Diskussion: Sühnopfer Jesu


Beiträge zum Thema christlicher Fundamentalismus

 

 

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Hinweis in eigener Sache: Die vielstimmigen Diskussionsbeiträge und Zitate dieser Website geben nicht notwendig unsere eigene Meinung wieder.

Die nachstehende "Textlandschaft" aus Textfragmenten und Zitaten stellt den Versuch dar, zumindest exemplarisch Teilbereiche der aktuellen Fundamentalismusdebatte abzubilden. Wobei der Einstieg gelegentlich "bibelkritisch" aufgebaut ist und im Wechsel mit "bibeltreuen" Textfragmenten (manchmal erst im unteren Abschnitt) eine Art "Debatte" abbildet.
Fundamentalismusdebatte.de ist keine "bibeltreue" Webseite, sondern stellt "bibelkritische" und "bibeltreue" Inhalte unkommentiert nebeneinander. Ein bibeltreues Projekt findest Du in der Bibel. ツ

Ein weites Feld für Missverständnisse in der Fundi-Debatte kann übrigens darin bestehen, dass unter dem Wort "Gott" ganz Unterschiedliches verstanden wird. Das reicht von "Gott als (gemeinsame) Idee" (eine Idee kann sich auf Menschen bzw. eine Gemeinschaft auswirken, aber z.B. keine Naturgesetze durchbrechen oder selbst etwas sagen bzw. tun) bis zu "Gott als Person" (wenn Gott Gott ist, dann ist Ihm nichts unmöglich) und allem dazwischen.
Dieser Unterschied, von welchem Ausgangspunkt in der Fundi-Debatte argumentiert wird und was der Autor jeweils unter dem Wort "Gott" versteht, kann in der Kürze der Beiträge nicht dargestellt werden.

Über uns: Wir selbst glauben an einen persönlichen Gott, der sich in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist geoffenbart hat und das noch immer tut. Wir respektieren Menschen, die das anders sehen oder etwas anderes glauben.

 

Thomas Plaßmann, Wir wollen nicht provozieren: Cartoons über Gott u. die Welt. Herder 2009

 


[2009] "Der Tod Christi „an sich“ hat keine Qualität. [...] Ich halte nichts von Interpretationen des Kreuzestodes, die sich im Leiden suhlen [...]

Gott braucht kein Sühneopfer"

Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider (23. März 2009, Theologe, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Präses Schneider: Gott braucht keine Sühneopfer, Interview Präses Schneider in "chrismon plus rheinland" 4/2009, www.ekir.de)

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"Nikolaus Schneider [2010 - 2014 Ratsvorsitzender d. Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD], glaubt nicht, dass Jesus am Kreuz stellvertretend die Strafe der Menschen auf sich genommen hat. Gott brauche kein Sühneopfer […]
Schneider räumt aber ein, in der Bibel gebe es verschiedene Deutungen des Zusammenhangs von Kreuz und Auferstehung, entsprechend frei könne das Kreuzigungsgeschehen von den Pfarrern interpretiert werden." [Zitat im unteren Teil ausführlicher]

DIE WELT (23. März 2009, Theologiestreit. Warum starb Jesus Christus am Kreuz?, www.welt.de)

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[2013] "Wenn unsere Kirche sich von Kreuzestheologie verabschiedet, dann gibt sie sich selber auf."
[Zitat im unteren Teil ausführlicher]

Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider (23. September 2013, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, 2003-2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland EKiR, Nikolaus Schneider, Martin Urban: Was kann man heute noch glauben? Ein Disput, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2013, S. 108)

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"Der Tod Jesu war schrecklich und sinnlos. [...]

Ich denke, wenn neue Passionslieder komponiert, neue Liturgien für das Abendmahl entwickelt würden, wäre die Sühneopfertheologie in einer Generation aus den Gemeinden verschwunden [...]

Ich bin pietistisch geprägt und habe erst im Theologiestudium durch die historisch-kritische Methode der Bibelauslegung gelernt, die Bibel neu zu lesen. Ich weiß, wie schwer es ist, sich von alten Glaubensüberzeugungen zu trennen."

Superintendent Burkhard Müller (
Juli 2010, Theologe, Superintendent i.R., ehemaliger Sprecher "Das Wort zum Sonntag", Sündenmanie und unterschlagene Liebe, chrismon plus rheinland, www.chrismon-rheinland.de)

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"Notwendige Abschiede [...] Die Sühnopfervorstellung steht heute dem Evangelium von Jesus Christus im Wege und muss verabschiedet werden."

Prof. Dr. theol. Klaus-Peter Jörns (9. September 2004, Ev. Theologe, Notwendige Abschiede: Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum, Gütersloher Verlagshaus, 4. Auflage 2008, S. 326)

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Prof. Dr. theol. Klaus-Peter Jörns, Badische Zeitung vom 7.11.2008

 


"Offen gestanden: Er widert mich inzwischen nur noch an - dieser zeitgeistbeflissene Dünkel all jener Theologinnen und Theologen, die dem Kreuzestod Jesu den überlieferten Tiefensinn rationalistisch absprechen.

Dieses arrogante Kaputtreden der überkommenen Heilsbotschaft, das sich über den Glauben der Väter und Mütter der letzten beiden Jahrtausende so erhaben dünkt, dass es ihn nur noch verabschieden möchte.
Dieses Kokettieren mit der intellektuellen Redlichkeit, die Andersdenkenden in Theologie und Kirche zumindest indirekt abgesprochen wird, aber mit merkwürdigen Alternativen zum Ganz- und Heilwerden des Menschen oft kompatibel genug zu sein scheint.

Dieses doktrinäre Drängen nach Entmythologisierung ohne hinreichende Anzeichen dafür, die Sinn-Dimension des angeblich zu Streichenden überhaupt angemessen erfasst und durchdrungen zu haben.

Solcher Mangel wäre so lange keine Schuld, als er eine Ahnung von sich selbst hätte. Weil er sich aber verkennt und für lauter Fülle hält, deren Köstlichkeit er auch anderen aufzudrängen habe, darum wird er schuldig an dem Glauben, den er kraftspendend weiterzugeben hätte, schuldig an der Kirche, deren Kerntradition er leichtsinnig verrät, ja, schuldig am Gekreuzigten, dessen Lebenshingabe er nicht mehr nötig zu haben meint. [...]

Es geht nicht um einen Konflikt von Vernunft und Irrationalität, von Mythos und Emanzipation, sondern um das Gegeneinander von Paradigmen, die beide ihre Logik haben. [...]

Dieser moderne, ach so aufgeklärte Mythos von der Möglichkeit der Selbsterlösung scheint zeitgenössisch gut anzukommen, bei Esoterikern ebenso wie bei "kritischen" Theologen. Er leuchtet offenbar im Paradigma der Autonomie eher ein als die Erkenntnis von der total geschenkten, damit aber den Beschenkten absolut verbindlich angehenden Erlösung von Gott her. [...]

Der katholische Theologe und Zen-Meister Willigis Jäger - ja, er hat kürzlich eine eigene Zen-Linie gegründet - verbreitet seinerseits eine prinzipielle Kritik an herkömmlicher Kreuzestheologie.

Sein dem Neuplatonismus verwandtes Paradigma klingt für viele Zeitgenossen eingängig: "Gott offenbart sich im Baum als Baum, im Tier als Tier und im Menschen als Mensch. Er ist die Symphonie, die erklingt. Der Komponist steht nicht außerhalb und dirigiert. Er erklingt als diese Symphonie. Er ist ihre Musik, und alle Formen sind nur Noten. Was wir Gott nennen, erschafft sich Augenblick für Augenblick neu."

Mit biblisch verantwortetem Denken ist solcher Monismus freilich nicht kompatibel - allenfalls um den Preis massiver Umdeutungen, die den christlichen Glauben von seinen Grundlagen entfremden.

Denn Jägers Weltanschauung vermischt programmatisch, was christliche Tradition von jeher unterschieden hat und stringent unterscheiden muss, will sie ihre Kernaussagen und deren Grammatik nicht preisgeben: Schöpfer und Schöpfung, Gottesnatur und Menschennatur, Gottesgeist und Menschengeist, Erlöser und Erlöste.

Die biblischen Aussagen über Jesu Kommen als Christus, über seinen Kreuzestod und seine Auferstehung als Anfang universaler Erlösung werden im Rahmen des monistischen Paradigmas sinnlos - und daher uminterpretiert wie das mit ihnen zusammenhängende Menschen-, Welt- und Gottesbild insgesamt. [...]

Paulus und Luther haben ihre theonome Kreuzestheologie anders grundgelegt. Demnach steht die neutestamentliche Rede vom Blut Christi für die von Gott selbst in seinem Sohn vollbrachte Hingabe am Kreuz.
Diese Hingabe ist als von reiner Liebe motiviertes Geschehen zu verstehen: Sie bringt die göttliche Identifikation mit menschlicher Vergänglichkeit und Schuld so zum Ausdruck, dass sie zu dankbarer, befreiter Erwiderung solcher Liebe einlädt.

Dieser Wahrheit in ihrer Tiefe und Dynamik nachzuspüren und sie entsprechend zu vermitteln, ist und bleibt die Aufgabe christlicher Theologie."

Prof. Dr. Werner Thiede (Juli 2010, Theologische Fakultät Universität Erlangen-Nürnberg, Widerwärtiger Dünkel. Die Heilsbedeutung des Todes Jesu darf nicht verwässert werden, zeitzeichen Nr. 4/2010, S. 45, http://zeitzeichen.net)

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11. März 2013, Kardinal Jorge Mario Bergoglio, seit 13. März 2013 Papst Franziskus

 


"Wir können gehen, wie weit wir wollen, wir können vieles aufbauen, aber wenn wir nicht Jesus Christus bekennen, geht die Sache nicht. Wir werden eine wohltätige NGO [NGO: Non-Governmental Organization, Nichtregierungsorganisation], aber nicht die Kirche, die Braut Christi. […]

Derselbe Petrus, der Jesus Christus bekannt hat, sagt zu ihm: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Ich folge dir, aber sprich mir nicht vom Kreuz. Das tut nichts zur Sache. Ich folge dir mit anderen Möglichkeiten, ohne das Kreuz. – Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir ohne das Kreuz aufbauen und Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.

Ich möchte, dass nach diesen Tagen der Gnade wir alle den Mut haben, wirklich den Mut, in der Gegenwart des Herrn zu gehen mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche aufzubauen auf dem Blut des Herrn, das er am Kreuz vergossen hat; und den einzigen Ruhm zu bekennen: Christus den Gekreuzigten. Und so wird die Kirche voranschreiten."

Papst Franziskus (14. März 2013, Jorge Mario Bergoglio, Eucharistiefeier Sixtinische Kapelle, www.vatican.va)

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"Wenn wir uns von Jesus Christus entfernen, so müssen wir das mit anderen, weltlichen Haltungen kompensieren. […] Jesus Christus … das ist der Mittelpunkt unseres Lebens. Wenn dies nicht gegeben ist, so verlieren wir alles. Und was werden wir dann den Leuten geben?"

Papst Franziskus (11. Januar 2014, Jorge Mario Bergoglio, Frühmesse im Vatikanischen Gästehaus Domus Sanctae Marthae, in: L'Osservatore Romano, Nr. 4, 24.01.2014, www.vatican.va)

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"Das Notwendigste für die Ökumene ist zunächst einmal, dass wir nicht unter dem Säkularisierungsdruck die großen Gemeinsamkeiten fast unvermerkt verlieren, die uns überhaupt zu Christen machen"

Dr. Joseph Ratzinger (23. September 2011, 2005-2013 Papst Benedikt XVI., Tag zwei des Deutschland-Besuchs: Papst gegen schnelle Fortschritte bei Ökumene, www.tagesschau.de)

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"Am Ende ist das die Frage aller Fragen: Wie ernst nehmen wir die Tiefe der Sünde und die Größe des Opfers Jesu am Kreuz?

Wie wichtig ist uns darum, dass Menschen tief in der Gnade verwurzelt und genau dort froh und frei werden, ihr Leben für Gott und Menschen hinzugeben? Wie wichtig ist uns also Evangelisation als Herzstück von Mission? [...] Wir sind in mancher Hinsicht missionarisch ahnungslos und hilflos."

Prof. Dr. Michael Herbst (15. Januar 2014, Theologe, Uni Greifswald, Tagung der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste AMD in Berlin, Evangelisation: Zu Unkirchlichen kaum Kontaktaufnahme, ideaSpektrum, www.idea.de)

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Heinrich Bedford-Strohm 

Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, seit 2014 Ratsvorsitzender der EKD

 


"Gott opfert im Kreuzestod Jesu nicht einen anderen, um seine Rachesucht zu befriedigen, sondern in Jesus Christus gibt er sich selbst hin, um die Menschen zu versöhnen. Die Gewalt geht nicht von Gott aus. Gott wird vielmehr selbst zum Opfer und liefert sich menschlicher Feindschaft und menschlichem Hass aus. Nicht die Legitimierung der Gewalt, sondern ihre Überwindung durch Liebe und Vergebung ist das Ziel.

Gleichzeitig eröffnet die Vorstellung vom Sühnopfertod Jesu Christi eine neue Perspektive auf ein Problem, das eigentlich unlösbar scheint: Es geht um die Spannung zwischen Liebe und Gerechtigkeit Gottes. Die von ihren biblischen Quellen her verstandene Sühnopfervorstellung ermöglicht eine – wie ich finde – faszinierende Antwort, wie ich sie nirgendwo anders finde:

Gott lässt die Sünde der Menschen, all das Unrecht, das damit verbunden ist, nicht ungesühnt. Aber er sagt: ich nehme die Strafe selbst auf mich. So mündet seine Gerechtigkeit in unermessliche Liebe, die uns frei macht von Unrecht und Schuld."

Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (März 2015, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Für uns gestorben. Die Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Gütersloher Verlagshaus 2015, https://www.ekd.de/download/fuer_uns_gestorben2015.pdf, Seite 14)

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"Ich denke, es ist an dieser Stelle nicht der Raum für einen ausführlichen Diskurs über Kreuzestheologie. »Meine« rheinische Kirche und ich haben zu diesem Thema gerade in den vergangenen beiden Jahren viel diskutiert und veröffentlicht.

Wir haben es dabei gelernt, auch mit unterschiedlichen Deutungen und Fokussierungen als Kirche beieinanderzubleiben. Allerdings bindet uns in aller Verschiedenheit die gemeinsame Überzeugung, dass sich Gottes Heilsgeschichte für Menschen im Kreuz und in der Auferstehung Jesu Christi ereignen. Hier will und muss ich nämlich durchaus von einer »Heilsgeschichte« reden:

Für mich ist die Geschichte des irdischen Jesus eine »Heilsgeschichte«, weil Gott mit ihr seine Liebe und sein Heil für Menschen historisch erfahrbar gemacht hat. Die Geschichte Jesu als »Heilsgeschichte« erfahren, deuten und predigen kann ich nur von Ostern, also von Jesu Auferstehung her. Aber ohne Karfreitag, also ohne das Kreuz gäbe es keine Auferstehung.

Ohne Jesu Tod und Auferstehung wäre für mich das Bekenntnis »Gottes Lebensmacht ist stärker als alle Todesmächte dieser Welt« im Wortsinn eine »blutleere« Theorie. Und Jesus Christus wäre dann nicht Grund meiner Hoffnung im Leben und im Sterben und über den Tod hinaus. Ohne diesen Grund der Hoffnung gäbe es keine christliche Kirche. Und hier bin ich ganz entschieden:

Wenn unsere Kirche sich von Kreuzestheologie verabschiedet, dann gibt sie sich selber auf."

Dr. h.c. Nikolaus Schneider (23. September 2013, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, 2003-2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland EKiR, Nikolaus Schneider, Martin Urban: Was kann man heute noch glauben? Ein Disput, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2013, S. 107 f.)

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"Die Vorstellung vom stellvertretenden oder Sühne-Tod Jesu und damit von der Heilsbedeutung des Kreuzestodes Christi blieb durch die Geschichte des christlichen Glaubens hindurch nicht unbestritten.

Kein geringerer als Friedrich Schleiermacher, ein wichtiger protestantischer Theologe der Aufklärungszeit, hat versucht, diese Vorstellung aus der christlichen Glaubenslehre zu entfernen. [...]

Er steht damit in der Tradition Kants: Ein stellvertretender Tod Jesu für die Sünden der Menschen ist nach Kant eine entwürdigende Vorstellung. Die Schuld eines Menschen und ihre Folgen könnten nicht von einem anderen stellvertretend übernommen und gesühnt werden. Die Würde des Einzelnen, die nicht zuletzt in seiner Fähigkeit besteht, Verantwortung zu übernehmen, wird dadurch verletzt.

Das ist eine Sicht, die bis in das letzte Jahrhundert die protestantische Theologie – etwa die von Rudolf Bultmann – beeinflusst hat."

Präses
Dr. h.c. Nikolaus Schneider (10.6.2009, Theologe, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Was bedeutet der Kreuzestod Jesu. Vortrag beim Jahresempfang der Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland, www.orthodoxie.net)

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"Die überragende Stellung Schleiermachers für die Geschichte des Protestantismus muss ich hier nicht eigens herausstellen. Sie ist anerkannt."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (26. März 2006, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Kristall von Perspektiven. Eröffnung des Internationalen Schleiermacher-Kongresses in der Humboldt-Universität Berlin. www.ekd.de)

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"Kant ... nach meiner Überzeugung ... der Philosoph des Protestantismus."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (12.02.2004, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Unsterblichkeit und Würde. Kant zu Ehren, St. Michaelis zu Hamburg auf Einladung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der ZEIT-Stiftung)

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Immanuel Kant (1724 - 1804)

 


"Von den verschiedensten Seiten her erhob sich Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre der Ruf: Zurück auf Kant! [...] Seitdem hat die Kantische Philosophie geradezu eine Wiederauferstehung erlebt. [...]
Jetzt sollte die Prophezeiung buchstäblich wahr werden, die er [Kant] einst im Beginn seines abnehmenden Ruhmes zu Stägemann geäußert:
"Ich bin mit meinen Schriften um ein Jahrhundert zu früh gekommen; nach 100 Jahren wird man mich erst recht verstehen und dann meine Bücher aufs neue studieren und gelten lassen."

Noch stehen wir mitten in dieser Bewegung, die - im Gegensatz zu der vor 100 und mehr Jahren - mehr in die Tiefe als in die Breite gegangen ist, deshalb auch länger angedauert hat und noch weitere Dauer verspricht.
Wie befruchtend die kritische Methode in den letzten Jahrzehnten auf die verschiedensten Wissenschaftsgebiete gewirkt hat und noch wirkt, weiß jeder, der im wissenschaftlichen Leben steht."

Prof. Dr. Karl Vorländer (1924, Philosoph, Immanuel Kant. Der Mann und das Werk, Erneuerung des Kritizismus seit 1860)

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"Jedenfalls glaubt die moderne Wissenschaft nicht, dass der Lauf der Natur von übernatürlichen Kräften durchbrochen oder sozusagen durchlöchert werden kann. […]

Für den Menschen von heute sind das mythologische Weltbild, die Vorstellung vom Ende, vom Erlöser und der Erlösung vergangen und erledigt."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1965, Theologe, Glauben und Verstehen: gesammelte Aufsätze, Band 4. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Verlag Tübingen, 4. Aufl. 1984, Seite 144-145)

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"So viel ist gewiss: wer einmal die Kritik gekostet hat, den ekelt auf immer alles dogmatische Gewäsche, womit er vorher aus Not vorlieb nahm, weil seine Vernunft etwas bedurfte, und nichts Besseres zu ihrer Unterhaltung finden konnte."

Prof. Dr. Immanuel Kant (1783, Philosoph, Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, A 191, § 60, http://de.wikiquote.org/wiki/Immanuel_Kant)

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"Nicht der hat Religion, der an eine heilige Schrift glaubt, sondern der, welcher keiner bedarf und wohl selbst eine machen könnte."

Friedrich Schleiermacher
  (1799, Theologe, Klassiker neuzeitlicher Religionstheorie, "Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern")

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"Schwärmer und Mucker [Anhänger des Pietismus, http://de.wikipedia.org/wiki/Mucker] sind beide schrifttoll."

Prof. Dr. Immanuel Kant (1798, Philosoph, Kant: AA XV, Reflexionen zur Anthropologie, Seite 219, www.korpora.org/Kant/aa15/219.html)

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"Früher galten Fundamentalisten als Schwärmer"

Das Erste (5. Dezember 2007, Dokumentation "Fanatisch, fundamentalistisch, fromm." "SWR, NDR und WDR begeben sich in den USA, in Israel und im Jemen auf Spurensuche, wie aus Frömmigkeit Fundamentalismus und Fanatismus werden kann." www.daserste.de)

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"Wie kann meine Schuld durch den Tod eines Schuldlosen (wenn man von einem solchen überhaupt reden darf) gesühnt werden?

Welche primitiven Begriffe von Schuld und Gerechtigkeit liegen solcher Vorstellung zugrunde? Welch primitiver Gottesbegriff?
Soll die Anschauung vom sündentilgenden Tode Christi aus der Opfervorstellung verstanden werden: welch primitive Mythologie, dass ein Mensch gewordenes Gotteswesen durch sein Blut die Sünden der Menschen sühnt!"

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1941, Ev. Theologe, Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen Verkündigung, München: Kaiser 3. Aufl. 1988, Seite 19)

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Rudolf Bultmann (1884 - 1976), 1912 - 1951 Theologieprofessor

 


"Das Schuldopfer und zwar in seiner widerlichsten, barbarischsten Form, das Opfer des Unschuldigen für die Sünden der Schuldigen! Welches schauderhafte Heidentum! […]

Die Lehre vom Gericht und von der Wiederkunft, die Lehre vom Tod als einem Opfertode, die Lehre von der Auferstehung [...] dass kleine Mucker und Dreiviertel-Verrückte sich einbilden dürfen, dass um ihretwillen die Gesetze der Natur beständig durchbrochen werden [...]

Kleine Missgeburten von Muckern [Anhänger des Pietismus, http://de.wikipedia.org/wiki/Mucker] und Lügnern fingen an, die Begriffe „Gott“ „Wahrheit“ „Licht“ „Geist“ „Liebe“ „Weisheit“ „Leben“ für sich in Anspruch zu nehmen, gleichsam als Synonyma von sich, um damit die „Welt“ gegen sich abzugrenzen, kleine Superlativ-Juden, reif für jede Art Irrenhaus, drehten die Werte überhaupt nach sich um, wie als ob erst der Christ der Sinn, das Salz, das Maass, auch das letzte Gericht vom ganzen Rest wäre [...]

Diese kleinen Mucker verrechnen sich nämlich in der Hauptsache. Sie greifen an, aber Alles, was von ihnen angegriffen wird, ist damit ausgezeichnet. Wen ein „erster Christ“ angreift, den besudelt er nicht … Umgekehrt: es ist eine Ehre, „erste Christen“ gegen sich zu haben. [...]

Wir leugnen Gott als Gott… Wenn man uns diesen Gott der Christen bewiese, wir würden ihn noch weniger zu glauben wissen. [...] Der „Glaube“ als Imperativ ist das Veto gegen die Wissenschaft […]

Todkrieg gegen das Laster: das Laster ist das Christentum. Lasterhaft ist jede Art Widernatur. Die lasterhafteste Art Mensch ist der Priester: er lehrt die Widernatur. Gegen den Priester hat man nicht Gründe, man hat das Zuchthaus. […]
Man soll die „heilige“ Geschichte mit dem Namen nennen, den sie verdient, als verfluchte Geschichte; man soll die Worte „Gott“, „Heiland“, „Erlöser“, „Heiliger“ zu Schimpfworten, zu Verbrecher-Abzeichen benutzen. Der Rest folgt daraus. Der Antichrist"

Prof. Dr. Friedrich Nietzsche
(1888, Philosoph, Der Antichrist. Fluch auf das Christentum und Gesetz wider das Christentum, Friedrich Nietzsche Digitale Kritische Gesamtausgabe Werke und Briefe: www.nietzschesource.org)

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Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt Denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden! [...]

Unheimlich ist das menschliche Dasein und immer noch ohne Sinn […] Ich will die Menschen den Sinn ihres Seins lehren: welcher ist der Übermensch, der Blitz aus der dunklen Wolke Mensch. [...]

Das Böse ist des Menschen beste Kraft. »Der Mensch muss besser und böser werden« – so lehre ich. Das Böseste ist nötig zu des Übermenschen Bestem."

Prof. Dr. Friedrich Nietzsche
(1883, Philosoph, Also sprach Zarathustra. Teil I: Zarathustra's Vorrede und 1885, Also sprach Zarathustra, Teil IV,5: Vom höheren Menschen, Friedrich Nietzsche Digitale Kritische Gesamtausgabe Werke und Briefe: www.nietzschesource.org)

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"Ich komme zu früh, sagte er dann, ich bin noch nicht an der Zeit. Dieses ungeheure Ereignis ist noch unterwegs und wandert, – es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen. [...]

Man erzählt noch, dass der tolle Mensch des selbigen Tages in verschiedene Kirchen eingedrungen sei und darin sein Requiem aeternam deo [seine ewige Totenmesse für Gott] angestimmt habe."

Prof. Dr. Friedrich Nietzsche (1882, Philosoph, Die fröhliche Wissenschaft, Friedrich Nietzsche Digitale Kritische Gesamtausgabe Werke und Briefe: www.nietzschesource.org)

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Dr. Alfred Rosenberg

 


"Eine Religion, die ihr ganzes Dasein an dem Seidenfaden des Glaubens an ein überliefertes "Faktum" hängt, gegen alles innere Erleben ... gerät in ihren Grundfesten ins Wanken, wenn dieses "Faktum" immer mehr als Legende erkannt, bzw. aufgefasst wird.

Das "Faktum" aber (Sühnetod - Himmelfahrt - Auferstehung), an das das 16. Jahrhundert noch kindlich und in innerer Wahrhaftigkeit glauben konnte, ist heute in seinem entscheidenden Teil nicht mehr als geschichtliche Tatsache lehrbar [...]

Für den nordischen Menschen ist Religion von Eckard bis Lagarde steht's inneres Erleben gewesen, immer Gegenwart, kein Pochen auf ein Faktum [...]

Immer wieder tönt allem Seelenreichtum das wüstendürre Wort entgegen: "Außerhalb dieser Offenbarung [Bibel], der allein göttliche Autorität zukommt, kann Gott in seiner Gottheit nicht erkannt werden" [...]

Wie schon ausgeführt, darf in den Augen der neuen Sektierer auch innere Erfahrung nicht als echte Religion gelten [...] Aber von dieser "frohen Botschaft" wollen unsere düsteren, leichenbitteren "Bekenner" ... nichts wissen. [...]

Von welcher Seite immer man der heute verkündigten "Rechtgläubigkeit" auch nahen mag, immer trifft man auf grundsätzliche Starrheit dem Leben gegenüber ... auf verknöcherten Sektierergeist. Und deshalb auf grundsätzliche Feindschaft nicht nur der von mir persönlich vertretenen Religionsphilosophie"

Dr. Alfred Ernst Rosenberg (1932, 1941 - 1945 Reichsminister Ostministerium, führender Ideologe der NSDAP sowohl in der Weimarer Republik als auch in der Zeit des Nationalsozialismus, 1934 Beauftragter des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP, Als Leiter des Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO) verfolgte er die systematische Ermordung der Juden.) [siehe auch Kirche im Nationalsozialismus]

Protestantische Rompilger. Der Verrat an Luther und der Mythus des 20. Jahrhunderts, Hoheneichen Verlag München 1937, Seite 48 - 50)

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"Es ist nicht zu sehen, was der historische Jesus, der seinen Todesweg in gehorsamer Liebe geht, im mindesten voraus hat vor all denen, die z. B. im Weltkriege diesen Weg auch in gehorsamer Liebe gegangen sind" [siehe auch Kirche im Nationalsozialismus]

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1927, Theologe u. Verfechter d. Entmythologisierung d. neu-testamentlichen Verkündigung, Zur Frage der Christologie, Zwischen den Zeiten, Glauben und Verstehen (GuV). Gesammelte Aufsätze, Band 1, Seite 96, 9. Aufl. Tübingen 1993)

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"Für den Menschen von heute sind das mythologische Weltbild, die Vorstellung vom Ende, vom Erlöser und der Erlösung vergangen und erledigt."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1965, Theologe, Glauben und Verstehen: gesammelte Aufsätze, Band 4. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Verlag Tübingen, 4. Aufl. 1984, Seite 145)

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"Jetzt ist die Endzeit gekommen; »als die Zeit erfüllt war«, sandte Gott seinen Sohn. Dieser, ein präexistentes Gottwesen [Präexistenz Christi: Jesus Christus hat bereits vor seinem irdischen Leben existiert], erscheint auf Erden als ein Mensch; sein Tod am Kreuz, den er wie ein Sünder erleidet, schafft Sühne für die Sünden der Menschen.

Seine Auferstehung ist der Beginn der kosmischen Katastrophe, durch die der Tod, der durch Adam in die Welt gebracht wurde, zunichte gemacht wird; die dämonischen Weltmächte haben ihre Macht verloren. Der Auferstandene ist zum Himmel erhöht worden zur Rechten Gottes; er ist zum »Herrn« und »König« gemacht worden.

Er wird wiederkommen auf den Wolken des Himmels, um das Heilswerk zu vollenden; dann wird die Totenauferstehung und das Gericht stattfinden; dann werden Sünde, Tod und alles Leid vernichtet sein. Und zwar wird das in Bälde geschehen […] Die Glaubenden haben schon das » Angeld «, nämlich den Geist, der in ihnen wirkt und ihre Gotteskindschaft bezeugt. […]

Das alles ist mythologische Rede, und die einzelnen Motive lassen sich leicht auf die zeitgeschichtliche Mythologie der jüdischen Apokalyptik und des gnostischen Erlösungsmythos zurückführen."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1941, Ev. Theologe, Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen Verkündigung, München: Kaiser 3. Aufl. 1988, Seite 12-13)

Diskussion


"Christlichen Legenden, die allen Ernstes noch heute den Europäern verkündet werden: "Jungfrauengeburt", stoffliche" Auferstehung" Christi, "Himmel- und Höllenfahrt [...]

Noch immer aber haben es Millionen nicht begriffen, dass Kopernikus ... die gesamte Höllenfahrts- und Auferstehungsmythologie restlos überwunden, ein für allemal erledigt hat."

Dr. Alfred Ernst Rosenberg (1930, 1941 Reichsminister Ostministerium, führender Ideologe der NSDAP, Der Mythus des 20. Jahrhunderts. Hoheneichen - Verlag München 34. Aufl. 1934, S. 132-133)

Diskussion


"So kann sich das Weltbild ändern etwa infolge der kopernikanischen Entdeckung [...] Welterfahrung und Weltbemächtigung sind in Wissenschaft und Technik so weit entwickelt, dass kein Mensch im Ernst am neutestamentlichen Weltbild festhalten kann und festhält. [...]

Erledigt sind damit die Geschichten von der Himmel- und Höllenfahrt Christi [...] Die Wunder des Neuen Testaments sind damit als Wunder erledigt [...]

Neben dem historischen Ereignis des Kreuzes steht die Auferstehung, die kein geschichtliches Ereignis ist. ... Neben der Behauptung der Präexistenz (Paulus, Johannes) steht ja die Legende von der Jungfrauengeburt (Matthäus, Lukas) ... stehen die Legenden vom leeren Grab und von der Himmelfahrt."

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1941, Ev. Theologe, Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen Verkündigung, Nachdruck der 1941 erschienen Fassung hg. von Eberhard Jüngel, München: Kaiser 3. Aufl. 1988, S. 14-16,53)

Diskussion


"Anlässlich der Erwähnung von Rudolf Bultmann möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, dass er sich vor seinem Tode bekehrt und seine Schüler und Studenten um Vergebung gebeten hat.

Kronzeuge dafür ist Ernst Käsemann, der das vor seinem eigenen Tode erwähnt hat, seinem Lehrer darin aber leider nicht folgen wollte. Die Nachricht ist verbürgt, ich habe mit dem Ohrenzeugen, der seine Identität nicht preisgeben will, selber gesprochen."

Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1. Oktober 2007, Was ist glaubwürdig – die Bibel oder die Bibelkritik?, VTR: Nürnberg 2007, Fußnote S. 13)

Diskussion


"Aber jetzt kann ich ihnen etwas ganz schönes sagen. Rudolf Bultmann hat sich vor seinem Tode bekehrt und er hat sogar seine Schüler und Studenten um Vergebung gebeten.

Ich habe das jetzt erst im vergangenen Jahr [2003] erfahren und der Kronzeuge ist Ernst Käsemann. Er hat das erwähnt, bevor er gestorben ist. Und er hat das bestimmt nicht erfunden, denn er hatte sogleich gesagt, er würde sich nicht bekehren, weil er über die Ermordung seiner Tochter nicht hinwegkäme.

Aber so groß ist Gott. Er konnte es machen, so dass der Hauptkronzeuge der historisch-kritischen Theologie seine Knie vor Jesus gebeugt hat, seinem Heiland."

Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (4. Juli 2004, Bibelkritik - Wissenschaft oder Manipulation? Vortrag im Rahmen einer Bibelausstellung in der Freien Evangelischen Schule Berlin, Audiodatei: Stelle 21:15 bis 22:05 http://bibelausstellung.fesb.de/download.php?filename=Linnemann.mp3)

Diskussion

 

Rudolf Karl Bultmann (Landeskirchliches Archiv, www.elk-wue.de)

 


"Wahrscheinlich begegnet heute keine Lehre des Christentums größeren Schwierigkeiten als die traditionelle Lehre, dass uns Jesus Christus durch seinen stellvertretenden Sühnetod am Kreuz von unseren Sünden erlöst hat."

Prof. Dr. Josef Blank (1986, Theologe, Weißt Du, was Versöhnung heißt? Der Kreuzestod Jesu als Sühne. Josef Blank u. Jürgen Werbick (Hg.), Sühne und Versöhnung, Düsseldorf 1986, S. 21)

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"War der Tod Jesu ein Sühnopfer? Die Frage lässt sich einfach beantworten: Er war es nicht.

Alle äußeren Merkmale eines kultischen Opfers fehlen: Es gibt keinen Altar, keine rituelle Schlachtung, keinen Tempel, keinen Priester, keinen Gottesdienst. Der Tod Jesu war keine religiöse Opferung, sondern die römische Todesstrafe für einen Unruhestifter ...

Als seine Jüngerinnen und Jünger versucht haben, den Tod Jesu theologisch zu verstehen, haben sie aus der Tradition, in der sie selbst zu Hause waren, das Bild vom „Sühnopfer“ aufgenommen."

Evangelische Kirche im Rheinland, Landeskirchenamt/Abteilung II (19.12.2009, Orientierungshilfe: Aus Leidenschaft für uns. Zum Verständnis des Kreuzestodes Jesu, Februar 2010, www.ekir.de)

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"Glaubenssätze sind symbolisch-gleichnishaft und nicht wortwörtlich zu verstehen."

Dr. theol. Andreas Rössler (26.7.2001, Theologe, Undogmatisches Christentum: ein Ideal im Konflikt mit der Wirklichkeit, IARF-Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll)

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"So liegt es auch von daher nahe, die christlichen Inhalte ins Symbolische zurückzunehmen, ihnen keine höhere Wahrheit zuzusprechen als den Mythen der Religionsgeschichte - sie als Weise der religiösen Erfahrung anzusehen, die sich demütig neben andere zu stellen hätte.

In diesem Sinn kann man dann - wie es scheint - fortfahren, ein Christ zu bleiben; man bedient sich weiterhin der Ausdrucksformen des Christentums, deren Anspruch freilich von Grund auf verändert ist
"

Dr. Joseph Ratzinger (08.01.20
00, 2005-2013 Papst Benedikt XVI., Der angezweifelte Wahrheitsanspruch. Die Krise des Christentums am Beginn des dritten Jahrtausends, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2000, Nr. 6, S. I)

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"Ein Satz wie: "Gott hat uns seinen Sohn gesandt" ist also symbolisch zu verstehen und nicht wörtlich."

Dr. Gerhard Kühlewind (August 2004, Paul Tillich: Progressive Theologie aus dem letzten Jahrhundert, www.evangelisch-in-leerstetten.de)

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"Wie aber können Sie zu einem bloßen Symbol beten?"

Prof. Dr. Gerd Lüdemann
(8. Mai 1998, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen,Unter den Dächern von Göttingen, DS - DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT, 8. Mai 1998 Nr. 19/1998)

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"Fundamentalistische Haltungen entstehen ... wenn folgende Merkmale anzutreffen sind ... Ein nicht-symbolisches, wortwörtliches Verstehen und konkret-politisches Umsetzen heiliger Schriften."

Dr. Fritz R. Huth (Februar 2002, Theologe, Beauftragte für Weltanschauungsfragen der EKHN Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Arbeitshilfe Fundamentalismus. Herausgegeben vom „Zentrum Ökumene“ der EKHN)

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"1. Die Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift,
2. Christi Jungfrauengeburt,
3. der Sühneopfertod Jesu,
4. die leibliche Auferstehung,
5. die Wirklichkeit der in der Bibel bezeugten Wunder. [...]

Ohne jeden Interpretationsspielraum diese fünf Aussagen wortwörtlich bejahen zu müssen - das ist für mich Fundamentalismus!"

Bischof Dr. Wolfgang Huber (29. April 2009, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Herr Bischof, wer ist eigentlich ein Fundamentalist? Interview. ideaSpektrum 18/2009, Seite 17)

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"Die Kirchenführung glaubt nicht mehr, was die zentrale Botschaft des Neuen Testaments ist, und hält dann doch am Abendmahl im klassischen Sinn fest.

Ich teile alle Einwände des rheinischen Präses [Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender d. Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD] gegen den Sühnetod Jesu, habe es aber vorgezogen, daraus die allein mögliche Konsequenz zu ziehen, nämlich meinen Unglauben gegenüber den zentralen Aussagen des Neuen Testaments zu bekennen.

Denn nicht nur der Sühnetod steht auf dem Prüfstand, die körperliche Auferstehung Jesu von den Toten und seine Wiederkunft am Ende der Tage auch. Ich nehme an, dass der rheinische Präses - ebenso wie die meisten seiner Kolleginnen und Kollegen auch hier eine negative Haltung einnimmt."

Prof. Dr. theol. Gerd Lüdemann (8. April 2009, Theologe, Georg-August-Universität Göttingen, Pro und Kontra. Wozu starb Jesus Christus eigentlich am Kreuz? ideaSpektrum 15/2009, S. 4)

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2011, 2010-2014 EKD-Ratsvorsitzender Dr. h.c. Nikolaus Schneider, Evangelische Kirche in Deutschland

 


"Die Deutung des Todes Jesu ist umstritten – auch in der Theologie. Dass die Emotionen derart hoch gehen, findet der Heidelberger Theologe Gregor Etzelmüller verständlich: Es gehe schließlich um zentrale Glaubensaussagen und die persönliche Frömmigkeit, auch das Abendmahl als zentraler christlicher Ritus sei berührt.
Gestritten wird darum, ob der Tod Jesu ein stellvertretendes Sühneopfer für die Sünden der Menschheit war – eine wichtige Glaubensaussage christlicher Bekenntnisschriften. […]

Der Präses [vgl. Kirchenpräsident bzw. Landesbischof] der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider [2010 - 2014 Ratsvorsitzender d. Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD], glaubt nicht, dass Jesus am Kreuz stellvertretend die Strafe der Menschen auf sich genommen hat. Gott brauche kein Sühneopfer […]
Schneider räumt aber ein, in der Bibel gebe es verschiedene Deutungen des Zusammenhangs von Kreuz und Auferstehung, entsprechend frei könne das Kreuzigungsgeschehen von den Pfarrern interpretiert werden.

Auch das Leitende Geistliche Amt der hessen-nassauischen Kirche stellte im vergangenen Jahr in einem Grundsatzdokument fest, dass das Kreuz nach wie vor verschieden gedeutet werden könne, die opfertheologischen Aussagen seien eine dieser Möglichkeiten."

DIE WELT (23. März 2009, Theologiestreit. Warum starb Jesus Christus am Kreuz?, www.welt.de)

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"Immer mehr protestantische Theologen äußern öffentlich ihre Zweifel darüber, dass der Tod Jesu am Kreuz als Sühneopfer zur Vergebung unserer Sünden zu verstehen sei. Bei den Skeptikern handelt es sich keineswegs um Weichspüler. Dennoch laufen viele Kirchenkreise dagegen Sturm. [...]

In Nürnberg kritisiert der Pfarrer Claus Petersens seit langem die These vom Opfertod und bekräftigte im Oktober 2007: "Die Botschaft Jesu war unabhängig von seiner Kreuzigung, und daher glaube ich nicht, dass das Kreuz eine Heilsbedeutung hat."

Petersens oberster Chef, der EKD-Ratsvorsitzende [2003 - 2009] Bischof Wolfgang Huber, hat in seinem jüngsten Buch "Der christliche Glaube" ähnliche Gedanken, wenn auch deutlich moderater, formuliert: "Jesu Kreuzestod ist nicht eine zwangsläufig geschuldete Sühneleistung zur Besänftigung eines zornigen Gottes, sondern eine aus Freiheit um der Liebe Gottes vollzogene Selbsthingabe." Der "umfassende Sinn von Kreuz und Auferstehung" dürfe nicht "auf eine rechtsförmige Satisfaktionsvorstellung [http://de.wikipedia.org/wiki/Satisfaktion] reduziert werden". [...]

Auch der berühmte katholische Theologe Eugen Biser erklärte, ein "Gott der bedingungslosen Liebe wird durch Opfer nicht versöhnt, ganz davon zu schweigen, dass er gar keine Opfer will"."

DIE WELT (28. März 2009, Warum Theologen am Sühnetod Jesu zweifeln, www.welt.de)

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"Die neutestamentliche Forschung hat gezeigt, dass die opfertheologischen Aussagen über das Kreuz Christi lediglich eine von vielen Deutungsmöglichkeiten seines Todes sind."

Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Das Leitende Geistliche Amt (März 2008, Stellungnahme des Leitenden Geistlichen Amtes zur umstrittenen Deutung des Todes Jesu als ein Gott versöhnendes Opfer, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), www.ekhn.de)

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"Glaubt, was ihr für glaubwürdig und wahr haltet, aber bleibt kritisch."

Pfarrer Friedrich Schorlemmer (25.04.2004, Speyerer Protokolle: Der Protestantismus als Kritik und Gestaltung, Symposium und Gottesdienst zum 475-jährigen Protestationsjubiläum, 24./25. April 2004 Speyer, hg.v. Ev. Akademie der Pfalz)

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"Der kritische Verstand entscheidet in der historisch-kritischen Theologie darüber, was in der Bibel Realität ist."

Prof. Dr. theol. Eta Linnemann (1994, Theologin, Original oder Fälschung. Historisch-kritische Theologie im Licht der Bibel.)

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"Die kritischen Stimmen zur Opferthematik stehen stellvertretend für das, was den Protestantismus auszeichnet.
Ich denke, dass der reformierte und lutherische Protestantismus sich immer schon dadurch definiert hat, dass er eine kritische Position zur Religion einnimmt. Protestantismus ist von Hause, obschon er Teil des Religiösen ist, Kritik der Religion. Insofern gehört Kritik immer schon zum Protestantismus, hier zur protestantischen Kirche dazu.

Und deswegen gehört zu diesem kritisch protestantischen „cantus firmus“ [eine festgelegte Melodie, die im Rahmen eines musikalischen Werkes von den anderen Stimmen umspielt wird, ohne selbst besonders weitgehend verändert zu werden, http://de.wikipedia.org/wiki/Cantus_firmus] in der Theologie die feministisch theologische Kritik. Denn sie begreift sich als Religionskritik.

Da das Opfer in den Bereich des Kultischen und Religiösen fällt, ist die von feministischen Theologinnen profiliert vertretene Opferkritik ein Wesensmerkmal des protestantischen Verhältnisses zum Religiösen. ...
"Der Tod Jesu wird (von einem Standpunkt der sich zeitlich vor dem Tod Jesu positioniert) von einem victim [engl., das Opfer] zu einem notwendigen sadrifice-Opfer [engl., sacrifice: die Aufopferung] umgedeutet. ...
Sie weisen auf problematische Interpretationen und pervertierte christliche Opfervorstellungen in der christlichen Theologie, in Kirche und säkularer Kultur hin. Die Vermischung der victime und sacrifice Vorstellung führt zu pervertierten Opfervorstellungen und verstellt die Heilsbedeutung des Todes Jesu:

Pervertiert [lat. perversio, die Verdrehung, die Umkehrung] sind Opfervorstellungen: ... Wo behauptet wird, das Leiden und der Tod Jesu Christi seien gottgewollt." ...

"Da das Bild des stellvertretenden Sühneopfers vielen Menschen heute die christliche Heilserfahrung eher verdunkelt, statt sie zu erhellen, ist die kritische Frage angebracht, was Theologie und Kirche verlieren, wenn sie auf die Rede vom stellvertretenden Sühneopfer in der Christologie verzichtet und die christliche Heilserfahrung mit den zahlreichen anderen diesbezüglichen Metaphern und Erzählungen der Bibel kommunizieren."

PD Dr. Regine Munz (19.3.2005, Privatdozentin für Systematische Theologie, Theologische Fakultät der Universität Basel, St. Peter-Kirche in Zürich, reformierten Landeskirche, Tagung „Zündstoff Opfertheologie“)

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"Gott ist nicht Subjekt der Opferung Jesu (weder als victim [engl., das Opfer] noch als sacrifice [engl., die Aufopferung]).

Gott fordert das Opfer Jesu nicht."

Pfarrerin Dr. Ute Grümbel (Januar 2002, Gottesdienstinstitut der Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche (NEK), Opfer/Systematisch-praktisch, in: Elisabeth Gössmann u.a. (Hg), Wörterbuch der Feministischen Theologie, 2.Auflage, Gütersloh 2002, S. 432f)

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"Der Tod Jesu war nicht notwendig, damit Gott sich mit uns versöhnt und uns vergibt. Diese Behauptung einer solchen Notwendigkeit ist eines der größten Missverständnisse der christlichen Geschichte."

Propst Dr. Horst Gorski (14.04.2006, Propst Kirchenkreis Altona - Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche, 1990 Mitbegründer des Konvents schwuler Pastoren und lesbischer Pastorinnen in Nordelbien, Karfreitagspredigt: Evangelisch-lutherische Christianskirche Hamburg-Ottensen, www.predigten.de/predigt_pdf.php?id=5778)

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"Gott hat nicht den Tod Jesu gewollt. Gewollt haben das seine Feinde. Jesus hätte vor ihnen fliehen können. Seinen Jünger zuliebe blieb er standhaft bei seiner Botschaft, und bewies, wie ernst er es meinte mit Gottes Liebe und Vergebung.

So kann man sagen: er ist 'Für uns' gestorben. Aber er ist nicht von Gott als Sühnopfer für unsere Sünden dahingegeben.
Das ist nur ein Bild unter vielen anderen Bildern für Jesu Tod, aber es hinkt besonders stark, es hinkt nicht nur auf einem Bein, sondern es hinkt auf beiden Beinen. Weg mit dem Bild! Kein Menschenopfer bitte! Unser Gott ist nicht so."

Superintendent Burkhard Müller (13. Februar 2009, Theologe, Superintendent i.R., ehemaliger Sprecher "Das Wort zum Sonntag", Kirche in WDR 4, Westdeutschen Rundfunk)

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Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der EKD

 


"Ich persönlich habe die Vorstellung, Gott sei auf ein Menschenopfer angewiesen, um den Menschen Heil zuteil werden zu lassen, mit meinem Glauben an Gottes Güte nie vereinbaren können.

Diese bereits im 12. Jahrhundert von Anselm von Canterbury vertretene Auffassung sagt, Gott lasse seinen Zorn nur dadurch besänftigen, dass ein Mensch sein Leben verliere. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob ein solches Bild von einem im Grunde rachsüchtigen Gott nicht einen Angriff auf Gottes Ehre selbst enthält.

Unserer Generation, die insgesamt die Aufgabe hat, eine Theologie 'nach Auschwitz' zu entwickeln, muss auch an dieser Stelle neue Wege gehen."

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (23. April 2004, 2003-2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD,  1994-2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Berlin-Brandenburgischen Synode, zit.n. Jörns, Klaus-Peter: Notwendige Abschiede. Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum, Gütersloher Verlagshaus, 4. Aufl. 2008, S. 328)

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"Ich kann nicht verschweigen, dass ich mich an dem Liebesgebot Jesu in der Fassung, die das Johannesevangelium ihm gibt, reibe. „Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde“ – so heißt es da. Schon immer habe ich mich gegen diesen Satz aufgelehnt. […]

Dass Gottes Bedürfnis nach Wiedergutmachung den Tod Jesu erzwungen habe, kann ich jedoch mit dem Gebot der Liebe nicht vereinbaren. […]

Mit aller Leidenschaft wehre ich mich dagegen, das Vergeltungsdenken in Gott selbst hineinzulegen und am Ende auch noch unsere höchst menschlichen Rachegelüste damit zu rechtfertigen. […] Dass Jesus sein Leben für uns dahingab, ist nicht ein Gott dargebrachtes Sühneopfer, sondern ein Versöhnungszeichen Gottes für uns."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (30. Mai 2003, St. Johannes-Basilika, Berlin-Kreuzberg,
http://www.ekd.de/predigten/predigt_030530_huber_kreuzberg.html)

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"Gott schickt seinen Sohn in einen blutigen Tod, um sich mit sich selbst zu versöhnen. Ich finde das finster und abschreckend!"

Prof. Dr. Herbert Schnädelbach (25. März 2009, Philosoph. Das Streitgespräch, ideaSpektrum 13/2009, S. 17)

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"Die Sühnopfervorstellung steht heute dem Evangelium von Jesus Christus im Wege und muss verabschiedet werden."

Prof. Dr. theol. Klaus-Peter Jörns (2004, Ev. Theologe, S. 326)

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Pfarrer Ulrich Parzany, Leiter ProChrist e.V., 1984 - 2005 Generalsekretär CVJM

 


"Viele fragen sich, was das für ein Gott ist, der seinen Sohn massakrieren lässt. Die Antwort der Bibel: Das ist kein fieser Deal zwischen Vater und Sohn. Es ist Gott selbst, der sich in Jesus für uns Menschen hingibt!
Wir sind Gott so wertvoll, dass er sich selber für uns hingibt. Die Allmacht der Liebe Gottes äußert sich nicht in blumigen Sätzen, sondern in schmerzvoller Hingabe."

Pfarrer Ulrich Parzany (25. März 2009, Theologe, Das Streitgespräch, ideaSpektrum 13/2009, S. 17)

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"Nirgends im NT [Neues Testament - Bibel] wird … gesagt, dass der Tod Jesu die Darbringung eines „Menschenopfers“ für einen rachsüchtigen oder in „seiner Ehre gekränkten Gott“ ist. […]

Gott selbst trägt in seinem Sohn das Gericht und den Tod: Der Hohe Priester als der Geopferte (Hebr.9 f), oder in der Gerichtsmetapher gesprochen: „Der Richter als der Gerichtete“. […] An ein „Menschenopfer“, das Gott sich hier selbst darbringt, ist dabei doch wohl nicht ernsthaft gedacht, wenn Gott sich selbst so erniedrigt bis in den Kreuzestod (Phil 2,8). Dies zu behaupten, zeigt sehr mangelhafte theologische Bildung oder tendenziös bewusste Verdrehung der biblischen Aussagen.

„Christe Du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt!“ Das „Geheimnis des Glaubens“, dass Gott sich selbst in seinem Sohn aus Liebe zum Sünder dem Tod durch Menschenhand ausgeliefert hat (Röm 5, 10 „als wir noch Feinde Gottes waren“), ist und bleibt ein Geheimnis, dass wir rational nie ganz verstehen können, weil wir die Liebe Gottes nicht begreifen („Ärgernis“ und „Torheit des Kreuzes“, 1.Kor.1,18 ff.), sondern nur im Glauben empfangen können. […]

Wer den juridischen [http://de.wikipedia.org/wiki/Juridisch] Rationalismus des Anselm von Canterbury mit der dürftigen Rationalität des Zeitgeistes angreift, aber dabei weit hinter dem Niveau eines Anselm („Fides quaerens intellectum“) zurück bleibt, folgt – mit B. Pascal gesprochen – bestenfalls dem Gott der Philosophen, aber nicht Gott, dem Vater Jesu Christi, leistet keinen Beitrag zum Verstehen dieses Geheimnisses des Glaubens, denn er eliminiert – viel mehr als Anselm es mit seiner juridischen Rationalität tut – das Geheimnis, er verfällt dem Reduktionismus des Zeitgeistes, der das Geheimnis auflöst und damit die Sache eliminiert und dies dann als Verstehen des Geheimnisses ausgibt.

Aber was ich rational eliminiere, ist weder erklärt noch erst recht nicht verstanden, sondern eben nur beseitigt. Und über das, was ich rational beseitigt habe, brauche ich mir dann auch keine Gedanken mehr zu machen. […]
Die „Torheit“ und das „Ärgernis“ des Kreuzes Christi (1.Kor 1,23) zu eliminieren, kann weder für den Zweifler noch für den Agnostiker eine hilfreiche, den Zugang zum Glauben erschließende Antwort sein. Sie ist zudem unredlich […]

Vergebung ohne Geständnis und Gericht und ohne Sühne ist billige Gnade (D. Bonhoeffer) […] „Der Richter als der Gerichtete!“. Gott ist Liebe (1.Joh.16), nicht ohne, sondern vor allem im stellvertretend erlittenen Gericht. Das Gericht macht die Folgen des Bösen sichtbar, das und den Christus in seinem stellvertretenden Tod und in seiner Auferweckung durch Gott besiegt hat (vgl.1 Joh 3,8; Röm 4,25; 1 Kor 15, 55ff.). […]

Die Leitung der Kirche sollte sich bewusst sein, dass es sich hier nicht um einen peripheren Glaubensinhalt handelt, sondern um ein Zentrum der Glaubenslehre, das ... fast alle anderen Glaubensaussagen berührt (Christologie, Gotteslehre, Trinitätslehre, Sündenlehre, Rechtfertigungs- und Versöhnungslehre, Abendmahlslehre). […]

Eine „protestantische Profilierung“ in dieser Glaubensfrage in eine liberale Richtung dürfte daher wohl doch nicht ernsthaft erwogen werden.
Einen Pluralismus nach dem Motto „Anything goes“, der auch zentralste Aussagen des christlichen Glaubens in Frage stellt, ja sachlich als „primitiven (Aber-)Glauben“ abtut, kann ich jedenfalls mit den Bekenntnisgrundlagen unserer Kirche nicht vereinbar halten.

Wenn die Kirche das hinnimmt oder gar akzeptiert, hat sie sich von ihren eigenen Grundlagen gelöst und sich damit als Kirche Jesu Christi selbst aufgehoben, im Sinne von aufgelöst."

Prof. Dr. theol. Ulrich Eibach (22.03.2009, Theologe, Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn, Rheinland: Streit um Rundfunkandachten eskaliert. Brief von Professor Eibach an den Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Nikolaus Schneider. www.idea.de)

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"Der Vorsitzende der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung im Rheinland, Pfarrer Eberhard Klein (Ratingen), sagte: „Die Sühnebedeutung des Todes Jesu infrage zu stellen, geht gegen die Grundaussage des Neuen Testamentes." Bereits im ältesten christlichen Bekenntnis in 1. Korinther 15,3 sei formuliert, „dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift". [Vgl. Jesaja 53,12]

Klein: „Wenn die Bibel die Grundlage des christlichen Glaubens ist, müssen wir daran festhalten, dass Jesus in seinem Kreuz sich für uns und unsere Sünden geopfert hat." Es handele sich dabei nicht um ein Menschenopfer, sondern um Gott selbst, der sich in Jesus Christus für die Menschen opfere."

idea / Pfarrer Eberhard Klein (18. Februar 2009, Vorsitzender Geistliche Gemeinde-Erneuerung im Rheinland, Pfarrer im WDR: „Gott hat nicht den Tod Jesu gewollt", ideaSpektrum Nr. 8/2009, S. 35)

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"Jesus muss Gott sein, weil nur Gott die Sünde aus der Welt schaffen kann, nicht aber ein noch so vorbildlicher Mensch. Anselm von Canterbury (1033-1109) ist dieser Frage, wie bereits der Titel seiner bekannten Schrift »Warum Gott Mensch wurde« (Cur Deus homo) zeigt, nachgegangen. Andererseits musste Jesus ganz Mensch werden, sich erniedrigen, ohne aufzuhören, Gott zu sein, um für fremde Schuld zu leiden und zu sterben. Gott kann nur seiner menschlichen Natur nach sterben, ist ansonsten aber unsterblich.

Kirchliche Praxis der letzten Jahrzehnte und neuere theologische Entwürfe legen nahe, dass die Gottheit Christi zugunsten der Menschheit Christi unterbetont ist. [...] Es geht darauf hinaus, nicht mehr an Jesus als den Christus zu glauben, sondern wie Jesus zu handeln. Jesus ist Vorbild, aber nicht mehr Glaubensgrund (Urbildchristologie).
Dem theologischen Liberalismus, der mit Friedrich Schleiermacher (1768-1834) begann, ist diese so genannte Urbildchristologie eigen.

Jesus hört damit auf, der Erlöser zu sein, wobei er dies für Vertreter einer Urbildchristologie auch nicht zu sein braucht, da diese, im Unterschied zur Heiligen Schrift und biblisch-reformatorischer Theologie, nicht mehr von dem unermesslichen Gewicht der Sünde ausgehen.

Theologie, die auf das »wahrer Gott« verzichtet, kann letztlich Erlösung nicht mehr vermitteln."

Walter Rominger
(Dezember 2006, Theologe, "Jesus Christus: ganz Gott und ganz Mensch", Albstadt bei Tübingen)

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"Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch. […]

In letzter Zeit erst hat die Begegnung mit dem Islam und seiner strikten Ablehnung der Dreieinigkeit Gottes wieder nach dem Grund und Sinn des Bekenntnisses fragen lassen, dass Gott „dreieinig“ bzw. „dreifaltig“ ist. Viele weichen hier aus und sprechen so allgemein wie nichts sagend von „Gott“, um weder Moslems noch liberale Christen zu verprellen.

Aber ist das noch ein christliches Bekenntnis, wenn die Gottheit Jesu und/ oder die göttliche Dreieinigkeit verschwiegen oder geleugnet wird?"

Pfarrer Peter Stücklen (Juni 2007, Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“, Informationsbrief Nr. 242, Seite 8)

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"Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott.
Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt."

1. Johannes 4, 2-3

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"Wir dürfen niemals vergessen, dass der große Feind, der kommt, der anti-Christ ist. Er ist nicht der anti-Nicht-Christus, er ist der anti-Christus.

Seit einigen Jahren wird das Wort „Jesus", vom Inhalt der Heiligen Schrift losgelöst, mehr und mehr zum Feind des geschichtlichen Jesus, des Jesus, der starb und auferstand, der wiederkommt und der der ewige Sohn Gottes ist. [...]
Diese sich beschleunigende Tendenz bringt mich zu der Frage, ob Jesus, als Er sagte, dass auf die Endzeit hin andere Christusse auftreten würden, nicht diese Entwicklung im Auge hatte."

Dr. theol. h.c, Dr. h.c., Dr. h.c. Francis A. Schaeffer (1970, Theologe, Preisgabe der Vernunft, Haus der Bibel /Genfer Bibelgesellschaft; Auflage: 7., Aufl. 1985, ISBN 978-2826067016)

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"Wir weichen weiter und weiter zentrale Aussagen der Bibel auf. Wir verlassen mehr und mehr die biblische Grundlage zugunsten einer allgemeinen beliebigen, multikulturellen und international akzeptierten Religiosität."

Pfarrer Eberhard Hoppe (15.03.08, Kirche öffnet Tür für „weichgespültes Evangelium“. Kritik an einer Stellungnahme des Leitenden Geistlichen Amts (LGA) der hessen-nassauischen Kirche zur Lehre vom Sühnetod Jesu Christi haben pietistische Gemeinschaftsverbände geübt. www.idea.de)

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"Man sollte sich angewöhnen, zwischen gläubig und religiös zu unterscheiden."

"Wer gläubig ist, glaubt an ... Jesu... in der Grippen und am Kreuz, an die Auferstehung und die Unbefleckte Empfängnis Mariens. Das ist ein echter Märchenwald.

Ein religiöser Mensch hält es mit Kant, Goethe, Schiller: Er hält fest an Gott, der Unsterblichkeit und der Glückseligkeit."

Prof. Dr. Erwin
Leibfried (04.06.2007, Institut für Neuere Deutsche Literatur, Justus-Liebig-Universität Giessen, DER SPIEGEL Nr.23/4.6.07, Seite 6)

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"Nicht der Anschluss an fundamentalistische Wahrheiten, sondern eine aufgeklärte religiöse Identität ist das Ziel."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (09. Juni 2004, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Religion und Politik in Deutschland und den USA - ein Vergleich, Atlantikbrücke in Berlin)

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"Christentum wie Islam sind Buchreligionen. […] In unseren beiden Religionen gibt es Gruppen, die sich einem reflektierten und wissenschaftlich fundierten Umgang mit den grundlegenden Schriften [vgl. Historisch- kritische Methode] entziehen und fundamentalistische Auslegungen vertreten. [...]

Keine Religion kann mehr davon ausgehen, dass sie für sich allein existiert und eine absolute Wahrheit nur für sich beanspruchen kann."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (16. März 2009, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, „Herausforderungen des interreligiösen Dialogs. Hermeneutische Fragestellungen.“ - Vorlesung in der Theologischen Fakultät in Ankara, www.ekd.de)

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"Die Religionen müssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit allein zu besitzen. Gott ist immer größer als unsere Wahrheitserkenntnis"

Dr. h.c. Nikolaus Schneider (2. Juni 2011, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, 2003-2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland EKiR, 33. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden: Dialogveranstaltung mit d. EKD-Ratsvorsitzendem Nikolaus Schneider u. Großmufti von Bosnien-Herzegowina Dr. Mustafa Efendi Cerić, EKD-Ratsvorsitzender: Absolutheitsanspruch von Religionen überholt, www.kirchentag.de)

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"Wenn eine Religion einen alleinigen Besitzanspruch auf die Wahrheit erhebt, dann kommt sie auch schnell in die Gefahr eines Fundamentalismus, der andere abwertet."

Bischöfin Dr. Margot Käßmann (8.10.2009, Oktober 2009 - Februar 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, The European: Das Interview der Woche. Landesbischöfin Margot Käßmann im Gespräch, www.theeuropean.de)

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"Wer Jesus über andere Religionen stellt, macht hier keinen Abschluss."

Prof. Dr. theol. Stefan Alkier (Sommersemester 2006, 2006 Dekan am Fachbereich Evangelische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Professur für Neues Testament und Geschichte der Alten Kirche, Proseminar: Theologie(n) der Auferweckung)

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"Keine Religion ist statisch, weder Islam noch Christentum.[...] Europa ist jüdisch-christlich geprägt. Aber nicht nur: Die heidnische Antike und der mittelalterliche Islam haben uns ebenfalls beeinflusst - denken Sie nur an Philosophie, Naturwissenschaften und Mathematik! [...]

Wir Christen glauben: Diese Welt ist Gottes Welt, und damit ist Europa auch Gottes Kontinent. Hier haben alle seine Kinder Platz. Und Muslime sind Gottes Kinder."

Präses
Dr. h.c. Nikolaus Schneider (27. März 2010, 2010 - 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Ein beängstigendes Islambild, Interview: Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider über fremde Facetten des Islam, deutsche Skepsis und unchristliche Radikale, DIE WELT, www.welt.de)

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"Christen und Moslems [...] Die Anhänger beider Religionen glauben an einen einzigen und barmherzigen Gott, der am Jüngsten Tag die Menschheit richten wird."

Dr. Joseph Ratzinger (19.03.2009,
2005-2013 Papst Benedikt XVI., Papst an Moslems: „Glaube und Vernunft stützen sich gegenseitig”, www.radio-vatikan.de)

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"Die Artikel von Christo sind: nämlich dass Christus der Sohn Gottes sei, für unsere Sünden gestorben, wieder auferweckt, damit wir leben, dass wir durch den Glauben an ihn gerecht und durch die Vergebung der Sünden selig sind ...

Mahomet leugnet, dass Christus der Sohn Gottes sei, er leugnet, dass er auferstanden sei, um uns zum Leben zu bringen, er leugnet, dass durch den Glauben an ihn die Sünden vergeben und wir gerechtfertigt werden,
er leugnet, dass er kommen werde als Richter über die Lebendigen und Toten, wiewohl er eine Auferstehung der Toten und einen Tag des Gerichts glaubt, er leugnet den Heiligen Geist, er leugnet dessen Gaben."

Dr. Martin Luther (1530, Reformator, Vorrede: Von der Religion und den Sitten der Türken. Walch 2, Bd 14)

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Dr. Martin Luther, 1483 - 1546, Reformator

 


"Für Martin Luther war der biblisch fundierte Glaube an Jesus Christus die alles bestimmende, klare und verbindliche Mitte. Gerade das ist innerhalb der Volkskirche zum Riesenproblem geworden. Nicht einige Details am Rande, sondern das Zentrum ist ins Wanken geraten. …

Sie vertritt nur noch Teilwahrheiten, Teilerkenntnisse und Teilüberzeugungen, die heute gelten und morgen wieder verworfen werden können. Aber der Anspruch auf die eine, verbindliche .. Wahrheit ist längst aufgegeben. Natürlich werden angehende Pastoren offiziell noch auf Bibel und Bekenntnisschriften verpflichtet. Aber im tatsächlichen Leben der Kirche haben Bibel und Bekenntnis längst ihre normierende Kraft verloren. [...]

In den letzten Jahren zeigte sich immer deutlicher, dass dieselbe Volkskirche, die mit dem Anspruch der Toleranz auftritt, sich ausgesprochen intolerant zeigte, wann immer und wo immer Menschen für die absolute Gültigkeit und Wahrheit der Bibel eintraten. [...]

Wer immer dieses volkskirchliche Tabu brach und den Anspruch der Bibel, Gottes zuverlässiges und verbindliches Wort zu sein, öffentlich zur Sprache brachte, musste - und muss - mit scharfem Gegenwind rechnen."

Pfarrer Rudolf Möckel (1996, Volkskirche am Abgrund?)

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"Der schottische Philosoph und Historiker David Hume (1711-1776) ging trotz seiner skeptischen Ansichten ab und zu in den Gottesdienst zu einem rechtgläubigen Geistlichen namens John Braun.

Auf die Frage, wie er das mit seinen Anschauungen vereinbaren könne, antwortete Hume: "Ich glaube nicht alles, was er sagt, aber er glaubt es. Und dann und wann höre ich gern einem Mann zu, der glaubt, was er sagt."

(Das große Buch des christlichen Humors, Annegret Kokschal, St. Benno; Auflage: Mai 2006)

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"Der Sühnetod Christi war von Anfang an ein Ärgernis (1. Korinther 1,23). Wir gewinnen überhaupt nichts, wenn wir versuchen, diese 380 Volt Starkstrom-Botschaft auf 12 Volt herunter zu transformieren. Das kitzelt dann nur noch ein bisschen, ist aber kraftlos. Eine Gemeinde, die den Sühnetod nicht verkündigt, dreht sich selbst das Licht weg. …

Ein postmoderner Kuschelgott, von dem man allen Anstoß entfernt hat, ist aber nicht mehr der Gott der Bibel. … Gott ist nicht unser Hampelmann! …

Wir können doch nicht Gottes Lehrmeister sein! Letztlich weiß kein Mensch, warum gerade dieser Weg nötig ist – aber Gott hat ihn gewählt. … Wer den Sühnetod Christi bestreitet, entwertet das Alte Testament und dessen Opferverständnis … Dann müssten wir die ganze Bibel umschreiben!"

Pfarrer Alexander Garth (30.03.09, Berliner Stadtmission, Wer den Sühnetod nicht verkündigt, dreht sich selbst das Licht weg, www.idea.de)

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"Herr Pfarrer, Sie reden immer von Jesus. Das ist doch fanatisch. Es ist doch ganz egal, was man für eine Religion hat. Hauptsache, man hat Ehrfurcht vor dem Höheren, dem Unsichtbaren.« Das ist doch einleuchtend, nicht?“ „Und es wäre fanatisch, den präzisieren zu wollen." "Ich sehe die alte Dame noch vor mir, die mir erklärte: »0, Herr Pfarrer, Sie immer mit Ihrem Jesus-Gerede! Hat nicht Jesus selber gesagt: "ln meines Vaters Haus sind viele Wohnungen"? Da haben alle Platzt«

Meine Freunde, das ist ein ganz großer Schwindel!" "Es kommt nicht darauf an, dass ich überhaupt einen Glauben habe, dass ich irgendeinen Glauben habe. Jeder hat einen. Neulich sagte mir einer: »Ich glaube, dass zwei Pfund Rindfleisch eine gute Suppe geben.« Das ist ja auch ein Glaube - wenn auch ein dünner, Sie verstehen! Es kommt nicht darauf an, dass Sie irgendeinen Glauben haben, sondern es kommt darauf an, dass Sie den richtigen Glauben haben, einen Glauben, mit dem man leben kann, auch wenn's sehr dunkel wird, der Halt gibt auch in großen Versuchungen, einen Glauben, auf den man sterben kann. Das Sterben ist eine große Probe auf die Richtigkeit unseres Glaubens!

Es gibt nur einen richtigen Glauben, mit dem man richtig leben und richtig sterben kann: Das ist der Glaube an den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes. Jesus hat selber gesagt: »In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.« Aber es gibt nur eine Tür zu den Wohnungen Gottes: »Ich bin die Tür! Wer durch mich eingeht, wird selig werden.« Jesus ist die Tür! Ich weiß: Das wollen die Leute nicht hören. Über Gott kann man stundenlang diskutieren. Der eine stellt sich Gott so vor und der andere anders.“ „Gott ist ein verborgener Gott! Und ohne Jesus wissen wir gar nichts von Gott!« Die Menschen können sich zwar einen Gott zurechtmachen, den »lieben Herrgott« zum Beispiel, der einen ehrlichen Deutschen nicht im Stiche lässt, wenn er jeden Tag nur fünf Glas Bier trinkt. Aber das ist doch nicht Gott!“

„Gott ist ein verborgener Gott. Das hat ein Mann, Jesaja hieß er, verstanden und aus Herzensgrund geschrieen: »Herr, wir können nicht zu dir kommen. Ach, dass du die Nebelwand zerrissest und kämest zu uns!« Und denken Sie: Gott hat diesen Schrei gehört! Er hat die Nebelwand zerrissen und ist zu uns gekommen - in Jesus.“ „Ohne Jesus wüsste ich nichts von Gott. Er ist die einzige Stelle, wo ich Gewissheit über Gott bekommen kann! Wie kann man nur sagen: »Ich kann ohne Jesus auskommen«!“ „Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem Journalisten, der mich interviewte und fragte: »Warum halten Sie eigentlich solche Vorträge?« Darauf habe ich ihm geantwortet: »Die halte ich, weil ich Angst habe, dass die Leute in die Hölle kommen.« Da lächelte er und erwiderte: »Gibt's doch gar nicht!« Und da habe ich gesagt: »Warten Sie's doch ab! In hundert Jahren wissen Sie es, ob Sie recht haben oder Gottes Wort.“ „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde." "Und darum hat er seinen Sohn gegeben - zur Rettung, zur Versöhnung.

Gehen Sie mit mir nach Jerusalem. Da ist ein Hügel vor der Stadt.“ „Sehen Sie ihn an, den Mann mit der Dornenkrone, den Sohn des lebendigen Gottes!" « Warum hängt er da? Dieses Kreuz ist der Altar Gottes. Und Jesus ist das Lamm Gottes, welches der Welt Sünde trägt, das versöhnt mit Gott. Sehen Sie: Solange Sie Jesus nicht gefunden haben, stehen Sie unter Gottes Zorn, auch wenn Sie's nicht merken, auch wenn Sie's leugnen. Und nur wer zu Jesus gekommen ist, steht unter dem Frieden Gottes: »Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten.«“ „Ohne Jesus habe ich keinen Frieden im Herzen, da kann ich tun, was ich will. Ohne Jesus kann ich nicht sterben ohne tödliche Angst. Und nun ruhen Sie nicht, bis Sie diesen Frieden Gottes haben, bis Sie gerettet sind!"

"Seit die Menschen sich planmäßig von Gott abgesetzt haben, können sie auch ganz gemütlich und harmlos von Ihm reden." "Erst wenn ein moderner Mensch in die Nähe Gottes kommt, dann merkt er: «Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.»" "Kein Mensch hält es ungeschützt aus bei dem lebendigen Gott, dem verzehrenden Feuer. Darum kann man schon verstehen, dass die Menschen sich von Ihm absetzen. Aber das ist Wahnsinn. Gott trifft uns ja doch eines Tages. Die Bibel zeigt den besseren Weg: Versöhnung mit Gott. Also: Wer Gott wirklich will, der braucht Versöhnung!

Das hebräische Wort, das in unserem Text steht, heißt «kafar». Das bedeutet zunächst «bedecken», dann «vergeben», und schließlich hat es die Bedeutung «versöhnen». Daraus wird uns klar, warum eine Versöhnung nötig ist: um unserer Schuld vor Gott willen. Betrügt doch eure Seelen nicht, dass ihr euch einredet, ihr hättet vor Gott keine Schuld. Diese Schuld muss «bedeckt» werden, wir müssen «Vergebung» der Sünden haben. Und so geschieht die «Versöhnung» mit Gott." "«Jesus ist unser großer Hohepriester, der uns durch Sein Blut mit Gott versöhnt. Darum wollen wir zu Ihm gehen und Frieden mit Gott finden.»

Es gibt keinen anderen, keinen schwierigeren und keinen bequemeren Weg, als dass man wirklich ernst macht mit Jesus und sich Ihm ausliefert."

Pfarrer Wilhelm Busch (1929 bis 1962 protestantischer Jugendpfarrer - Essen, Jesus unser Schicksal, Aussaat: Aufl. 2005, ISBN 978-3761553558, http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)

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"»Warum sagen Sie NEIN zur historisch-kritischen Theologie?« Diese Frage wurde mir gestellt und ich möchte vorab auf sie antworten: Mein NEIN zur historisch-kritischen Theologie entspringt dem JA zu meinem wunderbaren Herrn und Heiland Jesus Christus und zu der herrlichen Erlösung, die Er auf Golgatha auch für mich vollbracht hat."

Prof. Dr. Eta Linnemann (1994, Theologin, Original oder Fälschung. Historisch-kritische Theologie im Licht der Bibel, ISBN 978-3893977543)

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"Meine ganze Theologie ist auf vier Worte zusammengeschrumpft: Jesus starb für mich!"
 
Charles H. Spurgeon (1834 - 1892, englischer Baptistenpastor)

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Charles H. Spurgeon, 1834-1892

 


12 "Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor.
13 So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen.
14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir."

HEBRÄER / 13. Kapitel, 12-14

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6 "Darum steht in der Schrift: «Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.»
7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die Ungläubigen aber ist «der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist,
8 ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses»; sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben."

1. Petrus 2, 6-8

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"Über lange Zeit haben wir es weithin akzeptiert, dass Glaubensfragen aus der Öffentlichkeit verdrängt wurden. Wir haben die öffentliche Unentbehrlichkeit unserer Kirche lieber mit anderen Themen unter Beweis gestellt als mit dem Bekenntnis zu Christus und dem unverschämten Zutrauen zum Heiligen Geist. Wir haben dem Salz seine Kraft genommen.

Nun wird wieder neu gefragt: Warum wurde Jesus gekreuzigt?

Was ist der Heilige Geist? Warum bekennen wir Christen uns zu einem dreieinigen Gott? Jetzt müssen wir wieder zu dem Besonderen unseres Glaubens stehen. Jetzt geht es wieder um das Salz der Erde."

Bischof Dr. Wolfgang Huber (28. Mai 2007, 2003 - 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Predigt zum Bayerischen Kirchentag auf dem Hesselberg)

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"Der Gedanke, dass Gott sich die Vergebung der Schuld, die Heilung der Menschen von innen her, den Tod seines Sohnes hat kosten lassen, ist uns heute sehr fremd geworden: Dass der Herr „unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen" hat, dass er „durchbohrt wurde wegen unserer Missetaten, wegen unserer Sünden zermalmt", dass wir „durch seine Wunden geheilt wurden" (Jes 53,4-6), will uns heute nicht mehr einleuchten. [...]

Dem Verstehen des großen Geheimnisses der Sühne steht dann aber auch unser individualistisches Menschenbild im Wege: Wir können Stellvertretung nicht mehr begreifen, weil für uns jeder Mensch in sich allein eingehaust ist; die tiefe Verflochtenheit aller unserer Existenzen und ihrer aller Umgriffensein von der Existenz des Einen, des menschgewordenen Sohnes, vermögen wir nicht mehr zu sehen.

Wenn wir von der Kreuzigung Christi sprechen werden, werden wir diese Fragen aufgreifen müssen. Einstweilen mag ein Gedanke von Kardinal John Henry Newman genügen, der einmal gesagt hat, dass Gott zwar die ganze Welt mit einem Wort aus dem Nichts erschaffen konnte, aber die Schuld und das Leiden der Menschen, die konnte er nur überwinden, indem er sich selbst ins Spiel brachte, in seinem Sohn selbst ein Leidender wurde, der diese Last getragen und durch seine Hingabe überwunden hat."

Dr. Joseph Ratzinger (16. April 2007, 2005-2013 Papst Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder, ISBN 9783451298615, S.194)

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"Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet."

Kolosser 2, 14

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"Petrus aber folgte ihm nach von ferne ..., auf dass er sähe, wo es hinaus wollte. Matthäus 26, 58

Sieh da! Ein Zuschauer bei der Passion Jesu! Jesus wird in der Nacht aus dem dunklen Garten Getsemani gebunden weggeführt. Und nun ist es auf einmal wie im Theater: Auf der Bühne löst eine wilde Szene die andere ab. Und Petrus hat sich als Zuschauer ins Parkett gesetzt. Es haben sich seitdem viele Zuschauer neben ihm eingefunden, die mehr oder weniger beteiligt den Vorgängen folgen wollen.

Was erlebt nun Petrus? Es heißt wörtlich: „Er wollte das Ende der Geschichte sehen." Nun, das Ende sah er nicht. Denn mit der Gefangennahme Jesu begann eine Sache, die bis heute nicht zu Ende ist. Jesus wurde gekreuzigt, begraben und auferweckt. Er nahm den Thron beim Vater ein. Und seitdem zieht der Vater durch den Heiligen Geist verlorene Sünder zu seinem Sohne. Die Geschichte geht weiter in alle Ewigkeit, bis die neue Welt anbricht, in der die ewig Geretteten das „Lamm Gottes" preisen.

Petrus sah nicht nur nicht „das Ende", das er sehen wollte. Es geschah mehr: Er wurde auf einmal hineingezogen in das Geschehen. Er wurde von den Kriegsknechten angegriffen. Er verleugnete seinen Heiland und entdeckte sich selbst als ganz und gar Verlorenen. Und als nachher der auferstandene Herr ihm das Kreuz als die Versöhnung für Sünder zeigte, da glaubte er und wurde ein Zeuge des Gekreuzigten. Nein! Er blieb nicht lange Zuschauer. Er wurde Mitbeteiligter. Ja, er starb sogar selbst später an einem Kreuz.

Jesu Passion duldet keine Zuschauer. Wenn wir nicht wie Petrus hineingezogen werden, dann werden wir verstockt. In jedem Falle geschieht etwas an uns und in uns. [...]

Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Matthäus 26, 65
Warum entsetzt sich heute kein Mensch über Jesus? Warum zerreißt niemand heute sein Gewand? Vielleicht haben wir noch gar nicht richtig begriffen, was dieser Jesus bedeutet!
Es war bei dem Prozess Jesu in der Nacht vor dem Karfreitag: Die Sache ging nicht vorwärts. Da sprang der Hohepriester auf und fragte: „Ich beschwöre dich, dass du uns sagst, ob du der Sohn Gottes bist."
„Ich bin's", sagte Jesus. „Und bald werde ich zur Rechten Gottes sitzen, und einst werde ich in Herrlichkeit wiederkommen."
Da zerriss der Hohepriester sein Kleid und schrie: „Gotteslästerung! Todesurteil!"

Der Mann hat verstanden, dass Jesus etwas Ungeheures aussagte über sich selbst. Er begriff: „Wenn dieser Jesus die Wahrheit sagt, dann kann meine Vernunft einpacken." Oder ist es nicht gegen alle Vernunft, dass Gott in diesem armen Gefesselten zu uns kam?!
Er sagt sich: „Wenn dieser Jesus recht hat, dann sind der Kaiser in Rom und wir und alle Mächtigen auf Erden nur auf Zeit geduldet. Dann gehört alle Macht diesem gefesselten Mann."

Der Hohepriester weiß: Diesem Jesus gegenüber gibt es nur zwei Möglichkeiten: Man bringt ihn um - oder man glaubt an ihn, fällt nieder und betet ihn an.
Vor dieser Entscheidung stand nicht nur der Hoherat in Jerusalem. In dieser Entscheidung stehen wir jetzt. Wir müssen Jesus in unsern Herzen neu umbringen. Oder wir müssen ihm zufallen und uns ihm zu eigen geben.

Pfarrer Wilhelm Busch (1929 bis 1962 protestantischer Jugendpfarrer - Essen, "365 x ER. Tägliche Andachten", Aussaat; 14. Auflage 2006, ISBN-13: 978-3761541586,
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch_(Pfarrer)

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"Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst."

Albert Frey (1994, Liedermacher, Wo ich auch stehe - Text und Melodie: Albert Frey 1994,
Feiert Jesus 7 - 2001)

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"Und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit."

Römer 3, 24

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"Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt."

Johannes 14, 29

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"Er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt."

2. KORINTHER / 5. Kapitel, 21

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"Gott beweist seine Liebe gegen uns dadurch,
dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren.
Um so viel mehr nun werden wir,
da wir jetzt durch sein Blut gerechtgesprochen worden sind,
durch ihn vor dem Zorn gerettet werden.
Denn wenn wir mit Gott,
als wir seine Feinde waren,
versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes,
so werden wir um so viel mehr,
da wir nun versöhnt sind,
gerettet werden durch sein Leben."

Römer
5, 8-10

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"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit die, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben."

Johannes 3, 16

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"So wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele."

Jesus Christus (Matthäus 20, 28)

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"Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden."

Jesus Christus (Matthäus 26, 26-28)

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"Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde."

Johannes 15, 13

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"Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns gelassen hat"

1. Johannes 3, 16

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"Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden."

1. Johannes 4, 10

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"Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi."

Hebräer 10, 10

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"4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. 6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn."

JESAJA / 53. Kapitel, 4-6

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"Daher musste er [Jesus Christus] in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hohepriester vor Gott, zu sühnen die Sünden des Volkes. Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden."

Hebräer 2, 17+18

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"Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr's festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gläubig geworden wärt. Denn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe:

dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.

Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden."

1. Korinther 15, 1-8

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17 "Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen - nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft.

19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): «Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.» 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.

22 Denn die Juden fordern Zeichen, und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.

26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme.

30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): «Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!»"

1. KORINTHER / 1. Kapitel, 17-31

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11 "Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. 12 Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.

13 Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren. 14 Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts dagegen zu sagen. 15 Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Hohen Rat und verhandelten miteinander und sprachen:

16 Was wollen wir mit diesen Menschen tun?
Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen bekannt, die in Jerusalem wohnen, und wir können's nicht leugnen. 17 Aber damit es nicht weiter einreiße unter dem Volk, wollen wir ihnen drohen, dass sie hinfort zu keinem Menschen in diesem Namen reden."

 Apostelgeschichte 4, 11 - 17

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"Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. Darum habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden."

JOHANNES / 8. Kapitel, 23-24

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"Ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid von eurem nichtigen Wandel, der euch von den Vätern her überliefert war, sondern mit dem kostbaren Blute Christi als eines untadeligen und unbefleckten Lammes, welcher vor Grundlegung der Welt zum voraus ersehen war, am Ende der Zeiten aber geoffenbart wurde um euretwillen, die ihr durch ihn an Gott glaubt, der ihn von den Toten auferweckt hat."

1. Petrus 1, 18-21

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"Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? 32 Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

33 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. 34 Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt. 35 Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36 wie geschrieben steht (Psalm 44,23): «Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.»

37 Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn."

RÖMER / 8. Kapitel, 31-39

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"Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden."

Hebräer 10, 14

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"Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus, 4 der sich selbst für unsre Sünden dahingegeben hat, dass er uns errette von dieser gegenwärtigen, bösen Welt nach dem Willen Gottes, unseres Vaters; 5 dem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

6 Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium, 7 obwohl es doch kein andres gibt; nur dass einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. 8 Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht."

GALATER / 1. Kapitel, 3-8

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"In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden"

EPHESER / 1. Kapitel, 7

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"Und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.

21 Auch euch, die ihr einst fremd und feindlich gesinnt wart in bösen Werken, 22 hat er nun versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle; 23 wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel."

Kolosser 1, 20-23

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"Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, 20 den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes, 21 und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, 22 so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. 23 lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat."

HEBRÄER / 10. Kapitel, 19-23

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"Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden!

Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen."

OFFENBARUNG / 1. Kapitel, 4-6

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"Du [Jesus Christus] bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen 10 und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.
11 Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron und um die Gestalten und um die Ältesten her, und ihre Zahl war vieltausendmal tausend; 12 die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob."

OFFENBARUNG / 5. Kapitel, 9-12

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"Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm [Jesus Christus], angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, 10 und riefen mit großer Stimme:

Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!

11 Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier Gestalten und fielen nieder vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an 12 und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 13 Und einer der Ältesten fing an und sprach zu mir:
Wer sind diese, die mit den weißen Kleidern angetan sind, und woher sind sie gekommen? 14 Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir:

Diese sind's, die gekommen sind aus der großen Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.

15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen. 16 Sie werden nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf ihnen lasten die Sonne oder irgendeine Hitze; 17 denn das Lamm mitten auf dem Thron wird sie weiden und leiten zu den Quellen des lebendigen Wassers, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen."

OFFENBARUNG / 7. Kapitel, 9-17

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"Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott.

Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod."

OFFENBARUNG / 12. Kapitel, 10+11

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  Agnus Dei (lat. Lamm Gottes, Gebet, 7. Jh.) [Gospelchor Lingenfeld, Live-CD Gospel Colours]

  Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
  Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, dona nobis pacem.

  Christe, Du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser.
  Christe, Du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, gib uns deinen Frieden, Amen.


 

Dann war da noch..  Schlusslichter

 

"Der Wanderzirkus macht im Dorf Station. Ein Artist geht abends zur Beichte. Der Pfarrer fragt ihn danach, was er denn für ein Artist sei. Dieser macht ihm einige Kunststücke vor: Salto, Kopfstand ohne Hände, Rolle. Dann läuft er auf den Händen zum Beichtstuhl zurück. Der Pfarrer gibt ihm beeindruckt den Segen.
Aus der hinteren Ecke kommt die schon etwas ältere nicht ganz dünne Rosi aufgeregt zum Pfarrer: "Gell, Herr Pfarrer, aber mir geben Sie bitte nicht so eine schwere Buße auf!"

(Das große Buch des christlichen Humors, Annegret Kokschal, St. Benno; Auflage: Mai 2006)

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