischen Kontext zu erklären und "den Irrtum, den Schöpfungsbericht gegen den Darwinismus zu wenden, offenzulegen". Man setze auf eine "diskursive [http://de.wikipedia.org/wiki/Diskursiv] Klärung", sagt der Bischof."

F.A.Z. / Bischof Dr. Wolfgang Huber (27.08.2007, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Feuilleton Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2007, Nr. 198, S. 35, Keine Angst vor Käfern, Bischof Wolfgang Huber warnt vor dem Kreationismus.)

Diskussion


"Evangelische Kirche gegen Bibel im Fach Biologie" [DIE WELT]

"Wolff [Karin Wolff, hessische Kultusministerin] sieht sich nach ihrem Vorschlag zur Einbindung der Schöpfungsgeschichte in den Biologieunterricht mit Kritik der evangelischen Kirche konfrontiert. Die Forderungen von Hessens Kultusministerin Karin Wolff (CDU) nach einer Berücksichtigung der Bibel im Biologieunterricht decken sich nicht mit den Positionen der Evangelischen Kirche (EKD)." [...]

"Biologieunterricht müsse auch "vermitteln, dass es Grenzen der Erkenntnis, des Wissens gibt". Jenseits dieser Grenzen seien "andere Ebenen des Denkens und des Glaubens gefragt". [Karin Wolf]

Dagegen sagte Michael Beintker, Professor für Systematische Theologie an der Uni Münster und Vorsitzender der EKD-Kammer für Theologie: "Frau Wolff lässt die Unterschiede zwischen Naturwissenschaft, Religion und Philosophie außer Acht. Dies entspricht nicht evangelischer Sicht.

Zudem verweist das EKD-Kirchenamt auf eine Stellungnahme von Karl Ernst Nipkow, Professor für Praktische Theologie (Religionspädagogik) in Tübingen und langjähriger ehemaliger Vorsitzender der EKD-Bildungskammer. Nipkow schrieb Anfang Juli, man könne "im Biologie- oder Physikunterricht nicht einfach so nebenbei noch über die Phänomene der Wirklichkeit als göttliche Schöpfung reden."

DIE WELT (5. Juli 2007, Evangelische Kirche gegen Bibel im Fach Biologie, Matthias Kamann, DIE WELT)

Diskussion


"Statt im Biologieunterricht nur die Evolutionstheorie zu büffeln, sollen bayerische Schüler auch das Alte Testament lesen." [...]

"Bei der bayerischen Staatsregierung stößt der Vorschlag auf wenig Gegenliebe. Im Gegensatz zur hessischen Kultusministerin Karin Wolff (CDU) will man im Freistaat nichts davon wissen. »Die Schöpfungserzählung ist im Religionsunterricht gut verankert, dort soll sie auch bleiben«, sagt der Sprecher des Kultusministeriums Ludwig Unger.
Das sieht der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, ebenso. »Beides hat seine Berechtigung«, sagt der ehemalige Religionslehrer. Das eine sei Frage des Glaubens, das andere Wissenschaft.

»Ich halte nichts davon, wenn Schülern wirre Gedanken präsentiert werden», betont Wenzel. Die Orientierungssuche der Kinder sollte nicht durch «fragwürdige Thesen» gestört werden.

Der Sektenbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Bernhard Wolf, sieht für den Vorschlag im Freistaat keine Chance. »Die Aufklärung hat bei uns gut gewirkt«, scherzt er. Doch er weiß auch: Immer mehr bibeltreue Christen suchen sich Nischen. »Es ist eine wachsende Attraktivität von kleinen Privatschulen zu beobachten«, sagt Wolf." [...]

"In Bayern gebe es rund 1000 private Schulen, die entweder »kirchlich oder kommunal« betrieben würden. Der Sektenexperte warnt vor dem Verlust einer kritischen Auseinandersetzung mit Religion. Wissenschaft könnte sonst leicht nach den Maßgaben einer Glaubensrichtung zurecht gebogen werden, betont Wolf. Somit werde einer »Pseudowissenschaft« Platz gemacht.

Wolf [Bernhard Wolf, Sektenbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern] nennt als Beispiel das Dritte Reich, wo die Leerstellen durch »esoterische und okkulte Theorien« gefüllt wurden. Der Sektenexperte ruft die Schulbehörden deshalb zu Wachsamkeit auf: »Es sollten keine unnötigen Präzedenzfälle geschaffen werden."

ddp (13.07.2007, Gott neben Darwin, ddp-Korrespondentin Kathrin Hedtke, Ad-Hoc-News / ddp Deutscher Depeschendienst)

Diskussion


"Man darf die Bibel nicht zu pseudowissenschaftlichen Aussagen missbrauchen" ... "So kündigt man das Bündnis von Glaube und Vernunft auf"

Bischof Dr. Wolfgang Huber (27.08.2007, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Feuilleton Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2007, Nr. 198, S. 35, Keine Angst vor Käfern, Bischof Wolfgang Huber warnt vor dem Kreationismus.)

Diskussion

 

Dr. Ulrich Kutschera, Evolutionsbiologe

 


"Nach der letzten Spiegel-Umfrage im Dezember 2005 sind etwa 20 Prozent aller Deutschen Kreationisten, also christliche, bibeltreue Evolutionsgegner.

Sie müssen bedenken, dass es auch in Deutschland eine große evangelikale Bewegung gibt.
[Evangelikalismus ... ist eine theologische Richtung innerhalb des Protestantismus, die sich auf die Bibel als zentrale Grundlage christlichen Glaubens beruft.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelikalismus]


Mehr als 1,3 Millionen Deutsche sind evangelikale Christen mit fundamentalistischem Bibelverständnis, die die Evolution kategorisch ablehnen."

Prof. Dr. Ulrich Kutschera (22.06.2006, Evolutionsbiologe, Götter, Geister und Designer müssen draußen bleiben, Laborjournal 6/2006)

Diskussion


"Zwar kommt es auch ... zu massiven Konflikten zwischen liberalen und evangelikalen Christen innerhalb der Kirchgemeinden. Die meisten konservativen Christen indes sind in den von der Landeskirche unabhängigen Freikirchen «ausgelagert».

Fundament des Fundamentalismus ist dort nicht die Institution Kirche, sondern eben die Heilige Schrift [die Bibel]."

Michael Meier (2005, Schweizer Journalist, Mit aggressiver Kulturkritik gegen die gottlose Welt,
Tages-Anzeiger v. 13.07.2005)

Diskussion


"Die Spannungen zwischen Landeskirchen und Evangelikalen sind heute eher zu vernachlässigen, wenn so gar nicht mehr vorhanden.

Dies liegt zum einen daran, dass sich verschiedene Gemeinden innerhalb der Evangelischen Allianz aus der landeskirchlichen Gemeinschaft zurückgezogen haben, d.h. die Mitglieder sind nicht selten samt Prediger aus der Landeskirche ausgetreten."

Bischof Prof. Dr. Friedrich Weber (7. März 2009, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Die Herausforderung konfessionsüberschreitender christlicher Strömungen. Vortrag zur Tagung „30 Jahre ACK Sachsen-Anhalt“ am 7. März 2009 in Magdeburg, www.landeskirche-braunschweig.de)

Diskussion


"In der Verschärfung der evangelikalen Sprache würde die Antwort auf die Frage, ob die Evangelikalen noch zu retten sind,  ›vielleicht‹  lauten.  

Vielleicht, wenn die Evangelikalen abschwören der Instrumentalisierung Gottes als dualistischem Schöpfergott. [...]
Es gilt in die kommunikative Offensive umzusteigen, indem die Re-Missionierung der Evangelikalen durch Nutzung des evangelikalen Sprachmusters zu einer kirchlichen Aufgabe wird."

Pfarrer Dr. Dieter Becker (2003, Theologe, 1998–2000 Pfarrdienste für die Ev. Akademie Arnoldshain, Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 9/2003)

Diskussion


"Wir würden uns wundern, wenn wir die Umfragen noch mal zur Kenntnis nähmen, wie viele Leute wirklich davon überzeugt sind, auch junge Leute, dass die Erde eigentlich von Gott geschaffen worden ist. Das ist ein verbreitete Annahme, die wir natürlich aus Sicht der Evolutionslehre als Irrglauben und Aberglauben und Mythos klassifizieren können.

Wir müssen nur eins verstehen: Diese Auffassungen stehen sozusagen nicht unter Strafe, sie werden erst dann brisant und abzulehnen, wenn Sie Gegenstand des Unterrichts werden."

Prof. Dr. Claus Leggewie (03.07.2007, Politikwissenschaftler, Justus Liebeig Universität Gießen, Deutschlandradio Kultur, Sendezeit: 03.07.2007 16:12)

Diskussion


"Eine Zukunft des Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen wird es nur geben, wenn die Religionen der Welt und die christlichen Kirchen darauf verzichten, dass die Lehren ihres Glaubens verbindlich für alle auf Kosten des Staates unterrichtet werden.

Es komme nicht darauf an, jeweils religiöse Antworten zu beherzigen, sondern religiöse Fragen zu stellen. So sei es nicht verwunderlich, dass gegenwärtig der evangelische und katholische Religionsunterricht an öffentlichen Schulen als flächendeckendes Angebot längst zusammengebrochen sei.
Heumann bezweifelte, dass die Kirchen, bislang gestützt auf das Grundgesetz und einschlägige Schulgesetze, ihren Anspruch auf einen konfessionellen Religionsunterricht aufrecht erhalten können."

Akademie der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg / Prof. Dr. Jürgen Heumann (29.09.05, Prodekan der Fakultät IV, Institut für Ev. Theologie und Religionspädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Jürgen Heumann stellt Anspruch auf konfessionellen Religionsunterricht in Frage, Pressespiegel)

Diskussion


"Soweit Religionskenntnisse ... z.B. im Fach Religionskunde, vermittelt werden sollen, ist der Unterricht und seine Inhalte von allen konfessionellen und kirchlichen Bindungen zu lösen und konfessionsübergreifend zu gestalten.
Das Christentum ist nur insoweit Unterrichtsgegenstand, wie seine Rolle als Kulturfaktor in der abendländischen Geschichte Gegenstand des Geschichts- und Literaturunterrichts ist."

Jungen Liberale (04.10.2000, FDP-Jugendorganisation, Beschluss / 27. Bundeskongress d. Jungen Liberale e.V., Freie Kirchen für freie Bürger)

Diskussion


"Der Schulunterricht solle ... nicht vom Glauben beeinflusst sein, forderte der schwedische Schulminister Jan Björklund. Er rechtfertigt die Maßnahmen der Regierung damit, dass „Schüler vor jeder Art von Fundamentalismus geschützt werden müssen“.

Über die Anfänge des Lebens dürfe künftig nur mehr aus wissenschaftlicher Sicht gesprochen werden. Ein religiöser Standpunkt soll Tabu sein. Die „Intelligent Design“-Theorie soll aus dem Biologie-Unterricht verschwinden.
Gebete oder Gottesdienste sind auch zukünftig erlaubt. Allerdings darf kein Lehrer offiziell im Unterricht behaupten, dass dahinter irgendeine objektive Wirklichkeit stehe. Björklund: „Der Schulunterricht muss eine wissenschaftliche Grundlage haben.“
Die neuen Richtlinien müssen noch vom Parlament angenommen werden und sollen 2009 in Kraft treten. Verstöße dagegen können die Existenz kosten: Die Regierung droht mit Strafen oder sogar mit Schließung der Schule. In Schweden gibt es 67 Grundschulen und sechs höhere Schulen mit religiösem / konfessionellem Hintergrund."

KATH.NET (24. Oktober 2007, www.kath.net)

Diskussion


"Verwirrt die Kinder nicht - wir glauben an die Evolution"

"Der Europarat hat sich am Donnerstag [04.11.2007] in einer Resolution gegen die Ausbreitung kreationistischen Gedankenguts an europäischen Schulen gewandt.

Die Leugnung der Evolutionstheorie sei im Bildungswesen immer häufiger zu beobachten, befand die Parlamentarierversammlung des Straßburger Gremiums. Sie fordert in ihrer Resolution, dass kreationistische Ideen in keinem Fach außer dem Religionsunterricht zur Sprache kommen. Die (nicht bindende) Entschließung wurde mit 48 zu 25 Stimmen bei drei Enthaltungen gebilligt."

[The dangers of creationism in education (Gefahren des Kreationismus im Bildungswesen)
Resolution 1580 (2007)
http://assembly.coe.int/Main.asp?link=/Documents/AdoptedText/ta07/ERES1580.htm]

Peter Schmid (08.10.2007, http://www.jesus.ch/index.php/D/article/372/39336)

Diskussion


"Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat die Lehre des Kreationismus in den Schulen scharf verurteilt. "Wenn wir nicht aufpassen, kann der Kreationismus eine Bedrohung für die Menschenrechte werden", heißt es in einer Entschließung. Der Bericht wurde mit 48 zu 25 Stimmen angenommen."

DIE WELT (5. Oktober 2007, Europäisches Gremium verurteilt Kreationismus)

Diskussion


"Wer gegen islamischen Fundamentalismus mit allen Mitteln des Rechtsstaates vorgehen will, muss das auch gegen christlichen Fundamentalismus tun."

Jennifer
Becke (30.10.2006, Sprecherin der Jusos, Gießen. Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD, Jusos protestieren gegen christliche Bekenntnisschule, www.idea.de)

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Prof. Dr. h.c. Robert Leicht, 1997 bis 2003 Ratsmitglied der EKD

 


"Christlicher Fundamentalismus ist nicht besser als islamischer. [...]

Das Problem ... ist, dass die Religion – obwohl ihre Freiheit im Grundgesetz geschützt ist – durchaus zum Problem für den freiheitlichen Staat werden kann. Schon für die Vergangenheit, gerade auch für die christliche, galt der Doppelsatz: Nie kann die Freiheit die Religion beschädigen, sehr wohl aber die Religion die Freiheit.
Nun sehen wir: Dieser Satz kann auch für die Zukunft gelten – auch hier nicht nur für islamischen, sondern durchaus auch für christlichen Fundamentalismus."

Prof. Dr. h.c. Robert Leicht (17.09.2007, 1997 bis 2003 Ratsmitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin, Christlicher Fundamentalismus ist nicht besser als islamischer, Der Tagesspiegel)

Diskussion


"In der Zeitung [Schülermagazin "Q-rage", gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung] finden sich interessante Informationen, wie islamische und evangelikale Gruppen, die wichtige Freiheitsrechte in Frage stellen, Jugendliche umwerben."

Thomas Krüger (17.12.2008, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung [SPD], Evangelischer Theologe, Begleitbrief zum Schülermagazin "Q-rage", Auflage: 1 Million Exemplare an 20.000 Schulen, Bundeszentralen-Chef vergleicht Evangelikale mit Islamisten, DIE WELT, www.welt.de)

Diskussion


"Ein evangelischer Religionsunterricht, der gemäß Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes „in Übereinstimmung mit den Grundsätzen“ der evangelischen Kirche erteilt wird, kann ... den Kreationismus zwar thematisieren, ihn jedoch nicht vertreten."

Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (01. April 2008,  EKD-Orientierungshilfe. Rat der EKD: Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule, EKD-Text 94, http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf)

Diskussion


"Kreationisten können in der evangelischen Kirche Mitglieder sein, wenn sie nicht für ihre Position Verbindlichkeit verlangen."

Dr. Hansjörg Hemminger (11.02. 2008, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen kritisiert Vertreter der Evangelischen Kirche, www.ag-evolutionsbiologie.de)

Diskussion


"Der Kreationismus ist ein gesellschaftliches Problem - diese Ansicht vertreten hierzulande nicht nur Evolutionsbiologen, auch die Evangelischen Kirchen haben sich weitgehend auf eine negative Einschätzung des Kreationismus festgelegt.

Vor diesem Hintergrund hat sich in den letzten Monaten ein fruchtbarer Dialog zwischen Mitgliedern der AG Evolutionsbiologie [
Vorsitzender Prof. Dr. Ulrich Kutschera] im Verband Deutscher Biologen und dem Weltanschauungsbeauftragten der Evangelischen Landeskirche Württemberg, Dr. Hansjörg Hemminger entwickelt."

Dipl.-Ing. (FH) Martin Neukamm (11.02. 2008, Chemie-Ingenieur (FH),  Ehrenamtlicher Geschäftsführer der AG Evolutionsbiologie, Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen kritisiert Vertreter der Evangelischen Kirche, www.ag-evolutionsbiologie.de)

Diskussion


"Der Kreationismus sieht zwischen der heutigen Naturwissenschaft und dem christlichen Denken einen Gegensatz, den die ökumenisch verbundenen, großen Kirchen ... mehrheitlich nicht sehen." [...]

"Die Evolutionsbiologie bietet für die Entstehung der Lebewesen eine nach derzeitigem Forschungs-stand hinreichende, allgemeine Erklärung an. [...]

Der Kreationismus soll aus der Evangelischen Kirche nicht durch Abgrenzung verdrängt, sondern er soll argumentativ und durch Vertiefung des Glaubens überwunden werden."

Evangelische Landeskirche in Württemberg (10.07.07, Beirat der Landeskirche für die Welt-anschauungsarbeit, Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen Evangelische Landeskirche in Württemberg, Kreationismus - Grundsatzerklärung)

Diskussion


"Gelassenheit ist angebracht."

"Nach so viel publizistischer und politischer Prügel, wie Karin Wolff [1999 - April 2008 hessische Kultusministerin, siehe Beiträge oben] sie für ihren Vorstoß erhielt, dürfte so schnell niemand mehr in der politischen Klasse Kreationisten den Weg bereiten."

taz (06.07.2007, Eine Herausforderung für die Aufklärer - Biolehrer, seid wachsam!, Diskussion Philipp Gessler, taz)

Diskussion

 


 

"Die aggressiven Reaktionen selbst auf die vorsichtigsten Versuche, die Evolutionstheorie als Theorie und nicht als allein wahres Dogma zu verstehen, zeigen, dass hier ein wunder Punkt getroffen wurde.

An Gott, den Schöpfer, darf man offensichtlich nur glauben, wenn man zugleich augenzwinkernd zu verstehen gibt, dass dieser Glaube nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, sondern in das Reich der Märchen gehört.
Halten diese Kritiker uns Christen eigentlich alle für Heuchler oder Vollidioten, wenn wir im Gottesdienst das Apostolische Glaubensbekenntnis sprechen?

Die Tonart in der angeblich so toleranten postmodernen Gesellschaft wird rauer. Toleranz gilt offensichtlich nur für die, die das Grunddogma „Alles ist gleich gültig, nichts ist verbindlich wahr für alle" glauben. Wer dem nicht wenigstens stillschweigend zustimmt, ist Fundamentalist und muss als Bedrohung für die Freiheit bekämpft werden." ...

"Mit der gleichen Logik lässt sich die christliche Verkündigung, dass der Mensch in seiner Gottlosigkeit unter dem Gericht Gottes steht und nur durch Christus gerettet werden kann  [vgl. Sühnopfer], als Diskriminierung des selbstbestimmten Menschen, der nicht an Gott glauben will, beurteilen. Schon das Bekenntnis der Christen zu Gott, dem Schöpfer der Welt, kann so gesehen werden." ...

"Wir Christen genießen die Freiheit, die wir in unserem Rechtsstaat bisher haben. Und wir werden alles tun, um diese Freiheit zu erhalten - auch für unsere Gegner. Allerdings muss man realistisch sein. Jesus hat seinen Leuten nicht versprochen, dass sie ihren Glauben unbekümmert in Freiheit leben und äußern können.

Nur eins muss klar sein: Auch wenn uns diese Freiheit nicht zugestanden wird, werden wir Gott mehr gehorchen als den Menschen. Hoffentlich! Daran werden sich manche Christen erst wieder gewöhnen müssen.
Wir müssen aufpassen, dass wir nicht - von bequemer Freiheit verwöhnt - selbst die Schere im Kopf betätigen und uns aus Feigheit den Mund verbieten."

Pfarrer Ulrich Parzany (13.02.2008, Theologe, Steht auf, wenn ihr Christen seid. ideaSpektrum 7/2008, Seite 17, http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Parzany)

Diskussion


"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde."

"Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria ..."

Apostolisches Glaubensbekenntnis (2. Jahrhundert n.Chr., Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist eine fortgebildete Variante des altrömischen Glaubensbekenntnisses aus dem 2. Jahrhundert ab 150 n.Chr., welches wahrscheinlich aus einem noch älteren Taufbekenntnis entstanden ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Apostolisches_Glaubensbekenntnis)

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"Die kirchliche Rede wird durch die entmythologisierte Theologie seltsam doppelzüngig."

"Da bekennt die Gemeinde jeden Sonntag in der Kirche» an Jesus Christus zu glauben, Gottes eingeborenen Sohn,,.. empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, ...am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel und so weiter,

und die Oma und der Bauer verstehen diese Worte weiterhin so, wie man sie achtzehnhundert Jahre lang in der Kirche verstanden hat, nämlich im Wortsinn, während der Pfarrer, die Theologen, Philosophen und Gebildeten bei diesen Worten einander unsichtbar zuzwinkern und signalisieren: Wir Eingeweihten wissen schon, wie wir das alles richtig zu verstehen haben, nicht wahr?"

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler, Seite 170)

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"Ich kenne keinen modernen Theologen, der die Bibel wirklich wörtlich auslegt."

Prof. Dr. Ulrich Kutschera (31. Oktober 2006,  Evolutionsbiologe, Kreationisten im Aufwind, DIE ZEIT)

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"Einfacher, kürzer und verständlicher hätte der Prediger auch sagen können: Auch ich glaube das Märchen nicht." ... "Das aber muss unbedingt vermieden werden. Darum ist hier umständlich waberndes, verklausulierendes, verschleiernd-kleingedrucktes Herumdrucksen nötig." [...]

"Was macht man in so einer Situation, in der man sich nicht mehr weiter vorwärts wagt und Zurückrudern als unehrenhaft empfunden würde? Man bleibt auf halben Weg stehen, erklärt die erreichte Zwischenstation als Ankommen im Ziel und richtet sich dort gemütlich ein. Das aber kann nur funktionieren, wenn ein paar Denk- und Frageverbote erlassen werden.

Solche Verbote klingen an, wenn der Prediger behauptet, auf die Frage, ob sich dieses oder jenes Wunder tatsächlich ereignet habe, komme es gar nicht so an.
Doch, genau darauf kommt es an. Bevor diese Frage nicht geklärt ist, braucht man sich mit anderen Fragen gar nicht erst zu beschäftigen." [...]

"Von unsereinem wird verlangt, ohne Wunder an die wunderbare Herrlichkeit Gottes zu glauben. Wie aber geht das? Der Prediger weiß es auch nicht so genau" ... "Was dabei herauskommt ist Gerede. Ein Krampf."

Christian Nürnberger (November 2007, Journalist - "Atheistisch an Gott glauben", Jesus für Zweifler)

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"Von den bibelkritischen Vertretern der deutschen Universitätstheologie kennt man das Erklärungs-muster: Etwas, das historisch nie geschehen ist, ist dennoch bedeutsam für den Glauben."

Pfarrer Jörg Gintrowski (14. November 2007, Ev.-luth. Kirchgemeinde Jena, ideaSpektrum 46/2007)

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"Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren" [...]

"Eine altgediente Religion hat im Verlauf ihrer Geschichte so viel Kritik erfahren und ertragen, dass alle überhaupt denkbaren Argumentationsfiguren mit Sicherheit schon mehrfach benützt worden sind. Das gilt besonders für das Christentum; es gibt eine reichhaltige Palette antichristlicher Argumente - für den Kenner ist hier wahrlich nichts Neues mehr zu erwarten.

Und doch hat scheinbar keines davon eine nachhaltige Erschütterung dieser Religion bewirkt, keines liefert die eine, endgültige, zwingende Widerlegung, von der Atheisten oder Anhänger einer anderen Religion geträumt haben mögen.
Wie kommt es, dass eine Religion, die sich durch Jahrhunderte mit einer Fülle schwerster Kritik konfrontiert sehen musste, nicht unter der Last der Angriffe zusammengebrochen ist?"

"Erwägt man das alles, so könnte man darüber erstaunen, dass die christlichen Religionen, die … mit Argumenten nicht niederzuzwingen sind, trotzdem seit dem Aufkommen einer freien Kritik langsam, aber sicher den Boden unter den Füßen verloren haben.
Man bekommt den Eindruck, dass die Mauern einer Festung, nachdem sie allen Angriffen widerstanden haben, schließlich doch einstürzen, dabei hat man nirgends die entscheidenden Posaunen erschallen gehört, wie seinerzeit beim Fall von Jericho.

Dies ist ein logisch zunächst unerklärbares Phänomen. Ideologien scheinen argumentativ unangreifbar, sie können jeden Einwand, jeden Vorwurf, jede Kritik abschmettern und sinken dann doch dahin.

Waren die Attacken, der riesige Aufwand an kritischem Geist, doch nicht so wirkungslos? Auch wenn es unmöglich ist, die Ursachen dafür im einzelnen zu benennen und zu gewichten, ist doch gewiss, dass die aufklärerische Arbeit ihre Wirkung gehabt hat, langsam, aber nachhaltig hat sie die Mauern der ideologischen Festungen untergraben.

Dies ist es, was wir mit dem Begriff Subversive [
http://de.wikipedia.org/wiki/Subversiv] Vernunft ausdrücken wollten.

Am Ende des Kampfes versteht man - zumindest in weiten Teilen der westlichen Welt - die Erbitterung nicht mehr, mit der man in den Streit zog; der große, mächtige ideologische Gegner ist - uninteressant geworden. Die Zeit der ernsthaften, bitteren Auseinandersetzung mit ihm ist passe, schon lange passe."

Prof. Dr. Hubert Schleichert (September 2001, Philosoph, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Anleitung zum subversiven Denken. Seite 169+174)

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Dr. Ingolf U. Dalferth,  Religionsphilosoph u. Theologe

 


"Die richtige Einsicht der Aufklärungstradition, dass Gott kein Gegenstand empirischer oder historischer Wissenschaften und kein Lückenbüßer wissenschaftlicher Erklärungen ist, heißt theologisch also nicht, dass Gott nirgends, sondern gerade umgekehrt, dass Gott überall thematisiert werden kann."

Prof. Dr. theol. Dr. h.c. Ingolf U. Dalferth (Juli 1999, Theologe, Direktor des Instituts für Hermeneutik und Religionsphilosophie in Zürich - Systematische Theologie, Symbolik und Religionsphilosophie, Universität Zürich, Kritisch erkunden, denkend verantworten. Glaube und Wissenschaft aus evangelischer Sicht, Forschung & Lehre, Bonn)

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"Der Gedanke, dass ... ein Plan die Prozesse der Selbstorganisation der Materie durchwaltet." [...]

"Sich ... zu Gott dem Schöpfer als dem Geheimnis alles Geschaffenen zu bekennen, ist etwas anderes, als ihn zur wissenschaftlich beweisbaren Weltursache zu erklären."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (08. September 2007, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Reformatorischer Konsens und ökumenische Profile, http://www.ekd.de)

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"Ein „unpersönlicher Gott" - schön und gut. Ein subjektiver Gott der Schönheit, Wahrheit und Güte in unseren eigenen Köpfen - noch besser. Eine gestaltlose Lebenskraft, die uns durchwallt, eine ungeheure Macht, die wir anzapfen können - am besten von allem."

Prof. Dr. theol. h.c., Dr. h.c. Clive Staples Lewis (1898-1963, britischer Schriftsteller und Literatur-wissenschaftler, Nach der Wahrheit fragen, Dr.phil. Jürgen Spieß, Brunnen-Verlag, Gießen; Aufl. 2007, ISBN: 978-3765532238)

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"Der (spät)moderne Experte übt das Amt eines Priesters aus, der die Menschen mit symbolisch besetzten „Antworten“ auf das Rätsel ihres Daseins speist (vgl. hierzu: J. Hoff: Spiritualität und Sprachverlust, Paderborn u.a. 1999)."

Dr. Johannes Hoff (15.07.2004, Theologe, Das Verschwinden des Körpers. Eine Kritik an der „Wut des Verstehens“ in der Liturgie, Tübingen)

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"Expertenreligionen sind typischerweise das Produkt von Eliten, die sich als Geistesaristokratie begreifen."

Prof. Dr. Jürgen Renn (2005, Wissenschaftshistoriker, Vortrag Kirchentag 2005 in Hannover)

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"Es geht um Religion, die nur durch das Nadelöhr der Wissenschaft zugänglich wird, freilich einer Wissenschaft, die sich nicht durch ihren jeweiligen Wissensstand, sondern durch methodische Wissenssuche definiert."

Frankfurter Allgemeine Zeitung (02.01.1996, Vermutungen über das Rätsel)

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"Von wem wird dieser Autor beeinflusst; zu welcher Schule gehört er?" [...]

"Ist es progressiv?, Ist es konservativ?,
Ist es wissenschaftlich?,
Ist es veraltet?", Ist es zeitgemäß?,
Ist es nützlich?, Ist es unbarmherzig?

- aber nicht:  Ist es wahr?"

Prof. Dr. theol. h.c., Dr. h.c. Clive Staples Lewis (1898-1963, britischer Schriftsteller und Literatur-wissenschaftler, Nach der Wahrheit fragen, Dr.phil. Jürgen Spieß, Brunnen-Verlag, Gießen; Aufl. 2007, ISBN: 978-3765532238)

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"Um nicht in den Verdacht des Fanatismus zu geraten, haben sich die modernen Prediger etwas ausgedacht, was sie mit Bescheidenheit das Wort Gottes nennen. Es besteht darin, stundenlang zu salbadern und sich mit vollendeter Geschicklichkeit um das Ja und Nein herumzudrücken."

Léon Bloy (1846-1917, französischer Dichter)

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"Der Mensch kann irgendein Gebäude errichten, irgendeinen Rahmen abstecken, in welchem er lebt, sich völlig abkapselt und nicht darüber hinausschaut." ... "Oder ein Wissenschaftler mag sich auf irgendein kleines Problem konzentrieren, damit er nicht an eine der großen Fragen denken muss" […]

"Oder es kann ebenso gut ein theologisches Spiel mit Wörtern innerhalb des Rahmens der existentialistischen Methodologie sein." [...]

"Die Vokabel Gott, ohne die Gewissheit, ob es mehr gibt als nur diese Vokabel, oder ob dieses Wort mehr beinhaltet als nur den pantheistischen Pan-all-ismus." [Pantheismus (griechisch pan = „alles, ganz“; theós = „Gott“) bedeutet, die Gottheit bzw. „das Göttliche“ in allen Erscheinungen der Welt zu sehen (Allgottglaube). http://de.wikipedia.org/wiki/Pantheistisch] [...]

"Für viele liberale Theologen (selbst wenn sie nicht behaupten, Gott sei tot) sind gewisse andere Dinge tot. Da sie die Tatsache ablehnen, dass Gott in der Bibel und durch die Offenbarung in Jesus Christus dem Menschen Wahrheiten mitgeteilt hat, die in klaren Sätzen ausgedrückt werden können, ist der Inhalt des Begriffes »Gott« tot und jegliches Wissen um die Existenz eines persönlichen Gottes ebenfalls.

Man hat damit nur noch religiöse Begriffe ohne Inhalt und die Gefühle, die durch gewisse religiöse Wörter hervorgerufen werden. Das ist alles."

Dr. theol. h.c, Dr. h.c., Dr. h.c. Francis A. Schaeffer (1983, Theologe, Wie können wir denn leben? 3. Aufl. Hänssler 1991, S. 176, 178-179)

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"Gerne gibt sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) betont weltoffen und wissenschaftsfreundlich [...]
Auf der einen Seite betont Huber
[Bischof Dr. Wolfgang Huber, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland] die völlige Übereinstimmung mit grundlegenden Postulaten eines naturwissenschaftlichen Weltbildes ohne jegliche göttliche Intervention; Gott beeinflusste laut Huber weder den Urknall, noch die chemische oder biologische Evolution.

Gleichzeitig aber behauptet er ad nauseam [lat.: bis zur Übelkeit] die vorgebliche Redlichkeit seines Schöpfungsglaubens, was unter semantischem
[Bedeutung sprachlicher Zeichen] Gesichtspunkt teilweise regelrecht groteske Züge annimmt […]

Hat die Evangelische Kirche somit nur die Wahl zwischen Verlogenheit und Selbstaufgabe?

Nein, nicht unbedingt. Die EKD könnte sich durchaus ganz offiziell von der Doktrin einer Realexistenz Gottes verabschieden, und den Gottesbegriff statt dessen als memetisches [Prozess der Evolution von Kultur] Konstrukt auffassen, welches für die personifizierte Projektionsfläche menschlicher Werte und (realistischer) Hoffnungen steht.

Täuflinge würden dann beispielsweise nicht mehr auf die patriarchale Dreier-Combo „Vater, Sohn und Heiliger Geist“ getauft, sondern auf „Liebe, Güte und Gerechtigkeit“.
Das apostolische Glaubensbekenntnis, welches von der Mehrheit der Kirchgänger ohnehin nur noch heruntergeheuchelt wird, würde einfach weggelassen. Viele Rituale, die ja sehr wohl einen psychologischen Zweck erfüllen, könnten durchaus bleiben, erführen aber eine zeitgemäße Interpretation.

Die Evangelische Kirche würde gewissermaßen zu einer spirituellen Variante der Aufklärung."

Dr. Michael Seeber (06.12.2008. Die Evangelische Kirche & die atheistische Erschaffung der Welt, Evo-Magazin, www.darwin-jahr.de)

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"Im ... eben beschriebenen leeren Raum, können die modernen Theologen sich überhaupt nicht mehr vorstellen, dass der Begriffsinhalt, der durch das Wort Gott angedeutet wird, sich auf irgendeine wirkliche und wahre Substanz beziehen könnte.
Alles, was sie haben, ist eine semantische [Bedeutung sprachlicher Zeichen] Antwort auf Grund einer Assoziation [lat. associare; dt. vereinigen, verbinden, verknüpfen, vernetzen] … eben nichts als das philosophische Andere, das unendliche, unpersönliche Alles." ... "Die modernen Theologen gebrauchen assoziationsreiche Wörter anstelle von definierten Wörtern - Wörter als Symbole" […]

"Die Bibel sagt zunächst, dass am Anfang alle Dinge von einem persönlich-unendlichen Gott geschaffen wurden, einem Gott, der schon immer existiert hat. Alles, was ist, ist daher dem Wesen nach eher persönlich als unpersönlich.

Ferner erklärt die Bibel, dass Er alle Dinge außerhalb von sich selbst geschaffen hat. … Diese Umschreibung ist nicht in einem räumlichen Sinn zu verstehen, sondern sie dient dazu, die Vorstellung auszuschließen, dass die Schöpfung irgendeine pantheistische [Pantheismus (griechisch pan = „alles, ganz“; theós = „Gott“) bedeutet, die Gottheit bzw. „das Göttliche“ in allen Erscheinungen der Welt zu sehen (Allgottglaube). Dies kann sich entweder in der Ansicht ausdrücken, dass alles in der Welt „von Gott erfüllt“ ist (schwacher Pantheismus) oder in der Ansicht, dass das Universum gleichbedeutend mit Gott sei (starker Pantheismus). Anhänger des starken Pantheismus glauben an keinen persönlichen oder personifizierten Gott; sie sehen die ganze Welt vom Makro- bis zum Mikrokosmos als „göttlich“ an. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pantheistisch] Erweiterung von Gottes Wesen sei.

Gott existiert - ein persönlicher Gott, der schon immer existiert hat." … "Was er geschaffen hat, besitzt objektive Realität, somit besteht ein wirklicher, geschichtlicher Ablauf von Ursache und Wirkung. Es gibt eine wirkliche Zeit und es gibt ein wirkliches Ich.
In diesen geschichtlichen Rahmen hat Gott - nach dem Wort der Bibel - den Menschen in besonderer Weise, nämlich nach seinem eigenen Bilde geschaffen, hineingestellt." […]

"Wenn wir den wesensmäßig persönlichen Ursprung der Welt verwerfen, welche Alternative bietet sich uns dann an? An dieser Stelle muss ganz deutlich gesagt werden, dass es in diesem Fall keine andere, letzte Antwort gibt als die, dass der Mensch ein Produkt des Unpersönlichen, plus Zeit, plus Zufall ist." […]
"Die Aussage der Bibel aber, dass der Mensch nach dem Bilde eines persönlichen Gottes geschaffen ist, gibt uns einen Ausgangspunkt." … "Dies steht im totalen Gegensatz zu anderen Systemen, in denen der Mensch von sich selbst ausgeht." [...]

"Die Tatsache, dass der Mensch gefallen ist, bedeutet nicht, dass er aufgehört hat, Gottes Bild zu tragen. Er hat nicht aufgehört, ein Mensch zu sein, weil er gefallen ist.

Trotz seines Falles kann er lieben. Es wäre ein großer Irrtum zu sagen, dass nur ein Christ lieben könne. Auch ein nichtchristlicher Maler kann immer noch Schönheit malen. Und weil sie diese Dinge immer noch tun können, offenbaren die Menschen, dass sie Träger des Bildes Gottes sind. Oder, um es anders auszudrücken, sie erweisen damit ihr einzigartiges Menschsein als Menschen.

So ist es wirklich eine wunderbare Tatsache, dass der Mensch, der durch den Sündenfall so verdreht, so verdorben und verloren ist, immer noch ein Mensch bleibt. Er ist weder eine Maschine noch ein Tier, noch eine Pflanze geworden. Die Zeichen des Menschseins sind noch an ihm zu erkennen - Liebe - Verstand - die Frage nach dem Sinn des Lebens - die Furcht vor der Nichtexistenz.

Dies ist selbst dann der Fall, wenn sein nicht-christliches System ihn lehrt, dass diese Dinge gar nicht existieren. Durch diese Züge unterscheidet er sich vom Tier, von der Pflanzenwelt und von der Maschine."

Dr. theol. h.c, Dr. h.c., Dr. h.c. Francis A. Schaeffer (1970, Theologe, Preisgabe der Vernunft, Haus der Bibel /Genfer Bibelgesellschaft; Auflage: 7., Aufl. 1985, ISBN 978-2826067016)

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"Nachdem wir uns beim Thema Kreationismus versus Evolutionstheorie so richtig warmgelaufen haben ... haben wir den monumentalen Diskussionskomplex mehrfach umkreist, ohne ins Zentrum vorzustoßen ... weshalb ich die ultimative Frage stelle: Wer oder was ist GOTT? Wie stellen wir uns diesen Gott vor? Oder gibt es ihn überhaupt?" ...

"Was taugt ein Gott, der eigentlich keiner ist?

Und: Wie lange hält sich der christliche Gott, der aus wissenschaftlicher Perspektive quer in der Landschaft liegt?"

Tages Anzeiger CH (15.10.2006, Ist Gott tot?, Hugo Stamm, www.tagesanzeiger.ch)

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"Als Ungläubiger hat man doch kein Gottesbild, sondern ein Bild von den Gottesbildern der Gläubigen."

Robert Misik (19.03.2008, österreichischer Journalist, Misiks Meinungen: Ich sag nicht, fahr zur Hölle - Besuch im Priesterseminar, http://taz.de/blogs/misiksmeinungen)

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"Es kommt ihm [Friedrich Josef Dürrenmatt] vor, als frage man einen Theologen, der eben Gott entmythologisiert hat, was denn Gott in Wirklichkeit sei: ein Prinzip, eine Weltformel oder was denn sonst?

Wer so fragt, hat laut Dürrenmatt nicht begriffen, dass diese Frage untheologisch ist, ja dass moderne Theologie nur noch unter der Bedingung möglich ist, dass solche Kinderfragen nicht mehr gestellt werden."

Elisabeth Emter (17. August 1995, Germanistin, Literatur und Quantentheorie. Gruyter, ISBN 9783110148732, S. 249)

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"Als wir Kinder waren, gab es einen Augenblick, wo wir, wenn uns eine Geschichte erzählt wurde, die Frage stellten: "War das mal wirklich?"
Wir erwarteten auf diese Frage eine schlichte Antwort, also nicht eine Antwort, die den Umfang des Begriffs "wirklich" so lange dehnte, bis auch Märchen und Träume darunter subsumiert
[http://de.wikipedia.org/wiki/Subsumtion] werden konnten." [...]

"Wenn der Gegensatz von Schein und Sein verschwindet, ist es gleichgültig, ob wir sagen, alles sei wirklich oder alles sei Schein." ... "Gibt es keinen Unterschied? Doch, natürlich gibt es einen Unterschied, und es ist sogar der wichtigste aller Unterschiede."

Prof. Dr. Robert Spaemann (8. Februar 2000, Vortrag Bayerischen Akademie der schönen Künste)

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"Ein Gott, der nicht Alpha [erste Buchstabe des griechischen Alphabets] ist, kann auch nicht Omega [letzter Buchstabe des griechischen Alphabets] sein. Ohne Schöpfungslehre keine Eschatologie [griech.: ta és-chata - die letzten Dinge].

Ein Gott, der mit dem Alpha der Centauren [Alpha Centauri ist das mit ca. 4,4 Lichtjahren dem Sonnensystem nächstgelegene Mehrfachsternsystem und zugleich das hellste Gestirn des auffälligen Sternbildes Centaurus am Südhimmel] nichts zu tun hat, kann auch für uns nichts bedeuten, was der Rede wert wäre: er kann uns nicht vom Tode retten"

Prof. Dr. Robert Spaemann (Januar 1969, Philosoph, Was ist das eigentlich – Gott? Band 119 - Die Bücher der Neunzehn)

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Hinweis in eigener Sache
:

Der nachfolgende Artikel zitiert Auszüge aus www.nikodemus.net (Stand 28. November 2006). Der ERF hat zwischenzeitlich nikodemus.net abgeschaltet und eine Verbreitung der Beiträge untersagt.

Das Zitieren des Beitrags kann straf - und zivilrechtliche Folgen seitens des Evangeliums-Rundfunk Medien e. V. (ERF) nach sich ziehen (Abmahnkosten 899,40 Euro).


"Der wesentliche Unterschied zwischen einer rationalistisch geprägten Wissenschaft und dem christlichen Schöpfungsglauben besteht also darin, dass die eine Seite den Eingriff eines Gottes (von außerhalb des Systems) in die uns bekannte Natur ausschließt. Diese Wissenschaft will die menschliche Vernunft niemandem unterordnen.

Die andere Seite erkennt einen Gott an. Einen Gott der, weil er sie selbst ins Leben rief, den bekannten Naturgesetzmäßigkeiten nicht untersteht und ihnen sogar dimensional übergeordnet ist.

Wenn dieser Gott sich durch sein Wort und Handeln bekannt macht, kann das die menschliche Vernunft und Erkenntnisfähigkeit überfordern.
Der Konflikt zwischen der göttlichen Offenbarung der Bibel und den Theorien einer ausschließlich vernunftorientierten Wissenschaft ist also vorprogrammiert."

(www.nikodemus.net/618, Stand 28. November 2006)

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"Jedenfalls glaubt die moderne Wissenschaft nicht, dass der Lauf der Natur von übernatürlichen Kräften durchbrochen oder sozusagen durchlöchert werden kann. […]

Der Mensch von heute baut darauf, dass der Lauf der Natur und Geschichte, wie sein eigenes Innenleben und sein praktisches Leben, nirgends vom Einwirken übernatürlicher Kräfte durchbrochen wird."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1965, Theologe, Glauben und Verstehen: gesammelte Aufsätze, Band 4. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Verlag Tübingen, 4. Aufl. 1984, Seite 144-145)

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"Es ist nicht mehr unglaublich, wenn man an Gott glaubt."

 Prof. Dr. Robert Spaemann (31. März 2010, Philosoph, Warum ich an die Auferstehung glaube, ideaSpektrum 13/2010, S. 16 f.)

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"Es kommt der Augenblick, da Menschen, die in der Religion herumgeplätschert haben („Des Menschen Suche nach Gott!"), sich plötzlich zurückziehen.

Angenommen, wir haben ihn wirklich gefunden! Dazu wollten wir es doch gar nicht kommen lassen! Schlimmer noch: Angenommen, er hat uns gefunden? So stehen wir vor einer Art Rubikon [Historisch war der Rubikon Grenzfluss zwischen der römischen Provinz Gallia cisalpina und dem eigentlichen Italien, das zu klassischer römischer Zeit keine Provinz war. Bekannt wurde der Rubikon durch den römischen Bürgerkrieg, den Gaius Julius Caesar ab 49 v. Chr. gegen Gnaeus Pompeius Magnus führte. Als der Römische Senat am 7. Januar beschloss, dass Caesar sein Heer entlassen müsse, überschritt dieser am 10. Januar den Grenzfluss (mit der Bemerkung, dass die Würfel geworfen seien; im Original ein Zitat des griechischen Dichters Menander ἀνερρίφθω κύβος, bekannt in der lateinischen Fassung alea iacta est – der Würfel ist geworfen/gefallen), und eroberte daraufhin ganz Italien und später Spanien. http://de.wikipedia.org/wiki/Rubikon.].

Man überschreitet ihn oder man überschreitet ihn nicht. Tut man es aber, so gibt es keine - wie auch immer geartete - Absicherung gegen Wunder. Man muss sich auf alles gefasst machen."

Prof. Dr. theol. h.c., Dr. h.c. Clive Staples Lewis (1898-1963, britischer Schriftsteller und Literatur-wissenschaftler, Nach der Wahrheit fragen, Dr.phil. Jürgen Spieß, Brunnen-Verlag, Gießen; Aufl. 2007, ISBN: 978-3765532238)

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Clive Staples Lewis, 1960, britischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler


 

"Siehe, ich, der HERR, bin der Gott allen Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?"

Jeremia 32, 27

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2 "Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. ...

4 Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. 5 Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, sie sind wie ein Schlaf, wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst, 6 das am Morgen blüht und sprosst und des Abends welkt und verdorrt. ...

12 Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden."

Psalm 90, 2, 4-6, 12

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11 "Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen."

Offenbarung / 4. Kapitel, 11

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1 "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde."

1. Mose (Genesis) / 1. Kapitel, 1

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"Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau."

Jesus Christus (Matthäus 19, 4)

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"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn,
als Mann und Frau schuf er sie."

1. Mose 1, 27

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"Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott."

3. Mose 19, 2

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"Gottes zu bedürfen ist des Menschen höchste Vollkommenheit"


Søren Kierkegaard (1844, dänischer Theologe u. Philosoph, Erbaulichen Reden)

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"Du hast uns zu Deinem Eigentum erschaffen und ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in Dir."
[lat.: "Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te."]

Augustinus von Hippo (354-430, Theologe und Philosoph, Confessiones 1, 1)

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Dann war da noch..  Schlusslichter

 

"Der Mensch stammt doch nicht vom Affen ab. Wie hätten es sonst die Bürger von Grönland geschafft Jahrtausende ohne Bananen auszukommen?"

Arno Backhaus (www.arno-backhaus.de, Stand 2009)

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"Der Mensch unterscheidet sich vom Affen allein schon dadurch, dass er sagen kann: "Mensch, bin ich ein Affe!"

Ernst Ferstl (*1955, Dichter und Aphoristiker,
http://de.wikiquote.org/wiki/Ernst_Ferstl)

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"In der Sauna sehen Sie die Mitmenschen, wie Gott sie schuf - und McDonald’s sie formte.."

Dr. med. Eckart von Hirschhausen (Januar 2009, Arzt u. Kabarettist, ZDF, zit. n.
ideaSpektrum 5/2009 S. 7)

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"Sherlock Holmes und Dr. Watson fuhren zum Zelten. Nach einem guten Abendessen und einer guten Flasche Wein legten sie sich schlafen. Einige Stunden später wachte Holmes auf und rüttelte seinen treuen Freund.

"Watson, schau mal zum Himmel und sag mir, was du siehst". Watson antwortete: "Ich sehe Millionen und Abermillionen von Sternen.". "Und was sagt dir das?"

Watson überlegte eine Weile. "Astronomisch gesehen sagt es mir, dass es Millionen von Sternen und vielleicht Billionen von Planeten gibt. Astrologisch betrachtet sehe ich, dass der Saturn im Sternbild des Löwen steht. Horologisch gesehen kann ich erschließen, dass es jetzt ungefähr ¼ nach drei Uhr sein muss. Theologisch betrachtet kann ich erkennen, dass Gott allmächtig ist und wir winzig sind und unbedeutend. Meteorologisch erkenne ich, dass wir morgen eine wunderschönen Tag haben werden. Und was sagt es dir?"

Holmes war eine Minute still und sagte dann: "Watson, du Idiot, irgendein Gauner hat uns das Zelt gestohlen!"

(www.ev-kirche-soellingen.de/eks/humor.php)

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