
Diskussion:
Strenge Evangelikale
Beiträge zum Thema christlicher Fundamentalismus
Hinweis in eigener Sache:
Das aktuell kontrovers diskutierte Thema, rund um den
NDR-Beitrag "Kinder schlagen im
Namen Gottes" (www.ndr.de/zucht101.html, Stand 21.12.2011) gibt
nicht notwendig unsere eigene Meinung (Fundamentalismusdebatte.de)
wieder.
Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich von evangelikalen
Predigern distanzieren, die Eltern dazu raten, Kinder mit einem Stock
(bzw. Rute) zu schlagen. Das betrifft die Erziehungsratgeber von Pastor John F. MacArthur, Pastor Tedd Tripp, Pastor Michael Pearl u. Pastor Lou Priolo
(u.a. - siehe Beiträge).
Gezielte Schläge mit einem Stock oder einer Rute, sind keine
Bagatelldelikte und fallen in der BRD unter häusliche Gewalt. Die
körperliche Züchtigung von Schutzbefohlenen ist in Deutschland nach BGB
§1631 verboten. Die öffentliche Aufforderung zu einer Straftat ist nach
StGB § 111 auch ein strafbarer Tatbestand.
Diskussion

Bild: NDR, Kinder schlagen im Namen Gottes,
www.ndr.de/zucht101.html, 21.12.2011
"Es gibt einen extra von Gott gepolsterten Platz mit vier Buchstaben:
P-O-P-O. Da kann man Kinder unter Umständen hinschlagen, auch mit einer
Rute. […] Der Sohn bekommt zehn Schläge mit dem Stock auf den Po und die
Tochter fünf. Und das haben wir gemacht und das hat beiden wehgetan. Das
soll wehtun!"
Prediger Wilfried Plock (3. Juli 2010,
seit 1995 Leiter der Konferenz für Gemeindegründung -
KfG, NDR, Kinder schlagen im
Namen Gottes, www.ndr.de/zucht101.html,
Vortrag vom 3. Juli 2010, Prediger Wilfried
Plock, Auszug der Audioaufzeichnung: www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/media/hallonds6993.html,
Stand 21.12.2011)
Diskussion
"Wilfried Plock sieht sich vom NDR völlig falsch dargestellt. Aus einem
langen Vortrag wurden gerade zwei Sätze herausgeschnitten [siehe oben], während seine im
Verhältnis sehr viel umfassenderen Ausführungen über liebevolle
Erziehung in demselben Referat unterschlagen wurden."
FACTUM Online / Magazin (12. Januar
2012, Auch NDR muss Behauptungen unterlassen, www.factum-magazin.ch)
Diskussion
"Plock wirft den Verantwortlichen des NDR-Beitrags [NDR,
Kinder schlagen im Namen Gottes, www.ndr.de/zucht101.html, Stand 21.12.2011]
eine „völlige Verdrehung der Tatsachen“ vor. Seine Äußerungen seien „aus dem
Zusammenhang gerissen“ worden. Im Mittelpunkt habe die Aussage gestanden,
dass es in der christlichen Erziehung um „bedingungslose Annahme und Liebe“
gehe, sagte er idea.
„Außerdem habe ich nie jemanden aufgefordert, seine Kinder körperlich zu
züchtigen.“
[Prediger Wilfried Plock]
Er habe lediglich auf die Bibelstellen zu dem Thema hingewiesen und
deutlich gemacht, dass nach geltender Rechtslage das Schlagen von Kindern
verboten sei. Er überlasse es seinen Zuhörern zu entscheiden, „ob sie Gott
mehr gehorchen wollen als menschlichen Gesetzen“.
In der Bibel ist an mehreren Stellen von Züchtigung die Rede. So heißt
es im alttestamentlichen Buch der „Sprüche“ (13,24): „Wer seine Rute schont,
der hasst seinen Sohn, wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn beizeiten.“ In
Sprüche 22,15 steht: „Torheit steckt dem Knaben im Herzen, aber die Rute der
Zucht treibt sie ihm aus."
ideaSpektrum (5. Januar 2012, Heftige Kontroverse: Darf man
mit der Rute erziehen? ideaSpektrum 1.2012, S. 9)
Diskussion

Text: "Die Frühjahrskonferenz ist bereits
ausgebucht. Eine weitere Konferenz mit Tedd Tripp
[siehe Beiträge] findet vom 30.03.-01.04.09 in 32791 Lage statt;
Infos beim EBTC"
Zeitschrift Gemeindegründung, Heft-Nr. 97, Ausgabe 1/09. Hrsg. Konferenz
für Gemeindegründung KfG, Seite 4, www.kfg.org/archiv/pdf/komplett/097.pdf
(Stand Dezember 2011)
"Plock ist ein christlicher Prediger, Leiter eines Zusammenschlusses von
mehr als 200 Gemeinden in Deutschland, der "Konferenz für
Gemeindegründung" (KfG).
Er ist oft unterwegs, um Vorträge zu halten, unter anderem zum Thema
"Ehe und Familie". Anfang dieses Jahres war er in Niedersachsen, in
Garbsen. Dort ging er zwar nicht auf die Prügelstrafe ein, empfahl aber
ein Buch zur Kindererziehung von einem amerikanischen Autor: Tedd Tripp.
Auch Tripp rät, Kinder "körperlich zu züchtigen", also zu schlagen. Sein
Buch "Eltern - Hirten der Herzen" ist laut dem deutschen Verleger
mittlerweile vergriffen - zu kaufen sind aber noch CDs und DVDs
[Eltern - Hirten der Herzen, Hörbuch MP3,
http://lichtzeichen-shop.com,
Stand Dezember 2011] mit Mitschnitten von Vorträgen, die er
in Gemeinden in Deutschland gehalten hat.
Tripp gibt in seinen Vorträgen "praktische Ratschläge zur körperlichen
Züchtigung", gestaffelt nach Altersstufen. Er rät dazu, das Kind in
einen privaten Raum zu führen, ihm zu sagen, wie viele Schläge es
bekomme und dann die Hose auszuziehen [!]. "Der Grund ist offensichtlich:
Ich will nicht, dass die Wirkung der Züchtigung durch die Hose verloren
geht."
NDR (21. Dezember 2011, Kinder schlagen
im Namen Gottes, www.ndr.de/zucht101.html)
Diskussion

Eltern - Hirten der Herzen, Hörbuch,
lichtzeichen-shop.com,
2011
"So gibt es unter strenggläubigen Christen eine heimliche Kultur des
Prügelns. Nicht nur mit der Hand, sondern mit der Rute. [...]
Im ... Ratgeber "Eltern - Hirten der Herzen" stellt US-Pastor Tedd Tripp
klar: "Wenn dein Kind nicht gehorcht, muss es diszipliniert werden", und
meint damit den Einsatz der Rute. [...] Und "wenn das Disziplinieren
nicht die Frucht des Friedens und der Gerechtigkeit hervorgebracht hat",
erklärt Tripp dem geprügelten Nachwuchs: "Wenn nötig, müssen wir noch
einmal nach oben gehen."
Eltern, die Angst haben, angezeigt zu werden, empfiehlt Tripp: "Wenn
Großeltern oder andere Verwandte gegen körperliche Züchtigung
eingestellt sind, sollte man dafür sorgen, dass sie nicht in ihrem
Beisein geschieht."
Süddeutsche Zeitung (30. September 2010,
Liebe geht durch den Stock, www.sueddeutsche.de)
Diskussion

Dr. Tedd Tripp, Eltern - Hirten d. Herzen
2009
"In evangelikalen Freikirchen ist das Risiko für Kinder, geprügelt zu
werden, größer als für den Nachwuchs von katholischen oder evangelischen
Eltern. Das geht aus einer Studie des Kriminologischen
Forschungsinstituts Niedersachsen in Hannover zu Gewalt in der Kindheit
hervor.
Nach Angaben von Studienleiter Christian Pfeiffer
[Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor Kriminologisches
Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.] zeigten die Daten,
dass sich mit zunehmender Religiosität offenbar stärker
gewaltorientierte Erziehungsmethoden der Eltern ergeben würden. Das
gelte vor allem für jene, die evangelikal-freikirchlich sind.
Die Wissenschaftler hatten 45.000 Neuntklässler im Alter zwischen 14 bis
16 Jahren aus 61 deutschen Städten und Landkreisen befragt. [...]
Auffällig ist, dass die Gewalt evangelikaler Eltern eine nachhaltige
Wirkung auf den Nachwuchs zu haben scheint: Mit systematischen Schlägen,
so warnen Psychologen, ließe sich der Wille von Kindern brechen, so dass
sie die Überzeugungen der Erwachsenen übernähmen. Und gerade bei
evangelikalen Jugendlichen, die selbst religiös waren, waren mit 18 bis
21 Prozent deutlich mehr geprügelt worden als in allen anderen
Gruppen.[...]
Die Heilige Schrift enthält etliche Ratschläge wie "Wer liebhat seinen
Sohn, hält stets den Stock für ihn bereit" oder "Rute und Zucht geben
Weisheit". Evangelikale Erziehungsratgeber rechtfertigen damit das
Züchtigen mit der Rute schon für unter Einjährige.
[Vgl.: Michael und Debi Pearl, Wie man einen Knaben gewöhnt, Europäische
Missionspresse, Wiesenbach 2002]
Probleme mit der Anpassung haben in Deutschland demnach nicht nur
Angehörige nicht-christlicher Religionen, wie manchmal der Eindruck
erweckt wird. Auch manche Christen sind offenbar aus religiösen Gründen
nicht bereit, die deutschen Gesetze zu akzeptieren, denen zufolge die
Züchtigung von Kindern verboten ist."
Süddeutsche Zeitung (17. Oktober 2010,
Schläge im Namen des Herrn, www.sueddeutsche.de)
Diskussion

Prof. Dr. Christian Pfeiffer, dpa 2009
"Ein umstrittenes Studienergebnis des Kriminologen Christian Pfeiffer
[siehe oben], nach dem Kinder in
evangelikalen Freikirchen besonders häufig geschlagen würden, zitieren
Baars und Henkel. Zurück bleibt beim Hörer der Eindruck, Evangelikale
schlügen ihre Kinder regelmäßig und rechtfertigten dies mit der Bibel.
"Wenn der NDR in seinem Beitrag [NDR-Beitrag
"Kinder schlagen im Namen Gottes", www.ndr.de/zucht101.html, Stand
21.12.2011] berichtet, dass 'Kinder aus evangelikalen
Freikirchen' besonders häufig geschlagen werden, ist dies eine grobe
Verallgemeinerung, mit der Tausende von evangelikalen Christen unter
Generalverdacht gestellt werden", kritisiert der Geschäftsführer des
Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake, den Beitrag.
Von einer "mitunter deutlichen Befürwortung disziplinierender
körperlicher Züchtigungen", wie es die NDR-Autoren Christian Baars und
Angelika Henkel schreiben, könne im überwiegenden Teil der evangelischen
Landes- und Freikirchen keine Rede sein.
"Damit verleumden die Autoren den großen Prozentsatz der gläubigen
Eltern, die gewaltfrei und wertschätzend erziehen. In Freikirchen und
Kirchengemeinden wird viel für die Jüngsten getan. Evangelikale Christen
erziehen ihre Kinder liebevoll und fürsorglich", so Baake.
Der Christliche Medienverbund KEP distanziere sich ausdrücklich von den
im Beitrag zitierten Aussagen des Predigers Wilfried Plock, Kinder durch
Schläge zu erziehen, sowie von derartigen Aufforderungen in einem
christlichen Erziehungsratgeber [Vgl.: Tedd
Tripp, Eltern - Hirten der Herzen, Hörbuch MP3, Dez. 2009].
"Wir verurteilen jede Gewaltanwendung gegenüber Kindern", erklärt der
vierfache Vater Baake."
Christliches Medienmagazin pro (21.
Dezember 2011, (Keine) Gewalt in christlichen Familien,
www.pro-medienmagazin.de)
Diskussion
"Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb
(Stuttgart), sagte ... gegenüber idea: „Alttestamentliche,
strafrechtliche und pädagogische Sanktionsvorgaben sind nicht eins zu
eins in die heutige Wirklichkeit zu übertragen. Wir brauchen keine Ruten
zur Erziehung von Kindern.“ Man könne sie nicht mit Schlägen zum
Gehorsam zwingen. Die Evangelische Allianz stehe für eine „gewaltfreie
Erziehung“. Man dürfe aber nicht in einen Erziehungsstil verfallen, der
Kindern keine Grenzen mehr setze.
Die hannoversche Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track äußerte
sich „völlig entsetzt“ über Erziehungsratgeber, die eine Züchtigung von
Kindern befürworten. Gegenüber dem NDR sagte die Theologin: „Kinder zu
schlagen ist nach meinem biblischen Verständnis überhaupt nicht zu
rechtfertigen. Die Bibel fordert vielmehr dazu auf, mit Kindern achtsam,
sorgfältig, zärtlich und liebevoll umzugehen. Liebe ist der Weg, den die
Bibel für die Kindererziehung vorschlägt."
idea.de (22. Dezember 2011, Erziehung
mit der Rute?, www.idea.de)
Diskussion

Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin
Gäfgen-Track, www.evlka.de, 2009
"Die Rute als Strafmittel widerspricht nicht dem Gedanken, unsere Kinder
nach Hirtenart aufzuziehen, sondern gehört dazu. Eltern können nicht
darauf verzichten und sich dennoch einbilden, gute Hirten für ihre
Kinder zu sein. […]
Das Kind wird geschlagen, um ihm Schmerzen zuzufügen, nicht um es zu
verletzen. Der Schmerz soll das Kind nicht verletzen, sondern die Folgen
des Ungehorsams unvergesslich machen.
Wenn du durch die Prügel blaue Flecke oder Striemen hinterlässt, die am
nächsten Tag noch zu sehen sind, dann schlägst du das Kind zu sehr.
Kurz: Schmerzhafte Schläge aufs Hinterteil (wo die natürliche Polsterung
am größten ist) verletzen das Kind nicht, sollten aber schmerzhaft genug
sein, um die Folgen der Sünde in ausreichender Weise als scheußlich und
unvergesslich darzustellen. […]
»Züchtige deinen Sohn, solange noch Hoffnung da ist, aber lass dich
nicht dazu hinreißen, ihn zu töten« (Spr 19,18). Sei nicht
unberechenbar, wenn du züchtigst, und sei auch nicht zu weichherzig,
sodass du zu nachsichtig wirst."
Pastor John F. MacArthur (1998,
Kindererziehung - Wir wollen es besser machen, CLV Verlag 2003, S. 85f.)
Diskussion

John F. MacArthur, Kindererziehung, CLV
2003
"Einen der kritisierten Erziehungsratgeber mit dem Titel
„Kindererziehung“ gibt die Christliche Literatur-Verbreitung (Bielefeld)
[CLV] heraus. Autor ist der
US-Pastor John F. MacArthur [siehe oben].
Der Geschäftsführer des Verlages, Ewald Epp, wies die Kritik zurück. Der
Autor betrachte das Thema vom Wort Gottes her. Die Bibel äußere sich
„eindeutig“ zur Züchtigung in der Erziehung, wie Sprüche 13,24 und 22,15
zeigten. Die Vorwürfe schienen deshalb „nicht in erster Linie gegen einzelne
christliche Erziehungsbücher gerichtet zu sein, sondern vielmehr eine
Kampagne gegen die Bibel selbst“.
Der Geschäftsführer des ebenfalls in die Kritik geratenen Betanien
Verlags, Hans-Werner Deppe (Augustdorf bei Detmold), erklärte: „Natürlich
gingen die Anschuldigungen von den Grünen aus, die eine
gesellschaftszerstörerische Politik betreiben.“ Von den kritisierten
Erziehungsbüchern habe keines zum Thema, Schläge zu propagieren, und erst
recht werde Prügel nicht gutgeheißen: „Wir haben heute keine Ruten mehr
griffbereit, sondern andere Instrumente, wie zum Beispiel Fernsehverbot."
ideaSpektrum (5. Januar 2012, Heftige
Kontroverse: Darf man mit der Rute erziehen? ideaSpektrum 1.2012, S. 9)
Diskussion

Lou Priolo: Kinderherzen lehren, Hrsg.
Hans-Werner Deppe, Betanien Verlag 2009
"Um die Kinder gehorsam zu machen, wird auch die Rute als
Erziehungsmittel empfohlen. Sie "sollte bei jedem Kind angewandt
werden", schreibt z.B. Lou Priolo in "Kinderherzen lehren". Priolo hat
ein ganzes Kapitel dem Thema "Rute und Tadel" gewidmet. Sein Buch ist
2009 in Deutschland erschienen."
NDR (21. Dezember 2011, Kinder schlagen
im Namen Gottes, Mit der Rute zum
Gehorsam, www.ndr.de/zucht101.html)
Diskussion
"Ein praktischer Leitfaden [Lou Priolo,
Kinderherzen lehren, Betanien Verlag 2009, siehe oben], wie
Eltern Ihre Kinder mithilfe der Bibel erziehen und Ihnen die Bibel
vermitteln und Sie dadurch prägen."
Betanien Verlag (Auszug d.
Artikelbeschreibung zu Lou Priolo,
Kinderherzen lehren, Betanien Verlag 2009, www.cbuch.de, www.betanien.de,
Stand Dezember 2011)
Diskussion

Lou Priolo: Kinderherzen lehren, Betanien 2009
"Von dem evangelikalen Autorenehepaar Michael Pearl und Debi Pearl liegt
der Band „Wie man einen Knaben gewöhnt“ (To Train Up a Child) [Europäische Missionspresse, Wiesenbach 2002,
www.empgermany.com]
vor, in dem praktische Hinweise gegeben werden, Kinder durch Schläge mit
einer Rute zu bestrafen und ihren Willen zu brechen. Mit dem Buch werden
drei Todesfälle in Verbindung gebracht."
(http://de.wikipedia.org/wiki/Körperstrafe, Stand
Januar 2012)
Sean Paddock (4 Jahre), Lydia Schatz (7 Jahre) und Hana Grace-Rose
Williams (13 Jahre). (vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Pearl,
Stand Januar 2012)
"Der Elternratgeber "To train up a child"
[Pastor Michael Pearl] ist ein Bestseller unter Amerikas
Evangelikalen. Er empfiehlt den Einsatz von Rute und Schlagstock zur
Erziehung, selbst bei Babys - und stand bei mehreren Eltern zu Tode
geprügelter Kinder im Bücherschrank." (Frankfurter Rundschau, 9. November 2011,
US-Evangelikale. Tödliche Prügel im Namen Gottes, www.fr-online.de)
"Für ihn [Pastor Michael Pearl] klagt jemand Gott selbst an, wenn er meint aus Liebe
seine Kinder nicht zu züchtigen."
(http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Pearl, Stand Januar 2012)
Unter www.sermon-online.de (Stand Januar 2012) steht das Buch von
Michael und Debi Pearl als Download zur Verfügung (nicht in deutscher
Sprache).
Diskussion

Sean Paddock (4 Jahre), † 2006 (Bild)
Lydia Schatz (7 Jahre), † 2010
Hana Grace-Rose Williams (13 Jahre), † 2011
"Mehr als 670.000 Exemplare ihres Buches
[To Train Up a Child] haben Pfarrer Michael Pearl und seine
Frau Debi bereits verkauft. [...]
Das Buch ist gespickt mit Bibel-Zitaten, in denen von Bestrafung und
Züchtigungen zum Austreiben des Bösen die Rede ist. An einer Stelle
heißt es: "Gott, der die kleinen Kinder gemacht hat und daher weiß, was
das Beste für sie ist, hat den Eltern befohlen, die Rute zur Erziehung
eines Kindes zu verwenden. Wer darauf verzichtet mit der Behauptung, aus
Liebe zu handeln, klagt damit Gott selbst an."
Solche Lehren fallen auf fruchtbaren Boden konservativer Evangelikalen,
vor allem solchen aus der sogenannten Homeschooling-Bewegung. Deren
Anhänger unterrichten ihre Kinder zu Hause, um sie von den
vermeintlichen Irrlehren der säkularen Welt fernzuhalten. Auf
Internetseiten wie achristianhome.org steht denn auch Pearls Ratgeber
neben Unterrichtsmaterial für die Heimschule.
Doch inzwischen macht das Prügel-Buch auch außerhalb der evangelikalen
Gemeinden Schlagzeilen. Grund dafür ist der Fall der elfjährigen Hana [Hana Grace-Rose Williams]. Das
Mädchen war vor einigen Monaten tot im Garten der Eltern gefunden
worden, berichten US-Medien. Das Kind starb demnach an Unterkühlung und
Unterernährung, die Leiche wies Spuren von Schlägen auf.
Die Eltern haben das ihrer Ansicht nach aufsässige Mädchen mit
Nahrungsentzug und Prügel mit einem Plastikschlauch bestraft - beides
Methoden, die von den Pearls propagiert werden.
Den Ermittlern zufolge hatte die Mutter, eine evangelikale Christin, die
ihre sechs Kinder und zwei adoptierte zu Hause unterrichtete, das Buch
der Pearls Freunden gegenüber angepriesen und sogar eine Kopie
weitergegeben.
Inzwischen sind zwei weitere Fälle bekannt geworden. In Kalifornien
starb im vergangenen Jahr ein sieben Jahre altes Mädchen
[Lydia Schatz], nachdem es über
Stunden mit einem Gummischlauch geschlagen worden war. Die
Adoptiveltern, Evangelikale, die ihre neun Kinder zu Hause
unterrichteten, wurden wegen Folter und Totschlags verurteilt. Die
Ankläger sahen es als erwiesen an, dass das Buch der Pearls einen
schädlichen Einfluss auf die beiden hatte, berichten US-Medien.
Tatsächlich heißt es in dem Werk:
"Der Plastikschlauch ist ein gutes
Schlaginstrument. Er ist zu leicht, um Schäden an Muskeln oder Knochen
zu verursachen."
Bereits im Jahr 2006 war ein Vierjähriger [Sean
Paddock] erstickt, nachdem ihn seine Eltern nach Pearls
Anleitung auf seiner Internetseite in eine Decke gewickelt hatten. ´Der
Junge war eines von sechs Kindern, das die strenggläubigen Christen
adoptiert hatten."
Frankfurter Rundschau (9. November 2011,
US-Evangelikale. Tödliche Prügel im Namen Gottes, www.fr-online.de)
Diskussion
M. u.
D. Pearl, Wie man einen Knaben gewöhnt, empgermany.com, 2002
"Natürlich schlagen nicht alle Eltern in diesen Gruppen ihre Kinder.
Aber "es ist in den evangelikalen Freikirchen weitgehend akzeptiert" […]
Anleitungen zur Züchtigung des Nachwuchses finden Mitglieder der
evangelikalen Freikirchen in zwei "Erziehungsratgebern". […] Etwa 4000
Exemplare von "Wie man einen Knaben gewöhnt" und dessen Nachfolgebuch
von Michael und Debi Pearl hat die Europäische Missionspresse in
Heidelberg in den vergangenen drei Jahren verkauft.
[Auszug] "Wenn Sie sich auf das Kind
setzen müssen, um es zu versohlen, dann zögern Sie nicht. Und halten Sie
es solange in dieser Stellung, bis es aufgegeben hat. ... lassen Sie das
Kind sich an einem Sofa oder einem Bett vornüber beugen; und während es
in dieser Position steht, geben Sie ihm einige Ermahnungen. ...
Ich finde fünf bis zehn Schläge meistens genug. Manchmal bei älteren
Kinder, wenn die Schläge nicht kräftig genug sind, ist das Kind noch
aufmüpfisch. Wenn das der Fall ist, nehmen Sie sich Zeit zum Erklären
und versohlen Sie weiter.
Hören Sie mit Ihrer Disziplin nie auf, bevor das Kind sich ergeben hat.
[…] Um effektiv die Erziehung zu unterstützen, müssen Schläge Schmerzen
verursachen, aber der größte Schmerz wird an der Oberfläche der nackten
Haut [!] gespürt, wo sich die Nerven befinden. …
Wählen Sie Ihr Instrument der Größe des Kindes entsprechend. Für die
unter Einjährigen [!] genügt ein kleiner, 20 bis 30 cm langer Ast (von dem
alle Knoten entfernt wurden, die in die Haut einschneiden könnten) mit
einem halben Zentimeter Durchmesser. Manchmal muss nach Alternativen
gesucht werden. Ein 30 cm Lineal wäre eine solche Alternative. Für ein
älteres Kind ist ein Gürtel oder ein größerer Ast effektiv."
[Michael und Debi Pearl, Wie man einen Knaben gewöhnt, Europäische
Missionspresse, Wiesenbach 2002] […]
Auch den Hirnforscher Gerald Hüther von der Universität Göttingen
gruselt es bei der Lektüre des Werkes der Eheleute Pearl. "Was in diesem
Buch empfohlen wird, ist eine Dressur über Schmerz und Angst. Wenn man
so den Willen der Kinder bricht, dann erzeugt man willige Werkzeuge",
erklärt der Wissenschaftler. "Auf diese Grundlage stützen sich überhaupt
autoritäre Systeme. Auch die Nationalsozialisten konnten auf die
Konsequenzen autoritärer Erziehungsstrategien aufbauen." […]
Der Deutsche Kinderschutzbund [hat]
die Indizierung des Buches "Wie man einen Knaben gewöhnt" durch die
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien beantragt. Das Buch ist
inzwischen indiziert."
Süddeutsche Zeitung (30. September 2010,
Erziehung mit der Rute Anleitung zur Züchtigung, www.sueddeutsche.de)
Diskussion

Bild: Süddeutsche Zeitung, Christen und die
Prügelstrafe, sueddeutsche.de, 17.12.2010
"Gegen das, was manche Führer ertragen müssen, war die 40 jährige
Wüstenwanderung Israels fast eine Erholungskur. […] Hinzu kommt, dass
Gemeindeleiter nie befehlen können – sie müssen immer „bitte“ sagen.
Ein General befiehlt, seine Untergebenen gehorchen.
Ein Vorgesetzter in der Firma ordnet an, seine Mitarbeiter führen aus.
Nicht so in der Gemeinde Christi. Älteste können immer nur bitten."
Prediger Wilfried Plock (Februar 2011,
Leiter der Konferenz für Gemeindegründung - KfG, Zeitschrift
Gemeindegründung, Heft-Nr . 106 , Ausgabe 2/11, S. 20, www.kfg.org)
Diskussion
"[...] Verwöhnte Kinder spucken ihren Eltern später auf den Kopf! Zwei
mahnende Bibelstellen: 1. Samuel 2, 24 (Eli zu seinen Söhnen Hophni und
Pinhas): „Nicht doch, meine Söhne!“ Eli redete anstatt zu handeln...
Sprüche 29, 21 (Umgang mit Sklaven): „Wenn einer seinen Sklaven von
Jugend auf verhätschelt, so wird der zuletzt rebellisch.“
Und noch etwas. Kinder, die Zuhause nicht für Ungehorsam bestraft
werden, entwickeln auch gegen andere Autoritäten Rebellion. Vielleicht
zuerst gegen Lehrer, Vorgesetzte und Behörden - unter Umständen aber
auch gegen verantwortliche Leiter der Gemeinde [!] und - was am schlimmsten ist - gegen Gott selbst. Das Ergebnis ist eine
negative Grundeinstellung zu Bibel und Glauben. […]
Könnte es sein, dass manche von uns hier nicht auf der biblischen Linie
liegen? Vielleicht bin ich da selbst eingeschlossen. Meine Frau ist
manchmal konsequenter als ich. Aber wenn es so wäre, dann darf es unter
keinen Umständen so bleiben! Wo es sein muss, lasst uns ganz konkrete,
praktische Konsequenzen ziehen! […]
2. Die biblische Berechtigung der körperlichen Züchtigung
Unsere Gesellschaft setzt körperliche Züchtigung mit Versagen der Eltern
gleich. Die Bibel lehrt aber, dass Kinder in bestimmten Fällen
körperliche Strafe brauchen.
a) im AT das Buch der Sprüche
b) im NT z.B. der Hebräerbrief: Hebräer 12, 5-11
3. Wann soll körperliche Züchtigung erfolgen?
* nicht bei Fehlverhalten aus Ungeschicklichkeit
* nicht bei unabsichtlichem Bettnässen
* wenn Natürliche und Logische Konsequenzen nicht sinnvoll bzw. zu
harmlos sind
* bei bewusster Lüge
* bei bewusstem Diebstahl
* bei Verhalten, das die Eltern in ihrer Ehre verletzt
* bei Verhalten, das Gott in seiner Ehre verletzt
* bei offener Rebellion
* wenn einem anderen Menschen oder einem Tier bewusst Schmerz zugefügt
wird
* bei . . . . . . . . . .
4. Wie soll die körperliche Züchtigung erfolgen?
a) nicht im Zorn, nicht in Wut, nicht im Affekt - sondern überlegt [...]
b) niemals ins Gesicht, keine Ohrfeigen - sondern auf den von Gott
vorgesehenen, gepolsterten Platz! [Gesäß]
c) mit der Hand oder mit einer Rute (Kochlöffel, Stock, etc.)
d) Schläge sollen wehtun, sonst kommt die "Botschaft" nicht an.
e) nicht einfach zuschlagen, sondern vorher ankündigen.
f) entweder unmittelbar nach dem Vergehen schlagen oder gar nicht.
g) wenn möglich schon vorher erklären, warum jetzt Züchtigung erfolgt -
auf jeden Fall aber hinterher die Sache besprechen und das Kind in Ruhe
belehren.
h) evtl. nach der Aussprache miteinander beten. Das Kind soll lernen,
dass Gott vergibt, wenn wir unsere Schuld bekennen.
Die wirkungsvollste Zeit für körperliche Züchtigung zur Lenkung von
Verhalten ist in der Zeitspanne von 2 Jahren bis zur Vorpubertät. [...]"
Prediger Wilfried Plock (Juli 1999,
Unterweisung, Regeln, Konsequenz und Disziplin - Praktische Umsetzung,
Wilfried Plock - Mannheim 06/99, Dokument:
Unterweisung_Regeln_Konsequenz_Und_Disziplin_199906.doc,
www.sermon-online.de, Stand 2011. Das betreffende Dokument wurde Ende
2011 von www.sermon-online.de entfernt. Die Quelle [Speicherabbild
von Google Cache, Stand 2011] kann auf Anfrage eingesehen werden:
E-Mail: info@fundamentalismusdebatte.de)
Diskussion

Unterweisung, Regeln, Konsequenz und
Disziplin - Praktische Umsetzung, Prediger Wilfried Plock 1999
"Ein Evangelikaler hat sich erfolgreich gegen eine Rufschädigung in den
Medien gewehrt. Der Vorsitzende der evangelikalen Konferenz für
Gemeindegründung, Wilfried Plock (Hünfeld), erwirkte beim Landgericht
Fulda Einstweilige Verfügungen gegen den Norddeutschen Rundfunk (NDR),
„Die Welt“ und die „tageszeitung“ (taz).
Damit wird ihnen auferlegt, Behauptungen über Plock im Zusammenhang mit
der Züchtigung von Kindern zu unterlassen. Der NDR hatte am 21. Dezember
in der Sendung „Hallo Niedersachsen“ einen Beitrag unter dem Titel
„Kinder schlagen im Namen Gottes“ ausgestrahlt.
Darin wird „radikalen Christen“ vorgeworfen, Bibelstellen „unreflektiert
in die heutige Zeit zu übertragen“ und als Rechtfertigung zu nehmen, um
Kinder zu schlagen und damit Körperverletzungen zu begehen. In diesem
Zusammenhang war auch Plock genannt worden.
Nach der Einstweiligen Verfügung darf der Sender nicht mehr behaupten,
Plock rufe zur Züchtigung der eigenen Kinder mit der Rute und damit zur
gewalttätigen Kinderzüchtigung auf. Dies gilt auch für die Behauptung,
Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag habe eine
Strafanzeige gegen ihn erstattet. Laut Angaben der Polizei und der
Staatsanwaltschaft Hannover vom 2. Januar liege keine entsprechende
Anzeige vor, so Plock. [...]"
idea.de (11. Januar 2012, Evangelikaler
wehrt sich erfolgreich gegen Medien, www.idea.de)
Diskussion
"Jetzt fängt es an: Bruder Wilfried Plock [Leiter
der Konferenz für Gemeindegründung -
KfG] wurde wegen Äußerungen zur Kindeserziehung, mit denen er sich auf
die Bibel beruft, von den roten Grünen angezeigt. Die Luft wird dünner,
aber der HERR bleibt derselbe. Lasst uns an IHM festhalten und für
Wilfried Plock im Gebet einstehen. [...]
Dr. theol. Lothar Gassmann schreibt in seinem neuen Buch SPRÜCHE DER
WEISHEIT (Samenkorn-Verlag 2011) zu dem schwierigen Thema der
Züchtigung: Kinder vor der Torheit bewahren
Sprüche 22, 15: "Torheit steckt dem Knaben im Herzen, aber die Rute der
Zucht wird sie ihm austreiben."
Darf man so einen Satz überhaupt noch öffentlich sagen? Er ist ja ein
Bibelzitat und Gott sei Dank darf man die Bibel in Deutschland noch
zitieren. [...]
Offenbar läuft nun eine neue Kampagne gegen bibeltreue Christen. Egal
was der Einzelne zu diesem Thema meint - wir sollten zusammenstehen und
Br. Plock den Rücken stärken, denn im Grund ist das, was da läuft, ein
Kampf gegen Gottes Wort.
Betet, erhebt die Stimme, schreibt Leserbriefe, ruft die Sender sachlich
und deutlich an [...] Wir dürfen uns nun wappnen, die Verfolgung wird
schärfer."
Dr. theol. Lothar Gassmann (Dezember
2011, 2004/2005 Schriftleiter v. Erneuerung und Abwehr [Hrsg.
Evangelischen Notgemeinschaft in Deutschland ENiD], Strafanzeige gegen
den Vorsitzenden der Konferenz für Gemeindegründung, weil er sich auf
die Bibel beruft, www.l-gassmann.de, Stand 22.12.2011)
Diskussion

Dr. theol. Lothar Gassmann, vernersss.times.lv,
01
Prediger f. Christlicher Gemeinde-Dienst
(CGD)
1993/97 Dozent Freie Theol. Akademie Gießen
2004/05 Schriftleiter v. Erneuerung und
Abwehr (Hrsg.
Evangelischen Notgemeinschaft in Deutschland ENiD)
"Was schreiben Sie da für einen Unsinn? Wann und wo habe ich Leute
aufgefordert, Ihre Kinder körperlich zu züchtigen? Ich habe erklärt, was das
historische Dokument der Bibel dazu sagt und erzählt, was ich getan habe. So
etwas ist in Deutschland immer noch vom Grundrecht der freien
Meinungsäußerung gedeckt. [...]
Ich habe noch nie ein Erziehungsbuch geschrieben. Schämen Sie sich für
Ihre schlechte Recherche! Ich behalte mir alle gerichtlichen und
außergerichtlichen Schritte gegen den NDR und gegen Sie
[DIE WELT]
vor."
Prediger Wilfried Plock (21. Dezember
2011, DIE WELT, Prediger wegen kirchlichem Prügel-Ratgeber angezeigt,
Leserbrief, www.welt.de)
Diskussion
"Der Rechtsanwalt Plocks forderte den NDR in einem Schreiben vom 23.
Dezember auf, ab sofort nicht mehr zu behaupten, dass sein Mandant in
Vorträgen dazu aufrufe, „Gewalttaten/Straftaten, insbesondere von
Körperverletzungen an Kindern im Namen Gottes auszuüben“.
Dies gelte auch für Behauptungen, er sei ein „radikaler Christ“,
insbesondere wenn damit ein Vergleich mit „radikalen Muslimen“
hergestellt werde.
Die Berichterstattung des NDR habe von den Vortragsinhalten Plocks durch
Auslassungen und die Zitierung von aus dem Zusammenhang gerissenen
Sätzen ein „unwahres Bild“ vermittelt. Plock habe bedingungslose Liebe
und Annahme eines Kindes als das Fundament der Kindererziehung
bezeichnet. Eine gute Erziehung beinhalte auch, klare Regeln zu geben
und diese durchzusetzen.
In dem betreffenden Vortrag habe sich Plock in diesem Zusammenhang für
eine „maßvolle, sorgsame und verantwortungsvoll eingesetzte körperliche
Züchtigung als Erziehungsmittel“ ausgesprochen. Er habe rein sachlich
dargestellt, dass die Heilige Schrift – insbesondere das Buch der
Sprüche – eine solche Züchtigung kenne und nenne. Dabei überlasse er es
jedoch dem Zuhörer selbst zu entscheiden, ob er solche Maßnahmen
einsetze."
idea.de (23. Dezember 2011,
Evangelikaler: NDR soll „unwahre“ Behauptungen unterlassen, www.idea.de)
Diskussion

Thomas Schneider (facebook.com, 2010)
2002-2011 Leitung
idea-Vertriebsbüro Ost
Vorstandsmitglied im
Bibelbund
Chefredakteur im
Lichtzeichen Verlag
Referent
AG Weltanschauungsfragen e.V.
"(TS) [Thomas Schneider] Der durch
eine Medienkampagne des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in die Schlagzeilen
geratene Leiter der “Konferenz für Gemeindegründung” (KfG), Wilfried Plock,
hat sich im sozialen Netzwerk Facebook an “Freunde und Beter” zu Wort
gemeldet." [...]
[Wilfried Plock, Auszug] "Die ganze
Medien-Hetze war und ist natürlich übel; aber da müssen wir durch. Wir
fühlen uns gewürdigt, um Seines Namens und Wortes willen Schmach zu tragen.
Zu Unrecht brauchen wir nicht schweigen; wir dürfen / müssen darauf
aufmerksam machen. Das haben unser HERR und Paulus auch getan. Darum haben
wir den NDR, die taz und die Welt abgemahnt.
Gegen die letzten beiden Zeitungen sind gestern (04.01.) „Einstweilige
Verfügungen“ vom Landgericht Fulda erlassen worden. [...] Ob wir auch gegen
den NDR noch eine „Einstweilige Verfügung“ beantragen ist im Moment noch
offen. Der hat alles so raffiniert dargestellt, dass wir ihm mit
juristischen Mitteln kaum beikommen können. Aber meine Rechtsanwältin ist
sehr fit… ;-) Es ist nicht leicht, gegen solch große Zeitungen wie „taz“ und
„Welt“ (gehört wie die BILD-Zeitung zum Axel-Springer-Konzern) „Einstweilige
Verfügungen“ durchzukriegen. GOTT sei Dank!
Die (angebliche) Strafanzeige von der Grünen-Politikerin war bis zum
03.01. nicht eingegangen (zumindest nicht in ganz Niedersachsen); das haben
uns Polizei und Staatsanwaltschaft schriftlich bestätigt."
Thomas Schneider / Wilfried Plock
(5. Januar 2012, Plock: Brief auf Facebook an Freunde zur
“Medien-Hetze”, www.schneider-breitenbrunn.de)
Diskussion

Prediger Wilfried Plock, hier-luebeck.de, 2011
"In verschiedenen Online-Medien wird behauptet, die Grünen-Abgeordnete
Miriam Staudte habe entgegen der Darstellung in ihrer Pressemitteilung
am 21.12.2011 gar keine Anzeige gegen den evangelikalen Prediger
Wilfried Plock und verschiedene Verlage gestellt.
Diese Darstellung entspricht nicht der Realität. Folgendes Schreiben
ging am 12.01.2012 an das Anwaltsbüro von Herrn Plock:
Sehr geehrte Frau Dr. Müller!
Hiermit möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ich - wie in meiner
Pressemitteilung vom 21.12.2011 dargestellt - Anzeige gegen Herrn
Wilfried Plock erstatt habe.
Diese Anzeige wurde von mir am 21.11.2011 erstattet und liegt bei der
Polizei Lüneburg unter folgender Nummer vor: 201101649771. Inzwischen
wird der Vorgang von der Staatsanwaltschaft Lüneburg unter der Nummer
AZ. 5104 Js 352/12 weiterbearbeitet.
Ich bitte Sie, anderslautende Behauptungen zu unterlassen, entsprechende
Veröffentlichungen zu korrigieren und Unterlassungsaufforderungen
gegenüber Dritten zurückzunehmen."
Pressemitteilung / Miriam Staudte (12.
Januar 2012, Diplompädagogin, stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90 / Die Grünen im Landtag Niedersachsen, Grüne bestätigen
Anzeige gegen evangelikalen Prediger, www.miriam-staudte.de)
Diskussion

Miriam Staudte, miriam-staudte.de, 2011
Beispiel zum "Gesetz des Mose" (Bibelstellen aus dem Alten Testament):
18 "Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der
Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie
ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will,
19 so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der
Stadt führen und zu dem Tor des Ortes
20 und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist
widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist
ein Prasser und Trunkenbold.
21 So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, und
du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun, dass ganz Israel
aufhorche und sich fürchte." (5. Mose 21, 18-21)
Bibelstellen aus dem Neuen Testament (u. a. zum "Gesetz des Mose"):
1 "Und einige kamen herab von Judäa und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch
nicht beschneiden lasst nach der Ordnung des Mose, könnt ihr nicht selig
werden.
2 Als nun Zwietracht entstand und Paulus und Barnabas einen nicht geringen
Streit mit ihnen hatten, ordnete man an, dass Paulus und Barnabas und einige
andre von ihnen nach Jerusalem hinaufziehen sollten zu den Aposteln und
Ältesten um dieser Frage willen. […]
5 Da traten einige von der Partei der Pharisäer auf, die gläubig geworden
waren, und sprachen: Man muss sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz
des Mose zu halten.
6 Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, über diese Sache zu
beraten.
7 Als man sich aber lange gestritten hatte, stand Petrus auf und sprach zu
ihnen: Ihr Männer, liebe Brüder, ihr wisst, dass Gott vor langer Zeit unter
euch bestimmt hat, dass durch meinen Mund die Heiden das Wort des
Evangeliums hörten und glaubten.
8 Und Gott, der die Herzen kennt, hat es bezeugt und ihnen den Heiligen
Geist gegeben wie auch uns,
9 und er hat keinen Unterschied gemacht zwischen uns und ihnen, nachdem er
ihre Herzen gereinigt hatte durch den Glauben.
10 Warum versucht ihr denn nun Gott dadurch, dass ihr ein Joch auf den
Nacken der Jünger legt, das weder unsre Väter noch wir haben tragen können?
11 Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden,
ebenso wie auch sie." (Apostelgeschichte, Kapitel 15)
"Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit durch das
Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben. [...]
Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch
wurde für uns [...]
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch
nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!" [...]
Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (3.Mose 19,18):
»Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«" (Galater
2,21; 3,13; 5,1; 5,14)
"Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist
durch Jesus Christus geworden." (Johannes 1, 17)
"Denn Christus ist das Ende des Gesetzes und jeder, der an ihn glaubt,
wird gerecht." (Römer 10, 4)
"Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns
war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet."
(Kolosser 2, 14)
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Dann war da noch.. Schlusslichter
Auf einer Propaganda-Tournee durch Amerika besucht Präsident George Bush eine Schule und erklärt dort den Schülern seine Regierungspolitik. Danach bittet er die Kinder, Fragen zu stellen.
Der kleine Bob ergreift das Wort:
Herr Präsident, ich habe drei Fragen:
1. Wenn sie als wiedergeborener Christ* die Legalisierung der Folter verlangen - spricht dann Gott zu uns?
2. Warum haben Sie den Irak angegriffen?
3. Denken Sie nicht, dass die Bombe auf Hiroshima der größte terroristische Anschlag aller Zeiten war?
In diesem Moment läutet die Pausenklingel und alle Schüler laufen aus dem Klassenzimmer. Als sie von der Pause zurück kommen, lädt Präsident Bush erneut ein, Fragen zu stellen, und diesmal ergreift Joey das Wort:
Herr Präsident, ich habe fünf Fragen:
1. Wenn sie als wiedergeborener Christ die Legalisierung der Folter verlangen - spricht dann Gott zu uns?
2. Warum haben Sie den Irak angegriffen?
3. Denken Sie nicht, dass die Bombe auf Hiroshima der größte terroristische Anschlag aller Zeiten war?
4. Warum hat die Pausenklingel heute 20 Minuten früher geklingelt?
5. Wo ist Bob?
*
http://de.wikipedia.org/wiki/George_W._Bush
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Kloppe – Meinungsverstärker (IKEA), http://boerge.mongoclique.de,
Juni 2011
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