
Diskussion:
Sühnopfer Jesu
Beiträge zum Thema christlicher Fundamentalismus
Hinweis in eigener Sache:
Die nachstehende "Textlandschaft" aus Textfragmenten und Zitaten stellt den
Versuch dar, zumindest Teilbereiche der aktuellen Fundamentalismusdebatte
abzubilden. Wobei der Einstieg gelegentlich "bibelkritisch" aufgebaut ist
und im Wechsel mit "bibeltreuen" Textfragmenten (manchmal erst im unteren
Abschnitt) eine Art Debatte abbildet.
Fundamentalismusdebatte.de ist keine "bibeltreue" Webseite, sondern stellt
"bibelkritische" und "bibeltreue" Inhalte unkommentiert nebeneinander. Ein
bibeltreues Projekt findest Du in der Bibel :-)
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"Theologischer Fundamentalismus" [zit.
n. Präses Nikolaus Schneider,
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
-
EKD] [vgl.
The Fundamentals,
1910-1915]
"Die Irrtumslosigkeit der Bibel,
die Jungfrauengeburt, die Gottheit Jesu Christi,
das
stellvertretende Sühneopfer
[Gegenstand, Leitgedanke]
und die leibliche Auferstehung
und Wiederkunft Jesu Christi."
Präses Nikolaus Schneider (1992, Theologe,
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses [vgl. Kirchenpräsident bzw. Landesbischof] der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), zit.
n. Volkskirche am Abgrund?, S. 83, Hänssler 2001, ISBN 978-3775124676,
vgl. "Regionale Informationen für
das Rheinland" - Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ Rheinland
e.V., Nr. 20, März / April 1993. S. 6,
www.bekenntnisbewegung-rheinland.de)
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"Nikolaus Schneider
[Ratsvorsitzender d.
Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD], glaubt
nicht, dass Jesus am Kreuz stellvertretend die Strafe der Menschen auf sich
genommen hat. Gott brauche kein Sühneopfer […]
Schneider räumt aber ein, in der Bibel gebe es verschiedene Deutungen des
Zusammenhangs von Kreuz und Auferstehung, entsprechend frei könne das
Kreuzigungsgeschehen von den Pfarrern interpretiert werden." [Zitat im untern Teil ausführlicher]
DIE WELT (23. März 2009, Theologiestreit.
Warum starb Jesus Christus am Kreuz?, www.welt.de)
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"Der Tod Christi „an sich“ hat keine Qualität. [...] Ich halte nichts
von Interpretationen des Kreuzestodes, die sich im Leiden suhlen [...]
Gott braucht kein Sühneopfer"
Präses Nikolaus Schneider (23.03.2009, Theologe,
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland
(EKiR), Präses Schneider: Gott
braucht keine Sühneopfer, Interview Präses Schneider in "chrismon plus
rheinland" 4/2009, www.ekir.de)
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"Der Tod Jesu war schrecklich und sinnlos. [...]
Ich denke, wenn neue Passionslieder komponiert, neue Liturgien für das
Abendmahl entwickelt würden, wäre die Sühneopfertheologie in einer
Generation aus den Gemeinden verschwunden [...]
Ich bin pietistisch geprägt und habe erst im Theologiestudium durch die
historisch-kritische Methode der Bibelauslegung gelernt, die Bibel neu zu
lesen. Ich weiß, wie schwer es ist, sich von alten Glaubensüberzeugungen zu
trennen."
Superintendent Burkhard Müller (Juli
2010, Theologe, Superintendent i.R.,
ehemaliger Sprecher "Das Wort zum Sonntag",
Sündenmanie und unterschlagene Liebe, chrismon plus
rheinland,
www.chrismon-rheinland.de)
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"Notwendige Abschiede [...]
Der Sühneopfergedanke und das dahinter stehende Gottesbild sind heute nicht
mehr vermittelbar." [Zitat im untern Teil ausführlicher]
Prof. Dr. theol.
Klaus-Peter Jörns (2004, Ev. Theologe, „Notwendige Abschiede“)
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Prof. Dr. theol.
Klaus-Peter Jörns, Badische Zeitung vom 7.11.2008
"Offen gestanden: Er widert mich inzwischen nur noch an - dieser
zeitgeistbeflissene Dünkel all jener Theologinnen und Theologen, die dem
Kreuzestod Jesu den überlieferten Tiefensinn rationalistisch absprechen.
Dieses arrogante Kaputtreden der überkommenen Heilsbotschaft, das sich über
den Glauben der Väter und Mütter der letzten beiden Jahrtausende so erhaben
dünkt, dass es ihn nur noch verabschieden möchte.
Dieses Kokettieren mit der
intellektuellen Redlichkeit, die Andersdenkenden in Theologie und Kirche
zumindest indirekt abgesprochen wird, aber mit merkwürdigen Alternativen zum
Ganz- und Heilwerden des Menschen oft kompatibel genug zu sein scheint.
Dieses doktrinäre Drängen nach Entmythologisierung ohne hinreichende
Anzeichen dafür, die Sinn-Dimension des angeblich zu Streichenden überhaupt
angemessen erfasst und durchdrungen zu haben.
Solcher Mangel wäre so lange
keine Schuld, als er eine Ahnung von sich selbst hätte. Weil er sich aber
verkennt und für lauter Fülle hält, deren Köstlichkeit er auch anderen
aufzudrängen habe, darum wird er schuldig an dem Glauben, den er kraftspendend weiterzugeben hätte, schuldig an der Kirche, deren
Kerntradition er leichtsinnig verrät, ja, schuldig am Gekreuzigten, dessen
Lebenshingabe er nicht mehr nötig zu haben meint. [...]
Es geht nicht um einen Konflikt von Vernunft und Irrationalität, von Mythos
und Emanzipation, sondern um das Gegeneinander von Paradigmen, die beide
ihre Logik haben. [...]
Dieser moderne, ach so aufgeklärte Mythos von der Möglichkeit der
Selbsterlösung scheint zeitgenössisch gut anzukommen, bei Esoterikern ebenso
wie bei "kritischen" Theologen. Er leuchtet offenbar im Paradigma der
Autonomie eher ein als die Erkenntnis von der total geschenkten, damit aber
den Beschenkten absolut verbindlich angehenden Erlösung von Gott her. [...]
Der katholische Theologe und Zen-Meister Willigis Jäger - ja, er hat
kürzlich eine eigene Zen-Linie gegründet - verbreitet seinerseits eine
prinzipielle Kritik an herkömmlicher Kreuzestheologie.
Sein dem
Neuplatonismus verwandtes Paradigma klingt für viele Zeitgenossen eingängig:
"Gott offenbart sich im Baum als Baum, im Tier als Tier und im Menschen als
Mensch. Er ist die Symphonie, die erklingt. Der Komponist steht nicht
außerhalb und dirigiert. Er erklingt als diese Symphonie. Er ist ihre Musik,
und alle Formen sind nur Noten. Was wir Gott nennen, erschafft sich
Augenblick für Augenblick neu."
Mit biblisch verantwortetem Denken ist
solcher Monismus freilich nicht kompatibel - allenfalls um den Preis
massiver Umdeutungen, die den christlichen Glauben von seinen Grundlagen
entfremden.
Denn Jägers Weltanschauung vermischt programmatisch, was christliche
Tradition von jeher unterschieden hat und stringent unterscheiden muss, will
sie ihre Kernaussagen und deren Grammatik nicht preisgeben: Schöpfer und
Schöpfung, Gottesnatur und Menschennatur, Gottesgeist und Menschengeist,
Erlöser und Erlöste.
Die biblischen Aussagen über Jesu Kommen als Christus,
über seinen Kreuzestod und seine Auferstehung als Anfang universaler
Erlösung werden im Rahmen des monistischen Paradigmas sinnlos - und daher
uminterpretiert wie das mit ihnen zusammenhängende Menschen-, Welt- und
Gottesbild insgesamt. [...]
Paulus und Luther haben ihre theonome Kreuzestheologie anders grundgelegt.
Demnach steht die neutestamentliche Rede vom Blut Christi für die von Gott
selbst in seinem Sohn vollbrachte Hingabe am Kreuz.
Diese Hingabe ist als
von reiner Liebe motiviertes Geschehen zu verstehen: Sie bringt die
göttliche Identifikation mit menschlicher Vergänglichkeit und Schuld so zum
Ausdruck, dass sie zu dankbarer, befreiter Erwiderung solcher Liebe einlädt.
Dieser Wahrheit in ihrer Tiefe und Dynamik nachzuspüren und sie entsprechend
zu vermitteln, ist und bleibt die Aufgabe christlicher Theologie."
Prof. Dr. Werner Thiede (Juli 2010, Theologische Fakultät Universität
Erlangen-Nürnberg, Widerwärtiger Dünkel. Die Heilsbedeutung des Todes Jesu
darf nicht verwässert werden, zeitzeichen Nr. 4/2010, S. 45, http://zeitzeichen.net)
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Prof. Dr. Werner Thiede, Der gekreuzigte Sinn,
Gütersloh 2007
"Die Vorstellung vom stellvertretenden oder
Sühne-Tod Jesu und damit von der Heilsbedeutung des Kreuzestodes Christi
blieb durch die Geschichte des christlichen Glaubens hindurch nicht
unbestritten.
Kein geringerer als Friedrich Schleiermacher
[siehe unten], ein wichtiger protestantischer Theologe der
Aufklärungszeit, hat versucht, diese Vorstellung aus der christlichen
Glaubenslehre zu entfernen. [...]
Er steht damit in der Tradition
Kants [siehe unten]: Ein
stellvertretender Tod Jesu für die Sünden der Menschen ist nach Kant eine
entwürdigende Vorstellung. Die Schuld eines Menschen und ihre Folgen könnten
nicht von einem anderen stellvertretend übernommen und gesühnt werden. Die
Würde des Einzelnen, die nicht zuletzt in seiner Fähigkeit besteht,
Verantwortung zu übernehmen, wird dadurch verletzt.
Das ist eine
Sicht, die bis in das letzte Jahrhundert die protestantische Theologie –
etwa die von Rudolf Bultmann [siehe unten]
– beeinflusst hat."
Präses Nikolaus Schneider (10.6.2009, Theologe,
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland
(EKiR), Was bedeutet der Kreuzestod
Jesu. Vortrag beim Jahresempfang der Griechisch-Orthodoxe Metropolie von
Deutschland, www.orthodoxie.net)
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"Die überragende
Stellung Schleiermachers
[siehe oben] für die Geschichte des Protestantismus muss ich
hier nicht eigens herausstellen. Sie ist anerkannt."
Bischof Dr. Wolfgang Huber (26. März
2006, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
EKD, Kristall von Perspektiven. Eröffnung des Internationalen
Schleiermacher-Kongresses in der Humboldt-Universität Berlin. www.ekd.de)
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"Kant [siehe oben]
... nach meiner
Überzeugung ... der Philosoph des Protestantismus."
Bischof Dr. Wolfgang Huber
(12.02.2004, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in
Deutschland EKD, Unsterblichkeit und Würde. Kant zu Ehren, St. Michaelis zu
Hamburg auf Einladung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der
ZEIT-Stiftung)
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Immanuel Kant (1724 - 1804)
"Von den verschiedensten Seiten her erhob sich Ende der 50er und
Anfang der 60er Jahre der Ruf: Zurück auf Kant! [...] Seitdem hat die
Kantische Philosophie geradezu eine Wiederauferstehung erlebt. [...]
Jetzt sollte die Prophezeiung buchstäblich wahr werden, die er
[Kant] einst im Beginn seines abnehmenden
Ruhmes zu Stägemann geäußert:
"Ich bin mit meinen Schriften um ein
Jahrhundert zu früh gekommen; nach 100 Jahren wird man mich erst recht
verstehen und dann meine Bücher aufs neue studieren und gelten lassen."
Noch stehen wir mitten in dieser Bewegung, die - im Gegensatz zu
der vor 100 und mehr Jahren - mehr in die Tiefe als in die Breite
gegangen ist, deshalb auch länger angedauert hat und noch weitere Dauer
verspricht.
Wie befruchtend die kritische Methode in den letzten
Jahrzehnten auf die verschiedensten Wissenschaftsgebiete gewirkt hat und
noch wirkt, weiß jeder, der im wissenschaftlichen Leben steht."
Prof. Dr. Karl Vorländer (1924,
Philosoph, Immanuel Kant. Der Mann und das Werk, Erneuerung des
Kritizismus seit 1860)
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"Jedenfalls glaubt die moderne Wissenschaft nicht, dass der Lauf der
Natur von übernatürlichen Kräften durchbrochen oder sozusagen durchlöchert
werden kann. […]
Für den Menschen von heute sind das mythologische Weltbild, die Vorstellung
vom Ende, vom Erlöser und der Erlösung vergangen und erledigt."
Prof. Dr.
Rudolf Bultmann
(1965, Theologe, Glauben und
Verstehen: gesammelte Aufsätze, Band 4. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Verlag
Tübingen, 4. Aufl. 1984, Seite 144-145)
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"So viel ist gewiss: wer einmal die Kritik gekostet hat, den ekelt
auf immer alles dogmatische Gewäsche, womit er vorher aus Not vorlieb
nahm, weil seine Vernunft etwas bedurfte, und nichts Besseres zu ihrer
Unterhaltung finden konnte."
Prof. Dr.
Immanuel Kant (1783,
Philosoph,
Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft
wird auftreten können, A 191, § 60,
http://de.wikiquote.org/wiki/Immanuel_Kant)
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"Nicht der hat Religion, der an eine heilige Schrift glaubt, sondern der, welcher keiner bedarf und wohl selbst eine machen könnte."
Friedrich Schleiermacher (1799, Theologe, Klassiker neuzeitlicher Religionstheorie, "Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern")
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"Schwärmer und
Mucker [Anhänger des Pietismus,
http://de.wikipedia.org/wiki/Mucker]
sind beide schrifttoll."
Prof. Dr.
Immanuel Kant (1798,
Philosoph,
Kant: AA XV, Reflexionen zur Anthropologie, Seite 219,
www.korpora.org/Kant/aa15/219.html)
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"Früher galten Fundamentalisten als Schwärmer
[siehe oben]"
Das Erste
(5. Dezember 2007, Dokumentation "Fanatisch, fundamentalistisch, fromm."
"SWR, NDR und WDR begeben sich in den USA, in Israel und im Jemen auf
Spurensuche, wie aus Frömmigkeit Fundamentalismus und Fanatismus werden
kann." www.daserste.de)
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"Wie kann meine Schuld durch den Tod
eines Schuldlosen (wenn man von einem solchen
überhaupt reden darf) gesühnt
werden?
Welche primitiven Begriffe von Schuld und Gerechtigkeit liegen solcher
Vorstellung zugrunde?
Welch primitiver Gottesbegriff?
Soll die Anschauung vom sündentilgenden Tode Christi aus der
Opfervorstellung verstanden werden:
welch primitive Mythologie, dass ein Mensch gewordenes Gotteswesen
durch sein Blut die Sünden
der Menschen sühnt!"
Prof. Dr. Rudolf Bultmann
(1941, Ev. Theologe,
Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen
Verkündigung, München: Kaiser 3. Aufl. 1988, Seite 19)
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Rudolf Bultmann
(1884 - 1976), 1912 - 1951 Theologieprofessor
"Das Schuldopfer und zwar in seiner widerlichsten, barbarischsten Form, das
Opfer des Unschuldigen für die Sünden der Schuldigen! Welches schauderhafte
Heidentum! […]
Die Lehre vom Gericht und von der Wiederkunft, die Lehre vom Tod als einem
Opfertode, die Lehre von der Auferstehung [...] dass kleine Mucker und
Dreiviertel-Verrückte sich einbilden dürfen, dass um ihretwillen die Gesetze
der Natur beständig durchbrochen werden [...]
Kleine Missgeburten von Muckern
[Anhänger des Pietismus,
http://de.wikipedia.org/wiki/Mucker]
und Lügnern fingen an, die Begriffe „Gott“ „Wahrheit“ „Licht“ „Geist“
„Liebe“ „Weisheit“ „Leben“ für sich in Anspruch zu nehmen, gleichsam als
Synonyma von sich, um damit die „Welt“ gegen sich abzugrenzen, kleine
Superlativ-Juden, reif für jede Art Irrenhaus, drehten die Werte überhaupt
nach sich um, wie als ob erst der Christ der Sinn, das Salz, das Maass, auch
das letzte Gericht vom ganzen Rest wäre [...]
Diese kleinen Mucker verrechnen sich nämlich in der Hauptsache. Sie greifen
an, aber Alles, was von ihnen angegriffen wird, ist damit ausgezeichnet. Wen
ein „erster Christ“ angreift, den besudelt er nicht … Umgekehrt: es ist eine
Ehre, „erste Christen“ gegen sich zu haben. [...]
Wir leugnen Gott als Gott… Wenn man uns diesen Gott der Christen bewiese,
wir würden ihn noch weniger zu glauben wissen. [...] Der „Glaube“ als
Imperativ ist das Veto gegen die Wissenschaft […]
Todkrieg gegen das Laster: das Laster ist das Christentum. Lasterhaft ist
jede Art Widernatur. Die lasterhafteste Art Mensch ist der Priester: er
lehrt die Widernatur. Gegen den Priester hat man nicht Gründe, man hat das
Zuchthaus. […]
Man soll die „heilige“ Geschichte mit dem Namen nennen, den sie verdient,
als verfluchte Geschichte; man soll die Worte „Gott“, „Heiland“, „Erlöser“,
„Heiliger“ zu Schimpfworten, zu Verbrecher-Abzeichen benutzen. Der Rest
folgt daraus. Der Antichrist"
Prof. Dr.
Friedrich Nietzsche
(1888,
Philosoph, Der Antichrist. Fluch
auf das Christentum und Gesetz wider das Christentum, Friedrich
Nietzsche Digitale Kritische Gesamtausgabe Werke und Briefe:
www.nietzschesource.org)
Diskussion
Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt Denen
nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden! [...]
Unheimlich ist das menschliche Dasein und immer noch ohne Sinn […] Ich will
die Menschen den Sinn ihres Seins lehren: welcher ist der Übermensch, der
Blitz aus der dunklen Wolke Mensch. [...]
Das Böse ist des Menschen beste Kraft. »Der Mensch muss besser und böser
werden« – so lehre ich. Das Böseste ist nötig zu des Übermenschen Bestem."
Prof. Dr.
Friedrich Nietzsche
(1883,
Philosoph, Also sprach
Zarathustra. Teil I: Zarathustra's Vorrede und 1885,
Also sprach Zarathustra, Teil IV,5: Vom höheren Menschen, Friedrich
Nietzsche Digitale Kritische Gesamtausgabe Werke und Briefe:
www.nietzschesource.org)
Diskussion
"Ich komme zu früh, sagte er dann, ich bin noch nicht an der Zeit. Dieses
ungeheure Ereignis ist noch unterwegs und wandert, – es ist noch nicht bis
zu den Ohren der Menschen gedrungen. [...]
Man erzählt noch, dass der tolle Mensch des selbigen Tages in verschiedene
Kirchen eingedrungen sei und darin sein Requiem aeternam deo [seine ewige
Totenmesse für Gott] angestimmt habe."
Prof. Dr.
Friedrich Nietzsche
(1882,
Philosoph, Die fröhliche
Wissenschaft, Friedrich Nietzsche Digitale Kritische Gesamtausgabe Werke und
Briefe: www.nietzschesource.org)
Diskussion
"Die Lehre vom „Übermenschen“ [siehe oben]
ist – vor allem im deutschsprachigen Raum – mit der vermeintlichen
"Herrenrasse" der Arier assoziiert worden. 1934 wurde ein Exemplar
[siehe Beiträge oben] im Grabgewölbe des
Reichsehrenmals Tannenberg [siehe Bild] neben Hitlers Mein Kampf und Alfred Rosenbergs
[siehe unten] Der Mythus des 20.
Jahrhunderts niedergelegt."
[siehe auch
Kirche im Nationalsozialismus]
(http://de.wikipedia.org/wiki/Also_sprach_Zarathustra, Stand Juni 2010,
Bernhard Taureck, Nietzsche und der Faschismus. Eine Studie über Nietzsches
politische Philosophie und ihre Folgen, Hamburg 1989, S.80)
Diskussion

1934, Im Grabgewölbe des
Reichsehrenmals Tannenberg [siehe Beitrag oben]
wurde je ein Exemplar folgender Schriften niedergelegt (teilweise
auch in die Fundamente offizieller NSDAP Bauten):
Adolf Hitler: Mein Kampf
[siehe
Kirche im Nationalsozialismus]
Dr.
Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra
[siehe oben]
Dr. Alfred Rosenberg: Der Mythus des 20.
Jahrhunderts
[siehe
unten]
(http://de.wikipedia.org/wiki/Also_sprach_Zarathustra,
Stand Juni 2010)
"Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen
gekommen; [...]
Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.
Was ihr gehört habt von Anfang an, das bleibe in euch. Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet ihr auch im Sohn und im Vater bleiben. Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben."
1. Johannes 2, 18-19 + 22-25
Diskussion
[1930,
Der Mythus des 20.
Jahrhunderts, Dr. Rosenberg]
"Christlichen
Legenden, die allen Ernstes noch heute den Europäern verkündet werden:
"Jungfrauengeburt", stoffliche"
Auferstehung" Christi, "Himmel- und
Höllenfahrt [...]
Noch immer aber haben es Millionen nicht
begriffen, dass Kopernikus ... die gesamte
Höllenfahrts- und Auferstehungsmythologie restlos überwunden, ein für allemal
erledigt hat."
Dr. Alfred Ernst
Rosenberg (1930,
1941 Reichsminister Ostministerium, führender Ideologe der NSDAP,
Der Mythus des 20. Jahrhunderts. Hoheneichen - Verlag München 34. Aufl. 1934, S. 132-133)
Diskussion
[1941,
Neues Testament und Mythologie,
Dr. Bultmann]
"So kann sich das Weltbild ändern etwa infolge der
kopernikanischen
Entdeckung [...]
Welterfahrung und Weltbemächtigung sind in Wissenschaft und Technik so weit
entwickelt, dass kein Mensch
im Ernst am neutestamentlichen Weltbild
festhalten kann und festhält. [...]
Erledigt sind damit
die Geschichten von der Himmel- und Höllenfahrt
Christi [...] Die Wunder des Neuen Testaments sind damit als Wunder
erledigt [...]
Neben dem historischen Ereignis des Kreuzes steht die
Auferstehung, die kein geschichtliches Ereignis ist. ... Neben der
Behauptung der Präexistenz (Paulus, Johannes) steht ja die
Legende von der
Jungfrauengeburt (Matthäus, Lukas) ... stehen die
Legenden vom leeren Grab und von der
Himmelfahrt."
Prof. Dr. Rudolf Bultmann
(1941, Ev. Theologe,
Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen
Verkündigung, München: Kaiser 3. Aufl. 1988, S. 14-16,53)
Diskussion
Bitte um Hilfe: Auf dieser Seite wird öfters Rudolf Bultmann zitiert (Schriften aus der
Zeit des Nationalsozialismus,
z. B. 1941,
Neues
Testament und Mythologie - Programm der Entmythologisierung der Bibel,
siehe oben).
Das Problem dabei ist, wir wissen zum Teil
nicht, wie wir die Zitate von Rudolf Bultmann
(laut
www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml:
bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts)
zu verstehen haben. Einige Zitate weisen
eine auffallende Ähnlichkeit mit den Schriften von Alfred Rosenberg
(Reichsminister,
NSDAP Chefideologe, siehe oben)
auf.
Aus dem Textzusammenhang kann sich bisweilen die Schlussfolgerung ergeben,
dass Textpassagen von nationalsozialistischen
Schriften (Alfred Rosenberg,
Der Mythos des 20. Jahrhunderts, 1933)
aufgegriffen und kritisch beleuchtet werden (siehe oben, Beispiel mit farbig
hinterlegtem Text).
Leider liegen uns bis heute keine Informationen vor, welche
Textabschnitte von Rudolf Bultmann im Wortsinn gemeint sind und welche gegen
den Wortsinn verstanden werden sollten. Wir wissen von keiner Schrift
(während
oder nach dem 3. Reich) in der Rudolf Bultmann (1884 - 1976) die Situation
aufgeklärt hätte.
Falls dennoch Quellen existieren, die hier für Klarheit sorgen könnten,
wären wir für Hinweise darauf außerordentlich dankbar (Email:
Kontakt).
Diskussion

Dr.
Alfred Rosenberg
(Reichsminister, NSDAP Chefideologe)
"Eine Religion, die ihr ganzes Dasein an dem Seidenfaden des Glaubens an ein
überliefertes "Faktum" hängt, gegen alles innere Erleben ... gerät in ihren
Grundfesten ins Wanken, wenn dieses "Faktum" immer mehr als Legende erkannt,
bzw. aufgefasst wird.
Das "Faktum" aber (Sühnetod - Himmelfahrt - Auferstehung), an das das 16.
Jahrhundert noch kindlich und in innerer Wahrhaftigkeit glauben konnte, ist
heute in seinem entscheidenden Teil nicht mehr als geschichtliche Tatsache
lehrbar [...]
Für den nordischen Menschen ist Religion von Eckard bis Lagarde steht's
inneres Erleben gewesen, immer Gegenwart, kein Pochen auf ein Faktum [...]
Immer wieder tönt allem Seelenreichtum das wüstendürre Wort entgegen:
"Außerhalb dieser Offenbarung [Bibel],
der allein göttliche Autorität zukommt, kann Gott in seiner Gottheit nicht
erkannt werden" [...]
Wie schon ausgeführt, darf in den Augen der neuen Sektierer auch innere
Erfahrung nicht als echte Religion gelten [...] Aber von dieser "frohen
Botschaft" wollen unsere düsteren, leichenbitteren "Bekenner" ... nichts
wissen. [...]
Von welcher Seite immer man der heute verkündigten "Rechtgläubigkeit" auch
nahen mag, immer trifft man auf grundsätzliche Starrheit dem Leben gegenüber
... auf verknöcherten Sektierergeist. Und deshalb auf grundsätzliche
Feindschaft nicht nur der von mir persönlich vertretenen
Religionsphilosophie"
Dr.
Alfred Ernst Rosenberg
(1932, 1941 - 1945
Reichsminister Ostministerium, führender Ideologe der NSDAP sowohl in der
Weimarer Republik als auch in der Zeit des Nationalsozialismus, 1934
Beauftragter des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und
weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP, Als Leiter des
Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO) verfolgte er die systematische Ermordung der Juden.)
[siehe auch
Kirche im Nationalsozialismus]
Protestantische Rompilger. Der Verrat an Luther und der Mythus des 20.
Jahrhunderts, Hoheneichen Verlag München 1937, Seite 48 - 50)
Diskussion
"Es ist nicht zu sehen, was der historische Jesus, der seinen Todesweg in
gehorsamer Liebe geht, im mindesten voraus hat vor all denen, die z. B. im
Weltkriege diesen Weg auch in gehorsamer Liebe gegangen sind"
[siehe auch
Kirche im Nationalsozialismus]
Prof. Dr. Rudolf Bultmann
(1927, Theologe u. Verfechter d. Entmythologisierung d. neu-testamentlichen
Verkündigung, Zur Frage der Christologie, Zwischen den Zeiten, Glauben und Verstehen (GuV). Gesammelte Aufsätze, Band 1,
Seite 96, 9. Aufl. Tübingen 1993)
Diskussion
"Für den Menschen von heute sind das mythologische Weltbild, die Vorstellung
vom Ende, vom Erlöser und der Erlösung vergangen und erledigt."
Prof. Dr. Rudolf Bultmann
(1965, Theologe, Glauben und
Verstehen: gesammelte Aufsätze, Band 4. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Verlag
Tübingen, 4. Aufl. 1984, Seite 145)
Diskussion
"Jetzt ist die Endzeit gekommen; »als die Zeit erfüllt war«, sandte Gott
seinen Sohn. Dieser, ein präexistentes Gottwesen
[Präexistenz Christi: Jesus Christus hat bereits vor seinem irdischen
Leben existiert], erscheint auf Erden als ein Mensch; sein
Tod am Kreuz, den er wie ein Sünder erleidet, schafft Sühne für die
Sünden der Menschen.
Seine Auferstehung ist der Beginn der kosmischen Katastrophe, durch die
der Tod, der durch Adam in die Welt gebracht wurde, zunichte gemacht
wird; die dämonischen Weltmächte haben ihre Macht verloren. Der
Auferstandene ist zum Himmel erhöht worden zur Rechten Gottes; er ist
zum »Herrn« und »König« gemacht worden.
Er wird wiederkommen auf den Wolken des Himmels, um das Heilswerk zu
vollenden; dann wird die Totenauferstehung und das Gericht stattfinden;
dann werden Sünde, Tod und alles Leid vernichtet sein. Und zwar wird das
in Bälde geschehen […] Die Glaubenden haben schon das » Angeld «,
nämlich den Geist, der in ihnen wirkt und ihre Gotteskindschaft bezeugt.
[…]
Das alles ist mythologische Rede, und die einzelnen Motive lassen sich
leicht auf die zeitgeschichtliche Mythologie der jüdischen Apokalyptik
und des gnostischen Erlösungsmythos zurückführen."
Prof. Dr. Rudolf Bultmann
(1941, Ev. Theologe,
Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen
Verkündigung, München: Kaiser 3. Aufl. 1988, Seite 12-13)
Diskussion
"Anlässlich der Erwähnung von Rudolf Bultmann möchte ich nicht versäumen
zu erwähnen, dass er sich vor seinem Tode bekehrt und seine Schüler und
Studenten um Vergebung gebeten hat.
Kronzeuge dafür ist Ernst Käsemann, der das vor seinem eigenen Tode
erwähnt hat, seinem Lehrer darin aber leider nicht folgen wollte. Die
Nachricht ist verbürgt, ich habe mit dem Ohrenzeugen, der seine
Identität nicht preisgeben will, selber gesprochen."
Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1.
Oktober 2007, Was ist glaubwürdig – die Bibel oder die Bibelkritik?, VTR:
Nürnberg 2007, Fußnote S. 13)
Diskussion
"Aber jetzt kann ich ihnen etwas ganz schönes sagen. Rudolf Bultmann hat
sich vor seinem Tode bekehrt und er hat sogar seine Schüler und
Studenten um Vergebung gebeten.
Ich habe das jetzt erst im vergangenen Jahr
[2003] erfahren und der Kronzeuge ist Ernst Käsemann. Er hat
das erwähnt, bevor er gestorben ist. Und er hat das bestimmt nicht
erfunden, denn er hatte sogleich gesagt, er würde sich nicht bekehren,
weil er über die Ermordung seiner Tochter nicht hinwegkäme.
Aber so groß ist Gott. Er konnte es machen, so dass der Hauptkronzeuge
der historisch-kritischen Theologie seine Knie vor Jesus gebeugt hat,
seinem Heiland."
Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (4. Juli
2004, Bibelkritik - Wissenschaft oder Manipulation? Vortrag im Rahmen
einer Bibelausstellung in der Freien Evangelischen Schule Berlin,
Audiodatei: Stelle 21:15 bis 22:05
http://bibelausstellung.fesb.de/download.php?filename=Linnemann.mp3)
Diskussion

Rudolf Karl Bultmann (Landeskirchliches Archiv,
www.elk-wue.de)
"Wahrscheinlich begegnet heute keine Lehre des
Christentums größeren Schwierigkeiten als die traditionelle Lehre, dass uns
Jesus Christus durch seinen stellvertretenden Sühnetod am Kreuz von unseren
Sünden erlöst hat."
Prof. Dr. Josef
Blank (1986, Theologe, Weißt Du, was Versöhnung heißt? Der
Kreuzestod Jesu als Sühne. Josef Blank u. Jürgen Werbick (Hg.), Sühne und
Versöhnung, Düsseldorf 1986, S. 21)
Diskussion
"War der Tod Jesu ein Sühnopfer? Die Frage lässt sich einfach
beantworten: Er war es nicht.
Alle äußeren Merkmale eines kultischen
Opfers fehlen: Es gibt keinen Altar, keine rituelle Schlachtung, keinen
Tempel, keinen Priester, keinen Gottesdienst. Der Tod Jesu war keine
religiöse Opferung, sondern die römische Todesstrafe für einen Unruhestifter
...
Als seine Jüngerinnen und Jünger versucht haben, den Tod Jesu
theologisch zu verstehen, haben sie aus der Tradition, in der sie selbst zu
Hause waren, das Bild vom „Sühnopfer“ aufgenommen."
Evangelische Kirche im Rheinland,
Landeskirchenamt/Abteilung II (19.12.2009, Orientierungshilfe: Aus
Leidenschaft für uns. Zum Verständnis des Kreuzestodes Jesu, Februar 2010,
www.ekir.de)
Diskussion
"Glaubenssätze sind symbolisch-gleichnishaft und nicht wortwörtlich zu
verstehen."
Dr. theol. Andreas Rössler (26.7.2001, Theologe, Undogmatisches Christentum: ein Ideal im Konflikt mit der Wirklichkeit, IARF-Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll)
Diskussion
"So liegt es auch von daher nahe,
die christlichen Inhalte ins Symbolische zurückzunehmen, ihnen keine höhere
Wahrheit zuzusprechen als den Mythen der Religionsgeschichte - sie als Weise
der religiösen Erfahrung anzusehen, die sich demütig neben andere zu stellen
hätte.
In diesem Sinn kann man dann - wie es scheint - fortfahren, ein
Christ zu bleiben; man bedient sich weiterhin der Ausdrucksformen des
Christentums, deren Anspruch freilich von Grund auf verändert ist"
Prof. Dr. Joseph
Ratzinger (08.01.2000, Der angezweifelte Wahrheitsanspruch. Die Krise
des Christentums am Beginn des dritten Jahrtausends, Frankfurter Allgemeine
Zeitung, 08.01.2000, Nr. 6, S. I)
Diskussion
"Ein Satz wie: "Gott hat uns seinen Sohn gesandt" ist also symbolisch zu
verstehen und nicht wörtlich."
Dr.
Gerhard Kühlewind (August 2004, Paul Tillich: Progressive Theologie
aus dem letzten Jahrhundert, www.evangelisch-in-leerstetten.de)
Diskussion
"Wie aber können Sie zu einem bloßen Symbol
beten?"
Prof. Dr. Gerd Lüdemann
(8. Mai 1998, Theologe,
Georg-August-Universität Göttingen,Unter den Dächern von Göttingen, DS -
DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT, 8. Mai 1998 Nr. 19/1998)
Diskussion
"Fundamentalistische Haltungen entstehen ... wenn folgende Merkmale
anzutreffen sind ... Ein nicht-symbolisches, wortwörtliches Verstehen und konkret-politisches
Umsetzen heiliger Schriften."
Dr. Fritz R. Huth (Februar 2002, Theologe,
Beauftragte für Weltanschauungsfragen der EKHN Evangelische Kirche in Hessen
und Nassau, Arbeitshilfe Fundamentalismus. Herausgegeben vom „Zentrum
Ökumene“ der EKHN)
Diskussion
"1. Die Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift,
2. Christi Jungfrauengeburt,
3. der Sühneopfertod Jesu,
4. die leibliche Auferstehung,
5. die Wirklichkeit der in der Bibel bezeugten Wunder. [...]
Ohne jeden Interpretationsspielraum diese fünf Aussagen wortwörtlich
bejahen zu müssen - das ist für mich Fundamentalismus!"
Bischof Dr. Wolfgang Huber (29. April 2009, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender
der Evangelischen Kirche in Deutschland, Herr Bischof, wer ist
eigentlich ein Fundamentalist? Interview. ideaSpektrum 18/2009, Seite
17)
Diskussion
"Die Kirchenführung glaubt nicht mehr, was die zentrale Botschaft des
Neuen Testaments ist, und hält dann doch am Abendmahl im klassischen Sinn
fest.
Ich teile alle Einwände des rheinischen Präses
[Präses Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender d. Evangelischen Kirche in
Deutschland - EKD] gegen den Sühnetod Jesu, habe es aber vorgezogen,
daraus die allein mögliche Konsequenz zu ziehen, nämlich meinen Unglauben
gegenüber den zentralen Aussagen des Neuen Testaments zu bekennen.
Denn
nicht nur der Sühnetod steht auf dem Prüfstand, die körperliche Auferstehung
Jesu von den Toten und seine Wiederkunft am Ende der Tage auch.
Ich nehme an, dass der rheinische Präses - ebenso wie die meisten seiner
Kolleginnen und Kollegen auch hier eine negative Haltung einnimmt."
Prof. Dr. theol. Gerd Lüdemann (8. April
2009, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Pro und Kontra. Wozu
starb Jesus Christus eigentlich am Kreuz? ideaSpektrum 15/2009, S. 4)
Diskussion

Präses Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender
der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
"Die Deutung des Todes Jesu ist umstritten – auch in der Theologie. Dass die
Emotionen derart hoch gehen, findet der Heidelberger Theologe Gregor
Etzelmüller verständlich: Es gehe schließlich um zentrale Glaubensaussagen
und die persönliche Frömmigkeit, auch das Abendmahl als zentraler
christlicher Ritus sei berührt.
Gestritten wird darum, ob der Tod Jesu ein stellvertretendes Sühneopfer für
die Sünden der Menschheit war – eine wichtige Glaubensaussage christlicher
Bekenntnisschriften. […]
Der Präses [vgl. Kirchenpräsident bzw.
Landesbischof] der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider
[Ratsvorsitzender d.
Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD], glaubt
nicht, dass Jesus am Kreuz stellvertretend die Strafe der Menschen auf sich
genommen hat. Gott brauche kein Sühneopfer […]
Schneider räumt aber ein, in der Bibel gebe es verschiedene Deutungen des
Zusammenhangs von Kreuz und Auferstehung, entsprechend frei könne das
Kreuzigungsgeschehen von den Pfarrern interpretiert werden.
Auch das Leitende Geistliche Amt der hessen-nassauischen Kirche stellte im
vergangenen Jahr in einem Grundsatzdokument fest, dass das Kreuz nach wie
vor verschieden gedeutet werden könne, die opfertheologischen Aussagen seien
eine dieser Möglichkeiten."
DIE WELT (23. März 2009, Theologiestreit.
Warum starb Jesus Christus am Kreuz?, www.welt.de)
Diskussion
"Immer mehr protestantische Theologen äußern öffentlich ihre Zweifel
darüber, dass der Tod Jesu am Kreuz als Sühneopfer zur Vergebung unserer
Sünden zu verstehen sei. Bei den Skeptikern handelt es sich keineswegs um
Weichspüler. Dennoch laufen viele Kirchenkreise dagegen Sturm. [...]
In Nürnberg kritisiert der Pfarrer Claus Petersens seit langem die These vom
Opfertod und bekräftigte im Oktober 2007: "Die Botschaft Jesu war unabhängig
von seiner Kreuzigung, und daher glaube ich nicht, dass das Kreuz eine
Heilsbedeutung hat."
Petersens oberster Chef, der EKD-Ratsvorsitzende
[2003 - 2009] Bischof Wolfgang Huber, hat
in seinem jüngsten Buch "Der christliche Glaube" ähnliche Gedanken, wenn
auch deutlich moderater, formuliert: "Jesu Kreuzestod ist nicht eine
zwangsläufig geschuldete Sühneleistung zur Besänftigung eines zornigen
Gottes, sondern eine aus Freiheit um der Liebe Gottes vollzogene
Selbsthingabe." Der "umfassende Sinn von Kreuz und Auferstehung" dürfe nicht
"auf eine rechtsförmige Satisfaktionsvorstellung [http://de.wikipedia.org/wiki/Satisfaktion]
reduziert werden". [...]
Auch der berühmte katholische Theologe Eugen Biser erklärte, ein "Gott der
bedingungslosen Liebe wird durch Opfer nicht versöhnt, ganz davon zu
schweigen, dass er gar keine Opfer will"."
DIE WELT (28. März 2009, Warum Theologen am Sühnetod Jesu zweifeln,
www.welt.de)
Diskussion
"Die neutestamentliche Forschung hat gezeigt, dass die opfertheologischen
Aussagen über das Kreuz Christi lediglich eine von vielen
Deutungsmöglichkeiten seines Todes sind."
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
(EKHN). Das Leitende Geistliche Amt (März 2008, Stellungnahme des Leitenden
Geistlichen Amtes zur umstrittenen Deutung des Todes Jesu als ein Gott
versöhnendes Opfer, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN),
www.ekhn.de)
Diskussion
"Glaubt, was ihr für glaubwürdig und wahr haltet, aber bleibt kritisch."
Pfarrer Friedrich Schorlemmer (25.04.2004, Speyerer Protokolle: Der Protestantismus als Kritik und Gestaltung, Symposium und Gottesdienst zum 475-jährigen Protestationsjubiläum, 24./25. April 2004 Speyer, hg.v. Ev. Akademie der Pfalz)
Diskussion
"Der
kritische Verstand entscheidet in der historisch-kritischen Theologie
darüber, was in der Bibel Realität ist."
Prof. Dr. theol. Eta
Linnemann (1994, Theologin, Original oder Fälschung.
Historisch-kritische Theologie im Licht der Bibel.)
Diskussion
"Die kritischen Stimmen zur Opferthematik stehen stellvertretend für das,
was den Protestantismus auszeichnet.
Ich denke, dass der reformierte und lutherische Protestantismus sich immer
schon dadurch definiert hat, dass er eine kritische Position zur Religion
einnimmt. Protestantismus ist von Hause, obschon er Teil des Religiösen ist,
Kritik der Religion. Insofern gehört Kritik immer schon zum Protestantismus,
hier zur protestantischen Kirche dazu.
Und deswegen gehört zu diesem kritisch protestantischen „cantus firmus“
[eine festgelegte Melodie, die im Rahmen eines
musikalischen Werkes von den anderen Stimmen umspielt wird, ohne selbst
besonders weitgehend verändert zu werden, http://de.wikipedia.org/wiki/Cantus_firmus]
in der Theologie die feministisch theologische Kritik. Denn sie begreift
sich als Religionskritik.
Da das Opfer in den Bereich des Kultischen und Religiösen fällt, ist die von
feministischen Theologinnen profiliert vertretene Opferkritik ein
Wesensmerkmal des protestantischen Verhältnisses zum Religiösen. ...
"Der Tod Jesu wird (von einem Standpunkt der sich zeitlich vor dem Tod Jesu
positioniert) von einem victim [engl., das Opfer]
zu einem notwendigen sadrifice-Opfer [engl.,
sacrifice: die Aufopferung] umgedeutet. ...
Sie weisen auf problematische Interpretationen und pervertierte christliche
Opfervorstellungen in der christlichen Theologie, in Kirche und säkularer
Kultur hin. Die Vermischung der victime und sacrifice Vorstellung führt zu
pervertierten Opfervorstellungen und verstellt die Heilsbedeutung des Todes
Jesu:
Pervertiert [lat. perversio, die Verdrehung, die
Umkehrung] sind Opfervorstellungen: ... Wo behauptet wird, das
Leiden und der Tod Jesu Christi seien gottgewollt." ...
"Da das Bild des stellvertretenden Sühneopfers vielen Menschen heute die
christliche Heilserfahrung eher verdunkelt, statt sie zu erhellen, ist die
kritische Frage angebracht, was Theologie und Kirche verlieren, wenn sie auf
die Rede vom stellvertretenden Sühneopfer in der Christologie verzichtet und
die christliche Heilserfahrung mit den zahlreichen anderen diesbezüglichen
Metaphern und Erzählungen der Bibel kommunizieren."
PD Dr. Regine Munz (19.3.2005,
Privatdozentin für Systematische Theologie, Theologische Fakultät der Universität Basel, St.
Peter-Kirche in Zürich, reformierten Landeskirche, Tagung „Zündstoff
Opfertheologie“)
Diskussion
"Gott ist nicht Subjekt der Opferung Jesu (weder als victim
[engl., das Opfer] noch als sacrifice
[engl., die Aufopferung]).
Gott fordert das Opfer Jesu nicht."
Pfarrerin Dr. Ute Grümbel (Januar
2002, Gottesdienstinstitut der Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche (NEK),
Opfer/Systematisch-praktisch, in: Elisabeth Gössmann u.a. (Hg), Wörterbuch
der Feministischen Theologie, 2.Auflage, Gütersloh 2002, S. 432f)
Diskussion
"Der Tod Jesu war nicht notwendig, damit Gott sich mit uns versöhnt und uns
vergibt. Diese Behauptung einer solchen Notwendigkeit ist eines der größten
Missverständnisse der christlichen Geschichte."
Propst Dr. Horst Gorski (14.04.2006, Propst
Kirchenkreis Altona - Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche,
1990 Mitbegründer des Konvents schwuler Pastoren und lesbischer Pastorinnen
in Nordelbien, Karfreitagspredigt: Evangelisch-lutherische Christianskirche
Hamburg-Ottensen, www.predigten.de/predigt_pdf.php?id=5778)
Diskussion
"Gott hat nicht den Tod Jesu gewollt. Gewollt haben das seine Feinde. Jesus
hätte vor ihnen fliehen können. Seinen Jünger zuliebe blieb er standhaft bei
seiner Botschaft, und bewies, wie ernst er es meinte mit Gottes Liebe und
Vergebung.
So kann man sagen: er ist 'Für uns' gestorben. Aber er ist nicht von Gott
als Sühnopfer für unsere Sünden dahingegeben.
Das ist nur ein Bild unter vielen anderen Bildern für Jesu Tod, aber es
hinkt besonders stark, es hinkt nicht nur auf einem Bein, sondern es hinkt
auf beiden Beinen. Weg mit dem Bild! Kein Menschenopfer bitte! Unser Gott
ist nicht so."
Superintendent Burkhard Müller (13. Februar
2009, Theologe, Superintendent i.R., ehemaliger Sprecher "Das Wort zum
Sonntag", Kirche in WDR 4, Westdeutschen Rundfunk)
Diskussion

Bischof Dr. Wolfgang Huber, 2003 - 2009
Ratsvorsitzender der EKD
"Ich persönlich habe die Vorstellung, Gott sei auf ein Menschenopfer angewiesen, um den Menschen Heil zuteil werden zu lassen, mit meinem Glauben an Gottes Güte nie vereinbaren können.
Diese bereits im 12. Jahrhundert von Anselm von Canterbury vertretene Auffassung sagt, Gott lasse seinen Zorn nur dadurch besänftigen, dass ein Mensch sein Leben verliere. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob ein solches Bild von einem im Grunde rachsüchtigen Gott nicht einen Angriff auf Gottes Ehre selbst enthält.
Unserer Generation, die insgesamt die Aufgabe hat, eine Theologie 'nach
Auschwitz' zu entwickeln, muss auch an dieser Stelle neue Wege gehen."
Bischof Dr. Wolfgang Huber (23.04.2004,
2003 - 2009
Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland,
Berlin-Brandenburgischen Synode, zit.n. Jörns, "Notwendige Abschiede", S. 328)
Diskussion
"Ich kann nicht verschweigen, dass ich mich an dem Liebesgebot Jesu in der
Fassung, die das Johannesevangelium ihm gibt, reibe. „Niemand hat größere
Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde“ – so heißt es da.
Schon immer habe ich mich gegen diesen Satz aufgelehnt. […]
Dass Gottes Bedürfnis nach Wiedergutmachung den Tod Jesu erzwungen habe,
kann ich jedoch mit dem Gebot der Liebe nicht vereinbaren. […]
Mit aller Leidenschaft wehre ich mich dagegen, das Vergeltungsdenken in
Gott selbst hineinzulegen und am Ende auch noch unsere höchst menschlichen
Rachegelüste damit zu rechtfertigen. […] Dass Jesus sein Leben für uns
dahingab, ist nicht ein Gott dargebrachtes Sühneopfer, sondern ein
Versöhnungszeichen Gottes für uns."
Bischof Dr.
Wolfgang Huber (30. Mai 2003, St.
Johannes-Basilika, Berlin-Kreuzberg,
http://www.ekd.de/predigten/predigt_030530_huber_kreuzberg.html)
Diskussion
"Gott schickt seinen Sohn in einen blutigen Tod, um sich mit sich selbst zu
versöhnen. Ich finde das finster und abschreckend!"
Prof. Dr. Herbert Schnädelbach (25. März
2009, Philosoph. Das Streitgespräch, ideaSpektrum 13/2009, S. 17)
Diskussion
"Die Sühnopfervorstellung steht heute dem Evangelium von Jesus Christus im
Wege und muss verabschiedet werden.
[...]
Der Sühneopfergedanke und das dahinter stehende Gottesbild sind heute nicht
mehr vermittelbar."
Prof. Dr. theol.
Klaus-Peter Jörns (2004, Ev. Theologe, „Notwendige Abschiede“)
Diskussion

Pfarrer Ulrich Parzany, Leiter ProChrist
e.V., 1984 - 2005 Generalsekretär CVJM
"Viele fragen sich, was das für ein Gott ist, der seinen Sohn massakrieren
lässt. Die Antwort der Bibel: Das ist kein fieser Deal zwischen Vater und
Sohn. Es ist Gott selbst, der sich in Jesus für uns Menschen hingibt!
Wir sind Gott so wertvoll, dass er sich selber für uns hingibt. Die Allmacht
der Liebe Gottes äußert sich nicht in blumigen Sätzen, sondern in
schmerzvoller Hingabe."
Pfarrer Ulrich Parzany (25. März 2009,
Theologe, Das Streitgespräch, ideaSpektrum 13/2009, S. 17)
Diskussion
"Nirgends im NT [Neues Testament - Bibel]
wird … gesagt, dass der Tod Jesu die Darbringung eines „Menschenopfers“ für
einen rachsüchtigen oder in „seiner Ehre gekränkten Gott“ ist. […]
Gott selbst trägt in seinem Sohn das Gericht und den Tod: Der Hohe Priester
als der Geopferte (Hebr.9 f), oder in der Gerichtsmetapher gesprochen: „Der
Richter als der Gerichtete“. […] An ein „Menschenopfer“, das Gott sich hier
selbst darbringt, ist dabei doch wohl nicht ernsthaft gedacht, wenn Gott
sich selbst so erniedrigt bis in den Kreuzestod (Phil 2,8). Dies zu
behaupten, zeigt sehr mangelhafte theologische Bildung oder tendenziös
bewusste Verdrehung der biblischen Aussagen.
„Christe Du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt!“ Das „Geheimnis
des Glaubens“, dass Gott sich selbst in seinem Sohn aus Liebe zum Sünder dem
Tod durch Menschenhand ausgeliefert hat (Röm 5, 10 „als wir noch Feinde
Gottes waren“), ist und bleibt ein Geheimnis, dass wir rational nie ganz
verstehen können, weil wir die Liebe Gottes nicht begreifen („Ärgernis“ und
„Torheit des Kreuzes“, 1.Kor.1,18 ff.), sondern nur im Glauben empfangen
können. […]
Wer den juridischen [http://de.wikipedia.org/wiki/Juridisch]
Rationalismus des Anselm von Canterbury mit der dürftigen Rationalität des
Zeitgeistes angreift, aber dabei weit hinter dem Niveau eines Anselm („Fides
quaerens intellectum“) zurück bleibt, folgt – mit B. Pascal gesprochen –
bestenfalls dem Gott der Philosophen, aber nicht Gott, dem Vater Jesu
Christi, leistet keinen Beitrag zum Verstehen dieses Geheimnisses des
Glaubens, denn er eliminiert – viel mehr als Anselm es mit seiner
juridischen Rationalität tut – das Geheimnis, er verfällt dem Reduktionismus
des Zeitgeistes, der das Geheimnis auflöst und damit die Sache eliminiert
und dies dann als Verstehen des Geheimnisses ausgibt.
Aber was ich rational eliminiere, ist weder erklärt noch erst recht nicht
verstanden, sondern eben nur beseitigt. Und über das, was ich rational
beseitigt habe, brauche ich mir dann auch keine Gedanken mehr zu machen. […]
Die „Torheit“ und das „Ärgernis“ des Kreuzes Christi (1.Kor 1,23) zu
eliminieren, kann weder für den Zweifler noch für den Agnostiker eine
hilfreiche, den Zugang zum Glauben erschließende Antwort sein. Sie ist zudem
unredlich […]
Vergebung ohne Geständnis und Gericht und ohne Sühne ist billige Gnade (D.
Bonhoeffer) […] „Der Richter als der Gerichtete!“. Gott ist Liebe (1.Joh.16),
nicht ohne, sondern vor allem im stellvertretend erlittenen Gericht. Das
Gericht macht die Folgen des Bösen sichtbar, das und den Christus in seinem
stellvertretenden Tod und in seiner Auferweckung durch Gott besiegt hat
(vgl.1 Joh 3,8; Röm 4,25; 1 Kor 15, 55ff.). […]
Die Leitung der Kirche sollte sich bewusst sein, dass es sich hier nicht um
einen peripheren Glaubensinhalt handelt, sondern um ein Zentrum der
Glaubenslehre, das ... fast alle anderen Glaubensaussagen berührt (Christologie,
Gotteslehre, Trinitätslehre, Sündenlehre, Rechtfertigungs- und
Versöhnungslehre, Abendmahlslehre). […]
Eine „protestantische Profilierung“ in dieser Glaubensfrage in eine liberale
Richtung dürfte daher wohl doch nicht ernsthaft erwogen werden.
Einen Pluralismus nach dem Motto „Anything goes“, der auch zentralste
Aussagen des christlichen Glaubens in Frage stellt, ja sachlich als
„primitiven (Aber-)Glauben“ abtut, kann ich jedenfalls mit den
Bekenntnisgrundlagen unserer Kirche nicht vereinbar halten.
Wenn die Kirche das hinnimmt oder gar akzeptiert, hat sie sich von ihren
eigenen Grundlagen gelöst und sich damit als Kirche Jesu Christi selbst
aufgehoben, im Sinne von aufgelöst."
Prof. Dr. theol. Ulrich Eibach (22.03.2009,
Theologe, Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn, Rheinland:
Streit um Rundfunkandachten eskaliert. Brief von Professor Eibach an den
Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Nikolaus Schneider.
www.idea.de)
Diskussion
"Der Vorsitzende der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung im Rheinland, Pfarrer
Eberhard Klein (Ratingen), sagte: „Die Sühnebedeutung des Todes Jesu infrage
zu stellen, geht gegen die Grundaussage des Neuen Testamentes." Bereits im
ältesten christlichen Bekenntnis in 1. Korinther 15,3 sei formuliert, „dass
Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift".
[Vgl. Jesaja 53,12]
Klein: „Wenn die Bibel die Grundlage des christlichen Glaubens ist, müssen
wir daran festhalten, dass Jesus in seinem Kreuz sich für uns und unsere
Sünden geopfert hat." Es handele sich dabei nicht um ein Menschenopfer,
sondern um Gott selbst, der sich in Jesus Christus für die Menschen opfere."
idea / Pfarrer Eberhard Klein (18. Februar
2009, Vorsitzender Geistliche Gemeinde-Erneuerung im Rheinland, Pfarrer im
WDR: „Gott hat nicht den Tod Jesu gewollt", ideaSpektrum Nr. 8/2009, S. 35)
Diskussion
"Jesus muss Gott sein, weil nur Gott die Sünde aus der Welt schaffen kann,
nicht aber ein noch so vorbildlicher Mensch. Anselm von Canterbury
(1033-1109) ist dieser Frage, wie bereits der Titel seiner bekannten Schrift
»Warum Gott Mensch wurde« (Cur Deus homo) zeigt, nachgegangen. Andererseits
musste Jesus ganz Mensch werden, sich erniedrigen, ohne aufzuhören, Gott zu
sein, um für fremde Schuld zu leiden und zu sterben. Gott kann nur seiner
menschlichen Natur nach sterben, ist ansonsten aber unsterblich.
Kirchliche Praxis der letzten Jahrzehnte und neuere theologische Entwürfe
legen nahe, dass die Gottheit Christi zugunsten der Menschheit Christi
unterbetont ist. [...] Es geht darauf hinaus, nicht mehr an Jesus als den
Christus zu glauben, sondern wie Jesus zu handeln. Jesus ist Vorbild, aber
nicht mehr Glaubensgrund (Urbildchristologie).
Dem theologischen Liberalismus, der mit Friedrich Schleiermacher (1768-1834)
begann, ist diese so genannte Urbildchristologie eigen.
Jesus hört damit auf, der Erlöser zu sein, wobei er dies für Vertreter einer
Urbildchristologie auch nicht zu sein braucht, da diese, im Unterschied zur
Heiligen Schrift und biblisch-reformatorischer Theologie, nicht mehr von dem
unermesslichen Gewicht der Sünde ausgehen.
Theologie, die auf das »wahrer Gott« verzichtet, kann letztlich Erlösung
nicht mehr vermitteln."
Walter Rominger (Dezember 2006, Theologe, "Jesus Christus: ganz Gott und
ganz Mensch", Albstadt bei Tübingen)
Diskussion
"Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch. […]
In letzter Zeit erst hat die Begegnung mit dem Islam und seiner strikten Ablehnung der Dreieinigkeit Gottes wieder nach dem Grund und Sinn des Bekenntnisses fragen lassen, dass Gott „dreieinig“ bzw. „dreifaltig“ ist. Viele weichen hier aus und sprechen so allgemein wie nichts sagend von „Gott“, um weder Moslems noch liberale Christen zu verprellen.
Aber ist das noch ein christliches Bekenntnis, wenn die Gottheit Jesu und/ oder die göttliche Dreieinigkeit verschwiegen oder geleugnet wird?"
Pfarrer Peter Stücklen (Juni 2007, Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“, Informationsbrief Nr. 242, Seite 8)
Diskussion
"Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott.
Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt."
1. Johannes 4, 2-3
Diskussion
"Wir dürfen niemals vergessen, dass der
große Feind, der kommt, der anti-Christ ist. Er ist nicht der
anti-Nicht-Christus, er ist der anti-Christus.
Seit einigen Jahren wird das Wort „Jesus", vom Inhalt der Heiligen Schrift
losgelöst, mehr und mehr zum Feind des geschichtlichen Jesus, des Jesus, der
starb und auferstand, der wiederkommt und der der ewige Sohn Gottes ist.
[...]
Diese sich beschleunigende Tendenz bringt mich zu der Frage, ob Jesus, als
Er sagte, dass auf die Endzeit hin andere Christusse auftreten würden, nicht
diese Entwicklung im Auge hatte."
Dr. theol. h.c, Dr. h.c., Dr. h.c.
Francis A. Schaeffer (1970, Theologe,
Preisgabe der
Vernunft, Haus der Bibel /Genfer Bibelgesellschaft; Auflage: 7., Aufl. 1985,
ISBN 978-2826067016)
Diskussion
"Wir weichen weiter und weiter zentrale Aussagen der Bibel auf. Wir
verlassen mehr und mehr die biblische Grundlage zugunsten einer allgemeinen
beliebigen, multikulturellen und international akzeptierten Religiosität."
Pfarrer Eberhard Hoppe (15.03.08, Kirche
öffnet Tür für „weichgespültes Evangelium“. Kritik an einer Stellungnahme
des Leitenden Geistlichen Amts (LGA) der hessen-nassauischen Kirche zur
Lehre vom Sühnetod Jesu Christi haben pietistische Gemeinschaftsverbände
geübt. www.idea.de)
Diskussion
"Man sollte sich angewöhnen, zwischen gläubig und
religiös zu unterscheiden."
"Wer gläubig ist, glaubt an ... Jesu... in der Grippen und am Kreuz, an
die Auferstehung und die Unbefleckte Empfängnis Mariens. Das ist ein
echter Märchenwald.
Ein religiöser Mensch hält es mit Kant, Goethe, Schiller: Er hält fest
an Gott, der Unsterblichkeit und der Glückseligkeit."
Prof. Dr.
Erwin
Leibfried
(04.06.2007, Institut für Neuere Deutsche Literatur,
Justus-Liebig-Universität Giessen, DER SPIEGEL Nr.23/4.6.07, Seite 6)
Diskussion
"Nicht der Anschluss an fundamentalistische Wahrheiten, sondern eine aufgeklärte religiöse Identität ist das Ziel."
Bischof Dr. Wolfgang Huber (09. Juni 2004,
2003 - 2009 Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland, Religion und Politik in Deutschland und den USA - ein Vergleich, Atlantikbrücke in Berlin)
Diskussion
"Christentum wie Islam sind
Buchreligionen. […] In unseren beiden Religionen gibt es Gruppen, die sich
einem reflektierten und wissenschaftlich fundierten Umgang mit den
grundlegenden Schriften [vgl.
Historisch- kritische Methode] entziehen und
fundamentalistische Auslegungen vertreten. [...]
Keine Religion kann mehr davon ausgehen, dass sie für sich allein existiert
und eine absolute Wahrheit nur für sich beanspruchen kann."
Bischof Dr. Wolfgang Huber
(16. März 2009,
2003 - 2009
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD,
„Herausforderungen des interreligiösen Dialogs. Hermeneutische
Fragestellungen.“ - Vorlesung in der Theologischen Fakultät in Ankara, www.ekd.de)
Diskussion
"Die Religionen müssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit
allein zu besitzen. Gott ist immer größer als unsere Wahrheitserkenntnis"
Präses Nikolaus Schneider (2. Juni 2011, Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Präses der Evangelischen Kirche im
Rheinland EKiR, 33. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden:
Dialogveranstaltung mit d. EKD-Ratsvorsitzendem Nikolaus Schneider u.
Großmufti von Bosnien-Herzegowina Dr. Mustafa Efendi Cerić,
EKD-Ratsvorsitzender: Absolutheitsanspruch von Religionen überholt,
www.kirchentag.de)
Diskussion
"Wenn eine
Religion einen alleinigen Besitzanspruch auf die Wahrheit erhebt, dann kommt
sie auch schnell in die Gefahr eines Fundamentalismus, der andere abwertet."
Bischöfin Dr. Margot Käßmann
(8.10.2009, Oktober 2009 - Februar 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, The European: Das Interview der Woche. Landesbischöfin Margot Käßmann im
Gespräch, www.theeuropean.de)
Diskussion
"Keine Religion ist statisch, weder Islam noch
Christentum.[...] Europa ist jüdisch-christlich geprägt. Aber nicht nur: Die
heidnische Antike und der mittelalterliche Islam haben uns ebenfalls
beeinflusst - denken Sie nur an Philosophie, Naturwissenschaften und
Mathematik! [...]
Wir Christen glauben: Diese Welt ist Gottes Welt, und damit ist Europa auch
Gottes Kontinent. Hier haben alle seine Kinder Platz. Und Muslime sind
Gottes Kinder."
Präses Nikolaus Schneider (27. März 2010,
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses der
Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Ein beängstigendes Islambild,
Interview: Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider über fremde Facetten des Islam,
deutsche Skepsis und unchristliche Radikale, DIE WELT, www.welt.de)
Diskussion
"Christen und Moslems [...] Die Anhänger beider Religionen glauben an einen
einzigen und barmherzigen Gott, der am Jüngsten Tag die Menschheit richten
wird."
Papst Benedikt XVI. Prof. Dr. Joseph Ratzinger
(19.03.2009, Theologe, Vicarius Iesu Christi - „Stellvertreter Jesu
Christi“, Summus Pontifex Ecclesiae Universalis, Archiepiscopus et
Metropolitanus Provinciae Romanae usw., Papst an Moslems: „Glaube und
Vernunft stützen sich gegenseitig”, www.radio-vatikan.de)
Diskussion
"Die Artikel von Christo sind: nämlich dass Christus
der Sohn Gottes sei, für unsere Sünden gestorben, wieder auferweckt, damit
wir leben, dass wir durch den Glauben an ihn gerecht und durch die Vergebung
der Sünden selig sind ...
Mahomet leugnet, dass Christus der Sohn
Gottes sei, er leugnet, dass er auferstanden sei, um uns zum Leben zu
bringen, er leugnet, dass durch den Glauben an ihn die Sünden vergeben und
wir gerechtfertigt werden,
er leugnet, dass er kommen werde als Richter
über die Lebendigen und Toten, wiewohl er eine Auferstehung der Toten und
einen Tag des Gerichts glaubt, er leugnet den Heiligen Geist, er leugnet
dessen Gaben."
Dr. Martin Luther (1530,
Reformator,
Vorrede: Von der Religion und den
Sitten der Türken. Walch 2, Bd 14)
Diskussion

Dr. Martin Luther,
1483 - 1546, Reformator
"Für Martin Luther war der biblisch fundierte Glaube an Jesus
Christus die alles bestimmende, klare und verbindliche Mitte. Gerade das ist
innerhalb der Volkskirche zum Riesenproblem geworden. Nicht einige Details
am Rande, sondern das Zentrum ist ins Wanken geraten. …
Sie
vertritt nur noch Teilwahrheiten, Teilerkenntnisse und Teilüberzeugungen,
die heute gelten und morgen wieder verworfen werden können. Aber der
Anspruch auf die eine, verbindliche .. Wahrheit ist längst aufgegeben.
Natürlich werden angehende Pastoren offiziell noch auf Bibel und
Bekenntnisschriften verpflichtet. Aber im tatsächlichen Leben der Kirche
haben Bibel und Bekenntnis längst ihre normierende Kraft verloren. [...]
In den letzten Jahren zeigte sich immer deutlicher, dass dieselbe
Volkskirche, die mit dem Anspruch der Toleranz auftritt, sich ausgesprochen
intolerant zeigte, wann immer und wo immer Menschen für die absolute
Gültigkeit und Wahrheit der Bibel eintraten. [...]
Wer immer dieses
volkskirchliche Tabu brach und den Anspruch der Bibel, Gottes zuverlässiges
und verbindliches Wort zu sein, öffentlich zur Sprache brachte, musste - und
muss - mit scharfem Gegenwind rechnen."
Pfarrer Rudolf Möckel (1996, Volkskirche am Abgrund?)
Diskussion
"Der schottische Philosoph und Historiker David Hume (1711-1776)
ging trotz seiner skeptischen Ansichten ab und zu in den Gottesdienst zu
einem rechtgläubigen Geistlichen namens John Braun.
Auf die Frage, wie er das mit seinen Anschauungen vereinbaren könne,
antwortete Hume: "Ich glaube nicht alles, was er sagt, aber er glaubt es.
Und dann und wann höre ich gern einem Mann zu, der glaubt, was er sagt."
(Das große Buch des
christlichen Humors, Annegret Kokschal,
St. Benno; Auflage: Mai 2006)
Diskussion
"Der Sühnetod Christi war von Anfang an ein Ärgernis (1. Korinther 1,23).
Wir gewinnen überhaupt nichts, wenn wir versuchen, diese 380 Volt
Starkstrom-Botschaft auf 12 Volt herunter zu transformieren. Das kitzelt
dann nur noch ein bisschen, ist aber kraftlos. Eine Gemeinde, die den
Sühnetod nicht verkündigt, dreht sich selbst das Licht weg. …
Ein postmoderner Kuschelgott, von dem man allen Anstoß entfernt hat, ist
aber nicht mehr der Gott der Bibel. … Gott ist nicht unser Hampelmann! …
Wir können doch nicht Gottes Lehrmeister sein! Letztlich weiß kein Mensch,
warum gerade dieser Weg nötig ist – aber Gott hat ihn gewählt. … Wer den
Sühnetod Christi bestreitet, entwertet das Alte Testament und dessen
Opferverständnis … Dann müssten wir die ganze Bibel umschreiben!"
Pfarrer Alexander Garth (30.03.09, Berliner
Stadtmission, Wer den Sühnetod nicht verkündigt, dreht sich selbst das Licht
weg, www.idea.de)
Diskussion
"Herr Pfarrer, Sie reden immer von Jesus. Das ist doch fanatisch. Es ist
doch ganz egal, was man für eine Religion hat. Hauptsache, man hat Ehrfurcht
vor dem Höheren, dem Unsichtbaren.« Das ist doch einleuchtend, nicht?“ „Und
es wäre fanatisch, den präzisieren zu wollen." "Ich sehe die alte Dame noch
vor mir, die mir erklärte: »0, Herr Pfarrer, Sie immer mit Ihrem
Jesus-Gerede! Hat nicht Jesus selber gesagt: "ln meines Vaters Haus sind viele Wohnungen"? Da haben alle Platzt«
Meine Freunde, das ist ein ganz großer Schwindel!" "Es kommt nicht darauf an, dass ich überhaupt einen Glauben habe, dass ich irgendeinen Glauben habe. Jeder hat einen. Neulich sagte mir einer: »Ich glaube, dass zwei Pfund Rindfleisch eine gute Suppe geben.« Das ist ja auch ein Glaube - wenn auch ein dünner, Sie verstehen! Es kommt nicht darauf an, dass Sie irgendeinen Glauben haben, sondern es kommt darauf an, dass Sie den richtigen Glauben haben, einen Glauben, mit dem man leben kann, auch wenn's sehr dunkel wird, der Halt gibt auch in großen Versuchungen, einen Glauben, auf den man sterben kann. Das Sterben ist eine große Probe auf die Richtigkeit unseres Glaubens!
Es gibt nur einen richtigen Glauben, mit dem man richtig leben und richtig sterben kann: Das ist der Glaube an den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes. Jesus hat selber gesagt: »In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.« Aber es gibt nur eine Tür zu den Wohnungen Gottes: »Ich bin die Tür! Wer durch mich eingeht, wird selig werden.« Jesus ist die Tür! Ich weiß: Das wollen die Leute nicht hören. Über Gott kann man stundenlang diskutieren. Der eine stellt sich Gott so vor und der andere anders.“ „Gott ist ein verborgener Gott! Und ohne Jesus wissen wir gar nichts von Gott!« Die Menschen können sich zwar einen Gott zurechtmachen, den »lieben Herrgott« zum Beispiel, der einen ehrlichen Deutschen nicht im Stiche lässt, wenn er jeden Tag nur fünf Glas Bier trinkt. Aber das ist doch nicht Gott!“
„Gott ist ein verborgener Gott. Das hat ein Mann, Jesaja hieß er, verstanden und aus Herzensgrund geschrieen: »Herr, wir können nicht zu dir kommen. Ach, dass du die Nebelwand zerrissest und kämest zu uns!« Und denken Sie: Gott hat diesen Schrei gehört! Er hat die Nebelwand zerrissen und ist zu uns gekommen - in Jesus.“ „Ohne Jesus wüsste ich nichts von Gott. Er ist die einzige Stelle, wo ich Gewissheit über Gott bekommen kann! Wie kann man nur sagen: »Ich kann ohne Jesus auskommen«!“ „Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem Journalisten, der mich interviewte und fragte: »Warum halten Sie eigentlich solche Vorträge?« Darauf habe ich ihm geantwortet: »Die halte ich, weil ich Angst habe, dass die Leute in die Hölle kommen.« Da lächelte er und erwiderte: »Gibt's doch gar nicht!« Und da habe ich gesagt: »Warten Sie's doch ab! In hundert Jahren wissen Sie es, ob Sie recht haben oder Gottes Wort.“ „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde." "Und darum hat er seinen Sohn gegeben - zur Rettung, zur Versöhnung.
Gehen Sie mit mir nach Jerusalem. Da ist ein Hügel vor der Stadt.“ „Sehen Sie ihn an, den Mann mit der Dornenkrone, den Sohn des lebendigen Gottes!" « Warum hängt er da? Dieses Kreuz ist der Altar Gottes. Und Jesus ist das Lamm Gottes, welches der Welt Sünde trägt, das versöhnt mit Gott. Sehen Sie: Solange Sie Jesus nicht gefunden haben, stehen Sie unter Gottes Zorn, auch wenn Sie's nicht merken, auch wenn Sie's leugnen. Und nur wer zu Jesus gekommen ist, steht unter dem Frieden Gottes: »Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten.«“ „Ohne Jesus habe ich keinen Frieden im Herzen, da kann ich tun, was ich will. Ohne Jesus kann ich nicht sterben ohne tödliche Angst. Und nun ruhen Sie nicht, bis Sie diesen Frieden Gottes haben, bis Sie gerettet sind!"
"Seit die Menschen sich planmäßig von Gott abgesetzt haben, können sie auch ganz gemütlich und harmlos von Ihm reden." "Erst wenn ein moderner Mensch in die Nähe Gottes kommt, dann merkt er: «Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.»" "Kein Mensch hält es ungeschützt aus bei dem lebendigen Gott, dem verzehrenden Feuer. Darum kann man schon verstehen, dass die Menschen sich von Ihm absetzen. Aber das ist Wahnsinn. Gott trifft uns ja doch eines Tages. Die Bibel zeigt den besseren Weg: Versöhnung mit Gott. Also: Wer Gott wirklich will, der braucht Versöhnung!
Das hebräische Wort, das in unserem Text steht, heißt «kafar». Das bedeutet zunächst «bedecken», dann «vergeben», und schließlich hat es die Bedeutung «versöhnen». Daraus wird uns klar, warum eine Versöhnung nötig ist: um unserer Schuld vor Gott willen. Betrügt doch eure Seelen nicht, dass ihr euch einredet, ihr hättet vor Gott keine Schuld. Diese Schuld muss «bedeckt» werden, wir müssen «Vergebung» der Sünden haben. Und so geschieht die «Versöhnung» mit Gott." "«Jesus ist unser großer Hohepriester, der uns durch Sein Blut mit Gott versöhnt. Darum wollen wir zu Ihm gehen und Frieden mit Gott finden.»
Es gibt keinen anderen, keinen schwierigeren und keinen bequemeren Weg, als
dass man wirklich ernst macht mit Jesus und sich Ihm ausliefert."
Pfarrer Wilhelm Busch (1929 bis 1962 protestantischer Jugendpfarrer -
Essen,
Jesus unser Schicksal,
Aussaat: Aufl. 2005, ISBN 978-3761553558,
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)
Diskussion
"»Warum sagen Sie NEIN zur historisch-kritischen Theologie?« Diese Frage
wurde mir gestellt und ich möchte vorab auf sie antworten: Mein NEIN zur
historisch-kritischen Theologie entspringt dem JA zu meinem wunderbaren
Herrn und Heiland Jesus Christus und zu der herrlichen Erlösung, die Er auf
Golgatha auch für mich vollbracht hat."
Prof. Dr. Eta Linnemann (1994, Theologin,
Original oder Fälschung. Historisch-kritische Theologie im Licht der Bibel, ISBN 978-3893977543)
Diskussion
"Meine ganze Theologie ist auf vier Worte zusammengeschrumpft: Jesus starb
für mich!"
Charles H. Spurgeon (1834 - 1892, englischer Baptistenpastor)
Diskussion

Charles H. Spurgeon, 1834-1892
12 "Darum hat auch Jesus, damit
er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor.
13 So lasst uns nun zu ihm
hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen.
14 Denn wir haben hier keine
bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir."
HEBRÄER / 13. Kapitel, 12-14
Diskussion
6 "Darum steht in der Schrift: «Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.»
7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die Ungläubigen aber ist «der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist,
8 ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses»; sie stoßen sich an
ihm, weil sie nicht an das Wort glauben."
1. Petrus 2, 6-8
Diskussion
"Über lange Zeit haben wir es weithin akzeptiert, dass Glaubensfragen aus
der Öffentlichkeit verdrängt wurden. Wir haben die öffentliche
Unentbehrlichkeit unserer Kirche lieber mit anderen Themen unter Beweis
gestellt als mit dem Bekenntnis zu Christus und dem unverschämten Zutrauen
zum Heiligen Geist. Wir haben dem Salz seine Kraft genommen.
Nun wird wieder neu gefragt: Warum wurde Jesus gekreuzigt?
Was ist der Heilige Geist? Warum bekennen wir Christen uns zu einem
dreieinigen Gott? Jetzt müssen wir wieder zu dem Besonderen unseres Glaubens
stehen. Jetzt geht es wieder um das Salz der Erde."
Bischof Dr. Wolfgang Huber (28. Mai 2007, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland, Predigt zum Bayerischen Kirchentag auf dem Hesselberg)
Diskussion
"Der Gedanke, dass Gott sich die Vergebung der Schuld, die Heilung der
Menschen von innen her, den Tod seines Sohnes hat kosten lassen, ist uns
heute sehr fremd geworden: Dass der Herr „unsere Krankheit getragen und
unsere Schmerzen auf sich geladen" hat, dass er „durchbohrt wurde wegen
unserer Missetaten, wegen unserer Sünden zermalmt", dass wir „durch seine
Wunden geheilt wurden" (Jes 53,4-6), will uns heute nicht mehr einleuchten.
[...]
Dem Verstehen des großen Geheimnisses der Sühne steht dann aber auch unser
individualistisches Menschenbild im Wege: Wir können Stellvertretung nicht
mehr begreifen, weil für uns jeder Mensch in sich allein eingehaust ist; die
tiefe Verflochtenheit aller unserer Existenzen und ihrer aller Umgriffensein
von der Existenz des Einen, des menschgewordenen Sohnes, vermögen wir nicht
mehr zu sehen.
Wenn wir von der Kreuzigung Christi sprechen werden, werden wir diese Fragen
aufgreifen müssen. Einstweilen mag ein Gedanke von Kardinal John Henry
Newman genügen, der einmal gesagt hat, dass Gott zwar die ganze Welt mit
einem Wort aus dem Nichts erschaffen konnte, aber die Schuld und das Leiden
der Menschen, die konnte er nur überwinden, indem er sich selbst ins Spiel
brachte, in seinem Sohn selbst ein Leidender wurde, der diese Last getragen
und durch seine Hingabe überwunden hat."
Prof. Dr. Joseph Ratzinger (16. April 2007, Jesus von Nazareth,
Herder, ISBN 9783451298615, S.194)
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Dr. Joseph Ratzinger, seit 2005 Papst Benedikt
XVI.
"Petrus aber folgte ihm nach von ferne ..., auf dass er sähe, wo es hinaus
wollte. Matthäus 26, 58
Sieh da! Ein Zuschauer bei der Passion Jesu! Jesus wird in der Nacht aus dem
dunklen Garten Getsemani gebunden weggeführt. Und nun
ist es auf einmal wie im Theater: Auf der Bühne löst eine wilde Szene die
andere ab. Und Petrus hat sich als Zuschauer ins Parkett gesetzt. Es haben
sich seitdem viele Zuschauer neben ihm eingefunden, die mehr oder weniger
beteiligt den Vorgängen folgen wollen.
Was erlebt nun Petrus?
Es heißt wörtlich: „Er wollte das Ende der Geschichte sehen." Nun, das Ende
sah er nicht. Denn mit der Gefangennahme Jesu begann eine Sache, die bis
heute nicht zu Ende ist. Jesus wurde gekreuzigt, begraben und auferweckt. Er
nahm den Thron beim Vater ein. Und seitdem zieht der Vater durch den
Heiligen Geist verlorene Sünder zu seinem Sohne. Die Geschichte geht weiter
in alle Ewigkeit, bis die neue Welt anbricht, in der die ewig Geretteten das
„Lamm Gottes" preisen.
Petrus sah nicht nur nicht „das Ende", das er sehen wollte. Es geschah mehr:
Er wurde auf einmal hineingezogen in das Geschehen. Er wurde von den
Kriegsknechten angegriffen. Er verleugnete seinen Heiland und entdeckte sich
selbst als ganz und gar Verlorenen. Und als nachher der auferstandene Herr
ihm das Kreuz als die Versöhnung für Sünder zeigte, da glaubte er und wurde
ein Zeuge des Gekreuzigten. Nein! Er blieb nicht lange Zuschauer. Er wurde
Mitbeteiligter. Ja, er starb sogar selbst später an einem Kreuz.
Jesu Passion duldet keine Zuschauer. Wenn wir nicht wie Petrus hineingezogen
werden, dann werden wir verstockt. In jedem Falle geschieht etwas an uns und
in uns. [...]
Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert!
Matthäus 26, 65
Warum entsetzt sich heute kein Mensch über Jesus? Warum zerreißt niemand
heute sein Gewand? Vielleicht haben wir noch gar nicht richtig begriffen,
was dieser Jesus bedeutet!
Es war bei dem Prozess Jesu in der Nacht vor dem Karfreitag: Die Sache ging
nicht vorwärts. Da sprang der Hohepriester auf und fragte: „Ich beschwöre
dich, dass du uns sagst, ob du der Sohn Gottes bist."
„Ich bin's", sagte Jesus. „Und bald werde ich zur Rechten Gottes sitzen, und
einst werde ich in Herrlichkeit wiederkommen."
Da zerriss der Hohepriester sein Kleid und schrie: „Gotteslästerung!
Todesurteil!"
Der Mann hat verstanden, dass Jesus etwas Ungeheures aussagte über sich
selbst. Er begriff: „Wenn dieser Jesus die Wahrheit sagt, dann kann meine
Vernunft einpacken." Oder ist es nicht gegen alle Vernunft, dass Gott in
diesem armen Gefesselten zu uns kam?!
Er sagt sich: „Wenn dieser Jesus recht hat, dann sind der Kaiser in Rom und
wir und alle Mächtigen auf Erden nur auf Zeit geduldet. Dann gehört alle
Macht diesem gefesselten Mann."
Der Hohepriester weiß: Diesem Jesus gegenüber gibt es nur zwei
Möglichkeiten: Man bringt ihn um - oder man glaubt an ihn, fällt nieder und
betet ihn an.
Vor dieser Entscheidung stand nicht nur der Hoherat in Jerusalem. In dieser
Entscheidung stehen wir jetzt. Wir müssen Jesus in unsern Herzen neu
umbringen. Oder wir müssen ihm zufallen und uns ihm zu eigen geben.
Pfarrer Wilhelm Busch (1929 bis 1962
protestantischer Jugendpfarrer - Essen, "365 x ER. Tägliche Andachten",
Aussaat; 14. Auflage 2006, ISBN-13: 978-3761541586,
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)
Diskussion
"Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst."
Albert Frey (1994, Liedermacher,
Wo ich auch stehe - Text und Melodie: Albert Frey 1994,
Feiert Jesus 7 - 2001)
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"Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war,
und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet."
Kolosser 2, 14
Diskussion
"Und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die
durch Christus Jesus geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt
als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit."
Römer 3, 24
Diskussion
"Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt."
Johannes 14, 29
Diskussion
"Er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit
wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt."
2. KORINTHER
/ 5. Kapitel, 21
Diskussion
"Gott beweist seine Liebe gegen uns dadurch,
dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren.
Um so viel mehr nun werden wir,
da wir jetzt durch sein Blut gerechtgesprochen worden sind,
durch ihn vor dem Zorn gerettet werden.
Denn wenn wir mit Gott,
als wir seine Feinde waren,
versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes,
so werden wir um so viel mehr,
da wir nun versöhnt sind,
gerettet werden durch sein Leben."
Römer 5, 8-10
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"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit die, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben."
Johannes 3, 16
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"So wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse,
sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele."
Jesus Christus (Matthäus 20, 28)
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"Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab
ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das
vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden."
Jesus Christus (Matthäus 26, 26-28)
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"Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für
seine Freunde."
Johannes 15, 13
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"Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns gelassen hat"
1. Johannes 3, 16
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"Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er
uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden."
1. Johannes 4, 10
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"Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer
des Leibes Jesu Christi."
Hebräer 10, 10
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"4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir
aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert
wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde
willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten,
und durch seine Wunden sind wir geheilt. 6 Wir gingen alle in die Irre wie
Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde
auf ihn."
JESAJA / 53. Kapitel, 4-6
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"Daher
musste er [Jesus Christus] in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde
und ein treuer Hohepriester vor Gott, zu sühnen die Sünden des Volkes.
Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen
denen, die versucht werden."
Hebräer 2, 17+18
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"Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr's festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gläubig geworden wärt. Denn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe:
dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.
Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden."
1. Korinther 15, 1-8
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17 "Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu
predigen - nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte
werde.
18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns
aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft.
19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): «Ich will zunichte machen die
Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.»
20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen
dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21
Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre
Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt
selig zu machen, die daran glauben.
22 Denn die Juden fordern Zeichen, und die Griechen fragen nach Weisheit, 23
wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den
Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen,
predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die
Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes
ist stärker, als die Menschen sind.
26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem
Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27
Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die
Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott
erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor
der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er
zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme.
30
Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur
Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit,
wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): «Wer sich rühmt, der rühme sich des
Herrn!»"
1. KORINTHER
/ 1. Kapitel, 17-31
Diskussion
11 "Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein
geworden ist. 12 Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer
Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig
werden.
13 Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich;
denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten
auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren. 14 Sie sahen aber den
Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts
dagegen zu sagen. 15 Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Hohen Rat und
verhandelten miteinander und sprachen:
16 Was wollen wir mit diesen Menschen tun?
Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen
bekannt, die in Jerusalem wohnen, und wir können's nicht leugnen. 17 Aber
damit es nicht weiter einreiße unter dem Volk, wollen wir ihnen drohen, dass
sie hinfort zu keinem Menschen in diesem Namen reden."
Apostelgeschichte 4, 11 - 17
Diskussion
"Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. Darum habe ich
euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn wenn ihr nicht
glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden."
JOHANNES / 8. Kapitel, 23-24
Diskussion
"Ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen,
mit Silber oder Gold,
losgekauft worden seid von eurem nichtigen Wandel,
der euch von den Vätern her überliefert war,
sondern mit dem kostbaren Blute Christi als eines untadeligen und
unbefleckten Lammes,
welcher vor Grundlegung der Welt zum voraus ersehen war,
am Ende der Zeiten aber geoffenbart wurde um euretwillen,
die ihr durch ihn an Gott glaubt,
der ihn von den Toten auferweckt hat."
1. Petrus 1, 18-21
Diskussion
"Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
32
Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns
alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
33
Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht
macht.
34
Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr,
der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.
35
Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder
Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
36
wie geschrieben steht (Psalm 44,23): «Um deinetwillen werden wir getötet
den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.»
37
Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.
38
Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte
noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
39
weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der
Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn."
RÖMER / 8. Kapitel, 31-39
Diskussion


"Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt
werden."
Hebräer 10, 14
Diskussion
"Gnade
sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus
Christus,
4
der sich selbst für unsre Sünden dahingegeben hat, dass er uns errette von
dieser gegenwärtigen, bösen Welt nach dem Willen Gottes, unseres Vaters;
5
dem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
6 Mich wundert, dass ihr euch
so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi,
zu einem andern Evangelium,
7
obwohl es doch kein andres gibt; nur dass einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren.
8 Aber
auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden,
das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht."
GALATER / 1. Kapitel, 3-8
Diskussion
"In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden"
EPHESER / 1. Kapitel, 7
Diskussion
"Und
er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel,
indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.
21
Auch euch, die ihr einst fremd und feindlich gesinnt wart in bösen Werken,
22
hat er nun versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch
heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle;
23
wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der
Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen
Geschöpfen unter dem Himmel."
Kolosser
1, 20-23
Diskussion
"Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit
haben zum Eingang in das Heiligtum,
20 den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den
Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes,
21 und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes,
22 so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem
Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und
gewaschen am Leib mit reinem Wasser.
23 lasst uns festhalten an dem Bekenntnis
der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat."
HEBRÄER / 10. Kapitel, 19-23
Diskussion
"Gnade
sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt,
und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind,
5
und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von
den Toten und Herr über die Könige auf Erden!
Ihm, der uns liebt und uns
erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut
6
und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei
Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen."
OFFENBARUNG / 1. Kapitel, 4-6
Diskussion
"Du
[Jesus Christus] bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist
geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen
Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen
10 und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie
werden herrschen auf Erden.
11 Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron und
um die Gestalten und um die Ältesten her, und ihre Zahl war vieltausendmal
tausend;
12 die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist
würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und
Preis und Lob."
OFFENBARUNG / 5. Kapitel, 9-12
Diskussion
"Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen
konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen
vor dem Thron und vor dem Lamm [Jesus Christus], angetan mit weißen
Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen,
10 und riefen mit großer Stimme:
Das Heil
ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!
11 Und alle
Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier
Gestalten und fielen nieder vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott
an 12 und
sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und
Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
13 Und einer
der Ältesten fing an und sprach zu mir:
Wer sind diese, die mit den weißen
Kleidern angetan sind, und woher sind sie gekommen?
14 Und ich
sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir:
Diese sind's, die gekommen sind aus der großen Trübsal und haben ihre
Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.
15
Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem
Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen.
16 Sie werden
nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf ihnen lasten die
Sonne oder irgendeine Hitze;
17 denn das Lamm mitten auf dem Thron wird
sie weiden und leiten zu den Quellen des lebendigen Wassers, und Gott wird
abwischen alle Tränen von ihren Augen."
OFFENBARUNG / 7. Kapitel, 9-17
Diskussion
"Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und
die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines
Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte
Tag und Nacht vor unserm Gott.
Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres
Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod."
OFFENBARUNG / 12. Kapitel, 10+11
Diskussion
Agnus Dei (lat. Lamm Gottes) [siehe Musikvideo unten]
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, dona nobis pacem."
"Christe, Du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich
unser.
Christe, Du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser.
Christe, Du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, gib uns deinen
Frieden, Amen.
Diskussion
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Dann war da noch..
Schlusslichter
"Der Wanderzirkus
macht im Dorf Station. Ein Artist geht abends zur Beichte. Der Pfarrer fragt
ihn danach, was er denn für ein Artist sei. Dieser macht ihm einige
Kunststücke vor: Salto, Kopfstand ohne Hände, Rolle. Dann läuft er auf den
Händen zum Beichtstuhl zurück. Der Pfarrer gibt ihm beeindruckt den Segen.
Aus der hinteren Ecke kommt die schon etwas ältere nicht ganz dünne Rosi
aufgeregt zum Pfarrer: "Gell, Herr Pfarrer, aber mir geben Sie bitte nicht
so eine schwere Buße auf!"
(Das große Buch des christlichen Humors, Annegret Kokschal,
St. Benno; Auflage: Mai 2006)
Diskussion
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