Diskussion: US-Evangelikale


Beiträge zum Thema christlicher Fundamentalismus

 

 

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Hinweis in eigener Sache: Die vielstimmigen Diskussionsbeiträge und Zitate dieser Website geben nicht notwendig unsere eigene Meinung wieder.

Die nachstehende "Textlandschaft" aus Textfragmenten und Zitaten stellt den Versuch dar, zumindest exemplarisch Teilbereiche der aktuellen Fundamentalismusdebatte abzubilden. Wobei der Einstieg gelegentlich "bibelkritisch" aufgebaut ist und im Wechsel mit "bibeltreuen" Textfragmenten (manchmal erst im unteren Abschnitt) eine Art "Debatte" abbildet.
Fundamentalismusdebatte.de ist keine "bibeltreue" Webseite, sondern stellt "bibelkritische" und "bibeltreue" Inhalte unkommentiert nebeneinander. Ein bibeltreues Projekt findest Du in der Bibel. ツ

Ein weites Feld für Missverständnisse in der Fundi-Debatte kann übrigens darin bestehen, dass unter dem Wort "Gott" ganz Unterschiedliches verstanden wird. Das reicht von "Gott als (gemeinsame) Idee" (eine Idee kann sich auf Menschen bzw. eine Gemeinschaft auswirken, aber z.B. keine Naturgesetze durchbrechen oder selbst etwas sagen bzw. tun) bis zu "Gott als Person" (wenn Gott Gott ist, dann ist Ihm nichts unmöglich) und allem dazwischen.
Dieser Unterschied, von welchem Ausgangspunkt in der Fundi-Debatte argumentiert wird und was der Autor jeweils unter dem Wort "Gott" versteht, kann in der Kürze der Beiträge nicht dargestellt werden.

Über uns: Wir selbst glauben an einen persönlichen Gott, der sich in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist geoffenbart hat und das noch immer tut. Wir respektieren Menschen, die das anders sehen oder etwas anderes glauben.

 

         

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Skillet ist die derzeit erfolgreichste US-amerikanische christliche Rockband. Das Album
AWAKE wurde 2012 mit Platin ausgezeichnet (über eine Million verkaufte Alben).

 


"Der Begriff "Fundamentalismus" tauchte zum ersten Male im Jahre 1920 in den USA auf. Ernest Sandeen hat aber mit Recht darauf verwiesen, dass der amerikanische Fundamentalismus schon vorher und auch nachher ein entscheidender Teil des amerikanischen Christentums darstellte.
Trotzdem kann man seinen Höhepunkt auf die Jahre 1918-1925 datieren. In diesen Jahren gab es einen überall geführten Kampf gegen den aufkommenden Liberalismus in Kirche und Gesellschaft.

Die Wurzeln der fundamentalistische Bewegung reichen bis ins 18. und 19. Jahrhundert zurück. Sie lagen sowohl in der millenniaristischen, wie auch in der Erweckungs- und Heiligungsbewegung. Diese Traditionsstränge verbanden sich kurzzeitig mit der calvinistischen Theologie des theologischen Seminars in Princeton.

Inhaltlich ging es dem Fundamentalismus zunächst um die Abwehr des Liberalismus in Theologie und Gesellschaft. Dieses Feindbild wurde bis in unsere Tage festgehalten, daran orientierten sich die Koalitionen.
Die einende Grundlage war dabei der Glaube an die Irrtumslosigkeit und die Verbalinspiration der ganzen Bibel, auch in naturkundlichen und geschichtlichen Einzelheiten.

Die wörtliche Auslegung der Bibel unterstützte die Bewegung des Prämillenniarismus mit einer Betonung der nahenden Endzeit und Wiederkunft Jesu vor dem Millennium. Der gesellschaftliche Liberalismus, der sich insbesondere durch seine ethischen und pädagogischen Auswirkungen zeigte, führte zu einem vehementen Kampf um den Einfluss auf die gesamte amerikanische Gesellschaft.

Um dem Liberalismus eine starke Opposition entgegensetzen zu Können, verbanden sich die verschiedenen fundamentalistischen Gruppen ab 1918 zu großen Vereinigungen (World Christian Fundamental Association, Baptist Bible Union), die wirksam gegen den Modernismus vorgingen. Sowohl auf literarischem als auch auf gemeindlicher Ebene wollte man dem Säkularismus eine effektive Front gegenüberstellen.
Schwerpunktmäßig setzten sich die Fundamentalisten dabei in den Baptistenkirchen, bei den Presbyterianern und den Missouri-Lutheranern durch.

Erst der Scopes-Prozeß [http://de.wikipedia.org/wiki/Scopes-Prozess] brachte eine Wende in der Öffentlichkeitsarbeit der Fundamentalisten, die sich nun in die Separation zurückzogen. Besonders in den presbyterianischen und baptistischen Kirchen ist es in der Folgezeit zu Abspaltungen und eigenständigen fundamentalistischen Kirchen gekommen.

Man darf zudem nicht übersehen, dass die Hauptlast der Evangelisation in Amerika von den fundamentalistischen Kirchen getragen wurde. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Ortsgemeinden mit fundamentalistischem Bibelverständnis stark wuchsen und erst allmählich durch Spaltungen an Mitgliedern und Einfluss verloren.
Auch in der Propagandatätigkeit waren die Fundamentalisten spätestens nach den 30er Jahren den Liberalen einen Schritt voraus, denn die modernen Medien wurden von ihnen intensiv für ihre Zwecke genutzt (Füller, Mclntire, Maier).

Dabei war die fundamentalistische Bewegung der USA von Anfang an nicht einheitlich. Theologisch gebildete Presbyterianer (Warfield, Machen) standen missionarischen Predigern ohne theologische Ausbildung gegenüber.
Unterschiede in der Vorgehensweise wurden zunächst durch die gemeinsame Frontstellung gegenüber der liberalen Theologie verdeckt, rissen aber in den 30er Jahren wieder auf und führten zu einer totalen Zersplitterung des Fundamentalismus.

Die Diskussion um den Separatismus seit den 50er Jahren förderte zudem die Auflösung der gesamten Bewegung, die erst in den 80er Jahren auf ihrer moderaten und politischen Seite zu einem neuen Aufbruch fand. Carl Mclntire und Bob Jones stehen für den kämpferischen Separatismus, Jerry Fallwell vertritt einen moderaten Fundamentalismus.

Die Gruppe der Evangelikalen wandte sich in den 50er Jahren zunächst gegen die Enge der Separatisten, hat sich in den 60er und 70er Jahren jedoch teilweise auch von fundamentalistischen Inhalten gelöst (z.B. Fuller-Seminary).

Die dogmatischen Eckpunkte des amerikanischen Fundamentalismus liegen klar zu Tage: Irrtumslosigkeit der Bibel, Kampf gegen den Evolutionismus in Wissenschaft und Schule sowie das Eintreten für den Prämillenniarismus angesichts des endzeitlichen Verfalls der Gesellschaft.
Der Fundamentalismus in den USA ist somit in erster Linie nicht durch soziologische Kategorien zu beschreiben, sondern bestimmte seine Ausprägungen durch hermeneutische Grundsatzentscheidungen."

Dr. Stephan Holthaus (1993, Prorektor der Freien Theologischen Hochschule FTH Gießen, Fundamentalismus in Deutschland: Der Kampf um die Bibel im Protestantismus des 19. und 20. Jahrhunderts. Biblia et symbiotica 1, Verlag für Kultur und Wissenschaft, Bonn, 2. korr. Aufl. 2003, S. 131-132)

Diskussion

 

29. November 2010, George W. Bush u. Dr. Rick Warren, Saddleback (rechts), daylife.com

 


"In den USA gehören die Evangelikalen öffentlich und politisch zu den mächtigsten, ja, wahlentscheidenden Gruppen. Ihr größter Erfolg war die zweimalige Wahl von George W. Bush zum Präsidenten (2000-2008). Er war einer von ihnen, konnte überzeugend seine eigene „Wiedergeburt“ vom Trinker zum Christen darlegen („Good by Jack Daniels, welcome Jesus“).

Der Terminus ‚evangelikal‘ hat eine lange Geschichte und einen Bedeutungswandel hinter sich. Nachdem er zuerst einfach die Bezeichnung der Evangelischen im England des 16. Jahrhunderts war, charakterisiert er mittlerweile die weltweit gesehen wachstumskräftigste christliche Denomination unserer Tage."

Dr. Michael Hausin (September 2010, Politikwissenschaftler, Staat, Verfassung und Politik aus der Sicht der Evangelikalen Bewegung innerhalb des deutschen Protestantismus, Dissertation 1999, Grin Verlag: September 2010 (Überarbeitung), ISBN-13: 978-3640709601)

Diskussion


"In den USA wird am Ende der Ära Bush ein Viertel der Bevölkerung den Evangelikalen zugerechnet, das wären mehr als 70 Millionen ultrakonservative Protestanten, die auf einer wörtlichen Auslegung der Bibel bestehen.
Selbst der neue Präsident Barack Obama kommt offenbar nicht an ihnen vorbei: Bei seiner Amtseinsetzung am 20. Januar wird der evangelikale Pastor Rick Warren - ein erbitterter Gegner von Homoehe und Abtreibung - um Gottes Beistand bitten."

taz (10.01.2009, Um Gottes willen! www.taz.de)

Diskussion


"Rick Warren … gilt als einer der mächtigsten Theologen der Welt. Sein Buch "Leben mit Vision: Wozu um alles in der Welt lebe ich?", das eine sinnvolle christliche Lebensführung lehrt, ist mit einer Auflage von mehr als dreißig Millionen [Weltauflage 52 Millionen, Stand Januar 2010] eines der weltweit erfolgreichsten Sachbücher. […]

Mit rund 20 000 Gottesdienstbesuchern an jedem Wochenende ist Saddleback die viertgrößte Kirche in den Vereinigten Staaten. Und damit eines der mächtigsten evangelikalen Zentren des Landes."

Berliner Zeitung (17. Januar 2009, Ein Segen für Obama, www.berlinonline.de)

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Dr. Rick Warren, Saddleback Church in Lake Forest, Kalifornien

 


"Time ["TIME" ist auf dem US-Markt, unter den Nachrichtenmagazinen, Marktführer] nennt Warren den "zweifellos einflussreichsten Kirchenmann Amerikas."

DIE ZEIT (23.1.2009, Ein provokanter Prediger für Obama, www.zeit.de)

Diskussion


"Als Barack Obama im Dezember den prominenten Evangelikalen Rick Warren bat, bei seiner Amtseinführung vor dem Kapitol die "Invocation" zu sprechen, ein Bittgebet, sorgte das umgehend für Ärger. Befürworter der Homo-Ehe und Frauenrechtlerinnen fühlten sich brüskiert. […]

Warum also gibt der künftige Präsident nun einem wie Warren eine prominente Rolle beim Amtswechsel im Weißen Haus?

Eine Antwort liegt in der vielschichtigen Persönlichkeit des Rick Warren. Denn der zählt nicht nur zu den einflussreichsten Pastoren in den USA. Die Saddleback Church, die Warren 1980 im kalifornischen Lake Forest gegründet hat, ist eine der größten "Megakirchen" des Landes. Rund 25 000 Menschen kommen jeden Sonntag zum Gottesdienst. Bekannt ist Warren indes vor allem als Autor des Bestsellers "The Purpose-Driven Life", eines religiösen Ratgebers, von dem 30 Millionen Exemplare verkauft wurden.

Dass er ein so breites Publikum erreicht, liegt auch daran, dass er nichts von der Kampfrhetorik und dem Sektierertum der christlichen Rechten hält. Mit der mag Warren viele Überzeugungen teilen. Doch wo andere eifern, predigt der 54-jährige Baptist Respekt auch für andere Meinungen.

Den Demokraten Obama hatte er schon 2006 in seine Kirche eingeladen […] Der Kolumnist Nicholas Kristof nannte Warren einen "Evangelikalen, den auch Linke lieben können". […] Den künftigen Präsidenten … nennt Warren einen "Freund und Patrioten". Mit ihrer öffentlich zelebrierten Freundschaft wollen beide ein Signal gegen altes Lagerdenken setzen."

Frankfurter Rundschau (20.01.2009, Ein evangelikaler Pastor, den auch Linke lieben können, www.fr-online.de)

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"Billy Graham betet nicht […]

Seit 1965 hat Billy Graham für jeden US-Präsidenten gebetet - 2001 sprang sein Sohn Franklin ein. Nun fehlt der Pastor, der für das "Amerika von gestern" steht, während Obama den modernen Glauben verkörpert. […]
Jesus sei auch für Muslime gestorben. Mit dieser Theologie kann Barack Obama wenig anfangen. Er verstehe sich als wiedergeborener Christ, sagte er der Chicago Sun Times. 1988 habe er bei einem Gottesdienst zu Christus gefunden. Andere Religionen führten aber auch zu der "höheren Macht". […]

Nach Meinung vieler Amerikaner steht Obamas Version des Glaubens für das Heute, Billy Grahams für das Amerika von gestern."

Süddeutsche Zeitung (21.1.2009, Amtseinführung von Barack Obama. Billy Graham betet nicht, www.sueddeutsche.de)

Diskussion


"Warren übernimmt somit nun die (inoffizielle) Rolle als „Pastor der Nation", die vorher Billy Graham ausgefüllt hatte […]

Rick Warren zählt innerhalb der Christlichen Rechten nicht zu den Fundamentalisten, vertritt allerdings in gesellschaftspolitischen Fragen konservative Positionen. […] Obama verteidigte die Wahl Warrens mit der Begründung, dass er für eine Versöhnung der politischen Lager in den USA einstehe.

Ebenso hatte er im Vorfeld angekündigt, auch den Bischof der Episkopalkirche (Anglikaner) Gene Robinson zu den Feierlichkeiten einzuladen. Diese Entscheidung dürfte im konservativen Lager Verärgerung auslösen, denn Robinson wurde 2003 als erster offen Homosexueller zum Bischof geweiht. Dies hatte international zu einem heftigen Zerwürfnis innerhalb der anglikanischen Kirche, nicht nur in Großbritannien, geführt, in dessen Verlauf einzelne afrikanische Gliedkirchen mit Austritt drohten."

Humanistische Pressedienst hpd (19. Januar 2009, Obama und der neue Pastor der Nation, www.hpd.de)

Diskussion


"Mit einem Gebet zu „Gott unserer zahlreichen Verständnisse“ hat der erste bekennende schwule Bischof der USA, V. Gene Robinson (Concord/Bundesstaat New Hampshire), den religiösen Reigen zur Amtseinführung von Präsident Barack Obama eröffnet."


idea (19.01.09, Schwuler Bischof betet zu „Gott unserer zahlreichen Verständnisse“, www.idea.de)

Diskussion


"Am Mittwoch findet in der Nationalen Kathedrale in Washington ein Gottesdienst statt, an dem Vertreter mehrerer Religionen teilnehmen.
Unter anderem soll Ingrid Mattson, Präsidentin der "Islamischen Gesellschaft Nordamerikas", ein Gebet sprechen. Wie "Associated Press" berichtet, liegen der Bundesanwaltschaft jedoch Indizien vor, die Verbindungen zwischen der muslimischen Gesellschaft und der Hamas nahelegen.
Mattson ist sei 2006 Professorin für Islamische Studien am Hartford Seminar im US-Bundesstaat Connecticut."


pro (19.01.09, Antrittsgottesdient in Washington: Verbindung zur Hamas?, www.pro-medienmagazin.de)

Diskussion

 

Barack Obama u. Dr. Rick Warren, Saddleback (rechts)

 


"Zweifelsohne bilden die US-amerikanischen Evangelikalen noch immer eine soziale und politische Kraft, an der kein Politiker vorbeikommt. Seit George Bush stehen sie jedoch nicht mehr so einheitlich hinter der republikanischen Partei, wie man das gewohnt war.
Die große konservative Koalition des Landes bröckelt: "Die alte Gleichsetzung von religiöser und politischer Identität stimmt nicht mehr", so John J. De Iulio, Professor für Religion und Politik an der University of Pennsylvania.

Warren verkörpert wie kaum ein anderer die neue Generation von Evangelikalen, die nicht mehr wie ihre Vorgänger Jerry Fallwell oder Billy Graham strikt auf der konservativen Parteilinie marschiert.

Warren und andere, jüngere evangelikale Prediger haben die sture Konzentration der Bewegung auf die Erlösung und das Jenseits gelockert und sich auch weltlichen Dingen zugewandt. So tritt Warren für Aids-Hilfe in Afrika und für soziale Gerechtigkeit in den USA ebenso ein wie für den Umweltschutz, den die Evangelikalen "Creation Care" - Schöpfungspflege - nennen. Traditionelle Kampfpositionen wie die Gegnerschaft zu Abtreibung und Homosexualität stehen zwar immer noch auf der Tagesordnung, werden jedoch nicht mehr ganz so verbissen verteidigt wie früher. […]

Einige auf der Linken sehen in der Verbindung zwischen Obama und Warren trotz allen politischen Kalküls eine echte Chance zum Dialog. Die moderat-liberale New Republic findet, es gebe heute eine wirkliche Möglichkeit für Demokraten, mit den Fundamentalisten zu reden, ohne die Prinzipien der Partei aufzugeben.
Die Mehrheit der amerikanischen Linksliberalen glaubt jedoch, dass Obama damit, Warren gleich die Inaugurationszeremonie bestreiten zu lassen, zu weit geht. "Er verzockt sich damit völlig", sagt der ehemalige Clinton-Berater Richard Socarides."

taz (19.01.2009, Skandal um Amtseinführungssegen. Evangelikaler segnet Obama, www.taz.de)

Diskussion


"Obama braucht Prediger wie Warren, denn er öffnete ihm die Tür zu den konservativen, weißen Kirchgängern, ohne deren Stimmen er nicht gewählt worden wäre.

Schon 2006 hat Warren Obama nach Saddleback eingeladen, um den aufstrebenden Senator trotz der Differenzen in Sachen Abtreibung, Stammzellenforschung und Schwulenehe über Strategien gegen HIV reden zu lassen – für einen evangelikalen Prediger ein geradezu blasphemischer Akt, für den er in den eigenen Reihen scharf attackiert wurde."

DIE ZEIT (23.1.2009, Ein provokanter Prediger für Obama, www.zeit.de)

Diskussion


"Obama habe mit seiner Entscheidung für Warren einen zu hohen Preis bezahlt, sagen nun manche seiner Anhänger. Andererseits denken über fünfzig Millionen Amerikaner ähnlich wie Warren und Waldeck. Sollen die Demokraten sie ignorieren? Wo sich doch gerade bei den jungen Religiösen der Hauch eines Linksrucks ausmachen lässt?

"Rick Warren hat mich vor einigen Jahren in seine Kirche eingeladen, obgleich er meine Positionen kannte", sagt Obama. Mit seiner Einladung habe er das gleiche getan. Miteinander reden zu können, sei die Voraussetzung für alles andere."


Berliner Zeitung (17. Januar 2009, Ein Segen für Obama, www.berlinonline.de)

Diskussion


"Wenige Minuten nach der Vereidigung von US-Präsident Barack Obama am 20. Januar hat das Weiße Haus eine Politikwende in ethischen Fragen signalisiert. Erklärungen zur Abtreibung, zur Familienpolitik und zu Rechten von Homo-, Bi- und Transsexuellen wurden auf der Internetseite geändert."

idea (21.01.09, Weißes Haus: Politikwende in ethischen Fragen, www.idea.de)

Diskussion


"US-Präsident Barack Obama hat am dritten Tag im Amt der restriktiven [lat. restrictio - Unterbindung] Politik seines Vorgängers George W. Bush beim Thema Abtreibung ein Ende gesetzt. [...] Wie der TV-Sender CNN berichtete, unterzeichnete Obama einen entsprechenden Erlass am Freitag (Ortszeit) in einer privaten Zeremonie."

Financial Times Deutschland (24.01.2009, Obama bricht mit Abtreibungspolitik von Bush, dpa)

Diskussion


"Barack Obama ist Präsident: Amerika hat seinen ersten schwarzen Präsidenten, und die Welt hat einen Hoffnungsträger.

Im Vatikan fühlen sich viele an den Moment erinnert, als 1978 plötzlich ein Papst aus dem Ostblock gewählt wurde, der charismatische Johannes Paul. Irgendwo im Vatikan, vor einer Woche: Kardinäle aus mehreren Kontinenten treffen sich zu einer vertraulichen Besprechung. Mit dabei ist auch der Kardinal von New York. Zwei europäische Purpurkollegen gehen bei der Begrüßung auf ihn zu und sagen:

„Und ihr – ihr habt ja jetzt einen Messias, Obama.“ Es klingt nur halb ironisch. [...]

Obama selbst in seiner großen Rede zum Amtsantritt am Dienstag. „Wir sind eine Nation der Christen und Muslime, der Juden und Hindus - und solcher, die nicht glauben. Wir sind die Summe aller Sprachen und Kulturen, die aus der ganzen Welt zu uns gekommen sind ...
Weil die Welt immer näher zusammenrückt, werden sich die Gemeinsamkeiten aller Menschen noch deutlicher zeigen - und Amerika wird seine Rolle dabei übernehmen, dieser neuen Ära des Friedens den Weg zu bahnen.“

Er will schon bald eine große Rede in der Hauptstadt eines islamischen Landes halten – Ägypten ist dafür im Gespräch. Obama – das bedeutet für viele Hoffnung auf Frieden"

Radio Vatikan (21.01.2009, USA: Obama ist Präsident, www.radiovaticana.org)

Diskussion


"Der Prediger Rick Warren [Leben mit Vision] hatte Obama den Segen gegeben und das Eingangsgebet gesprochen. Er sagte:

„Heute feiern wird nicht nur die demokratische Machtübergabe an den 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten, sondern einen Wendepunkt in der Geschichte. Martin Luther King und eine große Menge anderer werden heute im Himmel jubeln."

Frankfurter Allgemeine Zeitung (21. Januar 2009, Barack Obama als Präsident vereidigt, F.A.Z., www.faz.net)

Diskussion

 

Barack Obama (links) Rick Warren (rechts)

 


chrismon: "Herr Scheunemann, welcher Mensch hat Sie mit seiner Botschaft besonders beeindruckt?"

Kai Sutrisno Scheunemann:
"Barack Obama. Es gelingt ihm, weltweit Hoffnung zu entzünden. Es ist das Thema meines Lebens, wie man Menschen Hoffnung mitgeben kann. Obama lebt seine Botschaft. Er passt in keine Kategorie. Er ist nicht der Konservative, nicht der Liberale. Er denkt nicht in Lagern."

Kai Sutrisno Scheunemann
(März 2009, Geschäftsführer von "Leben mit Vision" (Rick Warren) in Deutschland, pastoraler Mitarbeiter der Evangelischen Andreasgemeinde in Niederhöchstadt - Betreuung der Editionen „Willow Creek“ und „Kirche mit Vision“. Kai S., Begegnung, Joachim Kosack - Kai Sutrisno Scheunemann: Alles nur Show? www.chrismon.de)

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"Ich stehe gerade jetzt voller Zuversicht vor Euch und sage Euch, dass Gott Euch gebrauchen wird, um die Welt zu verändern. …

Ich sehe ein Stadium voller Leute, die Gott sagen, dass sie alles tun werden, was erforderlich ist, um Gottes Reich auf Erden aufzurichten, so wie es im Himmel ist."

"Unser Ziel ist es, eine Milliarde Fußsoldaten des Reiches Gottes einzuberufen, die dauerhaft das Gesicht der Weltmission verändern werden, indem sie die fünf 'globalen Giganten'** [siehe unten] bekämpfen."

Dr. Rick Warren (17. April 2005, assistnews.net, http://www.assistnews.net/Stories/s05040087.htm)

Diskussion


"Rick Warren will bis 2020 eine Milliarde Christen mobilisieren, um eine "Zweite Reformation" einzuleiten.

Er rechne mit einer weltweiten geistlichen Erweckung, sagte er bei der Vorstellung seines Planes vor 30.000 Besuchern in einem Baseball-Stadium in Anaheim (Kalifornien). Anlass für das Treffen war das 25-jährige Bestehen der von Warren gegründeten Saddleback-Gemeinde (Mission Veijo bei Los Angeles) mit über 16.000 Mitgliedern. Nach Angaben des amerikanischen Informationsdienstes "Assist" sagte Warren, er wolle mit seinem "Friedensplan" auch die größten gesellschaftlichen Probleme in den Griff kriegen, mit deren Lösung selbst die Vereinten Nationen überfordert seien.

"Unser Ziel ist es, eine Milliarde Fußsoldaten des Reiches Gottes einzuberufen, die dauerhaft das Gesicht der Weltmission verändern werden, indem sie die fünf 'globalen Giganten'** [siehe unten] bekämpfen."

** [P.E.A.C.E. Initiative: 1. Durch Partnerschaft mit den örtlichen Kirchen (partnership), 2. Ausbildung dienst­bereiter Leiter in Wirtschaft, 3. Politik und Kirche (equipping), 4. Hilfe für die Armen (assisting), 5. Fürsorge für die Kranken (caring) und Bildung für die große Menge der Analphabeten (educating)]

Dr. Martin Erdmann (22.10.06, Historiker, Rick Warren und das Programm "Leben mit Vision", Riehen/Schweiz, http://www.nuntia.info)

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"Im November hatte Warrens Besuch in Syrien Irritationen ausgelöst. Die staatliche Nachrichtenagentur hatte gemeldet, Warren habe in Damaskus „die religiöse Koexistenz, Toleranz und Stabilität“ gepriesen, die das Land dank der „weisen Führung“ von Präsident Baschar al-Assad genieße. Warren erklärte daraufhin, er sei falsch zitiert worden. [...]

Die Reise nach Syrien habe er auf Einladung eines Nachbarn angetreten. Er sei nicht nur mit Präsident Assad, sondern auch mit christlichen und muslimischen Führern zusammen getroffen."

idea (08.12.2006, US-Autor Warren: Zunehmende Irritationen, www.idea.de)

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"He [Dr. Rick Warren] let me know he is a close friend of President Bush ''and many, if not most, of the generals at the Pentagon.''

World Net Daily (20. November 2006, Megapastor Rick Warren's Damascus Road experience, http://www.wnd.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=53030)

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"In fact, as a member [Mitglied] of the Council on Foreign Relations (CFR)** [siehe unten] and Oxford Analytica, I might know as much about the Middle East as you."

Dr. Rick Warren (20. November 2006, 1:00 a.m. Eastern, WorldNetDaily, Quelle: http://www.wnd.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=53030)



** [Das Council on Foreign Relations - Rat für auswärtige Beziehungen (Angehörige u.a. George W. Bush, Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Condoleezza Rice, Porter Goss Director of the CIA), gilt als die zentrale Schnittstelle zwischen der US-amerikanischen Außenpolitik und der gesellschaftlichen Elite.

„Der amerikanische Politologe William Domhoff äußerte sich gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel, dass „die Wichtigkeit dieser Vereinigung für das Verständnis der Grundmotive und der Grundlinien amerikanischer Weltpolitik kaum hoch genug veranschlagt werden kann“ (2006, http://de.wikipedia.org/wiki/Council_on_Foreign_Relations)

"Rufen Sie nicht an, wenn sie Mitglied werden wollen, man wird Sie anrufen." (Laurence Shoup / William Minter, Imperial Brain Trust: The Council on Foreign Relations and Foreign Policy)

Diskussion


"It is a privilege to give this speech at the Council on Foreign Relations** [siehe oben] here in Chicago."

Senator Barack Obama (22.11.2005, http://en.wikisource.org/wiki/Moving_Forward_In_Iraq)

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"Zunehmende Irritationen löst einer der einflussreichsten US-Evangelikalen aus. So hat der Bestsellerautor und Baptistenpastor Rick Warren (Lake Forest bei Los Angeles) einen prominenten Abtreibungsbefürworter als Redner [Senator Barack Obama] zur „Weltgipfelkonferenz über Aids und die Kirche“ in seine Saddleback-Gemeinde eingeladen und damit scharfe Kritik aus der evangelikalen Bewegung auf sich gezogen."

idea (08.12.2006, US-Autor Warren: Zunehmende Irritationen, www.idea.de)

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"Wer den neuen Stern am Horizont, Rick Warren, entdeckt, dem gehen Lichter auf.

Ein Stern, der strahlt vor biographischen Erfahrungsberichten in unkonventioneller Sprache.
Ein Stern, der glänzt durch Praxisnähe, orientiert am Mitarbeiter, an der Gesellschaft, an Trends und Tendenzen.
Ein Stern, der leuchtet durch praktische, nachvollziehbare, umsetzbare Tipps zu Gemeindeaufbau und zur Gemeindeleitung.

Ein Buch, durch das die Gemeinden zwar nicht wie Sternschnuppen vom Himmel fallen, aber durch das ein Griff nach den Sternen schon zu erwarten sein dürfte. Ein Buch, durch das neue Sterne am deutschen Gemeindehimmel aufgehen und alte Sterne in neuem Glanz erscheinen könnten."

Dr. Jörg Knoblauch (1998, Unternehmer und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Gemeindeaufbau AGGA, Kirche mit Vision, Seite 14 - Stimmen zum Buch, Projektion J Verlag, Asslar 1998, ISBN 3928093096)

Diskussion

 

Kai Sutrisno Scheunemann (siehe unten)


 

"Ich bin Pastor und soll am Sonntag über Sex predigen. Nun habe ich ein Problem. Ich bin Missionarssohn und bin ein wenig prüde aufgewachsen..."

Mit diesen Worten beginnt ein Brief, den Kai Scheunemann [Geschäftsführer von "Leben mit Vision" (Rick Warren) in Deutschland], Pastor der evangelischen Andreasgemeinde in Niederhöchstadt, an die Beate Uhse AG geschickt hat. Darin bittet er zur Vorbereitung des "etwas anderen" Gottesdienstes "GoSpecial" im Kinopolis im Main-Taunus-Zentrum um Hilfe: "Was denken Sie als Profi: Wie hat sich Gott das mit dem Sex eigentlich wirklich vorgestellt?"

Die Beate Uhse AG ist die Antwort noch schuldig, als rund 500 Leute jeglichen Alters zum GoSpecial ins Kinopolis strömen. [...] Im Kino ist es plötzlich dunkel. Die Frankfurter Tanzgruppe "We got moves" schwingt auf der Bühne vor der Leinwand zu heißen Rhythmen die Hüften. [...]

Nun ist es an Scheunemann, sich mit einer Frage zu befassen, zu der eine Beate Uhse AG lieber schwieg. "Sexualität wurde von Gott zu unserem Genuss geschaffen", verkündet er. Zum Beweis verweist er auf die Bibel, in der geschrieben steht: "Erfreue dich an der Frau deiner Jugend. Ihre Brüste sollen dich berauschen jederzeit, in ihrer Liebe sollst du taumeln immerdar." Doch Vorsicht: Die Sexualität ist für die Ehe geschaffen. Die Bibel ist in dem Punkt laut Scheunemann unmissverständlich.

Ja wie? Erst Lust machen und dann auf die Spaßbremse treten? Der Pastor schüttelt den Kopf. Denn Ehe heißt für ihn nicht automatisch Trauschein. Ehe stehe vielmehr für exklusiv, haltbar und energieaufwendig. [...] Am Ausgang gibt's für alle den Playboy und Parfüm. GoSpecial ist eben der etwas andere Gottesdienst."

Frankfurter Rundschau (14.04.2010, GoSpecial-Gottesdienste, Jesus Christus als Blockbuster, www.fr-online.de)

[Kai Sutrisno Scheunemann ist Geschäftsführer von "Leben mit Vision" (Rick Warren) in Deutschland, pastoraler Mitarbeiter der Evangelischen Andreasgemeinde in Niederhöchstadt - Betreuung der Editionen „Willow Creek“ und „Kirche mit Vision“.]

Diskussion


"Gott sei nicht spaßfeindlich beim Thema Sex und die Ehe brauche eine neue Definition, zukünftig auch für polygame Beziehungen.

Die kostenlose Verteilung der aktuellen Ausgabe vom Playboy rundete das Gottesdiensterlebnis für die erwachsenen und jugendlichen Besucher im Kinopolis Main-Taunus in Sulzbach am Sonntag ab."

Eschborner Stadtmagazin (14.04.2010, Tabuloser Gottesdienst in der Andreasgemeinde: 50 Euro für das "F-Wort" und Playboyhefte mit Erotik-DVD für die Gottesdienstbesucher, www.eschborner-stadtmagazin.de)

Diskussion


"Man kann darüber streiten, ob es wirklich weise war, einen Playboy [US-amerikanisches Erotikmagazin] nach dem Gottesdienst zu verteilen. Ich war, als evangelikal Sozialisierter, auch zunächst mal dagegen. Aber diese Idee kam von einer kirchendistanzierten Mitarbeiterin (!) von GoSpecial (ja, das ist das besondere von GoSpecial, dass er nicht nur FÜR, sondern auch VON Kirchendistanzierten gestaltet wird), und das hat mich für diese Idee eingenommen.

Martin Luther schreibt in seiner Vorrede zur Deutschen Messe, dass wir eine dritte Weise von Gottesdiensten brauchen, eine, die wir „feiern wie unter Heiden und Türken auf dem freien Felde“. In dieser Tradition sehen wir den GoSpecial, nur dass wir auch „Türken und Heiden“ mitten im GoSpecial-Team haben. Ja, GoSpecial ist ein Gottesdienst VON und FÜR Playboy-Leser – und dafür sind wir unwahrscheinlich dankbar! [...]

Auf die Frage: „Wenn man keine Freundin hat, soll man dann ganz auf Sex verzichten, oder kann man da auch zu einer Prostituierten gehen?“

Meine Antwort: „Ich kann Dir da gar nichts sagen … aber wenn Du den ersten Punkt nimmst „Gott hat Dir Sexualität zum Genuss gegeben“, und wenn es im Augenblick dir nicht möglich ist, Sex in einer Beziehung zu leben, die diese EHE-Kriterien erfüllt … es sind auch nur Hilfen, diese EHE-Kriterien (exklusive, haltbare, energieaufwendige Beziehungen). Wenn das nicht geht, und Du aber Sexualität gerne genießen möchtest, dann such Dir einen Ort, wo Du es verantwortlich leben kannst. Und wo Du es mit Deiner Partnerin, wer auch immer das ist, vielleicht gibst Du ihr auch Geld dafür … aber wo Du es auch mit ihr verantwortlich leben kannst. Dann, glaube ich, ist es schon in Ordnung. Du musst nicht auf Sexualität verzichten. Dafür ist es zu schön.“

Natürlich wurde diese Antwort auch in unserer Gemeinde heftig diskutiert. Und natürlich bin ich der Frage theologisch nicht gerecht geworden. Was ist z.B. mit 1. Kor. 6,16-20 – wo Paulus sehr dezidiert vor der Verbindung mit einer Hure warnt. Auch wäre es gut gewesen, wenn ich zu den Unterdrückungsstrukturen der Prostituierten noch etwas gesagt hätte. Oder, dass Sex nun wirklich nicht alles im Leben ist. Und es wäre wohl auch besser gewesen, die Beantwortung dieser Frage in einen seelsorgerlichen Rahmen zu verweisen – und nicht coram publicum.

Alles richtig. Nur, das ist nun mal das Kreuz – und der Segen! – des Kreuzverhörs, dass man frei von der Leber weg sprechen muss. Und hier halte ich mich an E. Troeltsch: „Ohne Wagnis, ohne Fehlgriff, ohne Martyrium gibt es kein Ergreifen von Wahrheiten und Werten."

Kai Sutrisno Scheunemann (01. Mai 2010, Geschäftsführer von "Leben mit Vision" (Rick Warren) in Deutschland, pastoraler Mitarbeiter der Evangelischen Andreasgemeinde in Niederhöchstadt - Betreuung der Editionen „Willow Creek“ und „Kirche mit Vision“. Offener Brief von Kai S. Scheunemann, Der Prediger antwortet auf die Reaktionen zu "Reges Verkehrsaufkommen - Ein total unverkrampfter GoSpecial über Sex", www.gospecial.de)

Diskussion


"Die Gottesdienstkasse konnte Kai Scheunemann [Geschäftsführer von "Leben mit Vision" (Programm v. Dr. Rick Warren, Evangelikaler US-Prediger) in Deutschland] durch eine gewonnene Wette an diesem Sonntag um 50 Euro auffüllen, in dem er während seiner Predigt ganz direkt vom "Ficken" sprach". Der pastorale Mitarbeiter für die Jugendarbeit in der Andreasgemeinde und Moderator des GoSpecial, Jakob Friedrichs, kam deshalb auf die Bühne und überreichte den verdienten Geldschein. [...]

Die Frage nach der Legitimität von homosexuellen Beziehungen vor Gott bejahte Kai Scheunemann eindeutig, allerdings auch mit dem Hinweis auf die eher verurteilenden Bibelstellen, die aber aus moderner theologischer Sicht nur für die damalige Zeit und besondere Situation gegolten hätten. [...]

Nach einigen Anbetungsliedern, den Fürbitten, dem gemeinsamen Vater Unser und dem Abschluss-Segen konnten alle Gottesdienstbesucher, die wollten, die aktuelle Ausgabe vom Playboy, samt Erotik-DVD kostenlos mit nach Hause nehmen."

Eschborner Stadtmagazin (14.04.2010, Tabuloser Gottesdienst in der Andreasgemeinde: 50 Euro für das "F-Wort" und Playboyhefte mit Erotik-DVD für die Gottesdienstbesucher, www.eschborner-stadtmagazin.de)

Diskussion

 

Verteilung v. Playboy (US-amerikanisches Erotikmagazin) nach Gottesdienst (siehe oben)

 


"Das Buch von Rick Warren »Kirche mit Vision« [Kai Sutrisno Scheunemann ist Geschäftsführer von „Kirche mit Vision“ in Deutschland, siehe oben] eignet sich trotz des amerikanischen Hintergrundes sehr gut für deutsche Leser. Gerade im postkirchlichen Bereich sind wir noch immer zu sehr durch das »monarchische« Pfarramt geprägt. Es geht darum, ganz neu Teamarbeit einzuüben und so möglichst viele aktive Christen zum Dienst des Gemeindeaufbaus zu motivieren.
Hierzu bietet Rick Warren eine Fülle brauchbarer Anregungen. Dennoch ist sein Buch nicht rein pragmatisch geschrieben, sondern zeigt in solider Weise biblische Hintergründe und praktisch-theologische Reflexion."

Dr. Rolf Hille (1998, bis 2000 Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz, Vorsitzender des Arbeitskreises für evangelikale Theologie, Vorsitzender der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz und Rektor des Albrecht-Bengel-.Hauses in Tübingen. Dozent am Theologischen Seminar der Liebenzeller Mission. Kirche mit Vision, Seite 12 - Stimmen zum Buch, Projektion J Verlag, Asslar 1998, ISBN 3928093096)

Diskussion


"Rick Warren geht vom biblischen Auftrag der Gemeinde aus und landet bei einem überzeugenden Modell von »Kirche für andere«. Dieses Buch [Kirche mit Vision] ist randvoll mit übertragbaren Einsichten für gesundes Gemeindewachstum. Der Entwurf der Saddleback-Gemeinde hat alle Stärken des Willow Creek-Ansatzes zu bieten, führt in seiner Ausgewogenheit aber darüber hinaus.

Was hier vorgestellt wird, ist das Modell einer Gemeinde für Kirchendistanzierte, die nicht in den Kinderschuhen des Glaubens stecken bleibt. Dies wird für die nächsten Jahre das wichtigste Buch zum Thema »evangelistischer Gemeindebau« auf dem deutschen Markt werden."

Prof. Dr. Helge Stadelmann (1998, Rektor Freie Theologische Hochschule Gießen (FTH), Kirche mit Vision, Seite 13 - Stimmen zum Buch, Projektion J Verlag, Asslar 1998, ISBN 3928093096)

Diskussion


"Gehen sie eine persönliche Beziehung mit Schlüsselpersonen ein, die ihrem Werk Legitimität verleihen. Reden sie mit ihnen unter vier Augen. Teilen sie ihnen ihre Vision mit. Bringen sie sie dazu, ihnen auch die eigene Vision zu erzählen, bei einem Frühstück oder einem Mittagessen oder dergleichen. Dann werden sie ihre Hauptunterstützer." (Englische Ausgabe von „Kirche mit Vision“ „Purpose Driven Church“)

Dr. Rick Warren
(13.11.2006, Was will Rick Warren wirklich? Das Konzept hinter dem Konzept, Dr. Martin Erdmann, Historiker, Riehen/Schweiz)

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"Wer ist der Mann des Friedens in irgendeinem Dorf – es könnte auch eine Frau des Friedens sein – die das meiste Ansehen haben, die offen und einflussreich sind?
Sie müssen keine Christen sein. Sie könnten durchaus auch Muslime sein, aber sie sind offen und sie sind einflussreich, und Sie arbeiten mit ihnen zusammen, um die fünf Riesen** [siehe unten] anzugreifen.

Und das wird die Zweite Reformation herbeiführen."

Dr. Rick Warren (23.05.2005, Pew Forum on Religion, Quelle: http://pewforum.org/events/index.php?EventID=80 [Stand Februar 2007], Monday, May 23, 2005 - Key West, Florida)

**[P.E.A.C.E. Initiative: 1. Durch Partnerschaft mit den örtlichen Kirchen (partnership), 2. Ausbildung dienst­bereiter Leiter in Wirtschaft, 3. Politik und Kirche (equipping), 4. Hilfe für die Armen (assisting), 5. Fürsorge für die Kranken (caring) und Bildung für die große Menge der Analphabeten (educating)]

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"Es gibt Wahrheit in jeder Religion. ... Christen glauben, dass es in jeder Religion Wahrheit gibt. Aber wir glauben einfach, dass es nur einen einzigen Retter gibt. [...]

Ich glaube, ich habe viel Wahrheit von verschiedenen Religionen gelernt; denn sie haben alle einen Teil der Wahrheit. Ich glaube lediglich, dass es einen einzigen Retter gibt, Jesus Christus."

Dr. Rick Warren (22.11.2004, CNN Interview: Larry King Live,
Quelle: http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/0411/22/lkl.01.html [Stand Februar 2007],
Aired November 22, 2004 - 21:00 ET)

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"Die neutestamentlichen Autoren benutzen Dutzende von Bildern und Begriffen, um dieses Geheimnis zu umschreiben: „Sohn Gottes“, „Christus“ (Messias) usw.
Die einen halten ihn für einen „heruntergekommenen Gott“, die anderen für einen von Gott adoptierten Menschen. In dem Einen sind sie sich einig: Jesus war nicht nur ein „guter Mensch“ oder Lehrer.

Mindestens genauso wichtig wie sein Leben und seine Lehre war sein Tod und seine Auferstehung für uns. In beidem schlägt er die Brücke zwischen Gott und Mensch. Jesus zeigt uns nicht nur einen Weg zu Gott, er ist dieser Weg.

Was nicht heißt, dass nur Christen in den Himmel kommen." (Jesus Christus)

Dr. Klaus Douglass (2006, theologischer Referent Personalabteilung d. Kirchenverwaltung der EKHN [Evangelische Kirche in Hessen und Nassau], 1989-2009 Gemeindepfarrer in d. Ev. Andreasgemeinde Niederhöchstadt bei Frankfurt a. M. (EKHN), Partner im Willow-Creek-Netzwerk www.willowcreek.de/ partnerschaft/partner-gemeinden.   http://www.douglass.de/person/philosophie, [Ev. Andreasgemeinde Niederhöchstadt: Geschäftsführer von "Leben mit Vision" (Rick Warren) in Deutschland  Kai S. Scheunemann, ist seit September 1996 pastoraler Mitarbeiter von Pfarrer Dr. Klaus Douglass und Leiter der GoSpecial Gottesdienste]

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"Ich kenne viele Leute, die an den Messias Jesus glauben, ganz gleich, welcher Religion sie angehören, weil sie an ihn glauben. Es geht um eine Beziehung, nicht um eine Religion."

Dr. Rick Warren (02.12.2005, CNN Interview: Larry King Live,
Quelle: http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/0512/02/lkl.01.html
[Stand Februar 2007],
Aired December 2, 2005 - 21:00 ET)

[Rick Warren, neben Willow Creek-Pastor Bill Hybels Hauptredner des Willow Creek-Leitungskongress "Geistlich leiten – auf klarem Kurs"  vom 8. bis 11. November 2006 in Bremen]

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"Religiöse Toleranz ist einer Studie zufolge in den USA weit verbreitet. 70 Prozent der gläubigen US-Amerikaner seien der Ansicht, nicht nur ihre eigene, sondern viele Religionen führten "zum ewigen Leben", berichtete das Meinungsforschungsinstitut "Pew Forum" am Montag (Ortszeit) in Washington."

epd (24. Juni 2008, Studie: Religiöse Toleranz in den USA weit verbreitet, www.epd.de)

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Dr. Wolfgang Nestvogel (siehe unten)

 


"Seit langem schon wird von Seiten bibelkritischer und „ökumenischer Theologie“ versucht, die Gegensätze zwischen Islam und christlichem Glauben zu verharmlosen und eine gemeinsame geistliche Wurzel der vermeintlich „Abrahamitischen Religionen“ zu behaupten. [...]

Im Oktober [2007] hatte zunächst eine Gruppierung von 38 muslimischen Gelehrten einen „Offenen Brief“ an den Papst und weitere Kirchenführer u.a. von Orthodoxie, Luthertum, Reformierten und Baptismus geschickt. Er steht unter dem Motto: „Ein gemeinsames Wort zwischen uns und euch“. Durch den Vergleich von Koran- und Bibeltexten will man belegen, dass es eine substantielle Gemeinsamkeit zwischen dem angeblich auf beiden Seiten gelehrten Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe gebe. Es soll suggeriert werden, dass es sich bei Allah und Jahwe letztlich um den einen Gott handele, dem beide Religionen von ganzem Herzen zu dienen versuchten. [...]

So wundert es nicht, dass der „Offene Brief“ schon bald eine zustimmende „christliche Antwort“ [http://www.yale.edu/faith/acw/acw.htm] erhielt (A Christian Response). Darin bitten die Unterzeichner um Vergebung für das von Christen an Moslems geübte Unrecht – und zwar erbittet man diese Vergebung sowohl von „dem Allerbarmenden Einen“ (All-Merciful One) als auch der weltweiten muslimischen Gemeinschaft. Zugleich wird die „tiefe Einsicht“ gelobt, mit der die muslimische Erklärung gemeinsame Grundlagen zwischen der muslimischen und der christlichen Gemeinschaft identifiziere. Diese gemeinsame Basis betreffe nicht nur Nebensächliches, sondern sogar „Fundamente des Glaubens“ (fundamentals of faith). [...]

Seine dramatische Dimension erhält der Vorgang dadurch, dass inzwischen führende Evangelikale aus dem englischsprachigen Raum die „Christliche Antwort“ [http://www.yale.edu/faith/acw/acw.htm] unterstützen und sich mit ihrer Unterschrift dazu bekannt haben. ...
u.a. ... John Stott, Bill Hybels [Willow Creek], Rick Warren [Leben mit Vision], George Verwer. Auch maßgebliche Vertreter der Evangelischen Allianz [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz] haben die Erklärung inzwischen unterzeichnet: Geoff Tunnicliffe (Internationaler Direktor der Weltallianz), Bertil Ekström (Exekutiv-Direktor der Missionskommission), William Taylor (Internationaler Botschafter der WEA [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz]).

Angesichts dieses interreligiösen Engagements der Allianz wirft ein anderes Projekt, an dem sie beteiligt ist, neue Fragen auf.
Im August fand in Toulouse eine gemeinsame Tagung des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog (Vatikan), des ÖRK-Programms für Interreligiöse Zusammenarbeit (Ökumenischer Rat der Kirchen, Genf) und der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) statt. Letztere war u.a. durch den deutschen Theologen Thomas Schirrmacher [http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Schirrmacher]  vertreten.

Gemeinsam will man einen Ethik-Kodex für Bekehrungen [siehe unten] erarbeiten, mit dem dann „schwarze Schafe“, die sich laut Schirrmacher in allen theologischen Lagern befinden, zur Rechenschaft gezogen werden sollen."

Dr. Wolfgang Nestvogel (07.12.2007, 2005 - 2010 Leiter der Akademie für Reformatorische Theologie (ART) Hannover)

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"Vor Jahren wäre das, was vom 8. bis 12. August 2007 in Toulouse stattfand, in der Tat noch undenkbar gewesen: Erstmals beteiligten sich Vertreter der missionarisch gesonnenen Evangelikalen an einem gemeinsamen Studienprozess von Vatikan und Ökumenischem Rat der Kirchen (ÖRK) - und dabei zeigten sich Repräsentanten der evangelikalen Bewegung optimistisch über die Möglichkeit, zu allgemein anerkannten christlichen Verhaltensmaßstäben beim Thema Bekehrung zu kommen." [...]

"Eine Beteiligung der Weltallianz [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz] sei entscheidend, wenn es darum gehe, »schwarze Schafe« für eine Evangelisation mit Respekt für andere Glaubensüberzeugungen zu gewinnen.

Wer sind wohl die »schwarzen Schafe«?

Die, die noch nicht auf Linie sind und nicht in den angestrebten Verhaltenskodex passen? Der Verhaltenskodex könnte sehr wohl das Ende von Evangelisation und Mission bedeuten, wenn sich das, was der Generalsekretär des Kirchenrates von Malaysia Hermen Shastri (Kuala Lumpur) bei derselben Konferenz in guter »ökumenischer Tradition« forderte, durchsetzt:

Religiöse Verkündiger müssten anerkennen, dass keine Religion ein »Monopol auf die Wahrheit« habe und es viele Wege zum Heil gebe.

Wer so redet, ist sich des Heils wohl selbst nicht mehr gewiss. Kann so etwas die Weltallianz mittragen? ... Bis etwa 2010 soll aber auch der Verhaltenskodex umgesetzt und kontrolliert werden, wobei offen bleibt, wie dies geschehen soll. [...]

Wenn der Ruf zu Glaube und Buße aufhört, wie dies ja gefordert wurde, und die Weltallianz dies mit trägt, dann gibt sie damit nicht allein ihr ursprüngliches Ziel auf, sondern trägt auch, was weit schlimmer ist, zum Unheil von Menschen bei, wenn sie nicht mehr laut und deutlich bekennt:

Jesus Christus ist der einzige Weg zum Heil; Christus allein."

Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ (Dezember 2007, Informationsbrief Nr. 245, Seite 28 f., http://de.wikipedia.org/wiki/Kein_anderes_Evangelium)

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Dr. Klaus Douglass, www.douglass.de

 


"Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass „Wahrheit“ für uns Menschen ein höchst relativer Begriff ist.

Früher dachte ich: Es gibt nur Ja oder Nein, Schwarz oder Weiß, Richtig oder Falsch. Heute sehe ich, dass in den „Wahrheiten“, von denen wir am meisten überzeugt sind, oft viel Lüge eingemischt ist. Und das, was wir für Lüge halten, nicht selten eine wichtige Wahrheit für uns transportiert.

Es gibt zwei Arten von Wahrheiten: kleine Wahrheiten und große Wahrheiten. Eine kleine Wahrheit erkennt man daran, dass ihr Gegenteil falsch ist. Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist oft eine andere große Wahrheit." (Wahrheit)

Dr. Klaus Douglass (2006, theologischer Referent Personalabteilung d. Kirchenverwaltung der EKHN [Evangelische Kirche in Hessen und Nassau], 1989-2009 Gemeindepfarrer in d. Ev. Andreasgemeinde Niederhöchstadt bei Frankfurt a. M. (EKHN), http://www.douglass.de/person/philosophie)

[Dr. Klaus Douglass hat das Vorwort zum Buch "Kirche mit Vision" (Dr. Rick Warren) geschrieben, Projektion J Verlag, Asslar 1998, ISBN 3928093096]

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"Es gibt zwei Arten von Wahrheiten. Bei der flachen ist das Gegenteil von einer wahren Aussage falsch.
In der tieferen ist das Gegenteil von einer wahren Aussage ebenso wahr."

Prof. Dr. Niels Bohr (1885 - 1962, dänischer Physiker, 1922 Nobelpreis für Physik)

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"Um nicht in den Verdacht des Fanatismus zu geraten, haben sich die modernen Prediger etwas ausgedacht, was sie mit Bescheidenheit das Wort Gottes nennen. Es besteht darin, stundenlang zu salbadern und sich mit vollendeter Geschicklichkeit um das Ja und Nein herumzudrücken."

Léon Bloy (1846-1917, französischer Dichter)

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"Eine Wahrheit zu verkündigen, die gleichzeitig Unwahrheit sein könnte, ist widersinnig. Darauf kann kein Mensch sein Leben bauen."

Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (November 2006, Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Klarheit und gute Nachbarschaft - Christen und Muslime in Deutschland, Eine Handreichung des Rates der EKD, http://www.ekd.de/download/ekd_texte_86.pdf, Seite 17)

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"Für mich ist Jesus "der Weg, die Wahrheit und das Leben", und die Beziehung zu diesem Gott ist für mich so lebensstiftend, dass ich diese wunderschöne Erfahrung allen Menschen wünsche. Aber: Keine Religion hat die ganze Wahrheit, die ganze Wahrheit hat nur Gott allein. Nur Gott selbst ist die Wahrheit.

Auch wir als Christen können nicht beanspruchen, ihn, den Unbegreiflichen, zu begreifen, ihn den Unerforschlichen, erfasst zu haben. Wir sind auf dem Weg zur Wahrheit und das zusammen mit Millionen anderer Menschen - auch Muslime.

Am Ende werden nicht Christentum oder Islam stehen. Am Ende wird überhaupt keine Religion stehen. Am Ende wird er stehen, Gott, der alles in allem sein wird."

Geschäftsführer v. "Leben mit Vision" (Rick Warren) in Deutschland Kai Sutrisno Scheunemann (8. September 2002, Diplom-Theologe, Im Halbmondschein, http://www.islam.de/2453.php)

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"Ich muss hinzufügen, dass ich nicht der Auffassung bin, Jünger machen sei gleichbedeutend damit, jemanden an die christliche Religion zu binden.

Es mag unter vielen (nicht allen!) Umständen ratsam sein, Menschen zu helfen, Nachfolger Jesu zu werden und  sie dabei in ihrem buddhistischen, hinduistischen oder jüdischen Kontext [lateinisch contexo = zusammenweben, zusammensetzen; contextus = verflochten, fortlaufend, con-textus = Zusammenhang] zu belassen."

Dr. Brian McLaren (Februar 2006,  A Generous Orthodoxy: 293, Das TIME Magazine (US) zählt Dr. Brian McLaren zu den "25 einflussreichsten Evangelikalen Amerikas"
http://de.wikipedia.org/wiki/Emerging_Church)

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"Ich kenne zufällig Leute, die Nachfolger Christi in anderen Religionen sind"

Dr. Rick Warren (Juli 2005, Aspen Ideas Festival 2005 July 5-10, http://www.aspeninstitute.org, zit. n.: „Leben mit Vision“ und „Willow Creek“-Welle: Gemeindewachstum oder Gemeindeverführung?, Rudolf Ebertshäuser, Dezember 2006, freier Verlagslektor, 1995 – 2003 Mitarbeit an der Revision der Schlachter-Bibel, Leonberg bei Stuttgart)

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"Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten, mäßig entstellt."

Prof. Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799, Schriftsteller und erster deutscher Professor für Experimentalphysik)

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"Unser höchster Schutz ... welches die Artikel von Christo sind: nämlich dass Christus der Sohn Gottes sei, für unsere Sünden gestorben, wieder auferweckt, damit wir leben, dass wir durch den Glauben an ihn gerecht und durch die Vergebung der Sünden selig sind" ...

"Mahomet leugnet, dass Christus der Sohn Gottes sei, er leugnet, dass er auferstanden sei, um uns zum Leben zu bringen, er leugnet, dass durch den Glauben an ihn die Sünden vergeben und wir gerechtfertigt werden,
er leugnet, dass er kommen werde als Richter über die Lebendigen und Toten, wiewohl er eine Auferstehung der Toten und einen Tag des Gerichts glaubt, er leugnet den Heiligen Geist, er leugnet dessen Gaben.

Durch diese und ähnliche Artikel muss das Gewissen befestigt werden wider die Zeremonien des Mahomet."

Dr. Martin Luther (1530, Reformator, Vorrede: Von der Religion und den Sitten der Türken. Walch 2, Bd 14)

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Dr. Martin Luther, 1483 - 1546, Reformator

 


"Ich predige als ein sterbender Mann zu sterbenden Männern und Frauen und Jugendlichen. Und ich werde predigen, als ob ich nie wieder predigen würde und ich werde euch Dinge sagen, die ihr missverstehen werdet und ich werde euch Dinge sagen, die euch so wütend auf mich machen werden. Und ich werde euch Dinge sagen, die ihr leugnen werdet. Und ich werde euch Dinge sagen, von denen ihr sagen werdet, ich habe kein Recht, euch das zu erzählen. [...]

Ich stehe hier heute und ich habe keine Sorgen um deinen Selbstwert, mein Herz wird nicht geplagt davon, ob du dich gut fühlst mit dir selbst, ob das Leben sich so entwickelt, wie du es dir gewünscht hast oder ob du gerade schwarze Zahlen schreibst.

Es gibt nur eine einzige Sache, die mir eine schlaflose Nacht gab. Es gibt nur eine einzige Sache, die mich den ganzen Morgen geplagt hat. Und zwar dies: In hundert Jahren wird eine große Anzahl der Menschen in diesem Gebäude möglicherweise in der Hölle sein. […]

Die Person, die dich am meisten liebt, wird dir am meisten die Wahrheit sagen. Was eines der offensichtlichsten Zeichen eines falschen Propheten ist, dass er dir immer das erzählen wird, was du hören willst. Er wird niemals dir in die Parade fahren.
Er wird dich zum klatschen und hüpfen bringen, er wird dich schwindlig machen und dich bei Laune halten und er wird dir ein Christsein präsentieren, welches deine Kirche so aussehen lässt wie ein Jesus-Fun-Event, eine Unterhaltungsshow. Und unterhält dich so sehr, dass du niemals an solch wichtige Punkte kommst wie an diese: Wirkt Gott in meinem Leben? [...]

Wir als Southern-Baptists [http://de.wikipedia.org/wiki/Southern_Baptist_Convention] predigen, dass du durch die einzig richtige Pforte gehen solltest, die Jesus Christus ist. Aber wir haben etwas vergessen. Und ich will, dass Pastoren, Jugendpastoren, Eltern, wer auch immer wissen: Wir haben eine sehr wichtige Lehre des Evangeliums vergessen…. Diese Lehre sagt nicht nur, dass die Pforte schmal ist, sondern sagt, dass der Pfad schmal ist.

Was wir im Grunde tun ist jemand zu Christus zu führen, jemand in ein Gebet zu führen und dann verbringen sie ihr ganzes Leben damit, geradewegs wie die Welt zu leben.[...] Das meiste unserer Christenheit kommt von Songschreibern und nicht von der Bibel. Das meiste, was wir für Wahrheit halten, ist uns von unserer Kultur diktiert worden und kommt nicht aus der Bibel.[...]

Schau dir dein Leben an, schau, wie lebst, wie du redest, wofür brennt dein Herz? Ist Jesus dort drin? Oder ist er einfach so ein Anhängsel, das du noch an dein Leben anheftest? Ist er einfach etwas, was du tust am Mittwoch oder Sonntag? Ist er etwas, dem du gedanklich zustimmst? Ist er ein Zusatz oder ist er das einzige Zentrum deines Lebens?
Welche Frucht trägst du? Siehst du aus wie die Welt, benimmst dich wie die Welt? Hast du am gleichen Spaß wie die Welt? Kannst du Sünde lieben und sie genießen? Kannst du Rebellion lieben und sie genießen? Dann kennst du Gott nicht. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Gott hat die Kraft zu verändern.[...]

Wenn irgendjemand anfängt, von Gesetz, von biblischen Grundsätzen zu reden, was wir tun sollen und nicht tun sollen, wie wir leben sollten und nicht leben sollten, fangen alle an zu schreien: Gesetzlichkeit. Gesetzlichkeit.[...] Gott ist ein heiliger Gott. Das ist etwas, was die Amerikaner vergessen haben. Viele der Dinge, die ihr liebt zu tun, die hasst Gott. Habt ihr das gewusst?

Betet für Erweckung, ihr wollt eine Jugendversammlung haben, ihr wollt, dass Gott wirkt, aber bevor ihr das tut, schaut ihr Videos, die Gott absolut verachtet. Und dann wundert ihr euch, warum der Heilige Geist nicht wirkt an diesem Ort und ihr falsches Feuer und falsche Spannung erzeugen müsst.

Denn Gott hat damit nichts zu tun, denn Gott ist ein heiliger Gott und der einzige Weg, auf dem wir jemals mit Gott versöhnt werden können ist durch den Tod von Gottes einzigem Sohn als er an diesem Holz hing.[...] Dann steht er von den Toten auf, mächtig zu retten. Das ist das Evangelium Jesu."

Paul David Washer (2002, Prediger, Südliche Baptisten USA, Shocking Message, Jugendkongress: Youth Evangelism Conference 2002 mit 5000 Jugendlichen in Montgomery, US-Bundesstaates Alabama, USA, www.youtube.com/watch?v=czXElEux9nM, http://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Washer)

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             2002, Paul David Washer: Shocking Message, Jugendkongress Montgomery, Alabama
             Die deutschen Untertitel werden nach dem Intro angezeigt.

 


"Ich bin es satt, dass man Christen immer nur für Dinge kennt, gegen die sie sind."

Dr. Rick Warren (September 2006, SPIEGEL spezial „Weltmacht Religion“, Seite 33)

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"Es ist, wie wenn sie auf der Titanic die Liegestühle ordentlich ausrichten, während das Schiff sinkt."

Dr. Rick Warren (10. November 2006, Willow-Creek-Leitungskongress in Bremen, www.baptisten.org)

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Warren sagt voraus, dass der Fundamentalismus in allen Spielarten "einer der großen Feinde im 21. Jahrhundert sein wird." "Muslimischer Fundamentalismus, christlicher Fundamentalismus, jüdischer Fundamentalismus, säkularer Fundamentalismus – sie werden alle von Furcht angetrieben."

Dr. Rick Warren
(08.01.2006, „The Purpose-Driven Pastor“, The Philadelphia Inquirer, Quelle: http://www.philly.com/mld/inquirer/living/religion/13573441.htm [Stand Februar 2007])

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"Heutzutage gibt es nicht mehr allzu viele Fundamentalisten. Ich weiß nicht, ob Sie das wissen oder nicht, aber sie sind so eine kleine Minderheit. Es gibt nicht mehr viele Fundamentalisten in Amerika.

Nun, das Wort "Fundamentalist" kommt tatsächlich aus einem Dokument aus den 1920er Jahren mit dem Titel
“Die 5 Fundamente** [siehe unten] des Glaubens”.

Und das ist eine sehr gesetzliche, enge Sicht des Christentums"

Dr. Rick Warren (23.05.2005, Pew Forum on Religion, Quelle: http://pewforum.org/events/index.php?EventID=80, Stand Februar 2007, Monday, May 23, 2005 - Key West, Florida)



** "Die so genannten "Fundamentalismen" waren folgende:
Die Unfehlbarkeit der Bibel;
die Jungfrauengeburt bzw. die Göttlichkeit Jesu;
der Sühnetod Jesu;
seine leibliche Auferstehung;
die sichtbare Wiederkunft Christi."

Katharina Reiss (2005, Fanatischer Fundamentalismus in christlichen Gemeinschaften, Merkmale und Entstehungsbedingungen, http://www.sekten-info-essen.de/texte/fundamentalismus.html, Stand Februar 2007)

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"Der Unterschied zwischen „Fundamentalists“ und „Evangelicals“ ist in Europa kaum bekannt."

Rheinischer Merkur (10.04.2008, Tragbalken des Protestantismus)

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"Die Bibel gibt Pastoren sehr konkrete Anweisungen, wie sie mit Menschen umgehen sollen, die Spaltung in die Gemeinde bringen. Sie sollen Streit vermeiden, das Rechte lehren und für eine Veränderung der Herzen beten, die Streitenden warnen, um Frieden und Einheit werben, die zurückweisen, die sich gegenüber der Gemeindeleitung respektlos verhalten, und nicht veränderungswillige Menschen nach zwei Warnungen aus der Gemeinde ausschließen.

Wir schützen die Gemeinde, wenn wir die ehren, die uns dienen, indem sie uns leiten." [Seite 164]

"In unserer Kirchengemeinde in Saddleback muss jedes Mitglied einen Vertrag unterzeichnen, der das Versprechen beinhaltet, die Einheit der Gemeinschaft zu schützen und zu fördern. Als Folge davon erlebte die Gemeinde bislang niemals einen Konflikt, der sie zu spalten drohte." [Seite 165]

Dr. Rick Warren (Januar 2004, Leben mit Vision, Seite 164/165, ISBN 3894904801)

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"Ich würde vorschlagen, dass sie einen bestimmten Slogan, der sich auf ihren Dienst anwenden lässt, formulieren …
Die Macht eines Slogans ist sehr wichtig. Menschen erinnern sich nicht an Ansprachen, und sie erinnern sich nicht an Predigten. Sie erinnern sich an Phrasen. Sie müssen Phrasen haben, die kurz und bündig in ein paar wenigen Worten zusammenfassen, was sie versuchen zu erreichen, damit die Menschen es begreifen können …

Hier in der Saddleback Kirche haben wir Duzende dieser Slogans: "Jedes Mitglied ein Diener". Das ist eine kurze, aus vier Wörtern bestehende Aussage, die zusammenfasst, was wir hinsichtlich des Dienstes der Laien für richtig erachten.

"Pastoren sind die Administratoren, die Menschen sind die Diener."

Dr. Rick Warren (13.11.2006, Leadership Network [www.leadnet.org] Ministry Tool-Box [d.h. Handwerkszeug für den Dienst], zitiert nach: Was will Rick Warren wirklich? Das Konzept hinter dem Konzept, Dr. Martin Erdmann, Historiker, Riehen/Schweiz)

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"Mein Wachstumsvertrag" [KMV 1998, Seite 329]

"(x)  eine tägliche Zeit mit Gott (Markus 1,35)  Persönliches Bibellesen und Gebet"
"(x)  monatlich den Zehnten geben (1 Korinther 16,2)  Die ersten 10% meines Einkommens"
"(x)  ein einsatzbereites Team für Gott (Hebräer 10,25)  Gemeinschaft mit Christen in einer Kleingruppe"

"Unterschrift  ... ...      Pastor  ... ..."

"Übe dich darin, Gott zu gehorchen! Sich in körperlichen Entbehrungen zu üben bringt nur wenig Nutzen. Aber sich im Gehorsam gegen Gott zu üben ist für alles gut; denn es bringt Segen für dieses und für das zukünftige Leben. 1 Tim 4,7 (Gute Nachricht)"

"Name:  ... ..."
"Anschrift:  ... ..."
"(Eintragungen bitte in Druckschrift)"

Dr. Rick Warren (1998, Kirche mit Vision, Seite 329, Projektion J Verlag, Asslar 1998, ISBN 3928093096)

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"Dienstvertrag" [KMV 1998, Seite 359]

"Nachdem ich mich für die Mitgliedschaft und die Gewohnheiten entschieden habe, die unerlässlich sind, um geistlich zu reifen, und im Einverständnis mit den Dienstaussagen von Saddleback, verpflichte ich mich ...

... ... mein einzigartiges Profil für den Dienst herauszufinden und in dem Bereich mitzuarbeiten, der am besten ausdrückt, wofür mich Gott geschaffen hat.
... ... mich auf den Dienst vorzubereiten, indem ich an den Kursen SALT und 101,201 und 301 teilnehme.
... ... das Herz eines Dieners zu zeigen, indem ich in zweitrangigen Diensten mitarbeite, wenn mich die Gemeinde dort braucht.
... ... mit anderen Dienstbereichen zusammenzuarbeiten und das Wohl der Gemeinde über die Bedürfnisse meines Dienstes zu stellen."

"Unterschrift ... ...      Datum ... ..."

"Hiermit wird bestätigt, dass
... ....
ein durch die Saddleback Valley Community Church beauftragter Mitarbeiter für Jesus Christus ist und mit den damit verbundenen Verantwortlichkeiten und Rechten betraut wird."
... ...
"Rick Warren, Pastor"

Dr. Rick Warren (1998, Kirche mit Vision, Seite 359, Projektion J Verlag, Asslar 1998, ISBN 3928093096)

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"Wenn du einem Menschen trauen kannst, braucht es keinen Vertrag. Wenn du einem Menschen nicht trauen kannst, hilft auch ein Vertrag nichts."

Jean Paul Getty (1892 - 1976, US-amerikanischer Industrieller)

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"Die Anforderungen an die Mitglieder unserer Gemeinde [Saddleback/Kalifornien, Gemeindeleiter Dr. Rick Warren] so hoch, dass die meisten unserer Kritiker gar nicht Mitglied werden könnten, weil sie die Verpflichtungen nicht unterschreiben könnten […]

Suchen Sie sich 500 unserer Mitglieder heraus, und vergleichen Sie deren geistliche Reife mit der geistlichen Reife von 500 Mitgliedern irgendeiner anderen Gemeinde der Welt - und ich bin überzeugt: Unsere Leute sind reifer!"

Dr. Rick Warren (8. November 2006, ideaSpektrum Nr. 45/2006, S. 17)

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"Hat keine Gemeinde dieser Welt reifere Christen?"
Zum Titelthema „ Wir brauchen eine zweite Reformation" [ideaSpektrum Nr. 45/2006, S. 16-18], dem Interview mit Rick Warren, Baptistenpastor in Saddleback (bei Los Angeles) und weltweit erfolgreichster christlicher Autor.

"Rick Warren sagt in dem Interview [ideaSpektrum Nr. 45/2006, S. 16-18], dass keine Gemeinde dieser Welt geistlich reifere Christen in ihren Reihen hat als seine Megakirche in Saddleback [wöchentlich über 20.000 Gottesdienstbesucher]. Was um Gottes willen hat diesen Leiter einer angeblich unübertroffenen geistlichen Gemeinde zu dieser unreifen Aussage bewogen? Ist es die alte Selbstüberhebung, die leider unter Frommen so verbreitet ist: „Ich bin geistlicher als du?"

Sind es ausgerechnet die von der kalifornischen Sonne und mit allen staatlichen Freiheiten verwöhnten Christen in Saddleback, die wissen, was echte Nachfolge ist? Was ist mit den Christen, die in Ländern wie Sudan oder Nordkorea unter Hass und Verachtung, unter schwerer Verfolgung und Folter Jesus als ihren Herrn und Retter bezeugen? Sind sie klägliche Anfänger? Haben sie es nicht drauf, weil ihre Gemeinden nicht boomen, sie sich in erbärmlichen Hütten treffen, ihre Pastoren keine Bestseller schreiben und in der Beliebtheitsskala nicht ganz oben stehen?

Gott lässt sich nicht von unseren langen Pflichtenkatalogen beeindrucken, auf die wir stolz hinweisen. Aber er hört in jedem Fall auf das einfache Gebet „Gott, sei mir Sünder gnädig!" Wie sagte Jesus? „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden." Gebe uns Gott eine zweite Reformation! Aber nicht eine, die menschliche Leistungen, sondern die Gnade Gottes in den Mittelpunkt rückt!"

Felix Aeschlimann (15. November 2006, CH-3803 Beatenberg, Leserbrief aus ideaSpektrum Nr. 46/2006, Seite 4)

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"Wer unter euch will groß werden, der soll euer Diener sein" (Mark. 10,43). Jesus hat alle Autorität in der Gemeinschaft an den brüderlichen Dienst gebunden. Echte geistliche Autorität gibt es nur, wo der Dienst des Hörens, Helfens, Tragens und Verkündigens erfüllt wird.
Jeder Personenkult, der sich auf bedeutende Eigenschaften, auf hervorragende Fähigkeiten, Kräfte, Begabungen eines Andern - und seien sie durchaus geistlicher Art - erstreckt, ist weltlich und hat in der christlichen Gemeinde keinen Raum, ja er vergiftet sie.

Das heute so oft gehörte Verlangen nach den „bischöflichen Gestalten", nach den „priesterlichen Menschen", nach „vollmächtigen Persönlichkeiten" entspringt oft genug dem geistlich kranken Bedürfnis nach Bewunderung von Menschen, nach Aufrichtung sichtbarer Menschenautorität, weil die echte Autorität des Dienstes zu gering erscheint.

Nichts widerspricht solchem Verlangen schärfer als das Neue Testament selbst in seiner Schilderung des Bischofs (1. Tim. 3,1 ff.). Hier ist nichts von dem Zauber menschlicher Begabungen, von den glänzenden Eigenschaften einer geistlichen Persönlichkeit zu finden. Der Bischof ist der schlichte, in Glauben und Leben gesunde treue Mann, der seinen Dienst an der Gemeinde recht versieht. Seine Autorität liegt in der Ausrichtung seines Dienstes.

Am Menschen selbst ist nichts zu bewundern. Die Sucht nach unechter Autorität will zuletzt doch wieder irgendeine Unmittelbarkeit, eine Menschenbindung in der Kirche aufrichten. Echte Autorität weiß, dass alle Unmittelbarkeit gerade in Sachen der Autorität unheilvoll ist, dass sie nur im Dienste dessen bestehen kann, der allein Autorität hat. Echte Autorität weiß sich im strengsten Sinne gebunden an das Wort Jesu: „Einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder" (Matth. 23,8).

Die Gemeinde braucht nicht glänzende Persönlichkeiten, sondern treue Diener Jesu und der Brüder. Es fehlt ihr auch nicht an jenen, sondern an diesen.
Die Gemeinde wird ihr Vertrauen nur dem schlichten Diener des Wortes Jesu schenken, weil sie weiß, dass sie hier nicht nach Menschenweisheit und Menschendünkel, sondern mit dem Worte des guten Hirten geleitet wird. Die geistliche Vertrauensfrage, die mit der Autoritätsfrage in so engem Zusammenhang steht, entscheidet sich an der Treue, mit der einer im Dienste Jesu Christi steht, niemals aber an den außerordentlichen Gaben, über die er verfügt. Seelsorgerliche Autorität kann nur der Diener Jesu finden, der keine eigene Autorität sucht, der selbst unter die Autorität des Wortes gebeugt ein Bruder unter Brüdern ist."

Pfarrer Dr. Dietrich Bonhoeffer (
September 1938, Gemeinsames Leben, 28. Aufl./ Juli 2006, Seite 91+92, ISBN: 978-3579071312)

Diskussion


"Traditionelle Christen verlassen Kirchen »mit Vision«

New York - In den USA spalten Gemeindewachstumskonzepte nach dem Muster des baptistischen Bestellerautors Rick Warren ["Leben mit Vision" - Weltauflage 52 Millionen] zahlreiche Gemeinden. Das berichtet das Wall Street Journal (New York)." […]

"Die Valley View Christian Church in Dallas (Texas), spaltete sich, als Warrens Konzepte umgesetzt werden sollten. Ein Ziel war, dass über 19 Prozent der Mitglieder zwischen 20 und 30 Jahre alt sein sollten, so der jetzige Pastor Barry McCarty. Sein Vorgänger Ron Key, der wegen seines Widerstands gefeuert wurde, sagte, er glaube, dass Jesus für alle Menschen gestorben sei und nicht nur für eine Zielgruppe." […]

"Nach Angaben des Wall Street Journals gibt Warren zu, dass sich einige Gemeinden, die sein Konzept umsetzen, gespalten haben. Das liege aber in der Natur der Sache:

 "Es gibt kein Wachstum ohne Veränderung und keine Veränderung ohne Verlust und keinen Verlust ohne Schmerz." [Dr. Rick Warren] […]

"Gleichwohl sind die Verluste mancherorts dramatisch, berichtet das Wall Street Journal. Baptistenpastor John Dickau beklagt, dass die Mitgliederzahl seiner Gemeinde in Long Beach (Kalifornien) von 700 auf 550 gefallen ist, seit er vor sieben Jahren mit der Anwendung von Warrens Konzept begonnen habe. Abgewandert seien einige Mitglieder unter anderem, weil ihnen die Musik zu modern sei, weil es keine Gesangbücher mehr gebe und die Leinwand, auf die die Liedtexte jetzt projiziert werden, das Kreuz verdecke."

"Ähnliche Erfahrungen macht der Pastor der Brookwood-Gemeinde in Burlington (Nord Carolina), Bob Felts. Zwar hat sich nach fünf Jahren der Anteil junger Leute von 20 Prozent auf 40 Prozent verdoppelt, aber gleichzeitig schrumpfte die Gesamtzahl der Gottesdienstbesucher von 600 auf 275 in diesem Sommer. Felts hofft, dass sie im Herbst wieder um etwa 70 steigt, wenn die Studenten zum Wintersemester zurückkehren. Trotzdem hält er an seinem Konzept fest: Man brauche eben einen langen Atem."

idea (14.09.2006, Traditionelle Christen verlassen Kirchen »mit Vision«, www.idea.de)

Diskussion

 

Rick Warren (links) US-Präsident Barack Obama

 


"Bei den „40 Tagen“ handelt es sich um eine einzigartige Kampagne, die einen gewaltigen Einfluss auf Ihre Gemeinde haben kann, weil sie Menschen für Gott begeistert und sie geistlich wachsen lässt.

Die gesamte Kampagne ist um die Grundlagen und den Inhalt des Buches „Leben mit Vision“ [Weltauflage 52 Millionen, Preis in Deutschland EUR 17,95 / US-Ausgabe $ 14.99] von Rick Warren herum aufgebaut."

K.m.V. Projektgesellschaft mbH (November 2006, K.m.V. Kirche mit Vision Projektgesellschaft mbH, Geschäftsführer Kai S. Scheunemann, www.leben-mit-vision.de, Stand November 2006)

Diskussion


"Mit der Entrichtung der Anmeldegebühr erhalten Sie eine Lizenz zur Durchführung der Kampagne in Ihrer Gemeinde und eine Lizenz zur Nutzung, Anpassung und Vervielfältigung aller elektronisch für die Kampagne bereitgestellten Materialien innerhalb Ihrer Gemeinde." [...]

"Die Anmeldegebühr richtet sich nach der durchschnittlichen Zahl Ihrer Gottesdienstbesucher
(inklusive Kinder und Jugendliche):"
 
•  "weniger als 100 Besucher: 345,-- Euro
•   100 bis 250 Besucher: 495,-- Euro
•   mehr als 250 Besucher: 645,-- Euro"

K.m.V. Projektgesellschaft mbH (2008, K.m.V. Kirche mit Vision Projektgesellschaft mbH, Geschäftsführer Kai S. Scheunemann,  http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=145, Stand 2008)

Diskussion


"Warrens 40-Tage-Programm „Kirche mit Vision“ funktioniert nach dem Franchise-Prinzip [Beim Franchising stellt ein Franchisegeber einem Franchisenehmer die (regionale) Nutzung eines Konzeptes gegen Entgelt zur Verfügung.].
Wäre Saddleback eine Firma, stünde sie in einer Reihe mit Starbucks und Microsoft. Sein spiritueller Weltseller „Leben mit Vision“ machte ihn mit 40 Millionen verkauften Exemplaren zum Multimillionär und einem der weltweit erfolgreichsten Sachbuchautoren."

DIE ZEIT (23.1.2009, Ein provokanter Prediger für Obama, www.zeit.de)

Diskussion


F: "Wir sind eine Gruppe von Gemeinden. Können wir das Material gemeinsam nutzen, wenn sich eine Gemeinde anmeldet?"

"Es können sich nur einzelne Gemeinden für die Kampagne anmelden und die Lizenz zur Durchführung ist immer auch auf diese Gemeinde beschränkt. Eine Weitergabe der Materialien ist nicht zulässig."


F: "Gibt es die Möglichkeit, einzelne Materialien zu bestellen, ohne an der Kampagne teilzunehmen?"

"Es ist nicht möglich einzelne Materialien zu bestellen. Dies ist aus logistischen und lizenzrechtlichen Gründen zur Zeit nicht vorgesehen."

K.m.V. Projektgesellschaft mbH (2008, K.m.V. Kirche mit Vision Projektgesellschaft mbH, Geschäftsführer Kai S. Scheunemann, http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=110, Stand 2008)

Diskussion


"In der Zwischenzeit haben sich mehr als 700 Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine Kampagne entschieden. Weltweit haben inzwischen 40.000 Gemeinden verschiedenster Konfessionen, Ausprägungen und Denominationen an der Kampagne teilgenommen."

Kirche mit Vision K.m.V. Projektgesellschaft mbH (2008, K.m.V. Kirche mit Vision Projektgesellschaft mbH, Geschäftsführer Kai S. Scheunemann, http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=16, Stand 2008)

Diskussion


"Wer hat den finanziellen Nutzen aus der Kampagne?

Die Anmeldegebühr dient im wesentlichen der Übersetzung, Aufbereitung und Zusammenstellung des Materials, der Bereitstellung des Materials im Internet und der Beratung der Gemeinden zum Material und zur Durchführung der Kampagne per eMail oder über die Servicerufnummer.

Die Projektgesellschaft beschäftigt außer dem Geschäftsführer Kai S. Scheunemann (auf Teilzeitbasis) keine weiteren Mitarbeiter. Sollten Gewinne erzielt werden, verbleiben diese in der Projektgesellschaft, um weitere Materialien aus Saddleback zu übersetzen und Projekte, v.a. in Osteuropa, zu unterstützen.

Wie viel Geld fließt nach Amerika?

Es werden keine Lizenzgebühren an PurposeDriven®, die Gemeinde in Saddleback oder Rick Warren abgeführt. Alles Material wurde im Rahmen einer kostenfreien Lizenz zur Verfügung gestellt, damit die hier eingenommenen Anmeldegebühren komplett den Gemeinden vor Ort in Form von Material und Beratung wieder zugute kommen. Dies ist im übrigen in allen Länder der Welt die Vorgehensweise von PurposeDriven®."

Kirche mit Vision K.m.V. Projektgesellschaft mbH  (2009, »Kirche mit Vision« - Wir über uns, www.kirchemitvision.de)

Diskussion


"Bis Anfang 2005 haben über 400 000 Pastoren in 162 Ländern Trainingsangebote seiner [Rick Warrens] »Gemeinde-Gesundheitsprinzipien« in Anspruch genommen.

Sein [Dr. Rick Warrens] E-Mail-Rundbrief MinistryToolBox (Gemeinde-Werkzeugkasten) erreicht über 85 000 Gemeindeleiter. Seine [Dr. Rick Warrens] eigene Gemeinde [Saddleback/Kalifornien] hat in ihren vielen Wochenendgottesdiensten über 40 000 Besucher registriert. Die Einnahmen der Gemeinde aus den Zehnten ihrer Mitglieder belaufen sich jährlich auf insgesamt 27 Millionen Dollar."

Richard Abanes (September 2006, "Rick Warren. Es geht nicht um mich - Die Geschichte einer Vision", ISBN: 978-3417249682)

Diskussion


"Saddleback Church [Gemeindeleiter Dr. Rick Warren, Saddleback/Kalifornien], with an annual budget of US$ 30 million"
"Purpose Driven Ministries [Leitung Dr. Rick Warren], with US$ 47 million in gross receipts in 2004"

(Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Rick_Warren
, Stand 2007)

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"Die Willow Creek Association [Gründer Dr. Bill Hybels] wurde 1992 als Netzwerk zwischen Gemeinden gegründet. Zu diesem Netzwerk gehören heute weltweit etwa 11.000 Gemeinden, deutschlandweit sind es über 300 Partnergemeinden. Jede Gemeinde bezahlt eine Mitgliedgebühr von jährlich 249 Dollar."

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Willow_Creek, Stand 2007)

Diskussion


Drei Ebenen der Partnerschaft" [Willow Creek Netzwerk]

"1. Einzelpartnerschaft" Jahresbeitrag: 

€ 50 (Partnerschaft in Deutschland)
CHF: 100 (Partnerschaft in der Schweiz)

"2. Partnerschaft für Hauptamtliche" Jahresbeitrag:

€ 100 (Partnerschaft in Deutschland)
CHF 180 (Partnerschaft in der Schweiz)

"3. Gemeindepartnerschaft" Jahresbeitrag:

€ 200 (Partnerschaft in Deutschland)
CHF: 350 (Partnerschaft in der Schweiz)

[Nach eigenen Angaben sind etwa 10.000 Gemeinden in 35 Ländern im Willow Creek Netzwerk organisiert. www.willowcreek.de/partnerschaft/partner-gemeinden]

(Quelle: http://www.willowcreek.ch/50.html, Stand 2007)

Diskussion

 

Dr. Rick Warren, Saddleback Church in Lake Forest, Kalifornien


 

"Über 8.000 Gemeinden aus den USA und 19 weiteren Ländern haben sich bislang an 40 Tage - Leben mit Vision beteiligt! Viele dieser Gemeinden berichten nun, dass sie währenddessen die größte Veränderung ihrer ganzen Geschichte erlebten. Hunderte von Pastoren riefen an oder schrieben uns und sagten: "Unsere Gemeinde wird nie mehr die gleiche sein", und "das ist das Größte, was jemals in unserer Gemeinde passiert ist!". [...]

"In der Saddleback Gemeinde experimentieren wir ständig mit neuen Wegen, unseren Mitgliedern geistliches Wachstum zu ermöglichen und in die Gesellschaft hineinzuwirken. ... Ich hoffe und bete, dass Ihre Gemeinde diese Bewegung nicht verpassen wird. Ich lade Sie ein, sich uns anzuschließen."

Dr. Rick Warren (2006, http://www.40-tage-leben-mit-vision.de/index.php?id=176, Stand 2007)

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"Einer der bekanntesten und einflussreichsten Pastoren der Vereinigten Staaten von Amerika, Rick Warren, kommt ... nach Bremen und wird dort als Referent beim Willow Creek-Leitungskongress "Geistlich leiten – auf klarem Kurs" mitwirken.

Rick Warren ist Gründer und Pastor der Saddleback Church in Lake Forest (Kalifornien/USA) die in jeder Woche von ca. 23.000 Menschen besucht wird. Außerdem ist Rick Warren ein erfolgreicher Buchautor. Sein Buch "Leben mit Vision" ist inzwischen weltweit mehr als 30 Millionen Mal verkauft worden.
[Nach Aussage von Rick Warren ("Zwölf", Seite 2, 2007) ist "Leben mit Vision" 2003 u. 2004 das meistverkaufte Buch der Welt.]


(November 2006, http://www.glaube24.de/3576-542-1607-Artikel.html, Stand 2006)

Diskussion


"Willow [Willow Creek] und Warren [Leben mit Vision] - das geht miteinander."

"Beides sind innovative Gemeinden, beide gelten weltweit als Vorbilder gezielten Gemeindeaufbaus, beide werden geleitet von visionären Leitertypen: Willow Creek mit Bill Hybels, und die Saddleback-Church mit ihrem Gründer, dem Southern-Baptist-Pastor Rick Warren. Schon immer haben Pastoren, Mitarbeiter und Gemeindeverantwortliche hierzulande mit Interesse auf neue Ideen und sinnvoll einsetzbares Material reagiert, das den Aufbruch einer Gemeinde fördern kann.

Wer Willow Creek und die vielen Materialien und Impulse dabei als hilfreich erlebt hat, der ist meist auch offen für Ideen aus anderen Gemeinden - zumal dann, wenn Sie sich so gut ergänzen und in einem so ähnlichen, sucher-orientierten und ganzheitlich christlichen Geist arbeiten wie Willow und Saddleback.

Mit seinem Buch „Leben mit Vision“ schuf Rick Warren einen in den USA stark beachteten Bestseller, der als kompakter Glaubenskurs gut in die Arbeit wachstumswilliger Gemeinden passt und in Deutschland auch von vielen Willow-bewegten eingesetzt wird." […]

"Saddleback [Rick Warren] hat Kirchendistanzierte im Blick, arbeitet mit Kleingruppen und vertritt im Wesentlichen dieselben Grundwerte wie Willow Creek."

Ulrich Eggers (2004, Vorsitzender von Willow Creek Deutschland, Pastor im Bund Freier evangelischer Gemeinden, Leiter des Bundes-Verlags Witten und "Aufatmen"-Chefredakteur, http://www.leben-mit-vision.de/fileadmin/presse/S22-23neu.pdf, WillowNetz · 3 / 2004)

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"Die evangelische US-Kirchengemeinde Willow Creek [Nach eigenen Angaben sind etwa 10.000 Gemeinden in 35 Ländern im Willow Creek Netzwerk organisiert. www.willowcreek.de/ partnerschaft/partner-gemeinden] in Chicago (US-Bundesstaat Illinois) setzt auf Popmusik, Theaterstücke und „lebensnahe Beratung“, um Menschen für das Christentum zu begeistern.

„Man muss aber darauf achten, dass der Inhalt die Verpackung bestimmt und nicht umgekehrt“, betonte Maier [Dr. Gerhard Maier, 2001 bis 2005 Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg]."

dpa (18. Februar 2005, Deutsche Presse Agentur, www.dpa.de)

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"Kindergottesdienst oder Sonntagsschule haben sich in vielen christlichen Gemeinden „totgelaufen“. …Nicht selten sei die typische „Sonntagsschultante“ ausgebrannt." [...]

"Anregungen für zeitgemäße Angebote für Kinder will der Promiseland-Kongress vermitteln, der vom 2. bis 4. März in Düsseldorf von der evangelikalen Bewegung Willow Creek Deutschland veranstaltet wird.

Promiseland [Gelobtes Land] nennt die US-amerikanische Willow Creek Gemeinde in South Barrington bei Chicago ihr Angebot für Kinder. Mit rund 18.000 Besuchern am Wochenende ist sie eine der größten Kirchengemeinden in den USA." (idea, 01.03.07)

"In Deutschland arbeiten etwa 1.500 landes- und freikirchliche Gemeinde ganz- oder teilweise nach dem Promiseland-Konzept. Um zu lernen, wie man Kinder begeistern kann, solle man sich Spielshows im Fernsehen anschauen, rieten die Musiktherapeutin Febe Olpen (Bayreuth) und der baptistische Jugendpastor Daniel Kliemt (Siegen). Sie verantworten Promiseland im Leitungskreis von Willow Creek Deutschland." (idea, 05.03.2007)

idea (März 2007, Müde Sonntagsschultanten werden munter, Willow Creek Promiseland-Kongress 2007, www.idea.de)

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"Die Megachurches in den USA [als Megachurch gilt eine Kirche mit wöchentlich mehr als 2000 Besucher] sind riesige Wohlfühltempel mit Unterhaltungsprogramm." [...]

"Die Megachurches verpacken und verkaufen Religion anders als je zuvor: benutzerfreundlich, praktisch, lebensnah, modern. Der Christ ist Kunde hier, denn die Kirchen haben viel von Malls und anderen Errungenschaften des Kapitalismus gelernt.
Sie umwerben ihre Besucher mit beträchtlichem  Unterhaltungsaufwand,  ausgeklügelter technischer Ausstattung, Rundumangebot für Erfolg im Privatleben und Beruf und einer peppigen Alles-wird-gut-Botschaft."

SPIEGEL spezial (September 2006, Weltmacht Religion, Seite 30 u. 32)

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"Die Musik wurde lauter. Die Predigt kürzer. Der Mensch eroberte den Mittelpunkt des Geschehens. Die Lehre wurde angepasst. Einige zumeist ältere Christen verließen schweren Herzens die Gemeinde. Sie konnten nicht fassen, was sich binnen weniger Jahre ereignet hatte."

Wilfried Plock (März 2004, Gott ist nicht pragmat
isch. Wie Zweckmäßigkeitsdenken die Gemeinde zerstört, Seite 11, ISBN-10: 3935558678)

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"Willow Creek ist eine Meile breit und einen halben Zoll tief"

G. A. Pritchard (1999, Willow Creek – die Kirche der Zukunft?, Seite 264, CLV, ISBN 3-89397-262-5)

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"Im Jahr 2004 erschien das Buch "Gott ist nicht pragmatisch. Wie Zweckmäßigkeitsdenken die Gemeinde zerstört". Verfasser ist Wilfried Plock, der als "Evangelist und Gemeindeberater" tätig und seit 1995 Vorsitzender der Konferenz für Gemeindegründung ist, einer Initiative, in der sich in den letzten Jahren zahlreiche neue Gemeinden (freie Brüdergemeinden, freie Baptisten, Biblische Missionsgemeinden etc.) netzwerkartig zusammengeschlossen haben.

Plocks Buch setzt sich kritisch mit in Deutschland populären evangelikalen Initiativen und Trends auseinander. Thematisiert werden u.a. die Gemeindewachstumsbewegung, Alpha-Glaubenskurse für Erwachsene, die evangelistische Aktion ProChrist mit Satellitenübertragung in zahlreiche europäische Länder, das Konzept von besucherzentrierten Gottesdiensten (Willow Creek), die Bücher des Gründers der Saddleback Community Church, Rick Warren, "Kirche mit Vision" und "Leben mit Vision", die auch in Deutschland intensiv gelesen und als Therapie für kleiner werdende und missionsmüde Gemeinden empfohlen werden.

Plock hat den Eindruck, dass in manchen evangelikal geprägten Gemeinden Marketingmethoden mehr Gewicht haben "als die Briefe des Apostels Paulus". Er kritisiert das Zahlen- und Wachstumsfieber, spricht von "verhängnisvollen Veränderungen", von Prozessen problematischer kultureller Anpassung und dem Verzicht evangelikaler Gemeinschaftsbildungen darauf, Kontrastgesellschaft zu sein. "Der Pragmatismus verändert zuerst die "Verpackung" des Evangeliums, dann die Botschaft selbst und schließlich die Identität von Gemeinden." [...]

"In der Außenperspektive lassen sich sowohl Plocks Position wie auch die von ihm kritisch beleuchteten evangelikalen Initiativen unter dem Stichwort Evangelikalismus zusammenfassen.

Das Beispiel zeigt, wie schwer es ist, von den Evangelikalen zu sprechen. Welche Evangelikalen sind gemeint? Die Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium", die sich ähnlich wie Plock äußert, oder die Deutsche Evangelische Allianz, die ProChrist und Willow Creek mit Nachdruck unterstützt?

Stellungnahmen zur evangelikalen Bewegung und zum christlichen Fundamentalismus erfordern differenzierende Wahrnehmungen und Urteilsbildungen, insbesondere eine Klärung dessen, was gemeint ist, wenn von Fundamentalismus bzw. Evangelikalismus geredet wird."

Dr. Reinhard Hempelmann (2006, Theologe, Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) Berlin, EZW Materialdienst-Einzelheft 1/2006, Sind Evangelikalismus und Fundamentalismus identisch?)

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Dr. Reinhard Hempelmann, Leiter EZW Berlin


 

"Das [Willow Creek] ist eine amerikanische Religionsfirma, privat organisiert mit drei bis vier Theologen und über 100 PsychologInnen und SozialarbeiterInnen. Das ist Amerikanismus pur."

Evangelikaler "Amerikanismus missioniert bei uns in strategischer Breite, unterstützt von politischen Aktivitäten und ehrgeizigen Kirchenleuten, um die sie störenden Widerständigkeiten des alteuropäischen „sozialistischen“ Kirchen-Christentums auch bei uns auszutreiben.

Was sie als Ersatz anbieten, sieht manchmal so aus wie ein entschiedener christlicher Bibel-Fundamentalismus. Aber er ist nicht einmal mehr das. Er tut nur „biblisch“." [...]

"Wie viele Funktionsträger im Raum der Kirche helfen nun schon bei dieser Amerikanisierung auch unserer kirchlichen Verhältnisse – völlig unkritisch mit? Wie viele unterstützen ohne nachzudenken die evangelikalen „World Changers“ (so nennen sie sich selbst), nur weil sie eben auch ein bisschen „Erfolg“ haben wollen? Es wird Zeit, aufzuwachen und mit einem entschlossenen „quod non“ die protestantische Identität zu bewahren, die es sehr wohl wert ist bewahrt zu werden."

Dr. Richard Ziegert (2006, Ev. Theologe, bis 2011 Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche der Pfalz, 1. Abschnitt: 14. Oktober 2006, "Politik der Götter, Europa und der neue Fundamentalismus" OK [Offene Kirche] Mitgliederversammlung, Stuttgarter Erlöserkirche. 2. Abschnitt: 2006, "Das protestantische Schisma", Pfälzisches Pfarrerblatt)

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"Unsere Kirchenwelt wurde immer schwärzer gemalt und die Allianz [Evangelische Allianz] errichtete systematisch eine Parallelorganisation nach der anderen gegen die vorhandenen Kirchenstrukturen. [...]

Die Behauptung der Einheit und das rituell-feierliche Beschwören ihrer »Visionen« überspielt die großen internen Differenzen" ... "Immer deutlicher betont die »Allianz« ihre eigene »kirchliche« Rolle auch in der Öffentlichkeit. [...]

95–98% des Mitgliederzuwachses der neoevangelikalen Gruppen und Gemeinden sind nur Transfergewinne aus Landeskirchen und vor allem – und dort inzwischen besonders schmerzlich – aus den traditionellen Freikirchen und dem immer weiter abmagernden Gnadauer Verband [Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften].

Das Schlimme daran ist für uns, dass die von uns oft selbst zugelassene Abwerbung nicht kirchliche Randsiedler betrifft, sondern unsere Kerngemeinde und uns nach jeder neuen Aktion irgendwo wieder wichtige Mitarbeiter fehlen."

Pfarrer Dr. Richard Ziegert (2003, bis 2011 Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche der Pfalz, Deutsches Pfarrerblatt, Nr. 6/ Juni 2003; S.291ff, Die EKD-Kirchen angesichts der Globalisierung)

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"Mein Ziel ist es, das Christentum als eine Weltreligion zu zerstören und als ein Katalysator zu wirken für die Bewegung von Jesus Christus.
Manche Leute regen sich über mich auf, weil es so klingt, als sei ich antichristlich. Ich denke, sie könnten recht haben."
["My goal is to destroy Christianity as a world religion and be a recatalyst for the movement of Jesus Christ. Some people are upset with me because it sounds like I’m anti-Christian. I think they might be right."]

Erwin R. McManus (März 2005, Interview mit dem Christian Examiner,
Quelle: http://www.christianexaminer.com/Articles/Articles Mar05/Art_Mar05_09.html)

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"Wachsende Gemeinden erfordern wachsende Leiter. Dieses Buch [Erwin R. McManus, Eine unaufhaltsame Kraft. Gemeinde, die die Welt verändert] wird Ihnen auf dem Weg behilflich sein."

Dr. Rick Warren (November 2005, Vorwort von Rick Warren für Erwin R. McManus: "Eine unaufhaltsame Kraft. Gemeinde, die die Welt verändert", Seite 14, ISBN 3865910572)

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"Erwin McManus ist Hauptpastor der Mosaik Church in Los Angeles in Kalifornien. Mosaik entstand als spiritueller Angelpunkt für die zukünftige Kirche.
Als Gründer von Awaken arbeitet Erwin mit einem Team von Träumern und Pionieren zusammen, die sich spezialisiert haben auf dem Gebiet, der Förderung und Freisetzung von persönlicher Kreativität."

www.newleaders.ch (November 2006, http://www.newleaders.ch/upload/kongressjournal_nl2006.pdf, Seite 3)

[Erwin McManus, Hauptreferent Jugendleiterkongress newleaders am 18. & 19. November 2006 auf St. Chrischona Schweiz]

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"Der Künstler im geistlichen Leiter malt ein Bild von einer idealen Welt - seine Vorstellung davon, wie die neue Kultur aussehen sollte. Solche Leiter nutzen ganz unterschiedliche Begabungen, um ein solches Bild zu schaffen. Sie formen Metaphern durch Worte. Sie motivieren durch eine bezwingende Vision die Fantasie. Sie inspirieren Menschen dazu, an die Umsetzbarkeit des Ideals zu glauben." (Seite 187)

"Wenn Sie eine Gemeinde länger als fünf Jahre geleitet haben, spiegelt die Gemeinde ziemlich wahrscheinlich wider, wer Sie sind. Wenn Sie die Stellung des Leiters haben und das Ethos der Gemeinschaft nicht Ihre Kernwerte spiegelt, dann sind möglicherweise gar nicht Sie der Leiter, sondern jemand anderer." (Seite 191)

"Die Qualität eines Leiters zeigt sich in den Maßstäben, die er sich selbst setzt." (Zitat auf Seite 197, nach Ray Kroc)

"Es ist schwer zu glauben, dass eine Bewegung, die von Visionären und Träumern geboren wurde, heute vor allem für ihre Traditionen und Rituale bekannt ist. Wenn Sie auf Ihre eigene Gemeinde blicken und ehrlich einschätzen, was dort am Wichtigsten ist, würden Sie dann sagen, dass Ihre Gemeindemitglieder mehr Interesse haben, schöpferisch tätig zu werden, als die tradierten Werte zu pflegen? Die Kirche sollte ein Ort sein, an dem Träumer gefördert werden und Visionäre Beachtung finden." (Seite 190)

"Die Umgestaltung einer Kultur ist ein unglaublich zerbrechliches und explosives Unterfangen. Zahllose Pastoren können Geschichten erzählen, wie sie bei einer Gemeindewachstums-Konferenz erstmals davon erfahren haben, was Gott durch ihre Gemeinde tun könnte. Sie kamen entmutigt und gehen entschlossen. Sie sind mit Vision, Begeisterung und Hoffnung erfüllt. Sie haben gelernt, wie sie ihren Gemeinden am Besten dabei helfen, aufzublühen und ihre Rolle als Botschafter Christi zurückzugewinnen. Es widerspricht jeglicher Logik, dass geistliche Leiter, die mit so viel Gutem in ihren Herzen in ihre Heimatgemeinden zurückkehren, so viel Schmerz ernten.

Wenn solche Leiter sich entschließen, ihre Gemeinde durch den alles entscheidenden kulturellen Übergang zu führen, reichen die Anschuldigungen von Seiten ihrer Gegner von „Zerstörung des Ansehens" bis hin zu „Theologischem Liberalismus". Während die Beschuldigungen variieren, ist der zentrale Punkt doch der gleiche: Der Pastor hat sich verändert, Sie haben sich verändert - und das, nach Ansicht Ihrer Gegner, nicht zum Besseren. Doch während dieser ganzen Zeit gibt Ihnen die Vision, die Sie empfangen haben, einen neuen Blick dafür, was Gemeinde sein kann, und ein neues Gespür der Verantwortung, wohin Sie die Menschen fuhren sollen, die Gott Ihnen anvertraut hat."  (Seite 248/249)

Menschen, die Sie zu leiten hoffen, müssen sehen, dass Ihr Leben um die Herzensanliegen, die Sie vertreten, neu gestaltet wurde.
Ich erinnere mich noch an eine Zeit, als Dinge bei Mosaic [Gemeinde Mosaic, Gemeindeleiter: Autor Erwin R. McManus] nicht so gut liefen. Menschen, die wir liebten und für die wir sorgten hatten wegen des schmerzlichen Übergangsprozesses beschlossen, die Gemeinde zu verlassen. Dreimal musste ich beobachten, wie die Gemeinde von ungefähr fünfhundert Besuchern auf über neunhundert wuchs und dann wieder abnahm. Das dritte Mal schien am schmerzhaftesten zu sein. Ich fragte mich, ob ich die Energie hätte, dieser Herausforderung noch einmal zu begegnen. (Seite 252)

"Der letzte Schritt beim Aufbau einer Kultur der Veränderung ist die Integration des Prozesses in alle Bereiche der Gemeindearbeit. […] Die Kirche muss von allen als ein Katalysator der Veränderung verstanden  werden, und jeder  gemeindliche Prozess muss aus dieser Perspektive betrachtet werden. Im frühen Stadium des Prozesses ist es wichtig, sicherzustellen, dass man nicht alles ändert und dass man die, denen man den Prozess präsentiert, an all die Dinge erinnert, die sich nicht ändern. Jetzt kommt es darauf an, den Menschen deutlich zu machen, dass es um Veränderung geht, nicht nur um Veränderungen.

Und da jede Veränderung auch Verluste mit sich bringt, ist es erneut wichtig, dass der Leiter die Gemeinde durch den Veränderungsprozess führt.
Dabei geht es nicht so sehr darum, der Befürworter der Veränderung zu sein, sondern ein Vorbild. Wenn das Volk Gottes sieht, dass seine geistlichen Leiter um anderer willen Opfer bringen, und dass sie die ersten sind, die um des Evangeliums willen zu Veränderungen bereit sind, werden sie den Weg eher mitgehen.

Das ultimative Ziel des Veränderungsprozesses ist nicht die Umsetzung einer einzigen Veränderungsphase, egal, wie wichtig diese ist. Das ultimative Ziel besteht darin, das Volk Gottes durch eine Reise zu führen, die sie von einem Übergang in eine echte und dauerhafte Kultur der Umgestaltung führt." (Seite 262 u. 263)

Erwin R. McManus (November 2005, Eine unaufhaltsame Kraft. Gemeinde, die die Welt verändert, Vorwort: Dr. Rick Warren, ISBN 3865910572)

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"Mein Ziel ist nicht, dass alle an meine Vision glauben sollen. Mein Ziel ist eine visionäre Gemeinschaft, in der jeder - auch jeder Neuling - wilde, überdimensionale Träume und Visionen hat."

Erwin R. McManus (September 2005, Go wild! Schluss mit dem braven Christsein, Seite 75, ISBN: 3417244846)

[Erwin R. McManus, Referent auf dem Willow-Creek-Kongress „Evangelisation mit Zuversicht“ in Braunschweig am 10.–12. November 2005]

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"Wer seinen Traum von einer christlichen Gemeinschaft mehr liebt als die christliche Gemeinschaft selbst, der wird zum Zerstörer jeder christlichen Gemeinschaft, und ob er es persönlich noch so ehrlich, noch so ernsthaft und hingebend meinte.

Gott hasst die Träumerei; denn sie macht stolz und anspruchsvoll. Wer sich das Bild von einer Gemeinschaft erträumt, der fordert von Gott, von dem Anderen und von sich selbst die Erfüllung. Er tritt als Fordernder in die Gemeinschaft der Christen, richtet ein eigenes Gesetz auf und richtet danach die Brüder und Gott selbst.

Er steht hart und wie ein lebendiger Vorwurf für alle im Kreis der Brüder. Er tut, als habe er erst die christliche Gemeinschaft zu schaffen, als solle sein Traumbild die Menschen verbinden. Was nicht nach seinem Willen geht nennt er Versagen. Wo sein Bild zunichte wird, sieht er die Gemeinschaft zerbrechen.
So wird er erst zum Verkläger der Brüder, dann zum Verkläger Gottes und zuletzt zu dem verzweifelten Verkläger seiner selbst."

Pfarrer Dr. Dietrich Bonhoeffer (September 1938, Gemeinsames Leben, 28. Aufl./ Juli 2006, Seite 24, ISBN: 3579071319)

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"Die Gemeinde muss sich akklimatisieren an eine Welt, die sich ständig verändert, oder sie wird sich zur Bedeutungslosigkeit oder sogar zum Aussterben verurteilen.

Das ist ein ganz wichtiger, verführerischer Grundsatz bei McManus [Buch: Eine unaufhaltsame Kraft. Gemeinde, die die Welt verändert, Vorwort: Dr. Rick Warren, siehe Abschnitt oben] und anderen modernen Gemeindewachstums-Lehrern. Völlig im Gegensatz zur Bibel lehrt er, die Gemeinde müsse in ständiger Veränderung existieren und sich immer wieder selbst „neu erfinden“. Damit wird die beständige Bindung an das Wort Gottes und die inspirierten Gemeindeordnungen der Schrift außer Kraft gesetzt.

McManus fordert die Leiter auf: „Sie müssen eine klare Theologie der Veränderung entwickeln – eine Theologie, die den Übergang zu Neuem und die Umgestaltung verlangt“. Die einfachen Gemeindemitglieder werden durch die ständigen – von den Führern vorgegebenen – Veränderungen verwirrt und entmündigt und ihrer festen Orientierung beraubt.

Nur die Führung mit ihrer „Vision“ und den „großen Träumen von Gott“ hat das Heft noch in der Hand.

Wenn schon der Ausgangspunkt dieser ständigen Veränderungen ein unbiblisches und weltförmiges Gebilde ist, bis in welche Tiefen des Glaubensabfalls wird dann die „Emerging Church“ in 20 Jahren mutiert sein? Die völlig unbiblische Vorgabe der „ständigen Veränderung“ ist ein Mittel auch der modernen Managementtheorien zur Manipulation und Steuerung von Organisationen. Das Ziel ist eine angebliche Höherentwicklung und Selbstvervollkommnung durch ständige bessere Anpassung – und dieses Ziel hat in den Managementlehren eines Peter Drucker oder Ken Blanchard [siehe unten, “What Would Buddha do at Work?”] mystische und New-Age-Hintergründe.

McManus fordert die Gemeinde auf, geistliche Ordnungen und Grundsätze des biblischen Gemeindelebens preiszugeben, die er als „Traditionen und kulturelle Vorlieben“ abtut. Wie die Vorläufer der „Gemeindewachstumsbewegung“ macht er den modernen ungläubigen Menschen zum Maßstab, an dem sich das Gemeindeleben auszurichten hat."

Rudolf Ebertshäuser (Dezember 2006, freier Verlagslektor, 1995 – 2003 Mitarbeit an der Revision der Schlachter-Bibel, Leonberg bei Stuttgart)

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"Does Buddha have anything to offer non-Buddhists in the workplace? My answer is a wholehearted, enthusiastic 'Yes!'"
["Hat Buddha den Nicht-Buddhisten am Arbeitsplatz etwas anzubieten? Meine Antwort ist ein "Ja" von ganzem Herzen".]

"As a follower of Jesus I believe He is the truth and the way. So I look for my inspiration from Him as documented in the Bible."
["Als ein Nachfolger Jesu glaube ich, dass Er die Wahrheit und der Weg ist. Deshalb suche ich meine Inspiration bei Ihm, wie in der Bibel belegt."]


"And yet, in our company we have people of all faiths as well as people who center their faith in the goodness of human beings. [...] As a result, many of our people would delete my morning messages if they thought I was only coming from a Christian perspective."
["Doch in unserer Firma haben wir sowohl Leute aller Religionen als auch Leute, die ihren Glauben in das Gute im Menschen richten. [...] Als Folge davon würden viele unserer Leute meine Morgenbotschaft löschen, wenn sie denken würden, sie käme (wörtlich: ich käme) nur aus einem christlichen Blickwinkel.]

"
So I look for inspirational messages from a variety of sources besides Jesus. Our folk get to hear words of wisdom form great prophets and spiritual leaders like Buddha, Mohammed, Moses, Mahatma Gandhi, Yogananda, and the Dalai Lama" [...]
[Deshalb suche ich inspirative Botschaften aus einer Vielfalt von Quellen neben Jesus. Unsere Leute hören Worte der Weisheit von großen Propheten und spirituellen Führern wie Buddah, Mohammed, Moses,"] [...]


"Throughout this book, Buddhas insights and words help us create a kinder and gentler workplace. Jesus would approve. ..." [...]
["Durch das ganze Buch hindurch helfen uns Buddhas Erkenntnisse und Worte einen netteren und sanfteren Arbeitsplatz zu schaffen. Jesus würde es gutheißen..."] [...]

"Buddha points to the path and invites us to begin our journey to enlightenment"
["Buddha deutet auf den Pfad und lädt uns ein, unsere Reise zur Erleuchtung zu beginnen. Ich lade Sie ein, Ihre Reise zu erleuchteter Arbeit zu beginnen."]


Dr. Kenneth Blanchard (Juni 2001, Kenneth Blanchard wrote the foreword to: “What Would Buddha do at Work?” Seastone, ISBN: 1569753008, Seite 11-12. Vorwort zum Buch "Was würde Buddha am Arbeitsplatz tun?")

Diskussion


"Ken Blanchard [siehe oben] und Bill Hybels [Gründer der Willow Creek Community Church] sprechen auf Tagungen und Zusammenkünften in der ganzen Welt. Ihre Botschaften sind auch auf Hör- und Videokassetten erhältlich."

Dr. Kenneth Blanchard
, Dr. Bill Hybels u. Phil Hodges (November 2000, Das Jesus-Prinzip. Führen mit biblischer Weisheit,
Seite 175, Verlag: Gerth Medien; Auflage: 3., Aufl. ISBN: 3894903392)

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"Lead Like Jesus" [...]
"Jesus is simply the greatest leadership modell of all time"

Dr. Rick Warren
[Leben mit Vision], Dr. Kenneth Blanchard [siehe oben] und Dr. Bill Hybels [Gründer der Willow Creek Community Church] (30. Juni 2004, Lead Like Jesus, Audio CD, Verlag: Oasis Audio, ISBN: 1589267281)

Diskussion


"In diesem Buch [Das Jesus-Prinzip. Führen mit biblischer Weisheit] möchten wir Menschen aus allen Glaubens-, Kultur und Erfahrungshintergründen, die etwas über effektives Führen lernen wollen, dazu einladen, einen anderen Blick auf das »Führungsgenie« Jesus zu werfen. Drei Jahre lang lebte dieser die radikale Form eines dienenden Führungsstils vor, durch den er ganz gewöhnliche Menschen befähigte, den Lauf der Geschichte entscheidend zu verändern." [...] (Seite 9)

"Ken Blanchard und Bill Hybels [Gründer der Willow Creek Community Church] sprechen auf Tagungen und Zusammenkünften in der ganzen Welt. Ihre Botschaften sind auch auf Hör- und Videokassetten erhältlich." (Seite 175)

Dr. Kenneth Blanchard
, Dr. Bill Hybels u. Phil Hodges (November 2000, Das Jesus-Prinzip. Führen mit biblischer Weisheit, Verlag: Gerth Medien; Auflage: 3., Aufl. ISBN: 3894903392)

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Dr. Kenneth Blanchard (siehe oben)

 


"Bibel-treu oder Jesus-treu?" ...

"Die evangelikale Beziehungskrise zu Jesus. Sprich: Das Verherrlichen einer bibel-gebundenen Rechtgläubigkeit, die sich ans Wort hält und deswegen so gut auch ohne die mühsam-zeitfressende Rückkopplung mit dem lebendigen Jesus auskommen kann.

Bibel-treu statt Jesus-treu.. Bibeltreu ist einfach, klar, schwarz-weiß, lässt sich schriftlich fassen, klar abgrenzen, bis zum bitteren Ende auskämpfen, intellektuell abarbeiten.
Jesus-treu? Was ist denn das? Ist das nicht schwammig? Und mühsam?" ... "Bei einer Buch-Religion muss ich gar nicht mehr um Wunder beten, den Lebendigen suchen, auf das Flüstern des Heiligen Geistes setzen - ich habe ja das Buch." [...]

"Wir sind keine Buch-Religion wie der Islam, sondern leben einen Beziehungs-Glauben."

Ulrich Eggers (2006, Vorsitzender von Willow Creek Deutschland, Pastor im Bund Freier evangelischer Gemeinden, Leiter des Bundes-Verlags Witten und "Aufatmen"-Chefredakteur, Aufatmen 02/06, Seite 95-96)

Diskussion


"Wenn wir das Meditieren lernen wollen, bieten unsere Träume einen recht guten Ansatzpunkt. Wir brauchen dann unsere Aufmerksamkeit nur auf etwas zu lenken, was wir bereits tun. Fünfzehn Jahrhunderte lang betrachtete man in der Christenheit Träume als einen natürlichen Weg, auf dem die geistliche Welt in unser Leben einbricht." [Seite 29]


"In Ihrer Vorstellung erlauben Sie nun Ihrem geistlichen Sein, sich, von Licht erfüllt, aus Ihrem irdischen Körper zu lösen. Schauen Sie noch einmal zurück, so dass Sie sich selbst dort im Gras liegen sehen können, und beruhigen Sie Ihren Körper, dass Sie gleich wieder zurück sein werden." [...]

"Schauen Sie auf Ihren Körper zurück, auf die Wiese und den Wald, wie Sie immer kleiner werden, während Sie sich davon entfernen. Tauchen Sie immer tiefer in das Weltall hinein, bis Sie nichts mehr umgibt als die wärmende Gegenwart des ewigen Schöpfers [...]

Achten Sie sorgfältig auf jede Anweisung, die Sie empfangen." [Seite 34]

Richard Foster (Mai 1985, Nachfolge feiern. Geistliche Übungen neu entdeckt, Edition Aufatmen, Seite 29 u. 34, 2. Aufl. 1997, Bundes-Verlag Witten, ISBN 3926417315 - auch Erschienen im R. Brockhaus-Verlag ISBN 3417244005 u. Oncken-Verlag; Auflage: 2. Aufl. 1988 ISBN 9783789332685)

[Herausgeber: Ulrich Eggers, 1.Vorsitzender von Willow Creek Deutschland/Schweiz]


Richard Foster [siehe oben], Veröffentlichungen (Auszug):

EiNS, 1/2007, "Das immerwährende Gebet" von Richard Foster, S. 13-14
EiNS, Zeitschrift der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA)

AUFATMEN, Spiritualität - ein kritischer Zwischenruf Foster, Richard J. 04/05, S.14
AUFATMEN, Innere Stärke Foster, Richard J. 02/02, S.28
AUFATMEN, Verschwiegenheit leben Foster, Richard J. 01/02, S.20
AUFATMEN, In der Gegenwart Gottes Leben Foster, R., Smith, J. 01/01, S.22
AUFATMEN, Unsere Angst vor der Stille Foster, Richard J. 04/99, S.69
AUFATMEN, Sich überraschen lassen von Gott Foster, Richard J. 02/99, S.8
AUFATMEN, Angst vor der Einsamkeit Foster, Richard J. 04/98, S.71
AUFATMEN, Leicht wie eine Feder Foster, Richard J. 02/98, S.4
AUFATMEN, Gebet & Meditation Foster, Richard J. 03/97, S.38
AUFATMEN, Mit Vollmacht für andere beten Foster, Richard J. 02/97, S.22
AUFATMEN, Vier Missverständnisse Foster, Richard J. 01/97, S.32
AUFATMEN, Das immerwährende Gebet Foster, Richard J. 04/96, S.34
AUFATMEN, Das Gebet der Verlassenen Foster, Richard J. 03/96, S.26
AUFATMEN, Das Gebet des Verzichts Foster, Richard J. 02/96, S.44
AUFATMEN, Gottes Liebeslied hören Foster, Richard J. 01/96, S.50

Christliche Magazin "AUFATMEN"
Redaktionsleitung: Ulrich Eggers, 1.Vorsitzender von Willow Creek Deutschland/Schweiz,
P
astor, Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG), Leiter des Bundes-Verlags Witten]

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"Spirituell-mystische Gestaltung mit Erlebnischarakter" […]

"Dunkelheit wird bevorzugt, da sie ein Gefühl von Spiritualität vermittelt. Mittelpunkt des Gottesdienstes ist die ganzheitliche Erfahrung." [Seite 101]
[Anweisungen für die Gottesdienstgestaltung:]
Kollekte 75% Licht … Predigt 80% Licht … Stille und Gebet 20% Licht … Anbetungszeit 25% Licht … Zeugnis 30 % Licht [insgesamt werden für einen Gottesdienst 16 Lichtwechsel vorgeschlagen] [Seite 246]

"Ich trat auf den Tisch zu und roch den Duft der Räucherstäbchen, sah, wie der Rauch aufstieg, und las den Bibelvers. … Es war für mich ein heiliger Augenblick" [Seite 158]

Dan Kimball (September 2005, Emerging Church - Die postmoderne Kirche. Spiritualität und Gemeinde für neue Generationen, Vorwort von Rick Warren, Seite 101, 246 u. 158, ISBN 3865910424)

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Dr. John MacArthur (siehe unten)


 

"Der Sturmangriff der „Emerging Church“ ["Die sich entwickelnde Kirche", http://de.wikipedia.org/wiki/ Emerging_Church] gegen die unmissverständliche Klarheit der Schrift, ist der gefährlichste Angriff den ich je gesehen habe. ... Wenn du bis heute noch nichts von der „Emerging Church“ gehört hast, dann wirst du es bestimmt in der Zukunft noch tun. ...

Menschen in der „Emerging Church“ betonen immer wieder, dass die äußere Form des Glaubens Ansichtssache und stark mit persönlichen spirituellen Erfahrungen verbunden sei. Sie verwerfen den Gedanken, dass Gottes Wort klar und für alle Menschen verständlich ist.
Mit anderen Worten: Jede Form der biblischen Lehre, die mir und dir wichtig erscheint, muss endlos neu ausgelegt, angezweifelt und allenfalls komplett abgelehnt werden. Alles muss hinterfragt und demontiert werden.
Während die Christen aus Beröa (Apg 17,11) jede Lehre anhand der Schrift, dem einzig verbindlichen und zuverlässigen Maßstab, beurteilten, betrachten Anhänger der „Emerging Church“ Gottes Wort als zu mystisch, als dass man darin verbindliche Wahrheiten erkennen könnte. In ihren Augen gibt es keine allgemeingültige Wahrheit."

Dr. John MacArthur (02. Mai 2007, EMERGING CHURCH. Wie soll man auf die stetig wachsende „Emerging Church“ reagieren?, http://en.wikipedia.org/wiki/John_F._MacArthur)

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"Emerging Church - Confessions of a postmodern mind"

"Unser Denken ist anders

Pluralismus ist normal und nicht angstbesetzt. Traditionen werden radikal in Frage gestellt, nach ihrer Relevanz bewertet und aussortiert, was nicht passt. Bibel, Kirche, Theologie, Wahrheit und Ethik gehören dazu.
Alles ist relativ. Wahr ist nur, was ich erleben und anfassen kann. Es gibt viele Religionen, die ihren Platz in der Welt haben. Wir können zwar alles wissen, aber irgendwann hat Wissen keinen Reiz mehr. Dann beginnt die neue Suche nach dem, was relevant ist, nach Leben, Sinn, Erfüllung, Transzendenz, denn wir haben gerade keine Werte mehr. Wir wollen gute – zur Not auch alte – Werte zurückerobern und frisch leben." [...]

"Unser Gottesbild ist anders

Wir haben keine Angst mehr. Wir brauchen nicht von einem negativen Gottesbild befreit zu werden. Gott ist für uns. Gott ist gut, positiv, manchmal harmlos. Wir sehen Gott als Partner und Gegenüber. Der Heilige Geist wird nicht mehr übersehen. Gott ist trinitarisch und damit voll multitaskingfähig. Er ist da, real, nah und fern." [...]

"Unsere Art Bibel zu lesen ist anders

Sie ist die große Geschichte Gottes mit den Menschen. Sie legt mich aus - und weniger ich sie. Sie ist kein Steinbruch für theologische Akrobatiken und keine ethische Gebrauchsanweisung für das Leben.

Unsere Spiritualität ist anders

Wir wollen Spiritualität. In neuen Formen. Wir wollen unser Leben mit anderen gemeinsam leben und gleichzeitig unserer Individualität Ausdruck verleihen. Wir haben keine Berührungsängste gegenüber anderen geistlichen Traditionen. Wir integrieren Spiritualität von außerhalb des Christentums in Formen von Meditation, Sinnlichkeit, Ästhetik, Lifestyle." [...]

"Unsere Glaubensüberzeugungen sind anders

Wir glauben an die Schöpfung und die Evolution. Wir glauben, dass Menschen durch Jesus zu Gott kommen - und manche auch anders. Wir brauchen keine Hölle, um an den Himmel zu glauben. Und wir brauchen sie auch nicht, um Menschen für Jesus zu begeistern.
Wir sind nicht mehr konfessionell. Wer glaubt, wird an seinem Herzen erkannt, nicht an seinem Dogma. Wir denken nicht in Konfessionen, sondern in Bewegungen und Netzwerken. Eine wissenschaftliche, apologetische, verwaltende Theologie ist uns suspekt und wir verzichten auf den Kampf um absolute Wahrheiten." [...]

"In den kommenden Jahren werden wir noch einige Kompromisse zwischen Leben, Denken und Glauben bestehender Generationen aushandeln. Aber es wird nicht mehr lange dauern, bis wir komplett in einer neuen Zeit leben. Diese neue Zeit gilt es zu gestalten! Wir müssen etwas Neues schaffen. Denn dieses Neue gibt es noch nicht.
Ein paar Zeichen und Wege sind zu erahnen, aber das sind noch vage Spuren, die wie Fußspuren unter frisch gefallenem Schnee verschwinden. Am Anfang kannst du ihnen noch folgen, aber dann musst du den Weg selber finden ...

Es gilt aufzustehen, Neues zu denken, Neues zu entwickeln, die Welt zu erobern!"

blog EmergingChurch (16. März 2008, EmergingChurch, Kirche_Der_Zukunft, Postmoderne, Confessions of a postmodern mind http://www.futurefaith.de/search/label/EmergingChurch)

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Kreuzfahrer (siehe unten)

 


"Die Kreuzfahrer haben Gottes Auftrag auf tragische Art missverstanden; das ist jedem klar, der Gott kennt. Dennoch erinnert mich Douglas' Legende an eine Sehnsucht, die in mir schlummert. Ich bin davon überzeugt, dass in jedem Nachfolger Christi der Wunsch existiert, für das Herz Gottes zu kämpfen. Zu Gott zu gehören bedeutet, zu seinem Herzen zu gehören. Wenn wir Jesus wirklich nachfolgen, dann ruft eine Stimme in uns: »Kämpfe für das Herz deines Königs!«

In den letzten zweitausend Jahren hat sich die Christenheit jedoch von einem kämpferischen Clan zu einer Religion von Mitläufern entwickelt. Wer sich aber für die Nachfolge Jesu entscheidet, wird Teil einer Revolte. Gläubig zu sein reicht nicht aus. […]

Jetzt, in diesem Moment, findet eine Invasion der Wilden statt. Sie kommen aus allen vier Himmelsrichtungen und sind unvorstellbar zahlreich. Als Jesus auf unserer Erde war, hat die Invasion begonnen. Genau wie damals ärgern sich auch heute die religiösesten Menschen am meisten darüber und nehmen den größten Anstoß. Wilde sind bei den Zivilisierten unwillkommen und bei den Braven gefürchtet. [...]

Wir wurden nicht darin geschult, große Heldentaten zu begehen oder einen bedrohlichen Feind zu bekämpfen. Uns wurde nicht einmal beigebracht, dem großen Traum nachzujagen, für den wir erschaffen wurden. Stattdessen haben wir das Christentum zu unserem goldenen Käfig gemacht, dem wir nur entkommen, wenn wir Mut haben auszubrechen. Alles für die Freiheit zu riskieren, ist unsere einzige Chance - und die einzige Hoffnung der Menschheit.

Jesus geht verloren in einer Religion, die seinen Namen trägt. Die Menschen gehen verloren, denn sie können Jesu Leute im Christentum nicht finden. Das Christentum ist schwach, zahm und zivilisiert geworden. Wir haben vergessen, dass es eine finstere Macht gibt, die Hoffnungen, Träume und Seelen des Menschelns ohne Gott stiehlt. Es wird Zeit, den Ruf der Wildnis zu hören, den Stamm der Wilden zu gründen und die wilde Revolte zu schüren. Lassen Sie uns zum Angriff übergehen!  [...]

Es ist keinesfalls undenkbar, sondern Tatsache: Gott selbst löste eine Welle des Aufstands gegen Kirchen und Institutionen aus, die seinen Namen tragen. Wenn er das Judentum auf den Kopf gestellt hat, glauben Sie also ja nicht, dass unsere Institutionen vor einer göttlichen Revolte verschont werden. Ich bin davon überzeugt, dass auch heute Massen von Nachfolgern Christi es satt haben, dass die Kirche ihre Spielchen spielt und den Auftrag Gottes verniedlicht. Meine Reisen bestätigen es mir, das Revolutionsgeflüster ist überall zu hören. Ich glaube, es ist ein Aufstand im Busch, und niemand anders als Gott steckt dahinter.

Wer Jesus als Verfechter der Tradition darstellt, verdreht biblische Wahrheiten. Jesus wollte alles andere als den Status quo beibehalten. Mit einer scheinbar zusammengewürfelten Truppe fachte Jesus eine Revolution an und erwartet, dass sie alle Endeln der Welt erreichen wird. Sie dürfen nicht vergessen: Jesus schickte nur eine Handvoll Leute mit dem Auftrag los, in allen Nationen Menschen zu Jüngern zu machen. Diese Revolution würde alle menschlichen Grenzen überschreiten: Kulturen, Rassen, Nationen, Religionen, Gesellschaftsschichten und mehr.

Das wichtigste Ziel der wilden Revolte ist, jeden Menschen zu befreien, der sich nach der Freiheit in Gott sehnt. So wie wilde Barbaren die Zivilisation zerstören, entfernen sie jedes nutzlose Hindernis zwischen Gott und Menschen. Lassen Sie niemanden in seinem Religionsgefängnis sitzen. [...]

Sie können nicht dem Schöpfer des Universums begegnen und derselbe Mensch bleiben. Wenn der allmächtige, allwissende und allgegenwärtige Gott in Ihre Seele einzieht, sollten Sie sich zumindest auf eine kleinere Erschütterung gefasst machen. Ich finde es sehr problematisch, wenn Menschen berichten, Gott begegnet zu sein, aber völlig unverändert sind. Wenn der Schöpfer des Lebens in Ihr Leben kommt, passiert eine Verwandlung. Wenn Jesus in Ihnen wohnt, taugen Sie nicht länger zu einem normalen Leben.

Der Heilige Geist im Herzen eines zivilisierten Gläubigen gleicht einem Tiger im Käfig. Sie sind kein frommer Zoo, in dem man sich aus sicherer Entfernung Gott angucken kann. Das ist nicht Ihre Bestimmung. Sie sind ein Dschungel, in dem der Heilige Geist wild und frei umherstreifen kann. Sie empfangen den Geist Gottes, der nicht gezähmt werden kann, und den Glauben, der nicht gebändigt werden darf. Sie sind nicht länger gefangen in Raum und Zeit, sondern Einwohner des Königreichs Gottes - Mitglied des wilden Stammes. Gott ist kein Beruhigungsmittel, das Sie gefügig macht, indem es Ihre Sinne betäubt. Gott tut genau das Gegenteil. Er erweckt Ihren Geist zu echter Lebendigkeit." (Seite 50, 51)

"Im Königreich Gottes gibt es keine Kuschelecke und keinen Wartesaal, noch nicht einmal ein Trainingslager. Es gibt nur den Direkteinstieg, den Sprung ins kalte Wasser. Sie machen Ihre ersten Schritte auf einem Schlachtfeld. Die Bibel lässt daran keinen Zweifel. Sie befinden sich mitten im Krieg. Gekämpft wird jedoch nicht gegen Menschen.

Paulus drückte es so aus: »Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel« (Epheser 6,12).

Die wilde Revolte ist ein Aufstand gegen das Bündnis der Zivilisation mit den Mächten der Finsternis. Wir werden nicht dabei zusehen, wie die Menschheit ihre Seele verkauft, um die Welt zu gewinnen. Wir lassen uns nicht von den Vorteilen verführen, die wir durch Kompromisse erhalten würden. Wir können nicht so tun, als ob nur das existiert, was wir sehen können. Wilde kennen die geistliche Welt. Wir wissen, das Böse kann auf subtile Art das menschliche Herz verderben. Nichts dagegen zu tun bedeutet, Komplize zu sein. Wir sind in einen Krieg hineingeboren. Mag sein, dass wir uns wie Kinder fühlen, aber wir sind Krieger.

Paulus wollte sicherstellen, dass wir unsere Aufgabe in diesem Krieg begreifen. Er schrieb: »Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise. Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.« (2. Korinther 10,3-5)

Paulus ermahnt uns: Wir sind nicht nur mitten im Krieg gelandet, der Krieg tobt auch mitten in uns. Sie können vor dem Krieg ebenso wenig weglaufen wie vor sich selbst. Sie können ein Kriegs gefangen er werden, aber Sie werden niemals von der Schlacht beurlaubt.
Es ist wahr, dass der Feind Sie ziemlich in Ruhe lässt, wenn Sie gezähmt sind. Er vergeudet seine Energie nicht an einer zivilisierten Religion. Wenn überhaupt, fördert er solche Tendenzen. Religion kann einer der sichersten Orte vor Gott sein. Wenn unser Glaube gezähmt wird, ist er nicht länger gefährlich für dunkle Mächte.

Wilde aber sind unberechenbar. Sie respektieren keine Grenzen, die von finsteren Mächten oder Herren der Welt gesetzt wurden. Sie haben nur einen König, einen Herrn und eine Mission. Sie sind unverschämt genug, die Tore der Hölle einzureißen. Sie sind bereit, für andere Menschen ihr Leben zu riskieren und sich mitten in die Todesgefahr zu werfen. Als Bürger von Gottes Königreich fallen wir vom Himmel, wir sind aber auch Erdlinge. Wir sind Gottes Spezialkommando.

Paulus sagte uns: »Er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus. [...] Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen« (Epheser 2,6.10).

Es ist, als ob wir im Moment unserer Bekehrung von irdischen, zeitlichen Dimensionen in die Ewigkeit herausgehoben werden. Wir können keine größere Höhe erreichen, als im Himmel bei Jesus eingesetzt zu werden. Aber da uns Gott erschaffen hat, um seinen guten Plan für die Welt zu erfüllen und sein Werk voranzubringen, sind wir auch Gottes Bodentruppen. Wir werden aus der Ewigkeit wieder in die vergängliche Welt abgeworfen. In derselben Welt, die einmal unsere Heimat war, sind wir nun Fremde und Außerirdische. Wo wir einst Gegner Gottes waren, befinden wir uns nun auf feindlichem Gebiet.
Gott bevorzugt mit Sicherheit das »Low Opening«-Verfahren. Nach einem Moment der Euphorie stürzen wir wieder in die Tiefe zurück auf die Erde, öffnen in letzter Sekunde unsere Fallschirme und stehen mit beiden Beinen auf dem Boden - in feindlichem Territorium. (Seite 90-93)

Als die Israeliten von den Ägyptern unterdrückt wurden, hörte Gott die Schreie seines Volkes. Er sprach zu Mose. Der zog als einzelner Mann gegen ein Imperium in den Krieg. Er ging den Weg in die Wildnis. Ein Feigling wurde zum Helden, ein Mörder zu einem Befreier, ein Schafhirte zu einem Propheten, ein Vagabund zu einem Anführer, ein Adoptivsohn vom Pharao wurde ein Adoptivsohn Gottes. Sklaven kamen frei - aber bevor sie eine Nation werden konnten, mussten sie lernen, in der Wildnis zu überleben. Das verheißene Land war nicht frei von Gefahren. Milch und Honig flössen mitten im Land der Giganten.

Für uns ist das nicht anders. Die Freiheit wartet nicht in einem verlorenen Paradies auf uns, sondern in einem verheißenen Land, das wir einnehmen müssen. Die Israeliten sehnten sich nach Ägypten zurück, da die Reise anstrengender war als erwartet. Auch wir müssen uns der Versuchung bewusst sein, die unser altes Leben darstellt - die Gefangenschaft, aus der wir befreit wurden. Es gibt nur einen Weg zur Freiheit, und der Weg ist nicht einfach. Wir können nicht behaupten, Christus zu kennen und zu ehren, wenn wir nicht den Weg gehen wollen, auf den er uns ruft. Hören Sie auf, Jesus mit einem gebändigten, zivilisierten Glauben auf eine Stufe zu stellen. Setzen Sie ihn nicht herab, indem Sie behaupten, das Leben im Glauben sei ohne Risiko. In diesem Krieg ist kein Platz für Bequemlichkeit und Selbstgefälligkeit.

Jesus führt uns mitten in das Innerste des finsteren Reiches, in das Zentrum des Bösen. Er bringt uns dorthin, wo die Menschheit leben will. Dorthin ruft er uns, wo die Menschen verzweifelt nach Licht suchen. Er führt uns an als Krieger des Lichts. Wir riskieren unser Leben für die Befreiung der Menschen. Unsere Waffen sind Liebe, Hoffnung und Glauben, und diese Waffen sind auch unsere einzige Verteidigung. Doch vor allem wissen wir, dass nur Glaube, Hoffnung und Liebe uns befreien können und die tiefsten Wünsche unserer Seelen erfüllen.

Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Leben auf diesem Weg zu verbringen, wenn Sie die verrückte Entscheidung treffen, für andere zu leben, wenn Sie beschließen, dem nachzufolgen, dessen Weg in die Wildnis zum Kreuz führte, und wenn Sie seine Einladung annehmen, Ihr eigenes Kreuz auf sich zu nehmen und ihm zu folgen, dann geht es los. Wenn Sie sich trauen, Gott zu erlauben, Ihren wilden Geist zu befreien, wird er den ungebändigten Glauben in Ihnen entfesseln. Dann werden Sie wissen: Sie gehen den wilden Weg aus der Zivilisation. (Seite 98-100)

Erwin R. McManus
(September 2005, Go wild! Schluss mit dem braven Christsein, Seite 11, 18-19, 81-82, 50-51, 90-93, 98-100, ISBN: 3417244846)

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Erwin R. McManus, http://erwinmcmanus.com

 


"Zweifeln Sie manchmal auch? Nicht unbedingt an der Existenz Gottes. Aber ob Sie das Richtige für Gott tun? Ob der nächste Schritt in Ihrer Gemeinde, in die richtige Richtung geht?
Ob die Vision, die Sie gerade verfolgen, von Gott ist – oder nur dem „höher-schneller-weiter-größer-Traum“ Ihres Egos entspringt?

„Visionär“, „Träumer“ oder „Verrückter“ – so nennt man mich in meiner Andreasgemeinde in Niederhöchstadt, manchmal bewundernd, oft skeptisch – aber so gut wie immer liebevoll. Und kaum einer konnte sich vorstellen, wie oft selbst ich mit Zweifeln kämpfe, wenn ich mal wieder den Eindruck habe, dass eine Vision, ein Projekt jetzt dran ist. Und dass das Zweifeln, Fragen, Hinterfragen irgendwie nie aufhört. Zum Beispiel bei unserem neuen Projekt „7 Wochen mit … Vision“ für die Passionszeit 2007.

Schon vor zwei Jahren hatten wir die Idee, man müsste gerade die spirituelle Offenheit in der Passionszeit nutzen, um in einer bundesweiten, evangelistisch zugespitzten „40 Tage - Leben mit Vision“ Kampagne möglichst viele Suchende und Kirchendistanzierte in unsere Gemeinden einzuladen. Wäre es nicht ein Traum, wenn sich 1.000 Gemeinden und 10.000 Kleingruppen bundesweit gleichzeitig auf die Reise zu Sinn und Ziel des Lebens machen – und in dieser Zeit ihre Häuser und Gemeinden für Kirchendistanzierte und Suchende öffnen?

Wenn in dieser Zeit in fast allen Buchläden – am Bahnhof, in der Stadt und überall – das Buch „Leben mit Vision“ ausliegt, mit einem Hinweis auf eine Homepage, auf der die Menschen Gemeinden und Gruppen in ihrem Ort finden, in denen sie diese 40 Tage-Reise antreten können. Wenn gleichzeitig im ERF eine Radio- und bei Bibel-TV eine Fernsehkampagne läuft? Wenn Christen und Suchende gemeinsam 40 Tage lang über die Frage nachdenken „Wozu um alles in der Welt lebe ich eigentlich?“ – und sich von Gottes Wort inspirieren lassen? Genial, oder?

Nur dann kamen die Zweifel … 1000 Gemeinden? Ein so profiliert christliches Buch in den allgemeinen Buchhandel? Ist das ganze nicht viel zu amerikanisch? Freikirchlich? Fundamentalistisch?

Vor zwei Tagen las ich in einem Buch noch einmal die Geschichte von Abraham, dem Sternenhimmel und Gottes Versprechen, ihm so viele Nachkommen zu schenken. Daraufhin forderte der Autor mich auf: „Schauen Sie in einer sternenklaren Nacht hoch zum Himmel. Nehmen Sie sich Zeit, das gewaltige Bild in sich aufzunehmen. Fragen Sie Gott, welchen „Stern“ Sie für ihn auf die Erde holen sollen! Welche Aufgabe, welcher Auftrag, welche Berufung auf Sie wartet.“ Da wurde mir noch mal tief im Herzen klar: diesen Stern „7 Wochen mit … Vision“ möchte ich gerne als nächstes für Gott auf die Erde holen. Und ich freue mich riesig drauf! Und die Zweifel? Die bleiben mir wohl immer erhalten. Aber ist das nicht gut so?"

Kai Sutrisno Scheunemann (26. Juni 2006, Diplom-Theologe, Pastoraler Mitarbeiter in der Evangelische Andreasgemeinde Niederhöchstadt, Editorial "Sterne für Gott", http://www.kirche-mit-vision.de)

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"
40 Tage Leben mit Vision - Echos"
"
Stadtmission Kaiserslautern"

"In 15 Hauskreisen unserer Gemeinde wurde in den Wochen zwischen Ostern und Pfingsten eine geistliche Reise anhand des Reiseführers „Leben mit Vision“ von Rick Warren unternommen. Wiltrud Albus fragte einige Teilnehmer und Hauskreisleiter nach ihren Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen bei dieser besonderen Art von Reise. Was sie unterwegs entdeckt haben, soll mutmachend für andere hier weiter gegeben werden:

E P: Beim Lesen des Buches dachte ich anfangs: „Huch, was kommt da auf mich zu? So plakativ, typisch amerikanisch. Als wir dann in der Gruppe das Video mit Rick Warrens Ausführungen anschauten, war es anders, es wirkte auf mich positiv.

Ich werde als Christ gefordert. Wenn man am Anfang steht, so wie ich, ist das ein großer Anspruch. Die erste Woche war der härteste Schritt, danach wurde es leichter für mich. Ich erlebte es als Korrektur des eigenen Standpunktes. Es gibt viele Aspekte in dem Buch, die neue Anstöße für mich sind. Es ist sehr fordernd und ich musste mich eher durchbeißen. Entlastend dagegen ist, weil man sich oft nur das Leben hier vorstellen kann, zu hören, dass danach noch etwas kommt. Ich bin motiviert, in diesem Leben zu reifen. Das hat mit der Beschäftigung mit dem Buch zu tun.

In starker Erinnerung ist mir: Anbetung ist nicht, dass ich mich wohlfühle, sondern dass es um die Ehre Gottes geht, dass ich ihn lobe für sein Handeln und ihm danke.

H S: Durch die Abende hat sich über das Thema hinaus Gemeinschaft entwickelt, wo persönliche Probleme ausgesprochen und gemeinsam im Gebet getragen wurden. „Leben mit Vision“ war ein Aufhänger, sich zu treffen, aber es wurde daraus ein Dienen, dass jeder, der gerade Hilfe nötig hatte, sie auch bekam, um wieder klar zu sehen.

Für mich war es vorher die Frage, was ich mit Gott anfange, jetzt muss ich meinen Lebensstil umstellen und fragen: „Was will Gott von mir?“ Gott hat die guten Werke für uns bereitet, diese möchte ich durch den Heiligen Geist erkennen und umsetzen. Eine ständige Verbindung mit Gott ist Voraussetzung. Anbetung soll für mich Lebensstil werden.

K G: Es waren für mich manche neuen Denkanstöße dabei, wenn ich z. B. daran denke, dass die Anbetung das ganze Leben meint. Sehr wichtig geworden ist mir bei der Beschäftigung mit den einzelnen Themen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Verstand und von allen deinen Kräften.“ (Markus 12,30) Ich will mich auch in Zukunft in vielen Situationen daran erinnern.

Die Idee mit den kleinen Hauskreisen fand ich schön, weil man sich besser kennen gelernt hat. Und wir wollen uns weiterhin ab und zu treffen, jeder bringt etwas mit, und wir tauschen uns über bestimmte Themen aus. Auch wollen wir uns manchmal anrufen und fragen wie es geht, um so den persönlichen Kontakt zu halten.

D L: Die beiden Lebensziele „Sie wurden erschaffen, um Gott zu dienen“ und „Sie wurden erschaffen, um Christus ähnlich zu werden“ haben mich persönlich am meisten angesprochen. Die Charakterentwicklung ist ein schwieriger Prozess, aber weil Gott sich bitten läßt und mir durch sein Wort, durch den Heiligen Geist und durch verschiedene Lebensumstände und Probleme an mir arbeitet und mir hilft, habe ich Hoffnung, dass ich das Ziel, Christus ähnlich zu werden, erreichen darf.

E G: In unserer Kleingruppe habe ich einige wertvolle Entdeckungen gemacht:

- Wir sind uns persönlich näher gekommen.

- Nie hätte ich hinter einer Person vermutet, dass sie immer mit Schmerzen lebt.

- Jemand schilderte ganz ehrlich seinen geistlichen Stand.

- Bei einer anderer Person entdeckte ich, wie treu und opferbereit sie Menschen begleitet.

- Die Bibelkenntnis der Einzelnen war eine prima Bereicherung in der Gruppe.

Täglich betete ich für jeden, das schaffte eine feine Verbundenheit. Die Vorbereitung und Gruppenleitung forderten mich, doch bei allem war ich selbst die Beschenkte.

R K: Wir haben uns sehr spontan für eine eigene Gruppe entschieden. Neben dem Buch haben wir uns an der Video-Kassette orientiert und von Woche zu Woche die Teilnehmerbögen bearbeitet.

Der erste Teil „Wozu lebe ich überhaupt?“ hat mir am besten gefallen. Das Thema hat mir eine neue Sicht gegeben. Die Aussage „Alles fängt mit Gott an“ und das Bibelwort aus Römer 8,6 (GN) „Was unsere selbstsüchtige Natur will, führt zum Tod. Was der Geist Gottes will, führt zum Leben, zu Heil und Frieden.“ fand ich sehr hilfreich. Ich habe mich innerlich damit auseinander gesetzt. Ich bekomme eine Richtung, die zum Ziel führt. Ich muss hinhören, wenn Gott zu mir spricht, dann kann ich es erkennen. Ich habe ganz konkret gefragt, wie ist das jetzt mit mir, was würde ich tun, wenn heute oder morgen der letzte Tag meines Lebens wäre? Bei der Beschäftigung damit bekam ich die Gewissheit, dass am letzten Tag die Tür zur Ewigkeit aufgeht. Es ist wie bei einer Fernreise. Wir kommen auf dem Flughafen des fremden Landes an und wissen nicht, wohin es geht. Aber es steht ein Reiseleiter mit dem Namensschild und Logo unseres Reiseveranstalters bereit und bringt uns zum Hotel. So wartet Jesus und führt uns in seine Wohnungen, die er für uns bereit hält. Der Tod hat dabei für mich den Schrecken nicht mehr, wie das vorher der Fall war. Wenn ich mich von Gottes Geist leiten lasse, darf ich am letzten Lebenstag sagen: es hat sich gelohnt.

Es ist nicht mehr Ziel meines Lebens, das Beste für mich zu bekommen, sondern Gottes Ziele zu erreichen. Wie kann ich das jetzt umsetzen, gerade auch im Beruf, womit ich die meiste Zeit des Tages verbringe? Es gibt für mich neben der kommerziellen Seite nun noch einen anderen Aspekt: konkret die Ziele Gottes umzusetzen. Wo Menschen in Not sind, möchte ich helfen. In den letzten Wochen habe ich schon gezielt Hilfe weitergeben können. Wenn ich in die Ewigkeit komme, möchte ich etwas Sinnvolles gemacht haben, was zu Gottes Ehre ist."

Stadtmission Kaiserslautern (2007, 40 Tage Leben mit Vision - Echos, http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=91, Stand 2007)

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"Bund FeG" [http://www.feg.de]

"Herzlich willkommen auf der Partnerseite des Bundes Freier evangelischer Gemeinden mit "40 Tage - Leben mit Vision".

"Die Kampagne "40 Tage - Leben mit Vision" (40 Days of Purpose) [Rick Warren] hat bisher in vielen Gemeinden weltweit wertvolle geistliche Impulse vermitteln können. Darum empfehlen auch wir gerne unseren Gemeinden die Umsetzung dieses Konzeptes.
Durch unsere Partnerschaft mit „40 Tage - Leben mit Vision“ können einzelne Ortsgemeinden die Kampagne einfacher und kostengünstiger planen und gestalten. Dazu auf der nächsten Seite weitere Informationen." [http://www.leben-mit-vision.de/index.php?id=202] [Stand Februar 2007]

Pastor Wolfgang Schulze (2007, Bundessekretär für Gemeindeberatung, Bund Freier evangelischer Gemeinden FeG, http://www.leben-mit-vision.de/index.php?id=202, Stand Februar 2007)

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Auszug Gemeindeleitbild [der neugegründeten] FeG-Nord, Freie evangelische Gemeinde Kaiserslautern
[siehe unten: Die Evangelische Stadtmission in Kaiserslautern hat sich gespalten]

"IX. Nachwort"

"Die Vision, die wir mit Gottes Hilfe in unserer Gemeinde in die Tat umzusetzen bereit sind, ist die von einer lebendigen, zeitgemäßen und an Christus orientierten Gemeinde.
Diese Vision greift zurück auf die Erfahrungen der Urgemeinde, wie sie uns in der Apostelgeschichte berichtet werden, und weist gleichzeitig den Weg in die Zukunft.

Um Gottes Auftrag im neuen Jahrtausend erfüllen zu können, wird die Gemeinde in vielerlei Hinsicht anders sein müssen, als die Gemeinde, die wir bislang gekannt haben. Dazu ist ein langer, mühsamer Prozess der Veränderung notwendig. Dieser Prozess wird seine Kritiker finden, die wir einladen uns mit konstruktiver Kritik zu begleiten und mit uns im Gespräch zu bleiben. Andere hingegen werden den eingeschlagenen Weg mit großen Hoffnungen verbinden; wir freuen uns auf ihre Mitarbeit und Fürbitte.

Dankbar sind wir für die Impulse, die uns das Buch “Kirche mit Vision” von Rick Warren gegeben hat. Interessante Anregungen haben wir auch von Willow Creek bekommen. Besonders wichtig sind für uns die Kontakte, der Austausch (Seminare, GoSpecial) sowie die Beschäftigung mit der Gemeindephilosophie der Evangelischen Kirchengemeinde Niederhöchstadt
[http://www.andreasgemeinde.de, http://www.andreasnetz.de].

Dieses Gemeindeleitbild wurde zur Gründung der FEG-Nord in Kaiserslautern [http://www.kaiserslautern-nord.feg.de] nicht neu entwickelt. Es basiert weitgehend auf dem Leitbild und Philosophie der Stadtmission Kaiserslautern (SMK) [http://www.stadtmission-kaiserslautern.de], in der viele unserer Mitglieder früher beheimatet waren. Wir verdanken der SMK viele Impulse und konkrete Erfahrungen aus früheren Jahren. Zur SMK suchen und pflegen wir einen geschwisterlichen Umgang."

Gemeindeleitung FeG-Nord (Dezember 2006, Gemeindeleitbild, Seite 14, http://www.kaiserslautern-nord.feg.de/dateien/Leitbild.pdf)

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"Die Evangelische Stadtmission in Kaiserslautern [siehe Beiträge oben] hat sich gespalten."

"Etwa 20 Mitglieder gründeten Anfang des Jahres eine Freie evangelische Gemeinde [http://www.kaiserslautern-nord.feg.de], die den bisherigen Stadtmissionsprediger Christof Nickel zu ihrem Pastor berief. Die Stadtmission mit knapp 100 Mitgliedern ist Teil des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Pfalz [http://www.egvpfalz.de], dessen rund 150 Gemeinschaften etwa 3.500 Menschen erreichen.

Laut Nickel beruht die Trennung im Wesentlichen auf unterschiedlichen Ansichten über die Zusammenarbeit von Verbandsleitung und Ortsgemeinschaft. Die ausgeschiedenen Mitglieder hätten größere Selbständigkeit gewünscht, wie etwa beim Bund Freier evangelischer Gemeinden [http://www.feg.de]. Die Gemeinden dieser Freikirche entscheiden unabhängig von den Bundesgremien über Personal- und Finanzfragen.

Der Vorsitzende der Kaiserslauterer Stadtmission, Karl-Richard Albus, [http://www.stadtmission-kaiserslautern.de bedauerte die Trennung. Man könne die Gemeindegründung weder verstehen noch gutheißen, sondern sie nur „mit Schmerz aushalten, akzeptieren und annehmen.“ Albus wünscht der neuen Gruppe Gottes Segen. Die Stadtmission werde ihre Arbeit unter dem Motto „Unterwegs aus Liebe zu Gott und den Menschen“ fortsetzen und weiterentwickeln. Neuer Prediger ist Volker Mayer, der bisher in der Stadtmission Homburg tätig war.
Die Leitung des Gemeinschaftsverbands äußerte sich nicht zur Trennung. Man wolle keine weiteren Verletzungen provozieren, sagte Inspektor Otto-Erich Juhler (Eisenberg bei Grünstadt) idea."

idea (04.02.07, Die Evangelische Stadtmission in Kaiserslautern hat sich gespalten. www.idea.de)

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"Ein Riss geht durch Gemeinde und Familien"

"In Kaiserslautern soll eine freie evangelische Gemeinde entstehen" [http://www.kaiserslautern-nord.feg.de] ...
"Als Anlass der Trennung habe wohl auch die vom Verband beschlossene Versetzung des Predigers nach Annweiler eine Rolle gespielt, sagte Vorstandsmitglied Reinhard Schott. Hingegen verwies Nickel in einer Presseerklärung darauf, dass sich die Stadtmission Kaiserslautern [http://www.stadtmission-kaiserslautern.deals Teil des innerkirchlichen Verbandes in den vergangenen Jahren zu einer eigenständigen Gemeinde entwickelt habe.

Oberkirchenrat Christian Schad Christian Schad [seit 2008 Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz] bezeichnete die Entwicklung in Kaiserslautern als ein wichtiges Signal dafür, dass der Gemeinschaftsverband seinen Weg als freies Werk innerhalb der pfälzischen Landeskirche auch in der Krise beschreite. „Lieber die Trennung als der Spaltpilz“, sagte Schad. Aber einen freikirchlichen Weg innerhalb der Landeskirche könne es nicht geben."

epd (15.02.07
, Ein Riss geht durch Gemeinde und Familien, Evangelischer Pressedienst, www.epd.de)

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Dr. Christian Schad (siehe oben)


 

Dann war da noch..  Schlusslichter

 

Zwei Schiffbrüchige landen auf einer einsamen Insel. Winzig klein, eine Palme drauf... Der eine Schiffbrüchige legt sich in den Schatten unter die Palme, der andere rennt total aufgelöst am Strand entlang, und sucht den Horizont nach Hilfe ab. Dazu schreit er die ganze Zeit: "Oh nein, wir werden sterben, wir werden untergehen, wir sind verloren..."

Der unter der Palme sagt: "Hey, beruhig dich doch... ich verdiene hunderttausend Dollar die Woche" Der Andere sieht ihn völlig entgeistert an und sagt: "Na und? Du hast dein Geld nicht hier, und selbst wenn, könntest du es nicht essen oder trinken oder ein Floß daraus bauen!"

Darauf sagt der unter der Palme: "Du hast mich nicht ausreden lassen... Ich verdiene hunderttausend Dollar in der Woche und gebe den Zehnten - mein Pastor wird mich finden..."

Unbekannter Autor?

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